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25.10.2015 11:19:31
Land in Sicht! (#99774)
dead Rabbit
Der einsame Schrei einer Silbermöwe begleitete die ersten Sonnenstrahlen über den fernen Horizont und ein frischer Nordwest fuhr ihr durchs Haar und blähte die Segel der kleinen Schonerbrigg. Auf der untersten Fockrahe stehend, eine Hand an der Want zu ihrer linken, lies sie den Blick einen Augenblick auf der kleinen Silhouette Amdirs liegen, die sich langsam am Horizont abzeichnete. Bis zum Mittag würde man den Hafen erreicht haben, dachte sie einen Augenblick, ehe ihr Augenmerk auf eines der Segel gelenkt wurde. Zwei Finger der freien Hand legten sich an ihren Mund und ein kurzer Pfiff erschallte über das sonst noch ruhige Deck: „Die Großschot fieren, stellt das Tuch weiter in den Wind!“ rief sie zwei Matrosen zu, welche sich sogleich aufmachten dem Befehl zu folgen. Je schneller der Hafen erreicht würde, je besser, dachte sie sich und lies den Blick von Achtern bis an den Klüver wandern. Ihre Habe lag bereits gepackt in der Hängematte und sobald das Schiff an der Pier liegen würde, sie die letzte Heuer eingefordert hätte, würde sie nichts mehr an Bord halten.

Was sollte es schon Schaden auf dem kleinen Handelssegler anzuheuern, hatte sie sich in Cathyr gedacht. Fünfzig Fass Tran, dreihundert Doppelzentner gegerbte Pferdehaut in Ballen und fünfzig Sack Korn lagen im Laderaum und warteten darauf nach Mîrhaven gebracht zu werden. Ein nicht ungefährlicher Kurs, weit ab jedweder Küste, doch die versprochene Heuer klang gut und im eigenen Beutel wurde es langsam klamm. Also hatte sie sich ihren Seesack geschnappt und angeheuert...
Jetzt, das Ziel der Reise vor Augen, hielt sie wenig auf dem Schiff. Der Kahn selbst war in Ordnung, solide gebaut und schnittig am Wind. Die Mannschaft sicherlich nicht die beste, aber tüchtig. Den Käpt'n aber hätte sie ohne zu zögern an den Anker gebunden und das Tau mit ihrem Beil gekappt: geizig bei Heuer und Rationen und dazu verstand er weniger von guter Seemannschaft als jeder Flachwassermatrose. Der Quartiermeister nur wenig besser. Es wollte ihr nicht in den Kopf wie die Mannschaft ausgerechnet diesen schleimigen Kriecher wählen konnte, aber vermutlich hatte es keine Wahl gegeben... mehr als einmal hatte sie daran gedacht beide, vielleicht zusammen mit dem Segelmeister, ins Beiboot zu setzen und das Schiff selbst nach Amdir zu segeln, doch auch wenn sie Einfluss auf die Männer und Frauen an Bord hatte, dazu fehlte es ihnen an Schneid. Halt die falsche Mannschaft.

Ihr Blick fing sich einen Herzschlag lang in dem Auge einer Möwe, die sich von einer Böe neben dem Schiff hertragen lies, dann atmete Gráinne tief durch und stieg die Wanten hinab auf Deck. Bis zum dritten Glasen würde man den Hafen erreicht haben.
31.10.2015 10:18:16
Der Klang des Hafens (#100172)
dead Rabbit
Das Geräusch einer zerberstenden Flasche weckte sie aus ihrem Schlaf. Widerwillig wälzte sie sich in ihrer Koje umher und blinzelte einige male bis ihre Augen sich an das schummerige Licht der kleinen Kammer gewöhnt hatten. Es musste noch früh sein, doch von draußen drangen erste Geräusche zu ihr hinein: die frühen Fischer waren zurück und priesen ihren Fang an, Schauerleute schleppten Kisten und Säcke, rollten Fässer über die Pier, Befehle wurden gebellt und irgendwo dazwischen keiften sich zwei zankende Weiber an.
Ein paar Tage war sie nun hier gestrandet, doch an so recht dran gewöhnt hatte sie sich nicht, wollte sie sich auch gar nicht. Es würde sicher nicht lange dauern ehe sie wieder ein gutes Schiff gefunden hatte. Immerhin hatte sie gleich am ersten Abend eine weitere Seefahrerin getroffen und von einer Steuerfrau gehört, die angeblich noch eine Mannschaft suchte. Sie hatte die Beschreibung der Frau und würde die Augen nach ihr offen halten.
Etwas Zeit verstrich, während sie in der Koje lag und verschiedenen Gedanken nachging, dann richtete sie sich mit einem letzten gähnen auf und lies den Blick durch den Raum wandern: Ihre Habe war noch dort wo sie hingehörte, der Dreispitz auf dem kleinen Tisch neben der Koje, der Gürtel mit dem Entermesser hing an dem krummen Nagel in der Wand, Stiefel und Seesack am Fußende und unter dem Kissen... ihre Hand tastete unter dem Stoff und mit einem breiten Grinsen zog sie die gefalteten Seiten Pergament hervor.
Sie ließ sich nicht betrügen, nicht von diesem schmierigen Bastard und erst recht nicht um ihre Heuer. Der Käpt'n hatte sich geweigert diese zu Zahlen, sich in Ausflüchte und wütendes Geschrei geflüchtet und ihr mit der Hafenwache gedroht. Unwillig auf das Gold zu verzichten hatte sie einen neuen Plan ersonnen und gewartet. Gewartet das es dunkel wurde, die Schauerleute in die Tavernen und die Seeleute zu den Dirnen verschwunden waren. Sie hatte den Schiffsjungen der zur Wache an der schmalen Planke, die den Zugang zum Schiff darstellte, verdonnert wurde abgefüllt und in Hörweite gewartet bis dieser vom Alkohol übermannt wurde. Schließlich war sie erneut an Bord geschlichen, hatte die Kapitänskajüte aufgesucht und sich dort selbst zur Zahlmeisterin ernannt. Sie hatte etwas suchen müssen, doch war ihre Beute schließlich sogar etwas über dem, was ihr zustand. Ein kleiner Aufschlag für die verspätete Zahlung. Außerdem fand sie etwas, was sie am nächsten Morgen breit grinsen lies: die Karten des Kapitäns!

Und mit eben diesen Karten und dem breiten Grinsen saß sie nun in ihrer Koje, zu ihren Füßen die Splitter der Flasche, deren Bersten sie geweckt hatten und blickte auf das Pergament in ihren Händen. Von einer Mischung aus einfacher Freude über den Nutzen den diese Karten sicher noch haben würden und Schadenfreude über das Gesicht des Käpt'ns wenn er den Verlust bemerken würde beflügelt stieg sie an den Scherben vorbei und zog sich an. Ein gutes Frühstück wäre jetzt genau das richtige, das Gold dazu hatte sie jetzt ja.

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06.11.2015 14:05:51
Segel gesetzt! (#100566)
dead Rabbit
Die Lichter Mîrhavens in der Dunkelheit kamen stetig näher als die „Danlianthol“ mit geblähten Segeln über die Wellen glitt. Auf der Rah sitzend, genoss sie den Wind, die gleichmäßige Bewegung des Schiffs, das Geräusch der Takelage, der Segel...
Der Segeltörn unter Käpt'n Luca war ein Erfolg gewesen, es fehlte noch ein wenig an der Abstimmung unter den neu angeheuerten, doch das würde sich mit der Zeit geben. Immerhin hatte es schon gereicht einen alten Handelsschoner auf seinen Platz zu verweisen:
Man war gerade noch dabei gewesen ein paar Kleinigkeiten abzuklären als der Kahn an der „Danlianthol“ vorbei segelte und deren Flachwassermatrosen es sich nicht nehmen ließen ein paar Lästereien hinüber zu rufen. Es gibt nun mal Dinge, die man sich nicht gefallen lässt und dies gehörte eindeutig dazu! Luca gab das Kommando und so gleich wurden die Leinen los geschmissen, Kadira und Gráinne stiegen ins Rigg hinauf um die Segel zu setzen und die Männer an Deck machten sich gleich an die Taue. Die Segel wurden in den Wind gebracht, die Schoten beigeholt und der Segler setzte sich in Bewegung. Luca fuhr einige gewagte Manöver um nicht eins der Fischerboote zu rammen, doch schon kurz darauf war man mit dem Schoner auf einer Höhe. Erste Flüche erschallten vom Deck des Handelsseglers und als Luca ihr Schiff noch härter am Wind fuhr um sich vor ihn zu setzen wurde daraus ein lautstarkes Geschrei... wohl möglich auch weil die „Danlianthol“ sich knapp vor deren Bug setzte und sie vom Kurs abdrängten: direkt in die Tonne zur Hafeneinfahrt. Das laute klingen deren Glocke war im ganzen Hafen zu hören gewesen und Gráinne freute sich schon auf die Rückkehr des Segler und seiner Mannschaft. Die Mannschaft die so schlecht segelte, das sie nicht einmal aus dem Hafen kamen ohne etwas zu rammen!
Ein Ruf vom Deck unter ihr riss Gráinne aus ihren Gedanken, man hatte den Hafen nun fast erreicht und musste sich bereit zum Anlegen machen.
An die Arbeit, dachte sie sich noch, ehe sie die Matrosen anwies die Segel zu reffen um Fahrt aus dem Schiff zu nehmen. Man wollte Anlegen, kein Rennen fahren oder gar in die Mole krachen.
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17.01.2016 13:09:00
Unter dem Meer (#103910)
dead Rabbit
Der Tag war noch nicht alt und doch war der Hafen schon längst erwacht und voller Leben. Gemächlichen Schrittes bahnte Gráinne sich ihren Weg durch die Menschenmengen, wich ein paar mit Säcken voll Kohle bepackten Schauerleuten, deren Hände, Arme und Gesicht von Staub und Schweiß schwarz verschmiert, aus. Etwas Zeit blieb ihr noch und so machte sie einen kurzen Umweg, erstand an einer Garküche noch einen gegrillten Spieß mit Garnelen dran und machte sich dann auf den weg zur "Danlianthol". Endlich sollte der geplante Törn stattfinden und man würde nach dem ersten der verschollenen Schiffe suchen.
Als sie die Pier hinab ging, sah sie Käpt'n Luca schon das Schiff beladen: Kisten mit Proviant, Heiltränken und gar Feuerwerk standen auf einen Karren gestapelt vor dem Schiff und warteten darauf an Bord zu bringen. Ohne zu zögern warf Gráinne den abgenagten Garnelenspieß ins Hafenbecken und schnappte sich die erste Kiste. Das hell klingende Geräusch von Glasfläschchen verriet ihr dabei das sie die Kiste besser nicht fallen lassen sollte, wer weiß was an diesem Tag noch auf sie warten sollte.
Kurz später stießen auch Kadira und Dory dazu und das Schiff war flugs beladen und die Kisten sicher verstaut, fehlten nur noch die Badegasten von der Hafenwache!
Als auch diese an Bord waren -besonders die Funkensprüherin machte nicht unbedingt den Eindruck sonderlich seefest zu sein- ging es los: raus aus dem Hafen und Kurs auf Hohenbrunn gesetzt!
Bis an den Anleger des Hindorfes ging es aber nicht, vor der Küste änderte Luca den Kurs und man suchte nach dem ersten der verlorenen Schiffe. Auf einem Riff wurde man schließlich fündig: das Wrack eines Schiffes lag auf dem unterseeischen Gestein, ein Mast geborsten, der zweite ragte schief aus den Fluten. Käpt'n Luca lies den Anker werfen und man beratschlagte. Man würde nicht umhin kommen zum Wrack zu tauchen, wären da nicht die Haie. Ein großer Schwarm von Umberlees Meeresräubern umkreiste das gesunkene Schiff, ganz so als würde die Königin der Tiefen selbst darüber wachen.

Doch Luca wäre wohl nicht Luca gewesen, hätte sie nicht eine Idee gehabt: ein großes Fass mit Fleischbrocken wurde an Deck gebracht und zur Ablenkung der Haie nach und nach ins Wasser geworfen, während der Rest zum Wrack tauchte!
Gráinne entledigte sich der Sachen, die nicht mit ins Wasser sollten, klemmte sich ihren Dolch zwischen die Zähne und stieg ins Wasser. Dank eines Zaubers konnte sie auch dort atmen und so tauchte sie mit kräftigen Zügen zum Wrack hinab. Dory hatte sie bereits aus den Augen verloren, Luca und die Zauberin waren hinter ihr geblieben und hielten Wacht und untersuchten das Deck des Schiffes, während sie selbst sich das Heck vor nahm.
Ein Schiffsname war dort nicht zu sehen, dafür aber große, kreisrunde Löcher im Rumpf des Schiffes, zu rund um vom Riff zu stammen! Sie tauchte weiter hinab und durch eines der Löcher ins Wrack hinein. Das innere des Schiffes glich dem völligen Chaos: alles was sich mal in der Kammer befunden hatte, war mit ungeheurer Macht ducheinander gewirbelt worden und lag nun in Trümmern wild durcheinander verteilt. Sie suchte den Raum ab und fand eine Truhe, welche sie jedoch erst von einer alten Schranktür befreien musste um an das innere zu kommen. Mit etwas Mühe gelang es ihr schließlich doch und sie barg ein kleineres Kästchen, welches sie mitnahm und das Wrack wieder verließ. Es schien gerade zur rechten Zeit, denn sie merkte wie das Atmen langsam schwerer viel -sicher ein Zeichen das der Zauber nachließ und somit Zeit zum Auftauchen.
Sie ließ sich von Kadira wieder an Deck helfen, auch die Wächterin tauchte kurz später auf, nur Dory und Luca selbst fehlten noch. Gerade als man rätselte warum die beiden noch im Wasser waren, schoss neben dem Schiff eine gewaltige Fontäne in die Höhe und wirbelte die beiden durch die Luft... Beiden wurde zurück an Deck geholfen, wo sie erschöpft und angeschlagen nieder sanken: Luca hatte wohl um die Haie abzuwehren eine Druckwelle ausgelöst die nicht nur die Haie betäubte, sondern auch den beiden das Gehör nahm.
Da Luca sich zurück zog übernahm Gráinne das Schiff und lies den Anker bergen und Segel setzen. Hohenbrunn war der nächste Hafen und den wollte sie ansteuern.

So stand sie in der Abendsonne am Ruder der "Danlianthol", steuerte auf die Insel zu und dachte zurück an das Wrack. [i]Die Löcher im Rumpf... waren es Geschosse gewesen die dort eindrangen, eine dieser sagenumwobenen lanthanischen Pulverschlangen gar? Oder war etwas anderes aus den Tiefen hervorgekommen und hatte das Schiff gepackt und in die Tiefe gezogen?[/i]
Ihr Blick glitt zu dem kleinen Kästchen, welches sie erbeuten konnte. Vielleicht würde der Inhalt Hinweise geben, welches Schiff es war. Und vielleicht hatten die anderen Hinweise zum Untergang entdeckt.

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20.01.2016 21:39:28
Aye, Käpt'n! (#104009)
dead Rabbit
Geschäftiges Treiben sah man oft, ja mehrmals täglich im Hafen. Auch das man Gráinne auf einem Schiff, meist der [i]"Danlianthol"[/i], arbeiten sah, kam hin und wieder vor. Doch heute sah man sie auf einem fremden Schiff tätig werden. Es war ein kleines Schiff mit nur einem Mast, vielleicht vierzig Fuß lang, nicht breiter als zehn und auch der Laderaum war übersichtlich. Am Vorabend war es in den Hafen eingelaufen und kurz später hatte man Gráinne, eine weitere Dame und einen Mann davor sprechen gesehen. Schließlich ging der Mann und beide Frauen gingen an Bord.

Tags drauf nun dies ungewöhnliche Bild: einen Shanty auf den Lippen sah man Gráinne beschäftigt wie nie zuvor. Sie ein altes Seemanslied summend stieg die Takelage hinauf, prüfte jedes Tau, jeden Knoten, jeden Stag und die Schoten. Sie öffnete das Segel und prüfte das Tuch... es gab wohl keinen Winkel auf dem Schiff, den sie nicht genau in Augenschein nahm.
Später dann sah man sie, eine Buddel Rum neben sich auf dem Deck sitzen, mit einem Kohlestift kritzelte sie auf einem Pergament herum, ehe sie bei Sonnenuntergang von Bord ging.

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27.01.2016 16:11:31
Unter dem Meer II (#104196)
dead Rabbit
Die Vorbereitungen zum ersten Segeltörn der "Sturmschwalbe" waren beinahe abgeschlossen, Proviant war gebunkert worden und auch die nötigen Werkzeuge und Tauwerk waren an Bord.
Gráinne saß auf dem Schanzkleid, sah stolz über das Deck des kleinen Seglers und zog den Kompass hervor, welchen sie im Wrack gefunden hatte. Wieder rief sie sich den Tauchgang in Erinnerung. So skeptisch sie Magie auch gegenüberstand, dieser Zauber um unter Wasser atmen zu können war wirklich praktisch, ebenso wie dieser Kristall den Luca genutzt hatte...
Es musste einen Weg geben, tauchen zu können ohne über Magie oder magische Artefakte zu verfügen [b]und[/b] ohne das man wieder auftauchen musste um Luft zu holen, bevor man überhaupt Zeit hatte unter Wasser etwas zu suchen.

Sie blickte auf das Wasser im Hafen und ging verschiedene Möglichkeiten durch: So ein Stecken, wie man sie beim Auktionator manchmal sah wäre ein weg, aber hatte sie nie einen gesehen der einen unter Wasser atmen lassen konnte. Und selbst wenn es einen gab, wäre dieser sicher sehr teuer und sofern man nicht wüsste das unter Wasser eine große Kiste Gold auf einen wartet...
Dicht unter der Oberfläche konnte man atmen, in dem man durch ein hohles Schilfrohr atmete, aber in mehreren Metern tiefe? Unwahrscheinlich...

Schließlich kam ihr eine weitere Idee: Abgedichtete Fässer! Wenn man diese mit einem Ankerstein versieht und so verdenkt, das die offene Seite nach unten zeigt, würde dich darin eine Luftblase bilden. Wenn einem unter Wasser die Luft ausging, könnte man ins Fass schwimmen, durchatmen und weiter tauchen! Und nach dem Tauchgang, würde man das Seil kappen und das Fass würde langsam auftreiben, wo man es wieder einsammeln könnte.

Sie ging unter Deck um eine Seite Pergament und ein Stück Schreibkohle zu holen, dann setzte sie sich an Deck und begann zu skizzieren.

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23.04.2016 14:10:56
Pläne und geschmiedetes (#107269)
dead Rabbit
Einmal mehr lag die "Sturmschwalbe" vertäut in den Docks der Stadt. Die Ladung war bereits gelöscht worden und Gráinne saß auf einem leeren Fass, im Mundwinkel einen dicken Rauchstengel und auf dem Schoß zwei geschlagene Tauenden, deren Kardeelen sie gerade mit einem Spleiß verband um so ein längeres Seil zu erhalten, als ein Bote an der breiten Planke stand, welche den Zugang zum Schiff darstellte.
Sie wechselten einige Worte und er übergab ihr ein Paket, ehe er mit einigen Münzen Trinkgeld in der Hand wieder im Hafengewirr verschwand.
Wieder auf dem Fass sitzend betrachtete sie das in Stoff eingeschlagene Paket auf ihrem Schoße und begann die Schnur zu lösen die es zusammen hielt. Ein Lächeln stahl sich auf ihr Gesicht als sie den Inhalt erblickt und vorsichtig fuhr sie mit dem Finger über die im Sonnenlicht glänzende Spitze einer der sechs Harpunen. Sie legte das Päckchen auf dem Deck ab und nahm einen der kurzen Wurfspeere in die Hand, wobei der kurze Brief, welcher den Waffen beigelegt wurde, zu Boden fiel. Sie hob das Schreiben auf und steckte es ein, ehe sie den Speer in der Hand wog, ihn balancierte und zur Probe ausholte, als wollte sie ihn auf ein imaginäres Ziel schleudern.

[center][img size=300]https://imagizer.imageshack.us/v2/464x48q90/922/lc0kAe.png[/img][/center]Ein zufriedenes Nicken, die Schmiedin war ein weiteres mal die Münzen wert gewesen, welche sie für ihre Arbeit verlangte. Sie würde sich nach einer geeigneten Leine, dünn, leicht und doch von hoher Festigkeit, umsehen und ein Beiboot besorgen.
Beides würde sie im Hafen bekommen, für die Leine würde sie sich bei den Fischern umhören und vielleicht dem einen oder anderen eine Buddel Rum im Tausch für einen guten Tip überlassen. Und für das Boot war vermutlich Alistair der richtige, mit seinem Kontakt zur Werft würde er sicher erfahren können wer ein solches verkaufen wolle oder was es kosten würde eines anfertigen zu lassen.
[center][img size=150]http://imageshack.com/a/img910/2228/Y0pcRb.png[/img][/center]Sie vertaute die Harpunen und das Seil an dem sie gearbeitet hatte im Schiff und kam mit einem Stück Klippfisch in der einen und einer Flasche Rum in der anderen wieder an Deck und setzte sich wieder auf ihr Fass. Sie konnte zufrieden sein, dachte sie sich. Sie hatte ihr Schiff, es gab immer wieder jemanden der irgendwas, irgendwen oder sich selbst verschiffen lassen wollte und vor allem: Sie hatte eine Mannschaft gefunden! Und wie die letzte Fahrt gezeigt hatte, eine gute noch dazu!
Sie nahm einen Schluck Rum um den letzten Bissen hinab zu spülen und lies den Blick über das Deck hinweg bis zur "Admiralität", wie sie Streunerins Bordkatze getauft hatte und die nun am Bug saß, gleiten. Ja, es war eine gute Mannschaft sie sich da zusammen gefunden hatte. Bald würde sie bereit sein für mehr als bloß Fracht zu fahren...
[center][img size=100]http://imageshack.com/a/img907/7519/b5jaZf.png[/img][/center]
01.07.2016 00:08:45
Wege durchs Riff (#109625)
dead Rabbit
[center][u]Altes Wissen[/u][/center]
Es gibt im wesentlichen drei Wege um an Wissen zu gelangen: die einen ziehen los um selbst zu erfahren, andere wiederum strömen in die Häuser des Wissend, die Tempel und Bibliotheken, stöbern in staubigen Chroniken und wälzen dicke Folianten. Wieder andere gehen los und fragen diejenigen um Rat, die es wissen müssen, die es selbst über lange Jahre erfahren haben und die Erzählungen der Großväter ihrer Großväter kennen bis heute weiter geben.
Gráinne gehörte eindeutig zu letzter Gruppe. Wenn es etwas gab, das man über die See erfahren konnte, stand es entweder in den Karten und was nicht in den Karten stand, wussten diejenigen die ihr Leben lang auf dem Meer verbracht hatten: Alte Seeleute und Fischer.
Und so zog sie immer wenn sie mit ihrem Schiff im Hafen lag los, eine große Buddel Rum und einen nicht minder großen Beutel Rauchkraut dabei, um die Fischer Mîrhavens zu besuchen. Sie setzte sich zu den Leuten, gab einen aus und fragte, wie es so lief. Ob die Fänge gut waren, sie auf See ärger hätten oder beim Verkauf des Fangs..?
Der Abend wurde lang, es gab den besten Fisch des Fangs, dazu einige Becher Rum und die eine oder andere Pfeife wurde geraucht. Man sprach über das tägliche Geschehen, tauschte Neuigkeiten aus und lachte gemeinsam... und irgendwann, als der Mond schon hoch am Nachthimmel stand und viele schon gegangen waren, lauschte Gráinne den Geschichten der alten, Geschichten die so alt waren das man kaum mehr wusste wer sie einst erzählt hatte und von denen doch jedes Wort wahr war.
Viele der Geschichten drehten sich um den Alltag der Fischer, Fänge die sie einst gemacht hatten, ihre Väter oder deren Väter. Netze so voll das sie das Boot zu versenken drohten, Kraken die nach den flachen Bordwänden griffen und dem verheißungsvollen Rufen, das jeder der sein Leben auf See verbracht hat einmal hörte, und das einen auf die offene See locken wollte...
Doch besonders aufmerksam wurde Gráinne, als einer der Fischer von der Sturmwasserbucht erzählte. Eine Bucht, so versteckt das sie auf keiner Seekarte Faeruns verzeichnet war und selbst wenn doch dann war die Position entweder falsch oder aber man würde an den Riffen vor der Bucht selbst zerschellen und von Umberlee daselbst in die Tiefen gezogen werden!
Etwas jedoch hörte sie an diesem Abend zum ersten mal: die Geschichte einer Dienerin der Furienkönigin, einer Meeresfey, welche in ihrem Namen die Bucht beschützen sollte...
05.07.2016 19:31:59
Wege durchs Riff (#109815)
dead Rabbit
[center][u]Teil II – Alte Zeiten[/u][/center]
Es war bereits spät am Abend und der Mond hatte seinen höchstens Punkt schon beinahe überschritten, als einer der ältesten unter den Fischer mit heiserer Stimme seine Geschichte erzählte:
Es war eine Erzählung, mehr eine Sage, so alt wie die erste Siedlung der Insel selbst und von einer Generation zur nächsten wortgetreu weiter gegeben. Sie handelte von einer Zeit als es noch keine Städte auf Amdir gab. Selbst bei die Siedlung der Elfen soll damals mehr einem größeren Dorf geglichen haben und Mîrhaven bestand aus kaum mehr als den windschiefen Hütten einiger Fischer die sich hier niedergelassen hatten. Nur selten kamen Handelsschiffe in die Gewässer der Insel, wenn ihr Kurs ins rätselhafte Zakhara sie in die Nähe Amdirs brachte oder sie auf dem Weg zurück an die Gestaden Faeruns waren. Doch immer wieder landeten Korsaren des Südkontinents in den Buchten Amdirs an um frisches Wasser oder Proviant aufzunehmen. Oder aber um ihre Beute zu verstecken, von der so manch eine noch heute dort liegen sollte... doch dies war eine andere Geschichte...
Noch heute, so wusste Gráinne, waren die Korsaren gefürchtet und ihr Ruhm reichte über die südlichen Küsten Faeruns hinaus bis an die ferne Küste Calimshans, wo man sich von den Tributzahlungen erzählte, welche die Freibeuter verlangten um die Schiffe zu schonen und in ihre Zielhäfen segeln zu lassen.
Doch schien es eine Zeit gegeben zu haben, in der ihr Machtbereich noch weitaus größer als heute, in der sie bis an die Küsten Faeruns segelten um dort Angst und Schrecken zu verbreiten. Zu dieser Zeit errichteten sie in einer der Buchten Amdirs, versteckt zwischen den hohen Felsen eine kleine Siedlung, ein Versteck in das sie sich zurück zogen, ihre Beute versteckten oder verprassten. Wo sie sich für weitere Fahrten stärkten und unter denen, die dort gestrandet waren neue Männer fanden.
Über ein Jahrzehnt lang wuchs diese Freibeuterdiedlung, gar soll sie das damalige Mîrhaven an Größe übertrumpft haben. Zweifelsohne war es dort auch kein Paradies... es herrschte immer gerade der, der die stärksten Männer, das größte Schiff oder das meiste Gold hatte. Regeln waren wechselhafter als das Wetter und wenn man es genau nahm gab es auch gar keine. Doch blühte dort vor allem der Handel mit all den Dingen die von den ehrenwerten Herren auf ihren Raubzügen erbeuteten: von den edelsten Weinen Sembias über Juwelen Calimshans bis hin zu Gewürzen aus fernsten Ländern gab es dort alles was man sich vorstellen konnte. Selbst Sklaven wurden dort gehandelt (und werden bis heute, wie es heißt).
Doch mit ihrem Erfolg wuchs der Zorn der mächtigen, der Herrscher der Länder deren Schiffe immer wieder überfallen oder gar versenkt wurden und eines Tages wurde ein Pakt geschlossen: die Flotten vereinigten sich für ein gemeinsames Ziel: die Piraten des großen Meeres zu zerschlagen und sie für immer zu vernichten.
Schnell waren die goldenen Zeiten der Korsaren vorbei und viele ihrer Schiffe versanken in Umberlees Tiefen oder wurden von den Schiffen der Reiche aufgebracht. Mit dem aufstreben Mîrhavens als Handelsstadt zwischen Faerun und Zakhara war das Versteck in der Bucht gar so bedroht, das die letzten Piraten der Sturmwasserbucht ihr Ende nahe wähnten und so schlossen sie ihrerseits einen Pakt. Doch keinen mit anderen Seefahrer oder Nationen, sondern mit der Königin der Tiefen, mit Umberlee selbst:
Sie schlugen der Königin einen Schrein in die felsigen Klippen der Bucht und opferten ihr alle ihre Schätze, all das Gold, die unzähligen Juwelen, Kunstgegenstände und angeblich auch zwei Dutzend Sklaven um den Schutz der Göttin zu erhalten. Und diese schien dem Opfer der Piraten nicht abgeneigt, versprach man doch ihr auch künftig einen Teil der Beute zu geben und wie jeder Seefahrer weiß liebt die Furienkönigin schöne Dinge!
In der kommenden Nacht wütete der furchtbarste Sturm, den man je in der Gegend gesehen hatte auf See und verschluckte einen Großteil der entsandten Kriegsschiffe und deren Männer. Und als der Sturm sich gelegt hatte, lag die Bucht in tiefsten Nebel. Riffe hatten sich aus dem Meer erhoben wo nie welche gewesen waren und die Strömungen schienen ein jedes Schiff auf jene Felsen zu ziehen, das sich gegen den Willen Umberlees der Bucht näherte.
Und als seien Nebel, Riffe und Strömungen nicht genug Schutz für eine abgelegene Bucht, benannte die Göttin noch eine Wächterin der Bucht, eine Fey die ihr seit Anbeginn der Zeit zu Diensten war. Der Mann malte mit den Fingen in einer schier uralten Schrift ihren Namen auf den Tisch: [i]???[/i].
Sao eine Fey, eine Nereid heißt es, bewacht seit diesem Tage in Umberlees Namen die Sturmwasserbucht und zieht ein jedes Schiff in die Tiefen ihrer Herrin, welches sich gegen deren Willen der Bucht nähert.
Es heißt, so sagen die alten Geschichten, wer die Sturmwasserbucht finden will, muss aus der Linie der alten Korsaren stammen, die damals den Pakt begingen, sich ihnen angeschlossen und bewiesen haben... oder sein Schicksal herausfordern und die Fey selbst rufen um Einlass zu erlangen. Doch dies... hat seid über 200 Jahren niemand mehr gewagt und noch viel länger ist es niemandem mehr gelungen die Wächterin zu überzeugen.
02.09.2016 09:26:05
Wege durchs Riff (#111249)
dead Rabbit
[center][u]Teil III – Der Schrein[/u][/center]
Dichter Nebel umgab das Schiff. So dicht das man kaum weiter sehen als man spucken konnte. Sie musste nicht ihr Wissen über das Meer abrufen um zu erkennen das es kein natürlicher Seenebel war, denn trotz der miesen Sicht konnte sie mühelos von Bug bis Heck des Segler sehen. Nur sah sie nichts, sah niemand etwas, das außerhalb des Schiffes lag.
Sie zog an der Messingkette ihren Kompass aus der Tasche. Bei jeder Bewegung des Schiffes, die sie verspürte sah sie auf das Instrument und las den Kurs des Schiffes ab, doch selbst wenn sie jede Bewegung auf das Grad genau notiert hätte, in dem Nebel fehlte ihr jedes Gefühl für die Distanz. Es kam ihr sogar vor als würde das Schiff sich schneller bewegen als die nur schwach geblähten Segel es voran treiben würden...

Die Sonne stand nahe ihres Zenits und brannte gnadenlos auf den Anleger hinab, als Gráinne von Bord der „Perle“ ging. Den Dreispitz tiefer ins Gesicht ziehend macht sie sich auf, durch die Grotte hinauf und über die Klippen in die kleine Siedlung der Sturmwasserbucht. Die Bezeichnung "Siedlung" war eigentlich eine schmeichelhafte Übertreibung für den Ort, es war nicht mehr als ein kleines Nest voller Piraten, Schmuggler und Sklavenhändler, selbst ein paar südliche Korsaren hatte es hierher verschlagen. Und um alle herum existierte eine Schar an Huren, Hehlern und Schieber, wie Flöhe auf einem Rattenarsch. Alles in allem ein schäbiger, Rum getränkter Fleck auf dieser Insel, ein Schatten dessen, was er einmal war, gewesen sein soll.
Jetzt, mitten am Tage, war es recht ruhig: Die Wirte kehrten ihre Kaschemmen aus, die Huren brachten sich und ihre Kleider in Ordnung und einzig auf dem Markt herrschte etwas leben. Doch war sie weder an Schiffsausrüstung interessiert noch an dem was der letzte Beutefahrer hier versetzt hatte und erst recht wollte sie keinen der Sklaven erstehen, die gerade auf einer kleinen Auktion feil geboten wurden. Ihr Ziel lag außerhalb... der Schrein Umberlees.

Es war bereits Abend als sie die Bucht erreichte in welcher der Eingang zum Heiligtum versteckt lag. Der Weg war alles andere als einfach gewesen, ein Palmenhain sieht nun mal dem anderen sehr ähnlich und selbst wenn ihre Karte genauer gewesen wäre, blieben da noch die Echsenwesen, die den Weg gefährlich machten. Sie hatte sie nicht gezählt, aber es war sicher ein gutes Dutzend das unter den Hieben ihrer Entermesser fiel.
Nun wanderte ihr Blick über die Felsen der schmalen Bucht, suchten den verborgenen Eingang zum Schrein. Fast glaube sie schon die falsche Bucht gefunden zu haben, als sie im Gestein der Klippe, neben einem schmalen Wasserfall, einen kleinen Eingang entdeckte.
Einen Schluck Rum gönnte sie sich noch, ehe sie auf den Eingang zu ins Meer watete und bis an die Hüfte stand ihr die See als sie den Eingang erreicht hatte. Würde der Wind mehr Wasser in die Bucht drücken, würde der Eingang vermutlich unter Wasser liegen, dachte sie sich als sie einen ersten Blick hinein warf. Ein blauer Lichtring sollte ihr den Weg erhellen, als sie den Schrein betrat.

Ihre Augen brauchten einen Augenblick bis sie sich an das Licht gewöhnt hatten. Obwohl der Boden sich etwas anhob stand ein großer Teil des Heiligtums etwa knietief unter Wasser, gespeist vom Meer selbst und von unzähligen kleineren Rinnsalen welche die Wände hinab flossen. In den Fels der Wände hatte man unzählige Reliefs geschlagen: Lehren Umberless und Wandbilder zu ihren Ehren. Sie folgte dem Gang weiter geradeaus, immer wieder huschte ihr Blick dabei zu den Schatten, die der Schein ihres Rings aufwarfen, als erwarte sie einen Wächter der Furienkönigin. Doch statt Wächter oder anderer Gefahren erspähte sie schließlich einen Raum, erhellt durch durch ein fahles Licht, ein Altar am Ende des Ganges, davor eine kolossale Statue der Herrin der Tiefen. Das Heiligtum des Schreins.

Den Lichtring wieder abnehmend legte sie ihren Dreispitz auf einen der empor ragenden Stalakmiten und machte sich daran einen prall gefüllten Beutel aus ihrer Tasche zu ziehen. Langsam schritt sie so auf den Altar zu um dort ihr Opfer abzulegen und sich vor dem Bildnis der Göttin nieder zu knien.

[center][img size=350]http://imageshack.com/a/img924/1056/V7gZWq.png[/img][/center]
Schweigend verharrte sie einen Moment vor dem Altar, schloss die Augen einen Augenblick und atmete ein letztes mal durch.
[center][i]"Umberlee,
Herrin der Tiefe
Dir zu folgen, heißt den Malstrom zu reiten
Dich zu hören, heißt im Sturm zu tanzen
Dich zu sehen, heißt in die dunkelsten Tiefen einzutauchen
Gewähre mir die Bitte Sao zu treffen, die Hüterin die in deinem Namen über diese Bucht wacht, sie schützt und jedes Schiff in die Tiefe zieht, das gegen deinen Willen diese Wasser zu befahren versucht.[/i][/center]
Leise hallten die Worte ihres Gesuchs durch den Schrein, dann kehrte wieder Stille ein. Nur das plätschern der Wasserfälle und Rinnsale war zu hören. Langsam hob Gráinne wieder den Blick zum Altar. Dort, wo sie zuvor Schmuck und Juwelen angehäuft hatte lag nun ein kleiner, unscheinbarer Kompass. Vorsichtig nahm sie ihn in die Hand und betrachtete ihn genauer. Das Holz, in welches sein Gehäuse eingelassen war wirkte alt, wie Treibholz das von der See geschliffen wurde, das Glas wies einige Kratzer auf und war an einer Ecke dabei zu erblinden, gen Norden zeigte er auch nicht, sofern ihr Gefühl sie nicht völlig täuschte.

Sie betrachtete ihn noch eine Weile, ehe sie sich erhob um den Schrein wieder zu verlassen. Etwas hatte es mit diesem Kompass auf sich, es war eine Aufgabe, ein Rätsel, deren Lösung zeigen würde ob sie sich als würdig erweist oder scheitert...
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