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14.04.2008 23:30:06
Chroniken des purpurnen Skorpions (#9512)
Gekko
[b]Das Findelkind[/b]

Es war einmal ein kleines Halblingdorf, nahe der Staubwüste Raurin, tief im Südosten Faeruns. Eines Tages fanden die Bewohner des Dorfes ein kleines ausgesetztes Hinbaby in ihrem Dorf. Ein Baby, dass nicht von einem der Bewohner des Dorfes gezeugt wurde. Man wusste es nicht genau, doch vermutete man, dass das Baby von einem der Beduinenvölker der nahen Wüste stammen könnte. Eine Hinfamilie nahm das Baby bei sich auf, zog es groß und gab ihm den Namen [color=#800080]Mujiir[/color]. Als die Zeit gekommen war und es Mujiir in die Welt hinauszog, machte er sich auf eine lange Abenteuerreise.


[b]Luskan[/b]

Nach einigen Monaten schließlich erreichte Mujiir Luskan und landete prompt im Hafenviertel, wo er rasch lernte, dass entweder der Stärkere oder der Unsichtbare den Kampf ums Überleben gewinnt. Er entschied sich für letzteres und übte sich in Techniken des Schleichens, Versteckens, Schlösser öffnens... kurzum: er wurde ein kleiner Schurke. Eines Tages lernte er in Luskan eine andere Hin kennen. Sie hieß [color=#800080]Valshee[/color] und war eine begeisterte Abenteurerin. Sie erzählte ihm von ihrem Wunsch eine Drachenjägerin zu werden. Ihr erstes Ziel sollte Amdir sein, eine kleine Insel, auf der ein verborgener Schattendrache vermutet wurde. So hatte sie es in einem Buch gelesen, das ihr in die Hände gefallen war. Mujiir fand die Idee spannend und willigte ein sie zu begleiten - verhieß die Reise doch ein unglaubliches Abenteuer. Außerdem konnte er sein gefährliches Hafenleben hinter sich lassen und einen Neuanfang wagen. Auch war es ratsam einen Decknamen anzunehmen, um etwaige Verfolger Luskans von seiner Fährte abzubringen. So vereinbarten er und Valshee, dass Mujiir auf Amdir den Namen [color=#800080]Jonas[/color] tragen würde. Leider hatten die beiden gerade einmal genug Gold beisammen, um die Überfahrt für eine Person bezahlen zu können. Und so begab es sich, dass Valshee allein aufbrach und Mujiir später nachkommen sollte. Wenige Wochen später war es soweit und Mujiir brach nach Amdir auf.


[b]Amdir[/b]

Auf Amdir angekommen stellte Jonas schnell fest, das Valshee bereits wieder die Insel verlassen hatte. Sie sei aufgebrochen ins sogenannte Drachenland - wo auch immer das sein sollte - vielleicht hatte der Schattendrache doch nicht auf Amdir gelebt und weilte stattdessen im Drachenland. Doch hatte sie ihm eine Nachricht hinterlassen, dass er auf sie in Hohenbrunn warten sollte bis zu ihrer Rückkehr. Warum sie nicht auf ihn gewartet hatte, um das Abenteuer mit ihm zusammen zu erleben blieb Jonas ein Rätsel. Jonas blieb auf Amdir, erlebte Abenteuer und setzte sich oft für das Gute ein. Zumindest gab er sich sichtlich Mühe, was ihm die Anerkennung vieler Bewohner einbrachte. Doch tief in seinem Inneren schlummerte noch etwas anderes. Etwas, dass er sich nicht erklären konnte. Wie schon in Luskan trieb es ihn des Nachts auf die Straßen und er ließ seinen Schurkentalenten freien Lauf. Ein Stich eines purpurnen Skorpions und sein Überleben offenbarte ihm seine Gläubigkeit der Dienerin der Nacht gegenüber. Er ließ sich mit den Mächtigen Valvecs ein und führte fortan ein Doppelleben. Tagsüber war er der nette Jonas von Nebenan, Nachts wandelte er als "purpurner Skorpion", als Auftragsmörder umher. Die dunkle Seite wurde immer stärker in ihm, Jonas wurde ein Meisterassassine und Schattenwandler. Er suchte sich Schüler, die seinem Weg folgen wollten und bildete sie zu Assassinen aus. Die Zeit verging, bis eines Tages Valshee wieder auftauchen sollte...
25.09.2008 16:18:08
Die Legende von Ishmael (#16597)
Gekko
Einst weilte der mächtige Hohepriester [color=#800080]Ishmael[/color] der Göttin Shar an einem Ort namens [b]Ebene des Purpurstaubes[/b] in der [b]Wüste von Raurin[/b]. Dort erhob sich ein imposanter Tempel, der der Göttin der Nacht geweiht war. Das Herzstück dieses Tempels jedoch war ein schwarzes Buch, das [b]Buch der Schatten[/b]. Es barg viele Geheimnisse in sich. Doch sein größtes Geheimnis lag in der Macht, ein Artefakt zu erschaffen. Dieses Artefakt wurde [b]Schattenhaut[/b] genannt. Man sagte, ein mächtiger Günstling der Göttin Shar hätte vor Urzeiten das Artefakt aus Schattenmaterie gefertigt und daraus eine Robe erschaffen - die Schattenhaut. Ishmael wurde die Ehre zu Teil, die Schattenhaut zu tragen, auf das seine Kraft gestärkt wurde. Die Robe versprach eine Verstärkung der Sinne, Schutz gegen Klingen und eine übernatürliche Gewandtheit. Sie umhüllte eine kleine Wolke aus Schatten, so dass sie wie eine lebendige Robe aussah. Die Schattenhaut hatte die Eigenheit, dass nur Ishmael selbst und seine Nachkommen die Robe tragen konnten. Und so begab es sich, dass alle Nachfahren des Hohepriesters den Namen Ishmael trugen, auf dass der Auserwählte für alle Zeiten im Gedächtnis der Nachwelt bleiben sollte.

Eines Tages wurden die Ritter der Selune, der Mondgöttin und erbitterten Gegnerin Shars, auf den Tempel in der Wüste aufmerksam. Ein jahrelanger Krieg gegen die Diener der Dunkelheit entbrannte, bis das Böse schließlich geschlagen werden konnte. Ishmael und seine Gefolgsleute wurden vertrieben und der Tempel zerstört. Das Buch der Schatten ging in den Ruinen verloren, bis es eines Tages gefunden wurde und in die Fänge eines Schattendrachens geriet. Über Jahrhunderte blieb das Buch in seinem Hort, bis schließlich eine freche Hin in seinen Hort eindrang und ihm während des Schlafs das Buch entwendete. Diese Hin hieß [color=#800080]Valshee[/color]. Doch war dieses Buch magisch versiegelt und Valshee wusste nicht, dass nur ein Nachfahre Ishmaels es öffnen und lesen konnte. Dennoch schien es sehr wertvoll zu sein. Und so machte sie sich auf den Rückweg nach Amdir, wo ihr Freund [color=#800080]Jonas[/color] weilte, der sich mit der Dunkelheit und den Schatten ein wenig auskannte. So wollte sie ihn um Rat fragen. Doch merkte sie nicht, dass der Schattendrache den Diebstahl bemerkt hatte und seine Schergen aussandte das Buch wiederzubeschaffen. Und so nahm das Unheil seinen Lauf...
24.10.2008 15:28:24
Valshee's Tod (#17802)
Gekko
Es war ein kühler Abend als das Schiff in Hohenbrunn anlegte und ein aufgeregter Halbling - im Schlepptau mit einem mehr oder weniger verdutzten Beldar und einer schmunzelnden Andariel - zum Kai gerannt kam. Die Nachricht von Valshee's Rückkehr hatte Jonas gerade erreicht. Und tatsächlich, die kleine Hin Valshee sprang fröhlich vom Schiff und schloss Jonas in die Arme. Es war ein unerwartetes und dafür um so glücklicheres Wiedersehen. So kam es dass man in der Bauernfurt bei gutem Kuchen und exotischem Likör der Geschichte Valshee's lauschen wollte.

[color=#000080]Hier, dieses schöne Buch hab ich übrigens mitgebracht *schmatz*, hmm... ich liebe diesen Kuchen..., also das Buch hier, irgendwie ist es mir nicht gelungen es zu öff...[/color]

Kaum hatte Valshee das Buch hervorgeholt spürten die Freunde eine gewaltige Erschütterung und der Boden erbebte, als sich keine drei Meter neben ihnen ein Portal auftat und eine dämonische Gestalt hindurchtrat. Und sie wollte das Buch. Um jeden Preis. Weitere finstere Gestalten traten durch das Portal und Andariel schoss den ersten reflexartig mit einem gut gezielten Schuss nieder. Doch schien das Wesen keinen Schmerz zu spüren und griff zusammen mit seinen Gefährten die Freunde an. Verzweifelt verteidigten sich Jonas, Beldar, Andariel und Valshee gegen die Gesandten des Schattendrachens. Doch trotz ihrer sicher außergewöhnlichen Kampfkunst waren sie den Dämonen hoffnungslos unterlegen und wurden vernichtend geschlagen. Soll schnell wie sie gekommen waren verschwanden die Monster mit dem Buch wieder durch das Portal.

Dank Andariels Heilkunst konnten die schwersten Wunden der Helden geheilt werden... doch für Valshee kam jede Hilfe zu spät. Die Krallen der Monster hatten ihr fast den Kopf abgerissen und so war sie verblutet. Jegliche Wiederbelebungsversuche scheiterten, Valshee war endgültig tot. Der Schmerz für den armen Jonas war unvorstellbar und tief in seinem inneren sprach eine kleine Stimme zu ihm. Es war DIE Stimme. Er hatte sie schon einmal gehört und sie schien immer dann zu sprechen, wenn sein Schmerz besonders groß war und Rachegedanken in ihm aufkeimten.

[color=#FFF000]Jonas..... Joooonas.... räche sie.... vernichte sie.... hol das Buch zurück.... es steht dir zu.... nimm es dir...[/color]

Die gackernde Stimme im Inneren von Jonas labte sich an seinen Tränen und schürte seinen Hass. Dann hatte sie ihn soweit. Mit finsterem Gesicht stand Jonas auf, nahm noch einen kräftigen Schluck Heilwasser, und entschied dann den Monstern zu folgen. Durch das Portal. Beldar und Andariel versuchten ihn verzweifelt davon abzubringen, doch schließlich schritt Jonas einfach durch das Portal und die beiden folgten ihm widerwillig. Und sie hatten Glück. Sie landeten in unbekanntem Gebiet, soch ließ sich die Spur der Dämonen verfolgen. Einer von ihnen war wohl weit hinter den anderen zurückgeblieben und so kam es erneut zum Kampf zwischen ihm und den Freunden. Angetrieben von Rachedurst zerhackten sie das Monster in kleine Stücke und fanden das Buch bei ihm. Rasch ging es nun zurück durch das Portal, wo Andariel den Leichnahm Valshee's nach Elboria bringen lies. Auch sollten die Wächter das Portal zerstören.

Nun ging es daran das Buch zu untersuchen. Schnell stellte es sich heraus, dass es sich um ein Buch der Shar handelte - und es war magisch versiegelt. Eine Inschrift erklärte den Öffnungsmechanismus. Doch als Jonas herumexperimentieren wollte, um das Buch zu öffnen, wurde er von Andariel daran gehindert. Nach heftiger Diskussion einigte man sich darauf das Buch zum Tyrtempel zu einem kundigen Priester zu bringen, der es untersuchen sollte. Dort angekommen stellte sich heraus, dass es sich um das "Buch der Schatten" handelte und wahrscheinlich früher einmal Anhängern der dunklen Göttin gehörte. Nach langem hin und her gingen die Freunde ins Ossarium um dort erneut zu versuchen das Buch zu öffnen - in ungefährlichem Terrain und mit Schutzzaubern. Nachdem Blut und Tränen von Jonas das Buch geöffnet hatten fand sich darin ein seltsamer Text. Beldar und Andariel sahen nur komische Schriftzeichen, doch vor Jonas Augen wandelten sie sich in lesbaren Text in einer jedoch für ihn unbekannten Sprache. Und so las er aus dem Buch vor. Plötzlich entstand ein schwarzer Nebel um ihn herum, der aus dem Buch kam und Tentakel umhüllten ihn. Entsetzt sprangen Beldar und Andariel zurück. Das Buch löste sich vollständig auf und wandelte sich in eine Robe, die sich um Jonas Körper gelegt hatte: die Schattenhaut. Das legendäre Artefakt des Hohepriesters Ishmael hatte seinen Nachfahren gefunden. Wie magnetisch haftete die Robe an Jonas, perfekt an seinen Körper angeschmiegt. Nur mit Kraftaufwand konnte er sie wieder ausziehen.

[color=#800080]He, das ist ja eine tolle Robe, ich kann damit viel besser sehen als zuvor. Das kann doch gar nichts schlimmes sein. Vielleicht ist Shar doch keine so üble Göttin, wenn sie mir ein solch tolles Geschenk macht.[/color]

Fröhlich und etwas naiv grinsend packte er die Robe in seinen Rucksack und marschierte mit den anderen skeptisch dreinblickenden Gefährten zum Ausgang. Und tief im Inneren von Jonas lachte eine kleine Stimme:

[color=#FFF000]Hihihi... wie süß der Geschmack seiner Seele...[/color]