27.11.2014 12:11:38 | Aelians Hütte und der Fischer Arto (#84487) |
Arthemie | Aelian war ebenso willkommen in der Zuflucht, wie jeder andere auch. Er hatte auch gerne mal Geschichten von Früher zu erzählen, bevor er fort gegangen war und bevor Liri auf die Insel kam. Einmal erzählte er, dass die Hütte des Fischers Arto in Wirklichkeit sein Haus sei, dass er es eigentlich gerne zurück hätte. Liri, die sich ohnehin um Arto sorgte, wurde hellhörig. War Arto doch so lange der letzte gewesen, der dort unten aushielt. Die Bauern waren längst fort, hatten sich vor dem Sumpf und dem mittlerweile sehr nahen Nebel in Sicherheit gebracht. Liri war öfter bei Arto gewesen, hatte ihm zu seinem Fisch etwas Brot gebracht und Tee gekocht und versucht, ihn sanft dazu zu bewegen zu gehen. ((wurde tatsächlich mehrfach so ausgespielt auch schon vor der Begegnung mit Aelian, hoffe das ist in Ordnung, konnte nicht ahnen, dass da vielleicht mal ‘ne Story draus wird)) Doch wie diese mit dem Meer verheirateten Leute eben so sind, war er stur. Liri überzeugte Aelian davon, Arto nicht einfach hinaus zu werfen, er hatte schließlich das Haus in Stand gehalten, sonst wäre es vielleicht längst ein Opfer der Witterung geworden. Doch es war Aelians Haus und ebenso ein Grund, den Fischer dazu zu bewegen, sich endlich in Sicherheit zu bringen. Die Gerüchteküche über den Fischer brachte übrigens unter Anderem die Unterstellung hervor, er selbst würde mit dem Sumpf im Bunde stehen, warum sonst hätte er so lange unbehelligt an eben dieser Stelle leben können … Liri würde also einmal wieder den Weg zu ihm antreten und ihn freundlich und gütig ansprechen, ihm Tee kochen und ihn fragen: “Hallo, lieber Arto, wie schön dich zu sehen. Wie geht es dir? Wie ist die Lage hier? Wir müssen uns noch einmal unterhalten.” |
28.11.2014 10:34:47 | Aw: Aelians Hütte und der Fischer Arto (#84561) |
Lisk | Der Fischer hatte beim Tee eine eigene Geschichte zu erzählen. Ursprünglich hatte er sein Haus dort in dem Gebiet, das heute nur noch Nebel war. Er hatte dort auch Frau und Kind, ehe eines Tages die Untoten angriffen. Der Blick Artos verschleierte sich mit Tränen als er fortfuhr zu erzählen, wie er diesen Angriff nur überlebt hatte, da er auf Fischfang war, und niemals den Moment vergessen wird, als er zurückkam und feststellen musste, dass er Alles verloren hatte. Er hatte nicht einmal mehr die toten Körper seiner Familie bergen können. Nach tagelangem, ziellosen herumschippern legte er schließlich hier bei Elboria an und ließ sich in dieser verlassenen, baufälligen Hütte, die das Haus inzwischen war (denn die Zeit und die Untoten hatten es auch mit diesem nicht gut gemeint) nieder. Von einer luxuriösen Innenausstattung konnte tatsächlich keine Rede mehr sein. Aelian würde sein Haus vermutlich nicht wiedererkennen. Der Fischer beschwor, dass schon zuvor das meiste Gut geplündert worden war, konnte aber zumindest noch angeben, dass er in den ersten Nächten des Nachts einmal die Plünderer in einem der anderen Zimmer hatte rumpoltern hören. Aus den Gesprächsfetzen konnte er heraushören, dass sie aus einer der nahegelegenen Räuberhöhlen kamen und dort ihr Diebesgut nutzen und das, was sie nicht brauchten in Mirhaven wohl veräußern wollten. Er flehte Liriope an, den einstmaligen Besitzer davon zu überzeugen ihm diese Hütte überlassen, denn anders könne er sich seinen Lebensunterhalt nicht verdienen: Die Fischerei war sein einziges Einkommen und in sein altes Haus könne er nicht mehr zurück. Zumindest noch nicht. Nicht nur der Nebel hing über dem Gebiet - auch die Erinnerung an Verlorengegangenes. Im Gegenzug versprach er den Besitzer bei der Vermittlung einer neuen Unterkunft zu unterstützen - er hatte nicht viele Beziehungen, aber dafür wertvolle in Mirhaven. Hohenbrunn, erzählte er weiter, würde sicher denen, die beim Aufbau helfen, auch Unterkunftsmöglichkeit anbieten, und auch der nicht allzu weit entfernte Außenposten Valvecs schien sich inzwischen besonnen zu haben und gegen den Schwarzen Drachen zu kämpfen. Vielleicht mochte dort auch noch Platz für ihn sein. [spoiler]((PM zur Absprache ging an Docmed))[/spoiler] |
11.12.2014 10:08:34 | Aw: Aelians Hütte und der Fischer Arto (#85135) |
Arthemie | Liri verstand den Fischer gut und stand ihm natürlich so gut sie konnte bei. Sie tröstete und lauschte, wie sie es immer tat. Damit verließ sie ihn dann fürs erste. In der Zwischenzeit hatte sie von Aelian erfahren, dass dieser nach Hohenbrunn ziehen würde, er überließ dem Fischer also seine Hütte, einfach so. Das empfand Liri als gütig und gnädig und sie freute sich für beide. Dennoch kehrte sie zum Fischer zurück und sprach noch einmal zärtlich auf ihn ein, er möge doch den gottverlassenen Rand des Nebels hinter sich lassen und mit ihr gehen. Er hatte überlebt, um zu leben, nicht um an dieser Stelle einsam auf den Tod zu warten. Das hätten Frau und Kind für ihn nicht gewollt. Es musste schließlich für ihn weitergehen, denn auch er hatte ein Leben verdient, in dem er glücklich werden durfte. Eines Tages … Bei einem weiteren Besuch Aelians sprach dieser davon, ein Räuberlager aufzusuchen. Raub war schlecht und unrecht, davon war Liri überzeugt. Es schadete dem Beraubten und war somit nicht zulässig, aber dennoch … Sie hatte Aelians Kräfte mittlerweile nicht nur einmal gesehen, er war schlicht überlegen. Und nun wollte er zu ein paar Männern marschieren, die vielleicht in großer Not die Möbel und Wertsachen aus einer verlassenen Hütte entwendet hatten, vielleicht nur um zu überleben? Wie hätte sie selbst in deren Situation gehandelt? Ein hungernder Mann, eine Hütte, ein wertvolles Möbelstück, in der Stadt in Städter mit Gold, der eben dieses brauchte, Gold für das man Nahrung kaufen konnte, Nahrung, die Überleben bedeutete. Natürlich war Raub ein Verbrechen und durfte nicht geschehen, aber dann musste das Verbrechen, das an anderer Statt stattgefunden hatte, ebenso gesühnt werden. Man hätte den Männern helfen müssen, bevor sie Verbrecher geworden waren. Dieses Säumnis galt es auszuräumen, nicht durch Aelians Muskelkraft. Sie würde das ganze weiter beobachten, es erst einmal geschehen lassen und sich bereit halten, mit den Gefährtinnen, die ihr folgten, einzugreifen und zu helfen, in welcher Form auch immer. |