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19.11.2014 15:15:23
Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#83797)
Arthemie
Und aus einem einsamen Zelt wurde etwas geschaffen, das so viel mehr ist. Das Lager wächst und es kommen immer mehr, die Liriope folgen wollen, die sie brauchen, die das Lager brauchen. Es ist an der Zeit, es offiziell zu machen. Es soll eine Zuflucht sein. Und es gibt so viele, die dieser bedürfen.

Diejenigen, die verurteilt werden, ohne angesehen zu werden. Alle, die wegen ihrer Rasse, ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihres Aussehens, ihrer Fähigkeiten oder Talente verurteilt werden sollen kommen und es wird ihnen ein zweiter Blick gewährt. Hier dürfen sie einfach sie selbst sein.

Alle die, die vor sich nicht sie selbst sein dürfen, die sich verschlossen haben, in sich kehren, sich verstecken und Mauern um sich richten, dürfen kommen. Es wird ihnen mit Güte begegnet werden, mit Verständnis, mit Wärme und Liebe.
Seien sie voll Hass, Wut, Zorn oder Traurigkeit, seien sie dadurch einen schweren Weg gegangen, seien sie dadurch vom rechten Weg abgekommen, und möge er noch so düster sein. Sie sollen kommen und lernen, sie selbst zu sein, ihre Mauern werden eingerissen werden. Und deshalb ist das Lager nicht neutral, auch wenn alle willkommen sind. Sie sollen auf Liriopes Art geheilt werden. Sie sollen sie selbst sein dürfen. Wenn sie es dennoch nicht wollen, sollen sie hinter ihren Mauern leben, denn sie sind im Lager frei.

All jene, die ohne Obdach, ohne Freunde, ohne Zuversicht oder ohne Verpflegung sind, sollen kommen. Es wird ihnen gegeben werden, sie werden versorgt sein, keiner wird in der Zuflucht am Wegesrand leiden. Jeder bekommt seinen Becher Tee.

Es sind auch alle Willkommen, Freunde wie Fremde, die einfach nur da sein wollen. Auch ihnen wird mit Freundschaft und Güte begegnet werden.

Die Leitung des Lagers liegt bei Liriope und Annemarie, die die Zuflucht geschaffen haben. Das Lager liegt am Wegesrand vor Mirhafen, von der Stadt aus rechts vom Weg. Der Priester Arvon ist bereits um Rat gefragt worden und wir diejenigen schicken, die in der Stadt keine Zuflucht finden.

Es gibt nur eine Regel: Jeder darf sein was er will, was er anderen Orts nicht sein kann, er selbst, solange er keinem anderen schadet. Es wird immer dem geholfen werden, der Schaden nimmt.
Es gilt: hinsetzen und Tee trinken, denn es ist eine friedliche Zuflucht.
Wir sollten einfach frei sein.
19.11.2014 16:17:18
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#83799)
Varulfen
Sie hatten aus wenig viel gemacht. Was Anne einmal als Liris kleines Lager kennengelernt hatte - ein einzelnes, etwas windschiefes Zelt - war zu einer richtigen Oase der Freundlichkeit und Geselligkeit geworden. Hier bemühte man sich, nicht nur Valvecer und Mîrhavener zu sehen, oder Tyrannosdiener oder was auch immer. Hier war jeder vor allem erstmal eines: Willkommen.

Anne sah ihre Aufgabe vor allem darin, Liri bei allen Plänen zu unterstützen. Das waren verschiedenste Tätigkeiten, in und um das Lager herum. Zum einen sorgte sie mit für Verpflegung, indem sie aus der Wildnis brachte, was sie eben so fand. Wurzeln und Zwiebeln, die sie ausgegraben hatte, gelegentlich Fleisch, das sie gejagt hatte und Früchte der Bäume und Büsche in der Umgebung. Ihr war es hier vor allem wichtig, dass man gleichermaßen Rücksicht auf die Natur nahm, wie auch von ihr lebte.
Zum anderen versuchte sie, so gut sie konnte, die Gäste des Lagers willkommen zu heißen, wie Liri es tat. Stets freundlich und höflich, mit so viel Rücksicht, wie sie aufbringen konnte (das war manchmal der schwierigste Teil).

So saß sie viele Abende im Lager, umgeben von allen die mehr oder weniger regelmäßig vorbei kamen. Viele kamen einfach als Freunde, manche weil sie Gefallen an der Stimmung fanden und wie sie willkommen geheißen wurden. Und ein paar kamen tatsächlich als solche, deren Seele von Liris Wärme und Güte erhellt wurde.

Und für sie selbst war es auch ein Ort, der ihr in mehrfacher Hinsicht gut tat. Liris Nähe und ihre Art brachten Ruhe in ihr zur Zeit so aufgewühltes Herz, das sich nicht entscheiden konnte, welchem ihrer Probleme sie sich zuerst zuwenden sollte.
Auch war es eine Übung, nach all der Zeit unter dem Einfluss von Tyrannosdienern und dem Pragmatismus von Tante Katlyn, ihr Herz wieder denen zu öffnen, die es brauchten. Nun fand sie neue Kraft und Stärke im Glauben an Lurue, die grade auf ihre eigene Art auch für die Ausgestoßenen einstand. Eine Aufgabe, bei der sie als Schamanin und Dienerin Lurues gleichermaßen helfen konnte.
19.11.2014 16:57:39
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#83804)
Isilyen
Anne und Liri schilderten die Ziele und den Zweck des Lagers nachdem sie Cosima spontan abgeholt hatten. Sie hörte zu, gab ihre Meinung zustimmend in sofern, dass wenn alle willkommen wären, auch manchmal unterschiedliche Persönlichkeiten zusammen kommen könnten. Doch das Ziel war gut, dachten sie und die anwesenden Elfen. Solange es friedlich blieb, niemand sich wieder zwischen andere drängte, die gerade miteinander sprachen und niemand den anderen vertreiben wollte.

[i]"... Ich kann in einer Art auch nicht immer ich sein. Manche Menschen sehen in mir etwas, das ich nicht bin..."[/i], hatte sie eröffnet wo sie sonst immer so freundlich und höflich zu vielen war.

Und tatsächlich sah sie es so, dass manch einer an alten Geschichten festhielt, die gar nicht mehr zutrafen. Andere verstanden ihre Taten nicht, weil sie auch sie nicht verstanen, sie nicht begriffen.
Doch sie räumte auch ein, dass sie selbst manchmal nicht einfach zu verstehen war. So unterstützte sie das Vohaben gern. Die Damen in dem Lager wollten mehr Platz schaffen. Nicht nur für sich, sondern auch für andere, die dort Zuflucht suchten. So mussten größere Zelte her. Etwas das weder mächtige Magie noch der vermeintlich klügste Geist so einfach erschaffen könnte. Es brauchte ahndwerkliches Verständnis, räumliches Sehen und ein wenig Kreativität. Die Zelte sollten dort stehen, wo Dante mit seinem Zelt gelagert hatte.

Sie kannte den Platz. Musste also nicht mehr groß ausmessen. Auch das Zelte schneidern war ihr nicht mehr ganz neu. Layla, Teraluna und sie hatten auch das Heilerzelt für Dante geschneidert. Nachdem man sich darüber und über das Fest unterhalten hatte, begab sie sich wieder auf den Weg nach Mirhaven. Sie prfte ihre Bestände, sah nach von welchen Ledersorten sie genug hatte. Es sollte ein großes Wohnzelt fpr Annne und Lirir werden, dazu noch eines als Gemeinschaftszelt. Sie selbst wollte auch ein solches haben, damit sie aushelfen konnte, wenn noch einmal platz gebraucht wurde. Also zwei bis drei große Zelte versuchte sie zu organisieren. Sie selbst würde für Planen und alles sorgen, was im Innenleben gebraucht wird.
Caeleb für seinen Teil bat sie um Stangen, Heringe, Ösen und all das - wie damals schon. Solche Dinge konnte man auch gut selbst schmieden oder gießen. Er würde das sicherlich gern tun wie immer. Sie konnte damals nicht sehen was er tat. Aber das Ergebnis war stabil genug, um zu halten und zu stützen.

So besorgte sie derweil noch andere Kleinigkeiten, wie festes Garn, Bamubsfasern fpr Schnüre und dergleichen. Es würde dieses Mal mehr Arbeit vor ihr liegen, da sie es dieses Mal allein tun musste. Doch auch das würde sie schaffen und sie begann alsbald mit der Arbeit. Die Freude, etwas Gutes zu erschaffen und zu unterstützen, stieg dabei.
19.11.2014 17:33:38
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#83808)
Azra0815
Wie schon Cosima vermutet hatte würde Caeleb als Feinschmied gerne die benötigten Dinge herstellen. Für ihn war das nicht grossartig anders als Waffen zu schmieden.
Die Heringe des Zeltes waren feinen Dolchen nicht unähnlich und die Stangen des Zeltes hatten eine verdächtige Ähnlichkeit mit Wurfspeeren die er ab und an herstellte.
Einzig die Ösen ware eine Herausforderung doch dank einer kleinen Negativform eines aus Granit gemeisselten Steines konnte er auch diese Dinge giessen. Gewiss waren die Ösen nicht so schön wie Ringe eines Schmuckmachers doch würden sie ihren Zweck durchaus erfüllen.
Einzig des materials war er sich unschlüssig. Mithral zu nehmen erschien ihm als Verschwendung und die Zwerge würden sicher nicht begeistert sein wenn sie das Zelt betraten und ihr Allerheiligstes sahen das gerade eine Plane abstütze.
Leicht seufzend experimentierte er somit mit verschiedenen Erzen und selteneren Erden. Manches war zu brüchig und anderes zu hart. Manches liess sich nicht giessen und anderes hielt die Form nicht.
Nach geraumer Zeit und etlichen Fehlschlägen später die den Besitzer der Schmiede schmunzeln liessen war eine Legierung gefunden die sich als geeignet erweisen würde.
Caeleb hatte dieses Material bis jetzt selten gegossen und verarbeitet da seine Kunden eher hochwertiges Mithral oder gar Arandur bevorzugten aber für Heringe die nicht rosten sollten und Zeltstangen die hohes Gewicht stützen sollten war Düsterstahl bestens geeignet.
Und so formten sich Haken, Ösen und Metallstangen und so mancher Besucher der Schmiede mochte verwundert den Kopf schütteln ob des Waffenschmiedes der scheinbar nutzloses und ganz und gar nicht scharfes Gerät goss und bearbeitete.
21.11.2014 11:24:55
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#83917)
ShawnoftheDead
Sie hatte Stille gesucht, ein Ort des Rückzugs, wie sie es schon immer getan hatte.
Unterhaltungen waren ein graus, warum auch? Sie war letztendlich eine Beobachterin.

Das Zelt hier aufzuschlagen war mehr als unvernünftig, ein jeden Tag kamen mehr Wesen her. Menschen, Elfen und alles, was dazwischen ist und ein jeder war freundlich, warum?
Warum kamen sie alle her , abseits der Städte, der Gilden, Rassen und was wusste sie noch alles.

Es war genau das ...
Es war abseits, ein kleines Lager abseits der Mauern, die unser Geist zieht.
Ein Ort des Rückzugs, eine Zuflucht.
21.11.2014 12:48:23
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#83932)
Varulfen
[b][center]Lagerleben[/center][/b]

Eine Tradition der Zuflucht war es geworden, jedem Gast Tee anzubieten. Der Früchtetee, dessen Mischung Liri zusammengestellt hatte, war praktisch das Signaturgetränk des Lagers geworden und war jederzeit im Kessel verfügbar. Der stetige Strom der Gäste sorgte dafür, dass er mehrmals am Tag neu angesetzt werden musste und diese Aufgabe nahm inzwischen fast jeder der festen Lagerbewohner an, wenn es soweit war.

Abgesehen davon war weniges tatsächlich geregelt. Man nahm zu Essen, was man fand und jagte, aus der Stadt mitbrachte oder was Freunde vorbeibrachten. Besonders Ilro überraschte die Zuflucht neulich mit einer großzügigen Spende an Beeren und Heilkräutern und was sonst noch alles in den Säcken war, die sein Pferd ins Lager trug.
So kam es, dass trotz Bescheidenheit und Genügsamkeit der Bewohner niemals ein Mangel einstellte. Wer kam, der wurde empfangen und versorgt als wäre es die natürlichste Sache der Welt. Denn hier war es das auch. Dabei schaute wirklich keiner hin, ob der betreffende Gast nun Tyrannosdiener war, Sharit oder was auch immer. Seltsamerweise funktionierte es.

Politische Diskussionen, Gespräche über den Sumpf und Pläne im Kampf gegen selbigen waren natürlich immer wieder Teil dessen, was am Lagerfeuer während des Teetrinkens besprochen wurde. Doch es war selten genug, dass man sich, trotz unterschiedlicher Ansichten und Meinungen, tatsächlich in die Haare bekam. Kaum jemals wurde einer laut und Beschimpfungen waren wohl nur ein einziges Mal zu hören gewesen, bisher.
Selbstverständlich wurden aber nicht die geheimsten Pläne aller hier einfach ausgebreitet. Jeder wusste, dass hier ein jeder herkommen könnte und dass dieser Ort kein geheimes Hinterzimmer war. Doch das wurde so allgemein akzeptiert, dass es schien, es würde einem hier keiner übel nehmen, wenn man einmal sagte: "Das möchte ich an diesem Ort nicht offen besprechen." Keiner erhob Anspruch darauf, dass das so sein müsste.

Anne sah häufig dabei zu, wie Liri die Gespräche lenkte und einzelnen Personen ihre Aufmerksamkeit schenkte, wie es nötig war. Sie war meisterhaft darin, Streit im Keim zu ersticken und den Frieden aufrecht zu erhalten. Sie war auch meisterhaft darin, die zu trösten, die mit Sorgen und Problemen kamen, oder einfach Zuneigung brauchten. Sie tat das mit so einer Selbstverständlichkeit, dass es an Anne war, auch hin und wieder darauf zu achten, dass Liri selbst nicht in allem unter ging.
21.11.2014 13:22:50
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#83939)
Isilyen
Die nächsten Tage würde Cosima mit etlichen Zeichnungen und Auflistungen in der Lager kommen. Hauptsächlich Anne und Liri zeigte sie diese wohl vorerst. Doch wer ansonsten wollte, konnte natürlich mit einsehen.

Zwar nähte die Halbelfe immer wieder in der Wartezeit einmal schon Planen, Decken oder Kissenhüllen zusammen. Doch wollte sie auch vorab einmal sehen, ob die Aufteilungen so recht waren. Und sie wollte wissen, ob noch etwas Konkretes zusätzlich gebraucht wurde.

[b]Das Gemeinschaftszelt[/b]

Unter diesem stellte sich Cosima ein Zelt vor, in dem acht Lagerbetten aufgestellt werden konnten. Dennoch sollten sie Schlafbereiche voneinander abgeteilt sein. Dazu kam noch ein kleiner Gemeinschaftsbereich zum Sitzen und Essen und dergleichen. Diesem lies sie etwa den Platz von zwei Lagern.
Sie teilte alles in vier Quadrate auf, die man zusammenbauen konnte. So konnte man das Zelt je nach Bewohnerzahl vergrüßern oder verkleinern. Auch ein System zum Ableiten von Regenwasser war vorhanden.

Caelebs Stangen erlaubten auch, das Zelt in der Größe verstellen. Die Heringe und Ösen dienten natürlich zum Halten und Zusammenfügen der Planen sowie zum Verschließen.

Innen kamen zahlreiches Bettzeug, Schlafsäcke und Kissen sowie auch zusätzliche Decken hinzu. Alles was man zum Übernachten so brauchte. Leider konnte man in nassen oder kalten Nächten etwas zuviel haben als zu wenig.

[b]Das Wohnzelt[/b]

Dieses sollte zunächst einen Bereich zum Wohnen haben, in dem man unangehemere Tage und Nächte Verbringen konnte. Dort gab es sogar einen Teppich, natürlich auf der Plane liegend und Polster zum Sitzen.
Aber auch ein kleiner Platz zum Kochen sollte vorhanden sein, der natürlich davor abzusichert war, die Stoffe und Leder Feuer fangen zu lassen. Auch Dämpfe und Regenwasser konnten hier ungehindert abziehen.
Der Schlafbereich für Anne und Liri war großzügig gehalten. Sogar ein ebenso großes Lagerbett hatte sie eingeplant. Bettzeug kam selbstverständlich auch hinzu.
So blieb nun noch Platz übrig, den man für Gäste mit klappbaren Betten und weiteren Decken und Schlafsäcken ausstatten konte. Für bis zu drei oder vier Personen reichte er.

Ansonsten war auch dieses Zelt ähnlich aufzuteilen und in der Größe veränderbar wie das Gemeinschaftszelt. Auch ein Vordach, das man mit Hilfe weiterer Stangen ausfahren konnte, gab es.

[b]Ihr eigenes Zelt[/b]

Schon lange hatte Cosima ein Zelt in der Art von dem Wohnzelt gewünscht. Hatte auch anderen bei ihren Zelten geholfen. Aber für sie selbst war entweder keine Zeit oder das Material reichte nicht. Doch dieses Mal wollte sie es umsetzen.

So konnte sie, wenn sie mit Caeleb das Lager besuchte, für die beiden und andere, den eigenen Schlafplatz mitbringen. Zugleich konnte sie aber auch aushelfen, wenn einmal der Platz für andere nicht reichen würde.
Doch das stellte sie hinten als letztes Zelt an.
22.11.2014 16:37:04
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#84021)
Arthemie
Heute war mal wieder einer dieser Tage. Sie kamen alle ins Lager. Es saßen nebeneinander: der Nachfahre eines Drachen, eine Elfe, eine Teiflingsdame und drei Menschen. Alle folgten unterschiedlichen Göttern, alle kamen von unterschiedlichen Orten, alle hatten unterschiedliche Gesinnungen. Und am Ende saßen sie alle zusammen und tranken Tee. Und Liri betrachtete ihr Werk und wusste, dass es gut war.
24.11.2014 15:17:38
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#84197)
Isilyen
Scheinbar war man mit allen einverstanden und das große Nähen und ausstopfen und zusammenfügen begann. Zwischen allem war sie immer nur kurz am bisherigen Lager gewesen, da sie weiter arbeiten und ihr Werk zu Ende bringen wollte.

Manchmal dachte Cosima an die Worte von Willdard Pakusch. Er hatte so manches Mal Ritter und deren Verbündete ermahnt, sich Freunde und Bekannten weise auszuwählen.

Doch im Laufe der Zeit hatte sie viel erlebt, viel gesehen und gelernt, dass manch einer seine eigene Art hatte, Gutes zu tun. In diesem Lager sah sie mit ihren Augen, dass wirklich wie sie vermutete, die unterschiedlichsten Personen kamen. Die einen waren Licht und gut, die andere waren böse und finster. Die nächsten dachten vielleicht wirklich sie wären gut. Doch sie saßen nur am Feuer und waren auf nicht mehr als eigene Beliebtheit und die eigene Gier nach Heldentaten aus. Sie bezweifelte, ob dies wirklich gut oder einfach nur selbstsüchtig oder selbstherrlich war. Andere waren wiederum nichts davon und einfach offen dankbar für die freundliche Aufnahme. Manch einer konnte das Lager als neutral ansehen, wenn jeder dort willkommen war, gleich was für Absichten er hatte. Ähnlich wie das Zelt von Dante?

Nein, das fand sie nicht. Sie befand die Ziele des Lagers von Liri und Anne für gut. Denn auch wenn es in mancher Augen neutral oder gar naiv ersheinen mochte. Auch sie wollten andere Positiv beeinflussen und Hilfe in allen Lebenslagen anbieten.
Von dem was Dante tat war das für sie weit entfernt. Denn man musste die feinen Unterscheide sehen. Hierher kamen mehr als vier Personen oder gelegentliche Besucher. Das Lager von den beiden war immer voll besucht und es war eine Zuflucht - kein Heilerzelt. Es war ein Ort für all jene die einmal sein wollten was sie sind. Ohne von Gesetzen oder Regeln, von Geltungsbedürftigen und Neugierigen oder gar bösen Augen verfolgt zu sein.
Es waren feine Unterschiede, doch wer sie sah und versuchte, sie ernsthaft zu verstehen, der begriff sie auch. Es war ein Unterschied für sie, ob man das Lager und die Personen allesamt in ihm sah oder die Ziele ansich.

So arbeitete sie unablässig, auch wenn sie ein mehrfaches brauchte von dem was Dantes Zelt aufgebraucht hatte. Eines Tages war es endlich fertig. Als alles erledigt war, traf Cosima auf Liri und Anne, auch wenn sie dieses Mal nicht viel Zeit hatten. Sie gab ihnen bescheid, dass sie ihre Wünsche erfüllen konnte und sie ihrer Abholung oder Auslieferung harrten...
26.11.2014 11:28:36
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#84372)
Arthemie
Viele Gespräche, einige mit Ergebnissen. Eines, das sie wachrüttelte war das mit Ilro gewesen. Ilro war ihr inzwischen sehr lieb und wichtig geworden. Und der machte Liriope klar, dass die wenigen gebliebenen Winterwächter gen Telodur gehen würden. Sie hatte es gewusst, sie hielt es für richtig. Aber was bedeutete es für sie? Auch Elboria würde wieder Truppen schicken. Und als sie es sich bildlich vor Augen führte, da wurde ihr klar, es war ein Kreuzweg zwischen Elboria, Mirhaven und … dem Sumpf. Der Schwarze hatte Hohenbrunn abgeschnitten, würde er es mit Elboria und Mirhaven genau so versuchen? Wenn Andorien nun unbewacht blieb? Wenn der Sumpf marschierte um Mirhaven zu belagern, um sich vor den Mauern zu postieren, den Handelsweg zu besetzen, hätte das für das miteinander schlimme Konsequenzen, sie waren ohnehin viel zu uneins.
Und wer stand dann genau in der Mitte? Auf der Kreuzung zwischen Elboria, Mirhaven und Andorien? Die Zuflucht …
Wie sollte sie ihre verletzen Schäfchen beschützen? Sie konnte kaum eine Armee aus ihnen machen und die Stellung halten, eine taubstumme Hin und eine soziophobische Elfe, eine verwundete Winterwächterin die nur noch jagen wollte …

Sie hatte es bereits durchdacht. Nach Mirhaven hinter die sicheren Mauern? In Annes Haus? Nein. Das wurde nach nur einem einzigen, kurzen Gespräch klar. Dort würden zu viele wieder zu Aussätzigen, zu viel ihrer Arbeit wäre zu Nichte gemacht, sie wären wieder verbittert und böse und würden ihr nicht mehr trauen.
Nach Lestran in den Norden? Versuchen, dort etwas mit den Horks zu erreichen? Dann wäre sie abgeschnitten und nur noch für Mirhaven zugänglich.
Nach Hohenbrunn? Beim Aufbau helfen? Die festen Lagerbewohner konnten auch arbeiten. Die Zuflucht wäre über den Seeweg weiterhin für jeden erreichbar sein. Viele derer, die ihr folgten und sonst keinen Platz hatten, könnten sich dort beweisen. Vielleicht … sie würde mit einigen aus dem Lager dort hin reisen, sich mit Luca besprechen, die erschien ihr gut und ehrlich. Leider hatte das auf dem Handwerkstag nicht funktioniert.
Oder sie würde bleiben, das Lager befestigen und weiterhin die Zuflucht am Wegesrand führen. Nicht alle ihrer Schäfchen waren schwach und sie hatte auch noch Anne. Von wem wäre Hilfe zu erwarten? Die Punkte an denen der Sumpf über Andorien gen Handelsweg dringen konnte waren überschaubar, es wäre möglich, sie abzusichern. Aber dafür müsste Mirhaven sich hinter seinen Mauern heraus bequemen.

Sie entschied für sich:
Der Handeslweg geht uns alle an! Sie würde einladen und sehen, wer ihrem Ruf folgte.

Mirhaven, die Silberwächter, Elboria, die Rotfüchse waren besonders wichtig, die Winterwächter (hatten bereits drei Fronten) musste man vielleicht nicht auch noch hineinziehen, vielleicht Dante der hatte großen Einfluss am Handelsweg.
26.11.2014 12:37:53
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#84381)
Varulfen
[center][b]Schutzkreise[/b][/center]

Jedes Mal, wenn Selûne hoch und voll am Himmel stand, zog Anne die Kreise um das Lager neu. Mit einer Schale, in der Weihrauch und andere Kräuter brannten, schritt sie die unsichtbaren Grenzen ab, die die Zuflucht am Wegesrand umgaben, bat die Geister um ihren Schutz und brachte Opfer für sie dar.

Es waren keine Schutzkreise gegen Unglück oder Einbrecher. Sowas hielt Anne schlichtweg für Aberglauben, der grade bei Schamanen sehr häufig war. Was glaubten die Leute eigentlich, wofür sich Geister interessierten? Für einen Menschen, der ins Lager schlich und ein paar Metallscheiben mitnahm? Ihre Schutzkreise wirkten gegen Geister, böswillige Geister um genau zu sein.

Normale Menschen, zu normalen Zeiten, brauchten sich natürlich kaum eine Sorge darum machen, dass böswillige Geister sie heimsuchten. Sicher, ab und zu passierte es schon, aber das waren grundsätzlich große Ausnahmen oder Flüche und dergleichen. Nur waren das grade keine normalen Zeiten. Und Anne war sich durchaus bewusst, dass sie selbst kein normaler Mensch war. Besonders aus der Sicht der Geister, für die sie als Schamanin praktisch ein Leuchtfeuer darstellte, das sie anzog wie Licht die Motten. Naja, vielleicht ein klein wenig übertrieben, das gestand sie sich schon ein, aber es barg durchaus ein Risiko, so sehr mit der Geisterwelt verbunden zu sein wie sie selbst.

Der Schutz vor böswilligen Geistern war eine der Grundlagen in jeder Schamanenlehre. Es musste so sein, denn ohne diesen Schutz wäre es kaum möglich, sich mit Geistern einzulassen, ohne sich in große Lebensgefahr zu begeben. Jedes Geisterritual, das Anne beherrschte, begann mit einem Schutzritual, um bösartige Geister fernzuhalten oder, je nach Absicht, ihren Einfluss nur zu mindern. Und um sich und die Zuflucht in Sicherheit zu wiegen, fand das Schutzritual um das Lager einen jeden Vollmond statt.
27.11.2014 15:03:43
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#84507)
Arthemie
Sie waren also nach Hohenbrunn gegangen um dort nach einer Ausweichmöglichkeit zu sehen, falls der Handelsweg nicht gehalten werden konnte. Und da es nicht rechtens gewesen wäre, dort nur in eigenen Belangen zu bleiben, hatte Liri beschlossen mit einem Teil ihres Lagers, Anne, Lynia und Arifi, ein paar Tage zu bleiben und etwas zu helfen. Aufgaben gab es genug und sie wollten wie immer nur helfen, jedem.
27.11.2014 17:35:23
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#84521)
Marenzi
So flatterte eine Nachricht für Liriope ein.

[quote]"Ahoi Mädchen und vielen herzlichen Dank für die neuerlichen Backwaren.
Sie sind wie stets köstlich und werden von allen hoch geschätzt.

Ich danke dir auch für deine Sorge, um die Sicherheit des Handelsweges. Ebenso für deine Sorge, Lillifers Disput mit mir betreffend.
Zu Ersterem lässt sich sagen, dass ich gern bereit bin, zu dem Treffen zu kommen. Hat das was mit Rashals Vorhaben zu tun? Er sandte mir schonmal einen Bogen zum ausfüllen...

Zu dem Punkt mit und um Lillifer:
Ich schätze deine Sorge sehr. Ilro bat mich bereits um ein Treffen, um die Misststände aufzuklären und ich bin nach wie vor bereit dazu, mich mit euch an einen Tisch zu setzen. Jedoch habe ich herzlich wenig Lust, dass Hans und Kunz ebenso dabei sind. Ilros Anwesenheit verstehe ich - immerhin ist er der Gefährte des Mädchens und will das Ganze geklärt haben, da er auch mein Freund ist. Lillifer muss logischerweise ebenso anwesend sein. Ilro wünschte zudem die Anwesenheit eines neutralen Menschen noch und gab Annemarie an. Da ich nicht viel Sinn darin sehe, dass sich jeder in diesen Kindergarten einmischt, würde ich dich bitten, dich mit Annemarie abzusprechen, wer von euch beiden als neutrale Fraktion agiert, aye?
Auch ich werde nur maximal eine einzige Begleitperson mitbringen. Größer muss diese Runde nicht werden, oder sie ist schon von vornherein zum Scheitern verdammt.

Mast- und Schottbruch,
Dante B."[/quote]
05.12.2014 17:01:04
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#84913)
Arthemie
Das Lager wuchs weiter, nicht was seine feste Bewohnerzahl anging, aber an anderer Größe. Es kam immer mehr Besuch, auch Politischer. Rashal kam, auch Vertreter Valvecs, die ausschließlich der Politik und zu Liris bedauern nicht ihrer Nöte wegen kamen.
Und es kam gelegentlich vor, dass die Lagerbewohner kein offenes Ohr haben konnten für jemanden, der kam, weil gerade Besuch da war und im Privaten reden musste. Das durfte auf keinen Fall sein, denn die Zuflucht sollte die Zuflucht sein, sie durfte gerne auch weiter Sammelpunkt sein und ein Ort der Aussprache aber in erster Linie diente sie denen, die Zuspruch brauchten, um auf dem richtigen Weg gehen zu können.

Umso treffender war es, dass sich eine Lieferung ankündigte, Cosima ließ die Zuflucht wissen, ihre große Arbeit war getan, ihr Geschenk war fertig gestellt. Das Gruppenzelt würde endlich aufgestellt werden können. Wie sollte man Cosima das nur danken? Diejenigen, die helfen wollten, würden das Zelt aus Mirhaven abholen, aus Cosimas Atelier, und es dann zur Zuflucht transportieren und anschließend aufstellen. Liri und Anne freuten sich sehr darauf und waren sehr dankbar, so gute Freunde zu haben.

((wer helfen mag, wir rp-en es am Montag, 8.12. 19:00 aus))
09.12.2014 08:37:18
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#85040)
Isilyen
[center][b]Die Früchte der Arbeit ernten[/b][/center]

Endlich war es soweit. Ein leerer Karren stand vor der Tür in Mirhaven, vor Cosimas Haus etliche Kisten und Säcke und andere kleine Dinge. Anne und Arifi erschienen nach Caeleb zuerst. Dann kamen noch andere Begleiter und Helfer wie Layla und Vaniva. Liri kam schließlich ebenfalls nach.
Zusammen beluden alle den Karren, bis auch das kleinste Teil aufgepackt war.

[center][URL=http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=a8ab7f-1418113564.jpg][IMG]http://www.bilder-upload.eu/thumb/a8ab7f-1418113564.jpg[/IMG][/URL][/center]

Dann fuhren sie den Karren aus der Stadt heraus. Vaniva kündigte dabei jeden Baum, jeden Stock und jeden Stein an. Der Weg war bis über die Brücke vor Mirhaven noch eben. Keine großen Schwierigkeiten gab es, keinen Regen. Auch wenn dieser abfließen würde, war es doch so einfacher. Der Gesang der beiden Hin war bei manchen willkommen, bei anderen weniger.
Ein unsichtbarer Gast folgte der Gruppe, der jedoch später mehr Layla behelligte.

[center][URL=http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=4a00cd-1418113846.jpg][IMG]http://www.bilder-upload.eu/thumb/4a00cd-1418113846.jpg[/IMG][/URL][/center]

Erst als sie den schmalen Wiesenpfad hinausfuhren, wurde es etwas holprig. Doch schließlich fand der Karren seinen Weg zum Platz nahe dem See, wo auch das große Zelt stehen sollte. Hier hielt Cosima selbst sich einmal zurück. Die Herrinnen des Lagers sollten den Standort und weiteres erst einmal bestimmen. Man besprach sich kurz und bereitete die Teile vor während auch die letzten Anwesenden Lynia und Yvaine noch zur Hilfe hinzugeholt wurden. Jeden bekam einen Zipfel der Zeltplanen und auch eine Stange dazu.

[center][URL=http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=19ac82-1418114016.jpg][IMG]http://www.bilder-upload.eu/thumb/19ac82-1418114016.jpg[/IMG][/URL][/center]

Als die Stangen alle eingehakt waren, befestigte Caeleb auch nacheinander die Heringe. Anschließend stellte man zugleich das Zelt auf. Das Werk war getan und es wurden auch noch Speisen und Getränke aus dem alten Lager auf der kleinen Anhöhe geholt. Man genoss noch eine Weile die Früchte der Arbeit. Es folgte noch ein Dank, dass man so nun noch besser die Ziele des Lagers verwirklichen konnte.

[center][URL=http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=0b5388-1418114308.jpg][IMG]http://www.bilder-upload.eu/thumb/0b5388-1418114308.jpg[/IMG][/URL][/center]

Man aß und trank und plauderte noch am Lagerfeuer. Dies versprach noch weitere gemütliche Stunden, zu denen auch in Zukunft ein jeder weiterhin willkommen wäre...
15.12.2014 21:51:49
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#85312)
Arthemie
Auf einmal tauchte er auf, unruhig und flatterig und auf seine Art unbeholfen. Anne hatte ihn gefunden, zwischen der Geisterwelt und dieser eingeklemmt und gefangen. Surt hieß er und er war ein Feuermephit. Er gehörte nicht recht hier her, aber auch nicht wo anders hin, scheinbar. Der kleine war lange als Sklave gehalten worden und hatte nun schlicht keine Ahnung, wie er sich in Freiheit verhalten sollte. Das machte ihn gefährlich, das war Liri bewusst, aber es war nicht seine Schuld. Einmal sang sie für ihn, um ihm seine Freiheit vor Augen zu führen. Und Surt war so überglücklich, er tanzte ums Feuer und wiederholte die Strophen eins ums andere Mal. Es rührte alle umstehenden.
Er musste angewiesen werden, keinem zu schaden, ja. Und das war eine schwierige Aufgabe. Aber Liri würde ihn auch nicht einfach aufgeben, das war er wert, wie jeder andere auch. Und er lernte es schnell, er begriff, dass die Leute in der Zuflucht seine Freunde waren und dass er nicht schaden durfte, niemandem, wenn sie es bleiben wollten.
Surt war allerdings immer noch ein wenig gebunden, an seinen alten Sklavenhalter und Meister. Denn dessen Knochen existierten noch. Surt wollte mit ihnen handeln, aber die Gefährtinnen machten ihm klar, dass sie ihm auch einfach so helfen würden. Er wollte eine Reisemöglichkeit zur Feuerebene, wo er hingehörte und zurück. Er suchte eine Frau, Katerina, die keiner mehr kannte, denn sie war längst fort. Man würde ihm also helfen. Sie hatten längst geplant, mit ihm in die Feuerebene zu reisen und ihm zu helfen.
Eines Abends kam Aelian ins Lager, er verstand sich sehr gut mit Surt, sie hatten einiges gemeinsam. Das war auch der Abend, an dem Surt erklärte, er habe es sich anders überlegt. Er wolle einen neuen Meister finden, einen bei dem er weiter frei sein konnte. Aelian bot sich gleich an, doch Surt sagte, er müsse sich entscheiden zwischen mehreren Leuten. Wen er meinte, war Liri nicht klar. Sie hoffte nur, dass für wen auch immer er sich entschied, es ihm dort gut gehen würde. Sie sang für ihn die versprochenen Lieder und machte ihm Feuer, dass er niemals frohr.
Dann war er wieder fort. Er verschwand gerne mal und alle hofften innständig, dass er genug gelernt hatte. Doch als die Maga mit schlechten Nachrichten über ihn ins Lager kam, war es zu spät. Sie hatte ihn zerschmettern müssen, mit einem Frostzauber. Er war nach Mirhaven gegangen, unsichtbar. Er hatte in einem Verhör, Liri betete, dass es keine Folter gewesen war, ohne die Möglichkeit zu lügen, gesagt, seine Aufgabe sei es gewesen, die Zuflucht auszuspionieren. Die Maga vermutete, von Selers oder dem Sumpf. Liri konnte es sich nicht vorstellen. Warum sollte der Drache ein kleines Lager am Wegesrand ausspionieren, in dem traurige Leute Trost fanden? Sie musste der Sache auf den Grund gehen. Sie würde alle befragen, die Surt in der Stadt getroffen hatten. Alle, die ihn sichtbar gesehen hatten. Cosima, doch von ihr wusste sie bereits alles, Yien, Neetya, Arvon. Vielleicht kam sie so auf die Spur des Meisters, der Surt den Auftrag gegeben hatte.
Anne sollte versuchen, in der Geisterwelt herauszufinden, wie lange Surt dort eingesperrt gewesen war. Wenn es länger war, als die Zuflucht existierte, dann war das keine Falle gewesen.
Sie mussten die Knochen des alten Meisters finden und weihen lassen, Arvon wollte sich ohnehin darum kümmern. Es war wichtig, denn die Knochen führten zu diesem bösartigen Magier.
Und es gab noch ein Überbleibsel von ihm. Kristalle mit großer Macht. Auch da wollte Liri nach einem Gespräch mit Anne dabei sein. Es klebte Blut daran. Und einer davon wurde regelmäßig durch die Zuflucht spazieren getragen, Liri wusste das.
Als Liri das ganze Aelian berichtete, war er voller Wut. Und er war es, der schließlich vorschlug, selbst in die Feuerebene zu reisen und dort nach Surt zu sehen. Vielleicht wollte er zurückkehren? Liri wollte zumindest wissen, dass es ihm gut ging, also würde man reisen. Wer mit konnte, war noch nicht klar. Aelian kam mit dem Feuer aus, Anne als Schamanin konnte mit den Elementen umgehen. Liri hatte einen Gesang, der sie schützte. Layla würde man mitnehmen, denn sie hatte geweint, als sie von Surts Fortgang gehört hatte. Vielleicht … wäre jemand vernünftiges noch hilfreich, Lynia zum Beispiel, aber es durften nur Diejenigen sein, die man dort schützen konnte…
16.12.2014 19:40:00
entfernt (#85342)
Spike de Copris
/
18.12.2014 18:23:25
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#85428)
Filigan
[center][b]Impressionen einer Priesterin[/b][/center]

Oft sah man Lynia dieser Tage ein wenig abseits des Lagers sitzen, bergeweise Pergament rund um sie verstreut, entweder ins Lesen oder in ihre Gedanken vertieft.
Iroh... dieser Name verfolgte sie jetzt seit vielen Tagen, auch wenn sie bisher nur eher oberflächliches über dessen Intrigenspiele erfahren hatte, begann sich langsam ein Bild in ihrem Kopf zu formen, dass ihr nicht so recht gefallen wollte.
Waren die Leute hier den Göttern so fern, oder gab es nur so wenige wahre Anhänger Mystras, dass dieser Verrückte so lange Zeit nicht aufgehalten wurde, oder gab es andere gute Gründe weshalb nichts unternommen wurde?
Zum guten Teil, soviel hatte sie inzwischen erfahren können, lag es auch wieder einmal daran, dass so viele Leute nur auch sich selbst, oder auf ihre kleines Grüppchen fokusiert waren, wo kein Zusammenhalt und kein gegenseitiges Vertrauen herrscht, dort ist es leicht durch Intrigen Unheil zu stiften... irgendetwas würde sie tun müssen um diesen Zustand zu ändern!

Zur Krönung gab es dann auch noch diese Kristalle.
Sie wusste nicht all zu viel über deren Herstellung, wollte aber eigentlich auch nicht zu genau darüber bescheid wissen, die Andeutung dass Seelen darin eingeschlossen waren genügte ihr bereits diese Kristalle zu hassen.
Etwa ein Dutzend sagte Cosima, sollte es davon gegeben haben... doch wie viele davon waren nun zerstört? Wie viele waren noch irgendwo da draußen? Bisher konnte sie nur den Verbleib von dreien der Kristalle nachvollziehen, was war aus dem Rest geworden?
Die Wirkung die die Kristalle auf ihre Träger hatten war nach ihren Maßstäben widerlich, kaum weniger schlimm als der Zweck dem all das dienen sollte.
Mit geschlossenen Augen versucht Lynia sich manchmal auszumalen was in dieser Sache noch auf sie zukommen könnte, und wie sie mit den Kristallen umgehen sollten,.... und was sie mit Liri machen sollte.... der kurze Kontakt den Liri mit so einem Kristall hatte war Lynia nicht entgangen.. und die art wie Liri jetzt über diese Erfahrung sprach machte ihr Angst.
18.12.2014 19:36:10
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#85432)
Varulfen
[center][b]Schutztotems[/b][/center]

Das Lager hatte eine beeindruckende Größe erreicht, dafür, wie es begonnen hatte. Seit sie ihre Grenzen derart erweitert hatten, war es nicht mehr so einfach, Schutzkreise um die Zelte zu ziehen und sich dann sorglos mittenrein zu setzen. Etwas Größeres war gefragt, um einen solchen Bereich vor dem Einfluss böser Geister zu sichern. Und so hatte sich Anne daran gemacht, Schutztotems in der Umgebung zu verteilen.

Der Tiergeist, den sie dafür erwählt hatte, war der Bär. Ein weises Wesen, das in seiner Ruhe eine unglaubliche Kraft besaß. Ein Wächter mit der Kunde über Kräuter und heilenden Fähigkeiten, so war er perfekt für das Lager, fand Anne.
Und so machte sie sich daran, ein halbes Dutzend dieser Totems zu fertigen.

Zuerst wurde die Grundform aus dem Holz naher Bäume geschnitzt. Etwa handtellergroße Scheiben, etwa eine Fingerbreite dick. Darauf wurde sorgfältig ein Bild des Bäres in einer Wächterpose gezeichnet und später eingeschnitzt.
Anschließend wurden Lederbänder an den Bärenscheiben befestigt, mit denen sie aufgehängt werden konnten.

Dann zuletzt, war der Geistersegen erforderlich. Der Tiergeist, den sie erwählt hatte, musste überzeugt werden, sich der Aufgabe anzunehmen, die sie ihm zuteilen wollte. Dazu bedurfte es Opfergaben, eines Rituales und viel Geduld. Und so benötigte Anne mehrere Tage, um alles Notwendige beisammen zu haben und das Ritual beginnen zu können. Eine ganze Nacht lang saß sie abseits des Lagers, die Umgebung alleine von Kerzenschein und Mondlicht erhellt und sang Beschwörungen an die Geister, brachte die Opfer dar und spielte auf der Geistertrommel, während sie rituelle Tänze vollführte.

Am Tage nach dem Ritual dann war es soweit und sie konnte die Totems um das Lager verteilen. Sie würden für bösartige Geister eine Grenze darstellen, die sie nur schwer übertreten konnten, so war sie sich sicher.

[spoiler]((OOC: Charaktere mit Verbindung zu Geistern können die gütige Präsenz des Bärengeistes im Lager hintergründig spüren. Schattentänzer (ab Stufe 3) spüren sich misstrauisch beobachtet.))[/spoiler]
22.12.2014 12:26:35
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#85543)
Varulfen
[center][b]Treffen zur Sicherung des Handelsweges[/b][/center]

Nach langer Zeit der Vorbereitung fand das Treffen endlich statt. Die eingeladenen Vertreter von Mîrhaven (Silberwache und Stadtrat), Elboria, Rotfüchsen, Winterwächtern und noch mehr waren gekommen. Im Vorfeld hatten sie schon einiges tun müssen. Die Planung stand voran. Einladungen waren verschickt worden, Karten Amdirs und Andoriens wurden gesucht und natürlich musste das obere Lager für die Besprechung hergerichtet werden.

Von Anfang an hatten die das obere Lager als Rückzugsort und Platz für speziellere Besprechungen ausgewählt. Im unteren Lager sollte so etwas nicht stattfinden, damit dort der normale Betrieb einfach weitergehen konnte. Also war alles nach diesem Prinzip hergerichtet worden. Die Zuflucht war offen, wie immer und jeder konnte und durfte sie weiter besuchen, wie es sein sollte. Nur der Bereich, den sie sonst sowieso nicht für Gäste benutzten, war abgesperrt. Nicht mehr als eine Nebensache für jeden, der nicht am Treffen beteiligt war.

Die Besprechung selbst lief holperig an. Es kamen mehr Leute, als sie eingeladen hatten, manche als Begleitung der eingeladenen Gäste, andere sogar ganz von sich aus und ohne Ankündigung. Doch das war dann schnell geklärt und das Treffen konnte endlich richtig anlaufen.
Zuerst kamen die Berichte, bei denen sie Diskussionen um Lösungsvorschläge erst mal zu unterbinden versuchten. Keine ganz so leichte Aufgabe, wollte doch jeder seinen Beitrag leisten. Aber Geduld war hier das Zauberwort und nachdem die Anfangsschwierigkeiten überwunden waren, zeigte jeder Teilnehmer der Besprechung die Disziplin und Rücksicht, die es ermöglichten, das Gespräch in Ruhe fortzusetzen.

Natürlich waren die Gespräche lang, Anne kam es nach einer Weile schon so vor, als würden sie bereits eine Ewigkeit dort sitzen. Und eine zweite Ewigkeit brauchte es noch, bis es vorbei war. Doch der Erfolg war unbestreitbar! So saßen sie nachher mit einem guten Gefühl im unteren Lager. Sie hatten erreicht, was sie wollten, wenn auch auf etwas andere Weise als sie sich vorher erdacht hatten. Und wichtiger noch: Dieses Treffen war das erste von mehreren, die noch stattfinden sollten. So viele Vertreter unterschiedlicher Städte und Organisationen an einem (nicht vorhandenen) Tisch. Dass es so gut verlaufen war, war ein gutes Zeichen. Eine Grundlage, auf der man hoffentlich aufbauen konnte.
27.12.2014 11:18:37
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#85638)
Filigan
[b][center]Treffen zur Sicherung des Handelsweges II[/center][/b]


Wäre alles so gelaufen wie Lynia sich das nach der Planung vorgestellt hat, es wäre ein ruhiger Abend geworden, ohne große Unterschiede zu den üblichen Abenden in der Zuflucht, aber wann kümmert sich das Schicksal schon darum wie wir uns die Dinge vorstellen?
Alles begann nach Plan, am Nachmittag wurden die letzten Vorbereitungen getroffen, der obere Teil des Lagers wurde für die Besprechung hergerichtet und durch einen einfachen Zaun symbolisch abgetrennt, Sitzgelegenheiten organisiert, und Lynia hatte mehrere Karten der Insel aufgetrieben.
Während der Besprechung sollte die junge Priesterin sich darum kümmern alle übrigen Gäste der Zuflucht zu versorgen wie es üblich war, und ein Auge darauf haben, dass niemand die Besprechung stören würde.. soweit der Plan.
Als der Abend anbrach und die Ersten der Gäste in die Zuflucht kamen wurden diese begrüßt, Lynia ergriff sogar die Gelegenheit mit dem einen oder Anderen noch einige Worte in persönlicher Angelegenheit wechseln, was ihr besonders im Falle von Priesterin Ainslee ein Anliegen gewesen war.

Als die Gäste sich zur Besprechung zurückgezogen hatte begann es bereits etwas mehr aus dem Ruder zu laufen als es Lynia lieb gewesen war, da war einmal Tai die gerade jetzt begann die Grundidee der Zuflucht in Frage zu stellen, dann kam auch noch, wie bestellt um Tais Zweifel zu untermauern, ein Maskierter ins Lager der sich betont geheimnisvoll gegeben hatte, und auch mit Lia in Streit geriet.
Zwei weitere Schrecksekunden folgen als sie bemerkte, dass Liri und Anne vergessen hatten die Karten mit zur Besprechung zu nehmen, so lief sie mit den froßen Rollen unter den Arm ins Obere Lager, nur um dort noch einmal überrascht zu werden: Statt der geladenen 9 Gäste, fand sie dort viel mehr Leute vor... das Lager war berstend voll! Da aber weder Anne noch Liri eine Andeutung machten schien das wohl doch in Ordnung zu sein, und so ging sie wieder hinunter.. nur um festzustellen dass der Maskierte gegangen war.. und Lia ihm gefolgt ist. Sie konnte nur hoffen die Beiden würden keinen Unfug treiben.

Zum glück beruhigte sich die Lage danach halbwegs, und das aufregendste was für Lynia zutun blieb war es, den Zugang vom Lager im Auge zu halten und die Leute zu abzupassen die ins Lager kamen,... und noch ehe die Besprechung zu ende war hatte sie sich weit genug beruhigt um zu überspielen wie viel Stress sie sich damit gemacht hatte.. zurück blieb nur eine leichte Müdigkeit.
30.12.2014 10:21:37
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#85701)
Isilyen
[b][center]Schadensbehebung[/center][/b]

Auf die Nachrichten von Anne reagierte Cosima recht schnell und routiniert. Für Schneiderarbeiten, dachte sie,...dafür war sie gut und man wusste plötzlich wieder wo sie war. Ein wenig kränkte sie das ganze doch. Aber in Zeiten der Not sei es verziehen. Sie gab noch kurze Nachrichten an Gina und Arvon an einen Boten ab.

Dann sah sie ins Hospital....die Verletzten hatten bereits Besuch oder ruhten sich wohl noch aus. Darauf nahm sie Rücksicht und würde ein anderes Mal wiederkommen.

So ging sie weiter zum Lager, dort würde sie sich ansehen, was mit den Zelten passiert war. Was wurde genau alles verbrannt und was musste wieder neu hergestellt werden? Wieviele neue Planen würen gebraucht? Wieviel vom Innenleben war unbraucbar geworden? Sie zeichnete und schrieb sich alles fein säuberlich auf. Dann begab sie sich wieder auf den Weg heim und in ihre Werkstatt. Dort begab sie sich erneut an die Arbeit. Die Heiler waren sicherlich schon am Werk. So ging sie auch an ihres, damit das Lager nicht vollkommen schutzlos ohen Zelte über dem Kopf dastehen würde...
30.12.2014 12:50:56
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#85714)
Varulfen
Zwei Zelte waren es, die gebrannt hatten. Das eine war ein kleines Lagerzelt, das Liri als Ersatzzelt nutzte, es war vollkommen abgebrannt, die hölzernen Stangen trugen sich kaum mehr selbst und man würde daran wohl auch nicht mehr viel retten können.

Das zweite Zelt jedoch, war das große Zelt, das Cosima selbst hergestellt hatte. Die Stangen, von Caeleb geschmiedet, waren wohl kaum vom Feuer angegriffen worden, es war vielmehr die Plane und Einrichtung der ersten zwei Meter des Zeltes, vom Eingang an, die verbrannt oder zumindest stark angekokelt waren. Teppiche und Plane waren zu guten Teilen gar nicht mehr vorhanden, vollkommen in Flammen aufgegangen, die ersten beiden Lager waren abgebrannt, was übrig war, war feucht vom Löschwasser.

Im Endeffekt bedeutete es wohl, dass mindestens die vordere Hälfte des Zeltes erneuert werden musste, samt allem, was dazu gehörte.
30.12.2014 13:07:24
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#85716)
Isilyen
Somit notierte sie ein kleines Zelt, dazu auch Stangen, die Caeleb schmieden sollte, damit sie nicht wieder zu leicht verbrennen.

Bei dem großen würde sie wohl alles austauschen, was nass, verbrannt, angesengt war oder auch nur zuviel nach Rauch riechen würde, um darin schlafen zu können. Sie nickte für sich und war froh, dass sie noch genügend Worg- und Bäreleder hatte. An Stoffen würde es auch nicht scheitern.
Auch für die geschmiedeten Zeltstangen, die eventuell beschädigt waren, würde Ersatz geschaffen werden.
30.12.2014 15:51:47
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#85726)
Corres.CT
Es war ein friedlicher Abend. Luca erzählte eine Geschichte über eine Schreiberin, welche nach dem Genuss von ein oder zwei Gläsern Apfelwein zu einer begnadeten Tänzerin und Sängerin wurde. Jedenfalls in ihren und in den Augen des überwiegend männlichen Publikums.
Man war gerade dabei herauszufinden, dass die schöne Tänzerin der Geschichte mit ihnen zusammen saß als ein Reiter in die Zuflucht ritt.

Man ließ ihn herein, aber noch bevor Lynia dazu kam ihm Tee anzubieten entzündete er das große Zelt und entschwand wieder wie er gekommen war.
Schnell wurde das Feuer gelöscht und die drei oder vier Anwesenden wollten die Spur aufnehmen. Sie waren keine drei Schritt gegangen da bemerkte Anne das nächste Feuer. Es war das Lager der Hin, welches ebenfalls brannte. Mehrere dieser seltsamen Reiter fanden sich gerade mitten auf der Wegkreuzung ein.


Diese Reiter der Verdammnis bauten sich vor der Menge auf, die einen von ihnen folgten und jenen die durch das Feuer angelockt wurde.
Mit einer Überheblichkeit, die ihrer schier unbegrenzten Macht angemessen war verhöhnten sie die Anwesenden, dass sie doch versuchen mögen nach ihren Waffen zu greifen. Und als sie das Taten brachten sie die die Höllen über den Kreuzweg am Café Rose.
Göttliche unheilige Flammen schossen aus dem Himmel, die Wucht und Genauigkeit ihrer Hiebe schlugen mit Leichtigkeit alles nieder was es nicht schaffte zu fliehen. Dagegen vergingen die Angriffe ihrer Opfer an den unverwundbaren Körpern dieser übermächtigen Angreifer wie Wind der um einen Fels weht.

Es war ein Massaker - und die Botschaft wurde verstanden.
02.01.2015 12:19:53
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#85829)
Filigan
Bisher war man es gewohnt, dass Lynia jeden Vormittag eine gute Stunde mit Turnübungen beschäftigt war.
Seit sie nun aus dem Hospital zurück ist, wurde aus der stunde eine unregelmäßige Zeitspannen, oft nicht mehr als wenige Minuten, mit, im vergleich zu ihrem üblichen Programm, sehr spärlichen Übungen.
Das ganze scheint dem Umstand geschuldet, dass ihre Verletzung ihr immer noch zu schaffen macht.
04.01.2015 23:19:18
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#85968)
Arthemie
Die dritte Welle

Die Zuflucht ist also abgebrannt …

Und zum dritten Mal rannte irgend ein besessener, wahnsinniger, von falschem Stolz beseelter Narr, Thor und grausamer Märtyrer in die Wüste! Gedankenlos wahnbeseelt bereit, alle aus Shanas Rose, dem Hin-Lager und der Zuflucht zu opfern. Ohne diese wenigstens zu warnen, bereit, sie alle dem Tot durch den Untot zu überlassen, einfach so.

Wann werden sie endlich begreifen, dass die Wüste tabu ist, bis man eine Lösung gefunden hat, gegen die Untoten vorzugehen.

Nun ist die Zuflucht abgebrannt, zum dritten Mal! Wann begreifen sie es? Zum dritten mal rannten die aus der Zuflucht zur Rettung und zum dritten mal verloren sie selbst dabei! Zum dritten mal … Die Retter opfern sich … und sie werden es weiter tun! Denn es ist das richtige, der einzige Weg, das Gute zu wahren. Und sie bezahlen in teuer, sehr teuer.

So bleibt ihnen nichts anderes übrig, als bis sie ihr Material wieder besorgt haben und die Wunden geleckt sind, in die Villa Ashalley einzukehren. Sie, das sind der feste Kern der Zuflucht, Anne, Lynia, Liri, Salina, Shyba, Jond, (Faeel, Lina) und alle, die ihnen sonst noch folgen würden.
05.01.2015 12:25:17
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#85983)
Varulfen
[b][center]Die Zuflucht der Zuflucht[/center][/b]

Alles war abgebrannt. Zelte, Karren, Vorräte und Kleider. Werkzeuge, Schlafrollen, Tücher und Decken. Vom Kuschelbären, einem Stoffbären, den Anne nur Stunden zuvor als Scherz von Cashan geschenkt bekommen hatte, war nichts als ein verkokelter, abgerissener Arm mehr zu finden gewesen. Vollkommene Zerstörung. Vollkommene Niederlagen. Und doch...

Sie waren noch am Leben, nicht mal ernsthaft verletzt. Dadurch, dass sie alarmiert zu Shanas Rose geeilt waren, war keiner mehr im Lager gewesen, der beim Angriff hätte Schaden nehmen können. Sogar die Pferde, der nachtschwarze Kriegshengst Daar, den Anne von Katlyn geerbt hatte und Huonii, das kleine, weiße Fohlen Liris, waren beide entkommen und hatten sicher und gesund den Weg zu ihnen zurück gefunden.

Nun gab es vor allem zwei Dinge zu tun: Eine neue Unterkunft zu finden und sich entscheiden, wie sie weiter verfahren wollten. Beides war schnell erledigt. Lurue sei Dank, hatte Anne noch immer ihr Haus in der Stadt. Und keiner von ihnen hatte wiedersprochen, als Anne und Liri davon sprachen, dass Zelte und Decken nur Dinge waren. Man konnte alles ersetzen. Und die Zuflucht würde bald wieder stehen.
05.01.2015 14:24:39
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#85989)
Arthemie
Liris Rede vor dem Haus Ashalley [Mirhaven Markt]

[quote]Als die Gefährtinnen in Annes Haus einkehrten, Liri sie alle sicher wusste, stellte sie sich vor dem Haus auf, auf den Markt von Mirhaven, ihre Ankunft zu verkünden und zu ihren Gefährtinnen zu sprechen. Wer anwesend war, der mochte lauschen, oder es unterlassen, darum ging es ihr nicht. Doch sie sprach mit klarer, deutlicher Stimme, lächelnd und voll wärme:

Wir haben überlebt, schon wieder und immer noch! Wir standen ein und haben getrotzt. Wir kämpften für jene, die es selbst nicht können, wir standen gerade. Ich fordere nichts, denn ich habe nichts besonderes getan. Schlicht das, was richtig war.
Wir haben verloren, das denken viele von euch und ich sage euch, dem ist nicht so. Die Zuflucht erfüllte ihre Aufgabe von ganzem Herzen und ich sage euch, ihr Herz schlägt. Die Zelte gingen in Flammen auf, doch unsere Herzen brennen weit höher für das Leben und das Gute. Es waren Zelte, die wir opferten, und das ist gut so. Der Feind ergriff Zelte, nicht Leben. Für eben diesen Zweck waren sie gebaut, Leben zu schenken, Zuflucht zu schenken. Es ist mir eine Ehre, mein Zuhause zu opfern und mein Werk aufzugeben, denn das schützte euch. Ich danke unendlich für die Gnade, diese Opfer erbracht haben zu können, ich trage es erhobenen Hauptes und doch voll Demut.
Und ich sage euch, die Zuflucht wird wieder erstehen, wir werden das Lager wieder aufbauen, auf das es weiter trotze, weiter wachse, weiter lebe und sich weiter opfere. Es wird seinen Platz in der Kette wieder einnehmen, wie es unsere Pflicht den anderen Städten gegenüber sei. Wir werden erstehen, aber nicht wie der Phönix aus der Asche, denn dieser stirbt. Wir starben nie! Wir leben, und mit uns die Zuflucht. Wir sind die Zuflucht und nicht die Zelte. Und so werden wir sie an unseren Ort zurücktragen und uns und unserer Zuflucht wieder ein Zuhause schenken.
Ihr seid alle willkommen, ein jeder sei willkommen, ein jeder sei das, was er sein will und ein jeder erhalte seinen Tee. Das ist es, wie wir stand halten. Wir überleben. Seid hier willkommen, solange die Zuflucht im Hause Ashalley weilt und seid in unseren Herzen willkommen.
Die Zuflucht ist nicht gefallen. Ich bitte euch, zürnt nicht auf Arvon, er folgte nur seinem Herzen und nicht seinem Verstand. Es war reine Gnade einem kleinen Wesen gegenüber, die da aus ihm sprach. Vergebt ihm, denn das Ergebnis seines Werkes straft ihn genug, er sei selbst sein Richter und all das Gute seiner Taten soll nicht getilgt sein durch das, was wir erlitten. Ich erleide es, weil es der rechte Weg sei. Lasst es mich tragen und nicht Arvon, denn das nimmt den Gefährtinnen ihren Schaden nicht.
Und nun steht zusammen, seid geeint durch das, was wir hingaben und wie wir uns hingaben. Lasst es nicht vergebens gewesen sein und vereinigt euch endlich, gemeinsam gegen das vorzugehen, was da als düsterer Feind am Horizont lauert. Längst ruht es nicht mehr! Steht zusammen, sammelt euch und steht gemeinsam ein, auf dass ein jeder von euch für jeden eine Zuflucht sei. Schenkt einander Vertrauen, denn ihr seid nicht der Untot aus der Wüste und nicht der Untot aus dem Sumpf. Ihr alle, die ihr lauscht, seid eins!
Bleibt fern der Wüste und tretet ihr eines Tages geeint gegenüber. Ich bitte euch um die, die mehr zu verlieren haben als ich und sich am Ende nicht erhalten und erheben können, so wie wir.

So sei es, ich danke meinen geliebten Gefährtinnen, die ich immer lieben werde, Lynia, Shyba, Jond, Salina, und meiner geliebten Anne. [/quote]


Mit einem zärtlichen Lächeln verneigt sie sich ehrerbietend vor denen, die gelauscht haben mögen, seien es viele oder wenige oder am Ende gar nur der Wind, der die Worte auf die See hinaus trägt.
05.01.2015 18:46:07
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#86011)
Diancey
Er war nicht da gewesen. Er sah nur den Rauch der über der Zuflucht stand und ihm blieb das Herz kurz stehen. Er rannte so schnell ihn die dünnen Beine trugen, während er den Barmherzigen anflehte, dass er nicht zu spät käme. Im wurde kalt und es schnürte ihm die Kehle zu, als er das Ausmaß der Zerstörung sah. Lange konnte er es nicht glauben oder wollte es nicht glauben, dass die Zuflucht zerstört wurde wie er durch die Reste dieses einst frommen Ortes schritt und suchte. Aber keine Leichen und kein Blut sickerte langsam die Erkenntnis in seine umtösten Gedanken. Zwei schwere Tränen malten in dem schmutzigen Gesicht zwei helle Pfade von den Augen hinab, als er sich in die Asche kniete und seine Finger die noch warmen Reste dieser Zuflucht berührten. Eine für die Glückseligkeit und Hoffnung die er verspürte, die andere des Grames wegen, dass dieses Stück Gute verloren war.

In Mirhaven hörte er Liriopes Stimme und sie malte neue Wärme in sein Herz. Ja die Zuflucht am Wegesrand war nicht verloren. Sie würde neu entstehen, wieder erstarken und erblühen, genährt durch die Liebe, Güte und Barmherzigkeit ihrer Seelen, die sie ausmachte.
06.01.2015 12:28:57
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#86058)
Varulfen
[center][b]Wiederaufbau I[/b][/center]

Die nächsten Tage waren voller Arbeit und Planungen. Nachdem Haus Ashalley grundlegend hergerichtet war, dass sie hier für ein paar Tage, vielleicht einen Zehntag oder etwas länger, leben konnten, wurden neue Zelte besorgt. Nichts besonderes oder kompliziertes zuerst, sondern einfache Zelte, wie sie zu Beginn schon im Lager gestanden hatten. Ein neuer Karren musste her, zum Transport, dann Decken, Matten, Kissen, Kessel, Hocker und alles das, was eben in ein Lager gehörte.

Es gab vieles zu tun, aber sie arbeiteten daran, bald zurückzukehren.
07.01.2015 10:44:37
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#86128)
Mard Aylomen
So kamm es wohl auch das wohl der ein oder andere Händler, oder Handwerker, plötzlich den Damen der Zuflucht halfen ihre Sachen zusammen zubekommen.
Auch wenn es manchmal einfach etwas mehr Rabatt war, oder vieleicht nur Hinweise war, das vieleicht jener Mann ein alten Karren hatte, den er nichtmehr brauchte, oder das wohl jemand im Hafen einen Fehlkauf getätigt hatte und nun auf einen Stapel Zeltplanen saß, die er los werden musste.
07.01.2015 11:18:00
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#86136)
Isilyen
Dazu kam auch davor bereits, das Cosima um die fehlenden Teile des Zeltes schon gebeten wurde. Zumindest das Große hatte sie angefangen zu ersetzen. Dabei hatte sie gleich mehr Planen genäht als Ersatz in weiser Vorraussicht. Sie hoffte zwar nicht, dass sie so schnell nötig waren. Doch es war letzten Endes gut, dass sie mehr davon hatte als nötig. Als sie von der kompletten Zerstörung des Lagers hörte, fügte sie sie alle zu einem großen Zelt zusammen wie es zuvor schon war.

Sie hatte auch Anne wie Lynnia bereits mitgeteilt, dass es fertig war und auf seine Auslieferung wartete.
07.01.2015 13:09:35
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#86148)
Varulfen
[center][b]Wiederaufbau II[/b][/center]

Hilfe kam von allen Seiten. Weit mehr, als sie jemals erwartet hatten, von Leuten, von denen Anne nicht mal gedacht hätte, dass es sie überhaupt interessierte. Es schien ein Kinderspiel zu sein, die nötigen Gegenstände für das Lager zusammenzubekommen, Vorräte anzulegen und auch, helfende Hände für den Aufbau zu finden. Was stand ihnen nun eigentlich noch im Weg, die Zuflucht wieder aufzubauen? Nichts mehr, eigentlich. Sobald alles verstaut war, würden sie Cosima bescheid geben. Dann würden sie losziehen, zurück Richtung Kreuzung.
07.01.2015 17:37:47
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#86170)
Diancey
Er lies sich gerne schicken, um die Geschenke oder die erstandenen Sachen abzuholen. Schließlich wollte er auch gerne etwas brauchbares beitragen. Und wenn er schon keinen Kreuzer zu den neuen Anschaffungen beitragen konnte wollte er sich wenigstens auf diese kleine Weise einbringen. So schob, zog und trug er den lieben langen Tag, bis sich in seinen hageren Armen, Beinen und Rücken der wohlige Schmerz von getaner Arbeit einstellten. Der Bettler genoss die Zeit, während er durch die Straßen ging und dem Gedanken nachhing, welches Glück ihnen gerade widerfuhr. Hier war der Beweis, dass wer Gutes tut ebenfalls Gutes widerfährt. Der Fortschritt, wie die neue Zuflucht Gestalt annahm, lies ihn schon auf Göttliches eingreifen hoffen und er glaubte seine Gebete wurden erhört.
07.01.2015 18:59:56
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#86190)
Drambuie
Einige Tagen nach dem letzten Treffen auf der Burg, wurde ein zusammengerolltes Tarnnetz abgegeben, gehalten in den Farben der Bäume und Pflanzen. Ein Zettelchen daran verkündetete:

"Liebe Anne, liebe Liri,

es ist nicht viel, aber vielleicht mag es euch vor den Augen der fliegenden Wyvern verbergen, solange ihr das Lager neu aufbaut. Geben es die Götter, dass niemand sie mehr herausfordert! Und sie sich den WEg zur Zuflucht nicht gemerkt haben. Ihr könnt das Netz, wenn ihr wollt, zwischen den Bäumen spannen und es mit Laub bewerfen. Es sollte dann halbwegs wie Wald von oben aussehen.

Vielleicht ist es euch nützlich.

Grüße
Cynthia"
10.01.2015 11:43:52
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#86431)
Isilyen
Eines Abend war es einfach soweit. Nach all dem Unruhen sollte man sich nict aufhalten lassen. Cosima brachte die Teile des großen Zeltes ins Lager.

Dieses Mal war man mit einigen Helfern weniger. So waren es dieses Mal Thal'ia, Lynnia, Caeleb und Cosima. Aelian und Luca kamen noch hinzu. Die Stangen wurden zuerst unter die Plane gestellt. Dann wurde zusammen die Plane hochgezogen. Mit kleinen Zaubertricks fiel dies trotz der fehlenden Hände nicht zu schwer, um es zu schaffen. Auch ein kleines Hermelin saß unter der Plane und man munkelte, es hätte auf seine Art eenso geholfen. Luca verknotete mit den Händen einer Seefahrerin noch die Taue an den Heringen.

So stand zumindest der erste und größte Teil der Zuflucht samt aller Einrichtung, die in den großen Zelt auch gewesen war.
12.01.2015 16:44:39
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#86620)
Arthemie
Lage in der Zuflucht

Die Zuflucht war wieder aufgebaut, sie war nicht mehr, wie zuvor, man sah, dass sie nun anders war, dass es andere Zelte waren, sich die Anordnung geändert hatte. Ob sie befestigt würde, oder nicht, stand noch nicht fest, man würde das nächste Treffen mit Rashal bezüglich der Gründung seiner Truppe, sowie das nächste Treffen zur Sicherung der Handelswege abwarten und dann entscheiden. Rashal plante den Bau eines befestigten Lagers, vielleicht eignete sich die Zuflucht dafür. Wenn nicht würde sie ein Flüchtlingslager bleiben, das den Vorteil bot, schnell aufgegeben werden zu können.

Die Gefährtinnen werden sich auf Dauer doch in Richtung der Städte orientieren müssen.

Es hat sich an der Besetzung der festen Truppe des Lagers einiges geändert. Es waren nicht mehr die Gefährtinnen, sondern inzwischen gab es auch Gefährten. Lilliana war nach Norden weitergezogen, Lina war in die Akademie zurückgekehrt und Faeel streifte schon geraume Zeit fernab das Lagers umher. Auch Arifi hatte sie erst einmal verlassen, sie war gen Elboria gezogen, wo sie wohl sehr gebraucht wurde. Elvalia war noch auf Suche nach den verschollenen Winterwächtern und sie warteten darauf, dass sie zurückkehren würde.
So blieben Anne, Liri und Lynnia als der harte Kern zurück. Doch ihnen schlossen sich bald Vaniva, Vribag, Salina, Jond und Cashan an, diese bildeten erst einmal die feste Besatzung des Lagers. Vribag hatte im Übrigen einen besonderen Begleiter an ihrer Seite, der nun wohl auch dazugehörte. Auch Shyba hatte einen festen Platz bei ihnen, wobei sie immer noch auf der Suche nach einer Beschäftigung war und jeder Zeit gehen konnte.
Das Lager war auch weiterhin der Treffpunkt für Viele, Informationen wurden getauscht und Tee getrunken. Strategien besprochen und einander zugehört. Sorgen wurden geklärt und es war, wie es schon immer war und sein sollte, jeder war willkommen und bekam seinen Tee.
13.01.2015 08:06:30
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#86662)
HodorsReproach
*Auch die Zuflucht bekommt eine Abschrift des Berichtes zur allgemeinen Information und als Zeichen der Annerkennung für die bisherige Hilfe. Versiegelt ist er mit dem Siegel von Winterrache*

[quote]Bericht zur Suche nach den verschollenen Winterwächtern mit der Seefee

Die Reise mit der Seefee ging in den ersten Tagen unbeschwert von statten und es gab keine Vorkommnisse. Dann jedoch tauchten am Horizont schwarze Segel auf und ein Piratenschiff nahm Kurs auf uns. Es gelang uns unter einem riskanten Manöver nah genug an sie heran zu kommen, um ihr Katapult zu zerstören und ihr Segel in Brand zu setzen. Während des Kampfes kamen zwei der Matrosen zu Tode.

Der Sieg war aber nur von kurzer Dauer, denn schon bald darauf hörten wir ein Tiefenhorn und wenig später griff ein Dagon, ein gewaltiges Seeungeheuer, das Schiff an und warf es auf ein Riff. Dabei verlor ein weiterer Matrose sein Leben, zwei weitere konnten dank Ehrwürden Ulfric gerettet werden.

Wir bemerkten, dass wir nicht nur auf einem Riff, sondern auch auf dem zerschellten Frack eines Schiffes aus Elboria gelandet waren. Fräulein Cnythia und ich kletterten hinab und durchsuchten das Schiff, doch wir fanden es bereits geplündert vor. Es gab keine Hinweise, wer mit dem Schiff gefahren war und keine Leichen. Diese wurden entweder von der See geholt, oder wie Frau Cosima befürchtet als Untote erweckt, oder aber die Mannschaft wurde gefangen genommen. Das Schiff der Piraten war jedenfalls auf einmal spurlos verschwunden, es muss dort also einen geheimen Unterschlupf geben.

Wir fuhren zurück nach Mirhaven, um die Seefee wieder seetüchtig zu machen. Es ist geplant, sobald die Reparaturen abgeschlossen sind, erneut in See zu stechen und das Piratenversteck selbst ausfindig zu machen und dort nach weiteren Spuren zu suchen.


Gezeichnet,

Recke Lance Falkenwind[/quote]
14.01.2015 13:11:40
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#86761)
Arthemie
Sie waren auf Patrouille auf dem Weg durch Andorien gewesen, von der Kreuzung aus in Richtung Winterrache. Da erspähte Anne zwei Guhle, nahe des Weges, zu nahe für ihren Geschmack. Jond, Cashan und Lynnia waren bei ihr gewesen, Liri und Vribag kamen nach. Den zwei Guhlen schloss sich ein dritter, verborgener an, diese drei waren schnell erlöst und in die Form zurückgebracht, die ihnen zustand, tot.
Die Gefährtinnen und Jond und Cashan schichteten ein Feuer auf, das von Lynnia um ein blau brennendes Pulver ergänzt wurde. So sollten sie endgültig vom Untot erlöst sein. Das Feuer wurde entzündet, doch die Farbe änderte sich bin in Sekunden zu einer roten, hoch lodernden Stichflamme. Dem folgte ein Tosen und Beben und die Erde brach auf. Es kamen immer mehr Untote hervor und man konnte meinen, sie hätten Andorien vom Sumpf aus ebenso untergraben, wie die Untoten der Wüste. Lynnia und Cashan konnten sich in Sicherheit bringen während Jond, Anne, Liri und selbst Vribag zunächst zu Boden gingen. Jond stand erst wieder auf, als Liri sich wieder rühren konnte und um Schutz und Heilung sang. Nach und nach rangen sie das, was da über sie hineinbrach nieder. Einer der Guhle beugte sich über die am Boden liegende Vribag, Schleim tropfte aus seinem Maul und er geiferte etwas, das nach: [i] „Dracheblut“ [/i] klang. War es am Ende gar das Blut der Gefährtin Vribag, das sie vor der Grausamkeit der Untoten bewahrte?
Jond und auch Liri hatten eine Seuche abbekommen, sonst konnten sie sich dann mit leichten Wunden retten. Liri hatte bereits einen brennenden Zauber auf den Lippen, um die Überreste derer, die sie nun auch noch niedergerungen hatten zu erlösen, doch sie mussten fort.
So blieb am Ende zu sagen: endgültig erlöste Untote 3, gefallene bei den Gefährtinnen 0. Sie hielten schlicht immer noch stand. Die Krankheiten würden heilen und sie würden bestehen.
19.01.2015 16:49:11
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#87091)
Samy
[b]Vorbereitungen[/b]

Heute Nachmittag kam Luca ins Zufluchtlager.

Wie immer blieb sie nicht lange, ja eigentlich gab sie nur einen versiegelten dicken Brief ab.

Auf dem Umschlag stand gut leserlich:

"An Federchen.
Öffne ihn, wenn ich nicht von der Suche zur See zurückkehre.
Und ja, du sollst ihn dann auch lesen.
Luca"
06.02.2015 07:16:34
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#88184)
Isilyen
[b]Neue Unterstützung[/b]

Es war Noras Anliegen, noch einmal zum Lager der Zuflucht zu gehen und zu fragen, was aus der Fee wurde. Anne hatte ihr das Ende der Geschichte erzählt, Es war bedauerlich und doch war es besser so, ehe sie außer dem Elfen noch jemandem schaden würde.

Man unterhielt sich über dieses und jenes, auch ein Priester Hoars bot seine Unterstützung an. Dabei unterhielt man sich über die Götter und die Welt ein wenig.

Schließlich kamen auch Cashan und Luca, während Liri mit Illro unter vier Augen sprach. Cashan hatte etwas für Nora und sie erzählte, dass sie viel davon brauchte, um Edelsteine zu schleifen.

[i]"Wir können euer Talent hier gut brauchen."[/i], meinte er als er sie fragte, ob sie nicht herkommen und für die Zuflucht arbeiten wollte.

Das junge Mädchen erklärte sich einverstanden. Sie wohnte zwar am Lager der Rotfüchse, aber aufgenommen hatte man sie nicht wirklich. Außerdem kannte sie noch kaum jemanden, sie hatte weniger Glück, sofort so unsorgt zu werden wie andere. Nein, sie sorgte bisher für ihre Dinge selbst und kaufte auch Material, wenn nötig. Doch geschenkt bekam sie bisher so gut wie nie etwas. Sie war meistens auf sich allein gestellt.

So war es abgemacht und endlich bestand Hoffnung auf etwas wie Zusammenarbeit und die Gelegeneit dauerhaft zu helfen. Endlich hatte sie einmal eine Chance und nicht immerzu andere, die schon einiges hatten. Die Zuflucht hatte einen ansprechbaren Juwelier, der zwar noch lernen musste, aber durchaus fleißig war.
06.02.2015 10:30:21
Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#88196)
Kriegerin
[b]2015-02-06 Je ein Brief an Anne & Liriope[/b]

Vor einigen Tagen überbrachte Keara je ein Brief an Anne & Liriope. Die persönliche Übergabe der formalen Schreiben, die mit ihren Siegeln und Bändern irgendwie ernst und wichtig aussehen fand am Rande der Zuflucht statt. Ein kurzes Gespräch, dann brach die Streiterin wieder auf.

[quote][center]"

Tyrannos zum Gruß!

Werte Liriope, werte Anne,

[...]

In Ehrerbietung nehm ich Abschied,
Lady Keara

"
[/center][/quote]

[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/b0686c-1423218839.jpg[/img]
06.02.2015 13:53:41
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#88231)
Marenzi
[spoiler][quote="Vrishnagk" post=86050][i][quote]Werter Heiler Dante Brady,


wie Euch vielleicht bereits schon mitgeteilt wurde, gab es in den vergangenen Tagen und Wochen besorgniserregende Zwischenfälle auf dem Handelsweg zwischen Mirhaven und Elboria durch mehrere verheerende Übergriffe der untoten Armee aus der Wüste.

Schon vor einiger Zeit fand ein von der Zuflucht organisiertes Treffen statt, um die Sicherung der Handelswege Amdirs sowie deren Anwohner zu organisieren, worauf eine Zusammenarbeit verschiedener Gruppen angeregt wurde, denn wir waren uns alle einig, dass die Verteidigung dieses Weges essentiell für Handel und Kommunikationen zwischen den Völkern und Gilden ist und der schwarze Drache einen großen Erfolg feiern würde, wenn wir hier keine sichere Reise mehr ermöglichen könnten, weshalb für dieses Ziel alle zusammenarbeiten sollten.

Ich wende mich nun an Euch mit einem ersten Konzept zur Aufstellung einer strukturierten und organisierten, freiwilligen Einheit zur Sicherung der Handelswege, welches auf der gestrigen Tafelrunde gemeinsam angedacht wurde: die Silbergarde.
Beteiligt werden sollen daran alle willigen Mitglieder folgender Städte, Mirhaven, Elboria, Telodur und Hohenbrunn sowie Organisationen, Arkaner Orden, Smaragdenklave und Winterwächter und Lager am Handelsweg, die Zuflucht, das Lager der Rotfüchse und das Lager des Heilers Dante Brady.

Gestern wurde dazu beschlossen, dass jede dieser zehn Fraktionen einen Vertreter ihrer Interessen in dieser Angelegenheit bestimmen soll, welcher zu einem zeitnahen ersten Treffen des damit gegründeten Rates der Silbergarde auf Burg Winterrache eingeladen wird.
Dieser Rat soll dann gemeinschaftlich und mit gleichem Stimmrecht über die genaue Aufstellung und Aufgabenzuteilung der neu gegründeten Silbergarde befinden.
Auch zukünftig soll er sich regelmäßig Treffen und als oberstes Entscheidungsorgan der Silbergarde fungieren und dem regelmäßig die Einheiten der Garde Bericht erstatten.

Der Idee der gestrigen Tafelrunde nach, soll die Silbergarde über mindestens drei, meiner Meinung nach sogar vier Säulen verfügen, in welchen jeder freiwillige Helfer der Organisationen, Lager und Städte seinen Teil zur Sicherung der Handelswege beitragen kann, in einem Gebiet in welchem er oder sie am besten geeignet ist, nämlich:
Ein Kontingent von Spähern zur Auskundschaftung der Lage am Handelsweg sowie an den Grenzen Andoriens und des Sumpfes,
ein Kontingent von Boten, welche Nachrichten und Berichte zwischen den Städten und Lagern übermitteln sollen und zudem mit den Signalfeuern und Brieftauben betraut werden, welche bereits organisiert wurden
und des weiteren eine gut gerüstete, berittene Eingreiftruppe, welche in Notfällen schnell und präzise an verschiedenen Orten Hilfe bei der Verteidigung leisten oder verstreute Untotengruppen vernichten kann, wenn sie gesichtet wurden.
Mein Vorschlag für eine vierte Säule wäre ein Kontingent von Handwerkern, welche für Aufbau und Instandhaltung von Befestigungsanlagen, Belagerungsmaschinen sowie Wachanlagen zuständig wären.

Geführt werden sollen die vier Säulen jeweils von einer Doppelspitze, deren Mitglieder aus zwei verschiedenen Fraktionen kommen sollen, sodass möglichst viele Gruppierungen daran beteiligt werden können und eine Gleichheit und den freiwilligen Helfern besteht.
Einen ersten skizzenhaften Entwurf dazu habe ich als bloßen Vorschlag beigefügt.
Die dortigen Personalempfehlungen sind lediglich persönliche und nicht als irgendwie bindend zu betrachten.

[URL=http://www.pic-upload.de/view-25767896/Silbergarde.jpg.html][IMG]http://www11.pic-upload.de/06.01.15/i83flssfrua2.jpg[/IMG][/URL]

Ich hoffe sehr, dass diese Vorschläge Euer Gehör finden werden und Ihr Euch dazu entschließt, diese Unternehmung zum Wohle Amdirs und aller Völker, Organisationen und Städte zu unterstützen.

Ich möchte Euch inständig darum bitten, möglichst bald einen Vertreter zu ernennen und meinem Orden, den Winterwächtern ein paar Terminvorschläge für ein erstes gemeinsames Treffen zukommen zulassen, sobald der Vertreter bestimmt wurde.

Ich hoffe auf eine produktive und gute Zusammenarbeit zwischen uns und allen anderen Beteiligten!

Mögen die lichten Götter Euch segnen!


Hochachtungsvoll,
Lilifér Celebníriath,
Paladina des Corellon Larethian,
Marschallin des Winterwächter-Ordens[/quote][/i][/quote] [/spoiler]

Jener Brief hatte wohl verspätet den Weg in Dantes Hände gefunden. Erst in der letzten Nacht war er zurückgekehrt, um jenen Brief vorzufinden.
Aufmerksam hatte er ihn gelesen und konnte nichts Anderes als zu seufzen, wie seine Augen von Zeile zu Zeile tiefer glitten.

"Himmel noch eins, das darf doch nicht wahr sein..", murmelte er.

Er wusste nicht, wie alt der Brief war. Wusste auch nicht, wo sich Lillifer derzeit aufhielt.
Doch das Lager, das hatte er auf seinem Weg nach Mirhaven gesehen. Die Zuflucht schien immernoch da zu stehen, wo er sie in Erinnerung hatte, deshalb schickte er sein Antwortsschreiben dorthin, nachdem er es aufsetzte.

[quote]"Ahoi Mädchen,

ich weiß, dass er Brief von der Paladina kam. Doch da die Zuflucht mit drinhängt, denke ich, ist meine Antwort auch bei euch gut aufgehoben.
Zuerst freut es mich natürlich, dass ihr mich bei derlei Dingen mit einbinden wollt. Soweit ich informiert wurde, war Tabitha Shae bei einem der Treffen in meinem Namen anwesend?

Ich lasse mich noch informieren, wie jenes lief.

Ich muss jedoch ablehnen mich an jenen Plänen irgendwie zu beteiligen. Begründen, nun, das kann ich meine Entscheidung euch auch. Zum Einen war es, wie ja kein Geheimnis war, es meine Intention, etwas recht ähnliches mit meinem Vorhaben auf die Beine zu stellen. Da ihr euch der Aufgabe nun angenommen habt, überlasse ich es euch, damit fertig zu werden.
Zum Anderen finde ich es recht seltsam, dass die Untoten _zum wiederholten Male_ stets nur eure Zuflucht anzugreifen scheinen. Warum nicht das Lager der Hin oder gar meines? Beide Lager sind - im Gegensatz zu eurem - vollkommen ungeschützt und wären ein viel leichteres Ziel. Wenn ich euch einen Rat geben darf: Hört einfach auf, die Untoten zu ärgern, eh? Damit wäre schonmal viel gewonnen.
Jene Zeichnung, die mir zugesandt wurde, sieht zwar toll aus und ist sogar farbig gezeichnet, stellt für mich jedoch nur ein umso deutlicheres Testament des Scheiterns jenes Vorhabens dar. Ich entnehme dieser angestrebten Hierarchie und der Tatsache, dass ein Lager, welches von Frauen geführt wurde, mit dem Ziel, anderen Unterschlupf zu gewähren und ihnen eine Zuflucht zu geben, nun so aufrüstet und sich einer Untotenarmee entgegenstellen will, einen nicht nachvollziehbaren Wahnsinn, den ich so nicht unterstützen werde.
Es ist reiner Selbstüberschätzung und wohl auch ein wenig mangelndem Verstand geschuldet, wenn ihr glaubt, dass nicht weitere Menschen sterben werden, so ihr glaubt, es mit dem Gegner aufnehmen zu können. Von einem inneren Kampf um jene Führungsposten einmal ganz abgesehen, die nicht nur unnötig sondern auch kindisch sind. Warum eine Garde aufbauen aus Barden, Geisterfuchtlern und Bäckern? Derlei Aufgabe sollte Söldnern und Kämpfern zugetragen werden, die etwas von ihrem Handwerk verstehen. [strike]"Bäcker bleib bei deinen Brötche-"[/strike]
Als Arzt ist es mein Ansinnen, Leben zu erhalten, nicht, es leichtfertig zu opfern. Ein jeder sollte, meiner Meinung nach, bei dem Bleiben, zu was er gemacht ist. Und ein Gardist oder anderweitiges Mitglied einer eben solchen Organisation bin ich nicht und werde ich nie sein.

So ihr medizinische Hilfe oder Rat braucht, stehe ich nach wie vor gerne zur Verfügung. Doch wenn ihr einen Rat annehmen wollt.... überdenkt den Weg, den ihr eingeschlagen habt, Mädchen.

Hochachtungsvoll,
Dante Brady, Schiffsarzt"[/quote]
12.02.2015 21:52:59
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#88639)
Arthemie
Wer in jener Nacht in der Zuflucht noch wachte, konnte folgende Szene beobachten:


[i]Annemarie:[/i]*murmelt* Ich bin froh, dass sie dir gefällt.

[i]Liriope[/i]: Perfekt *haucht sie*
*lässt sich dann langsam, etwas wie in Trance auf einem Hocker nieder, die Harfe gleitet ihr, auf ihre Schulter gelehnt, langsam nach*

[i]Annemarie:[/i]*lacht leise*

[i]Liriope:[/i]*sie streicht sanft über das Instrument, berührt die Saiten*
*tastet es erst einmal etwas ungläubig ab*
*spielt dann auf einmal doch relativ hart, schließt die Augen und atmet schwer, wie die Finger flink über die Saiten tanzen*
*schlägt die Saiten fest an, tritt auch immer wieder Pedale und springt zwischen den Tonarten hin und her, die Melodie unruhig, aufgewühlt, wiegt sie sich mit dem Imstrument vor und zurück*
*atmet schwer, spielt wie gebannt, dann singt sie, die SPrache ebenfalls eher hart gesprochen, zunächst tief und dumpf*

Hallende Harfe, du Werk, mich zu binden /
in mir für Anne die Lüste zu finden /
winde mich mit dir in meinem Lied /
dass in meinem Körper ein Wunder geschieht

Leidenschaft spiele ich für Anne aus /
es packt mich, es reißt mich, ich lasse sie raus /
werde vergehen an ihrem Geschick /
ich kann ihn Spühren, Annes Blick

Amdir, Gefängnis für Körper und Geist /
bist mir so finster, dass es mir entgleist /
nun bin ich frei, ich fliege mit dir /
Klang dieser Harfe, erbebe in mir

Lliira, oh gib mir ein weiteres Wort /
reiße Gedanken, und Kleider mir fort /
dass nichts mehr bleibt als der süße Klang /
zwei nackte Körper und mein Gesang

Ich will vergehen, Mirhaven fliehn /
mit Anne wie einst von Dannen zieh'n /
die Harfe eine uns in meinem Spiel /
wir sollten frei sein, das sei mein Ziel

Bis nichts mehr bleibt, nur Stimme, nur sein /
nur uns're Körper, bebend und rein /
wie sie erbebt, der Harfen Holz /
waren wir einst noch so frei und stolz

*im Zwischenspiel atmet sie schwer, die Lippen beben leicht, die Wangen gerötet, doch die Augen hält sie geschlossen*

Wir waren einst froh und auch frei /
liebten einander, schlicht nur wir zwei /
die Zeit verdrehte unseren Sinn /
Gefangen und Düster war der Beginn

des nächsten Weges, der sich offenbart /
Die Feinde sind finster, die Kämpfe so hart /
der Hass ist schwert, die Feindschaft bringt Not /
ich fühl mich gefangen, leer, ja gar tot

[i]Annemarie:[/i]*geht leise und langsam um Liri und die Harfe herum*
*legt die Arme dann von hinten um Liris Bauch und schmiegt sich leicht an, den Kopf an Liris Schulter gelegt...ganz sanft, ganz friedlich und mit einem ruhigen Atem, den Liri so an ihrem Ohr hören kann*

[i]Liriope:[/i]
Kann nur nicht weichen, vor Mauern und Glut /
bedrängt meine Liebsten und schürt meine Wut /
Düsterer Schatten der Stadt liegt auf mir /
ich kanns nicht mehr tragen, wär längst nicht mehr hier

würde nicht halten, der liebsten Wort /
mich hier gebunden, ich wäre längst fort /
Amdir, verfluchtes Elend-Eiland /
dein Herz ist so tot, wie Stein, Fels und Sand

Einst hieltest du Anne und mich /
Amdir, versetze mir weite den Stich /
mit in mein Herz, das bitterlich weint /
wann wirst du wieder mit dem Lichte vereint

Dein Sand hielt einst die liebe so hoch /
Annes' und meine, ich spühre sie noch /
Jede Berührung doch nun ist es fern /
Von der Adlerküste, ein Leuchten, ein Stern

Einst waren jene Nächte geschenkt /
heute bin ich's die trauernd gedenkt /
Wie groß die Liebe, und Lust uns einst schien /
kaum etwas bleibt, ich will von hier flieh'n

Nie werde ich alleine fort gehn /
wir werden weiter beisammen steh'n /
meine geliebten Gefährten mit mir /
Wir sind die Zuflucht *sie stockt, wird leise, flüstert dann*
und wir bleiben hier

[i]Annemarie:[/i]*drückt sie fester*
[i]Liriope:[/i]*sie öffnet die Augen, die Lippen noch geöffnet, lässt sie die Harfe von sich gleiten, noch so in Gedanken, dass es einen dumpfen Schlag tut, als diese sich wieder senkrecht stellt*
[i]Annemarie:[/i]*murmelt leise* Liri... *zwei Tränen mehr landen auf ihrer Schulter*bIch liebe dich!
[i]Liriope[/i]*hebt die Hand, legt sie auf Annes und blickt weiter leer vor sich*
ich dich auch, Anne *flüstert sie*


((Liedtext so im fließenden RP entstanden ^^))
13.02.2015 16:17:11
Aw: Die Zuflucht am Wegesrand [Liris Lager] (#88671)
Isilyen
Noch davor brachte Nora einige Ringe in die Zuflucht. Sie übergab sie Anne zunächst, die ihr einen Talisman dafür gab. Es waren einige Ringe, für die sie etliche Stunden gebraucht hatte.

Sie alle waren der Zuflucht angepasst, auf dass man sehe wo sie herkamen. Sie alle trugen Noras Siegel. Aber sie waren für Wanderer bestimmt, die auf ihren gefährlichen Wegen am Lager der Zuflucht vorbeikommen würden.
Es waren goldene und silberne Ringe. Sie sollten den Bedürftigen helfen, denn sie hatten alle ihre Wirkungen. Manche von ihnen gewährten Schutz, manche gaben Kraft. Ein paar von ihnen leuchteten ein bläuliches Licht in der Dunkelheit.

Auch Liri war ganz gebannt von ihnen, bis sie ihr Geschenk von Anne bekam. Nora lies die beiden später selbstverständlich allein...