06.09.2014 13:46:17 | [Abgeschlossen] Der Weg einer Knappin (#80084) |
Vrishnagk | [b][i]Mit jenem Schreiben sollte Liliférs zukünftiges Dasein als Knappin seinen Ausgangspunkt nehmen: [/i][/b] [i][quote]Ehrenwerter Sir Celaldor, mein Name ist Lilifer Celebniriath, Paladina des Corellon Larethian, Reckin des Lichts der Winterwächter, wir trafen uns bei der Mission an der Grenze des Sumpfes und führten mit eurer Hilfe und gemeinsam mit meinen Gefährten den Angriff auf das Lager der Magier, welche die Untoten dort kontrollierten. Zuerst möchte ich euch noch einmal danken für eure Hilfe, vor allem aber für euren Mut, eure Entschlossenheit und eure Opferbereitschaft und die eurer stolzen Männer, ohne welche wir niemals den Angriff geführt hätten, wodurch ein großer Sieg für die Winterwächter und ganz Amdir nicht erreicht worden wäre. Ich war bei unserem Zusammentreffen nahe des Sumpfes so beeindruckt von eurer Entschlossenheit, eurer Ruhe und eurem Heldenmut, dass ich mir keinen geeigneteren Lehrmeister, was die Tugenden eines Ritters angeht, vorstellen könnte. Da ihr neben mir und meiner Schwester Thalia der einzige Elf seid, welchen ich bisher bei den Winterwächtern kennengelernt habe und ihr zudem auf einem Pfad wandelt, den ich für den des wahren Guten und Ritterlichen halte, wollte ich euch hiermit in aller Höflichkeit darum bitten mir die unendliche Ehre zu Teil werden zu lassen, mich bescheidene Paladina aus Silbrigmond als eure Knappin anzunehmen und auszubilden sowie in den Wegen eines Ritters zu unterweisen. Ich bin bereit alle Pflichten, Opfer und Bürden, welche dies von mir erfordert, auf mich zu nehmen, um in dieser Form weiterhin dem Guten und Gerechten, sowie meinem Herren Corellon und dem Orden der Winterwächter zu dienen. Egal welche Aufgaben ihr an mich stellen mögt, ehrenwerter Sir Celaldor, ich werde mein Bestes geben sie zu Eurer Zufriedenheit zu bewältigen. Ich hoffe ich kann mich Euch alsbald als würdige Knappin erweisen. Mögen die Seldarine bis zu unserem nächsten Zusammentreffen ihre schützenden Hände über euch halten und euch und eure tapferen Streiter des Lichts zurück nach Burg Winterrache geleiten! Hochachtungsvoll und in froher Erwartung Eurer Antwort, Lilifer Celebniriath[/quote][/i] [b][i]Nur kurze Zeit später...[/i][/b] In der Burg wurde zur Feier des grossen Sieges im Sumpf ein grosses Faß Bier angestochen. Die Winterwächter sangen, wobei die Älteren den Jüngeren erst die Lieder beibringen mussten: Gesänge von Heimat, von Liebschaften und von den Schlachten der Ritter. Rugar der Haushofmeister und Torstor der Wirt hatten die Arme über ihre Schultern gelegt und sangen mit hochroten Köpfen (die aus der Kälte, dem Gesang und natürlich in geringerem Teil dem Bier herrührten). Bei einem Heldenlied der alten Zeiten schmetterten sie aus so voller Brust, dass selbst der Burgherr schmunzelnd aus seinem Fenster im Bergfried blickte. Lilifer wurde gerade von Wenda und einem anderen Winterwächter namens Weilas aufgehalten, sie wollten ihr einen Krug in die Hand drücken und auf ihr Wohl trinken. Kichernd blickten die beiden die Paladina an, doch bevor diese antworten konnte verstummten sie beide und richteten sich auf. Als Lilifer sich umdrehte, stand Sir Celaldor direkt hinter ihr. Das Gesicht des Elfen war bleich und unbewegt von dem Fest. "Alae, Lilifer. Ich habe mit großer Freude Eure Zeilen gelesen. Eure Hilfe in den Sümpfen war unschätzbar und hat uns einen großen Sieg beschert - auch wenn ein einziger nicht ausreichen wird um den Krieg zu gewinnen. Dennoch ist es angebracht, dies zu feiern." Er blickte sie prüfend aus hellgrauen Augen an. "Ich benötige die Dienste einer Knappin. Ihr könnt Euch fortan als solche betrachten. Ich dulde keine Rebellion und kein Aufstöhnen für die Arbeiten, die ich Euch gebe. Ihr mögt einstweilig noch mit den anderen feiern, wie es Euch beliebt. Hiernach werdet Ihr meine Stuben reinigen. Bei Versammlungen brauche ich Euch als Mundschenk, und ihr werdet auf mein Geheiss hin alles aufschreiben, was ich Euch sage. Wenn heute zur Nachtstunde meine Stube sauber ist, sehe ich das als eine Einwilligung Eurerseits." So sprach Sir Celaldor, und ging ohne ein weiteres Wort an den Fröhlichen vorbei. Wenda und Weilas liessen erschöpft die Luft ab, die sie bis dahin angehalten hatten. Lilifér schaute Sir Celaldor zuerst kurz sprach- und fassungslos eine Weile hinterher. Sie konnte es nicht glauben, er hatte sie angenommen als seine Knappin. Auch sie atmete erst einmal tief aus und verließ ihre ehrerbietende Haltung, welche sie sofort gegenüber Sir Celaldor nach ihrer Verneigung zu seiner Begrüßung eingenommen hatte und ließ einen kleinen Jubelausruf aus sich fahren und hüpfte vor Freude in die Luft. Danach blickte sie freudestrahlend in die ungläubigen, verdutzten Gesichter von Wenda und Weilas. "Habt ihr das gehört? Ist das nicht wunderbar?", dabei immer noch bis in die Fußspitzen gespannt und aufgeregt, sie erwartungsvoll anschauend. Etwas irritiert zuckten die beiden mit den Schultern, sich kurz fragend zublickend. "Du willst wirklich die Knappin Sir Celaldors werden, Lilifér?", fragte Wenda vorsichtig nach. "Natürlich! Er ist ein ehrenhafter, aufopferungsvoller Ritter, ein Idealbild dieser Profession.", nickte sie dann anerkennend. "Ich könnte mir keinen geeigneteren Lehrmeister vorstellen." "Paladine! Pff!" , murmelte Welias nur leise vor sich hin und schüttelte den Kopf, danach einen Schluck aus seinem Bierhumpen nehmend. "Könntet ihr mir denn sagen, wo ich seine Kammer finden kann, um sie sogleich zu reinigen?", fragte Lilifer die beiden aufgeregt. "Wie? Jetzt sofort? ", worauf Lilifer nur kräftig nickte. Ungläubig schauen sich die beiden an. "Aber die Feier?" "Ach! Feiern können wir immer noch genug, wenn wir die Untoten besiegt haben. Jetzt ist es an der Zeit zu arbeiten!", sagte Lilifer in einem entschlossenen Ton, auf die Antwort wartend. "Na also...schön.", schaute Wenda immer noch verblüfft zu ihr und beschrieb ihr danach verwundert den Weg zu Sir Celaldors Kammern. Bevor Lilifer sich direkt auf den Weg zu seinem Zimmer machte, holte sie noch Putzsachen aus der Abstellkammer und einen Eimer frisches Wasser aus dem Brunnen, sowie einen sauberen Tonkrug und einen Becher. Als sie an die Tür von Sir Celaldors Kammer gelangt, klopft sie vorsichtig und wartet ab, ob der Ritter auch in seinem Zimmer ist, ansonsten würde sie nach bestem Wissen und Gewissen damit beginnen seine Kammer, wie gefordert, zu säubern und würde den Krug mit frischem Wasser sowie den Tonbecher auf seinen Tisch stellen. |
14.09.2014 16:29:19 | Aw: Der Weg einer Knappin (#80322) |
Mash | Die Kammer des Ritters war leer und von einer einhüllenden Stille gefüllt. Ein dicker roter Teppich mit gelben Sternen darauf schluckte das Geräusch jedes Schrittes. Darauf stand an der Wand ein kleines, einfaches Bett, über dem einige Bilderrahmen aufgehängt waren. Dann gab es noch eine massive Kommode aus schwarzem Holz und mit darauf gemalten Rosen, sowie einen großen Bücherschrank. Vor einem kleinen Tisch mit Pergament und Feder stand ein einziger Stuhl, und das Licht fiel aus gleich zwei Fenstern herein, die mit leicht bläulich gefärbtem Glas verkleidet waren. Lilifer wunderte sich, denn alles schien in penibler Ordnung gehalten zu sein: Von den gestapelten Breifen auf dem Schreibtisch bis zu den Büchern, der Sammlung alter Elfenweine und dem gemachten Bett schien es nichts für Lilifer zu tun zu geben. War etwa schon jemand vor ihr hier gewesen? |
14.09.2014 18:29:21 | Aw: Der Weg einer Knappin (#80344) |
Vrishnagk | Sie schaute sich nach einer kurzen interessierten Musterung der Kammer, sorgsam nach irgendeiner Form von Dreck oder Unordnung um und sei es noch die kleinste Kleinigkeit. Sie ließ sich dabei erneut Sir Celaldors Worte durch den Kopf gehen, um ihr weiteres Vorgehen zu planen: "Ich dulde keine Rebellion und kein Aufstöhnen für die Arbeiten, die ich Euch gebe. Hiernach werdet Ihr meine Stuben reinigen. Bei Versammlungen brauche ich Euch als Mundschenk, und ihr werdet auf mein Geheiss hin alles aufschreiben, was ich Euch sage. Wenn heute zur Nachtstunde meine Stube sauber ist, sehe ich das als eine Einwilligung Eurerseits." Sie würde putzen, egal wie sauber es auch sein möge, 'kein Aufstöhnen für die Arbeiten', dachte sie dann dabei. Sie würde aber die Ordnung genau so belassen wie sie vorher war und nach dem sie fertig war, vor seiner Stube auf seine Rückkehr warten und wenn es die ganze Nacht dauern würde. |
15.09.2014 09:24:13 | Aw: Der Weg einer Knappin (#80352) |
Mash | Auch wenn Lilifer im Großen keinen Schmutz entdecken konnte, musste das ja nicht heissen dass man nichts finden konnte... ((Suchen SG 20)) |
15.09.2014 10:13:50 | Aw: Der Weg einer Knappin (#80356) |
Vrishnagk | Mit ihren scharfen Elfensinnen machte sich Lilifér daran irgendwelche Auffälligkeiten auszumachen. ((15+10=25 Suchen, Vrok ist mein Zeuge ;) )) |
12.10.2014 19:35:06 | Aw: Der Weg einer Knappin (#81733) |
Mash | Nachdem sich Lilifer mit Bett, Kommode und den Fugen der Steine abgemüht hatte, obwohl es doch scheinbar nicht das Geringste zu tun gab, musste sie schlussendlich den Schrank verrücken um eine einsame Spinne zu verjagen, die sich dort hinten sicher wähnte. Die heldenhafte Tat vollbracht, liess sie ihren Blick prüfend über die freigelegte Wand wandern - und sah einen Stein. Ein Stein, der nicht zu den anderen passte, der die wohldefineirte Ordnung der Wand störte, geradezu beleidigend herausragte - ein loser Stein. Als sie ihn berührte, fühlte sie, dass sie ihn herausziehen konnte. Die kleine Kammer dahinter verbarg einen eisernen Schlüssel, dessen Kopf ein Lilienmuster zierte. Noch war Zeit, bis Celaldor zurückkam. Lilifer musste entscheiden, was sie mit ihrer Entdeckung anstellte... oder ob sie sie verbarg. |
12.10.2014 21:19:16 | Aw: Der Weg einer Knappin (#81738) |
Vrishnagk | Sie überlegte kurz, was sie mit dem Schlüssel machen sollte, denn ihre Neugier war groß, sie blickte sich um und suchte nach einem passenden Schlüsselloch im Zimmer des Ritters, doch nur kurz, bevor sie sich selbst ermahnte: [i]Was tust du da? Hör gefälligst auf damit![/i] Sie schüttelt den Kopf und dachte dann nach, haderte jedoch nicht lange, setzte den Stein zurück, so dass er so unauffällig wie möglich war, behielt aber den Schlüssel offen in der Hand und würde damit auf Sir Celaldor warten, so wie sie es vorgehabt hatte. Es musste ja nicht sein Schlüssel sein, dachte sie bei sich oder vielleicht war es auch einfach nur ein Test. Zuvor warf sie noch einen letzten Blick durchs Zimmer, um zu sehen, ob die Ordnung nicht gestört worden war. |
13.07.2015 16:04:22 | Aw: Der Weg einer Knappin (#94174) |
Vrishnagk | Viele Monde waren ins Land gezogen, seit dem Sir Celaldor sowie die anderen Ritter und Winterwächter die Burg Richtung Hohenbrunn verlassen und ihre Irrfahrt auf die Schattenebene angetreten hatten. Auch in jener Zeit hatte Lilifer, in der festen Hoffnung auf Sir Celaldors Rückkehr, immer wenn sie in der Burg war, die Kammer des Ritters nach bestem Wissen und Gewissen gesäubert. Und so würde Sir Celaldor bei seiner lange ersehnten Rückkehr auf die Burg sein Zimmer in unverändertem, sauberen Zustand vorfinden, mit einer einzigen Einschränkung: Der eiserne Schlüssel, dessen Kopf ein Lilienmuster zeigt, wäre nicht mehr versteckt, sondern würde offen sichtbar auf Sir Celaldors Schreibtisch liegen, unangetastet und unbenutzt... |
18.08.2015 11:49:44 | Auf der Suche nach der eigenen Geschichte... (#95913) |
Vrishnagk | Immer noch verloren in Gedanken an ihr Gespräch mit Sir Desmond Pakusch und mit eisigem Körper, zitternd nach ihrer stundenlangen, aber reinigenden Meditation im Schneegestöber, ging Lilifer zurück zu ihrem Zimmer. So unendliche viele Gedanken schwirrten durch ihren Kopf, doch schien nun alles etwas klarer zu sein als zuvor: Pakuschs Tochter, die Person oder das Wesen, welches Thrunar verraten hatte, die Generäle des Schwarzen Drachen, ihre Reise zu Ornocuir, aber vor allem das, was Sir Pakusch zu ihr sagte, dass sie erst dann bereit sein würde für ihre Prüfung zur Ritterin, wenn sie sich mit einer für sie dringenden Frage abschließend befasst hatte: [i]War sie wirklich die letzte Elfe aus dem Hause Celebniriath?[/i] Es war der Grund, warum sie überhaupt auf diese Insel gekommen war, warum sie letztlich nach Winterrache kam und auch wenn sie die Suche nach vielen Komplikationen und keinerlei Hinweisen fast aufgegeben hatte, so hatte sie den Gedanken an ihre Verwandten hier niemals völlig vergessen und er beschwerte ihr Herz. In dem Moment in dem Sir Pakusch darüber gesprochen hatte, war ihr klar geworden, dass er Recht hatte: Ohne die Gewissheit über die Geschichte und den Verbleib ihrer Familie konnte sie niemals unbeschwert nach vorne schauen und die große Verantwortung eines Ritters tragen. Sie musste absolute Klarheit über sich selbst und innere Gelassenheit haben, ehe sie diesen Schritt gehen könnte. Als sie an ihre Tür gelangte und gerade die Klinke in die Hand nahm, stockt sie, blieb stehen, den Türknauf haltend, denn es kam noch ein weiterer Gedanke in ihr Bewusstsein: Sir Pakusch hatte in ihrem Gespräch mehrfach darauf verwiesen, dass Sir Celaldor ihn ausdrücklich darum gebeten hatte, Lilifer zur Ritterin ausbilden zu können und dass es auch er gewesen war, welcher Lilifer auf diese Queste schicken wollte und dass sie ihm zu Dank verpflichtet sei. Sie hatte es nie hinterfragt in den Jahren ihrer Ausbildung durch den elfischen Ritter... [i]Warum hatte er gerade sie erwählt?[/i] Natürlich war sie eine Elfe, wie er und eine Dienerin Corellons, ebenso wie er, doch hatte Sir Celaldor sie genau einmal gesehen, ehe er eingewilligt hatte sie auszubilden, zumal sie gerade einmal wenige Monde auf Amdir und noch kürzer Mitglied der Winterwächter gewesen war. Sie war von einer göttlichen Fügung ausgegangen und hatte in ihrem Glück darüber keinen weiteren Gedanken daran verschwendet... [i]Gab es vielleicht einen anderen Grund für sein ungewohnt schnelles Einwilligen? Wusste er etwas über sie, das sie nicht wusste? Kannte er vielleicht sogar Jemanden aus ihrer Familie? Er war ein so geduldiger, überlegter Ritter, wieso schien er sich gerade bei ihr so sicher zu sein?[/i] Angestrengt blickte Lilifer auf die schwere Holztüre zu ihrem Zimmer und ließ plötzlich die Klinke los, machte entschieden auf dem Absatz kehrt und schlug einen direkten Weg zum Zimmer ihres Ritters Sir Celaldor ein. Auch wenn es allein ihre Queste war Aufschluss über ihre Familie zu erlangen, so konnte es doch nicht schaden mit ihrem Ritter über seine Geschichte sprechen zu wollen, so er dies zuließ und jede Form der üblichen Nachforschungsarbeit dazu war bisher gescheitert. Außerdem wusste sie bis heute nicht einmal, aus welchen elfischen Hause eigentlich Sir Celaldor selbst entsprang und woher er ursprünglich kam. Sie war sich nun fast sicher, dass ihre Reise zur Klärung ihrer eigenen Familiengeschichte hier beginnen würde... |
07.09.2015 14:25:33 | Aw: Der Weg einer Knappin (#96780) |
-Depp- | Langsam verstrichen die Tage auf Winterrache, umgeben von den Buechern und alten Aufzeichnungen, die die Bibliothek dort so her gab. Es war schwer gewesen die Stadt zu dieser Zeit zu verlassen, Sorge schwirrte im Kopf des Burschen, und dennoch wusste er, dass es ein Gutes gewesen war. Nicht nur, weil es fuer sie Beide gut war, ein paar Tage fernab von all den Sorgen und Noeten, die ihnen taeglich vor die Fuesse geworfen wurden, zu verbringen. Er hatte die Zuege seiner kleinen Seler gesehen und nach deren Anblick haette es nichtmal mehr ihre Worte gebraucht - es war schon voellig klar gewesen, dass er ihr helfen wuerde. Die Letzte ihres Hauses. Er sah wie es auf ihr lastete, die stetige Ungewissheit. Kurzzeitig liess sie sich vielleicht aufmuntern und ihre Gedanken von der stetig praesenten Frage, die nun auch noch mit ihrer Zukunft verbunden war, ablenken. Aber sie kamen immer wieder zurueck, und man musste kein Hellseher sein um zu erkennen wie tief der Wunsch nach Antworten sass. Es hatte eh schon viel zu lang gedauert. Nachdenklich schloss er das in altes Leder gebundene Buch und schob es in das Regal zurueck. Spaerlich nur waren seine Notizen bisher ausgefallen. Seiner Gefaehrtin, die mit ihm gemeinsam durch die Buecher wuehlte, war bisher kein groesseres Glueck vergoennt gewesen. Er wusste, welche Muehen sich andere Freunde seiner Seler bereits in Elboria gemacht hatten. Familienstammbaum um Familienstammbaum mussten sie durchgegangen sein, Personenbeschreibungen, er wollte es garnicht alles wissen. Aber man kannte es ja, wann war schon etwas so klar aufgezeichnet? Es wuerde nichts bringen, nach Namen zu forschen, und so hatte er den Gedanken schon aufgegeben, bevor sie die Steinmauern seiner neuen Heimat ueberhaupt verlassen hatten. Aber die Kurze war eine prominente Persoenlichkeit auf der Insel. Ihr Name war zu Zeiten wie diesen festgehalten. Und selbst wo ihr Name nicht erwaehnt war, sondern nur Beschreibungen vorlagen, so waren ihre Taten doch praesent. Und so waeren sicher auch die Taten jenes Ritters, der vor Ewigkeiten das selbe Blut wie sie getragen hatte, zu damaligen Zeiten praesent gewesen. Oder die Taten seiner Nachfahren. Zumindest so die Theorie. Es war nur eine Theorie. Aber wonach haette man sonst schon gross Anders suchen sollen, was nicht schon versucht worden war. Und so sassen die Beiden nun dort, in der Bibliothek Winterraches, umgeben von den Buechern und auf der Suche nach Mythen, Geschichten und Aufzeichnungen prominenter Persoenlichkeiten der Vergangenheit, die sich durch Werte, Kampfgeist, besondere Leistungen und Taten ausgezeichnet hatten - und versuchten ueber jene Wenigen, die sie finden mochten, die Verbindung zu Lilifer zu ziehen. |
07.09.2015 15:40:25 | Aw: Der Weg einer Knappin (#96792) |
Vrishnagk | Bis in die späten Abendstunden saß Lilifér auf den weichen Kissen in den Farben ihres Ordens auf dem warmen Bärenfell vor dem prasselnden Kamin und blickte nachdenklich in das wärmende Feuer. Die unbeschreiblich schönen Worte der Drachin hallten noch in ihrem Kopf nach. Es galt Tomrik, den Gnomenerfinder, zu finden, jenen Totgeglaubten, der wusste, wie man den Schwarzen Drachen wieder einschläfern konnte, denn diesen zu töten, so sagte es Ornocuir, war ihnen unmöglich. Sie würde schon bald den Kontakt zu Hohenbrunn suchen, vor allem zu Layla, an deren Seite sie in Hohenbrunn gekämpft hatte. Wenn sie nur damals gewusst hätte, wem die wahre Aufmerksamkeit des Schwarzen gegolten hatte, nicht der Stadt, sondern der wohl einzigen Person, die wusste, wie man den Schwarzen Drachen wieder ins Reich der Träume verbannen konnte... Doch die Reise zur Silbernen hatte Lilifér dafür auch in ihrem Wunsch, eine Ritterin Ornocuirs, wie Sir Desmond und Sir Celaldor, zu werden, bestätigt. Sie hatte ihr gesagt, dass sie sich auf dem richtigen Pfad befinden würde, auch wenn sie nicht in die Zukunft sehen könne, ob Lilifér ihre Prüfungen meistern würde. Nun galt es sich also ihrer Familiengeschichte zu widmen und herauszufinden, ob sie tatsächlich die letzte Nachkommin Maeve Celebníriaths war oder ob sie doch noch Spuren des Elfenritters Corellons Arátoel Celebníriath und seinem Teil der alten elfischen Familie auf Amdir finden können würde, um endlich Gewisstheit zu erlangen und so ihrem innigsten Wunsch, der Ritterschaft auf Burg Winterrache mit dem Segen Ornocuirs, einen Schritt näher zu kommen. |
07.09.2015 20:51:02 | Aw: Der Weg einer Knappin (#96817) |
Vrishnagk | Das Gespräch mit Sir Celaldor hatte ihr weniger Klärung verschafft, als sie gehofft hatte, denn auch ihr Ritter wusste leider doch nicht mehr über ihre Ahnen als sie, aber eine sehr wichtige Lektion hatte er sie gelehrt: Tiefer und immer weiter zu graben, bis an den Boden und dann auch weiter durch diesen hindurch. Um dies zu tun, hatte er ihr den Schlüssel zurückgegeben, welchen sie einst in seiner Kammer gefunden hatte. Es war der Schlüssel zur Krypta der verstorbenen Ritter Ornocuirs. Eine große Ehre, doch war sie mit einer Aufgabe verbunden dorthinab zu steigen und etwas zu finden, was sie bestimmt war zu finden. Was genau wusste sie nicht, doch schien es mit ihrer Queste, der Suche nach den Ahnen ihrer Familie, zusammenzuhängen. Und so würde Lilifér eines Morgens, nach dem Gebet zu ihrem Herren Corellon, etwas nervös, den Schlüssel in der Hand, hinab zur Krypta gehen, um zu sehen, was sie dort erwarten würde... |
21.09.2015 22:10:57 | Aw: Der Weg einer Knappin (#97847) |
Vrishnagk | Was sie in der Krypta der Winterwächter, in den Reihen der gefallenen Helden Amdirs gesehen und gespürt hatte, war kaum in Worte zu fassen... Völlig im Gedankentaumel schritt sie langsam die Stufen zu ihrem Zimmer empor, noch immer verzaubert voller Zuversicht und Spiritualität, ob des Nachhalls der gefallenen Ritter und ihrer wundervollen Tugenden und erstarrt voller Furcht zugleich, ob der furchtbaren Vision, die sie erhalten hatte, wusste sie, dass es nur einen einzigen Weg gab: Sie musste all ihre verbleibenden Makel ausmerzen, um ein Ebenbild jener Tugenden zu werden, welche sie gesehen, welche sie erfahren hatte, doch musste sie sich dafür in Geduld üben, ihren kämpferischen Übermut und ihre zu bereitwillige Aufopferungsbereitschaft von sich streifen und nur noch bereit sein... zu sterben. Alles, was ihr dazu fehlte, lag nur in ihrer Vergangenheit, in ihrer Herkunft, ihrer Familiengeschichte... Doch sie war sich sicher, dass sich ein göttliches Zeichen ergeben würde. Amdir und all seine Bewohner würden sie und ihren Orden bei voller Stärke brauchen, wenn ihre schreckliche Vision tatsächlich Wirklichkeit werden sollte... |
01.02.2016 17:38:20 | Aw: Der Weg einer Knappin (#104316) |
Vrishnagk | Monate waren seit den Ereignissen in der Krypta der Winterwächter vergangen und Lilifer hatte neben der Erfüllung ihrer Pflichten auf der Burg und für die Winterwächter vieles unternommen, war auf ganz Amdir umhergereist auf ihrer Suche, um Aufschluss über ihre Vergangenheit und ihre Ahnen zu erlangen, doch hatte sie keine Spuren gefunden und kein göttliches Zeichen erhalten, dass sie weitergebracht hätte, allerdings nie die Hoffnung aufgegeben eine Antwort zu erhalten. Doch die Impressionen ihrer dunklen Visionen waren ebenso geblieben und hatten ihren Tatendrang zur Beendigung der Bedrohung Des Schwarzen Drachen aus dem Sumpf nur weiter bestärkt, weshalb sie auch erleichtert war als die Gruppe um Bories, Jocasta, Thalia und Tiavin zur Ausspähung des Aufenthaltsortes Tomriks erschien, um hier vorwärts zu kommen. Auch wenn die Mission ein erfolg gewesen war, hatten die Erlebnisse während des magischen Rituals bei Lilifer deutliche Spuren hinterlassen... Seit jener Ausspähung waren nun einige Wochen ins Land gezogen, in denen sich die Marschallin mehr und mehr zurückgezogen hatte. Nur sehr selten sah man sie außerhalb ihrer Kammer, selbst viele ihrer Pflichten, die sie sonst mit voller Begeisterung erledigte, delegierte sie an andere Wächter und es schien fast so als habe sie die Suche nach ihren Ahnen komplett aufgegeben. Während ihrer Auftritte vor den anderen Wächtern zur Messe oder zum Essen wirkte sie distanziert, unnahbar und irgendwie abgelenkt. Sie war blasser als sonst, gedankenverloren, wirkte erschöpft und aß und trank kaum etwas. Viele blickten besorgt zu der jungen Elfe, doch keiner konnte ihr mehr als das mindeste an Wörtern entlocken. Sie sprach lediglich von den Strapazen des Rituals und dass es ihr schon bald wieder besser gehen würde. Manche Wächter tuschelten jedoch darüber, dass die Marschallin mitten in der Nacht mit nachdenklichem Blick ihre Kammer verließ und wahllos durch die Gänge der Burg streifte, zum Teil auch die Krypta der Winterwächter besuchte, jedoch nur erschöpfter und fast schon verzweifelt zurück auf ihr Zimmer zurückging und es dann lange nicht mehr verließ. Sir Desmond Pakusch und ihr Ritter Sir Celaldor blickten ebenso mit großer Sorge auf die junge Elfe, doch auch ihnen schien ein Mittel zu fehlen, um Lilifer von den Auswirkungen des Rituals zu befreien. Eines Abends sah man Lilifer nach dem Abendessen ein längeres Gespräch abseits der großen Tafel mit den beiden Rittern führen, welche beide dazu eine besorgte Miene aufgesetzt hatten. Zumindest schien die Marschallin wieder recht viel zu sprechen, wenn auch mit gedämpfter Stimme, weshalb über den Inhalt des Gesprächs nichts an die anderen Wächter drang, doch konnten diese kurze Zeit später die Marschallin nur mit dem nötigsten ausgestattet, gemeinsam mit ihrem treuen Ross Isilme die Burg verlassen und die Berge hinab gen Süden reiten sehen. Doch wohin genau ihre Reise ging blieb vorerst im Dunklen... |
15.02.2016 21:53:34 | Das Ende des Weges einer Knappin (#104708) |
Vrishnagk | [i] Das Ritual war geglückt. Die Hin waren erfolgreich. Tomrik war endlich wieder frei. Der Schwarze Drache würde schon bald wieder tief ruhen... für eine sehr, sehr lange Zeit. Verbannt von den Sphären Amdirs. Die Gefahr aus dem toten Sumpf war also gebannt... Mit ihrer letzten Kraft hatte Lilifér versucht, die Schattenillusionen des Schwarzen, die durch die Portale gedrungen waren, zu bannen, ihre Freunde auf deren Lügen und die List des Drachen hinzuweisen, um den Erfolg des Rituals nicht zu Nichte zu machen. So lange schon war seine Stimme in ihrem Kopf gewesen... all die Lügen, all der Verrat und all die Dunkelheit, die er zu säen versucht hatte... sie hatten keine Früchte getragen. Doch nur schwer hatte sie noch gegen den sie umschlingenden Schatten des Schwarzen ankämpfen können, aber sie würde ihm niemals die Genugtuung geben, sie zweifeln, gar fallen zu lassen, um sie auf seine Seite in die völlige Dunkelheit zu ziehen. Als es ihnen mit vereinten Kräften gelang jene dunklen Wesen zurückzutreiben, spürte sie die große Erleichterung durch ihren geschundenen Körper fahren. SIe hatten es endlich geschafft. Doch just in diesem Augenblick durchbohrte sie die riesige, schwarze Schattenklaue des Schwarzen, welche von hinter ihr aus dem Portal schoss. Sie durchbohrte ihre schwer gepanzerte Brust, ihren prunkvollen Wappenrock der Winterwächter in einem einzigen Streich und reckte ihren gelähmten Körper in die Höhe. Sie hörte nur noch das letzte, verzweifelte Pochen ihres sterbenden Herzens, durchbohrt von Schatten. Sie erkannte klar und deutlich, dass sie ihr Leben verwirkt hatte, doch nicht umsonst, sondern bei der letzten Ausübung ihrer Pflichten, was sie mit einer gewissen Gelassenheit erfüllte und ihr den grauenvollen Schmerz nahm, der sie so lange geplagt hatte. Sie war bereit zu sterben und vor ihren Schöpfer Corellon zu treten. Doch nun durchströmte ein letzter Gedanke ihren Kopf in einem Moment, der eine ganze Ewigkeit anzuhalten schien: Er enthielt Bilder und Erinnerungen all jener, die ihr etwas bedeuteten in diesem Leben, Thalia, Bories, Tiavin, aber auch Ilro und Loraye, die sie nie vergessen hatte sowie „ihre“ Ritter Sir Desmond und Sir Celaldor und all die anderen Freunde und Verbündeten, deren Wege sie auf Amdir gekreuzt hatte sowie all das, was sie nun nicht mehr verwirklichen konnte, wie die Suche nach den Wurzeln ihrer Familie, ihre unvollendete Ritterschaft im Dienste Ornocuirs und auch eine Heimkehr in die Hohe Stadt Elboria. Sie blickte sterbend, wie in Zeitlupe, zu ihren entsetzten, blutbespritzten Freunden und brachte nur noch ein letztes, leise geseufztes "Flieht" hervor, ehe sie die Schattenklaue zurückriss durch das düstere Portal. Eine letzte, kleine, glänzende Träne des Abschieds ran im Flug über ihre kalte, bleiche Wange, ehe die junge Elfe müde und schwach ihren letzten Atemzug aushauchte, um schließlich eins zu werden mit ihrem Gott Corellon, der Seldarine und ihren Eltern und Vorfahren in Arvandor, ehe ihre großen, glasigen, smaragdgrünen Augen ein letztes Mal zufielen und es um sie herum dunkel wurde. Für immer.[/i] |
16.02.2016 15:09:21 | Aw: Das Ende des Weges einer Knappin (#104732) |
Kriegerin | [b]2016-02-16 Ehre Lilifer[/b] Es war der schwierigste Dienst, den Branka ihrer Gefährtin und nun toten Schwester Lilifer erweisen konnte. Und der ehrenvollste Zugleich. Grob war das Blut der Marschallin entfernt worden, als man sie in der Kapelle aufbahrte, doch jetzt machte sich Branka ganz vorsichtig daran die tödlichen Wunden, die die Winterwächterin in dem ehrenvollen Kampf gegen den Schwarzen Drachen erlitten hatte, zu reinigen und sie in ihre Rüstung und einen neuen unzerrissenen Wappenrock des Ordens der Winterwächter zu kleiden. Sie ließ sich Zeit, schloss dabei immer wieder die Augen, vollführte die Handgriffe langsam und bewußt und in vollkommender Stille und im Gebet. Erst als sie fertig war, sprach sie leise zu Lilifer. Worte, die nur für sie bestimmt waren. Worte, die Branka in ihrer Erinnerung bewahren würde. |
16.02.2016 16:11:20 | Aw: [Spielerquest] Der Weg einer Knappin (#104736) |
-Depp- | Tiefer fielen die Schatten unter den noch immer etwas geroeteten Augen des Halbelfen nach der langen Nacht, in der von Schlaf nicht zu sprechen war. Still hatte er die Waechter und Ritter beobachtet, wie sie die Kapelle betraten und verliessen, um von ihrer Schwester Abschied zu nehmen. Still hatte er nur in der letzten Reihe der kleinen Gotteshalle gesessen, seine Rechte den Ring um seinen Hals umschlossen haltend. Still hatte er einfach gewartet, bis Ruhe einkehrte und der Abend bereits daemmerte. Erst dann erhob er sich und trat langsam und mit humpelnden Schritten an den aufgebahrten Leichnam heran. Schweigend verweilte er dort, seine hellen Augen fuer eine Ewigkeit auf den leblosen Zuegen der Paladina liegend. Trauer und Schmerz lagen in dem sonst warmen, freundlichen Ausdruck des Blondschopfes, gepaart mit einer angespannten Wut - eine Wut, die von Beginn mit der Freundschaft zu der Elfe verbunden war und nun - mit ihrem Dahinscheiden - fuer ewig in das Band gebunden war. Er konnte es nicht verstehen, gleich wieviele Sandkoerner noch die Glaeser hinabrinnen wuerden. Er wuerde nun einfach damit leben muessen. Mit diesem Schatten, der ueber dem verweilte, was haette das Licht bringen sollen wie die Sonne in den Stunden der Morgendaemmerung. Schliesslich kam Bewegung in den Koerper des Halbelfen, wenn es auch deutlich an Energie und Kraft mangelte und eher an die Traegheit eines mueden Arbeiters erinnerte. Nur kurz verschwand seine Hand in der Hosentasche, bevor er sie mit der silbernen Muenze wieder hinaus zog. Fuer einen laengeren Moment umfassten seine Haende dann die Kalten der Dahingeschiedenen, bevor er sie weiter bewegte, die Muenze in ihre Rechte legte und ihre Finger das Kleinod, bezeichnet mit dem Wappen Corellons, umschliessen liess. Heiser und rauer als gewohnt erklang die leise Stimme des Spielmanns schliesslich, als er sich loeste und dem toten Leib der Schwester langsam den Ruecken zukehrte - die Verbitterung des Verbliebenen in jedem Wort leise mitschwingend. [i]"Mach's dir bloss nicht zu bequem, wenn ich dich das naechste Mal sehe, drehe ich dir den Hals um... verdammte irre Elfe.."[/i] |
16.02.2016 16:27:31 | Aw: [Spielerquest] Der Weg einer Knappin (#104740) |
Namiel | Thal'ia sass mitten in der Kapelle auf dem Boden, während andere Lilifer gedachten. Sie war in diesen Stunden nur noch der Schatten der ruhigen Elfenkriegerin, die kaum was erschüttern, sie schien gebrochen zu sein. Es dauerte lang bis sie sich wohl mit Hilfe Tiavins aufrichtete. Aus ihren geröteten Augen schaute auf den Leichnam der kleinen Schwester. Langsam schritt sie auf den Leichnam zu, sie schaut nicht zu sehr auf den geschundenen Körper, sondern blickte auf ihr Gesicht, langsam strich sie durch das weisse Haare der jungen Elfe, während eine Träne auf das Gesicht Lilifers fiel. Dann zog sie aus ihrem Gürtel ihr silberne Flöte und legt sie neben der Leiche. [i]Spiel für mich in Arvandor, liebste kleine Schwester[/i] sprach sie flüsternd und heiser zu ihr hin. Anschliessend verschwand die Elfe aus der Kapelle. Sie macht sich auf in den Raum Lilifers, mit zitternden Händen öffnete sie mit dem eisernen Schlüssel die Tur. Im Raum ging sie langsam umher und fasste jeden Gegenstand mit zitternden Fingern kurz an. Ruhe fand sie ihr hier und war auch in dem Moment nicht das war sie suchte. |
16.02.2016 16:55:15 | Aw: [Spielerquest] Der Weg einer Knappin (#104741) |
Vrishnagk | Zu ihrer Überraschung würde Thalia feststellen, dass der Schlüssel nicht in das Schloss der Zimmertüre passte, jedoch ließ sich die Türe zu ihrem Zimmer einfach öffnen, da dieses nicht abgeschlossen war... ((IG geht es weiter.)) |
16.02.2016 20:16:39 | Aw: [Spielerquest] Der Weg einer Knappin (#104753) |
Meria | Als Thal'ia alleine in Lilifers Zimmer wollte, ging Tiavin zurück in die Kapelle. Lange blickte sie auf den Leichnam Lilifers, betrachtete ihre feinen Züge, durchlebte in Gedanken die Begegnungen mit ihr. Sie konnte sich noch genau an ihre erste Begegnung erinnern, kurz vor dem Südtor in Mirhaven war sie ihr begegnet. Vom ersten Moment an hatte die Paladina sie fasziniert, sie war so strahlend gewesen, so leuchtend. Sicher manch einer hatte behauptet Lilifer wäre verblendet, doch für Tiavin war sie stets ein leuchtendes Vorbild gewesen, eine die ihren Weg verfolgte, die ihr Leben ihrer Aufgabe gewidmet hatte. Schnell hatte Tiavin begriffen, das Lilifers Weg nicht der ihre war, das sie nie so gradlinig sein konnte, doch hatte sie in ihrer Zeit auf der Burg, alles von ihr gelernt was sie konnte. Und es war völlig in Ordnung, dass beide so unterschiedlich waren, denn die Vielfalt machte das Leben doch nur interessant. Doch nun war die Welt ein ganzes Stück langweiliger, denn ein strahlender Stern war erloschen. |
28.06.2016 16:41:05 | [Spielerquest] Ein Schreiben an Sir Celaldor (#109517) |
Vrishnagk | Am späten Abend würde ein junger, menschlicher Bote die Burg Winterrache am Leibe zitternd erreichen, versehen mit einem persönlichen Schreiben an den ehrenwerten Sir Celaldor, den Ritter der Gerechtigkeit der Silbernen Drachin Ornocuir, mit Wachs ohne Siegel verschlossen. Der weise, erfahrene und recht schweigsame Diener Corellon Larethians würde dieses Schreiben mit gewohnt stoischer Miene entgegennehmen und sich mit einem sachten Nicken des Hauptes bedanken, ehe er das Wachs brach, um auf dem einfachen Pergament eine vertraute, sehr filigrane elfische Handschrift wiederzuerkennen, worauf sich tiefe Sorgenfalten und ein düsterer Blick in das Gesicht des Elfenritters legten, während er Wort für Wort das Schreiben las, ehe er sich gedankenverloren nach dem Lesen in seine Kammer zurückzog... [i][quote]Ehrenwerter Sir Celaldor, ich schreibe Euch, meinem ehemaligen Ritter, diese Zeilen in tiefster Trauer und Zerrissenheit, da ich an niemanden sonst zu denken vermag, welcher mir noch in dieser dunkelsten aller Zeiten aus den schwarzen Tiefen zu helfen vermag. Ich bin gefangen in unendlicher Dunkelheit, voll mit Trauer, Zorn und tiefster Scham über das, was ich unter dem finstersten Einfluss tat, doch alles was ich suche ist der Weg zurück ans Licht. Ich flehe Euch um Eure Hilfe an auf der Suche nach Corellons Vergebung. Ich habe nicht viel Zeit und man beobachtet mich ständig, doch will ich versuchen mich mit Euch in einem Zehntag ((RP-Datum)) an der Adlerküste beim Denkmal für die Gefallenen zu treffen. Ich werde dort auf Euch warten. Möge Corellon stets über Euch wachen! In tiefster Ergebenheit, Eure Knappin, Lilifér Celebníriath[/quote][/i] |
08.10.2016 06:15:25 | Das Ende des Weges einer Knappin (#112052) |
Vrishnagk | So wurde die ehemalige Marschallin Lilifér Celebníriath eine Woche nach ihrem Tod im Gottesurteil feierlich nach einer Andacht im Kreise der Winterwächter, ihrer Freunde und Bekannten und all jenen, welche von ihr Abschied zu gedenken dachten, in der Krypta der Winterwächter auf der Burg an der Seite der verstorbenen Ritter beigesetzt. Auch wenn die Fassungslosigkeit ob der Ereignisse, wie auch die Trauer um die gefallenen Brüder und die Marschallin noch immer sehr groß war, so tröstete die meisten der Anwesenden doch immerhin der Umstand, dass die Elfe in ihrem letzten Atemzug erlöst worden war, sodass sie nach Arvandor zu ihren verstorbenen Eltern, ihrer Familie und ihrem Gott heimkehren konnte und alle jene, welche ihr unter dem elfischen Volke so viel bedeutet hatten, irgendwann auch dort wiedersehen würde. So endete das letzte Kapitel der jungen Mondelfe und Paladina Corellon Larethians, die auf der Suche nach den Spuren ihrer Familie vor einigen Jahren auf Amdir gekommen war, dort, wo sie es zu Beginn ihres Aufenthaltes niemals vermutet hätte, aber zugleich auch dort, wo sie eine Heimat und eine Aufgabe für ihr Leben als Marschallin der Winterwächter und Knappin Sir Celaldors gefunden hatte: Burg Winterrache, wo sie auf ewig ruhen sollte. Ende. [spoiler]((Ich danke allen Mitspielern und SL für über zwei ereignisreiche und schöne Jahre mit diesem polarisierenden Charakter!))[/spoiler] |