13.02.2014 10:03:48 | In den Untergrund (#75166) |
Varulfen | Grau, mit einigen grünen oder braunen Stichen, je nachdem, wie sich die Oberfläche unter der Sonne wellte, raste die Wasserfläche auf ihn zu. Nunja, nicht direkt, denn eigentlich war er es, der auf das Wasser zuraste. Ohne einen Blick zurück, zu dem verdammten Wächter, dem Golem und Neetya, die verborgen hinter den Kisten lauerte, tauchte er ein in das kühle Nass. Sofort spürte er den Druck auf seinen Lungen, die der Meinung waren, nach diesem kurzen Sprint gefälligst mehr Luft zu brauchen, als er ihnen in diesem Moment geben konnte. So schnell er konnte, paddelte er sich unter Wasser vorwärts (seine Stiefel erfüllten dabei eine ganz besondere Aufgabe: sie bremsten ihn ab, so gut sie nur konnten), um weit weg zu sein, bevor jemand ihm möglicherweise auch noch folgen konnte. Man wusste nie, die verdammte Schicksalsschlampe (Erico unterdrückte den Drang, unter Wasser auf ihren Namen zu spucken) hatte schon so manches Spiel mit ihm gespielt. Erst ein ganzes Stück außerhalb wagte er es, erneut nach Luft zu schnappen, nachdem das Brennen in seiner Brust fast unerträglich geworden war. Er warf nicht einmal mehr einen Blick zurück zum Hafen...keine Zeit, er musste weiter! Sein Weg in und unter Wasser führte Erico ein gutes Stück um die Stadt herum. Doch auch, wenn er Fußmärsche und manche schweren Lasten (Stichwort: Golem) gewohnt war, spürte er, wie das Wasser die Kraft nur so aus ihm herausspühlen wollte. Trotz allem kämpfte er weiter gegen die Fluten. Gegen die Wellen und gegen die Kälte des Wassers. |
13.02.2014 15:52:17 | Aw: In den Untergrund (#75169) |
Varulfen | Vorbei an den Klippen, die den Hafenbereich säumten und einen guten Teil der Küste ausmachten, an der die Stadt lag kämpfte sich Erico weiter vorran. Riffe mit scharfkantigen Felsen verbargen sich unter dem Wasser und mehr als nur eine große Welle schafften es fasst, ihn endgültig unter das Wasser zu ziehen. Es schien fast eine Ewigkeit vergangen zu sein, als der Seegang leichter wurde, als er die kleine Bucht erreichte, die man vom Marktplatz aus erreichen konnte und die an manchen Tagen sogar als Badestrand genutzt wurde. Im Schutze einiger Büsche und Felsen würde er sich ausruhen können, dachte Erico, doch dann kam ihm ein weiterer Gedanke in den Sinn. Konnte sich schon herumgesprochen haben, was geschehen war? In der kurzen Zeit, sicherlich nicht...Andererseits war er vollkommen durchnässt und würde sicherlich Verdacht erregen. Wenn man ihn nicht festnehmen würde, wegen den Geschehnissen am Hafen, würde jemand ihm aus anderen Gründen auf die Pelle rücken und dann könnte es bereits zu spät sein. Er musste weiter, am besten um die Stadt herum. Doch immerhin wusste er von einem Ort, den er aufsuchen konnte und der nicht mehr zu weit entfernt war. Den größten Teil des Weges war er bereits so geschwommen. Ein wenig weiter noch... |
14.02.2014 09:36:33 | Aw: In den Untergrund (#75171) |
Varulfen | Mit letzter Kraft erreichte er die Bucht, hinter dem Garten der Akademie. Hätten Blicke die Fähigkeit zu töten, wäre das große Gebäude mitsamt seiner Türme sofort in Flammen aufgegangen. Aber Erico hatte zum Glück keine solche Fähigkeit (und hätte sie auch nicht gewollt - verdammte Scheißmagie!) und so geschah erstmal gar nichts. Vor dem Garten der Akademie lag eine steile Klippe, die man erst hätte erklimmen wollen, wenn man dort hinauf gewollt hätte. Jedem verdammten Gott zum Dank hatte er das aber auch gar nicht vor. Sein Weg führte ihn, langsam und stolpernd, auf die Höhle zu, die im Fels dort verborgen war. Gut versteckt, aber keinesfalls so unbewohnt, wie mancher vermutet hätte. Die erste Person, die Erico aufzuhalten versuchte, bekam einen silbernen Ring unter die Nase gehalten. Ein Zeichen war darauf zu sehen, wie man es in dieser Gesellschaft sicherlich erkennen würde, das Zeichen des Auges. "Brauch nen Unterschlupf für ne Zeit. Stellste Frag'n biste tot klar?", knurrte Erico. Der Blick aus tiefrot leuchtenden Augen der schemenhaften Gestalt hinter ihm schien das selbe zu sagen. |