27.02.2008 15:01:00 | Schwarze Sonne (#7248) |
Laefilar | [...]"Seit Tagen war er nun in diesem kleinen, stinkenden Zimmer und nichts hatte sich geändert. Das war kein Fieber, wie er dachte und egal, was er tat, es brannte weiterhin in seinen Adern in seinen Muskeln und Sehnen. Teilweise dachte er, er verliere seinen Verstand. Seine Fäuste waren blutig, weil sie jedes Mal wieder krachend an einem der Holzbalken landeten, damit er klar im Kopf blieb. Würde man ihn nun sehen, so zerwühlt das blutrote, dunkle Haar war, hätte man ihn mit Sicherheit weggesperrt und als wahnsinnig oder gar besessen hingestellt. Er saß in einer der Ecken, das Feuer im Kamin war lange schon ausgebrannt und glimmte lediglich noch rötlich. Mehr Wein. Sein Blick, aus eisblauen, kalten Augen, wanderte langsam durch den Raum mit dem zerstörten Mobiliar, sofern man es überhaupt nennen durfte. Morsche Stühle, versiffte Tische und ein Schrank der eher eine Beleidung war, geschweige denn die dreckige Pritsche, die man als Bett beschimpfte. All dies lag dort in Trümmern. Kleine Brandspuren waren zu sehen und nur schleierhaft erinnerte er sich an die Ausbrüche, wie im Wahn. Mehrmals klopfte der raubeinige Wirt an und alles, was er bekam war ein Sack Gold, damit man ihn in Ruhe ließe. Wackelig hiefte er sich hoch und stolperte zu dem einzigen Regal an der Wand, welches noch stand, um sich die Weinflasche zu holen. Eine von denen zumindest, die dort noch standen. Viele kräftige Schlucke später spürte er wieder dieses Brennen, welches ihn überraschend inmitten der Stadt der Spitzohren überkam und durchflutete. Übelkeit kroch in ihm hoch und er ließ sich an der Wand zu Boden sinken. Seine Augen geschlossen haltend flüsterte er leise, dunkle Worte vor sich her, um sich abzulenken. Feuer und Durst erwachten erneut. Wie lang mochte dies noch gehen? ..." |