24.05.2013 16:46:59 | [Mirhaven und Umgebung] Kämpfer von der Ascheinsel (#70179) |
Xiu | Die Schmiedin will kaum Ihren Augen glauben, ein Trupp von Valvecern, die meisten gerüstet und bewaffnet, machen einen Aufmarsch quer durch Mirhaven. Vorneweg marschiert Raul Monteros. Manche auf dem Marktplatz starren sie an, feindselig oder ungläubig während andere sich vor allem auf das intensive nichtstarren konzentrieren oder gleich zusehen Land zu gewinnen. [b]„Wo ist die Wache wenn sie gebraucht wird“[/b] schießt es Jun als erstes durch den Kopf. Rivan war wohl wieder mit anderem wichtigem beschäftigt und seine Büttel zum größten Teil – nennen wir es mal großzügig „aktiv desinteressiert“ angesichts der kampferprobten Truppe von der Ascheinsel. Schnell entschlossen legt die Shou Ihr Werkzeug beiseite, gürtet Ihre Klinge über die Schmiedeschürze und folgt dem Trupp mit entschlossenem Schritt. Nach wenigen Metern schließt sie zu Raul auf und stellte ihn, wie meist auch diesmal höflich und mit einem freundlichen Lächeln, zur Rede. Die Antworten die sie, weniger von Raul als von Rukia, erhält sind allesamt unbefriedigend und bringen nur einen kleinen Funken an Licht in Ihre ansonsten dunklen Absichten. Jun folgt, nicht nur da diese Gruppe besser beaufsichtigt sein sollte, sondern auch da Keara Marlin von Stahlberg die Nachhut bildet und es gilt ein Gespräch fort zu setzen. Am Stadttor dreht sie sich ein letztes Mal um, zögert. Zum Teil wegen Keara zum Teil aus Sorge um die Sicherheit der Reisenden auf dem Handelsweg folgt die Shou dem Trupp dann doch. [b]„Was hat Ihr Räuberhauptmann vor und werden Sie ihm alle folgen“.[/b] Im Gedanken mustert sie einen nach den anderen, bis Raul zwischen Dornenwald und Handelsweg stoppt und befiehlt das Jun nun in der Mitte mitzumarschieren hat und unter seinem Kommando in der Tyrannosgruppe zu kämpfen habe. [b]„Werter Herr Raul Monteros, meinen Weg lege ich selbst fest, verzeiht das ich eurer Bitte nicht nachkommen werde.“[/b] Dieser Mann ist es gewohnt Befehle zu geben, bedingungslosen Gehorsam ohne Wiederworte, nicht zu verzeihen. Die Situation eskaliert als er Rukia und Keara befiehlt Jun nach vorne zu zerren, sie greifen nach Ihr, Jun weich aus und zieht drohend die Klinge. [b]„Euer Ansinnen werter Herr Monteros rechtfertigt nicht, das Blut eurer Leute vergossen wird“.[/b] Einzelne Diebe lassen sich vielleicht beeindrucken, nicht jedoch eine kampferprobte Gruppe die zahlenmäßig 8 zu 1 überlegen ist und nach Blut lechzt, Juns Blut. Raul, sicher in seiner Gruppe und weit genug abseits der Stadt, lässt nun jede Maske fallen befiehlt Jun gefangen zu nehmen. Keara greift an, ein Fausthieb gen Jun, dem sie abermals ohne Gegenangriff ausweicht. Keara setzt nach und aus Rukias Hand züngeln Flammen; nun ist klar was Keara „wirklich“ beabsichtigt und dass Jun keine Wahl mehr hatte zwischen einem Kampf den sie nicht gewinnen würde oder sich zu fügen. Sie lässt die Klinge sinken so das Kearas nächster Schlag sie im Gesicht trifft, Jun geht zu Boden. Dann bricht das Chaos aus! Ein Pfeil surrt, ein Mann schreit auf, eine Flammensäule fährt dutzende Meter entfernt zu Boden und Monteros schreit. „Formation nach Süden!“ Alle wenden sich ab, nur Keara und Rukia sind noch bemüht die unbeugsame zu fesseln die nun Ihre neue Chance erkennt und sich losreißt von der Drachenfrau, während Keara sich an Jun hängt und halb stolpernd, halb laufend von Jun mitgerissen wird. Rukias Magie entfacht eine Flammenwand im Dickicht, Jun bleibt nur auszuweichen oder der Sprung durch die Flammen. Ein Schmied arbeitet jeden Tag im Angesicht des Feuers der Esse und Schmelze, schmiedet glühendes Metall, Rukia hat sich getäuscht wenn sie annimmt dass die Schmiedin nicht durch die Feuerwand springen wird. Jun sprang - und Keara stürzte in die Flammen. Die Flucht konnte gelingen doch Monteros warf seine Axt und traf, ein dumpfer Aufschlag am linken Oberschenkel, stechender Schmerz als Jun auf den Boden auftrifft und zu Boden geht. Juns Blick streift noch Monteros, dann Ihr verletztes Bein, geht weiter zur schreienden Keara. [b]„Nein“. [/b]Nur ein Gedanke eines einzelnen Wortes, der doch alles sagte. Monteros wird triumphieren, die Flucht war beendet und Keara verletzt durch Ihre eigene Schuld, Juns Taten und Monteros Befehl. Es war nun nicht mehr wichtig. Jun krabbelt zu Keara, ignoriert den Spott Monteros Spießgesellen, bemerkt kaum das der plötzliche Angriff der Ihr den Fluchtversuch ermöglichte bereits wieder vorüber ist und will Keara helfen. „Rührt sie nicht an!“ Ihre Hand wird von Rukia weggewischt. Den Launen Monteros ausgeliefert kann sie nichts tun um Keara zu helfen, nur zusehen, auf Ihren Knien vor dem Tyranniten und Shenlou mit erhobenen Katana hinter sich wissend. Kurz sieht sie zu Shenlou und spricht auf Shou [b]„Shenlou dies ist die Ehre des „Herren“ Monteros.“[/b] Jun hat nicht bemerkt, wie, aber nun hält der Tyrannit seinen Ring in der Hand, das sonst grüne Metall glüht rot. Er deutet auf seinen Hals, auf das mit Tatoos verdeckte Brandmal, das Brandmal das nichts anderes als Verbrecher bedeutet. „Nun werdet Ihr für euren Verrat bezahlen“. [b]„Ich habe euch nicht verraten, ich war nie mit euch verbündet.“[/b] Wissend das Worte bei diesem Mann nichts bewirken legt sie zitternd Ihren Kopf zur Seite, mit der Hoffnung er wird es kurz machen. Er drückt feste zu. Stille, zitternd, schwitzend, verkrampfende Hände, mahlende Zähne welche Kieferknochen hervortreten lassen, aber kein Schrei, keine Ohnmacht als er den Ring zurückzieht und die Luft mit dem Geruch verbrannter Haut und Fleisches schwängert. „Lauft! Bevor ich es mir anders überlege!“ Sie erhebt sich schwer, sieht noch kurz zu Monteros, seine Augen leuchten vor Befriedigung, sieht zu Keara welche Monteros anfunkelt und Shenlou die dem Blick zu Boden ausweicht, sieht gen Norden zur Stadt und geht ohne sich umzudrehen, so gut sie kann, getragen von Willenskraft denn von Körperkraft gen Mirhaven. |
24.05.2013 19:17:56 | Aw: [Mirhaven und Umgebung] Kämpfer von der Ascheinsel (#70182) |
Varulfen | Die Halbelfe, die mit dünnen und knappen Lederstücken bekleidet war, welche grade noch so etwas mehr als Unterwäsche genannt werden konnten, schaute wie üblich hektisch hin und her. Sie folgten dem Handelsweg und Halmyril war immer nervös, wenn es irgendwo offen, frei und übersichtlich war. Das bedeutete, dass es für andere auch so war! Die Mondelfe neben ihr schien sichtlich weniger besorgt zu sein. Zumindest mochte sie, dank langjähriger Erfahrung mit Menschen, Wegen, dem Wandern an sich und dem Leben selbst, weitaus gelassener wirken, obwohl ein Elf natürlich immer wachsam war. "Etriel, Bhen!", flüsterte die Halbelfe hastig, als hinter einem Hügel einige Gestalten sichtbar wurden. Die beiden gingen schnell in Deckung. Nicht etwa, weil sie sich generell vor Menschen versteckten (zumindest, was die Mondelfe Amasali anging). Doch diese Menschen waren bedrohlich gerüstet und machten einen furchterregenden Eindruck. Außerdem schien es eine Auseinandersetzung zwischen zu geben. Dass sie sich dort versteckten, war ein Glücksfall, wie sie gleich darauf bemerkten. Mehrere Gestalten schritten von dem Hügel herunter, anscheinend ohne sie zu bemerken. Eine davon war kleiner und weitaus weniger stattlich als die anderen. In Dunkelheit gekleidet, war es fast unmöglich zu sehen, wer diese Gestalt war. Doch dann traf es Halmyril und auch Amasali, die vor Schreck zurück zuckte und auf dem Hintern landete. [i]Drow![/i] Sie beide wollten ihren Augen nicht trauen, aber es waren auch nicht diese, die ihnen Gewissheit gaben. Die ganze Aura der Dunkelheit um die Gestalten herum zeigte, dass Böses am Werk war. Nur wenige Sekunden später fasste Halmyril einen Plan... Amasali benutzte die Gabe, sich unsichtbar zu machen und die Situation von einem besseren Standpunkt aus zu beobachten. Dann wollte sie, zusammen mit Halmyril fliehen. "Aber wir können nicht weg. Der da...ist ein [i]Drow![/i]", beharrrte die Halbelfe. Sie legte einen Pfeil auf ihren Bogen an und sah zu, wie sich die Augen der Elfe weiteten. "Nein!", zischte diese, "Wenn wir das tun, werden sie uns töten!" Beharrlich zerrte sie die Halbelfe mit sich. "Ich kann Wurzeln aus der Erde rufen, die ihnen den Weg erschweren. Wir schießen nur einen Pfeil ab, dann fliehen wir!" Halmyril wollte nicht aufgeben. "Bist du sicher, dass du das willst?" Amasali hingegen starrte sie ernst an und machte deutlich, dass sie die Idee gar nicht gut fand. "Aber ich bin keine gute Schützin.", gestand die Halbelfe. "Und wenn ich schieße, kann ich die Wurzeln vielleicht nicht schnell genug rufen." Dass die viel ältere Mondelfe mehr Erfahrung mit dem Langbogen hatte, war kaum abzustreiten und so stimmte sie schließlich doch zu. Schutzzauber und Unsichtbarkeit begleiteten die beiden Langohren, als sie den Hügel leise wie auf Katzenpfoten erklommen. Amsali legte den Pfeil an. Ihnen beiden war klar, dass die Unsichtbarkeit nur kurz halten würde. Bis zu dem Moment, an dem Amsasli ihre Konzentration auf den Schuss lenken musste. Dann war es soweit. Der Pfeil verließ die Sehne und raste auf die kleine Gestalt zu. Gierig, wie der Zahn einer ausgehungerten Löwin bohrte er sich in die Schulter des Dunkelelfen. Die Unsichtbarkeit fiel von ihnen ab, wie ein ein dünner, zerbrechlicher Vorhang. "Jetzt.", erklang Amasalis Stimme neben ihr und Halmyril stimmte ein kurzes Gebet an, Fenmarel mochte ihnen beistehen! Es wirkte, aus dem Boden, vor dem Drow erhoben sich die Wurzeln des Grases, der Blumen und naher Bäume aus dem Boden und griffen nach seinen Füßen. Auch andere in der Nähe mussten dagegen Kämpfen, von ihnen umschlungen zu werden. Eine Kriegerin mit einem dünnen Schwert hieb immer wieder auf die Wurzeln ein, als sie in vollem Lauf in den Bereich getreten war. Der Drow jedoch machte nicht viele Anstalten sich zu bewegen und sprach stattdessen Worte in seiner finsteren Sprache, die Halmyril in der wilden Flucht kaum mehr hörte, verstanden hätte sie diese sowieso nicht. Mit einem Rauschen im Kopf und einem Blick, der nur den Weg vor ihnen sah, rannte Halmyril so schnell sie konnte und wurde überrascht von der Säule aus Feuer, die neben ihr mit einem Mal empor schoss. Sie stolperte, spürte, wie die Wärme an ihr empor kroch, doch nichts beherrschte ihre Gedanken als der Wille, schnell davonzukommen. Als Amasali sie am Arm in den Schilf zog, wäre sie um ein Haar wieder gestürzt. Doch die Elfe hatte klug gehandelt, das wurde Halmyril klar, als auf dem Handelsweg, mit lautem Geschrei, eine Gestalt an ihnen vorbei lief, in wildem Zorn, dass sie schon fast nicht mehr menschlich wirkte. Nachdem sich die beiden endlich wieder beruhigt hatten, fanden sie den Weg durch die Wildnis nach Elboria. Erst hier, kurz vor der Stadt, wurde sich Halmyril bewusst, was grade wirklich geschehen war. Sie hatten einen Drow angeschossen, nicht getötet, aber getroffen hatten sie! Das grimmige Lächeln erlosch fast im selben Moment, als der Schmerz kam. Ihre rechte Seite brannte wie Feuer...und als sie den Blick auf ihre Arme und Beine senkte, erkannte sie, dass dort tatsächlich Feuer gebrannt hatte. Ihre ganze Seite war von Brandblasen bedeckt, nur am Bauch, an der Taille, war es weniger. Ihr Knie gab nach und wollte sie nicht länger halten. Doch egal, wie sehr Amasali sie grade schalt, Halmyril war sich sicher, dass es sich gelohnt hatte! |
26.05.2013 10:58:14 | Aw: [Mirhaven und Umgebung] Kämpfer von der Ascheinsel (#70201) |
Lisk | Lange hatte Raúl auf diesen Moment gewartet, daß Jun Li vor ihm knien würde, wie er einst vor dem [url=http://www.amdir.de/index.php?option=com_kunena&func=view&catid=29&id=47467&limit=6&limitstart=6&Itemid=128#47639]Vollstrecker[/url] in Mirhaven und die Luft von verbranntem Fleisch geschwängert wird. Auge um Auge. Zahn um Zahn. Als ihm vor einigen Monden zu Ohren gekommen war, wie sich die Shou rühmte für seine [url=http://www.amdir.de/index.php?option=com_kunena&func=view&catid=29&id=47442&Itemid=128#47442]Ergreifung[/url] damals verantwortlich gewesen zu sein, wurde ihm im Nachhinein klar, wer dem Ritter den entscheidenden Hinweis gegeben und verraten hatte wo man ihn bequem aufgreifen konnte. Ein Schuldiger für das eigene Brandmal war gefunden und der Rachedurst war groß. Doch hatte der Streiter Geduld bewiesen und vielmehr noch einen wesentlich perfideren Plan verfolgt, um die Vergeltung in vollem Maße auskosten zu können. Denn eigentlich hatte er es auf die Gehilfin Jun Lis abgesehen. Nur zu gern hätte er der Schmiedin ins Gesicht geblickt, wenn er mit dem Brandeisen in der einen Hand und ihrem Schützling in der anderen, sie großzügig vor die Wahl gestellt hätte sich selbst einzulösen und bereitwillig zeichnen zu lassen an ihres Schützling Statt. Es wäre ein erhebender Moment geworden. Ein wenig bedauerte er es daher, daß es dann doch so kam wie es kam. Dabei hatte er es nicht einmal ausgeschlossen die Frau nach einem zufriedenstellenden Verhalten während des Manövers nach ihrer Zwangsrekrutierung noch einmal ungeschoren davonkommen zu lassen. Vielleicht. Nun spielte es aber keine Rolle mehr. Der Streiter hatte sich von dem Mundwerk der Shou und ihrer aufmüpfig-uneinsichtigen Art provozieren und dazu verleiten lassen seinen Durst nach Genugtuung nicht länger aufzuschieben. Glaubte sie wirklich, daß er ein "Nein" dulden würde? Noch dazu vor versammelter Mannschaft? Der Streiter erkannte in Jun Li einen dieser gefährlichen Freigeister, die mit ebensolcher Hingabe und Fanatismus um ihre Unabhängigkeit kämpfen wie er für seinen Gott. Freiheitsliebe. Unabhängigkeitsgedanken. Makel, die ausgebrannt gehörten oder aber im Keim erstickt! Im Nachhinein fragte er sich, ob es weise gewesen war sie nach seiner gestillten Rache laufen zu lassen. Raúl schob die Bedenken beiseite. Er ahnte, daß interessante Zeiten bevor standen, denn neben einer Shou mit verletztem Stolz waren auch mal wieder Elfen auf den Plan getreten und wurden damit möglicherweise aus ihrer Passivität aufgeschreckt. Es war ironisch wie sich die Geschichte wiederholte. Der Ort an dem er damals das erste [url=http://www.amdir.de/index.php?option=com_kunena&func=view&catid=17&id=40509&Itemid=128#40719]Brandmal an einer Elfe[/url] anbrachte und sich damit selbst brannte und darin ein Zeichen seines Gottes sah, ehe der gesammelte Trupp von Elfen entdeckt und verfolgt worden waren, war garnicht so fern. Allein dieser Umstand ließ in dem Streiter eine unbestimmte Vorahnung zurück... |