31.01.2013 07:44:34 | Wo ist Bruder Silva? (#67534) |
Morna | Einige Tage sind ins Land gegangen, vielleicht sogar Wochen, als Philomena einen Wanderer auf dem Handelsweg sah, der sie an jemanden erinnerte. Es war wohl die Gestalt an sich, Größe, Statur... aber nein: beim Näherkommen erwies sich die Vermutung als Trugschluss. Doch war er: der Gedanke an den so heiteren Mann, der sich Silva nannte. Sie sah ihn förmlich vor sich, wie er auf der Bank sass und erschöpft um eine Ruhepause bat. Und trotz weher Füsse und trockener Kehle schien er mit sich und der Welt zufrieden. Seltsam: er wollte eigentlich wiederkommen, so sagte er jedenfalls. Nicht, das sie ihn gut kannte oder vermisste, aber so fragte sie doch den einen oder anderen, ob man ihn gesehen hat. Er wollte wohl die Strasse zwischen Hohenbrunn und Mirhaven bereisen, und von Überfällen hatte sie bisher nichts vernommen. Vielleicht hatte ihn ja jemand gesehen... |
02.02.2013 17:03:38 | Aw: Wo ist Bruder Silva? (#67641) |
Morna | Nach einigen Tagen, und einem Hinweis, fand eine kleine Truppe Abenteurer ihren Weg in den Dornenwald. Es war dunkel und von allen Seiten hörte man das unheilvolle Heulen der Wölfe. Ein Heulen, das unter die Haut ging, und dessen Ursprung immer lauter wurde, je weiter man sich vorwagte. In einer Ruine war es, wo sie Schutz vor den Angriffen der Werwesen suchten, und genau dort fanden sie ihn: Silva. Er hing halb über die Mauerzinne: nur etwas mit großer Kraft konnte ihn dorthin geschleudert oder gezogen haben. Und zu hoch hing er, als das man ihn einfach so herabziehen konnte. Es waren einige Anstrengungen und vereinte Kräfte nötig, um ihn zu bergen. Überall auf dem Boden waren Spuren eines Kampfes zu sehen. Fetzen seiner Robe, Bruchstücke seines Stabes, getrocknetes Blut. Und draußen heulten die Wölfe... Man stellte man fest, dass kaum noch Leben in ihm war. Doch war hier kaum der rechte Ort für Pflege. Der Blutgeruch schien den ganzen Dornenwald in Aufruhr versetzt zu haben. Viele Hände halfen und trugen ihn zum Tempel in Mirhaven und übergaben ihn dort in die Obhut derer, die besser helfen konnten. Ein letzter Blick auf ihn, auf den von Klauen und Zähnen geschundenen Körper: er würde leben. Und sicher das größte Abenteuer seines Lebens überstanden haben. |