16.08.2012 18:55:53 | Von Asche und Feuer (#62333) |
Katlyn | "Aua!", schrie die kleine Katlyn auf als sie sich wieder am Schlägel des Übungsgerätes verletzt hatte. "Du bist nicht schnell genug. Du musst nach der Drehung sofort abwehren!", ertönte mahnend die recht unbeteiligte Stimme ihrer Mutter. Sie hatte keine Zeit sich um den weiteren blauen Fleck zu kümmern und fing wieder von Vorne an. Schlag, Drehung, Parade, Halbdrehung, Schlag, Drehung, Schlag. Immer weiter und unermüdlich bis ihre Mutter sie wieder unterbrach: Gut Katlyn, das sieht doch ganz gut aus... jetzt versuchen wir es mit zwei Schlägeln.“ „Was?“ , protestierte Katlyn sofort, während ihre Mutter sich schon daran machte den zweiten Schlägel anzuhängen , „Das ist doch viel zu schwer für mich!“ Ihre Mutter fragte daraufhin nur unbeirrt: „Denk nach Flämchen. Beruhige dich und denk genau darüber nach was du jetzt machen musst.“ Trotzig erwiderte sie nur: Ich mag es nicht, wenn du mich so nennst!“ und setzte schon den ersten Schlag gegen den Schlägel an, welcher sich nun mit dem zweiten zu bewegen begann.[i]Viel einfacher als ich dachte[/i]. Schmunzelte daraufhin etwas und vergaß in ihrem Übermut die zweite Drehung, der Schlägel prallte gegen ihren Kopf. „Ahh!“ Schnell stoppte ihre Mutter das Gerät und sagte beruhigend: „Das war wirklich schön Katlyn. Aber das muss trotzdem besser werden.“ Kurz streichelte ihre Mutter über die Wunde und murmelte die Worte des schön vertrauten Drakonisch. [i]Warum mag ich es eigentlich so sehr?[/i] Schieß es ihr plötzlich durch den Kopf während das wohlig warme Gefühl sich ausbreitete und der Schmerz versiegte. Schon allein des Stolzes willen richtete sie sich nun auf und begann wieder auf die Schlägel einzuprügeln. Drehung, Schlag, Ausfallschritt, Schlag, Hieb, Parade, Finte, Drehung. Und das Ganze ging eine ganze Weile weiter bis ihre Mutter die erschöpfte Katlyn unterbrach: „Das hast du gut gemacht Flämmchen. Ich bin Stolz auf dich!“ Sie lächelte dann glücklich und murmelte erschöpft: „Danke Mama, darf ich die Augenbinde jetzt abnehmen?“ |
06.10.2012 17:10:56 | Unbarmherziges Feuer (#63945) |
Katlyn | Katlyn musste noch an den Abschied denken während sie mühsam durch den Wüstensand stampfte. Es ging erst ziemlich gut aus und Sara blieb relativ ruhig und es überraschte sie schon fast, dass sie so leicht gehen konnte. Ganz anders als bei dem tränenreichen Abschied von Nohas Seite aus am vorherigem Abend. Der Abschied wäre relativ kurz gewesen wenn Tia nicht vorbei gekommen wäre... sie zweifelte deutlich an dem ganzen und zeigte ihr schnell die vielen Gefahren ihrer Reise auf. Doch sie wollte es ja so... sie wollte es ja gar nicht anders. Sie warf ihr Leben geradezu weg mit der Hoffnung, dass es vielleicht danach ein wenig mehr wert ist. Unbarmherzig marschierte sie weiter durch den Sand und blieb erst vor Schreck stehen als sie plötzlich vor einem gigantischem Wyvern stand. Trotz ihrer primitiven Art konnte man selbst an diesen Wesen die Großartigkeit der Drachen ablesen... und ihr gefiel die Gegenwart des Geschöpfes nicht. Auf der einen Seite hatte sie Angst und auf der Anderen kam wieder diese Lust in ihr hoch.... sie musste den Wyvern töten!. Schnell nahm sie ihren Bogen von der Schulter und schickte einen Pfeil zu dem Ungeheuer. Er durchdrang die Schuppen zwar und sorgte für eine kleine Verletzung, war wohl aber nur ein kleiner Witz. Schnell flog das Monster auf sie zu und sie steckte den Bogen weg um ihre beiden Schwerter zu ziehen... Mit einem lauten „Wrumms“ landete die Abscheuligkeit neben ihr und schon setzt sie mit ihrem Schwert an in den Hals des Monsters zu stechen, dem ersten Stachelhieb wich sie aus doch der zweite erwischte sie hart am linken Arm.... sie ließ also das Schwert fallen und versetzte dem Monster einen erneuten kräftigen Hieb, welcher es kurz taumeln ließ. Schnell wollte sie erneut zuschlagen und spürte sofort die Auswirkungen des Giftes. Schnell schoß ihr ein verheißungsvoller Gedanke in den Kopf: [i]„Soll es so früh vorbei sein...?[/i] |
07.10.2012 09:43:36 | Brennen und Schlingen (#63956) |
Katlyn | Katlyn schwankte leicht und das konnte die Bestie nutzen um sie auf den Boden zu werfen, das Schwert entgleitet ihrer Hand und sie stand nun schutzlos dem 15 Fuß langem Ungetüm gegenüber. Sie wollte schon aufgeben und ihr Leben schien an ihr vorbeizuziehen bis sie sich kurz aufraffte und mit aller Kraft ihren Feuerodem direkt in den Rachen des Ungeheuers sprühte. Ein schrecklicher Wutschrei erfüllte die Wüste und Katlyn musste mit aller Kraft wegrobben um nicht vom fallenden Körper des Monsters erschlagen zu werden. Schnell griff sie ihr Schwert aus dem Sand und versetzte dem Monster einen letzten Hieb in denn Hals.... es war geschafft. Dennoch schien ihr das Gift allen Atem zu entziehen und jede Bewegung fühlte sich zehn mal schwerer an... Schnell kramte sie in ihren Beuteln herum und entkorkte eine kleine Flasche. Das Gegengift wirkte sofort und sie war Ainslee in diesem Moment einfach nur für diese Tränke dankbar. Erschöpft fiel sie neben dem Ungetüm in den Sand und schlief fast sofort ein.... es war Mittag und wäre sie nicht gegen Hitze Immun wäre das wohl ihr sicheres Ende gewesen. Es war Abend als sie wieder aufwachte und das Ungetüm immer noch neben ihr lag... kein Wesen hat sich herangetraut an die Überreste des Wyverns heranzutreten. Langsam schoss ihr eine Idee durch den Kopf und als ihr Magen knurrte wurde sie nur bestätigt und lies jeden Verstand von ihrem Instinkt verdrängen um ja am leben zu bleiben. Schnell schossen ihre Zähne in das Fleisch des Wyverns und sie begann gefühlte Stunden am Fleisch zu reißen und zu zerren. Das rote Fleisch schmeckte seltsam und kribbelte an einigen Stellen im Mund leicht... war es Gift? Das war ihr nun jedenfalls auch egal. Sie brauchte Nahrung und dieses Monster war das erstbeste Wesen weit und breit. Ein wenig glücklich, dass sie niemand dabei beobachten konnte und erleichtert nun endlich satt und erholt zu sein marschierte sie am Abend weiter durch den Wüstensand. Nun war die Orientierung leichter. Sie kannte die Sternendbilder und die Fixsterne noch aus ihrer Kindheit. Idee Orientierung fiel ihr so also um einiges leichter. Zwischendurch sah sie nun Wyvern in der Ferne doch war nach dem letzten Mal nicht gerade nach Kampf zumute. [i]„Mein Wasser wird bald ausgehen“ [/i]dachte sie und musste sich nun straffen besonders sparsam damit umzugehen. Es dauert noch einen Nachtmarsch bis sie bei der Oase angekommen ist..... |
09.10.2012 08:56:06 | Aw: Von Asche und Feuer (#64029) |
Katlyn | Es war Nachmittag als Katlyn erwachte. Die Sonne war kurz davor in der tristen Wüstenlandschaft unterzugehen als sie langsam aus dem Zelt ging. Die Feier dauerte lang.... bis zum Morgengrauen. Sie war über den Lebenswillen der Leute erstaunt und wollte es sich zu mindestens jetzt noch als gutes Beispiel nehmen. Ahlam... der kräftige Mann mit dem sie gestern geredet hatte wartete vor dem eigenartig bemalten Zelt des „Alten“ wie ihn die Leute nannten. Ihr wurde erklärt, dass er eine Art Ratgeber und Heiler sei.... wenn sein Verstand gerade klar war. Er soll aber sehr weise sein und so entschloss Katlyn sich schließlich doch mit ihm zu sprechen. Eine kurze Einweisung von Ahlam und schon betrat sie das Zelt. Im inneren saß ein leicht hagerer Mann mit geradezu lederner brauner Haut und weißen Haare sowie einem langen Bart. Außerdem roch es im ganzen Zelt schrecklich nach Hanf... damit vertreibt sich der Alte also seine Zeit. Er kicherte leicht vor sich hin während er etwas zu zeichnen schien und seine fast tiefroten Augen zeugten davon, dass er gestern wohl auch mehr als nur gefeiert hatte. [i]„Grüße, grüße Menschendrache!“[/i], kam die leicht hohe und schon fast klischeehaft unerträgliche Stimme des Mannes plötzlich zu ihr. [i]„Ähm.... Grüße...“[/i] Sie atmete noch einmal tief ein und hatte das Gefühl jetzt schon fast benebelt zu sein als sie sich schließlich auch unaufgefordert setzte. [i]„Mir wurde gesagt ihr könnt mir helfen“ „Sicher kann ich dem Drachen helfen.... oder dem Menschen? Ich bin mir nicht ganz sicher.“[/i] Nebenbei begann er auch noch Blüten zu zermalen und das Gespräch geradezu leger fortzuführen. So ging das Gespräch eine ganze Weile weiter bis Katlyn den alten Endlich auf einen Punkt fixieren konnte und sie ein langes Gespräch über Götter, das Leben und die Wege die man gehen kann führten. [i]„Also folgt ihr einfach jedem Gott der euch gerade passt?“[/i] Kurz zog der Mann kräftig an seiner Pfeife und reichte das andere Ende an Katlyn weiter. [i]„Ja... so in etwa. Natürlich folgt jeder jedem etwas mehr aber wir danken einfach jedem und allem für alles mögliche. "[/i] Nachdem das Gespräch über Götter abgeschlossen war, brachten einige freundliche Kinder Datteln und Oliven sowie einige andere Früchte und Nüsse die hier zu finden waren. Außerdem klärte er sie deutlich über die Philosophie des kleinen Stammes auf: [i]„Das Leben ist zu kurz um uns gegenseitig zu hassen. Natürlich kommen wir ohne nicht aus,“[/i] ,sagt er ruhig und zieht nochmal an seiner Pfeife [i]"aber warum sollen wir ohne Grund hassen? Wir helfen solange wie es uns passt und wenn nicht... nun, wir haben auch schon den ein oder anderen Sklaven verkauft.[/i] Das Gespräch zog sich ewig in die Länge und erst als es wieder Morgen war trat die ziemlich erschöpfte, und von den Drogen des Mannes auch sehr benebelte Katlyn aus dem Zelt. Schnell kroch sie in ihr eigenes und schlief auch ohne weiteres ein, musste aber kurz kichern und dachte: [i]„Wenn Sara das wüsste....“[/i] Sara.... morgen wollte sie schon los und die kleine Nomadengruppe verlassen. Diese wollte ohnehin zu einer weiteren Oase ziehen |