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23.03.2012 06:07:22
[Abgeschlossen] Einsame Wege (#58073)
Elerina
Eine Zeit war es, dass Isilyen wieder hier war. Sie hatte eine Gemeinschaft vorgefunden, die sich vielleicht noch finden sollte. Man konnte von Elfen, die aus so verschiedenen Teilen der Welt stammten, nicht erwarten, einander innerhalb von Tagen zu verstehen und zu vertrauen. So hatte sie versucht, zu vermitteln und das Verständnis für einander zu wecken.

Ihr eigenen Sorgen hielt sie zurück. Wollte zuerst den anderen helfen. Sie stand vor dem Felsenbaum und sah, ihr Hilfsangebot hatte keine Antwort gefunden. Sie hatte versucht, Ylenavei zu helfen auf dem Weg des Barden und in ihrem Schmerz. Sie zeigte sich zwar dankbar, doch sie wollte sie noch nicht zu sehr fordern und zur Ruhe kommen lassen.
Eir'Cael und Cypria hatten ihr Hilfe zugesagt, doch auch hier war nicht mehr geschehen. Doch was sie nun sah, sie wollten gern gemeinsam in den Tod gehen statt das Leben zu achten. Kaum jemand hatte gehört oder begriffen, dass ein Teil von ihr bereits gestorben war und der andere bald folgen würde, wenn sie der letzten Spur nicht folgte. Ihren Volk war Zeit gegeben. Doch hier drängte sie immer wieder, denn sie suchte seit Jahren.

Einige hatten eigene Sorgen und Nöte, einige hatte sich schlicht noch nicht angetroffen. Nicht alle traf dieses Gefühl, das sie vielleicht auch täuschte, gleichermaßen. Es ging ihr nicht einmal um sich selbst, es ging ihr um Tahlzair, ihren Zwilling, ihren Bruder. Viele der nun hier lebenden Elfen kannten ihn nicht mehr und dennoch war er doch von ihrem Volk. So sehr man ihn wegen seiner klaren Wege immer schätzte. Doch war es so, dass dort jemand in Not war oder bereits den Tod gefunden hatte.

So blieb der Mondelfe nur eines, sie musste den Weg allein gehen. Zumindest ein paar erste Schritte mussten getan werden. Wenngleich er dieses Eiland nicht mehr betreten wollte, hatte sie die Hoffnung, es hätte ihn vielleicht doch irgendetwas wieder hier hergeführt. Der Weg mochte dunkel sein udn Gefahren bergen. Doch das war sie bereit, zu riskieren. Und sie sah, dass man sie hier nicht zu brauchen schien.

So ging sie, begleitet von einem elfischen Klagelied, das von Trauer und Verlust kündete. Und sollte ihr Weg zu den Verbannten führen und sie vielleicht nicht wiederkehren, dann sei es so. Doch sie hatte seit ihrer Rückkehr gewartet und den Worten mussten Taten folgen. So verlies sie Elboria vorerst, den Tränen nah, die sie so lang zurück hielt und doch dem ins Auge sehend, was sie noch erwarten mochte. Ob sie jemand sehen oder sie aufhalten wollen würde?
23.03.2012 12:12:25
Aw: Einsame Wege (#58077)
Darulf
Thalacu wachte wie stets über die Wege vor Elboria, als er dieses gar so traurige Lied vernahm. Er zog sein Tuch vom Gesicht, für das er bekannt war und trat hinter einem Baum hervor.

Alae Schwester, *sein sonst so ruhiger Ton und seine verschlagene Art waren gewichen, Mitgefühl lag in seiner Stimme, sogar ein schmales lächeln war zu erkennen* magst Du ein paar Schritte mit mir gehen, so allein hier draussen tut es zuweilen gut jemanden zu treffen und ein paar Worte zu wechseln.
24.03.2012 17:24:03
Aw: Einsame Wege (#58128)
ayouth
Eir hatte seine Hilfe angeboten. Auf Nachfragen hatte er dieses auch nochmals bestätigt. Er wusste, dass sie ihren Bruder suchte und das er ihr viel bedeutete.

Doch war es Isilyens Weg und Suche.
Demnach war es nur natürlich das sie als leiterin der Reise ihren Begleitern mitteilt, wann es losgeht und wo es hingeht.

Dies war nicht geschehen. Auch waren andere Dinge Zeitnah passiert, die ihn davon abhielten "sie" an "ihre" Suche zu erinnern.

Als er nun mitbekam, dass die kleine Elfe wohl gedachte einsam loszuziehen, da seuftzte er schwermütig und nahm ihre Fährte auf. Alleine lassen wollte er sie nicht, aber einfach alleine losziehen, das war unverantwortlich.

Abgesehen davon wollte er noch Ylenavei unterrichten, nicht das sie sich wundern würde, wo er so einfach für unbestimmte Zeit, sei. Zur not musste die Sache verschoben werden, bis das Grauen endlich beseitigt war.
Ihre Spuren waren noch recht frisch und es würde nicht allzu lange dauern, bis er sie eingeholt hatte.
Wenigstens Reden und ihre Pläne mitteilen, das sollte sie.
Bestimmt fühlte sie sich wieder übergangen und tat diesen Schritt deswegen, aber daran wollte er nicht weiter denken.

Mit diesem Gedanken im Kopf huschte er durch das Land vor Elboria.
25.03.2012 07:39:22
Aw: Einsame Wege (#58133)
Elerina
Wer weiß, ob es jene Gedanken waren oder diese Mal andere, die sie umtrieben. Letztlich ging es hier nicht um sie selbst. Vielleicht wusste sie nicht einmal, welche Bedrohungen es noch gab und warum Hilfe für Ylenavei Eir'Cael scheinbar plötzlich so wichtig war. Vielleicht war Thalacus Weg eine gute Idee, erst einmal einfach mit ihr zu reden. Doch mochte man diese Gedanken sicherlich noch erfahren. Weit dürfte sie noch nicht sein und wäre vielleicht auch noch aufzuhalten.

[spoiler]((Gern IG die Tage erstmal weiter, wenn ihr möchtet.))[/spoiler]
16.05.2012 10:59:44
Aw: Einsame Wege (#59866)
Ylenavei
Die Nacht nach der Frühjahrs-Tag-und-Nachtgleiche....

Die Geschwister hatten Isilyen aufgehalten, hatten sie bewegt in Elboria zu verweilen. Ylenavei und Eir'Ceal hatten den Schatten gejagt und gestellt, und endlich Frieden gefunden.

Der Tag des Festes war gekommen als ein Tag der Freude und des Friedens, und Isilyen und Ylenavei hatten die Ohren der Geschwister mit Musik erfüllt, mit Musik, wie die Bardin sie ihre junge Schülerin in dunklen Tagen gelehrt hatte. Es hatte ein Fest der Versöhnung werden sollen und schien dies auch zu werden, bis zu jenem Augenblick, als alte Bitternis sich Bahn brach.

Ylenavei hatte die harten Worte Isilyens gegenüber Eir'Ceal nicht mitbekommen, hatte einzig gewahrt, wie der Waldläufer später schmerzlich getroffen von der Festwiese floh. Sie war ihm nachgeeilt, hatte seinen Zorn getröstet, um dann, erschöpft und verunsichert von den unglücklichen Ereignissen, in Abgeschiedenheit die Reverie zu suchen.

Im Licht des neuen Tages, als Eir'Ceal nach langem Ausharren am Fest zu ihr zurückkehrte, hatte ein Bote die junge Waldelfe bereits geweckt, hatte ihr das Schriftstück gebracht, welches von ihrer und Isilyens Aufnahme in die Reihen der Hin'en'Elboria kündete.

Auch Isilyen war kurze Zeit später erschienen, in Reisekleidung, Hab und Gut am Leibe. Obgleich die Mondelfe müde wirkte, schien sie Abschied nehmen zu wollen, Abschied von Blaid, Eir'Ceals tierischem Gefährten, weniger von den Geschwistern selbst. Erst nachdem Eir sie herangewinkt hatte schien Isilyen bereit zu sprechen und zuzuhören. Sie hörte zu, wie der Waldelf darlegte, was ihn am Festabend so verletzt hatte, dass es weniger Isilyens Lied als ihre bitteren Worte in Reaktion auf ein Geschenk gewesen waren.

Es sei einzig der kleinste ihrer Wünsche gewesen, den Eir'Ceal ihr erfüllt habe, hatten sie gelautet. Was, dachte Ylenavei, erwartete die Schwester denn, nachdem sie Eir vor nun über 15 Jahren so zurückgewiesen und verletzt hatte? Sollte es ihr Herz nicht leichter machen, dass er nun endlich seinen Kummer überwunden und neue Liebe gefunden hatte?

Das Gespräch offenbarte, was die junge Elfe bereits vermutet hatte. Sie alle schienen zu sehr daran gewöhnt mitsamt ihrem Kummer die Einsamkeit zu suchen anstatt miteinander zu sprechen und ihn zu teilen. So hatten letztlich Missverständnisse und unbedachte Worte zu jenem leidvollen Zwischenfall beim Fest geführt.

Schliesslich hatten sie mit dem Teilen begonnen. Auf Isilyens Bitten hin hatten Ylenavei und Eir'Ceal von der Jagd auf den Schatten berichtet, von den vorbereitenden Reisen, der Suche nach Blaid, jener Zeit, die sie beide benötigt hatten um ihrer beider Kummer zu teilen, von der Nacht, in welcher sie die Beute endlich gestellt hatten.

Es war eine lange Erzählung gewesen, über viele Stunden hinweg, wie die Tel'Quessir sie auszutauschen pflegten. Zu ihrem versöhnlichen Ende hin hatte die Erschöpfung immer offensichtlicher nach Isilyen gegriffen, bis die Bardin schliesslich an der Seite ihrer Tiergefährtin, einer alten Wölfin, entrückt war.

Nachdem auch die Waldelfen sich einige Stunden der Ruhe gegönnt hatten, 'schlief' Isilyen noch immer. Sie schien nicht wie gewöhnlich entrückt, sondern in einem tiefen, schlafartigen Zustand gefangen, die Wölfin reglos neben ihr. Ylenavei hatte sie zu wecken versucht, doch Berührung, Rütteln gar und Anrufen erzielten keinerlei Wirkung. Eir'Ceal hatte sich schliesslich erboten, die schlafende Mondelfe in das Sain Amdir zu tragen, als die junge Waldelfe jäh des Zustands der Wölfin gewahr wurde. Das alte Tier hatte im Schlaf die Grenze nach Arvandor überschritten.

Besorgnis hatte Ylenavei ergriffen und sie hatte ihren Gefährten gebeten, sie in Elborias Tempel zu treffen, nachdem er Isilyen zu Bett gebracht hätte. Sie selbst gedachte Meister Taralom, den Priester, zu den jüngsten Geschehnissen zu befragen, denn es beschlich sie die Sorge, Isilyens rätselhafter Zustand und das Ableben ihrer Tiergefährtin mochten in irgendeiner Weise zusammenhängen.

"Es geht um Isilyen Eloras", wandte sie sich so an Arangato Taralom, nachdem sie den Priester in seinen Hallen erreicht hatte. "Mein Herz hegt Sorge, sie möge krank sein oder dergleichen, denn seltsames geschah in den jüngsten Stunden." Und sie berichtete Taralom, was während und nach dem Fest vorgefallen war, bis zu dem Tod der Wölfin.

"Eir'Ceal wird jeden Augenblick hier sein. Doch was glaubt Ihr, mag dies alles zu bedeuten haben? Vermögt Ihr unserer Schwester zu helfen?"
16.05.2012 14:22:35
Aw: Einsame Wege (#59869)
ayouth
Eir'Cael saß in der Taverne Sain Amdir. Vor ihr lag zugedeckt Isilyen, deren Anblick ihn schmerzte.

Wieso musste es soweit kommen? Was hatte die junge Mondelfe in sich hineingefressen und nicht Preisgegeben. Fühlte sie sich nur einsam? Alte Erinnerungen kochten in Eir hoch. Zwar hatten sie nie das Band geknüpft, dennoch verband sie mehr, als nur eine einfache Bekanntschaft. Etwas in Eirs Herzen würde sie immer Lieben, sie immer schön finden. Dennoch, es war für ihn an der Zeit gewesen sich um seine Geliebte zu kümmern. Zeit zu sich selber zurück zu finden, Zeit sein Herz zu teilen und endlich diesen elenden Schatten zu besiegen, der auf Amdir sein Unwesen trieb.
Das ihm liegende Leid, seine Ohnmacht in dieser Situation und der Schmerz im Herzen veranlassten Eir schließlich dazu bitterlich zu Weinen. Etwas, was nie möglich gewesen wäre, bevor er diese Insel betrat. Er ließ es heraus, ließ es einfach laufen. Es mochte gut sein, dass er fast eine Stunde dort saß und weinte, eher er das Zimme verließ und vorsichtig die Türe schloss. Der Wirtin gab er das Geld für Isilyens Zimmer für die nächsten Tage schon einmal im vorraus.

Dann ging er zu einem der Brunnen in der Taverne und wusch sich das Gesicht. Ylenavei und der Prieste sollten ihn nicht so sehen, zumindest im Moment nicht. Dann machte er sich rasch auf und betrat den Tempel.
Dort traf der dann auf Ylenavei und den Priester Arangato Taralom.
18.05.2012 07:42:45
Aw: Einsame Wege (#59901)
Cypria MX
Stillschweigend setzte sich die Mondelfe Cypria an das Lager Isyliens. Einiges hatten die beiden damals zusammen erlebt in der Zeit die davor gewesen war. Sie hatte nicht erwartet, dass sie so schnell zurückkehren würde, doch ihre Gründe waren mehr als gewichtig.

Stilschweigend sprach sie ein Gebet zu Angharradh, der dreieinen auf jene Isylien beistehen möge diesen Zustand zu überwinden. Es gab so manches was einen Tel'Quess in diese Art der Ruhe bringen mochte...

NOch eine Weile verharrte sie, öffnete das Fenster, dass die Geräusche der Welt in die stille Stube drangen und verlies schließlich wieder das Zimmer ebenso leise wie sie gekommen war.
19.05.2012 11:09:57
Aw: Einsame Wege (#59935)
Elerina
[b]Im Tempel[/b]

Der Priester betrachtete beide, ruhig eine altbekannte Weisheit wiedergebend.

[i]"Verstehen - ist immer ein dreischneideiges Schwert. Es gibt deine Wahrheit, die Wahrheit der anderen und die tatsächliche Wahrheit."[/i]

Bedauernd und mitfühlend schüttelte er den Kopf ehe er zu Ylenavei und Eir'Cael weiter sprach:

[i]"Einer von euch wird sich an die Geschohter erinnern um Isilyen und die Wölfin. Immerzu musste sie erklären, er ist seine Sie. Denn das aht Gründe, die weiter zurück liegen. Diese Seele lebte einst anders als ihr sie in diesem Tier kennt."[/i], sprach er kryptisch, zugleich wohl in der Hoffnung, dass einem der beiden Isilyens Glauben und das besondere Verhältnis zu Ascara einfiel.

[i]"Stets gab sie viel und war oft für andere hier. Viel hat sie erlebt und ihr Zustand, er ist etwas, das weder Schlaf, noch Leben, noch Tod ist. Es ist etwas dazwischen. Eure Gebete mögen ihr helfen. Seid genauso für sie da, hört ihr zu - ohne etwas in ihre Worte hineinzudenken, was dort nicht ist. Dann werdet ihr verstehen und sie, so hoffen wir, neue Kraft finden. Wenn andere sich um sie kümmern, sprecht miteinander. Gemeinsam mögt ihr weitere Fragen beantworten können."[/i], so neigte er ihnen zuversichtlich das Haupt zu. Dies war vorerst das Wissen und der Rat, den er den beiden geben konnte.

[b]Sain Amdir[/b]

Als Cypria so zu der dreieinigen Göttin betete, sah sie, dass die göttlichen Kräfte, welche dort flossen, auch Isilyen Kraft gaben. Doch sie verweilte noch weiter in diesen seltsamen Schlummer. Dabei wirkte sie ausgebrannt, unterernährt und erschöpft als hätte sie längere Zeit wenig Ruhe und Nahrung gehabt.

Auf das Gebet antwortete ihr eine der Drei, welche auch Isilyen aus tiefstem Herzen verehrte. So war es Sehnanine, welche der unscheinbaren Klerikerin in ihr plötzlich einen silbernen Faden zeigte, der von Isilyen ausging. Er verfolgte ihrem Weg zum Fenster und als sie dieses öffnete, war es mittlerweile Nacht. Das Mondlicht zeigte ihr ein Bild, das auch sie an Ascara erinnern mochte. Es war der Kopf eines Wolfes. Einzig unterschied von Ascara, dass dieser Wolf jung war. Nicht so alt wie sie als sie dieser Welt entschlief. Die Augen waren nicht silbern, sondern in dem gleichen Saphirblau wie die Isilyens.
Ein Rat direkt von der Göttin, der mehr zusagen vermochte als manche Worte.
20.05.2012 08:41:59
Aw: Einsame Wege (#59964)
ayouth
Eir'Cael lauschte stumm den Worten des Priesters. Natürlich wusste er, dass Isilyen eine Tiergefährtin hatte und das sie Sehanine Mondbogen diente. Aber genau erinnern konnte er sich nicht mehr, was genau der Priester nun meinte. Leise sprach er zu Ylenavei:

" Kannst du mich in die Bibliothek begleiten, ich würde gerne ein paar Dinge zu dem Glauben an Sehanine Mondbogen nachlesen, so wie auch noch etwas anderes... Auch erwähnte sie einmal, dass unsere Vorfahren in den Sternen seien, oder das sie zurückgeschickt werden und in Form von Tieren weiterleben. Aber wer jetzt genau in der Wölfin sein soll... und wie genau sie das erzählte, nun ich habe es wohl über die Jahre verdrängt."

Eir sieht wieder zu dem Priester.

" Es würde mich freuen, würdet ihr eure Worte weniger geheimnissvoll wählen. Im Dunkeln zu suchen und Zeit zu verlieren hilft weder uns noch Isilyen."

Er nahm Ylenavei an die Hand und drückte diese etwas fester.
20.05.2012 08:59:04
Aw: Einsame Wege (#59965)
Ylenavei
Ratlosigkeit breitete sich auf Ylenaveis Antlitz aus, während sie dem Priester lauschte. Schliesslich bedachte sie Eirs leise Worte mit einem sanften Nicken. Auch seiner Erwiederung an den Priester pflichtete sie nickend bei und erwiederte den Händedruck ihres Gefährten, während sie hinzusetzte:

"Etrian Eir'Ceal spricht weise. So sehr es mich drängt, Isilyen zu helfen, begegnete ich ihr in den wenigen Jahren, die ich in Elboria weile, doch zu selten um sie und ihre Vergangenheit näher kennenzulernen. Ich mag gemeinsam mit Eir nach verlorenem und neuem Wissen zu jenem suchen, was Ihr andeutet. Doch wird eine deutliche Fährte unserer Schwester weitaus rascher Hilfe bringen. Und ich vermag mir nicht vorzustellen, dass Leib und Seele endlos auf der Schwelle zwischen Leben und Tod verharren werden."
06.06.2012 09:16:19
Aw: Einsame Wege (#60426)
Cypria MX
Eine Weile verweilte die Teu'tel'quess am offenen Fenster, das Gesicht der kühlen Nacht zugewandt. Isilyen, was war ihr über die alte Freundin noch bekannt, was hatte sie alles vergessen, welche Ereignisse die die beiden miteinander verband? Es gab vieles und Isylien würde wohl in ihr nicht mehr die selbe Tel'Quess an der Seite haben wie vor Jahren. Die Zeiten hatten sich geändert, hatten sie geändert, hatten die Zwillinge getrennt die frühmals wie eins zusammen unterwegs gewesen waren.
Isylien und Thalzair, Zwilllinge. Etwas seltenes unter den Tel'quess. Waren sie eine Seele in zwei Körpern? Alleine diese Frage würde wohl die weisesten Philosophen des Volkes lange beschäftigen, doch würden wohl alle sich einig sein, dass die Seele oder Seelen von Zwilligen auf eine innige Art verbunden waren. Womöglich auf eine Art wie das Seelenband zwischen manchen Tel'quess.
Thalzairs Fehlen hatte sie zurück an diesen Ort geführt. Sie hatte sich übernommen, als sie wohl alleine begann ihn zu suchen. Ihr Angebot an Hilfe hatte sie nicht angenommen. Sie selbst hatte sich aber auch nicht Zeit für das Anliegen ihrer Freundin genommen.

Allmählich meinte sie zu verstehen, so dass sie nach einer Weile an das Bett Isyliens erneut herantrat. Sie nahm auf der Bettkante Platz und ergriff die Hand der Freundin.
[i]Mir mag nicht bekannt sein, wie groß die Lücke in deinem Herzen sein mag, welche sein Fehlen einnimmt, Etriel. Groß muss dieser Schmerz sein, über sein Fehlen und das Schweigen der Geschwister, die eigene Machtlosigkeit ist mir nur allzusehr ein Begriff. Ruhe dich aus, liebe Schwester. Erhohl dich, fasse neuen Mut und wir werden gemeinsam deinen Bruder finden. Ruhe nun und erhohle dich von deinen einsamen Anstrengungen. Fasse Mut, hoffe. Wir werden über dich wachen.[/i]

Sie veranlasste das notwenige, dass einige Tel'Quess ihr helfen würden Isylien in ihr Haus zu überführen, einen Ort der wie jedes andere elfische Haus einem jeden offenstand, nur mit dem Unterschied, dass Cypria sich um Isyliens Wohlbefinden besser kümmern konnte. Nachricht über das Verbleiben Isyliens wurde in Sain Amdir hinterlegt.

Sobald Isylien in dem Haus untergekommen sein würde, klopfte Cypria an die Tür eines Freundes. Sie klopfte an die Tür des Erwählten Corellons, an die Tür Fenryls.
06.06.2012 12:13:59
Aw: Einsame Wege (#60433)
Arcian27
Die Tür öffnete sich und Fenryl kam heraus.

"Alae sha Cypria. Was kann ich für dich tun?"
07.06.2012 01:14:46
Aw: Einsame Wege (#60444)
Cypria MX
[i]"Alae, Fenryl. Ich wollte dir einerseits sagen, dass das Abendessen später an diesem Abend von mir bereitet wird. Doch gibt es auch Wichtiges, weswegen ich dich in deiner Ruhe störe: Isylien Eloras ist in den Schlummer gefallen. Ihre Suche nach ihrem Zwillingsbruder Thalzair, welcher wohl als Wolf erneut das Antlitz Torils betrat- zumindest wenn ich die Eingebung Angharradhs recht zu deuten wage *und sie beschrieb die Vision welche sie bei ihrem Gebet an Isyliens Ruhestatt erhielt dem Auserwählten* - die Machtlosigkeit und die Einsamkeit der sie sich konfrontiert sah, lies sie wohl vor Erschöpfung und Zweifel in den Schlummer sinken."[/i] Trauer spiegelte sich in der Stimme der Elfe wieder, als sie Fenryl davon erzählte. Mitleid, Bedauern und Schuldbewusstsein.[i]"Vielleicht mag eine Bindung zwischen den Seelen von Zwilligen ebenfalls ein Grund hierfür sein."[/i]

[i]"Womöglich mag dir noch ein Weg bekannt sein, Fenryl, ihr zu helfen. Ich nehme an, dass wir nicht viel mehr für sie zu tun vermögen, als ihren Körper zu kräftigen und ihrer Seele Zuspruch zukommen zu lassen."[/i]
07.09.2012 16:42:03
Aw: Einsame Wege (#62916)
Cypria MX
Sofern Isylien aus ihrem Schlummer noch nicht erwacht war oder sonst ein Ereignis eingetreten wäre, welches sie aus der Unterkunft die sie mehr oder weniger freiwillig bezogen hatte entfernt hätte, würde sie wohl noch dort verweilen?

Wenn es jemand wusste, ob Isylien noch unter dem Dach verweilte unter welches Cypria sie quartierte, dann war es wohl jene?

((Bitte um update der Situation, da eine Veränderung selbiger nicht im Forum ersichtlich war.))
09.09.2012 08:49:53
Aw: Einsame Wege (#62984)
Elerina
Noch hielt sie sich vorwiegend von anderne Elfen oder zu groeßn Ansammlungen fern. Sie bedanket sich für die einzig zuverlässige Hilfe, die sie hier erfuhr. Doch zog es sie in letzter Zeit auch heim, in der Hoffnung, dass ihr Bruder vielleicht doch dorthin zurück gekehrt wäre.