23.12.2011 19:37:12 | Ein Schwert für eine Seele ... (#54412) |
Lealand | Auf dem Weg von der Burg zurück nach Mirhaven begegnete Lealand eine junge Frau entlang der Handelsstraße. Er stieg vom Pferd und begrüßte sie mit den für ihn typischen Worten "Lathander zum Gruße werte Dame." Doch als er näher kommen wollte, bedeutete sie ihm Abstand zu halten und da er ihr keine Angst machen wollte, denn er vermutete ihre Scheu hätte mit seinem Äußeren zu tun, blieb er auf der Stelle stehen. Im Gespräch stellte sich die Frau dann als "Eimyrja" vor, eine Anhängerin Mielikkis. Lealand vermutete zunächst sie wäre eine Waldläuferin, aber er sollte erst einiges später erfahren, daß dies nicht stimmte. Jedenfalls spürte er, daß eine Grosse Traurigkeit die Frau erfasst hatte und fest in ihrem Griff hielt. Sie erzählte ihm etwas von ihrer Schwester, einem verlorenen Schwert und gesegneten Lichtungen. Er verstand viele Zusammenhänge noch nicht und auch was es nun war, daß die Frau so traurig machte und sie so einschüchterte konnte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal erahnen. Allerdings gelang es ihm, durch seine ruhige, zurückhaltende Art der Frau die Angst vor ihm zu nehmen und so konnte er sie dann bis nach Mirhaven geleiten, denn er wollte sie auf keinen Fall allein auf der Handelsstraße stehen lassen. Dort angekommen begab sie sich ins Lazarett am Südtor, das direkt gegenüber den Stallungen lag, in die er sein Pferd gebracht hatte. Sie meinte, daß sie die Leute dort kenne und er sich keine Sorgen machen müsse. Damit gab sich Lealand zufrieden, denn innerhalb der Stadtmauern schätzte er die Gefahr, daß ihr etwas zustoßen könne als sehr gering ein. Als er später dann nach ihr sehen wollte, hatte Eimyrja das Lazarett allerdings bereits verlasen, doch die Pflegerin meinte, es ginge ihr gut und es wäre alles in Ordnung. Da er im Moment nichts weiter tun konnte, beließ es Lealand für den Moment dabei, nicht ahnend, was da noch kommen würde. |
10.01.2012 11:30:16 | Aw: Ein Schwert für eine Seele ... (#54915) |
Lealand | Es war ein sonniger Tag in Mirhaven. Lealand kam grad vom Schiffsanleger den Wehrtunnel vom Hafen zum Markt herauf, als ihm Eimyrja begegnete. Er hatte sie seit dem Tag des schweren Bebens in der Stadt nicht mehr gesehen und stellte mit Freuden fest, daß sie unverletzt schien, zumindest rein körperlich. Nach einer freundlichen Begrüßung und einem ebenso freundlichen kurzen Gespräch konnte Lealand die junge Frau dazu bringen, ihm ein wenig über das zu erzählen, was ihr wohl zugestoßen war. Dafür begaben die beiden sich zu einem ruhigen und friedlichen Ort nahe dem Westtor der Stadt, wo ein seltsames Haus stand, das so gar nicht zu all den anderen in Mirhaven passte von seiner Architektur her. Dort angelangt setzten sie sich auf eine Bank und Lealand lauschte der traurigen Geschichte von Eimyrja, die eine Bardin war, wie er nun erfuhr. Eine junge Bardin, die von zwei Dienern des Bösen entführt und mihandelt wurde, da man sie als Lockvogel für jemand anderen haben wollte. Erst um einiges später sollten ihm die Zusammenhänge klar werden, er wußte einfach noch zu wenig über die Insel und alles was auf ihr vorging. Die junge Frau erzählte wieder von ihrem besonderen Schwert, das wohl ein Geschenk ihrer Schwester war und das sie sehr vermisste. Doch die Bastarde die ihr so Schlimmes angetan hatten, behielten auch ihr Schwert, das sie nicht mitnehmen konnte, als ihr dann endlich die Flucht gelang.Laut Eimyrjas Erzählung war es wohl dem alten Hexenmeister Iroh zu verdanken, daß sie erfolgreich fliehen konnte, denn er lenkte ihre Verfolger ab, welchen Grund auch immer er dafür haben mochte. Lealand erfuhr, daß einer der Männer, die für dieses Übel verantwortlich waren, der Finstere Streiter war, von dem er schon gehört hatte, die Beschreibungen passten einfach zu gut, als daß er sich hätte irren können. Bei diesem Teil von Eimyrjas Erzählungen musste er sich sehr konzentrieren und seine ganze Disziplin aufbringen, um sich den in ihm aufsteigenden Zorn nicht anmerken zu lassen. "Dunkler Ritter" nannte sich dieser Verräter an jedem heiligen Eid, dabei war er nicht einmal den Schatten eines Ritters wert. Der junge Paladin konnte noch eine Kleinigkeit für Eimyrja tun, die ihre Gedanken wenigstens ein bißchen beruhigen sollten. Er heilte die noch zu sehende Wunde in ihrem Gesicht, auf daß optisch wirklich nichts sie mehr an ihr Unglück erinnern konnte. Doch Lealand war klar, daß dies allein ihre Seele nicht würde heilen können und so beschloß er, nach dem Schwert der jungen Bardin zu suchen, wenn sich ihm die Gelegenheit dazu bieten würde, oder ihr ein ähnliches zu besorgen, was wohl auch recht schwer sein würde. Jedenfalls konnte er die Frau mit ein wenig Frieden und Hoffnung in ihren Gedanken in dem malerischen Garten, der dies seltsame Haus umgab zurücklassen und das Gehörte dann verarbeiten und für sich anylysieren. Es galt also zunächst einmal dieses Schwert, oder ein vergleichbares zu besorgen, denn der Friede für die Seele des Opfers war ihm um Vieles wichtiger, als die dafür Verantwortlichen der Gerechtigkeit zu überantworten. Der Zeitpunkt dafür würde kommen, doch der Zeitpunkt um Eimyrja aus dem Gefängnis ihrer Furcht zu befreien, konnte schnell versäumt werden und darum waren ihm die Opfer immer wichtiger als die Täter. |
30.01.2012 17:18:43 | Aw: Ein Schwert für eine Seele ... (#55805) |
Lealand | Manchmal konnte Faerûn ein wirklich wundervoller Ort sein. Aus einer der bisher schlimmsten Situationen seines Lebens, nämlich der, als er dem wahnsinnigen Zauberer Iroh sein Blut gab, als Preis für dessen Hilfe bei der möglichen Rettung von Leben, ergab sich für Lealand die Möglichkeit vielleicht etwas für Eimyrja zu tun. Die freundliche Elfe Laihel, der er geholfen hatte ihren Ring zurück zu erlangen, stellte sich ihm später, als er sie in Mirhaven traf, als eine sehr geübte Feinschmiedin vor. Da sie zudem eine Waldläuferin im Dienste Mielikkis war, die von den Elfen Kalreshaar genannt wird, erschien es ihm als Wink des Schicksals und er bat darum, daß sie für ihn ein Schwert fertigen möge, daß er dann Eimyrja geben könnte. So bestellte er dann ein silbernes Langschwert aus elfischer Fertigung bei Laihel, das in der Klinge ein oder zwei kleine Öffnungen aufweisen sollte, damit es einen harmonischen Ton ergab, wenn es geschwungen wurde. Sie sagte ihm, daß es bis zur Fertigstellung einer solchen Sonderanfertigung etwas dauern könne und so wurde vereinbart, daß Lealand nach zwei zehntagen in Elboria zu Laihel kommen möge, um zu schauen, ob das Schwert fertig sei. So gingen die beiden dann auseinander und der junge Ritter freute sich schon, in absehbarer Zeit das Schwert in Empfang nehmen zu können. |
06.02.2012 14:47:10 | Aw: Ein Schwert für eine Seele ... (#56182) |
winter | So war Eimyrja schon seit Tagen nicht mehr In mirhaven gesehen worden. Sie weilte derzeit hoch oben in den eisigen Bergen, dort wo das ganze Jahr über Schnee lag. Würde Lealand sie in jenem Augenblick sehen, so würde er sie eingerollt auf Säcken mit Körnern und zugedeckt mit frischem Stroh sehen. Als sie aus Mirhaven geflüchtet war, so war ihr nur jener Ort in den KOpf gekommen. Es hatte sie große Mühen gekostet und jeder Schritt war von Angst begleitet worden. Doch am Ende war sie nass und völlig durchfroren vor den Toren der Ritterfeste stehen geblieben. Dort hatte man sie mit hinein genommen und sogleich dafür gesorgt das sie sich wieder aufwärmen konnte. Auch hatte man ihr ein Bett angeboten, doch schon nach der ersten Nacht in jenem hatte die junge Frau sich hinab geshclichen zu den Pferden. Jene fütterte sie nun täglich. Dafür bekam sie Essen und durfte in der Burg übernachten. Doch jedes noch so freundliche Angebot wieder in einem Bett zu schlafen schlug Eimyrja aus. Sie traute sich nicht hinaus zu gehen, so wollte sie wenigstens nahe bei den Tieren sein. |
05.03.2012 22:00:57 | Aw: Ein Schwert für eine Seele ... (#57335) |
Lealand | [spoiler]Hier muss ich ganz ehrlich mal sagen, den letzten Post von Winter hab ich tatsächlich übersehen :( . Tut mir echt leid und ich hab absolut keine Ahnung wie der sich an meinem Auge vorbei schleichen konnte.[/spoiler] "Tot!?!" das war es, was ihm die Leute auf der Burg berichteten. Eimyrja war tot!!! Mit Vielem hatte er gerechnet, das in seiner Abwesenheit passiert sein konnte, aber niemals mit dem, was er heute gehört hatte. Jemand hatte die junge Bardin, die er für eine der liebenswürdigsten und unschuldigsten Personen gehalten hatte, die ihm bisher auf der Insel begegnet waren in der eisigen Kälte der Berge gefesselt an einen Stein zum Sterben zurück gelassen. Zwar konnte sie wohl kurz vor ihrem Tode noch gefunden und in die Feste gebracht werden, aber wie man ihm im Lazarett erzählte, war sie zu dem Zeitpunkt wohl schon ohne jeden Lebenswillen. Mit versteinerter Miene stand Lealand im Stall der Feste. "Dort hat sie geschlafen und sich um die Tiere gekümmert, während sie hier war." sagte der Bursche, der sich immer freute, wenn Lealand zurück in die Feste kam und den der junge Ritter eigentlich auch sehr gern mochte. Er erinnerte ihn an seine erste Zeit im Orden der Aster und daran, wie er die Ritter bewundert hatte, die auszogen um im Namen des Morgenfürsten die Welt zu einem besseren, helleren Ort zu machen. Doch heute waren Lealands Gedanken von Schatten umgeben. Schatten der Sorge, der Trauer und des Zorns. Er bemühte sich, den Jungen nicht direkt anzusehen, denn er wusste, dass er ihn erschrecken würde. Seine Haut fing wieder an leicht zu schimmern, als würde er von innen heraus Glühen und das Blau seiner Augen war kalt wie Eis, ohne jede Wärme darin. "Verdammt!" platzte es aus ihm heraus, als er mit voller Wucht gegen einen der hölzernen Balken schlug, welche die Boxen der Pferde eingrenzten. "Verdammt!" fluchte er noch einmal. "Warum war sie hier? Wie kam sie hierher und warum war sie allein in die Berge gegangen?" Fragen, auf die ihm wohl Niemand mehr würde Antwort geben können und die Frage, die ihn am meisten bewegte, war auch jene, der er nachgehen würde. Ganz egal wie lange es dauern und wohin es ihn führen würde. "Wer tat so etwas? Wer konnte einem so sanftmütigen und liebenswerten Geschöpf so etwas antun?" Als er dem Burschen gedankt hatte für seine Auskünfte und ihn wieder zu seinem normalen Dienst entließ wandte sich Lealand ab und trat ins Freie. Ohne jede Regung zog er sich den Splitter aus der blutenden Hand, den er sich zugezogen hatte, als er gegen den Holzpfosten schlug und achtete überhaupt nicht auf das von silbernen Schlieren durchsetzte Blut, das von seiner Hand und über seine Finger in den Schnee tropfte. Bei allem was heilig war, er würde die letzte Frage beantworten! Er würde die Feiglinge finden, die zu solch einer Niedertracht fähig waren und er würde sie der Gerechtigkeit zuführen! Einer Gerechtigkeit, von der sie in ihrem verblendeten Wahn von Dunkelheit wahrscheinlich noch nicht einmal träumen würden! "Die Gerechtigkeit mag blind sein, ja das stimmt wohl." sagte er leise zu sich, als er im Burghof stand und in den Himmel schaute "Aber sie kann in der Dunkelheit sehen!" |