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28.11.2011 18:43:17
Die gestohlene Krone (#53564)
Djamira
Ein wenig nervös stand die Halbelfe mit der unvermeidlichen Laute auf dem Rücken vor der Tür zu dem Raum, den man ihr gewiesen hatte und zögerte merklich einzutreten. Es war ruhig auf dem Gang auf dem sie stand, fast zu ruhig, wenn man bedachte wo sie war. Die beiden Wachen, die von ihrem Standort aus zu sehen waren unterhielten sich leise und schienen sie weitgehend zu ignorieren. Selbt ihr Begleiter war ungewöhnlich still.

In ihren Gedanken ließ sie noch einmal den Angriff jenes Erdkolosses auf die Feste vorbei ziehen, der in Wiklichkeit wohl nichts anderes als eine Ablenkung kombiniert mit einem Einbruch gewesen war. Der Einbrecher war jedoch geschnappt, das Diebesgut zurück gegeben worden. Wer aber war der Auftraggeber gewesen und warum? Ein Feuermephit, der mit einem Erdkoloss "zusammenarbeitet"? Das deutete nicht unbedingt auf einen x-beleibigen Heckenmagier hin, soviel war sogar der jungen Bardin klar. Und dann der "zufällige" Besuch von Meister Iroh beim Turnier - ein Zusammenhang drängte sich beinahe auf, konnte allerdings auch völlig falsch sein. Unwillkürlich zuckte sie mit den Schultern.

Wo die Krone jetzt wohl war? Fast ein Zehntag war vergangen, seit sie das Diebesgut in aller Eile beim Burgverwalter abgegeben hatte. So sehr sie sich zuerst gefreut hatte, dass der Burgherr offensichtlich noch einmal mit ihr über die seltsame Krone sprechen wollte und der Verwalter ihr gesagt hatte, sie möchte doch dafür bald noch einmal herkommen, so mulmig war ihr jetzt zumute.

Sie erinnerte sich an die intensiven Gefühle und Bilder bei der Identifizierung der Kristallkrone, die sie bis zum heutigen Tage nicht abschütteln konnte. Nicht zuletzt jene waren der Grund gewesen, die Krone nicht sofort zurückzugeben, sondern sie auf einen Ausflug in eine nahe gelegene Höhle mitzunehmen. Es war ein sehr sonderbarer Ausflug gewesen, der zumindest für sie erheblich weiter geführt hatte als sie hätte ahnen können. Erst langsam verarbeitete sie das Erlebte und hatte bislang noch mit niemanden wirklich darüber gesprochen.

Ein leises gebrummeltes
"Na was ist nun Mädchen? Willst Du da nun hinein gehen oder willst Du hier Wurzeln schlagen?"
riss sie aus ihren Gedanken und sie drehte sich zu dem Sprecher um.
"Natürlich will ich da hinein gehen, es ist nur weil .... "
"Weil Du die Krone nicht gleich zurück gegeben hast! Was hast Du Dir dabei auch nur gedacht? Hättest Du mich lieber mal vorher gefragt ... aber Du hörst ja ohnehin nie auf mich!"

Mit einem undefinierbaren schnauben und einem letzten tiefen Atemzug wandte die Halbelfe sich wieder der Türe zu und drückte die schwere Klinke nach unten. Wenn sie etwas erfahren wollte musste sie da jetzt hinein. Und [i]erfahren[/i] war etwas, was sie immer wollte.

Äusserlich sicherer als sie innerlich war trat sie ein und verneigte sich kurz vor den anwesenden Personen, von denen sie zumindest auf den ersten Blick niemanden zu erkennen schien.
29.11.2011 15:33:09
Aw: Die gestohlene Krone (#53591)
Lisk
Eine ganze Tafelrunde an Männern und Frauen wandten ihre Köpfe, um sie anzublicken. Nun, da sie in deren Mitte stand, mochte ihr das ein oder andere Gesicht vom Turnier bekannt vorkommen: etwa der ältere Krieger, der trotz Verletzung gekämpft hatte, oder die großgewachsene Drachenerbin. Daß sie Rivan am unteren Ende der Tafel nicht sofort bemerkt hatte, war mit Sicherheit ihrer Aufregung geschuldet. Ihre Begrüßung wurde vielstimmig erwiedert, während sich am Kopf der Tafel ein junger Mann erhob. (Er hatte auf dem Turnier die Preise verteilt.)

"Licht mit Euch, Eileena. Mein Name ist Willard Pakusch und derzeit Oberster Ritter. Die Burgwachen berichteten uns, daß einige Recken und ihr in unserer Abwesenheit nicht nur unsere Burg, sondern auch unser Eigentum verteidigt habt. Euch gebührt unser Dank."
Kurz wanderte sein Blick auch zu dem Glücksritter, ehe er sich wieder ihr zuwandte und fortfuhr.
"Doch vorher, bitte ich Euch uns kurz zu schildern was vorfiel und ob ihr Erkenntnisse über den Dieb gewinnen konntet. Für jegliche Information sind wir dankbar."
29.11.2011 16:58:51
Aw: Die gestohlene Krone (#53594)
Lealand
Bolnar war direkt nach Eileena eingetreten und stand nun, nachdem er duch eine Verbeugung und zunicken die Ritter begrüsst hatte, zu ihrer Linken, einen halben Schritt hinter Ihr. Um jeden einzeln zu begrüssen waren es zu viele und es ging hier auch nicht um ihn. Dennoch war ihm die Bekundung gegenseitigen Respekts wichtig, immerhin vertrat er die Kirche des Seelenschmieds und so war seine Immerscheinrüstung auf Hochglanz poliert, sein Umhang, mit dem heiligen Symbol Moradins, so glatt gebügelt wie schon lange nicht mehr und sein Bart hundertprozentig gerichtet.

Aber viel wichtiger war für ihn, dass er hier war um der jungen Bardin beizustehen, die er so sehr ins Herz geschlossen hatte. Mit übereinander gelegten Händen stand er also an Ihrer Seite um Ihr Sicherheit zu geben und die Gewissheit, jederzeit mit Unterstützung rechnen zu können. Ganz nebenbei hoffte er aber auch, dass sie verstehen würde, was sie hier sah, wirklich verstehen. Die Ansichten und Handlungsweisen dieser Männer und Frauen waren edel und gut und dem jungen Mädchen, das sie für ihn war, so etwas vor Augen zu führen, ohne dass ein Zwerg sie darauf hinwies, konnte möglicherweise einen positiven Eindruck bei ihr hinterlassen.
01.12.2011 19:59:44
Aw: Die gestohlene Krone (#53664)
Djamira
Nachdem Eileena während der Begrüßung durch den obersten Ritter ein wenig Zeit gehabt hatte die anderen in der Runde schnell oberflächlich zu mustern erkannte sie tatsächlich den einen oder die andere wieder. Kurz blieb ihr Blick an Rivan hängen und sie lächelte ihm überrascht zu bevor sie sich daran erinnerte, dass er ja vorübergehend die Erlaubnis und Ehre hatte, der Runde der Ritter anzugehören. Bis zu dieser Expedition in die Nebellande schoss es ihr betrübt durch den Kopf.

Alles in allem fühlte sie sich schrecklich unwohl. Erst in einem winzigen Dorf und später als Straßenkind im Dockviertel von Tiefwasser aufgewachsen fühlte sie sich mehr in dunklen, meist spärlich bevölkerten Tavernen und unter Hafenarbeitern oder Dieben zuhause als hier. Ihre kurze Zeit in Kerzenbrug und Evereska änderte daran wenig und auch ihr bisheriger Umgang auf Amdir trug nicht unbedingt dazu bei, auf so etwas vorbereitet zu sein. Der einzige "Ritter" den sie mit Ausnahme des Turniers bisher getroffen hatte war Raûl Monteros und bei dem bekam sie meist schon weiche Knie, wenn er sich nur in einem Raum mit ihr befand.

So kam ihre Antwort denn auch eher zögerlich
"Sir Willard" noch einmal neigte sie kurz den Kopf "ich danke euch und allen Anwesenden, dass ich noch einmal herkommen durfte."
Mit einem kurzen Blick nach hinten versicherte sie sich, dass Bolnar ebenfalls mit in den Raum gekommen war was sie durchaus ein wenig beruhigte. Nach einem leichten Räuspern und wieder an Pakusch gewandt fuhr sie fort
"Ein Erdkoloss schien die Feste anzugreifen, doch galten seine Angriffe zuerst weder der Mauer noch uns, sondern den Fenstern eines bestimmten Gebäudes. Erst nachdem es uns gelungen war, ihm die eine oder andere Verletzung beizubringen wandte er seine Aufmerksamkeit denjenigen zu, die auf der Mauer standen. Aber den Kampf selbst kann euch sicher Riv.... ähm Herr Fearis besser beschreiben als ich. Kämpfe sind nicht so mein Metier und die üblichen Ausschmückungen eines Barden möchte ich euch eigentlich ersparen."
Nach einem immer noch etwas unsicherem Lächeln und einer kurzen Pause fuhr sie, nun ein klein wenig sicherer fort.
"Als Ursache des ganzen Angriffs konnten wir schließlich einen Feuermephiten ausmachen, der aber offensichtlich im Auftrag eines, vermutlich seines Meisters gehandelt hatte. Er nannte sich selbst Surtur, den Namen seines Meisters verriet er aber nicht. Er müsste sich aber noch als Gefangener auf dieser Feste befinden soweit ich weiß."

Ihr fragender Blick wanderte zu Rivan.
06.12.2011 12:36:28
Aw: Die gestohlene Krone (#53777)
Elster
Der Angesprochene räusperte sich kurz und erhob sich zu voller Größe.
Meister Bolnars Kunst, der Segen der Götter und die Gastfreundschaft der Ritter in den vergangenen Tagen hatten zu einer raschen Heilung seiner Wunden geführt.

Tief verbeugte er sich, zuerst vor der Bardin, dann vor Pakusch.

"Edle Ritter, hohe Fürsten, wunderschöne Bardin!"

Seine Mundwinklen verzogen sich zu einem aufmunternden Lächeln und blitzend zwinkerte er Eileena zu, bevor er weitersprach.

" Ich denke nicht, dass wir über diesen Angriff und seine Abwehr diskutieren müssen.
Dank der tapferen Dwur und dieser Dame, wurde das Schlimmste verhindert."

Erst jetzt fiel sein Blick auf das wandelnde Kettengeflecht hinter Eileena und auch ihm schenkte Rivan eine kurze Verbeugung.

"Viel mehr gilt es, den Angreifer hinter Teufel und Koloss zu erkennen...und vor allem wie gefährlich dieses Artefakt der Riesen sein mag.
Dieses war eindeutig das Ziel.
Zerstörung, Chaos und Terror nur Mittel um es zu erlangen."

Als seine Zunge diese Worte formte, bildete sein Geist das Bild eines Mannes.
Eines alten Mannes.
Aber noch war es zu früh, für haltlose Verdächtigung.

Er senkte sein Haupt demütig als er wieder zu der Versammlung sprach.

"So Ihr meinen Rat wollt:
Befragt den Teufel nach seinem Herrchen und sendet Boten zum arkanen Orden. Auf das sie Magier schicken, die edlen Ritter dabei zu unterstützen.
Wir sollten auch nicht die noch junge, aber äußerst fähige Adeptin vergessen, die mit uns in diesen Mauern weilt."

Einem jedem einzelnen der Anwesenden widmete Rivan einen kurzen Blick. Zuletzt betrachtete er die Bardin und ließ sich wieder in den Sessel sinken.

"Und Du sollst mich einfach Rivan nennen, schöne Fürstin."
06.12.2011 15:30:15
Aw: Die gestohlene Krone (#53779)
Lisk
Willard nickte bedächtig auf die Berichte hin und schwieg, um über Gesagtes nachzugrübeln.

"Was habt ihr über das Artefakt noch gelernt?"
Die warme, freundliche Stimme machte auf eine Frau aufmerksam, die gerade erst vom Balkon gekommen sein mußte, da sie bislang Keinem aufgefallen war, obwohl sie sich deutlich von den anwesenden Rittern unterschied - in ihrer Art sich zu kleiden ebenso wie in ihrer Art sich zu bewegen, doch vor allen Dingen da ihr etwas Geheimnisvolles anhaftete. Denen, die beim Turnier anwesend waren, wirkte sie vertraut: sie überreichte die Preise. Ihr Blick wanderte von Rivan über Bolnar zu Eileena.
"Ihr sagtet, es sei von den Riesen..."

Obwohl es nur ein flüchtiger Blick war den Willard ihr schenkte, so sprach er mehr als tausend Worte. Er bedeutete in ihre Richtung und sprach in die Runde:
"Ich darf Euch Rawena aus Aglarond vorstellen. Sie ist auf meinen Wunsch hier. Ich schätze ihren Rat hoch ein."
Man wurde das Gefühl nicht los, daß es noch mehr zu sagen gäbe, doch unausgesprochen blieb. Stattdessen kam der Ritter auf das Thema zurück mit dem er sich an die drei Anwesenden richtete.
"Darf ich Euch mit dieser Aufgabe betrauen? Ohne Euch wäre das Artefakt nun schon in fremden Händen. Ihr habt Euch des Wesens ermächtigen können und scheint Hintergrundwissen erlangt zu haben. Würdet ihr der Sache nachgehen oder Jemanden organiseren, der dies tun würde?"

Geduldig abwartend lagen die Augen Beider auf den Dreien, sowohl um mehr über die Krone zu hören, als auch eine Antwort auf die Bitte Willards.
07.12.2011 15:07:27
Aw: Die gestohlene Krone (#53798)
Lealand
"Aglarond!?" dachte Bolnar "Das ist nicht um die Ecke. Aber was solls, mein Weg hierher war um einiges weiter."

Er versuchte einige Momente die als Rawena vorgestellte Frau einzuschätzen, was auf Äußerlichkeiten basierend allerdings unmöglich war, das wußte er. Dennoch machte er sich Gedanken. Die Bewohner des von Alassra Silberhand regierten Landes scherten sich, so weit er gehört hatte, eigentlich wenig um Politik und noch viel weniger um Magie.

Fragen kamen in ihm auf, jede Menge Fragen. Wieso wussten die Ritter nichts über die Krone, wo sie doch anscheinend ziemlich lange in ihrem Besitz war? Und wie kam diese Frau hierher, zu genau dem Augenblick, in dem dieses "Artefakt", das bisher wohl nicht mehr als ein besserer Staubfänger war, interessant wurde? Verdammt nochmal. konnten denn diese Menschen überhaupt nicht ohne Geheimnisse leben? Gab es hier irgendwen der den Schneid hatte geradeheraus zu sagen was er wußte oder dachte?

Nun, er würde diese Fragen stellen. Nich jetzt, dies war nicht der Augenblick, aber er würde sie nicht vergessen. Fürs Erste trat er vor um direkt neben Eileena zu stehen und begann zu sprechen:

"Was die Krone anbelangt, so solltet Ihr und Eure Leute mehr darüber wissen als jeder andere in diesem Raum. Sie war schließlich in Eurem Besitz und das nicht erst seit letzten Zehntag denke ich."
Bolnar ließ diese Sätze kurz wirken, bevor er weiter sprach.
"Und wegen der Aufgabe von der Ihr sprecht.... Ich will gerne meine Hilfe anbieten. Auch wenn ich hier nicht als Vertreter der Vettern aus Telodûr spreche, so bin ich doch davon überzeugt, daß gegenseitige Unterstützung das ist, was wir brauchen. Vertrauen entgegenbringen um Vertrauen zu schaffen, darum bin ich hier und darum dürft Ihr in dieser Sache über meine Dienste verfügen."
Er sah kurz zur Seite, zu Eileena und dann zu Rivan bevor er weitersprach.
"Außerdem muß jemand auf diese übermütigen Kinder aufpassen, sonst schaffen sie es irgendwann doch noch sich umbringen zu lassen."

Dann deutete er eine kurze Verbeugung an und legte seine Hände wieder vor dem Bauch übereinander, ein Zeichen dafür, daß er gesagt hatte, was es seiner Meinung nach zu sagen gab in diesem Moment.
07.12.2011 16:26:51
Aw: Die gestohlene Krone (#53804)
Lisk
Willard und Rawena tauschten einen kurzen Blick, ehe sie abermals das Sprechen übernahm.
"Unser Wissen über die Krone ist zunächst unwichtig. Eine unvoreingenommene Meinung, Beobachtung, ist stets eine wertvolle Ergänzung, um vollkommene Erkenntnis zu erlangen. Daher, bitte... erzählt es mir."
Abermals legte sich ihr Blick hauptsächlich auf Eileena, während der Ritter Bolnar anerkennend zunickte.
"Bündnisse basieren auf Vertrauen. Es ist keine Frage des Vertrauens, daß ihr hergebeten wurdet. Umso dankbarer bin ich Eure Zusage zu erhalten."
Anschließend hielt er abwartend inne, um Andere noch sprechen zu lassen.
07.12.2011 21:38:55
Aw: Die gestohlene Krone (#53820)
Djamira
"Aber doch nicht hier!"
schaffte Eileena Rivan zuzuflüstern nachdem dieser seinen Bericht beendet hatte. Natürlich stand sie viel zu weit weg um leise genug sprechen zu können, als dass nur der Angesprochene sie hören würde.

Doch bevor sie sich darüber Gedanken machen konnte stellte eine Menschenfrau, die ihr wage bekannt vor kam und den Raum offensichtlich vom Balkon her betreten hatte, die Frage, die Eileena unter anderem befürchtet hatte. Kurz schloss sie die Augen und sofort waren die Bilder wieder da. Doch bevor sie antworten konnte ergriff Bolnar das Wort und gab ihr die Gelegenheit, die Frau etwas genauer zu mustern.
Sie war groß, zumindest aus Eileenas Sicht, und hatte kurze dunkle Haare. Doch das alleine war es nicht. Dann erinnerte sich die junge Bardin auch, wo sie die Frau bereits einmal gesehen hatte. Auch bei der Preisverseihung nach dem Turnier war ihr bereits deren ungewöhnliche Ausstrahlung aufgefallen, die sie damals wie auch jetzt nicht so recht zuzuordnen wusste.

Sie konnte nicht anders als bei Bolnars letzten Worten zu schmunzeln, wurde dann aber wieder ernst, als die Frau, die Sir Willard als Rawena vorgestellt hatte, sie nun schon zum 2. Mal darum bat ihre Erkenntnisse in Bezug auf die Krone zu erzählen. Mit einem kurzen Räuspern und einem Blick erst auf Bolnar dann auf Rivan, was ihr etwas Sicherheit gab, begann sie zu erzählen.

"Der kleine Teufel hatte die Krone in einem einfachen Jutesack bei sich, so dass wir erst gar nicht erkannten, was er da bei sich trug. Nachdem er das Säckchen fallen ließ, und der Kampf mehr oder weniger beendet war, war ich es dann, die die Krone da herausholte. Sie fühlte sich seltsam an, als würde sie .... "
Eileena suchte erkennbar nach den richtigen Worten
"... als würde sie ganz leicht in meinen Händen vibrieren."

Ihr Blick wanderte dabei ständig zwischen Rivan, Sir Willard und Ruwena hin und her, zum einen um sich ab und an ein Zuversicht gebendes Lächeln bei Rivan abzuholen, zum anderen um eventuell eine Reaktion bei den anderen beiden zu erkennen. Zudem machte es ihr die Konzentration auf drei Personen leichter, all die anderen Augen die auf sie gerichtet waren zu verdrängen.

"Ich habe dann eine Schriftrolle der Identifizierung auf die Krone angewandt, da zu dem Zeitpunkt kein anderer Magieanwender bei uns war."
Fast klang das etwas entschuldigend und erst nach einem leichten Räuspern fuhr sie fort
"In dem Moment als der Zauber wirksam wurde ... "
Ihr Blick wanderte dabei unwillkürlich zu Ruwena und blieb an dieser haften
"Ich bin nicht besonders geübt in dieser Art von Magie und vielleicht war das der Grund ... es fühlte sich an ... als ob ... als ob ich alles aus Sicht der Krone, aus Sicht des Kristalls sehen ... sehen und fühlen würde."
Beinahe flüsternd fügte sie an
"als ob ich die Krone wäre".
Unsicher blickte sie zwischen Ruwena und Rivan hin und her bevor sie weitersprach
"Es war ..."
und schloss dann ohne es wirklich zu wollen die Augen.
"... es ist, als würde ich über ein riesiges unterirdisches Feld laufen. Überall sind wunderschöne klare Kristalle und manche ... manche scheinen sich zu bewegen. Sie sehen aus ... wie Personen aus Kristall. Sie sind wunderschön, haben Beine, Arme, Köpfe ... und ich kann ... kann meine eigenen, kristallenen Hände sehen."
Beinahe konnte man ihr die Intensität der Bilder ansehen, die sie noch immer zu verfolgen schienen. Stockend, die Augen nun weit geöffnet, blicklos nach innen gerichtet und mit fast erstickter Stimme fuhr sie fort.
"Plötzlich ist da ein riesiger Schatten über mir. Ich blicke auf und erkenne einen Riesen mit weißblauer Haut. Er ... er macht etwas mit mir und dann ... ich ... ich verändere mich, ich will das nicht, aber ich kann mich nicht wehren ... kann gar nichts tun ... bis, bis ich nicht mehr bin ... nicht mehr lebe."

Offenbar gelang es ihr daraufhin nur langsam wieder ins Hier und Jetzt zurückzukehren und erst nach einer Pause war es ihr möglich weiter zu sprechen. Der Tonfall nun aber wieder etwas ruhiger und offenbar auch wieder etwas distanzierter von den erlebten Bildern.
"Dann sah ich eine größere Gruppe dieser Riesen. Sie standen alle um mich herum und sie diskutierten etwas in einer mir unverständlichen Sprache. Trotzdem verstand ich worum es ging, ich konnte es irgendwie ... fühlen ... "
Nachdenklich hob sie dabei den Blick und sah nun wieder unsicher aber direkt zu Ruwena
"Sie stritten um eine verlorene Krone, nannten sie Eiskrone. Das Gespräch wurde immer lauter, unfreundlicher ... bis eine große Hand auf mich zukam und mich beiseite fegte. Danach war lange Zeit Dunkelheit ... bis plötzlich wieder eine Hand nach mir griff. Aber diese Hand war menschlich. Dann war es vorbei."

Ihr Blick wanderte von Ruwena zu Rivan und von dort zu Sir Willard und schließlich wieder zurück zu Ruwena. Da ihr "Ausflug" mit der Krone am folgenden Tag aus ihrer Sicht keine wirklichen zusätzlichen Erkenntnisse lieferte, ließ sie diesen vorerst unerwähnt und hoffte, dass sie vielleicht auch niemand darauf ansprechen würde.
11.12.2011 16:56:10
Aw: Die gestohlene Krone (#53922)
Elster
Der beurlaubte Silberwächter saß ruhig in seinem Sessel und lauschte den Worten der Bardin. Wann immer Ihr Blick in suchte, fand sie ihn aufmunternd lächelnd.
Nachdem, die schöne Bardin geendet hatte, klopfte Rivan anerkannt auf den Tisch.
Nachdenklich lehnte er sich zurück und fuhr sich mit der einen Hand durch den Bart, während die andere die fein gemusterte Lehne seines Sessels betastete.

Einige Momente des stillen Murmelns zwischen den ritterlichen Sitznachbarn folgten.
Die Gedanken des Glücksritters beschäftigten sich nicht nur mit dieser mysteriösen Krone und ihrem versuchten Raub.
Auch die anderen Anwesenden beschäftigten ihn. Es waren raue Kriegerin, wie auch eher Sune nahestehende Poeten unter den Rittern. Wahrlich, ein bunter Haufen und dennoch, war diese Vielfalt der Farben anders, als er sie aus der Wache kannte.
Es schien ihm...heller.

Als sein Blick auf die zierliche Bardin mit ihren leicht spitzen Ohren und ihren zwergischen Begleiter fiel, kehrten seine Gedanken auf die Krone zurück und er räusperte und erhob sich.
[i]
"Hohe Ritterinnen und Ritter, es mag noch etwas zu ergänzen geben..."[/i]
Sein Blick fiel auf die Eileena, unbehagen schien sie zu befahlen.

[i]" das was ich von Magie, Xunderei, wie Meister Bolnar sagen würde, verstehe ist äußerst begrenzt."[/i]

Rivan nickte dem Zwergen kurz zu.

[i]"In der Nähe ihrer Heimat jedoch, scheint das Artefakt eine Art Melodie anzustimmen. In den Höhlen der Eisriesen wirkt eine merkwürdige Kraft auf die Krone...vor allem, bei schillernden Kristallen aus denn sie selbst auch geschaffen sein mag."[/i]

Er hielt kurz inne, und überlegte, ob damit das Wichtigste über die ihre, nun sicherlich geringe, Erkenntnis gesagt war, ohne das er den blonden Schopf einer schönen Bänkelsängerin zu sehr unnötigen Fragen aussetzen würde. Sich selbst bestätigt nickte er und erhob wieder die Stimme.

[i]"Tymora hat Humor, hohe Fürstinnnen und Fürsten, aber dennoch...vor wenigen Tagen traf ich just an dieser Stelle einen alten Bekannten...ich denke nicht, dass es Zufall war.
Der verderbte, blinde Hexenmeister Iroh, führte irgendwelche Untersuchungen an diesen Kristallen durch."
[/i]

Er wandte sich jedem einzelnen der Anwesenden einen Augenblick zu und betrachtete ihre Reaktion auf den Verdacht.

[i]"Es gibt einige Fragen, die wir dem Teufelchen im Kerker stellen sollten...und einige Antworten, die wir über diese Krone brauchen."[/i]
12.12.2011 00:29:05
Aw: Die gestohlene Krone (#53935)
Djamira
Mit erkennbar erschrockenen Blick und beinahe angehaltenem Atem hörte Eileena den Worten Rivans zu. Kurz schloss sie die Augen als ihre Gedanken sich zu überschlagen schienen und die Erinnerung an eine Melodie versuchte, sich in ihr aufzubauen. Sie war sich so sicher gewesen, dass nur sie diese gehört hatte. Kurz vergaß sie vollkommen wo sie sich befand und als sie die Augen öffnete war ihr Blick auf ihren Freund gerichtet.

"Rivan, woher ....?"

Doch weiter kam sie nicht bis ihr schlagartig bewusst wurde wo sie sich befand. Unwillkürlich machte sie einen Schritt nach hinten, auch wenn sie selbst nicht zu sagen vermochte warum. Beinahe ängstlich wanderte Ihr Blick dann zu Willard in Erwartung dessen was nun kommen würde.
16.12.2011 15:17:07
Aw: Die gestohlene Krone (#54064)
Lisk
Der allerdings wirkte wenig überrascht, tauschte lediglich einen Blick mit Rawena, die ihm ein sachtes Lächeln schenkte, ehe es abermals sie war, die ihre Stimme erhob.
"Im Grunde ist diese Krone nur eine Fälschung eines wahrhaften Artefaktes der Riesen, welches ihnen schon vor langer Zeit entwendet wurde: die Eiskrone von welcher Eure Riesen sprachen. Sie wurde von Einem der Ihren nachgebaut. Ob nur, da er die Anderen täuschen wollte, oder aber um eine neue Basis für die Schaffung eines neuen Artefaktes dieser Art, das können wir nur vermuten. Nach Eurer Geschichte vermute ich eher letzteres. Die Krone selbst ist unmagisch, doch birgt sie das Potential dazu. Dieser Kristall kein gewöhnlicher, wie ihr selbst erlebt hattet: er lebte. Sein Bewußtsein schlummert noch immer in dieser Krone..."

Kurz hielt sie inne und legte in einer nachdenklichen Geste einen Finger auf die Lippen.
"...Kennt ihr den Effekt einer Stimmgabel, die einmal geschlagen leise vor sich hin singt? Für sich allein ist sie kaum hörbar, doch wenn man sich mit ihr einer zweiten nähert, die auf den gleichen Ton gestimmt ist, so beginnt diese leise mitzusingen. Und wenn diese zweite eine Basis hat, wie etwa Holz oder Stein, dann wird der Ton deutlich hörbar und das Echo lässt auch die erste lauter klingen. Auch Kristalle haben ihren eigenen Ton. Ihr habt Zweifellos die Gegend um den Ursprung der Kristallkrone gefunden. Mit etwas Geduld und feinem Gehör könntet ihr den genauen Ort ausfindig machen von dem der Kristall genommen wurde..."

Eben noch hatte Willard leise einige Worte mit einem Knappen gewechselt.
"...Der Burgverwalter soll sich darum kümmern, daß das Fenster zugemauert wird - und fragt den Baumeister wie das passieren konnte, daß unsere heiligste Kammer neben den Gebetsstätten ein solches eklatantes Sicherheitsrisiko aufweist. Außerdem soll der magische Schutz der Reliquienkammer erneuert werden. Die Runen haben anscheinend unter dem Umbau gelitten..."

Bei Rawenas Worten horchte er dann allerdings auf.
"...Und dieser Iroh, der sie angeblich stehlen wollte, war dort, sagt ihr!?
Er wirkte nun doch beunruhigt und erhob sich.
"Dann sollten wir zur Tat schreiten und nicht länger darüber reden. Wenn es sein muß, so stellen wir Euch die Kristallkrone zur Verfügung, wenn es nur hilft mehr über diesen Mann und seine Forschungen herauszufinden. Lasst sie nur nicht in seine Hände fallen. Gibt es sonst noch was, was ihr benötigt?"
23.12.2011 15:45:56
Aw: Die gestohlene Krone (#54407)
Lealand
Fast unmerklich schüttelte Bolnar den Kopf, über das Gesagte, über Vieles davon. "Bündnisse werden aus Notwendigkeit heraus geschlossen, selbst jene, die noch so gut gemeint sind! Das Vertrauen ist dann eine Frucht dieser Bündnisse, wenn sie denn gedeihen darf." dachte er bei sich "Das ist sogar bei meinem Volk so Mensch und das ist rechtschaffener als das Eure jemals sein wird!" Aber er ließ diese Gedanken ungesagt und kümmerte sich lieber um Eileena, als diese plötzlich einen Schritt zurück machte. Er legte der jungen Bardin eine Hand an den Unterarm, um ihr zu bedeuten, daß er da war und sie keinen Grund hatte besorgt oder verunsichert zu sein.

Nach einem kurzen aufmunternden Blick zu ihr begann er dann, an Pakusch gewandt zu sprechen. "Dann gilt es also eine kleine Expedition vorzubereiten, in die Höhlen der Frostriesen, zu diesen Kristallen. Wenn Ihr erlaubt würde ich gern einen Vetter aus Telodûr dorthin mitnehmen, den Darsamkuldar Argoin Grimmaxt. Er dürfte Euch bekannt sein, denn er hält grosse Stücke auf Eure Gemeinschaft und Euer Bestreben Gerechtigkeit über diese Lande zu bringen. Ich denke er wird eine enorme Unterstützung sein, denn kaum jemand ist im Kampf gegen Riesen so geübt wie unser Volk und er hat seine Hilfe angeboten, wann immer sie gebraucht wird."

Bolnar verneigte sich, knapp aber höflich und schaute dann zu Rivan. "Übrigens hoffe ich doch, daß ihr eine Art von magischer Barriere oder dimensionalem Anker um das Gefängnis des Mephits gelegt habt. Sonst könnte es gut sein, daß er auf seine Heimatebene zurückberufen oder einfach an einem anderen Ort beschworen wird. [i]Das[/i] wäre dann unserem Bestreben, ihn nach Antworten zu befragen, wohl sehr abträglich fürchte ich. Doch lasst uns hoffen, daß er noch da ist, wir ihn befragen können und dann mit den Vorbereitungen für unser Unternehmen beginnen können, jetzt wo alles gesagt ist, fürs Erste." Daraufhin verneigte er sich erneut und blieb abwartend neben Eileena stehen, während er seine Hand nun zurückzog, um ihr die Möglichkeit zu lassen, sich frei zu bewegen.
31.12.2011 15:30:26
Aw: Die gestohlene Krone (#54625)
Djamira
Etwas verwirrt verfolgte Eileena die folgende Diskussion und wusste offensichtlich nicht so recht, auf was sie nun zuerst antworten sollte, oder ob es überhaupt an ihr war etwas zu sagen. Aber da sich nach Bolnars Worten eine Weile niemand mehr äußerte warf sie zuerst an Ruwena gerichtet überrascht ein

"Ihr wisst bereits, dass Meister Iroh es war, der die Kristallkrone stehlen wollte? Aber wofür brauchen wir denn dann Surtur noch hier? Falls er überhaupt noch hier ist."

Sie konnte sich ein leichtes Schmunzeln bei dem Gedanken an den kleinen Teufel nicht verkneifen, wurde aber gleich wieder ernst und meinte nachdenklich

"Ich glaube wir haben den Ort, von dem der Kristall der Krone stammte schon gefunden. Zumindest so Nahe wir diesem ohne weitere Hilfe kommen konnten. Er liegt ziemlich weit unten in einer großen Kammer der Eishöle. An einer Stelle dort ist die Schwingung, die den Kristall mit der Krone verbindet besonders stark. Es war für mich ..."
Ihr Blick wanderte etwas unsicher zu Rivan ...
"... es war für mich, als würde ich mit dem Bewusstsein der Krone mitgerissen werden. Ich kann aber nicht sagen ob an einen anderen Ort oder in eine andere Zeit. Eine eigenartige Ruhe und ... Reinheit schien mich dort zu umgeben und es war ... es war glaube ich gar nicht so einfach davon wieder los zu lassen."
Sie sah sich noch einmal hilfesuchend um und ergänzte dann etwas zaghaft
"Auf jeden Fall kann ich mich nicht daran erinnern, wie wir aus der Höhle heraus gekommen sind. Und danach habe ich den Kristall auch sofort hier abgegeben."
20.01.2012 14:57:55
Aw: Die gestohlene Krone (#55375)
Lealand
Noch einmal blickte Bolnar sich unter den Versammelten um, nachdem Eileena geendet hatte. War das tatsächlich so, oder kam es nur ihm so vor? Waren hier alle so unentschlossen, eigentlich schon fast ratlos? Vom Rumsitzen würden sie jedenfalls nichts erfahren und die Einzelheiten konnte man im Laufe der Planung bereden.

"Dann würde ich sagen," begann er zu sprechen "jemand sollte sich mal mit einem gewissen Mephit unterhalten! Jemand, der die richtigen Fragen zu stellen weiß, in einer Sprache, die das Ding auch versteht. Ich schließe mich gleich davon aus, da ich mir sicher bin, nicht die notwendige Geduld für so ein kleines Teufelchen aufbringen zu können. Bei mir hätt er am Ende wohl eher einen Hammer auf dem Kopf, oder würde irgendwo am Kopf meines Hammers kleben, das kleine Mistvieh."

Als alle Augen auf Bolnar gerichtet waren, aber niemand etwas sagte, sondern vielmehr jeder darauf wartete, ob er noch mehr sagen wollte, fuhr er fort

"Eure Dame Rawena und die gute Eileena hier scheinen mir am geeignetsten dafür, sich mit Surtur zu unterhalten. Selbst in meinem Volk sind es zumeist die Frauen, die in der Lage sind weit mehr Geduld und Verständnis aufzubringen, als die männlichen Vertreter und da hab ich kein Problem damit, das auch so unumwunden zuzugeben. Wenns also sonst nichts Ebenenbewegendes mehr gibt. Ich werde mich so gut möglich auf die Expedition zu den Riesen vorbereiten und Nachricht nach Telodûr senden, so Euch der Darsamkuldar Argoin Grimmaxt willkommen ist!"

Mit diesen Worten endete Bolnar, der mitlerweile direkt in der Mitte des Raumes stand und auf abschließende Reaktionen wartete. Zwar war er ein gemütlicher Geselle, der auch gern mal einen über den Durst trank, aber Müßiggang war ihm zuwieder.
23.04.2012 19:15:03
Aw: Die gestohlene Krone (#59146)
Djamira
[spoiler][i]((OOC: Die kommenden 3 Posts sollen die Geschichte um die Kristallkrone zu einem Abschluss bringen. Das Ganze spielt sich bei der Expedition ab, die im Zusammenhang mit der Heilung von Desmond Pakusch unternommen wurde. Die Posts hier sind bewusst soweit möglich aus Eileenas Sicht und mit dem Schwerpunkt auf die Krone geschrieben. Die Geschichte der Expedition selbst, wird die Tage - hoffentlich ;) - in [url=http://www.amdir.de/index.php?option=com_kunena&func=view&catid=29&id=54948&Itemid=128]diesem Thread[/url] erzählt werden.))[/i][/spoiler]

Beinahe ein Jahr war vergangen ....

Ein Jahr in dem viel passiert war, aber wenig was mit der kristallenen Krone zu tun gehabt hätte, die damals von einer Gruppe aus Freunden einem kleinen Feuermephit abgenommen worden war, der versucht hatte sie zu stehlen. Die Krone, eine von Riesen aus „lebendem Kristall“ gefertigte Nachbildung eines Artefakts mit Namen „Eiskrone“, lag wieder an einem sicheren Plätzchen in der Asservatenkammer der Ritter auf Burg Winterrache. Der Mephit Namens Surtur dagegen, war vermutlich mit dem Tod seines Meisters Iroh endgültig auf die Feuerebene zurückgekehrt. Zumindest hatte Eileena von diesem seither nichts mehr gehört.

Dass die Krone eine „Fälschung“ war, die jedoch durchaus ihre eigene Magie besaß, war recht schnell klar gewesen, ebenso, dass Surtur sie wohl eher aus Versehen hatte stehlen wollen. Überraschender war die Information, dass die Ritter anscheinend auch wussten, wo das Original, die Eiskrone, zu finden war. Auch wenn sie aus ihren Gedanken nie völlig verschwunden war, so war mit dieser Information für Eileena die Geschichte um die Kristallkrone beendet.

Vorerst.

Um der Krankheit von Sir Desmond auf den Grund zu gehen, hatten die Ritter eine [url=http://www.amdir.de/index.php?option=com_kunena&func=view&catid=29&id=54948&limit=6&limitstart=6&Itemid=128#55807]Expedition zu den Eisriesen[/url] geplant. Dass Eileena dabei sein sollte war wohl eher dem Zufall und ihrer Verbindung zu dem Ritter Lealand Dorn geschuldet, denn ihrer nicht besonders ausgeprägten Kenntnisse in Heil- oder Zauberkunde. Dafür sollten denn auch einige Priester, die Maga Cosima Aarveon und der Magierschüler Shalos Natrina die Expedition unterstützen. Um so überraschter war die junge Bardin, als sie einige Tage vor dieser Expedition einen [url=http://www.amdir.de/index.php?option=com_kunena&func=view&catid=29&id=54948&limit=6&limitstart=12&Itemid=128#59025]Rucksack in ihrem Zimmer[/url] vorfand, in dem – in ein samtenes Tuch gehüllt – die Kristallkrone verborgen lag.

In den Nächten vor der Expedition kamen in ihren Träumen die Erinnerungen zurück. Das „Lied“ der Kristalle, die Bilder der Kristallebene, die sie in ihrem Geist hatte sehen können und die Geschichte der Entstehung der Krone. Und mit dieser Gefühle von Überraschung, Entsetzen, Trauer, Verzweiflung und eine Überwältigende Sehnsucht nach Freiheit. Aber keinerlei Hinweis darauf was die Krone mit ihrer Suche nach dem Amulett zu tun haben könnte.
23.04.2012 19:15:59
Aw: Die gestohlene Krone (#59147)
Djamira
Der Hinweis auf die Kristallkrone war zu deutlich gewesen um ihn zu ignorieren. Also packte Eileena neben der Krone noch ein paar nützliche Dinge in den praktischen kleinen Rucksack und schnallte ihn sich anstatt ihrer üblichen Laute auf den Rücken. Sollten sie wirklich Bedarf an Musik haben, hatte sie noch immer ihre Flöte dabei und zum Singen und Lautespielen würde ihr dort in der Kälte wohl ohnehin nicht zumute sein.

Die Teilnehmer an der Expedition trafen sich vor der Burg. Besonders freute sich Eileena, dass ihre Freundin Cosima dabei war und hoffe ihr auf dem Weg noch von der Krone erzählen zu können – was aber leider nicht klappen wollte. Die strategische Organisation den Rittern überlassend und die Suche nach dem Amulett der Hexenmeisterin und dem Priester Draco, konzentrierte sich Eileena von Anfang an mehr auf die Kristalle in der Höhle.

Viel früher als beim ersten mal und vor allem viel früher als gedacht, fingen die Kristalle in der Höhle und die Krone an, aufeinander zu reagieren, so dass die Schwingungen bald von allen deutlich zu vernehmen waren. Sie waren noch nicht allzu weit gekommen, als Eileena in einer ansonsten leeren Höhle zum ersten mal anhielt um die Krone aus dem Rucksack zu nehmen. Wie schon beim ersten Mal schienen sich die Klänge gegenseitig zu verstärken, jedoch blieb der Sog ins Innere der Krone, den Eileena befürchtet hatte, diesmal aus. Dafür schienen die Kristalle in der Höhle ebenso wie die Krone mit einem leichten Leuchten zu reagieren. Mit kurzen Worten versuchte Eileena den anderen zu erklären was es mit der Krone auf sich hatte, bevor sie ihren Weg fortsetzten.

[b]Der Handel[/b]

So gut es ging versuchte Eileena das ständige Summen der Krone in ihrem Rucksack zu ignorieren um die Suche nach dem Amulett nicht unnötig aufzuhalten. Bis sie in den ansonsten beinahe unnatürlich stillen, kalten und vor allem leeren Gängen und Kavernen auf drei wirklich riesige Riesen trafen. Hätte Eileena noch eine einigermaßen brauchbare Idee davon gehabt, wie sie aus der Höhle hätte hinausgelangen können, hätte sie vermutlich umgehend die Flucht ergriffen. Lealand, Draco und Boba hatten sich aber offensichtlich vorgenommen mit diesen Ungetümen zu reden!

Zusammen mit Cosima, Shun Yamato, Gennia und dem Elfen Eir hielt sie respektvollen Abstand zu der Gruppe, bei der es sich offensichtlich um einen Anführer und seine beiden Leibwächter handelte. Erst als einer davon ihnen bedrohlich nahe kam, versuchte sie sich an diesem vorbei zu schleichen, was mit der summenden Krone im Rucksack wohl keine ganz so tolle Idee war und damit endete, dass der Riese Anstalten machte nach ihr zu greifen.

Mit einem leider nicht wirklich leisen Aufschrei und einem ebenso wenig eleganten Sprung brachte sie sich hinter den drei verhandelnden Rittern in relative Sicherheit. Von diesem Erlebnis ziemlich geschockt bekam sie von dem Gespräch der Ritter mit den Riesen nicht mehr viel mit – mit Ausnahme des Umstandes, dass es Draco wohl gelungen war die Aufmerksamkeit des einen Leibwächters auf sich zu ziehen, wofür sie ihm von Herzen dankbar war. Erst als Lealand die Krone als Verhandlungsgegenstand ins Gespräch brachte, versuchte sie sich wieder darauf zu konzentrieren.

Auf seinen riesigen Speer aufgespießt betrachtete der Anführer den, als von Riesen gefertigt, eigentlich doch recht kleinen Gegenstand. Leider erkannte er die Kristallkrone jedoch als Fälschung – als Nachbildung der Eiskrone – was aus ihrem Blickwinkel wohl auch richtig war. Eileena verstaute die Krone seltsam erleichtert wieder in ihrem Rucksack. Irgendwie wäre ihr nicht wohl dabei gewesen, hätten die Riesen sie für sich beansprucht.

Der Handel aber wollte nicht so recht voran kommen und beinahe schien es so, als müssten sie den kalten und nicht ungefährlichen Abstieg hierher noch ein weiteres Mal wagen. Da kam Eileena eine Idee, von der sie jedoch nicht ganz sicher war, ob sie dem Paladin, der zusammen mit den beiden anderen Rittern die Verhandlungen führte, auch gefallen würde.
Vorsichtig angelte Sie nach ihrer Flöte und nahm die Melodie der Kristalle mit diesem kleinen Instrument auf. Nach und nach wob sie die den Barden eigene Magie in die Musik um ihnen die Riesen ein wenig gewogener zu machen und die Chance zu erhöhen, dass sie einer anderen Art von Handel zustimmen würden.

Ob es nun ihre Musik war oder die Gier der Riesen nach ungewöhnlichen oder glitzernden Gegenständen – einer wollte doch tatsächlich Anfangs den Ritter Draco in seiner glänzenden Rüstung behalten! – letztendlich stimmten die drei einem Handel zu, zu dem die meisten in der Gruppe den einen oder anderen Gegenstand beitrugen. Im Austausch dafür sollten sie die Information bekommen, wo in dem riesigen Labyrinth der Eishöhlen, das winzige Amulett zu finden sein könnte.
23.04.2012 19:16:21
Aw: Die gestohlene Krone (#59148)
Djamira
Der Anführer der Riesen führte sie noch tiefer in die Höhlen hinein. Genau in die Richtung, die Cosima zuvor bereits vorgeschlagen hatte. Ob sie mit Hilfe ihrer Magie das Amulett nicht auch ohne die Riesen gefunden hätten? Dieser Gedanke beschäftigte Eileena als sie der Gruppe folgte. Sie hatte das Gefühl, die Kälte würde ständig extremer werden und auch ihre Gedanken fühlten sich langsam aber sicher an, als wären sie eingefroren.

Der Riese führte sie zu einer kleinen Höhle die angefüllt war mit leuchtenden Kristallen. Als sie näher kamen begannen diese lauter als je zuvor im Einklang mit der Krone in ihrem Rucksack zu summen und zu klingen. Eileena fühlte sich beinahe wie in Trance und konnte sich kaum noch auf die Umgebung konzentrieren. Irgendwann waren die Schwingungen stark genug um einige der großen Eiszapfen von der Höhlendecke zum herabfallen zu bringen. Lealand schaffte es doch glatt sich von einem davon halb aufspießen zu lassen, was Eileena immerhin aus ihrem seltsamen Zustand riss. Als sie sich davon überzeugt hatte, dass er sich dabei nur einige offensichtlich zwar schmerzhafte, im Moment jedoch ungefährliche Prellungen zugezogen hatte, folgte sie der zunehmenden Intensität der Schwingungen tiefer in die Höhle hinein.

Das Geräusch, in dessen Mittelpunkt sie sich ständig zu befinden schien, zerrte an ihren Nerven. Als sie es nicht mehr ertragen konnte, nahm sie den Rucksack ab, lehnte ihn an eine Wand des Höhleneingangs und brachte wenigstens eine kleine Distanz zwischen sich und die Schwingungsquelle während sie sich im inneren der Höhle kurz umsah. Es war jedoch kein Amulett zu sehen, wie sie betrübt feststellte. Allerdings schien von den Kristallen um den Rucksack herum plötzlich ein seltsames Leuchten auszugehen.

Stirnrunzelnd betrachtete Eileena diese Reaktion. Sie wollte die Expedition nicht schon wieder durch die mitgebrachte Krone von ihrer eigentlichen Aufgabe abhalten. Andererseits musste sie irgendwie diesen Summen los werden, sonst würde sie vermutlich noch wahnsinnig. Seufzend nahm sie die Kristallkrone aus dem Rucksack und brachte sie schnell in die Mitte der kleinen Höhle, legte sie dort ab und begab sich wieder zum Eingang. Ein seltsames Gefühl der Erleichterung und Zufriedenheit überkam sie. Ja, das fühlte sich richtig an. Beinahe ohne es selbst zu bemerken griff sie nach ihrer Flöte und nahm wiederum das Klingen der Kristalle auf. Die Melodie berührte sie in ihrem Innersten und sie wusste, sie war perfekt.

Noch während ihrem Spiel begann die Krone zu leuchten, die Kristalle um sie herum schienen sich zu verdichten. Erst unmerklich und dann als wie wenn ein großer Druck entfernt wird, begann das Summen der Kristalle langsam abzuklingen. Nach einer kleinen Weile ließ auch Eileena ihre Melodie verklingen und starrte mit großen Augen dorthin, wo vor kurzem noch die Krone gelegen hatte. Eine Erscheinung, kaum mehr als ein Hauch gefrorener Nebel und dennoch unglaublich schön lächelte der Gruppe entgegen.
„Ein Kristallgeist.“ Hörte sich Eileena mehr zu sich selber flüstern. Sie hatte die lebenden Kristalle auf ihrer Ebene gesehen, es konnte nichts anderes sein.

Mit leiser Stimme, so klar und zerbrechlich wie Glas sprach der Geist zu ihnen.
„So lange habe ich gesehnt, wurde gefunden und zurückgebracht ... nun sollt ihr finden, was ihr sucht. Niemand kennt diese Höhle besser als die Kristalle.“

Von Kristall zu Kristall schien der Geist zu wandern und so die Gruppe in eine weitere Höhle zu führen. Die Kälte hier schien noch intensiver zu sein als sie in diesen Höhlen ohnehin schon war und das atmen fiel allen merklich schwer. Der Kristallgeist jedoch deutete auf eine Eiskonstruktion in der Mitte der Höhle. Das Eis war hier klar wie Glas und eingebettet in seinem Herzen, umgeben von ewiger Kälte, schimmerte ein ovales, weißgoldenes Medaillon.

Trotz der spontanen Freude über diesen Fund wurde Eileena von einem sonderbaren Gefühl des Verlustes erfasst und als sie sich umsah, war der Kristallgeist verschwunden.
„Sie ist zuhause“ flüsterte sie leise und nur für sie selbst hörbar. Ein Lächeln umspielte ihre halb erfrorenen Züge. Mit dem leisen Summen dieser perfekten Melodie machte sie sich zusammen mit den anderen an die Arbeit, das Medaillon aus dem Eis zu bergen.

Vielleicht, so nahm sie sich innerlich noch immer lächelnd vor, sollte sie zu dieser Melodie einen Text ersinnen, es wäre das vollkommene Lied.