04.10.2011 12:57:03 | Vom Erbe des Lichts (#52200) |
Lisk | Schon seit Anbeginn der Zeit hat es ihn immer gegeben - den Kampf zwischen Licht und Finsternis. Kein Tag war vergangen an dem je ein Waffenstillstand geherrscht hätte. Und keinen Tag würde es je geben an dem eine Seite ihr immerwährendes Streben um einen Sieg zurückstecken durfte. Nur einen Tag der Müdigkeit und der Kampf der Vorväter drohte verloren zu werden, da der Gegner nicht zurückstecken würde, sondern vielmehr noch in Triumph zum endgültigen Schlag ausholen würde. Der junge Ritter Willard Pakusch saß vor dem viel zu geordneten Schreibtisch seines Vaters und blickte auf den leeren Stuhl dahinter. Von einer Krankheit hatte er zwar gewußt, doch daß die Lage [i]so[/i] schlimm sein würde, hatte er sich selbst in Alpträumen nicht ausmalen können. Das Böse auf Amdir hatte die Zeit genutzt, an Stärke, Macht und Einfluss gewonnen und schien den Worten seiner Eskorte nach gerade dabei zu sein zu einem solchen Schlag auszuholen: Hinterhalte auf Ritter im Norden durch die Barbaren der Nebellande, Untote auf der Leuchtturminsel im Süden, Mirhaven dabei infiltriert zu werden... Die Lage war ernst und er brauchte Hilfe - sie brauchten Hilfe. Wie dankbar er war, daß sich Ritterin Keldra und der bunte Trupp um sie herum sich bereit erklärt hatten sich um die Untotensache zu kümmern, hatte er von den Problemen dieser Insel überwältigt nicht angemessen zeigen können. Stattdessen hatte er sie auch noch kritisiert. Seiner Meinung nach berechtigt, doch war die Heftigkeit seiner Reaktion keinesfalls verhältnismäßig gewesen. Der Ritter atmete tief durch. Er hatte noch viel zu lernen. Eigentlich sah er sich noch lange nicht bereit den Orden an seines Vaters statt zu führen, doch wer sollte es sonst tun, da die Krankheit ihn nahezu handlungsunfähig machte? Und was, wenn er nun... Nein! Er würde ihn nicht aufgeben! Hoffnung gab es immer! Man mußte nur erkennen wann es besser war zu beten und wann es besser war zu handeln. Ja! Er brauchte Hilfe! Um seines Vaters Willen und um der Insel Willen. Und er wußte wo er welche bekommen würde... *** Wenige Minuten später hielt ein Knappe Rivan auf, dem gerade "Samson" wie erbeten für eine rasche Rückreise nach Mirhaven fertig gestriegelt und gesattelt an die Tore geführt wurde. "Ah, Herr Fearis? Verzeiht, aber Herr Pakusch... der junge... fragt, da ihr heute schon abreist, ob ihr die hier gerade mitnehmen und übergeben könntet? Sie sind eilig." Mit diesen Worten hielt er zwei Briefe hoch. Beide mit dem Siegel der Ritter versehen. "Der hier muß schnellstens in die Kerzenburg. Übersee dauert zu lange, doch die Magier in der Akademie kennen sicher einen Weg... und der hier muß nach Hohenbrunn und einem Hin namens Ben Löwenzahn übergeben werden." [spoiler]Den Brief an die Akademie kann auch gern Rickon vermitteln. Schön wäre, wenn ein Magier-SC drauf angespielt würde und der Brief mglst noch diese Woche seinen Bestimmungsort im RP erreicht. Was den Brief an den Hin angeht...siehe PM ;)[/spoiler] |
06.10.2011 12:54:35 | Aw: Vom Erbe des Lichts (#52275) |
Elster | Der Silberwächter strich dem braunen Hengst durch die Mähne. Mit kundigem Blick nickte er dem Stallknecht zu und nahm die Zügel entgegen. "Samson heißt er, hm? Ein schönes Tier" fragte er gerade, als der Knappe die Bitte seines Herrn äußerte und ihm die Briefe beinahe demütig entgegenhielt. "Botendienste sind mir nicht fremd," Rivan lachte und nahm die Schreiben entgegen. Sorgsam verbarg er sie in einer der Taschen seines Umhanges und schwang sich dann elegant auf das Pferd. "Sagt Eurem Herrn, dass ich wie der Wind reiten werde. Mit Tymoras Segen bin ich gegen Mittag in Mirhaven und werde von dort über Elboria nach Hohenbrunn reiten." Er hob die behandschuhte Hand zum Gruß. "Die Lächelnde Göttin mit uns!" Dann gab er Samson die Sporen. So schnell die starken Beine des Pferdes es erlaubten preschte er den schmalen Bergpfad hinab gen Andorien. |
06.10.2011 21:54:18 | Vom Erbe des Lichts (#52297) |
Soul of GJ | Auf halben Weg zwischen der Bergfeste und Mirhaven lauerte eine unsichtbare, in eine dunkle Kutte gehüllte, Gestalt. Diese beobachtete Rivan aus sicherer Entfernung. Als Rivan auf dem Pferd immer näher stürmte streckte die Gestalt ihren Arm in Richtung des Reiters aus und verfolgte damit dessen Weg. Die Gestalt begann sich zu konzentrieren. Rivan galoppierte auf Samson gerade neben einem Gebüsch her, als die Gestalt ihre Hand schloss … |
07.10.2011 08:09:41 | Aw: Vom Erbe des Lichts (#52302) |
Elster | Nekromanten, Untote, Ritter und er als Büttel in einer diplomatischen Mission zu Elfen, Hin und Zwergen. Welches Schicksal war für ihn wohl vorgesehen, welche Pläne hatte die Lächelnde Göttin mit ihm? Rivan preschte durch die Ebenen Andoriens und trotz der hohen Geschwindigkeit des treuen Tieres, ließ er die Geschehnisse der letzten Zehntage vor seinem inneren Auge Revue passieren. Oh ja, es hatte ihn wirklich nicht allzu schlecht getroffen. Zum erstenmal war er jemand, wenn auch in den Augen vieler wohl nur ein Silberwächter, aber dennoch hatte er das Söldnerleben hinter sich gelassen. Er hatte Gold. Jede Menge Gold, mehr als wohl die meisten Menschen jemals in ihrem erbärmlichen Leben zu sehen bekamen, aber dies war nicht alles. Mit dem Dienst in der Wache hatte er auch das erste Mal seit langem so etwas wie Freundschaft gefunden. Turc und Baba, seine Kameraden, waren dort wohl als erstes zu nennen, aber auch viele andere waren zu nennen, denen er sich verbunden fühlte. Gestalten des Lichts, Gestalten des Dunklen und auch Wesen, aus scheinbar purem Wahnsinn. Er dachte an die Streiter von Mystra und Torm, aber auch an die kleine angehende Erzmagierin. Und natürlich auch an den so harmlosen Barden von der Ascheinsel, der doch wohl das ein oder andere düstere Geheimnis hatte. Mehr als alle anderen zusammen, ja beinahe mehr sogar als die Gefahr in die er sich stürzte, beschäftigte diese kleine, wunderschöne Elfe seine Gedanken. Oh! Tymora, gib auf dieses wundervolle Wesen, mit seiner grün schimmernden Haut Acht! Was wäre alles Gold der Welt nocht wert, würde man das Glück damit verspielen? Mit einem Schlag schwanden Rivan die Sinne, das Grün der Ebenen wandelte sich in finsterstes Schwarz, nur durchbrochen von blutroten Blitzen reinen Schmerzes. Sein ganzer Körper verkrampfte sich, die Glieder versagten dem Silberwächter ihren Gehorsam. Nur ein Fügung der Glücksgöttin selbst war es wohl zu verdanken, dass Samson, der braune Hengst, die Reaktion seines Reiters spürte. Es verlangsamte aus dem vollen Gallop. Mit lautem, beinahe panischem Wiehern schien es verkünden zu wollen, dass es auch den kalten Zugriff der finsteren Gestalt verspürte. Samson bäumte sich auf, im Stand drehte er sich wild im Kreis. Sein Reiter konnte sich nicht halten, die verkrampften Glieder lösten sich von Zaumzeug und Leib des Pferdes. Rivan schlug hart auf den Boden auf. Für den Silberwächter gab es in diesem Moment weder das Pferd noch das feuchte Gras, in dem er landete. Seine Welt bestand aus Kälte, Finsternis und Schmerz. Zuckend, bar jedes Sinnes lag er am Boden und dennoch waren seine Augen weit aufgerissen, seine Kehle formte einen tonlosen Schrei. Aus Mund und Nase trat ihm blutiger Schaum... |
07.10.2011 20:04:32 | Vom Erbe des Lichts (#52315) |
Soul of GJ | Ein Skelettkrieger zerrte Rivan ins Gebüsch und begann damit Rivan einige Sachen zu entwenden. Die düstere Gestalt schritt unsichtbar herbei. Durch die Informationen die der finstere Mann hatte, waren die Briefe schnell gefunden. Er löste die Wachssiegel vorsichtig von den Umschlägen, um diese noch verwenden zu können. Dann las er die Briefe und sorgte dafür, dass die Empfänger nicht den Brief bekamen der für sie bestimmt gewesen war. Um sein Tun zu verschleiern bragte er die Wachssiegel an den Umschlägen der „neuen“ Briefe an. |
08.10.2011 07:58:59 | Aw: Vom Erbe des Lichts (#52322) |
Ylenavei | Wie ein schwarzer Blitz schoss der Panther durch das hohe Gras der Ebene von Andorien. Atemlos mühte Ylenavei, die junge, smaragdhäutige Waldelfe, mit der rennenden Katze Schritt zu halten. Sträucher flogen im Dunkel der Nacht vorbei, die sonst so sanften Wellen der Ebene hoben und senkten sich wankend unter ihren hastigen Schritten. Welch eine Witterung hatte ihre Tiergefährtin nur aufgenommen, fragte sich die junge Waldläuferin, die Aurora mit solch unsäglicher Geschwindigkeit über die Ebene hetzen liess? Abrupt bremste Ylenavei ihren Lauf, als die grosse schwarze Katze einen scharfen Bogen um einen Strauch beschrieb und innehielt, um das, was sie eben umrundete, mit angelegten Ohren und schlagendem Schweif anzustarren. Die junge Elfe erkannte eine Gestalt neben dem Gewächs am Boden, die..sich zusammenkrampfte und wand und wie vor Schmerzen stöhnte. Ein Hut war zur Seite gerollt, ein edler Fellmantel gab ein tiefrotes Wams frei, ein Wams, welches Ylenavei kannte. Ehe diese Erkenntnis in ihr Bewusstsein durchdrang, hatte die Waldelfe die letzten Schritte hinter sich gelassen. Nun vermochte sie das Gesicht des Mannes vor ihr zu sehen: Rivans Gesicht, nahezu zur Unkenntlichkeit verzerrt. Ylenavei gaben die Knie nach. Kaum war sie zu Boden gesunken, rüttelte sie den Silberwächter, rief ihn an, in der Hoffnung, er mochte sie hören, zu sich kommen. Doch Rivans Leib zuckte völlig unnatürlich, krampfte erneut, dass es der jungen Elfe schier das Herz zerriss, und die Laute, welche sich seinem Mund entrangen, waren wirr und unverständlich. Blutiger Schaum quoll zwischen seinen Lippen hervor, als Ylenavei zwischen all dem das Wort "Brie...fe..." zu erkennen glaubte. Klamme Furcht ergriff ihre Seele, als sie hastig den bebenden Brustkorb des Menschen nach einer allfälligen Wunde absuchte - und keine fand. Was beim Grün der Bäume geschah hier nur? Wieder streckte sie die Hände nach Rivan aus, rüttelte ihn bei den Schultern, und musste mit ansehen, wie ein weiterer unsäglicher Krampf Rivans Körper schüttelte. Ylenavei spürte, wie ihr die Tränen in die Augen schossen, als sie hilfesuchend zu Aurora aufsah. Doch die Pantherdame verharrte erregt und kampfbereit an ihrem Platz. Hilflose Verzweiflung griff nach der jungen Waldelfe, und sie glaubte schon, davon verschlungen zu werden, als ein jähes Wiehern an ihr Ohr drang. Als Ylenavei aufsah, gewahrte sie ein gesatteltes Pferd, welches sich nur wenige Schritt entfernt wild aufbäumte, und über dem Rücken des Tieres....auf einer fernen Hügelkuppe glaubte die junge Elfe eine Gestalt zu erkennen, welche mit rot glühenden Augen zu ihr und Rivan hinüber sah. Lange Augenblicke von diesem Glühen gefesselt tastete sie nach ihrem Bogen, der irgendwo neben ihr liegen musste. Doch kaum berührte sie das Holz, wallte Nebel auf, und das letzte, was Ylenavei von der Gestalt sah, glich einer wegwerfenden Handbewegung. Ein Ruck durchfuhr sie, als Rivans Leib sich jäh unter ihren Händen krümmte. Er bog sich so sehr, dass Ylenavei fürchtete, sein Rückgrat mochte brechen. Dann entrang sich der Kehle des Silberwächters ein so markerschütternder Schrei, dass die hilflose Waldelfe laut aufschluchzte. Bebend zog sie den krampfenden Körper an sich, schlang die Arme um seine Schultern. "Rivan...bitte..lasst mich hier nicht allein...", flehte sie unter Tränen, stumme Stossgebete an die Götter senden, welche ihnen auch beistehen mochten. Plötzlich öffneten sich die Augen des Menschen, doch als Ylenavei seinem Blick begegnete, sah sie in nacktes Weiss verdrehter Augäpfel. Verzweifelt zog die junge Elfe Rivans Kopf an ihre Brust, hielt den bebenden Leib mit beiden Armen, weinte in stummer Hilflosigkeit. Sie gewahrte nicht, wie Stunden vergingen, gewahrte nicht die Morgendämmerung, spürte nicht den sanften Regen, welcher die Schatten der Nacht hinfort wusch. sie gewahrte nicht, dass Rivan ruhiger atmete, seine Glieder sich entspannten. "Yle..na...vei.." Die gehauchten Silben fanden in Ylenaveis Ohr, und als die junge Elfe zu sich fand und in Rivans Gesicht sah, fand sie den Blick erst eines, dann zweier trüber, aber blauer Augen. Der Silberwächter regte sich leicht in ihren Armen, blinzelte. Plötzlich war sein Blick von jäher Erkenntnis erfüllt. "Ylenavei..was machst du denn hier..?", fragte Rivan mit brüchiger Stimme. Die junge Waldelfe spürte, wie neue Tränen ihre Augen füllten, noch ehe sie ein Wort erwiedern konnte. "Aurora...", brachte sie schliesslich hervor, "wir haben Anschleichen geübt..mit den Goblins...als sie plötzlich Witterung aufnahm.." Mit unter Tränen brüchiger Stimme stammelte Ylenavei von der wilden Jagd über die Ebene, mit welcher ihre Tiergefährtin sie zu dem Silberwächter geführt hatte. Rivan hob eine zittrige Hand, berührte sacht ihr nasses Gesicht. "Nicht weinen, wunderbares Wesen", sagte seine schwache Stimme, "dessen bin ich nicht würdig." Die junge Elfe schüttelte den Kopf. "Wenn ich nicht um meinen liebsten, meinen einzigen Gefährten weinen würde, um wen dann?" "Um jene, die durch das Wissen, welches Er mir entrang, sterben mögen, sollten wir weinen." "Er? Welches wissen mag wen in Gefahr bringen? Was ist eigentlich geschehen?" Als der Silberwächter nichtssagend darauf antwortete, suchte er augenscheinlich auszuweichen, alles herunterzuspielen. Doch der Schmerz in seinen Augen strafte seine Worte Lügen. So berichtete er schliesslich von den Briefen, welche er für die Ritterlichen Beschützer nach Hohenbrunn und zu den Magiern in Mirhaven bringen sollte. Er, von welchem Rivan nicht einmal einen Namen wusste, schien danach zu streben, die Vorbereitungen eines Angriffs am Leuchtturm zu stören. Dies war nicht die erste Begegnung mit Ihm, gestand der Mensch, doch der erste solch grausame Angriff. "Er..hat mich missbraucht...gebrochen...", schloss der Silberwächter matt. Die vergangenen Stunden erwachten in Ylenaveis Geist erneut zum Leben. Sie sah Rivan sich vor Schmerzen krümmend, krampfend, nicht mehr Herr seiner selbst. Sie spürte den Kampf, welchen er in ihren Armen ausgefochten hatte, hörte seinen unmenschlichen Schrei. "Er hat...dir wehgetan...", sagte sie, und ihre Stimme brach erneut. Es klang so schlicht, so simpel. Und doch beschrieb es so treffend das Grauen. "Er weiss nun alles, was ich weiss", gab Rivan bitter zurück, "und ich fürchte am allermeisten, dass er nun auch um dich weiss." "Um mich?" Ein klammes Gefühl umschlich die junge Waldelfe. "Aber..ich habe doch garnichts getan, obgleich ich nicht gezögert hätte, wenn nur etwas hätte tun können!" "Deine Nähe, dein Wärme..vielleicht auch deine ehrlichen Tränen...alles, was dich so einzigartig macht, hat mich zurückgeleitet", erwiederte Rivan aus tiefster Überzeugung, doch Kummer begleitete seine Worte. Ylenavei schluckte ihre Tränen hinunter. "Wenn all dies einen solch schrecklichen Bann zu brechen vermag, vermagst du vielleicht dasselbe für mich zu tun - wenn du ebenso empfindest..." "Mein Glück, mein Gold, mein Leben!", Das Leben kehrte jäh in den Silberwächter zurück und Ylenavei löste ihre Umarmung, als er sich aufzusetzen suchte, "alles würde ich tun, um dich vor solchem Unheil zu beschützen!" Eine Welle ungekannter Wärme wogte bei diesen Worten in der Seele der jungen Elfe. Niemals mehr wollte sie von der Seite ihres so tapferen, liebevollen Gefährten weichen. Schon spürte sie erneut Feuchtigkeit in ihren Augen, als Rivan sich aufzurappeln suchte und bestimmt fortfuhr: "Aber wir sollten hier nicht verweilen. Mein Auftrag führt mich nach Mirhaven...das Pferd...?" Sie beide standen auf wackligen Füssen, aneinandergelehnt, als Ylenavei seinen Satz vervollständigte: "...ist noch da. Ein wahrhaft tapferes Ross. Viele andere wären bei deinem Anblick in der Nacht auf und davon." "Sein Name ist Samson", erklärte der Silberwächter, als das treue Tier angetrottet kam und zuliess, dass er sich ächzend in den Sattel zog. "Die Ritter gaben ihn mir für meinen Auftrag. Ein prächtiger Gefährte, wenngleich er es nicht mit meiner Margritta aufnehmen mag. - Doch sag, wirst du mich ein Stück meines Weges begleiten?" Der Mensch streckte ihr die Hand entgegen. 'Nichts lieber als das!', durchfuhr es Ylenavei. Sie spürte, dass sie nun um nichts in der Welt allein sein wollte. Sie klaubte ihren Bogen auf, ergriff die Hand des Menschen, und schon flog sie mit ungeahnter Leichtigkeit empor und kam hinter ihm auf dem Pferderücken zu sitzen. Rasch hängte sie den Bogen über ihre Schulter und umschlang Rivans Leib mit beiden Armen. Der breite Rücken gab ihr Halt und wärmte sie, während Samson geruhsam der Stadt Mirhaven entgegentrottete. Mit jedem Hufschlag bahnten sich Klarheit und Erkenntnis ihren Weg in den erschütterten Geist der jungen Waldelfe. Langsam begann sie zu begreifen, was Rivans Worte über den mysteriösen Angreifer bedeuteten. Sie selbst mochte in Gefahr sein, mochte die Aufmerksamkeit dieses...Wesens, das sich nur in der Nacht zeigte, erregt haben. Wärmesuchen schmiegte Ylenavei sich an Rivans Rücken, als ein Schaudern sie durchlief. Schliesslich, nach einem langen, ereignislosen Ritt, trottete Samson durch das Südtor Mirhavens, und seine beiden Reiter sahen das erste Ziel des Silberwächters bereits vor sich liegen, ohne zu ahnen, was Rivan in seiner Botentasche mit sich trug. |
08.10.2011 19:24:45 | Vom Erbe des Lichts (#52343) |
Soul of GJ | Eine dunkle Vorahnung stieg in dem finsteren Mann auf, als er die Briefe gelesen hatte. Schnell wurden neue Pläne geschmiedet. Rivan blieb liegen wo er war. Der Skelettwächter sorgte nur dafür, dass er nicht entkam. Die Schreiben wanderten zurück in die dafür vorgesehenen Umschläge. Auf eine Manipulation verzichtete er. Denn mit der Information konnte wohlmöglich mehr angefangen werden. So brachte er die Siegel wieder an. Es sollte kaum auffallen, dass er nun den Inhalt der Schreiben kannte. Die Gedanken Rivans waren auch viel interessanter wie die Schreiben. Er hielt dann Rivan wieder mit seiner Macht fest und ließ den Skelettkrieger verschwinden. Dann stieg er auf einen nahen Hügel und wartete. Die Vorahnung hatte ihn nicht getäuscht. Jemand fand Rivan. Doch nicht irgendjemand. Die Informationen, die er so erlangte waren noch um einiges wertvoller. Für ihn und seine Pläne. |
10.10.2011 20:12:39 | Vom Erbe des Lichts (#52395) |
Soul of GJ | Hendrik hatte von [url=http://www.amdir.de/index.php?option=com_kunena&func=view&catid=32&id=52317&Itemid=128#52394] Yien den Brief für Kerzenburg[/url] bekommen. Mit wenigen Teleportsprüngen konnte er in ein Gasthaus nahe der Kerzenburg gelangen. Der direkte Sprung in die Kerzenburg war auf Grund der Schutzzauber der „Festung des Wissens“ nicht möglich. Die Wirtin Marlene kannte er inzwischen sehr gut und war hier gerne gesehen. Damals nach der [url=http://www.amdir.de/index.php?option=com_kunena&func=view&catid=21&id=44275&limit=6&limitstart=18&Itemid=128#48850] Werwolfplage an der Schwertküste[/url] hatte Hendrik den Wiederaufbau des Gasthauses finanziert und war inoffiziell der Eigentümer. Doch er hatte das Gasthaus und dessen Mittel in Marlenes Hände gegeben, da er sich nicht darum kümmern mochte. Seither diente ihm aber das Gasthaus als Teleportpunkt und er hatte sich hier ein festes Zimmer eingerichtet. Zunächst hörte sich Hendrik nach der Empfängerin des Briefes hier um. Denn dieses Gasthaus war das nächste außerhalb der Kerzenburg. Die Gelehrten dort waren schon immer nicht besonders Gastfreundlich. Kein Besucher darf länger als einen Zehntag in Kerzenburg bleiben oder innerhalb von weniger als einem Monat wieder hierher zurückkehren. Wenn er den Brief hier nicht übergeben konnte, dann würde Hendrik den Brief zuvor auf eventuelle magische Fallen prüfen, bevor er am nächten Tag zur Kerzenburg aufbrechen würde. Dort würde er den Torwächter nach der Empfängerin fragen. Zutritt zur Kerzenburg wollte er zunächst keinen. |
11.10.2011 09:20:51 | Aw: Vom Erbe des Lichts (#52409) |
Lisk | Schon im Gasthaus kannte man die Empfängerin des Briefes und erklärte sich bereit diesen ihr zu übergeben, wenn sie das nächste Mal vorbeikommen würde. Im Moment war sie auf eine Kurzreise in Richtung Baldurs Tor aufgebrochen, doch sollte sie in wenigen Tagen zurück sein. Natürlich würde Hendrik versorgt werden, doch wurde ihm versichert, daß er nicht zu warten brauche. Sie würden schon auf das Schreiben acht geben und ausrichten wem der Brief zu verdanken war. [spoiler]((Sry, kein Support außerhalb Amdirs. Dachte auch eher an eine magische als persönliche Übermittung (na gut - das war beides in einem ;). Daher Cut an der Stelle. Es geht irgendwann auf Amdir weiter.))[/spoiler] |
12.10.2011 09:25:04 | Aw: Vom Erbe des Lichts (#52455) |
Elster | Die Sonne stand hoch am Himmel, als der Silberwächter sich dem Ort näherte, an dem dieses Wesen ihn geschändet hatte. Trotz der Helligkeit, blickte er beklommen auf die nahen Hügel. Nichts war dorrt zu sehen, bis auf das Grün des beginnenden Sommers. Samson, das Pferd der Ritter, trabte gemächlich vor sich hin. Es schien die Unruhe seines Trägers nicht zu spüren, oder sich nicht dafür zu interessieren. Es war ein gutes Tier, dass sie ihm überlassen hatten, aber dennoch nicht halb so edel, wie seine weiße Stute, die er sonst ritt. Mochte seine treue Margeritta Ylenavei gut dienen, ihm würde der braune Hengst vor erst genügen. Seine Gedanken wanderten von dem schrecklichen Ereigniss in der Nacht zu dem Gefühl der Geborgenheit und der Wärme, dass er bei seinem Erwachen verspürte. Seiner Errettung. Nie zuvor war er so dicht dem Abgrund gewesen, nicht wissend ob sterbend oder auf ewig leidend, doch dann erschien ihm das Licht. Die ehrlichen Tränen aus diesen wundervollen Augen der Elfin, die seine Haut benetzten waren es, die ihn aus der Dunkelheit rissen. Dieses Salz des Lebens, dass er doch nie verdient, vielleicht aber immer erhofft hatte. Die Gedanken an Ylenavei machten ihm Herz und Magen beinahe schwerer, als das Eindringen des Verdammten. Tymora! In welchen Kreis der Niederhöllen musste er gefangen sein? Und welcher Gefahr hatte er nun seine Gefährtin ausgesetzt? Nur Tymora, die immer Lächelnde, konnte ihm und vor allem ihr nun noch helfen. Und gerade sie, die Göttin der Verzweifelnden, schien ihn nun verlassen zu haben, nichts wollte ihm noch gelingen. Die Gedanken beschäftigten Rivan so sehr, das er kaum die Kälte der Berge und des ewigen Schnees dort bemerkte. Erst als der treue Samson vor dem Tor der Ritterfeste hielt, bemerkte der Silberwächter, dass er an seinem Ziel angelangt war. Er erhob seine Stimme gegen den Sturm und grüßte die Wächter: [i] "Tymora mit Euch! Berichtet Eurem Herrn, Fürst Pakusch, das Rivan Silberwächter zurück ist und von der Überbringung der Briefe zu berichten wünscht!"[/i] |
14.10.2011 13:04:51 | Aw: Vom Erbe des Lichts (#52517) |
Lisk | Die Bauarbeiten, in denen die Burg lange Zeit stand, schienen abgeschlossen: die Arbeiter waren gerade dabei die Holzgerüste abzubauen und den Schutt in Wägen zum Abtransport zu verladen. Im Inneren eilten Bedienstete hin und her, um Decken von den Möbeln zu entfernen, die Läufer zu verlegen und die Wandteppiche aufzuhängen. Überall wurde gefegt, gewischt und geputzt. Man konnte es fast schon erahnen in welchem neuen Glanz die Burg stehen würde, wenn auch diese letzten Vorbereitungen getroffen waren. Der Page, der Samson bei den Zügeln genommen hatte und zu Rivan aufblickte, wirkte einen Moment lang etwas verunsichert: "Also, wenn ihr den Burgherren Desmond Pakusch meint, der ist leider nicht zu sprechen. Und sein Sohn Willard ist gerade mit ein paar Rittern unterwegs die Grenzen zu den Nebellanden abzureiten, wird aber morgen zurückerwartet. "Ist es denn dringend? Wollt ihr warten? Soll ich ihm was ausrichten? "Oder ihr kommt zu den Einweihungsfestlichkeiten in ein paar Tagen. Es werden etliche Diplomaten erwartet und an nachfolgenden Tagen Gespräche stattfinden. Ich bin sicher, daß er sich dann auch für Euer Anliegen Zeit nehmen wird." |
15.10.2011 10:45:30 | Aw: Vom Erbe des Lichts (#52538) |
Elster | Samson trippelte einige Schritte vor und zurück. Für den Pagen war es sichtlich schwer, das Pferd an den Zügeln zu halten und ebenso offensichtlich war es, dass das Tier nicht die leiseste Absicht zu hegen schien, jetzt schon wieder in den Stall geführt zu werden. Der Silberwächter lachte kurz auf, der Widerwille Samsons war doch etwas, dass er verstehen konnte. Trotzdem zog er nach einigen Momenten an den Zügeln und beruhigte das Pferd durch kräftiges Streicheln an dessen muskulösen Hals. "Sagt Fürst Pakusch, dass die Briefe übergeben wurden, doch noch keine Antwort erteilt wurde. Die Magier haben bekannt gegeben, dass sie eine Expedition zur Erkundung des Portalnetzwerkes starten wollen." Kurz zweifelte Rivan, ob der Page auch wirklich zuhören würde, sein Gesichtsausdruck schien nicht gerade von größerer Intelligenz geprägt zu sein. "Elboria hat es abgelehnt, diesen Streich zu unterstützen. Zu gering an Zahl sehen sie sich für so eine Aktion. Habt Ihr das verstanden, junger Meister?" Gutmütig blickte er den Burschen an. "Junger Meister" zauberte zu gleich Verwunderung, wie auch einen gewissen Stolz auf das Gesicht des Burschen, der nun kräftig nickte. "Berichtet dies nur Fürst Pakusch, ich vertraue Euch." Rivan lächelte ihn an und nickte ihm zu und der Page nahm Haltung an, stand stramm, wie wohl noch nie ein Büttel in Mirhaven stramm gestanden hatte. Das er dabei die Zügel los gelassen hatte, viel dem Jungen gar nicht weiter auf, auch Samson machte keine Anzeichen weiter zu tippeln. "Sagt Eurem...unserem Herrn, dass ich versuchen werde zu diesem Empfang zu erscheinen, so Tymora es will." Mit einem Druck seiner Schenkel ließ er das Pferd eine schnelle Drehung vollziehen und ohne eine Antwort abzuwarten, setzte er an davon zu reiten. Nur noch ein schneller Blick zurück, ein kurzer Ruf des Abschiedes folgten, bevor Rivan und der treue Samson über die Brücke preschten. |