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23.08.2011 14:15:05
Im Zeichen der Schlange (#50709)
hannibhaal
Die Texte studierend saß Ssithlaaq im Lesesaal der Akademie Mirhavens. Er hatte sich eine kurze Abhandlung der Geschichte Mirhavens bringen lassen und dem Archivar eine entsprechende Entlohnung dafür gegeben.

Am Anfang war die Rede von Drachen und einem Kampf. Möglicherweise war darin die hohe Anzahl an Halbdrachen auf Amdir begründet. Kleine Bilder, welche die Texte illustrierten zeigten den Kampf eines Roten Drachen gegen einen Silbernen und eine sonderbar klein wirkende Figur, von welcher ein dunkler Strahl ausging.

Weiter lesend war die Rede vom Erstarken Mirhavens und dem Fund eines wundersamen Artefaktes. Auch wurde von einer Dürreperiode und dem folgenden Angriff einer Goblinhorde berichtet.

Plötzlich verengten sich die Pupillen Ssithlaaqs und sein Puls beschleunigte sich zusehends, als er die Überschrift des nächsten Kapitels erblickte, „Im Zeichen der Schlange“. Begierig verschlang er die Berichte über einen Infiltrator namens Suhrad Afassar, seinen Meister, dem Scheusal Xsorduhlas und jenen seltsamen Splittern eines uralten Fragmentes, welche nicht zu Xsorduhlas gelangt waren.

Er war also nicht alleine, Yuan Ti hatten bereits einmal die Stadt erfolgreich infiltriert. War es nicht anzunehmen, dass noch immer Reinblütige in der Stadt lebten? Ein Lächeln umspielte sein Gesicht und erstmals seit langer Zeit verspürte er wahrhafte Freude.

Mochte das Gerücht stimmen, dass sich ein Stamm seines Volkes, den vrael olo, in der Wüste aufhalten würde? Ein Horkin in Valvec hatte diesbezügliche Vermutungen genährt. Und gab es noch Splitter jenes Artefaktes?

Lächelnd erhob sich Ssithlaaq klappte das Buch zusammen und legte es zurück in den Bereich der Bücherrückgabe. Neue Ziele vor Augen verließ er die Akademie und strebte dem Tempel des Tyr zu.
23.08.2011 17:42:52
Aw: Im Zeichen der Schlange (#50715)
hannibhaal
Nachdem er den ersten schriftlichen Hinweis auf eine Existenz der Vrael Olo auf Amdir erhalten hatte, machte sich Ssithlaaq auf die Suche nach jener erfahrenen Horkin, welche sich zumeist im Schatten auf Valvec aufhielt. In seiner lila Gauklerkleidung betrat er die düstere Schankhalle und zu seinem Glück befand sich die grimmige Halbdrachin an der Theke. Nach ein paar Humpen Met war ihre Zunge gelockert und sie tat ihm kund was er wissen wollte. Ihrer Beschreibung nach zu folgen gab es keinen Zweifel, in der Wüste musste Angehörige seines Volkes geben.
25.08.2011 18:51:00
Aw: Im Zeichen der Schlange (#50773)
hannibhaal
„Tyr, der Unvoreingenommene, der Verstümmelte Gott, der Gerechte Gott“, in seinen Gedanken spuckte er die Bezeichnungen jenes Gottes voller Abscheu aus. Niemand stand über der Grausamkeit und der Stärke Sseths und seiner Jünger, den Yuan Ti.

Die Hand einer gläubigen Bürgerin Mirhavens haltend, betrat er das Gebetshaus. Er hatte sie während seiner Gassigänge mit seinen Hunden kennen gelernt, mit Worten umgarnt und sie gebeten ihn zu begleiten.
Trotz seiner Abneigung war er sichtlich beeindruckt, als er den Tempel betrat. Die riesigen Hallen betrachtend stellte er sich vor, wie diese Hallen erblühen würden, unter der Herrschaft eines Scheusals, belebt mit Schlangen und anderen Echsen zu Ehren Sseths und der Vrael Olo.

Er hatte sich heute besser gekleidet und sein Gauklerkostüm im Schatten gelassen, um einen besseren Eindruck zu machen. Ebenso hatte er seine handwerklichen Fähigkeiten dazu eingesetzt ein Duftöl zu fertigen, welches sein Gegenüber betören oder zumindest ablenken sollte.

Von der Gläubigen Tyrs lies er sich führen und lauschte interessiert ihren Ausführungen und versuchte das Gespräch auf jene sonderbaren Splitter des Artefaktes zu lenken. Ebenso suchte er nach einer Möglichkeit seine Fragen an jüngere und unbedarfte Akolythen Tyrs zu richten.
28.08.2011 17:29:44
Aw: Im Zeichen der Schlange (#50889)
Ovilax
Ssithlaaq würde im Wesentlichen, die bereits bekannte Geschichte um die Himmelsfrucht hören - lediglich an manchen Stellen zu Gunsten des Tyr-Tempels und seiner Anhänger ausgeschmückt.

Weiterhin erfuhr er, dass die Gefallenen aus den damaligen Ereignissen im Mirhavener Ossarium und in den Hügelgräbern bestattet wurden. Idras wurde in der Verräter-Gruft, ebenfalls in den Hügeln, beigesetzt.

Auf seinen Rundgängen werden der Gruppe auch die Krypta unterhalb des Tempels vorgestellt. Bei diesem Bau handelt es sich um den ältesten Gebäudeteil, in dem einst die Himmelsfrucht aufgebahrt wurde. Daran erinnert allerdings kaum mehr etwas...
01.09.2011 16:07:27
Aw: Im Zeichen der Schlange (#51086)
hannibhaal
Immer wieder freundlich lächelnd und manchmal zustimmend und bewundernd nickend folgte Ssithlaaq den Ausführungen des Priesters. In der Krypta fiel ihm noch das frische Grab eines gewissen Grandolf Jahnos Mens-Ashby auf, welches sich von den alten Gemäuern abhob. Ebenso musterte er die Seitenwände, auf etwaige Hinweise, wie stark die magische Explosion der Himmelsfrucht gewesen war.

Sich bedankend verabschiedete er sich von seiner weiblichen Begleitung und dem Priester, verbeugte sich und machte sich schnellen Schrittes auf den Weg zu jenem Ossarium. Er hatte nicht beim Priester nach dem Ort jenes Beinhauses nachgefragt, um sein Interesse nicht zu offensichtlich erscheinen zu lassen. Ein oder zwei Kupferlinge lockerten die Zunge eines Tagelöhners, welcher ihm den Weg wies.

Dort angelangt stieg er in den unterirdisch angelegten Bereich und ein feucht modriger Geruch erfüllte seine Nase. Zunächst schlug er den Weg zur linken Seite ein, diverse Gruften und Krypten musternd, ständig auf der Suche nach Hinweisen auf jene Himmelsfrucht. Als er sich weiter vor wagte und einen größeren Bereich betrat wurde er von einem gewissen Unwohlsein geplagt. Seine Pupillen verengten sich reptilienartig und er blickte in die Dunkelheit. Zwei monströse Statuen schienen langsam zum Leben zu erwachen und sich behäbigen Schrittes auf ihn zuzubewegen. Nicht bereit für eine Konfrontation dieses Grades setzte er seine gegebene Fähigkeit ein und magische Ranken wuchsen aus dem Boden, die beiden Kreaturen verlangsamend.
Schnellen Schrittes, doch nicht in Panik verfallend machte sich Ssithlaaq auf den Rückweg und betrat wenig später die vermeintliche Sicherheit des Kelemvor Tempels.

Im Tempel herrschte Ruhe und nur in einem hinteren Bereich schien jemand zu arbeiten. So untersuchte er den Tempelbereich und fand das Grab eines Kommandanten der Wächter, namens Albertus Lyanson. Mochte es jener gewesen sein, welcher das Netzwerk der Yuan Ti zerstört hatte? „Wenn ja, mochte es alsbald einer Schändung anheim fallen“, meinte er zu sich selbst. Nachdem er bis jetzt keine brauchbaren Informationen erhalten hatte, betrat er jenen hinteren Bereich aus dem Geräusche erklangen. Nachdem niemand auf das Klopfen reagierte, betrat Ssithlaaq den Raum und musterte einen Ordensbruder, welcher gerade dabei war eine Leiche für eine Einbalsamierung vorzubereiten.

„Seit gegrüßt werter Herr, ich bin auf der Suche nach den Gräbern der Märtyrer der Himmelsfrucht, ich möchte ihnen meine Ehrerbietung zuteil werden lassen. Könnt ihr mir vielleicht etwas über den Aufenthaltsort ihrer sterblichen Hüllen berichten? Ich möchte ihnen huldigen.

Ich habe auch gehört, es gäbe in der Umgebung Hügelgräber, in welchen sich die Hülle des abscheulichen Übeltäter aufhält, der den Verrat zu verantworten hat. Habt ihr vielleicht Aufzeichnungen darüber?“
18.09.2011 21:43:22
Aw: Im Zeichen der Schlange (#51651)
Ovilax
[i]*Ssithhlaaq würde erfahren, dass die genauen Standorte der Grabstätten nicht bekannt sind. Die Kurzlebigkeit der Menschen sorgte dafür, dass diese Informationen unter dem Sand der Zeit verriesselten. Ein kompetenter Historiker oder ähnliches wäre wohl in der Lage genaueres über die Standorte herauszufinden... Vorausgesetzt der Grabwächter wäre mit einer Untersuchung und dem tiefen Betreten des Ossariums einverstanden.

Weiterhin:

In grauer Vorzeit vor dem Bau und Betrieb des Ossariums wurden die Toten in den Hügelgräbern in Lestrann bestattet. Mitunter existieren einige unpräzise Aufzeichnungen über eine große Pestwelle in Mirhaven, welche die Gräber dort massiv anwachsen lies. Der Zugang zu dem gefährlichen Tal gilt aber seit Jahren als unzugänglich und verschüttet.*[/i]
21.09.2011 17:40:44
Aw: Im Zeichen der Schlange (#51777)
hannibhaal
Nachdem er das Ossarium verlassen hatte, saugte er genüsslich, die ansonsten ekelerregende Luft des Mirhavener Hafens ein.

Er versuchte seine Gedanken zu ordnen: „Idras und die Verrätergruft in den Hügelngräbern … die Feinde Idras sollten ruhig in ihrem feuchten Grab vor sich hinmodern … es galt diese Hügelgräber zu finden … wo mochte es Informationen hinsichtlich jener Pestepidemie und der Lagerung der Toten geben und wie kommt man an jene ran?“

Gedanklich ordnete er seine nächsten Schritte:

Einen Stadtarchivar in der Verwaltung Mirhavens aufsuchen und versuchen einen Einblick in eine mögliche Stadtchronik erhalten.

Versuchen eine Hobbyhistoriker unter den Adeligen oder Bürgern zu finden und diesen vielleicht mit einem Anschlag zu locken selbst eine Karte über die Hügelgräber zu besitzen.

Ein Gesuch an die Akademie zu Mirhaven richten, mit der Bitte Schriften oder Gelehrte die Pest zu Mirhaven betreffend zu finden.
29.01.2012 13:58:01
Aw: Im Zeichen der Schlange (#55739)
NephthysAmun
Sid würde in einem Paradies aus losen Zetteln die in zweite Bücher gestopft wurden um eine Zuordnung zu finden landen. Über die Pest gab es wohl mehr Berichte von einzelnen Personen die Tagebücher verfasst hatten. Der Archivar scheint hier bedacht darauf gewesen zu sein evtl. Zusammenhänge in nächster nähe aufzubewahren.

Dies Scheint schon die zweite Aufzeichnung über eine Pestepidemie zu sein.

[u][b]Aufzeichnungen über die Pest[/b][/u]

Notizen eines jungen Klerus

[quote]Das ist jetzt schon das 579ste Opfer. Das Amten unter den Masken, zum wohle der eigenen Sicherheit fällt schwer und mit jedem weiteren den ich Untersuchen muss, und eben jene Erkrankung oder Ursache für das Dahinscheiden feststelle fällt es mir schwerer.

Es gibt keine Zweifel, das Opfer ist dieses mal ein junger Mann seine Achsel- und auch die Leistengegend wird von einer beulenpestartigen Geschwulst verziert.
Tores mein Vorgesetzter hat einige Proben genommen und will im zurückgezogenem Kämmerlein jene Analysieren. Ich halte das für eine Gefährliche Angelegenheit und befürchte stark das er dann bald der nächste ist der eingeäschert wird.

Für den jungen Mann gibt es keine Rettung mehr, sie werden ihn sicher Sedieren und dann etwas Verabreichen damit er friedlich dahinscheidet. Die Sedativum die genutzt werden sind recht Stark.
Dieses Vorgehen ist wichtig damit er später nicht bei der Verbrennung noch lebt.
Die Hügelgräber sind schon von zahlreichen Toten bestückt, dieser hier wird zusammen mit anderen in Form von Asche in einem größerem Gefäß vergraben werden.
Da bringen sie ein neues Opfer...580 ich will nicht mehr...

Hier endet die Notiz.[/quote]


In einem weiteren Ordner würde Sid auf folgenden Artikel stoßen:


[quote][u]Aufzeichnungen zur Hügelgräber Expedition[/u]

Noch wollen wir es Geheim halten, den Anflug der Pest in unserer Stadt, doch der Freiherr wird dies nicht ewig verheimlichen können. Abermals ist ein Karren voller dieser Leichen bespickt mit Eitrigen Geschwulsten. Wir sind drei Männer die samt diesem Todbringenden Geschenk den Weg über Lestran zu den Hügelgräbern aufnehmen. Eine Schande das und dafür nicht mehr Gezahlt wird. Seppel hat obendrein noch Frau und Kind...wenn er sich ansteckt..... gar nicht auszudenken dann gibt es schon bald die nächsten Opfer. Ich bin alt und habe viel erlebt...man könnte meinen ich bräuchte mich nicht zu Fürchten...doch auch ich habe Angst...doch ich kann es mir nicht aussuchen.

Wir sind nun schon einen Tag unterwegs nur schwer kommen wir mit den Karren weiter. Das Gebiet ist zeitweise etwas Schlammig und aufgeweicht. Wir sind stecken geblieben und versuchen nun schon seit Stunden den Karren zu befreien. Ich nutze die Kleinen Pausen um diese Abschnitte zu verfassen. Wenn ich schon kein Erbe habe sollen später alle davon Lesen können.

Heute ist der Zweite Tag, nach schwerer Anstrengung konnten wir den Karren befreien. Als wir über einen Hügel geholpert sind viel eine der Leichen vom Wagen, ich habe ihn wieder aufgehoben und befürchte nun das mich das selbe Schicksal ereilt.
Die Hügelgräber sind mittlerweile erreicht, es ist lange her, dass ich hier gewesen bin. Ich konnte mich nicht mehr daran Erinnern das sie so großflächig sind, sicherlich liegt das an den Schmalen Gang durch welche man dieses nahezu Bergige Gelände betritt. Irgendjemand scheint zumindest mit den Leuten erbarmen gehabt zu haben, welche den Weg auf sich nehmen um die mirhavener Ehemaligen hierher zu bringen.
Sie haben eine kleine Hütte gebaut, Seppel und Heiko sind schon am Schlafen, ich halte Wache des nächtens kommen hier immer die Worgs heraus, wo auch immer diese Biester sich verstecken.

Heute allerdings macht es mir nichts aus. Ich habe etwas gefunden.....einen Splitter es sieht aus als wäre es einmal eine Kugel gewesen, er schimmert in zartem Blau und im nächsten Moment erscheint er rötlich. …..Je länger ich ihn betrachte, desto mehr verspüre ich den Drang weitere davon zu finden......ich möchte mehr davon.......ich weiß ich soll sie haben......niemand wird ihn mir wegnehmen.[/quote]

auf dem Papier sind vereinzelte Blutssprenkel und die Notiz endet hier, man weiß nicht was da weiter passiert ist. Allerdings hat hier jemand einen vermerk gemacht. Die Schrift ist gänzlich anders als das Geschmiere des Mannes. ? siehe Adithus übergriff?



[u][b]Aufzeichnungen Pestepidemie – Ossariumsbeauftragte[/b][/u]

[quote]Wächterin Miree Marnus

Ach schon wieder ein neues Opfer, sie tun mir so Leid keiner konnte ihnen helfen. Die Arbeit hier ist allerdings noch erträglicher als die Patroulie in der Stadt. Fragende, Ängstliche Gesichter die darauf Hoffen das die Wache, ja Schutz der Stadt etwas genaueres sagen könnte. Sehnsüchtige Blicke gen der Priester und Kleriker, als würden sie just in diesen Moment ein Heilmittel aus dem Tempel tragen, die einen Heilen und die Anderen Immunisieren.
Ich fühle mich hier bei jenen die es bereits hinter sich haben sicherer nur noch selten blicke ich hinaus. Beobachte die misstrauischen Blicke der Bevölkerung untereinander,jeder befürchtet der nächste hat es.

Ich hoffe Seppel geht es gut, haben sie ihn doch tatsächlich in die Hügelgräber geschickt. Er hätte mich Heiraten sollen...jedoch bin ich wohl nicht so besonders.
Vielleicht, wenn ich ihm meinen neusten Fund schenke...oder gar seinen Sohn?
In der einen Asche die ich in eines der Särge füllen sollte befanden sich zwei solche wunderschön Funkelnden Splitter....wenn ich die ihm Schenke....er wird sich sicher in mich verlieben....doch irgendwie will ich diese Splitter nicht teilen...ich sollte mir eine Kette daraus fertigen lassen.

Sobald das hier alles wieder zur Ruhe gekommen ist werde ich beim Juwelier nachfragen ob er mir daraus eine Kette fertigen kann......Ich sollte aber am besten dabei bleiben...sonst verschwinden die Splitter bestimmt noch.[/quote]

*weitere Schriften blitzten förmlich aus der Abteilung hervor*

((fortsetzung folgt in den nächsten Tagen))
29.01.2012 15:04:55
Aw: Im Zeichen der Schlange (#55747)
hannibhaal
Lächelnd und sichtlich erfreut studiert Sid die verschiedenen Textfragmente, sortiert sie ob ihrer Nützlichkeit und ihre Inhalte betreffend. Immer wieder wirft er einen Blick zur Seite, ob ihn neugierige Augen zu genau mustern. Ebenso bringt er einen kleinen Teil der unnützen Textfragmente bereits vorzeitig zurück zum Archivar und mustert ihn dabei, ob er Aufzeichnungen über die zurückgebrachten Texte führt und diese selbst genauer untersucht.
16.08.2013 17:01:38
Aw: Im Zeichen der Schlange (#71637)
hannibhaal
Vor längerer Zeit:
Die zerlumpte Gestalt des Wanderers hatte sich in einer der dunkleren Ecken des umtriebigen Hafens niedergelassen. Unter der verdreckten Robe welche tief ins Gesicht gezogen war, blitzte nur hin und wieder ein kleiner Lichtschein auf, wenn Sid mit Hilfe kleiner Spiegelfragmente trotz des gesenkten Hauptes einen Blick auf den Hafen und seine Bewohner werfen konnte.
Über Tage hinweg prägte er sich die verschiedenen Gesichter, Merkmale, Routinen und Tätigkeiten der üblichen „Verdächtigen“ ein. Auf der Suche nach Schwächen wie Alkoholsucht, Drogensucht, Homosexualität, Vielweiberei … eben nach offenen Wunden suchend, in denen man mit ein wenig Feingefühl stochern konnte, um eine entsprechende Gegenleistung zu erhalten.

Tage später:
Sid stand mit seiner gelben Pluderhose und dem roten Wollhemd und seiner abgenutzten Lederjacke an der erhöhten Promenade der „Alten Fischerstraße“ und musterte erneut die Lage und näherte sich nach einer Weile einem der Hafenarbeiter .
„Heda mein Freund, ich hätte da ne Frage!“ Das Gespräch suchend und es auf kleinen Umwegen dorthin führend, dem alkoholsüchtigem, syphilitischem, Spieler das Geschäft seines Lebens anzudrehen erschien doch recht einfach. Für einen entsprechenden Obulus sollte der Arbeiter am Abend am Dienstbotengang regelmäßig den neuesten Tratsch vom Hafen berichten und über Fracht und Ladung der Schiffe hinweise abliefern.

Kurz danach:

[quote] Werter Hafenmeister!

Ich möchte Ihnen in dieser schriftlichen Form meinen Dank für Ihre Arbeit und Ihre umsichtige Führung des Hafens aussprechen. Um meinen Worte mehr Ausdruck zu verleihen findet Ihr drei schriftlich gefertigte Wertscheine im Gegenwert von 222 Kupferlingen, welche ihr im Lotus einlösen könnt.
Ebenso würde ich euch einen kleinen Handel vorschlagen, welcher keiner Seite viel Arbeit abverlangt, doch beiden Seiten zuträglich wäre. Damit der Lotus weiterhin so prächtig blühen mag, bedarf es einer erlesenen und wechselnden Besucherschar. Und da ihr sicherlich mit einer Vielzahl der einlaufenden Kapitäne und Offiziere Kontakt habt, so wäre der bereit Lotus für jeden dieser Personengruppe, die auf eure Empfehlung hin im Lotus lustwandeln, ein kleines Entgeld zu zahlen sein.

Hochachtungsvoll Sid Seymoore

[/quote]
Einen Tag später:
Kreischend und zeternd und dazwischen tief hustend, mit den kleinen Flügeln vergeblich flatternd, um den Sturz ein wenig abzudämpfen, fiel Srozen der Eismephit trudelnd der weiten Ebene Andoriens entgegen und stürzte mit einem „Plopp“ in das dichte Gestrüpp einer wilden Blaubeerhecke. Hinter sich zog er eine rote Räuchsäule her, welche weiter oben einen sich ausbreitenden Pilz aus rotem Staub bildete.
Ssaurfang der Raptor stieß einen pfeifend gurrenden Laut aus, mit welchem er Frohsinn oder Belustigung kundtat, ehe er gefolgt von Sid auf die Hecke zulief. Eher seinem Geruchsinn vertrauend, als dem nun weinerlichen Gejammere lauschend pflügte sich die riesige Echse in das Gestrüpp und kehre nach wenigen Minuten mit dem Mephiten im Maul wieder zu Sid zurück und legte ihn mit den Hinterbeinen scharrend vor Sid nieder.
Srozen hob in seiner dumpf zeternden Art beinahe drohend die Hand, ehe er ob des Sturzes wohl zu sehr geschwächt von Sid mit einer lässigen Handbewegung in seine eigene Ebene entlassen wurde. Ssaurfang blickte daraufhin beinahe enttäuscht gen Sid, welche nur mit den Schultern zuckte und ihm dann doch ein Stück Trockenfleisch zuwarf.

Die ursprüngliche Idee den Mephit mit einem Säckchen voll Farbstaub auf ein Schiff zu schmuggeln, ihn danach aufsteigen zu lassen und so den Piraten ein Zeichen zu geben musste wohl noch überdacht und diversen Änderungen unterzogen werden.

Heute:
Sid saß in dem Hinterzimmer und musterte die Überschrift seiner „leicht“ veränderten Aufzeichnungen bezüglich der Ereignisse der letzten Tage. „Wie ich Mirhaven retten wollte!“
20.08.2013 13:00:36
Aw: Im Zeichen der Schlange (#71758)
Inlul Veldrin
Torben Hagensson hatte den Brief dieses Sid Seymoore schon mehrfach von einer Seite auf die andere seines Schreibpultes geschoben. Nun nahm er ihn erneut zur Hand und überflog die Zeilen, die er schon mehrfach gelesen hatte.

„Hmmm … „, entwich ihm ein unwilliges Brummen.
„Was verspricht sich der Kerl davon?“

Die einzige Antwort war das knarzen von Holz und die dumpfen Rufe vom Hafen, die zu ihm in die Kammer drangen.

- Sicher kannte Torben den Lotus. Wer kannte ihn nicht? Die Mädchen waren halbwegs sauber und willig, die Preise akzeptabel. So mancher Seemann fand seinen Weg nach monatelanger Fahrt dort hin. Aber diesem Sid waren die einfachen Seeleute nicht gut genug für sein Etablissement. Zumal es diese sich nicht leisten konnten öfter dort Einkehr zu halten. Da waren die üblichen Hafenhuren schon erschwinglicher.
Auf die Kapitäne und Offiziere hatte er es abgesehen. Natürlich, die brachten Geld und einen besseren Ruf, als das einfache Volk. -

Nachdenklich nahm der Hafenmeister die Wertscheine in die Hand. Fast von selbst stahl sich ein lüsternes Lächeln auf die Lippen des nicht mehr ganz jungen Mannes.

„Hmmmm … 's wird sicher Spaß machen die umzusetzen.“

In einer fließenden Bewegung ließ er die Scheine in seiner Jackentasche verschwinden, griff nach seinem abgetragenen Dreispitz und platzierte diesen im hinausgehen auf seinem Kopf.
Am Pier sah er sich einen Moment um, und als er einen der Kapitäne unentschlossen auf den „Blutigen Eimer“ starren sah, hielt er kurzerhand auf diesen zu.

„Heyda Käpt'n, Sir. Ihr habt vorhin den Burschen gefragt, wo man hier etwas Spaß haben kann. Ich glaub, ich hab da 'nen bess'ren Tip für euch.“

Einladend hob er den Arm, in Richtung Stadt deutend. Man konnte sehen, dass sich die Miene des dunkelhäutigen Kapitäns aufhellte, als er sich mit dem Hafenmeister zum Lotus auf den Weg machte.
01.06.2014 16:23:36
Aw: Im Zeichen der Schlange (#77243)
hannibhaal
In den letzten Monaten war es Sid wohl gelungen mannigfaltige Aufzeichnungen bezüglich der Handelsrouten, ihrer Schiffe und Kapitäne aufzuzeichnen. Jedoch war sein Kontakt verschwunden und hatte jene Informationen nie eingefordert.
01.06.2014 17:25:27
Aw: Im Zeichen der Schlange (#77244)
hannibhaal
Seinen Blick über verschiedene Spiegel auf seinen Rücken richtend, musterte Sid seinen vernarbten Rücken, nach einer jener Schuppen die noch immer durch das zerstörte Gewebe drangen. Er hatte sie dieser Tage länger als üblich wachsen lassen, um sie eine seiner Botschaft beizufügen.
Den Arm gelenkig verdrehend, bohrte sich sie silberne Pinzette in das Fleisch, um eine der größeren Schuppen mit einem schnellen Ruck aus seinem Leib zu reißen.
Mit einem Lächeln musterte Sid das Erbe seines Volkes und legte es sorgsam zu dem Brief, welchen er auf edelstem Pergament in blutroter Schrift verfasst hatte.
Danach öffnete er seinen Mund und überdehnte ihn auf unmenschliche Weise, sich vornüber beugend und den Inhalt seiner Giftdrüsen auf das gefaltete Pergament träufelnd.

[quote]
Im Namen Sseths

Wir Vrael Olo (die Bevorzugten = Yuan-Ti) wählen Manipulation statt Konfrontation, das Geflüster steht über dem Reißzahn, die Finte über dem Schlachtenzauber! Jene die dem geheimen Weg Sseths folgen kennen ihre Feinde, denken und planen voraus!

Unsere Schöpfer die Sarrukh behandeln wir mit vorsichtigem Respekt, Nagas und anderen fürchterlichen Schuppenträgern versichern wir unsere zurückhaltende Freundlichkeit, Schlangen- und Reptilienartige sind nützliche Alliierte, alle Anderen sind wie Schafe, die wir nach unseren Anliegen benutzen, wir sind die rechtmäßigen Herrscher über alles Leben und alle Rassen und uns obliegt es, über sie zu herrschen, nicht sie zu vernichten.

Sprechend zu meinen Authrael (Freunden) gegen meine Duthrael (Feinde) handelnd, auf das wir T'iss'tess (innige Freunde) werden. Denn wir sind Aha'ss (Blutsverwandte), mögen wir Ssrath werden (Mitglieder der kleineren Stammeseinheit) und Teil des Ha'srammass sein (Mitglieder der größeren Stammeseinheit).

So kam ich vor Jahren nach Amdir und Mirhaven, der Stadt wie sie die Menschen nennen.

So las ich von Suhrad Afassar und seinen Meister, dem Scheusal Xsorduhlas und jenen seltsamen Splittern eines uralten Fragmentes, der Himmelsfrucht welche ihr dereinst begehrt habt.

So den Aufzeichnungen der Menschenstadt folgend habe ich Hinweise auf jene Begehrlichkeit erlangt und mag sie euch dereinst als Geschenk offenbaren.

So mag die Schlafende Schlange derzeit die Erschütterung der Erde Amdirs spüren, die Zeit eines nahenden Umbruchs, einer Zeit der Veränderung und Möglichkeiten.

So lasst die Zunge den Geschmack der Chance spüren, derjenigen welche die Vrael Olo nutzen sollten.

So sucht den Schreiber dieser Nachricht zum sterbenden Mond im Norden des Dornenwaldes auf.

So schreibe ich der ehemalige Adept des Schuppigen Pfades ein Reinblütiger des Hauses Hss'tafi aus den Hochmooren, Ssithlaaq.

So schreibe ich als Diener Sseths und als Diener seines Dieners Ubtao.
[/quote]



Sich in einen weiten schwarzen Umhang kleidend verließ Sid den Lotus und steuerte den Pferdemarkt zu Mirhaven an. Dort angekommen musterte er den Händler.

„Euer wildestes, stärkstes und ausdauerndstes Tier … zeigt es mir!“

„Aber dieser wilde Hengst mag töten Herr Stadtrat, er ist zu nichts zu gebrauchen“, meinte der Händler leicht ängstlich auf ein wütendes Pferd deutend, welches Schaum vor dem Mund hat.

„Genau richtig für mich“ Auf das zornige Pferd zusteuernd, seine Hand leicht hebend und leise ein Sing-Sang verfallend auf den Rappen zusteuernd …

Die Sonne hinter sich lassend galoppiert Sid, verfolgt von der Dunkelheit der anbrechenden Nacht, im schwarzen Mantel auf dem schwarzen Rappen in Richtung Süden den Grenzweg zu den Zwergen ansteuernd. Dort angekommen öffnet er einen kleinen sargähnlichen Gegenstand und blickt zu seinem Vertrauten.

„Folgt der Kälte und der Dunkelheit der Nacht zu der Heimat, jener die meine Familie sind und überbringt ihnen meine Nachricht“

Langsam erhebt sich ein Mephit, nach der Botschaft greifend und den genannten Ort ansteuernd.


(( evtl. wäre es schön wenn diese Quest nach rund zwei Jahren einem Abschluss haben würde und als Grundlage für eine versprochene Spielerquest-Belohnung dienen würde … Hintergrund für die Himmelsfrucht ist die Geschichte von Mirhaven und ist im Forum/Thread zu verfolgen … Vielen Dank im Voraus für einen engagierten SL))

(( vielleicht hat ein SL auch Lust den Yuan Ti ein wenig Leben einzuhauchen und Sid Aufgaben/Möglichkeiten zu bieten))
05.06.2014 16:40:12
Aw: Im Zeichen der Schlange (#77344)
Grauherz
Eine für den kleinen Mephit riesig wirkende Hand streckte sich aus und umschloß das kleine Wesen. Packte fest zu und ein schmerzerfülltes Klagen entwich der kleinen Kehle.

[i]"N-....n-nach...r-richt..."[/i] Nach Luft ringend wedelte es mit dem Brief herum.

[i]Ich werde sterben. Ich werde sterben[/i], drang es durch des Mephiten Geist, schwarze Punkte vor seinen Augen erscheinend.

Flackernd...

Das Pergament wurde ihm aus der herab sinkenden Hand genommen, gleichzeitig lösten sich die Finger um seinen Hals und geschwächt plumpste er zu Boden.

Gleich darauf erklang ein tiefes zischelndes Lachen, von den Mauern der Ruine als Echo zurück geworfen werdend so das es schien als würden Hunderter Stimmen ihre Amüsiertheit kundtun.
22.02.2015 20:11:08
Aw: Im Zeichen der Schlange (#89127)
hannibhaal
Die Ergebnisse bezüglich der Befragung der beiden Wächter ließen Sid die nächsten Tage brütend im Lotus verbringen.

Die Qualität des gefälschten Schreibens, verbunden mit der professionellen Durchführung des Vorhabens legte ein sorgsames Vorgehen nahe. Zunächst galt es nichts zu übereilen und mit der Ruhe und Gelassenheit einer Schlange auf der Lauer zu liegen und den Zeitpunkt und Ort herbei zu führen, an welchem man zuschlagen konnte, um den tödlichen Biss anzubringen und seinem Gegner das Schicksal angedeihen zu lassen, welches er verdient hatte.

Die Spurenlage war mehr als dünn und bezüglich etwaiger Hinweise musste er sich womöglich auf den Zufall verlassen.

So verbrachte er in unregelmäßigen Abständen Zeit im Bereich der Stadtverwaltung und hielt bei den dortigen Vertretern der Bau- und Finanzverwaltung Rücksprache bezüglich alltäglicher und unverfänglicher Interessen.

Besonders schien ihn jedoch der Aufbau der Kanalisation zu interessieren und in Erfahrung zu bringen, wie es möglich sein konnte, dass sich Verräter wohl über einen so langen Zeitraum in einem so sensiblen Bereich aufhalten konnten, welcher zu der folgenden Wasserknappheit geführt hatte. Entsprechende Patrouillengänge oder zumindest regelmäßige Instandhaltungen oder Reparaturen hätten zumindest stattfinden sollen. Hatte jemand solche verhindert oder waren sie gar nie ausgeführt worden?

Ebenso verbachte er Zeit in den Archiven der Stadt und hielt Einsicht in diverse Unterlagen den vermeintlichen Zeitraum der Schaffung des gestohlenen Reliefs betreffend und in den Pausen seiner Nachforschung führte er kurzweilige und manchmal auch ausufernde Gespräche mit den übrigen Wächtern oder Angestellten, welche sich im Rathaus aufhielten.

Der Archivar sollte ihm ebenso Auskunft geben, wo die Korrespondenz und Unterlagen der Stadträte aufbewahrt wurden, wer Zutritt dazu hatte und sich diesen in letzter Zeit gewähren ließ. Ohne eine entsprechende Vorlage war eine solch perfekte Fälschung wohl nicht anzufertigen gewesen.

Allseits hielt er die Augen nach den beiden Personen offen, welche ihm von den Wächtern beschrieben worden waren, insbesondere nach der Person mit der Narbe am rechten Ohr.
Bezüglich dieser beiden Personen stellte er auch Nachforschungen an, ob kürzlich jemand mit ähnlichem Aussehen ermordet oder verschwunden wäre.

Weiters nutze er, in der Hoffnung in Erfahrung zu bringen wer im Rathaus über die identische Form/Qualität des gefälschten Schreibens verfügte, verschiedene Möglichkeiten, um die unterschiedlichen in der Verwaltung genutzten Papiere und Pergamente zuzuordnen.

Stunden wurden zu Tagen und Tage zu Wochen, Wochen zum Monaten während sich Sid der Erfüllung seiner Ziele widmete, Informationen sammelte, sich Gesichter einprägte, Schriften und Unterlagen wälzte und zarte freundschaftliche Bande zu den Rathausmitgliedern knüpfte und sich ganz nebenbei den Grundriss des Rathauses einprägte …
22.03.2015 11:19:08
Aw: Im Zeichen der Schlange (#90294)
Grauherz
Lange Zeit mochte vergangen sein bis sich schließlich langsam all die Schatten zumindest teilweise auflösten und einige Hinweise die Sid verfolgen mochte begannen Früchte zu tragen.
Zuerst vermochte er durch seine Arbeit im Rathaus heraus finden das das Pergament, welches genutzt worden war für das Schreiben, jenes war das allgemein von den Schreibern benutzt wurde. Briefe und Anträge gingen fast täglich hinaus, geschrieben auf diesem Papier. Auf eine weitere Nachfrage hin mochte er hören, das dieses Papier nur für das Rathaus hergestellt wurde von einem Papiermacher im Süden der Stadt.

Über die Kanalisation Mirhavens gab es veraschiedene Auslegungen. Einige sprachen davon das es alte Karten geben mochte. Andere wiederrum sagten das keiner das wahre Ausmaß dieser alten Tunnel und Gänge kannte. Waren einige von ihnen doch älter als die Stadt selber so schien es und keiner hatte sich jemals wirklich die Arbeit gemacht sie tiefer zu erkunden. Außer vielleicht die ein oder anderen Schurken und anderen Schattenleute. Doch verständlicherweise kam keiner von ihnen ins Rathaus um ihre Erkenntnisse zu teilen.

Über die beiden Männer fand er nicht viel heraus. Wie so vieles schienen sie vom Erdboden verschluckt zu sein. Es gab einige Meldungen von gefundenen und nicht indentifizierten Toten. Keiner von ihnen trug jedoch eine derart auffällige Narbe. Andere wiederrum hatten eine gewisse Ähnlichkeit mit der Beschreibung des anderen Mannes. Keiner der Vorfälle wurde von der Wache lange verfolgt und ungeklärt zu den Akten gelegt, da die Toten auch keinerlei Verwandte oder Freunde innerhalb dr Stadt zu haben schienen. Keiner hatte sich jemals gemeldet und sie vermißt gemeldet.

Das einzige worüber er nichts zu finden vermochte war das zerstörte Relief. Es schien wie vom Erdboden verschwunden zu sein und keiner sprach nach einigen Wochen noch davon.
Waren sie doch zu begeistert davon das noch vorhandene Relief zu studieren. Fast täglich waren Magier, Forscher und Wächter in den Katakomben unterwegs und es wurde gar davon gesprochen das Kunstwerk an die Oberfläche zu bringen. Wer sie geschaffen hatte war im Laufe der Jahrzehnte vergessen worden. Selbst der eingemeißelte kleine Name auf dem Kunstwerk gab keinerlei Rückschlüsse, weil es über jene Person keinerlei Unterlagen gab : Ilfrech.
01.04.2015 10:33:58
Aw: Im Zeichen der Schlange (#90547)
hannibhaal
Die Möglichkeit, dass das Papier des gefälschten Schreibens, welches dazu missbraucht worden war Zugang zu den Ausgrabungsstätten zu erlangen bereits an der Quelle und nicht erst im Rathaus abgefangen worden war hatte Sid in seinen bisherigen Einschätzungen noch nicht als Möglichkeit erachtet. Ein Fehler und eine Schwäche welche er alsbald ausmerzen wollte.

Die Kleidung seines alter ego, dem „Wanderer“ aus seinem Kasten mit dem doppeltem Boden holend, die Zunge kurz nach vorne schnellen lassend und den bereits verwelkten Geruch von totem Fleisch wahrnehmend, musterte Sid zufrieden den Zustand der Lumpenkleidung und der mannigfaltig daran angebrachten Spiegelfragmente. Zum Teil waren sie verschmutzt und verschmiert, doch an den richtigen Stellen so platziert und poliert, dass er selbst mit gesenktem Blick seine Umgebung unauffällig mustern konnte.

Noch eine abgenutzte Holzschüssel für etwaige Spenden in Form von Münzen oder Nahrungsresten greifend und zur eigenen Freude oder jener anderer zwei kleine Marionetten greifend und die leicht verknoteten Fäden ordnend machte er sich auf den Bereich rund um den Papierhändler zu observieren.

Die nächsten Tage würde er sich in unregelmäßigen Abständen, in der näheren und weiteren Umgebung des Geschäftes aufhalten, dort bettelnd oder kurze Schaustücke mit den Marionetten vollführend, versuchte er sich einen Überblick über die Frequenz, Anzahl und Art der Kunden zu machen.


Alle bisherigen Informationen vereinend würde er, sollten sie keinerlei handfeste Beweise/Hinweise liefern versuchen eine Falle zu stellen, die Gier der Diebe nach dem Inhalt des Mosaiks ausnutzend.

Folgende Personen würden im Abstand von 3 Tagen von oben beginnend, einen versiegelten Brief erhalten, mit der Bitte diesen auf schnellstem Wege der Fürstin persönlich zukommen zu lassen.
Die Fürstin selbst würde von Sids Plan in Kenntnis gesetzt werden, auf das er ob der Zahl der eintreffenden Briefe nicht in Verlegenheit geraten würde. Hoffend, dass ein etwaiger Verräter versuchen würde die Mosaikteile zu ergattern.

Darla vom Lotus: Butterblume
Der Archivar: Rotschopf
Der Bauamtsleiter: Hirschseife
Der Finanzreferent: Kirschkern
Der persönliche Sekretär des Fürsten: Eisenknopf
Der Kommandant der Silberwächter: Glaskolben
Der Papierhändler: Korkenknall


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Werte Fürstin!

In Anbetracht der aktuellen Lage freue ich mich mitteilen zu dürfen, bezüglich der Nachforschungen, den Diebstahl des Mosaiks und das gefälschte Dokument betreffend zu einem Durchbruch gelangt zu sein.
Meine Weitsicht oder der Zufall mag mich dazu veranlasst haben, vor dem Diebstahl Teile des Mosaiks und einen wertvollen weiteren Hinweis in den unteren Bereich des Ossariums gesichert zu haben.

Ich erbitte mir so bald als möglich einen ergebenen Diener zu schicken, welchem ich die oben genannten Fundstücke übergeben mag.

Nennt einem Diener eures Vertrauens folgendes Wort *Butterblume*, auf das ich ihn als den Eurigen erkennen mag und ich ihn zur Stelle der Übergabe führen kann.

Hochachtungsvoll
Sid Seymoore
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