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30.07.2011 23:06:19
Hendrik – Der Weg des Windes (#49949)
Soul of GJ
[b]Reisen im Norden[/b]

Hendrik setzte die [url=http://www.amdir.de/index.php?option=com_kunena&Itemid=0&func=view&catid=21&id=44275#44275] Reise[/url] nun ohne Miyako fort. Zusammen waren sie bis nach Niewinter, an der Nördlichen Schwertküste, gereist. Damals zog es Hendrik förmlich in den Nordwesten Faeruns. Niewinter war für ihn ein unterbewusstes Reiseziel gewesen. Denn aus dieser Stadt stammt sein Mentor Ragor Lyonsbane. Einst war geplant, dass sie gemeinsam nach Niewinter reisen würden. Jedoch kam es anders.

Hendrik wollte die wärmeren Tage des nahenden Sommers nutzen, um den Nordwesten Faeruns von der Schwertküste bis zur Anauroch und vom Grad der welt bis zur Hohen heide zu bereisen. Doch würde er voraussichtlich länger brauchen wie einen einzigen Sommer, um den gesamten Nordwesten zu bereisen.

Das Reisen im Norden war gefährlich, aber auch interessant. Gefahren waren Räuberbanden und wilde Monster. Ebenso stellten die Orks aus den hohen Bergen vom Grad der Welt eine große Gefahr dar. Ganze Horden fielen über die Länder im Norden her und manch einer deutete dies als böses Omen. Interessant waren neben den großen Städten und kulturellen Zentren die Ruinen längst vergangener Reiche. Viele Abenteuer konnten hier erlebt werden. Wenn man diese wagte.

Auch war der Norden wohl schon immer vom Wandel geprägt. Alte Mächte vergingen irgendwann. Und neue Mächte versuchten immer wieder sich ein Imperium zu schaffen. Hendrik erfuhr von einer großen Handelsgesellschaft, welche dem Norden einiges an Wohlstand gebracht hatte. Doch dieses Handelsimperium wurde schließlich doch von neidischen Konkurrenten, Räuberbanden, plündernden Orks und Krieg zerschlagen. Ja einig allein der Wandel würde stets bestehen. Denn selbst der massivste Berg würde irgendwann von den Winden abgetragen werden.
31.07.2011 12:25:36
Hendrik – Der Weg des Windes (#49954)
Soul of GJ
[b]Eine schicksalhafte Begegnung[/b]

Hendrik wanderte südlich von Hochfels einer kleinen Stadt an der Schwertküste. Gekleidet war er wie ein Vagabund. Als Magier würden ihn so nur die wenigsten erkennen können. Er wanderte abseits der Straßen und der Höfe und stieß dann irgendwann auf einen Höhleneingang. Aus der Höhle drangen wütende Schreie und Flüche. Neugierig schlich sich Hendrik in die Höhle, den Schreien folgend. Diese und die Flüche wurden lauter je tiefer Hendrik in die Höhle vordrang. Die Luft wurde zunehmend wärmer.

Vorsichtig lugte er um die Ecke. Hendrik sah einen Jungen. Dieser trug einfache Bauernkleidung, hatte kurzes rotbraunes Haar, blaugraue Augen und war wohl um die dreizehn Jahre alt, auch wenn er fast schon so groß war wie Hendrik. Der Junge bemerkte nicht, dass er beobachtet wurde. Weiter schrie und schimpfte er vor sich hin. Verfluchte sich, sein Leben, seinen Vater und die Welt, welche ihn nicht zu akzeptieren schien.

Während der Junge tobte, schossen immer wieder Flammen aus seinen Händen. Dies machte Hendrik neugieriger. Der Junge besaß die Gabe. Nun trat er offen um die Ecke und wartete bis der Junge ihn bemerkte. Dieser erschrak, als er sich beim Toben in Hendriks Richtung drehte, und wich zurück. Der Junge drohte damit ihn zu verbrennen, wenn er etwas Unüberlegtes tun sollte. Hendrik schmunzelte, stellte sich vor und fragte den Jungen nach seinem Namen. Kurz zögerte der Junge, doch dann stellte er sich knapp als Simon vor.

Das Gespräch welches Hendrik so begann nahm der Junge auch nur zögerlich auf. Hendrik versuchte es nun anders. Er musste die Neugier des Jungen wecken. So ließ nun auch Hendrik Flammen aus seinen Händen schießen. Simon war erschrocken und fasziniert zugleich. Hendriks Flammen waren ungleich stärker, heißer und kontrollierter wie die von Simon.

Da Hendrik in seiner Lederrüstung nicht wie ein eingebildeter Magier aussah fasste Simon nun langsam Vertrauen. Lange unterhielten sich die Beiden. Die Winde hatten sie zusammengeführt. Doch wie schicksalhaft diese Begegnung war ahnten sie bisher nicht.
01.08.2011 20:57:42
Hendrik – Der Weg des Windes (#49976)
Soul of GJ
[b]Goldfelder[/b]

Anfang Kytorn erreichte Hendrik Goldfelder. Diese Stadt wurde vor etwa fünfunddreißig Jahren vom Hohepriester Chaunteas Tolgar Anuviven von Tiefwasser gegründet. Die Abtei seines Glaubens wuchs und Goldfelder wurde unter seiner Verwaltung zu einem weitläufigen, befestigten Ackerland und zur flächenmäßig größten Stadt im gesamten Norden. Ganz Goldfelder war ebenso ein einiger Ort der Hingabe an Chauntea und ihre Lehre.

Da Tiefwasser und andere Städte des Nordens abhängig von Goldfelders Korn und den anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen waren, stellten diese Goldfelder unter ihren Schutz. Doch bediente sich die Priesterschaft auch an den Diensten freier Abenteurer und schloss Bündnisse mit mächtigen Magiern, um das heilige Land zu verteidigen.

So war es auch nicht verwunderlich, dass Hendrik als Magier hier sehr willkommen geheißen wurde. Bedrohten doch immer wieder die Barbaren der Wilden Grenze und die Orks des Nordens Goldfelder. Die Priesterschaft konnte ihn schließlich als Verbündeten gewinnen. Da diese nur den Schutz und die Verteidigung im Sinn hatten, hatte Hendrik keinerlei Bedenken und war dieses Bündnis eingegangen.

Während Hendrik in Goldfelder verweilte nahm er an den kleinen Ritualen teil, welche hier an der Tagesordnung waren. Dabei lernte er einige nette Priesterinnen kennen.
02.08.2011 19:58:15
Hendrik – Der Weg des Windes (#50013)
Soul of GJ
[b]Tea - Die Priesterin Chaunteas 1[/b]

Viele der Priesterinnen waren mit Priestern verheiratet oder verlobt. Die Freien unter ihnen fanden Hendrik zwar nett, doch wollten sich nicht auf mehr mit dem bekennenden untreuen Magier einlassen. So ergaben sich nur harmlose Flirts, welche Hendrik nicht minder genoss. So verbrachte er einige herrliche Tage in Goldfelder.

In diesen Tagen lernte Hendrik auch die Chaunteapriesterin Tea kennen. Tea war etwa dreißig Jahre alt. Ihr Haar war blond wie ein Weizenfeld und ihre Augen blau wie der Himmel. Teas wunderschönes Gesicht wurde durch eine alte Narbe verunstaltet. Dies jedoch schreckte Hendrik nicht ab. So erzählte Tea ihm ihre schmerzliche Geschichte.

Die letzte Nacht, welche Tea mit ihrem Mann Avon verbrachte hatte so verheißungsvoll begonnen. Tea und Avon hatten bereits drei Töchter. Doch wollte Tea mehr Kinder haben und Avon wünschte sich einen Sohn. Tea hatte die Zeit ermittelt in welcher die Wahrscheinlichkeit einen Sohn zu empfangen am größten war. Auf einem frisch bestellten Feld hatten sie sich dann geliebt.

Doch diese Liebesnacht sollte zu einer Nacht des Schreckens und der Trauer werden. Eine kleine Gruppe von drei Orks überfielen sie. Avon wurde getötet und Tea geschändet ehe die Helfer sie erreichten und die Orks erschlugen. An diese nacht sollte Tea immer erinnert werden. Seither wurde ihr Gesicht von der Narbe geteilt. Doch nicht nur dies erinnerte sie. Denn in dieser Nacht hatte sie zwei Söhne empfangen. Einen von ihrem geliebten Mann Avon und einen von …

Hendrik nahm die schlurzende Tea in seine Arme und tröstete sie. Sie hatte ihm etwas schreckliches anvertraut. Dies war zwar kein großes Geheimnis. Ihrem Sohn sah man das Orkblut an und auch die Gemeinschaft von Goldfelder wusste um das schreckliche Geschehen. Doch ihn hatte Tea gerade erst kennen gelernt.