26.07.2010 11:50:06 | Gedanken (#41155) |
Cypria MX | Allein und verlassen saß sie wieder einmal am Brunnen in der hohen Stadt, tief in ihre gedanken versunken nahm sie kaum wahr, was um sie herum geschah. Was auch einfach an der Tatsache liegen mochte, dass in der Stunde um Mitternacht nichts an jenem Ort von statten ging. [i]Waren sie so unfähig? Ein paar Goblins mochten immer in jenem Gebiet weilen welches sie zu schützen versuchten, alle konnten sie unmöglich verjagen, gerade wenn sie sich alleine bewegen mochten. Doch eine ganze Armee? zumindest klang das so als es die Zwerge nannten, doch selbst wenn man wohl die Wahrheit suchen wollte, dann waren es immer noch beachtlich viele die sich in der Nähe des Anlegers aufgehalten hatten. Vielleicht mochte das auch noch möglich sein, dass sie jene nicht bemerkten. Ein Fehler der Elenath. Aber wie war ihnen der Troll entgagen? Ein Troll! Groß stinkend hässlich schwer. Zwar hatte sie jene beiden Zwerge und den Halbling mit etlichen Tränken der Heilung entschädigt, von welchen sie fast stets welche mit sich trug, doch änderte das nichts an den Tatsachen. Ihnen wäre diese bande wohl erst aufgefallen, wenn die ersten Höfe niedergemacht worden waren und selbst dann mochte das ihnen womöglich entgehen. Versagen der Elenath ...[/i] |
26.07.2010 16:09:25 | Aw: Gedanken (#41177) |
Cypria MX | [i]Die Halbelfe mit der sie an der Brücke gesprochen hatte meinte sie klänge verbittert. Wahrscheinlich war dem so. Es war auch stets das gleiche. Belam ... er war noch ein Kind wie sie erfahren hatte Achtunfünfzig Jahre zählte er erst. Das erklärte sein Unwissen in vielen Dingen, eigentlich sollte man ein Auge auf ihn haben. Doch er weckte mit seiner Erzählung das Feuer in ihr das häufig dafür sorgte, dass Mondelfen ihr Leben auf Wanderschaft verleben. Ihr Leben war bewegungslos. Zurück konnte sie nicht und jeden Schritt den sie nach vorne machte führte sie nur wieder auf die Stelle zurück an der sie stand. Stillstand. Ihr Leben stand still. Sie sollte reisen ihrer Begier in sich nachgeben. Nach Cormanthor und Cormyr, zu ihren Geburtsort, in die Hochwälder des Kontinents, auch hörte man Gerüchte von einer Hafenstadt an einer Küste die ebsonders interessant schien. Sie sollte auf Wanderschaft wieder gehen.[/i] Noch lange saß sie in jener Nacht am Brunnen der hohen stadt... |
26.07.2010 17:43:07 | Aw: Gedanken (#41181) |
DerAndreas | Getragen im Wind vernahm sie die leisen Worte: [quote]Nun reifen in Hohenbrunn die Felder, das Sausen der Sensen sirrt durch das Korn. Ein sommersattes Grün überschattet die Wälder. Mein Herz sucht die Heimat ... des Mondes Horn Den Hügel hinauf durch die reifenden Ähren bis hoch, wo der Calaneth seine Welt beginnt. Hier steht mein Heim. Hier kann Keines wehren dem Heimweh, dass es in Tränen verrinnt. Rinnt, ihr Tränen, dass Trost mich behauchet. Ich schäme dieser Tränen mich nicht. Das Gemüt der Sättigung brauchet. ... Ist die Heimat nicht der Göttergesicht?[/quote] Auf langen Reisen, wird sie sich oft der Worte erinnern. Die Weisheit wird sich wieder beweisen, besser wird es wo anders nicht. |
29.07.2010 13:49:21 | Aw: Gedanken (#41408) |
Cypria MX | Ihr war dies Gedicht unbekannt, auch die Weißheit jener Worte blieb der jungen Elfe bei dem ersten Hören der Worte verschlossen, doch erinnerte sie es an die Worte die ihr ein Kessir sagte als sie damals aufgbrochen war erneut. ... In nicht allzuferner Vergangenheit Jenem Elfen verdankte sie viel. Er hatte sie unterrichtet. Sie hatte viel Zeit mit jenem verbracht und nicht nur als Lehrer stand er ihr nahe. Seine Anwesenheit hatte sie stets als angenehm empfunden, seine Gleichnisse, sein Einfühlungsvermögen genossen. Wahrscheinlich hatte sie deswegen ihn einigen anderen Elfen der Gemeinschaft vorgezogen. Heute umarmte er sie ein erstes Mal. Heute war der Tag wo sie diesen Ort verlassen und in die Ferne ziehen würde. Er sprach manches zu ihr, doch war sein Rat den er ihr mitgab davn das bedeutenste. [i]Was ist die Heimat? Ist's die Stelle? Drauf deines Clanes Heim erbaut? Ist's jener Ort, wo du die Sonne, Das Licht der Welt zuerst geschaut? O nein, o nein, das ist sie nimmer! Nicht ist's die Heimat, heißgeliebt. Du wirst nur da die Heimat finden, Wo's gleichgestimmte Herzen gibt! Die Heimat ist, wo man dich gerne Erscheinen, ungern wandern sieht. Sie ist's, ob auch in weiter Ferne Die Mutter sang dein Wiegenlied.[/i] [size=1]((Angelehnt an: "Die Heimat" von Friedrich Emil Rittershaus))[/size] Die Weißheit jener Worte war ihr bewusst und wie sie allein in der mondhellen Nacht an dem Brunnen saß, ein kleines Elfchen unter der Allmacht des Himmelfirmaments - da rannen warme Tränen über ihre Wangen, die Lippen benetzend einen salzig bitteren Geschmack hinterlassend... |