28.11.2007 21:15:46 | Kurzes Erwachen (#3600) |
Meria | Langsam öffnete sie die Augen, die Welt drehte sich um sie. Schnell schloß sie sie wieder und versuchte die aufkeimende Übelkeit nieder zuringen. "Was war nur passiert? Wo war sie jetzt?" schoß es ihr durch den Kopf, der fürchterlich schmerzte. Zitternd versuchte sie wieder langsam die Augen zu öffnen, als es ihr endlich gelang sah sie sich langsam um. Ein einfaches Bett, verbundene Hände und reich, mit Efeuranken verzierte Wände, waren das erste was sie sah. "Ihr seid erwacht, wie geht es Euch?" Sprach eine leise Stimme zu ihr. Sie drehte langsam den Kopf und blickte in das Gesicht eines jungen Elfens "Wo...bin..ich?" fragte sie mühsam. Der Elf bedeutete ihr ruhig zu bleiben "Ihr seid in Elboria, ihr ward ohne Bewußtsein, als ihr hierher gebracht wurdet, doch, die Macht Correlons, die er unserem Kleriker schenkte, konnte das schlimmste verhindern." "Bewußtlos?" Fragte sie langsam, "Was ist denn passiert?", angestrengt versuchte sie sich zu erinnern. Die Gesichtszüge des Elfen verdüsterten sich für einen kleinen Moment, bis er dann mit seiner sanften Stimme sprach "Der Wolf, diese widerwärtige untote Kreatur..." Hastig unterbrach sie ihn und versuchte sich sprunghaft aufzusetzen "Fenrier..."wimmerte sie leise, als die Erinnerungen, in ihr Bewußtsein schossen und brach auf ihrem Lager wieder zusammen. Der Elf legte seine Hand an ihre Wange "Ihr müßt Euch ausruhen, er hat Euch sehr geschwächt, fast hätte seine Kälte euer Herz zum Stillstand gebracht, es ist überhaupt ein Wunder, das eure Gefährten es geschafft haben, Euch in einem Stück bis hierher zu tragen." Der Elf hielt ihr einen Becher an die Lippen "Trink langsam und ruht Euch aus." Sie schluckt wiederwillig die bittere Flüssigkeit ,erschöpft blieb sie liegen, heiße Tränen rannen ihr Gesicht herunter "Was ist nur aus dir geworden, Fenrier? Steckt noch etwas von dem kleinen Wolf in dir, oder hat die Bestie bereits deine Seele vergiftet...." Sind die letzten Gedanken die Calida hat, bevor sie die Wirkung des Elfentrankes, in einen traumlosen und tiefen Schlaf abgleiten läßt. |
01.12.2007 15:04:17 | Re:Kurzes Erwachen (#3714) |
Conrad von Kordovan | Langsam trat Conrad in die Kammer, nickte dem Elfen der ihm den Weg gewiesen hatte nocheinmal dankend zu. Mit traurigen Augen setzte er sich neben ihr Lager auf die Knie, und ließ seinen Blick über die Blonde gehen die ihm so viel bedeutete. Vorsichtig streckte er eine Hand aus, um sanft ihre Wange zu berühren doch wie von einem imaginären Blitz getroffen zuckte er zurück. "Nein... es wäre zu gefährlich... Nicht bevor ich weiß was sie sich ausgedacht hat..." Mit wehmütigem Gesicht legte er die Hände in den Schoß und sprach leise: "Ich weiß nicht ob du mich hören kannst Calida, aber ich habe Fenrier getroffen... Es ging recht hitzig zu, aber es geht ihm wieder gut und er ist wieder der alte... Zumindest glaube ich das... *schmunzelt leise, was aber sofort wieder erlischt* Du hast es geschafft... Vielleicht hilft dir das wieder gesund zu werden..." Nachdem die letzten Worte verhallt waren blieb er noch eine weile bei ihr sitzen, aber bald entschied er das es vielleicht zu gefährlich sein könnte. Mit hängenden Schultern verließ es das Zimmer. |
02.12.2007 19:12:40 | Re:Kurzes Erwachen (#3768) |
Meria | Langsam schlägt sie die Augen auf, sie fühlt sich immernoch wie gerädert, doch der Schwindel blieb aus. Als sie sich langsam umsieht, bemerkt sie, das um ihre Hände der Verband entfernt wurde, der Elf sitzt wieder neben ihrem Bett. Sie lächelt ihn matt an und versucht sich aufzusetzen, sofort reicht der junge Elf ihr seine Hand und mit seiner Hilfe gelingt es ihr auch. "Es scheint Euch besser zu gehen, wie mir scheint." Calida nickt sacht und schwingt vorsichtig die Beine aus dem Bett "Ich fühle mich noch etwas schwach, aber es geht mir bedeutend besser," sie neigt leicht den Kopf, "Ich danke Euch für eure aufopfernde Hilfe und Pflege." Er lächelt leicht "Es war mir eine Freude euch zu helfen." sagt er sanft, zieht dann einen Brief unter seiner Kleidung hervor und reicht ihn ihr. "Ihr hattet Besuch, dies hat einer der beiden für euch abgegeben." Calida nimmt verwundert den Brief an sich und liest ihn langsam.... Der Text besagt in geschwungenen Linien: „Grüße Calida, es tut mir so unendlich leid was ich dir angetan habe und du hast noch versucht mich zu retten. Ich habe meine Feuerwanderung fast hinter mir... ich habe alle die im Sumpf waren gefunden und um Verzeihung gebeten, außer Frirry und dir, Frirry werde ich noch finden aber du... Ich habe mit Conrad geredet, zwangsläufig. Ich habe mir nicht erhofft auf Gnade zu stoßen und mein Denken wurde bestätigt. Wir werden niemals Freunde sein und ich bin mir sicher das wir mehr Feinde denn jeh sind... doch hatte er mit einem recht, ich sollte mich dir nicht nähern, aus verschiedensten gründen. Ich will dir mit diesem Brief nicht weh tun oder den Zwang deines Glaubens ausnützen, ich gebe dich frei, du wirst mich einfach nicht mehr finden solltest du mich suchen. Ich habe dich sehr gerne, ich liebe dich sogar und deswegen muss ich dir fern bleiben, du verstehst mich, wenn du genauer darüber nachdenkst. Ich werde das Stöckchen holen spielen mit dir schrecklich vermissen, ebenso die Gespräche und die Nächte mit dir... lebe lang und in Glück und Frieden“ Das Pergament ziert weiter unten der Abdruck einer Wolfspfote Langsam senkt sie den Kopf und verstaut den Brief in ihrem Ausschnitt. Der Elf sieht betreten zu Boden, als sie fertig ist flüstert er leise "Ein weiter Mann war hier, er hat nichts zurück gelassen, er saß nur vor Eurem Bett und beobachtete Euch lange, er sagte einige Worte, doch es stand mir nicht zu ihm zu lauschen. Sein Name war Conrad." Calida hebt den Kopf und ein Lächeln huscht über ihr Gesicht, sie reicht dem Elfen ihre Hand "Könntet ihr mir aufhelfen, ich denke es ist Zeit mich auf den Weg zu machen. Doch seid versichert ich werde mich für eure Hilfe erkenntlich zeigen." Der Elf hilft ihr zögerlich auf die Beine und mustert sie, wie sie schwankend vor ihm steht "Seid ihr sicher..?" Sie nickt entscheiden und lächelt ihn noch einmal dankbar an, dann geht sie langsam, auf ihren Stab gestützt ins Sonnenlicht. |