16.10.2009 12:22:15 | [Quest-Geschichte] Der Wanderer (#30661) |
Ovilax | [i]Es war eine schwierige Aufgabe. Einerseits musste Afyan seine Forschungen vorantreiben und dazu mit den Bewohnern der Insel in Kontakt tretten. Andererseits konnte eine zu enge Bindung mit den Studienexemplaren sämtliche Ergebnisse verfälschen. In bekannter Atmosphäre waren die Bewohner der Insel meist zutraulich und somit Shanas Rose der ideale Anknüpfpunkt. [/i] So tratt Afyan bal Rai'dah aus dem Schatten. Ein gewisser Mortog Bogenspanner befand sich in der Taverne. Ein Geschäftsmann und Jäger aus der hiesigen Stadt. Ein durchschnittliches Exemplar eines Menschen mit wenigen Normabweichungen. Trotzdem erregte das Objekt unerklärlicherweiße seine Aufmerksamkeit. Unerklärlich? Vielleicht auch nicht. Immerhin war er mehre Zehntage von Umbravar entfernt und das auch nur bei einer Reise durch den Schatten. Auf "regulären" Wegen konnte diese Reise sogar viele Jahreszeiten benötigen. Ein kurzer Plausch und oberflächliche Kontakte würden seine Forschung sicher nicht gefährden -zumindest versuchte er sich das einzureden. Wenig später kam die Besitzerin des Cafes aus ihren Räumlichkeiten. Shana war, bezogen auf die geltenden Schönheitskriterien ihrer Rasse, nicht unansehlich und in ihrer Stimme und Art lag eine Unbekümmerheit, die es in der Schattenstadt unmöglich machen würde zu Leben. Wie aufs Stichwort stieß auch noch dieser gnomische Barde, Palantir, zu ihnen. Die drei Beobachteten alberten herum und zogen sich gegenseitig mit kleinen Witzeleien auf. Zunehmend begann er den Humor der Einheimischen zu begreifen und fast hätte er darüber gelacht- fasst hätte er gar ihre Gesellschaft genossen -aber nur fast. [i]Die Sperrstunde rückte näher und der Schattenadept hätte die Taverne sicher schon bald wieder verlassen, als eine Gewitterfront über der Insel aufzog. Donner, Blitze und sintflutartiger Regen. Ein geheimnissvoller Wanderer aus Baldurs Tor suchte Zuflucht in Shanas Rose...[/i] |
17.10.2009 15:46:43 | [Quest-Geschichte] Der Wanderer 2 (#30684) |
door | ...Anfangs noch ein wenig misstrauisch - doch das verflog schnell - begrüßte Shana den Wanderer, der sie gut zu kennen schien. Jedenfalls wusste er so allerhand über sie, ihre Herkunft und was sie machte - Dinge die sie auf dieser Insel nur den wenigsten erzählt hatte, über die sie überhaupt auch so nur sehr selten sprach. Er sagte ihn schicke jemand. Wer wussten denn, dass sie hier war? Genaugenommen kamen da nur Chiara oder Lydya in Frage. Lydya, war sie endlich wieder aufgetaucht und würde zurück kommen? Hoffnugsvoll schaute sie zu dem Wanderer, der eine Flasche Weinbrand hervor holte. Wein aus ihrer Heimat. Sie solle allen die einen Schluck mit ihr trinken wollen etwas einschenken und das tat sie auch. Und so tranken sie auf den Wanderer, auf Shana und ihre Heimat und die geheimnisvolle Person, welche den Herrn wohl zu ihr geschickt hatte. Der Wanderer begann eine Geschichte zu erzählen, während die übrigen immer schläfriger und müder wurden. Bald konnten sie nur noch schwer zuhören, kurz darauf waren sie ganz eingeschlafen. Jedenfalls hatte es den Anschein, in Wahrheit wurden sie selbst Teil der Geschichte und draußen donnerte und blitzte das schwere Gewitter über der Rose... |
21.10.2009 12:26:29 | Aw: [Quest-Geschichte] Der Wanderer (#30727) |
Turloff | Mortog sagte natürlich nicht Nein zum Weinbrand… noch dazu wenn es so ein besonderer war, wie der werte Herr Wanderer angekündigt hatte. Er prostete den anderen zu und genoss die gesellschaftliche Runde. Schnell bemerkte er jedoch die außerordentliche Wirkung des Getränks… Was war das für ein Gesöff? Waren Rauschmittel beigemischt? Wurde er letztendlich gar vergiftet?... waren Mortogs letzte Gedanken eher die Unmacht Herr seiner Sinne wurde und er schwer und träge den Kopf auf seine verschränkten Arme auf Shanas Tresen sinken lies. Verschwommen nahm er noch wahr, dass es auch Shana, Palantir und Herrn Rai'dah ähnlich erging, bis er sich endgültig ins Land der Träume verabschiedete. Lange Zeit war Stille… Wie durch eine dicke Nebelwand vernahm er noch gelegentlich das starke Donnern und Blitzen von draußen… einmal schreckte er kurz auf, als er , wie aus weiter Ferne, einen lauten Schnarcher vernahm, seine Gedanken verloren sich aber schnell wieder im Nichts. Plötzlich, es war als würde direkt neben ihm einer der Blitze einschlagen, blendete ihn helles Licht. Er bemerkte ein leichtes Schwanken, hörte das Rauschen von Wellen und nahm den Geruch von Salzwasser in seiner Nase wahr. Als seine Augen sich an die Helligkeit gewöhnt hatten, fand er sich auf einem Schiff wieder… Verwirrt umher sehend erblickte er Shana, Palantir und auch Herrn Rai'dah. Sonst allerdings niemand… Waren sie auf einem Geisterschiff?.... War das alles ein Traum?... Aber warum konnte er dann mit seinen Freunden sprechen und diese ihm auch antworten? Hatte sie der Wanderer auf ein Schiff verfrachtet und von Amdir weggebracht?... schoss es durch seine Gedanken während er den Horizont absuchte. Aber da war nur Wasser, nichts als Wasser. |
23.10.2009 23:13:00 | Aw: [Quest-Geschichte] Der Wanderer (#30768) |
lori4ever | Palantir hätte es wissen sollen. Hochprozentiger Alkohol war einfach nichts für kleingewachsene Gnome, auch wenn er den Mangel an Länge beinahe durch seinen Kugelbauch wettmachte. Sicher hatte ihn einer der anderen an die frische Luft gebracht. Shana und Mortog waren ja immer gut zu ihm. Und auch der seltsame Mann namens Afyan schien ihm nicht übel zu wollen. Blinzelnd öffnete er die Augen... ...die ihm beinahe aus dem Kopf fielen, als er, statt wie erwartet vor Shanas Rose zu sein, auf einem Schiff zu sich kam, das wie von Geisterhand in schnellem Tempo durch ein endloses Meer zog. Zu seiner Überraschung waren auch Shana, Afyan und Mortog anwesend. Während diese sich den Kopf zerbrachen, ob sie entführt worden seien von dem seltsamen Fremden, der sich als "Lariss" vorgestellt hatte, setzte sich Palantir an den Hauptmast und grübelte. Etwas konnte nicht stimmen. Den anderen schien es entgangen zu sein, aber er beim Übertritt hatte er es gefühlt: dies war nicht die Welt, die sie kannten, es war wie ein Traum, oder vielleicht eher eine lebende Geschichte. Ja, gewiss. Eine Geschichte wie sie der Fremde geschildert hatte als sie an Shanas Tresen in der Rose saßen. Als er aufstand und den anderen seine Gedanken mitteilte, erntete er vom stets rational denkenden Afyan nur einen skeptischen Blick, von Mortog hingegen, der gerade Shana half, sich seekrank über die Reling zu erleichtern, ein spöttisches Lächeln und die Bemerkung: "Nun, wenn es ein Traum ist, dann sicher nicht der von Shana. Wahrscheinlich eher deiner, du alter Tagträumer!" Bevor Palantir antworten konnte, erschien plötzlich wie aus dem Nichts jener Fremde vor ihnen. Und er war nicht allein... |
24.10.2009 09:55:18 | Aw: [Quest-Geschichte] Der Wanderer (#30771) |
Ovilax | Logisch- dieser Wanderer hatte sie entführt und ihre betäubten Leiber auf sein Schiff geschleift. Vielleicht brauchte er Verstärkung für seine Mannschaft. Aber warum sollte er sich mit ungeübten Landratten abgeben? Das ergab alles keinen Sinn und so stieg Wut und Verzweiflung in Afyan auf. Seine dunkle Seite ergriff die Initiative. Afyans Schatten stürzte sich auf den Wanderer- doch eine helle Aura gebot ihm einhalt. Was hatte das alles zu bedeuten? Da war dieser Lariss und eine gewisse Shara, die sich als Shanas Schwester zu erkennen gab. Das konnte alles nicht Real sein. [i]"[color=#000080] Das sind die Auswirkungen von Gift. Unsere Körper winden sich gerade beim Totentanz in Shanas Rose, während wir von diesen Visionen und Hirngespinsten heimgesucht werden. Der Wein war vergiftet. Das scheint die einzige rationale Erklärung zu sein." [/color] [/i] äußerte sich Afyan resignierend. Der Wanderer jeddoch wusste Dinge über den Schattenadept, die niemand wissen konnte. Er hatte keine andere Wahl als sich dem Schicksal zu beugen. Shana unterhielt sich angeregt mit ihrer vermeindlichen Schwester und der Gnom Palantir äußerte einige seiner Absonderlichen Theorien, aber das war nicht mehr wichtig. Anteilslos stand Afyan an der Reeling und beobachtete das faszinierende dunkle Schattenspiel unter und über dem Schiff, das sich mittlerweile in die Lüfte erhoben hatte. |
15.11.2009 16:27:49 | Aw: [Quest-Geschichte] Der Wanderer (#31238) |
lori4ever | Während Shana sich mit ihrer Schwester unterhielt - so sie es denn war - klammerte sich Palantir an den Hauptmast, als das Schiff auf einmal in die Lüfte stieg. Lariss, der es bemerkte, beruhigte ihn und eröffnete ihm, ihnen würde nichts passieren. Ihre Körper seien noch immer unversehrt in Shanas Rose. Palantir schloss die Augen, gab sich einen Ruck und ließ den Mast los. Zu seiner eigenen Überraschung konnte er fest auf den Planken des Oberdecks stehen, während ihm der Wind durch die Haare fuhr. Plötzlich überkam ihn Vertrauen, dass dieses nicht die gewöhnliche Welt war, in der ihn sein kleiner, etwas dicklicher und vom Alter gezeichneter Körper behinderte. Zugleich kam eine Abenteuerlust über ihn, die er noch niemals verspürt hatte. Wahrlich, dies musste eine Weltenwanderung ins Reich der Geschichten und Legenden sein. Alles fühlte sich nun so vertraut an wie die eigenen Geschichten und Lieder, die er vortrug. Als das Schiff plötzlich aus den Woken zu fallen schien und auf eine große, bewaldete Fläche zustürzte, da rannte er zum Steuerrad statt sich wie sonst ängstlich hinter dem Nächstbesten zu verstecken. Tatsächlich konnte er das große Rad bewegen und das Schiff auf eine Gleitbahn bringen, die es über einer Lichtung zum Halten brachte. Aber von genau solch einer Lichtung hatte ihnen Lariss doch zuvor erzählt. Oder vermengte er schon die eine mit der anderen Welt? Palantir nahm sich vor, eine Sage zu erzählen über Lariss, den Weltenwanderer. Nein, er würde ihn einfach "der Wanderer" sagen. Das klang besser. In solche Gedanken vertieft begab er sich wieder aufs Mittschiff, wo inzwischen eine Strickleiter zum Erdboden herabgelassen worden war. Fragend schaute er seine Gefährten an, wer den Schritt auf das unbekannte Land wagen würde. |