08.07.2009 10:41:11 | Der magische Wetterhahn (#27539) |
door | Wie ein kleines Kind hockte der alte Gnom vor dem schon ziemlich eingerosteten Wetterhahn. Shana stand mit Ovilax - eigentlich waren sie gekommen um einen Stuhl aus der Kammer zu holen, den der Söldner dann nach vorne tragen sollte - hinter dem alten Gnom und betrachtete mit wenig Interesse das Teil. [b][color=#FF0000]Es bewegt sich. Ganz ohne Wind bewegt es sich, denn hier drinnen ist ja gar kein Wind. Und der Pfeil zeigt immer in eine andere Richtung. Er zeigt bestimmt etwas an. Bestimmt ist es ein magischer Wegweiser.[/color][/b] Schmunzelnd betrachtete Shana den Gnom, der sich in seiner Phantasie schon an eine große Geschichte dachte; als wäre er ein kleiner Junge von 13, vielleicht 14 Jahren und kein alter Mann, der schon 367 Sommersonnenwenden miterlebt und wahrscheinlich auf jeder einzelnen erfolgreich den Gnomendamen aus dem Weg gegangen war. Aber ein klein bischen neugierig war sie schon. Der Wetterpfeil bewegte sich ja tatsächlich obwohl es in der Kammer komplett windstill war. [b][color=#000080]Nun Ovilax, ein Stuhl ist es zwar nicht, aber würdest du vielleicht diesen alten Wetterhahn nach draußen vor die Tür bringen. Natürlich bekommst du auch dafür dein Freibier.[/color][/b] [b][color=#008000]Sicher ... vielleicht sollte ich ihn direkt auf's Dach stellen und einen alten Gnom daran hängen. [/color][/b] Und so sollte Ovilax Tag - der nach seinen eigenen Worten schon beschissen lief - noch ein wenig schlechter werden, denn der Wetterhahn erwies sich nicht nur als recht schwer, auch das Abenteuer, in das er sie stürzen sollte würde nicht sehr zur Besserung seines Tages beitragen. |
08.07.2009 11:27:29 | Ab in die Wüste (#27540) |
door | Die Kratzspuren, welche der Wetterhahn auf dem Boden hinterließ, waren nicht zu übersehen; nur Shana schien sie nicht zu bemerken und so versuchte Palantir noch sie zu beseitigen, in dem er mit seinem abgetragenen Lederstiefel darüber fuhr, was jedoch vergeblich war. Er konnte sich allerdings schon ausmahlen wie sehr sie sich aufregen würde, wenn sie schließlich die Kratzer in ihrem teuren Boden doch noch entdecken würde. Ovilax hatte den Hahn draußen im Gras abgestellt und Palantir begann sofort daran herum zu werkeln. Hatte der Hahn vorher planlos und willkürlich in alle Richtungen gezeigt, so zeigte er jetzt überwiegend grob in eine Richtung. [b][color=#FF0000]Seht ihr ... da müssen wir lang![/color][/b] Palantir zeigte richtung Wüste. [b][color=#825900]Mahal.[/color][/b] Kildor trat zu der Grupp und betrachtete argwöhnisch ihr Treiben. Er kam wie gerufen, schließlich war er doch Forscher ... jedenfalls meinte Shana sich daran zu erinnern. Seine Neugierde war jedenfalls schnell geweckt. Und der Entschluss dem Wink des Wetterhahns in die Wüste zu folgen war schnell gefasst. Nur Ovilax der Tavernenkönig musste noch etwas überzeugt werden. Er forderte eine ganze Nacht Zechfrei in ihrem Café. Einen Moment zögerte Shana, doch ein Blick hinüber zu Palantir reichte und sie willigte ein. Schließlich wollte sie es nicht schuld sein, dass das ganze hier schon sein Ende nahm. Und sie brauchten den Söldner schließlich um den Hahn zu transportieren. So machten die vier sich also auf in die Wüste, einem Meer aus schier endlosem Sand. Angeblich sollte er einem schon nach sekunden die Augen verkleben und man würde für immer Blind. Jedenfalls erzählte Palantir dies ... |
08.07.2009 12:11:17 | Ein Kobold in der Wüste? (#27542) |
door | Unbarmherzig brannte die Sonne auf die vier nieder. Ihre Kehlen wurden immer trockener, ihre Schritte immer langsamer. Ovilax sank immer tiefer mit dem Wetterhahn auf der Schulter in den Sand ein; ein Zauber von Kildor schaffte zwar etwas Erleichterung, doch unter seiner Rüstung musste der Söldner langsam zu dünsten anfangen. Deshlab ließ er wohl auch seinen Umhang und seinen Helm irgendwann einfach im Sand liegen und stapfte ohne weiter. Immer wieder befragten sie den Wetterhahn, in welche Richtung sie weiter müssten und dieser gab quitschend - hatte Palantir ihn nicht geölt ... er hatte es wohl zumindest versucht - seine Antwort und wies stur imemr tiefer in die Wüste. Plötzlich trafen sie auf einen Kobold. Ein Kobold in der Wüste? Shana dachte angestrengt nach ... sie hatte doch da mal etwas gelesen ... [i]Was hatte dieser Mönch Vater Mogana noch in diesem Buch geschrieben? Ach ja, wenn man in die Wüste geht sieht man manchmal Dinge, die es gar nicht gibt. Da haben wir's. Der Kobold ist gar nicht echt. Schließlich gibt es keine Kobolde in der Wüste.[/i] Und so beachtete Shana den Kobold gar nicht sondern wandte sich dem großen See zu, der sich plötzlich am Horizont auftat. Wasser ... Die anderen schienen sich nicht so sicher. Vielleicht war der Kobold ja doch echt ... aber wenn er dies war, dann war er ziemlich verrückt, denn er lief schreiend durch den Wüstensand und faselte zwischendurch nur etwas von Meister und Schatz. Ovilax schlug vor ihm den Kopf abzuschlagen und sich - wie Shana - dem Wasser am Horizont zu widmen. So zogen sie weiter. Komischerweise schien das Wasser Angst vor ihnen zu haben, denn mit jedem Schritt den sie auf den See am Horizont zu machten, wich dieser zurück. Shana lief los, vielleicht konnte sie das Wasser einholen. Plötzlich war der Drache da. Seine riesigen Krallen griffen nach ihr, sein gewaltiger Schwanz mit den riesigen Stacheln schlug nach ihr. Die Luft um sie herum flirrte, überall war Feuer. Sie schrie, schlug um sich ... Dann war es vorbei und der Drache war verschwunden. Vor ihr stand ein strahlender Ritter ... ihr Retter. Verliebt schaute sie Ovilax an. [color=#000080][b]Ihr habt mich gerettet, strahlender Ritter. Ihr seid mein Held![/b][/color] Murrend nahm Ovilax wieder den Hahn auf die Schultern ... diese junge Café Besitzerin schien nicht ganz dich im Kopf zu sein. Ein letztes mal befragten sie den Wetterhahn. Weiter tragen konnten sie ihn nicht mehr, dafür war er zu schwer geworden, die Sonne zu heiß. Er zeigte eine Dühne hinauf. Erschöpft und wohl mit letzter Kraft schleppten sie sich hinauf und trafen auf einen weiteren Kobold. Jaja, Vater Mogana ... auch dieser konnte nicht echt sein. Auch der zweite Kobold faselte etwas von Schatz und Meister ... Shana beachtete ihn nicht weiter und schaute zu Palantir, der einen Sandhügel hinunter kullerte und bei ein paar Knochen liegen blieb. Sie waren wohl nicht die ersten, die sich hierher verirrt hatten. |
17.07.2009 13:15:37 | Alte Knochen und ein Beutel (#27910) |
door | Die Sonne hatte ihren Höchsten Punkt lange hinter sich gelassen und schickte sich schon langsam an hinter den endlosen Dünen am Horizont zu verschwinden. Die kleine Gruppe scheppte sich die Sanddüne hinauf. Oben angekommen sanken sie erschöpft in den Sand, um weiter zu gehen fehlte ihnen die Kraft. Nur einer schien noch nicht genug zu haben. Während der Söldner Ovilax ihr Ende im Flug auf sie zukommen sah, gleich einem Adler der aus der Luft seine Beute erspäht hat und nur auf den geeigneten Augenblick wartet um hinunter zu stürzen und sie zu erlegen, buddelte Palantir im Sand und kullerte auf einmal die Düne hinunter. Einige Meter entfernt blieb er liegen. Neben ihm im Sand schauten die Knochen eines uralten Skelettes hervor. Diese sollten einige Augenblicke später Ovilax nur in seinen Endzeitgedanken bestätigen. Ach, hätte er doch nur ein kühles Bier in diesem Augenblick gehabt. Mit Kräften, von denen sie nicht gewusst hatten und sie schon gar nicht für möglich gehalten hatten, schleppten die anderen sich die Düne hinunter, durch den tiefen Sand zu dem kleinen Gnom. Interessiert betrachteten sie die Knochen. Währenddessen blieb der Kobold - über den man sich immer noch nicht einig war, war er nun echt oder doch nur Einbildung - zurück und wendete sich einem größeren Steinfelsen zu, an welchen die Düne grenzte. Wer in diesem Moment genau hingesehen hätte, hätte das Flimmern in der Luft bemerkt und gesehen wie eine Hand, scheinbar aus der Luft oder dem Felsen kommend, nach dem Kobold griff und ihn mit sich nahm. Die Gruppe untersuchte die Knochen. Shana nahm ein paar Knochen in die Hand, legte sie wieder bei Seite und wühlte ein wenig im Sand. Sie fand einen alten Lederbeutel. Zur gleichen Zeit fanden die anderen eine alte Flasche zwischen den Knochen. Sie war bis zum rand mit einer Flüssigkeit gefüllt, welche sich einige Augenblicke später als das beste Wasser herausstellte, welches sie jemals getrunken hatten - schließlich hatte es, wenn man der Theorie des kleinen Gnomes Glauben schenkte auch mehrere tausend Jahre Zeit gehabt zu reifen. Die Kehlen befeuchtet, der Verstand für ein paar Augenblicke wieder klar, machten sie sich an die Untersuchung des Beutels. Darin war ein alter Pergamentfetzen, den Shana weiter an Kildor reichte - er solle ihn laut vorlesen - etwas bläuliches und noch ein ovaler Gegenstand. Palantir, welcher sich das bläuliche etwas schnappte, identifizierte es als Schuppe eines uralten Wesens, aus vergangenen undunglaublichen Geschichten. Ein riesiges Flugtier einer untergegangenen und vergessenen Zivilisation. Währenddessen stellten die übrigen fest, das es sich bei dem ovalen Gegenstand wohl um etwas sehr heiliges und etwas sehr mächtiges handelte. Man musste bis drei zählen um seine unglaubliche Wirkung zu entfachen. Shana steckte es ein. Die Sonne verschwand langsam hinter dem Horizont und es wurde kühler. Sie kletterten die Düne wieder hinauf, zu dem Felsen wo zuvor der Kobold verschwunden war. Dort, zwischen Sand und Stein stießen sie auf eine Höhle. Bevor sie zurück in die Rose gehen würden, beschlossen sie noch einen Blick hinein zu werfen. Über die Buchstaben, mit Blut an die Wand geschrieben, sollten sie noch einige Zeit nachdenken. Palantir schienen sie in seiner Theorie von dem gewaltigen und mächtigen Urtier nur zu bestätigen: [i][b]Nehmt euch in Acht vor dem großen ...[/b][/i] Das übrige war nicht mehr lesbar. |