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11.02.2009 15:58:11
Das Lied der Bäume - Alana die Dryade (#22361)
Arthur
Geführt durch die Gemeinschaft der Smaragdenklave stand er nun allein vor der großen Eiche. Etwas abseits legte er seine Ausrüstung ab und zog die traditionelle Kleidung in den Farben des Sommers an. Leise begann er seine Gebete zu sprechen, und der Schutz seiner Göttin wurde ihn gewährt. Andächtig ging er zu dem dem uralten Baum und begoss die Ausläufer des Stammes mit Wasser.

Er kniete sich nieder und sprach ruhig und sanft mit gesenkten Haupt zu der Eiche.

[color=#0000FF]Alana, hör einen Diener der Königin der Wälder an!

Mein Name ist Shan Blake, ein mit Nadeln und Dornen bewehrter Arm des Waldes! Ich bin hier um euch nach uralten Brauch zu dienen. Um der Königins, euren und meines Willens. [/color]

Dann stimmte er leise das Lied an.

Shirkura und ihr neuer Begleiter gesellten sich zu ihm und beobachteten aus einiger Entfernung das Schauspiel.

Gesungen in einer Sprache die er noch nie richtig verstand, sich aber dennoch ab und zu einiger ihrer Floskeln bediente, wen er unter jenen Volk weilte.

Mit sanfter Stimme sang er immer lauter das Lied. Güte, wärme und Freude lagen in seiner Stimme und ließen das Ritual, für einen flüchtigen Beobachter heilig erscheinen. Die Nachfolgen Strophen wiederholte er wie in Trance, vor dem Baum kniend.

[color=#0000FF]Iston, le i min en amar, brennil.
Reno nin: Padon or raw lîn
na dail lîn,
a i thress nîn i thress lîn.
Mathon thûl lîn ned i waew
cam lîn ne cham nîn,v a garo nin him.
Anno nin tass lîn:
I vathad e-glass,
i drass an nai phain.
Nai phain cuiar,
ned i amar
a ned faer lîn.
Faer lîn trî faer nîn.
San carnen.
[/color]
Ab und zu unterbrach er den Gesang mit sonoren Summen des Refrains, die Wurzeln erneut mit Wasser begießend. Lächelnd sah er immer wieder zu dem Baum, um zu sehen ob Alana sich schon zeigte.

[url=http://full-moon.piranho.de/imladris/sindarin.htm#einundzwanzig] Sprache Sendarin - Quelle und Übersetzung.[/url]
23.02.2009 12:38:38
Aw: Das Lied der Bäume - Alana die Dryade (#22810)
Arthur
Ohne weiter auf die Umgebung zu achten sang er weiter das uralte Lied.

Wie durch einen leichten Windstoss begannen sich langsam die Blätter der alten Eiche zu bewegen. Das Geäst selbst schien sich mit der Musik zu regen und unbemerkt blickten Elfenartige Augen aus dem von Blättern verborgenen inneren des Stammes auf ihn herab. Mit jeder weiteren Strophe des Liedes geriet mehr Unruhe ins Gehölz uns vorsichtig spähte Shan zu der Eiche auf.

Langsam erstreckte sich ein elegantes, ebenholzfarbenes Bein aus der Eiche welches sich mit Grazie langsam dem Boden näherte. Ein teil des Oberkörpers entsprang dem Baum und neugierige sanfte Augen blickten auf ihn. Während die Gestallt sich langsam aus dem Baum herausschälte und letztendlich über dem Boden zu schweben schien verneigte Shan sich.

Das Wesen sprach mit würde und sanft, ihre Stimme rein und mit einen Anflug von trauer. Schon allein ihre Worte brachten ihn halb um den Verstand. Shan versuchte seine Aufgabe zu erfüllen, doch schien sie noch etwas erwartet zu haben. Er wollte ihr nach altem Brauch dienen und sie stellte seine Motive in frage.

Langsam senkte sich ein dicker Ast und Alana setzte sich darauf. Der Ast erhob sich ebenso langsam und ließ Alana wirken wie eine Königin. Majestätisch fuhr sie in die Krone, während sie weiter sanft sprach und trauernd auf ihn herabblickte bis sie ganz unter den Blätterdach verschwand.

[color=#FF0000]Zweifel liegt in eurer Stimme, beweisen wollt ihr euch. Würdet ihr mit dem Herzen denken wüßtet ihr was ich von euch begehrte.

Bringt mir etwas vom höchsten Berg der die Sonne berührt.
Bringt mir etwas aus tiefster See wo kein Licht hinfällt.
Etwas umgeben von Stein und etwas von dort wo kein Leben zu sein scheint.

Ich gebe euch bis zum nächsten Mond Zeit, dann werden wir uns wiedersehen.[/color]

Shan nickte. Enttäuscht über ihr mißtrauen, den zweifel den sie an ihm hegte. Doch war er fest entschlossen die Prüfung zu erfüllen. Noch während sie nicht ganz verschwand rief er ihr seine Antwort zu um sie wissen zu lassen das er verstand und das er den Weg weiter gehe.

Dann machte er sich auf besorgte einige Behältnisse aus Mirhafen und genügend Wasser. Eilig machte er sich in in die Wüste zu bereisen, den letzten Teil der Prüfung zu erfüllen.
26.02.2009 12:02:47
Alanas Prüfung - Die wahre Wüstenrose (#22977)
Arthur
[i]Alana: [color=#FF0000]Bring mir etwas von dort wo kein Leben zu sein scheint![/color]
[/i]
Zum zweiten Male betrat Shan nun die Wüste Akshar. Als er die verfallene Mauer am Abend durchschritt blickte er noch schmunzelnd in jene Ecke, die ihm erst kürzlich hierherführte. Alle drei waren sie blind gewesen und wagten sich viel weiter in die Wüste als sie hätten gehen müssen. Nun schritt er erneut in jene leblos scheinende Region, doch diesmal war er allein.

Ruhig und besonnen setzte er sich in den Sand und sprach seine Gebete. Er spürte wie sich ihre Kräfte in ihm formten doch wie immer hörte er ihre aufmunternde Stimme nicht mehr.

Traurig flüsterte er ihr abschließend die Worte durch den Wind: [color=#0000FF]Verzeih mir meine Fehler Mielikki und hilf mir deinen Weg weiter zu beschreiten. Ich bin zu allem bereit für meine Sünden zu büßen und dir Bedingungslos zu dienen. Töricht, vom Zorn und süße Worten habe ich mich oft genug leiten lassen, meine Bestimmung vernachlässigt! Doch dies ist endgültig vorbei, nur das Mal meines Verrates und meiner Schande werde ich nicht ablegen können. Doch selbst jenes erfüllt seinen Zweck und ermahnt mich, erinnert mich meiner Schwäche. [/color]

Seufzend blickte er in das vermeintlich tote Land und begann seine Schutzzauber zu wirken, sowie einige die es ihm erleichterten sich im Zwielicht zurechtzufinden. Den Umhang zog er dicht an sich, als die Hitze des Tages der Kälte der Nacht wich. Ein letztes Mal überprüfte er seine Wasserreserven, dann begann er mit seiner suche.

Trotz aller Eile blieb er vorsichtig, passte sich so gut es ging der Umgebung an und spähte und lauschte nach den Wyvern. Bemerkte er sie, so umging er sie großräumig. Er hatte nicht vor ihnen über dem Weg zu laufen, sich gar mit ihnen auseinanderzusetzen. Vorsichtig näherte er sich den Hügelketten, wenn er sie nicht umgehen konnte und spähte in das dahinter liegende Land. Er versuchte sich weiter halbkreisförmig voran zu bewegen. Als Orientierungspunkt nahm er die Drachekämme hinter sich und die Hügelkette zu seiner rechten, die sich bis zur Oase weiter zogen. Bis zum Tagesanbruch wollte er spätestens an der ihm bekannten Oase sein und dort den Tag über rasten.

Eine grobe Beschreibung von dem was er suchte hatte er von seinem Vater damals bekommen. Er berichtete ihn einst von einem runden, fasrigen Gebilde in fernen, kargen Landschaften. Dem Wind folgend, rastlos und äußerlich ohne Leben. Immer auf der Suche nach dem erfrischenden Tropfen, welcher ihnen erneut das Leben einhauchte. Ihre Nahrung zogen sie aus dem spärlichen, was sie auf ihrer Reise ergatterten. Einige sollen in windstillen Ecken Jahrtausende überdauert haben, ohne einen tropfen Wasser ergattert zu haben. Erst als sich wilde Tiere diese Ecken zum Lager machen wollten und das Gebilde weg schoben, wurden sie erneut vom Wind erfasst, welcher sie zur nächsten Regenwolke führte und sie dort erneut zu Leben erwachten. Aber die meisten unter ihnen schlugen im regen getränkten Boden ihre Wurzeln, vertrockneten in der gleißenden Hitze und warteten Monate auf den nächsten Wolkenbruch. Das Leben fuhr wieder in ihnen und sie gediehen für einige Stunden oder wenige Wochen bis der Kreislauf sich erneut fortsetzte.

So bewegte er sich weiter in die Wüste hinein und hielt Ausschau, Alana jene legendäre Pflanze, der auch erstaunliche Heilkräfte nachgesagt werden zum Geschenk zu machen.
09.03.2009 14:48:58
Alanas Prüfung - Wüstensturm (#23618)
Arthur
Einige Stunden bewegte er sich langsam am rande der Wüste vorwärts und suchte die Pflanze. Langsam zog ein Wind auf der sich je näher sich vom Weg entfernte verstärkte. Als er von einer Anhöhe in die ferne spähte, nahm er an das man in der Nacht weiter sehen kann in der Wüste als er die riesige schwarze Wand bemerkte. Er hielt es für einen fernen Gebirgszug, kurze Zeit später blickte er zufällig nochmals in dieselbe Richtung und nun sah er es.
[color=#0000FF]
Rindenfäulnis und Hirdawurzplage im Aufzuchtgehege![/color]

Die Wand wuchs immer weiter und schoss in die Höhe, langsam vernahm er ein lautes donnern welches sich scheinbar weiter näherte. Ohne zu Zögern rannte er so schnell er konnte in Richtung der Drächenkämme, dessen Ausläufer er gerade noch von der Anhöhe erkennen konnte.

Minuten wurden zu Stunden und er rannte um sein Leben. Atemlos lief er immer schneller durch den Sand bis ihn die Wand schließlich einholte. Es waren noch mindestens dreihundert Meter bis zum Handelsweg. Den Umhang zog er dicht über Nase und Mund und lief weiter. Dort konnte er sich hinter der Mauer in Deckung begeben. Nur schwerlich setzte er den Weg fort. Die Luft wurde knapp und der feine Sand schien in all seine Poren zu dringen. Selbst durch den Umhang drang noch genügend Sand, so das er mit jedem Atemzug auch Sand in Mund und Nase bekam. Er spuckte und schleppte sich immer weiter. Doch plötzlich näherte sich im Sturm noch etwas anderes welches polternd auf ihm zu hielt. Einige Sekunden später vernahm er einen Markerschütternden Schrei der Zweifelsohne von einer Wyver stammte.

[color=#0000FF]Hervorragend![/color]

Mehr Gedanken konnte er sich nicht machen als ihm die Pranke im Rücken traf und ihm schmerzhaft in den Boden drückte. Sein Schmerzensschrei wurde vom Sand geschluckt in dem sein Gesicht nun verborgen lag. Der Sturm türmte langsam aber stetig weiteren Sand auf seinen geschundenen Körper. Mit letzter Kraft und unter größten Schmerz robbte er weiter. Immer weniger Luft geriet in seine Lungen und immer mehr Sand drang durch den Umhang.

[color=#0000FF]Nein! Nicht so ... so will ich nicht sterben! Nur noch ein paar Meter dann hab ich es geschafft![/color]

Getrieben vom Willen zu überleben robbte er weiter, tastete sich blind vorwärts und erschrak. Vor ihm lag zuckend eine Wyver im Sterben die anscheinend unglücklich gestürzt war und sich selbst die Halswirbel brach. Der eine Strang schien noch leben in sich zu haben und wollte nach ihm schnappen. Doch als es den Kopf heben wollte hörte er deutlich ein lautes knacken und kurz darauf wurde der Kopf vom Sandsturm ein kurzes Stück getragen bis er dann endgültig leblos zu Boden krachte.

Dann kroch er hinter den riesigen Laib des toten Tieres und lehnte sich an ihm. Vom Wind geschützt verschnaufte er kurz und sprach ein Heilgebet.

[color=#0000FF]Ein Risiko weiterzugehen und den Zweifelhaften Schutz der verfallenen Mauern zu genießen wen ich hier ein halbes Haus als Schutz liegen habe[/color] dachte er und beschloss das ende des Sturmes dort abzuwarten. Der Sand türmte sich weiter auf und einige male musste er weiter nach oben kriechen um nicht verschüttet zu werden, bis der Sturm schließlich abebbte.

Den Umhang schlug er auf und hustete den Sand aus den Lungen. Er schüttelte seine Haare aus und klopfte gegen seine Ohren dessen Druck ins unermessliche stieg. Gierig sog seine Lunge die ungefilterte Luft und die Vögel sangen leise. Vierzig Meter von ihm entfernt war die verfallene Mauer, stellte er fest und ein grinsen umfuhr seine Lippen während er seine Ausrüstung aufnahm. Dann blickte er zu dem toten Tier und legte eine Hand auf es.

[color=#0000FF]Mögest du Frieden finden und danke das du mein Leben bewahrst hast durch deinen Tod.[/color]

Dann brach er auf. Entschlossen vielleicht das nächste mal doch mit seinen Freunden dort erneut zu suchen.

((also ich habe mit Yillvina schon das vom Berg geholt, Jula holt das aus der See ... die Wüstensache mache ich nochmal wen noch einige Zeit haben und das vom stein umgebene ist ja einfach ;) ))