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28.10.2007 07:53:42
Die Geißel (#2222)
Tod
Die Geißel


Der schwarze Tabernakel

Quest I / Prolog

Verträumt betrachteten die beiden die dahin ziehenden Wolken am blauen Himmel über Hohenbrunn. Von dort wo sie saßen konnten sie das geschäftige treiben unten auf dem kleinen Platz beobachten. Calida genoss die idyllische Umgebung, noch dazu die viele Aufmerksamkeit die Conrad von Cordovan ihr mit diesem Picknick schenkte. Sie unterhielten sich, lachten und neckten sich... bis
auf einmal und scheinbar aus heiterem Himmel ein glitschiger Fisch durch die Luft schwebte, mehrere Lupings machte und dann auf einen Felsen nahe den beiden klatschte. Erst dachte Calida sie sehe es nur alleine doch auch Conrad verfiel in Verwunderung und sah, ebenso wie sie es getan hatte, auf den Punkt an dem der mysteriöse fliegende Fisch gelandet war. Conrad stellte sich tapfer zwischen die eigenwillige Bedrohung und Calida, sein Schwert griff bereit. Zu seiner Verwunderung jedoch war das einzige was der Fisch von sich gab ein heiteres und zutiefst zufriedenes Gurren. Schließlich begann der Fisch sich aufzulösen, nein nicht aufzulösen, er wurde von etwas gefressen. Allmählich erschien eine imposante geflügelte Katze die den Fisch mit höchster Genugtuung verschlang. "Was zu den neun Höllen soll das denn sein ?" entfuhr es Conrad als er die Tressim sah die vor ihm saß, die Katze hob den Kopf und gab stolz Antwort "Ich bin eine Tressim" Als Calida erschrocken etwas keuchte erwiderte Conrad das es wirklich sehr verwunderlich sei, das so etwas reden könne, die tressim stimmte dem sofort zu, sie hätte Calida auch niemals soviel Intelligenz zu getraut. Das Gezanke endete schließlich so das die Tressim, um in ruhe zu ende fressen zu können, Conrad für kurze Zeit in Stein verwandelte und sich dann wieder den beiden zuwandte und den Zauber löste.
"Du riechst irgendwie nach Abyss" murmelte sie vor sich hin und umschwebte Calida. Im weiteren verlauf gab die tressim preis das sie hier auf jemanden warten wolle, der ihr etwas sehr wichtiges beschaffen sollte, doch scheinbar würde dieser Jemand nicht kommen.
Nach einigem Überlegen sprach die tressim mit beschwichtigender Stimme "Ich muss euch wohl oder übel darum bitten mir einen Gefallen zu erweisen..." Sie berichtete den beiden von einer Gruft in der Nähe der grünen Mutter, eine Krypta des Bösen, der Zersetzung, in der die Leichen der gefallenen Krieger wandeln würden. Sie könne diesen Ort unmöglich betreten da ihre Aura alles Böse magisch anziehen würde. "Wie wäre es wenn ihr uns erst einmal sagt weswegen wir dort hin sollen ?" Fragte Calida die alles andere als erbaut darüber war das sie zu den verhassten Untoten gehen sollte. "Was dort liegt, sollte vergessen werden, war fast vergessen und ist nun leider doch wieder ins Bewusstsein der Welt geraten. Dort ruht eine schwarze Kiste... eine Schatulle. Ein Tabernakel aus Onyx gefertigt, ihr sollt ihn mir beschaffen!" Beide sahen sich verwirrt an, doch schon in diesem Moment begann sich in Conrads innerem, noch von ihm fast unbemerkt, zu regen das sein Verhängnis werden könnte...
"Und was ist in dieser Kiste ?" Fragte der Mann mit wachsender Neugierde. "Das sollte euch besser nicht interessieren, je weniger ihr wisst umso sicherer seid ihr, glaubt mir bitte. Doch es ist unbedingt wichtig das diese Kiste unter allen Umständen verschlossen bleibt, versteht ihr ?! Unter ALLEN Umständen !"
Dann brach die lichte Wolkendecke völlig auf, ein gleißender Lichtstrahl schien von oben herab und erfüllte das innerste der beiden mit Wärme und Zufriedenheit, die Tressim sah schlicht nach oben als erwarte sie etwas "Ich werde gerufen, eilt euch bitte, ich warte auf euch am Wasserfall des Zwergendorfes, Eilt euch !" Mit diesen Worten schwang sich die geflügelte Katze in das licht empor und verschwand.

"Nach wenigen Minuten des Haderns zog sich Calida in ihrer gewohnten Freizügigkeit um und es ging los, auf in Richtung des Krypta. Die beiden waren so umsichtig sich zu fragen ob sie gegen die Horden der Leblosen alleine bestehen können, so fragten sie Malcor, einen Tyr Paladin den sie in Hohenbrunn trafen ob er sie begleiten würde. Er stimmte bereitwillig zu und im laufe der Reise berichteten die beiden ihm was sie wussten auch wenn dies nicht viel war. Doch noch unbemerkt begann es in den beiden Männern zu keimen, leiste Stimmen mischten sich in ihre Gedanken, ein sachtes Verlangen begann zu brennen und zu lodern... was war in dieser Kiste, warum war sie so wichtig...es musste etwas großes sein. Conrads Geist war immer mehr von dem Wunsch beseelt das Geheimnis der Kiste zu ergründen, sie endlich in Händen zu halten, alle Schlösser zu öffnen und den Innhalt nur für sich zu haben, Malcom hingegen vernahm flehende Stimmen. "So eilt euch doch, rettet mich ! Sie haben mich eingeschlossen, es tut so weh, es ist so kalt..." Wimmerte es ohne Unterlass in seinem Geist, er war immer mehr von dem Glauben besessen er, nur er könne die unschuldige Maid aus dem verließ des schwarzen Tabernakels retten. Schließlich betraten sie den Sumpf...

Sie wateten durch gruben giftigen Suds, kämpften gegen die längst verrotteten Knochen ehemaliger Helden und flohen vor ätzenden Nebeln. Doch je näher sie der Krypta kamen umso lauter wurden die Stimmen, kurze Zeit vernahm auch Calida die säuselnde stimme, doch erlaubte der Glaube an Sune ihr dem zu widerstehen, die tressim hatte Andeutungen fallen lassen das sie sich nicht sicher sei, sie damit zu beauftragen, floss doch ein Teil der macht des Abyss, ein Teil des Chaos selbst in ihren Adern. Mit flammenden Strahlen kämpfte sie sich durch die Untoten Horden während Conrad und Malcor mit Magie und Stahl versuchten den unheiligen Horden bei zu kommen. "hört ihr es denn nicht, sie braucht uns unbedingt, wir kommen zu langsam voran !" Es war das erste mal das Zwietracht unter den dreien erwachte "Sie ruft nur mich, ihr könnt nichts hören" rief ihm Conrad entgegen dessen Mine sich immer mehr in eine abgehetzte Maske der Gier verwandelte, Calida sah mit wachsender Verzweiflung wie die beiden Männer einem Ruf verfielen, den sie nicht hören konnte und fragte sich was sie tun solle wenn diese beiden, weit stärkeren Männer auf sie los gehen würden, im Sumpf weit abseits der Wege, doch es gab kein Zurück mehr. Schließlich tauchten die dunklen Tore zu den Schattengräbern vor ihnen auf...

Je näher sie kamen, je tiefer sie hinab stiegen umso lauter wurden die Einflüsterungen, sie hetzten durch schleimige Gänge, ignorierten den widerlichen Geruch sich zersetzenden Fleisches und verloren sich fast gegenseitig aus den Augen "Rettet mich, befreit mich, ich bin im Raum des Altars, ich warte auf euch mein Held" Abgehetzt, verwundet und mehr als nur paranoid bogen sie um eine Ecke und hielten abrupt inne. In dem Raum vor ihnen stand eine weitere Welle der Leblosen, doch in den hinteren reihen sahen sie etwas das Ärger bedeutete. Drei hoch gewachsene Gerippe, mit flammenden klingen und einem knöchernen Skelett standen da, in voller Rüstung und begutachteten mit lebensverachtender Geduld wie ihre Schar von den Eindringlingen zu staub geschlagen wurden. Als sich die drei steinernen Krieger auf die Gruppe stürzte war es nur Calida die am ende noch aufrecht stand, aus etlichen wunden blutend lagen ihre Begleiter auf dem Boden, in ihrer Verzweiflung betete sie innbrünstig zu Sune und die Herrin gewehrte den Wunsch ihrer Dienerin und die wunden schlossen sich. Dann wurde es unerträglich kalt...

Das spärliche licht das in den Korridoren herrschte erlosch auf eine unerklärliche Weise, es schien als ertöne aus den Eingeweiden der Gruft ein Zeremonieller Gongschlag, unendlich weit weg und scheinbar genau vor ihnen. "Wer wagt es mein Reich zu entweihen, meine Schar zu vernichten, ihr bringt Unfriede in mein Reich" hallte eine Stimme die aus allen Richtungen zugleich zu kommen schien.
"Calida setzte an etwas zu sagen, erstarrte aber in wilder Panik als sie nur wenige schritte von sich einen gigantischen Umriss sah, fast 3 Meter hoch ragte eine verhüllte Gestalt vor ihr auf, wann immer die Stimme sprach oder ein Lufthauch durch die Todgeweihten hallen wehte schob sich die Kapuze zurück und entfesselte das Antlitz eines Undings, eine bizarre Verspottung des Lebens. Panisch griff sie nach ihren Stab und wollte auf das Untote wesen einschlagen doch eine einzige Lethargische Handbewegung reichte um Calida auf den Boden zu schleudern. "Was wollt ihr in meinem Reich?!" Donnerte die Stimme erneut, Conrad und Malcor stellten sich vor ihre Verbündete und zogen die Waffen, dann traf Conrad der Blick des Unwesens und er verstand "Wir kommen die Schatulle mit zu nehmen" Mit einem Ruck hob sich der kopf und verhüllte kurze Zeit mehr als er sollte, dann folgte eine komplexe Geste und in seiner knochigen hand erschien eine kleine Schatulle. Das Kästchen war aus Onyx gefertigt, verziert mit glimmenden, heiligen Runen und an jeder Seite versiegelten mehrere massive Schlösser das Kästchen. "Meine lange wacht neigt sich also ihrem Ende entgegen" Die stimme klang fast sehnsüchtig als der Untote auf das so verhasste Kästchen sah. "Wem soll ich es geben" fragte die Stimme brennend und alle drei schrieen auf "MIR!"
Das Wesen sah sie monoton an und wartete ab, als sie sich nach einigen Momenten noch immer nicht einig wurden streckte es die hand aus, alle griffen danach. Doch nur einer erlangte schließlich den Tabernakel für sich.
Von hinten schlug Calida Malcor den Stab über den Schädel, während Conrad schon das Schwert gezogen hatte um seine Gefährten zu töten. Als calida es fest in Händen hielt zerfiel der Untote zu Staub und Asche, doch ihr Unheil begann erst.

Immer lauter und flehentlicher wurde das Rufen in den Köpfen der Männer "Rette mich !" "Lass mich frei, ich will dir zu diensten sein!" und auch Calida vernahm eine eindringliche Stimme "Schwester befrei mich" erst an Conrads Gesichtsausdruck erkannte sie das die Stimme für alle hörbar war "Schwester ?" keuchte er fragend aus. Dann brach das Chaos über sie herein, Aus den Fugen der Ziegel stoben Flammen empor, die Krypta zitterte, das Kästchen pulsierte, Malcom gelang es in seinem Wahn die Siegel zu brechen und die Schlösser zu öffnen... das alles geschah viel zu leicht dachten sie im nach hinein, das Kästchen wollte geöffnet werden. Der Deckel hob sich sacht doch Calida schleuderte ihn mit Gewalt zu, ein bestialischer Schrei kam aus dem inneren der Kiste, sie verfiel in ein lautes Lobgebet an sune ob ihrer Verzweiflung und wahrhaftig wurde allmählich das Geschrei weniger, die stimmen in den köpfen der Männer ließen nach... das erste mal seit Tagen herrschte sowohl in ihren köpfen als auch um sie herum, Stille.

Keuchend sahen sie sich an, dann auf die unscheinbare Kiste in ihrer Mitte. "Raus hier !" hauchte Calida mühselig und als wolle die Realität diesen Wunsch unterstreichen, begann etwas im Zentrum des Raumes zu glimmen, es schoss Conrad wie ein Pfeil in den Schädel *Ein Portal* etwas näherte sich ihnen etwas, das groß und ihnen deutlich überlegen war. Es gelang keinem außer Conrad einen deutlichen Eindruck zu gewinnen was sich da näherte, doch was immer es war, es ließ den Boden erscheinen wie verhärtetes Fleisch, ließ Flammen und Hitze aufsteigen, ein gigantischer Schemen erschien... das nächste was sie wussten ist das sie um ihr leben rannten, und sie entkamen wirklich.

Erst als sie den feuchten Nebel des Wasserfalls auf ihrer haut spürten hielten sie inne, brachen zusammen und waren dem ersticken nahe, ihre Lungen schmerzten, ihre Muskeln brannten doch vor allem ihr geschundener Geist schrie nach Ruhe. Die Tressim saß auf einem baumstumpf nahe des Wassers und sah erhaben auf sie hinab. "Ich sagte euch hohe Herrin sie würden nicht scheitern" sagte die tressim stolz in die Luft neben sich. Eine gleißende Silhouette erschien neben den dreien in der Luft, die Gestalt einer Frau, gekleidet in ein wallendes weißes Gewand. Das Gesicht verborgen von einem weißen Robe, ebenso der restliche Körper. Zwei schillernde Schwingen ragte aus ihrem Rücken die weiß gefiedert waren und an ihrer Seite hing ein hell leuchtendes Schwert. Der Engel nahm den dunklen Tabernakel an sich "Dieses Ding wird in den Schmieden von Elysium vernichtet werden, ihr habt großartige Arbeit geleistet" Sie sprach Calida ihre Bewunderung und ihren Respekt aus, sich gegen ihr Erbe gestellt zu haben, tröstete Malcor den sein versagen schwer traf und legte Conrad, der versucht hatte in der unheiligen Sprache des neun Höllen, mit dem Wesen des Portals zu sprechen nahe sich für eine Seite zu entscheiden.
Ein weiteres mal ging ein Regen aus glück, Wärme und Freude über die drei nieder, dann verschwanden tressim und Celest, als wären sie niemals da gewesen, ebenso die Kiste.

Mit leichtem Herzen, stolz geschwellter Brust und dem süßen Irrglauben, das alles ein gutes Ende gefunden hat, wandte sich die gruppe der nächsten Kneipe zu.
Was allerdings vor ihnen lag, sollte keiner auch nur erahnen.....
29.10.2007 16:19:37
Re:Die Geißel (#2259)
Meria
[b]Akt 1[/b]


Der Hauch des Abyss

Lilitu schritt durch die weiten Gänge Zittermauers und war tief in Gedanken versunken, die lustvollen Schreie und das, oft zweifelhafte, Stöhnen der Orgien, rings um sie herum interessierte sie dieses mal nicht. Sie sinnierte über das gerade gesagte, über ihren neuen Auftrag, nachdem sie nun schon so lange zuhause gewesen war und doch wieder aufbrechen musste. Sie ging gemächlich, mit den Schwingen als Umhang, über ihren wollüstigen Körper gelegt, zu einer der unzähligen Balkone von Zittermauer. Sie sah über die Ebene Shendilavri, den Ort den sie am meisten hasste und liebte, vielleicht war es gar nicht schlecht wieder in die Welt der sterblichen zu gehen… und gewiss wäre die Königin mehr als zufrieden, wenn sie das „Kästchen“ wieder fände. Ein grausames Lächeln umspielte ihre Lippen, als sie sich vorstellte eine Weile ohne die Gesellschaft, der anderen Dämoninnen sein zu dürften und welch köstlichen Spaß sie haben würde, wenn sie das Kästchen öffnen würde. Die Königin sagte, in ihrer Güte, sie solle noch eine Weile ruhen, ehe sie aufbräche… nun gut, sie wandte sich den sechs geweihten Becken zu und beschloss auf ihrem Weg einige sterbliche Männer mit dorthin zu nehmen… wie üblich, kehrte sie alleine zurück.
Mit wenig Aufwand gelang es ihr in die Ebene der Portale zu wechseln, die Königin hatte ihr genau gesagt, welches Portal, zu welcher Stunde nach Faerun mündete. Einige Zeit lang musste sie sich bedeckt halten, sie lauschte und lernte, selbst für eine Succubi konnten die Paladine und Kleriker dieser Ebene gefährlich werden, ausgenommen es wären Männer. Doch zu ihrer Belustigung fand sie schnell das passende Instrument.

Inelukie Rabenseele stand verhüllt vor Conrad, als er zum ersten Mal die Stimme hörte. Oh er hörte öfter Stimmen, das war nicht das Problem… jedoch was diese Stimme sagte lies dem gedungenen Mörder, das Blut in den Adern stocken „Ich grüße euch Rabenseele, ich weiß um den Verbleib eurer holden Frau Minerva, die so sehnsüchtig von Euch und eurer Tochter gesucht wird“ raunte die Stimme in seinen Gedanken. Conrad blieb das Verhalten des Mannes nicht verborgen und nach einem kurzem Moment drangen die Erinnerungen an die tödliche Gruft wieder in sein Bewusstsein, seine Überlegungen würden jedoch durch einen Zirkel aus Flammen unterbrochen, indem auf einmal eine fast nackte Frau erschien. Der Anblick der geflügelten und gehörten Frau, die zu schön war für diese Ebene, ließ beide Männer, kurz alles vergessen, doch Inelukie bohrte weiter „Wo ist meine Frau, wo ist Minerva“ Herrschte er den Dämon an. Conrad indessen, dem die Frau mit dem Rücken zugewandt stand, nahm seine Klinge fester in die Hand. „Ich werde euch helfen sie zu finden Inelukie, wenn ihr mir helft zu bekommen was ich will“ säuselte Lilitu sanft, Inelukie kämpfte mit all seinen Erinnerungen, an die einzige Frau die er jemals in seinem kalten Leben geliebt hatte und die als einzige jemals ihn wirklich geliebt hatte. Er sank zusammen und neigte ehrerbietent den Kopf „Was immer ihr wollt…“ Lilitus Lächeln darüber wurde von dem Bild, das sie in ihrem Augenwinkel erhaschen konnte geschmälert, es war einfach zu impertinent das sich dieser Mann mit einer Waffe in der Hand ihr näherte, sie fuhr herum. Der Gestank nach verbrannter Haut stieg auf, als Conrads Waffe je in Flammen stand, das Metall rot und dampfend wurde. Der Mann ließ es vor Schmerz fallen und stöhnte auf. „Inelukie, in einer Gruft nahe diesem Wege, liegt tief unter der Erde eine Kiste, ein unscheinbares Kätschen aus schwarzen Edelsteinen, ich möchte das du es mir bringst, mein treuer Gehilfe“ Conrads grinsen verbreiterte sich, doch sagte er dazu nichts. „Wisse es wird bewacht von einem untoten Wächter, doch dieser dürfte recht froh sein, das Ding los zu werden“ immer wieder nickte Inelukie und überlegte sich wie seine Chancen, alleine wären in die Tiefen dieser Gruft hinab zu gehen. „Ein schwarzes Kästchen aus Onyx, mit Runen und etlichen Schlössern“ warf Conrad von hinten ein „Ihr werdet es dort nicht finden“ noch ehe er den Satz richtig beendet hatte schwebte er, gut einen halben Meter über dem Boden, er bekam kaum Luft, der Griff der um seinen Hals lag und seine Kiefer zusammen presste, war unnatürlich stark. „Woher weißt du das!?“ fauchte Lilitu und ihre Schönheit wich dem Antlitz des Abyss. In rasender Geschwindigkeit schossen Conrad zahlreiche Lügen durch den Kopf, die er ihr erzählen könnte. Er beließ es dann aber doch besser bei der Wahrheit „Ich war dabei…wir händigten es den Celesten aus… ein riesiger Dämon verfolgte uns auf unserem Rückweg“ In Lilitus Augen brannte der schiere Hass, Celesten, Dämonen war sie wirklich zu spät gekommen und wie sollte sie das der Königin erklären. „Um die Celesten kümmere ich mich und was den Dämon angeht, es war gut das ihr es ihm nicht ausgehändigt habt“ still für sich wusste Lilitu das ihre Königin nicht der einzige Dämonenfürst war, der im Abyss herrschte und wäre dieses Kästchen in die Klauen von Orcus oder einem anderen Lord gelangt, hätte die Königin es niemals wieder gesehen. „Ihr werdet meinen Gehilfen helfen, so gut es euch möglich ist Teufelsanbeter und wagt es nicht eure dreckigen Baatezu um Hilfe zu ersuchen!“ spie sie ihm entgegen, ehe sie ihn abrupt fallen ließ. „Tritt heran mein Gehilfe“ und Inelukie gehorchte „Achtet auf den Himmel, achtet auf einen hinab fallenden Stern und jagt ihm nach, findet ihn!“ dann nahm sie aus ihrer Armschiene einen großen Rubin „Hiermit könnt ihr mich rufen, aber nur 3 mal“
Dann verschwand das Unwesen, in einem weiteren Meer aus Flammen, Lilitu hastete zurück, alleine konnte sie gegen die Celesten kaum bestehen, es bedurfte der Hilfe einiger die noch in ihrer Schuld standen…..
29.10.2007 18:46:48
Re:Die Geißel (#2269)
Meria
[b]Akt 2[/b]


Von fallenden Sternen


Ganz Amdir verfolgte mit den verschiedensten Gefühlen, das große Spektakel am Himmel. Der klare Nachthimmel war dichten Wolkenmeeren gewichen, die immer wieder unter gleißendem Licht zerrissen, dann von blutrotem Glanz getränkt wurden und schließlich tanzten sogar Polarlichter über den Himmel, der Welt, stets begleitet von Donner, der klang als hämmerte eine Axt, auf einen Harnisch. Als das Treiben geendet hatte, fiel eine einzige zarte Sternschnuppe hinab, kaum hörbar und doch für alle wahrnehmbar begleitet, von einem leisen Klirren. Etliche Wünsche wurden der fallenden Sternschnuppe zugeworfen und kein einziger sollte je erhört werden, dann schlug sie auf. Jedes einzelne denkende, lebende Wesen fühlte sie, die widernatürliche Kälte, die wie eine Klaue aus Eis, nach den Herzen aller griff.

Auf der Brücke von Hohenbrunn standen Celina und Hrunar zusammen. Der kleine Zwerg versuchte sich, immer wieder in Celinas Mantel zu schummeln und so der Kälte zu entfliehen. „Ich bin mir sogar recht unsicher, das es nur eine normale Sternschnuppe war“ sagte Celina, noch immer den Himmel absuchend, zu ihrem kleinen Begleiter. „Was sonst ?“ sagte dieser leicht unsicher, mit ebenfalls, nach oben gewandtem Blick. Hrunars Blick folgend, näherte sich Sae langsam und blieb bei den Zweien stehen. Unbemerkt schlich sich, eine kleine Katze, an die Gruppe heran, als diese Aufmerksamkeits- erhaschend Maunzt, richteten alle zeitgleich ihren Blick auf den Ursprung des empörten Miauens. Zwischen ihnen saß die kleine streunende Katze, die man fast täglich in Hohenbrunn sah. Mit ungewöhnlich, goldenen Augen sah sie die Drei an, eine Wärme stieg in ihnen auf, die gegen die Kälte der Nacht ankämpfte und sie schließlich vertrieb, ein unstillbarer Drang beseelte die Drei, der Katze zu folgen. An der Bauernfurte, beim Schrein der Reisenden, zeigte die Katze ihr wahres Gesicht. Eine Frau erschien aus dem gleißenden Licht, gehüllt in einen goldenen Harnisch, mit eigentümlichen Zeichen in ihrem Gesicht und geisterhaften Schwingen auf dem Rücken. Die Gruppe schrak vor Respekt zurück, fast jeder wusste welch ehrwürdigem Wesen, sie dort gegenüber standen und jene die es nicht wussten, wurden schnell aufgeklärt. Die Anwesenheit des Celesten, lockte noch andere an, schließlich wuchs die Gruppe um Marek Landwin, Klekih Petrah und Malcor Brashin an. Mit sanfter Stimme erklärte der Celest was geschehen war, im Himmel kam es zu einem Kampf, das was unter so großen Mühen geborgen wurde, ward in einem Gefecht verloren und fiel zur Erde. Baatezu, Tana`ri und Celesten trafen auf einander und schlachteten sich gegenseitig ab. Celina gefror das Blut, beim Erwähnen der Baatezu, geradezu in den Adern. Hrunar hingegen kämpfte mit seiner Begeisterung, wirklich einem Engel gegenüber zu stehen, lange Zeit wiederholte er in seiner Muttersprache immer wieder „ich sehe einen Engel….. ich sehe einen Engel… ICH sehe einen Engel“
Sefris, denn so nannte sich der Engel, erklärte der Gruppe, das sie beim Angriff, ihren Schüler aus den Augen verloren habe und diesen unbedingt suchen müsse, ehe sie sich auf den Weg machen könne, die Schachtel zu suchen und bat die Gruppe für sie los zu ziehen. „Aber wo schlug die Sternschnuppe auf ?“ fragte Celina schließlich, der Celest hob betrübt die Stimme und versuchte die Ironie zu verdrängen „Im Eis…. Im tiefsten Eis auf Amdir“ Sie ermahnte alle sich sorgsam vor zu bereiten, noch zu ruhen, ehe sie aufbrächen und sich klar zu machen, das sie nicht die einzigen sein werden, die dieses Relikt suchen werden.
Dann verschwand das göttliche Wesen und zurück blieb die unbeschreibliche Wärme Elysiums.


Fortsetzung folgt…
05.11.2007 14:49:11
Re:Die Geißel (#2634)
Tod
Akt 3

Die Geißel wird befreit

[i]Immer mehr Schatten näherten sich aus dem Dunkel der Nacht. Alles wurden sie auf diese unnennbare Art gerufen, von einer macht, einer Magie die nicht zu erfassen oder zu greifen war. So wunderte es keinen der Anwesenden, das auch noch andere gekommen waren oder noch andere folgen würden. Die Gruppe bestand nun schon aus 5 Leuten, jeder für sich genommen ein Übel und die meisten stolz darauf. Die Blicke wandten sich in den eigentümlich veränderten Sumpf... Es war etwas daraus geworden was viele ein Abbild der neun Höllen nennen würden, der Boden erinnerte an getrocknetes Fleisch, Schlingpflanzen und Lianen die sonst träge von toten Bäumen hingen waren nun ölig und glänzend und erweckten den Eindruck Adern zu sein die Eiter in sich voran pumpten. Das Wasser war rot und roch so wie das Schlachthaus in Mirhaven. Lucy blickte sich versonnen um „Wie zu hause“ sagte sie fast träumerisch. Schließlich kam eine sechste, die letzte, Gestalt heran. Die 6 bildeten einen unwillkürlichen Kreis, als alle zusammen gekommen waren, herrschte absolute Stille. Sie hörten das rauschen ihres Blutes in den eigenen Ohren wie die Brandung der See, ihren Herzschlag in die absolut stillen Umgebung wie den Hammer eines Schmiedes. Dann schrien hunderte Kindlicher stimmen in unvorstellbaren Qualen urplötzlich auf... kaum einer verzog eine Mine, dann begann das blutende Wasser zu kochen. Die Kinderstimmen erstarben als hätten sie Angst, dann erklang ein leiser melodischer Singsang, ein Wiegenlied wie man meinen mochten. Eine schlanke, mit einem hauch von nichts bekleidete Frau trat heran. Ihre haut war rötlich, die Haare flammend rot, die Augen kalt und doch brennend vor Leidenschaft. „Es freut mich das ihr alle kommen konntet“ raunte ihre süße Stimme als sie heran schritt und das Wasser ihre Waden mit Blut besprenkelte. „Ich habe einen Auftrag für euch, die ihr meinem Ruf gefolgt seid“ Ineluki und Conrad sahen sich gegenseitig angewidert an, beide aneinander gebunden und sich doch beide so zuwider. Kassandra lauschte der Frau stumm und versuchte die macht hinter dieser Erscheinung abzuschätzen, Sarlot lauschte schlicht stumm und ahnte das es eine gute Entscheidung gewesen war hierher zu kommen. Lucy und Fron`tal waren beide ebenso wie Inelukie, sofort dem magischen bann der Succubi erlegen und haschten nach beiläufigen Berührungen des Dämons als sie sprach, Fron`tals ging sogar auf die Knie vor ihr und war glückselig als sie ihn berührte
„In der Winterrache, am Fuße der Berge, dort fiel der Stern vom Himmel, das Relikt das ich begehre. Ihr werden es mir wieder holen, während ich mein bestes tue die Celesten abzulenken. Ich weiß das ihr mir folgen werden weil jeder von euch Macht, Gold oder Magie will und all das bin ich bereit zu geben wenn ihr nicht versagt. Tötet, schändet, zerstört... mir soll es recht sein aber bringt mir die Schatulle !!!“
Einzig Conrad wagte der Dämonin zu widersprechen, doch auch nur weil sein Glaube ihn unerschütterlich an die Teufel band und er es hasste nun einem Dämon dienen zu müssen, als dank für seine Widerworte ging er an diesem Abend mehrere male in Flammen auf und leidete unter dem Spott seiner Begleiter und unter schweren Verbrennungen.[/i]


Sie Blickten sich suchend um, die Luft war kla und kalt, angereichert mit dem würzigen Geruch der See und knarren der schweren Schiffe. Es hieß sie sollten sich vorbereiten und der Celest würde sich ihnen zeigen wenn die Stund gekommen sei und wahrhaftig, sie war gekommen. Jeder von ihnen folgte dem goldenen ruf in ihren Herzen der sie alle zu dieser Stunde, in dieser Nacht an den Hafen Mirhavens führte. Celina war schon lange dort und hatte den Ruf mit am deutlichsten vernommen, bald trafen auch die anderen ein Tiberin, Hrunar der so verzückt war von der goldenen Frau die er einstmals traf. Schließlich auch Marek, Malkor und Klekih. Sie beratschlagten leise und warteten auf ein kleines Zeichen das sie zum Aufbruch rufen sollte. Sie wussten das es an ihnen war etwas zu finden das verderben und Verhängnis bringen würde, fiele es in die klauen des Bösen. „Ihr seid gekommen, ich danke euch“ sprach die schon wohl bekannte Stimme aus dem nichts zu ihnen und flutete ihre Seelen mit wärme und Glorie. „Wisset das die Stunde gekommen ist, ihr werdet aufbrechen. Das was vor den Toren Elysiums geraubt wurde fiel als Stern hinab auf Amdir. In der Winterrache, am Fuß der alten berge werdet ihr es finden. Hofft nicht auf Hilfe denn fern von euch tobt ein Kampf, doch findet das verlorene, ehe alles zu spät scheint !“ Die Freunde sahen sich an und mit einer Mischung aus Angst, Entschlossenheit, Mut und Landsliebe machten sie sich auf den Weg. Hrunar wusste recht gut wo es lang gehen musste und als keine weiteren tröstenden Worte in ihre Herzen drangen, machten sie sich auf den Weg, der Dunkelheit entgegen.

Während den Tagen ihrer reise schien das Wetter zunehmend verrückt zu spielen, des nachts glommen Lichter am Himmel, am Tag peitschten eisige winde dann schneidend heiße briesen. In allen wuchs das Wissen nicht alleine auf der suche nach dem gefallenen Stern zu sein, aus dem laufen wurde ein Marsch, aus dem Marsch wurde rennen... keiner wusste warum, Kassandra und die anderen legten kurzfristig alle Streitereien beiseite und eilten als hörten sie peitschen hinter sich knallen. Celina und ihre Freunde liefen aus purem Pflichtbewusstsein und halfen sich wann immer es ging... die zeit rannte immer schneller während die Wolken am Himmel scheinbar immer dunkler wurden. Schließlich konnte beide den Kern der Wolken sehen, Inelukie von den Höhen Andoriens aus, Celina von einigen Hügeln unweit Mirhavens. Dort wo die Winterrache lag, bohrte sich ein Dorn aus Wolken wie eine Klaue vom Himmel Herab und ließ ihre Spitze drohend über den Bergen schweben
[b]
Beide riefen zeitgleich aus „Dort liegt unser Ziel“[/b]

Sie duckten sich unter dem Donner über ihnen, die Winterrache war zu einem unwirtlichen Ort geworden, die Luft flirrte in einem bizarren glimmen das nicht zu erfassen war. Dann blieben beide stehen...
Unweit ihrem eigenen Standpunkt, auf einem Hügel, stand eine Gruppe von Leuten, scheinbar sechs an der zahl, eben soviele wie sie selbst zählten.

Beide kamen entschlossen in das Tal hinab, beide wussten das die gestalten ihnen gegenüber die Gegenseite war. Anfangs versuchte man sich noch aus dem Weg zu gehen, man musterte sich blutgierig und verachtend. Schließlich fand Hrunar das was alle suchten, nahe einem Schrein, versenkt in einem tiefen Krater und umgeben von den Bruchstücken einer schwarzen Schattulle lag eine goldene Kette, in deren Mitte ein langer roter Kristall gefasst war. Als Hrunar ihn näher betrachtete meinte er das leise wimmern einer Frau zu hören, die sich, ein gesponnen in silberne Fäden, im inneren wand.
Trotz viel List und Tücke wussten nach wenigen Herzschlägen alle, das das was gefunden werden wollte, gefunden worden war... Waffen wurden gezogen, zauber gewirkt, doch dann...

Am Himmel erglomm ein Zirkel, das schwarz der Wolken wurde vollkommen und von einem auf den anderen Moment war das kleine Tal ein Schlachtfeld, keiner der Anwesenden wusste es genau zu benennen doch tobten unter ihnen nun Teufel und Dämonen, jeder versuchte zu überleben und schließlich standen am Ende nur noch Conrad und einige wenige Streiter des lichtes. „Ich habe kein Interesse an dem Ding und die Dämonenhexe scheint fern zu sein, nehmt es mit und schafft es fort“
Nachdem die schlimmsten wunden ihrer Freunde versorgt waren und sich das tor über ihnen geschlossen hatte brachte die Gruppe um Hrunar die Kette zu den Mönchen nach Mirhaven.

Sie schleppten sich die Stufen hinauf...

[i]Sie ging noch unsichtbar über das blutbesudelte Schlachtfeld...[/i]

„Gewehrt uns Einlass und sagt Jarad dem Mönch Bescheid, man sagte uns wir sollen dieses Relikt zu ihm bringen, er möge es zerstören“

[i]Zufrieden sah sie wie ihre halb erschlagenen Krieger lächelten „Ich bin stolz auf euch!“ sprach sie, erschien vor Conrad und ließ die wunden ihrer Kämpfer heilen[/i]

Der Mönch ging mit der Kette und den Sechsen im Schlepptau hinab in die Katakomben

[i]Lilitu sammelte ihre Diener um sich[/i]

„Wir haben es geschafft, wir haben gewonnen !“ verkündete Hrunar tonlos

[i]„Wir haben versagt... wir konnten eurem Willen nicht dienen“ sagte Fron`tal tonlos[/i]

[b]„Ihr irrt euch“ verkündete Lilitu und wisperte der Mönch[/b]

In diesem Moment, wurde der Anhänger der Kette zerbrochen, Lilitus Augen strahlten vor Freude, ebenso die des Mönches dem 95 Sommer die er gelebt hatte vom Leib fielen und er wieder jung und in vollem Saft da stand.

Leise wisperte der Mönch „Der Dämon hat seinen Pakt gehalten“

[i]Leise Wisperte Lilitu „Es gibt schlimmeres als nur das alter und den Tod“[/i]


Um den zerborstenen Kettenanhänger schwebte eine pechschwarze Kugel, wurde immer größer, hüllte den Mann ein. Kein Schrei, kein Arm, nichts drang aus der Kugel aus Dunkelheit... als sich das Dunkel lichtete, drehte sich ein Humanoider Schemen weg... und der vertrocknete Leichnam des Mönchs blieb zurück.....
09.11.2007 19:01:51
Re:Die Geißel (#2905)
Meria
Akt 4

Exodus

Sie schritten nebeneinander durch die Straßen Mirhavens, der junge Mann sah sich immer wieder um und trug einen eisernen Gesichtsausdruck als wäre er in Mithril gemeißelt worden. „Ihr nehmt das ganze mit, wie ich finde, viel zuviel Argwohn und Misstrauen mein Schüler“ Der Mann sah zu der weitaus kleineren Frau neben ihm, deren Gesicht mit einer weißen Kapuze verdeckt war ebenso wie das seine. „Ich verstehe nicht was ihr meint … in Anbetracht des Grundes weshalb wir hier sind, erscheint es mir nicht falsch, Misstrauen an den Tag zu legen.“ „Da magst du recht haben, aber gegen die Bewohner dieser Ebene?“ Er blieb stehen und sah stumm in eine Richtung, die grazile Frau folgte seinem Blick, der schließlich in einer Gosse, an zwei halb verhungerten Kindern hängen blieb „Wie sollen wir in einem Herd der Selbstsucht, der Lethargie und der Selbstverliebtheit unseren Auftrag erfüllen, werte Lady ? Nicht genug das wir öffentlich gemaßregelt wurden… wir müssen nun auch das Unmögliche vollbringen“ Die weiß gekleidete Frau schritt zu einem der vielen kleinen Stände, in der Hauptgasse dieses Stadtbereiches und sprach einige Momente, leise mit dem jungen Mann hinter der „Theke“. Tyrael beobachtete das Geschehen sehr neugierig… es wurde keinerlei Magie gewirkt, wie er es vermutete und doch… der Mann lächelte freundlich, sah auf einen Deut, der Lady, zu den Kindern und wurde von hektischer Aktivität heimgesucht. Er bereitete einen Korb mit Nahrung, zugegeben nicht die beste, aber durchaus schmackhaft und genießbar und dann stürzte er selbst, seinen Stand unbewacht lassend, zu den Kindern. Die Lady kam zurück „Mein junger Schüler, du siehst einiges in falschem Lichte. Nicht alle sind verblendet, einige sehen nur nicht gut und man muss ihnen zeigen, was sie übersehen. Bestünde Toril nur aus Bösen, was sollten wir dann noch hier wollen?“ Nach einer kurzen Pause, in der sie beobachtete, wie die Kinder überglücklich aßen, sagte sie „Und zu deiner Erinnerung, nicht wir wurden gemaßregelt, ich wurde gemaßregelt… dir macht keiner einen Vorwurf, außer du dir selbst und du hast das Relikt mit am besten verteidigt, Tyrael“ Der Mann verlor keinen Moment seine eiserne Mimik, doch verrieten die Augen einen Hauch von Scham und auch Reue „Ihr habt wie so oft Recht“ Als die kleine Frau aufsah, zeigte sich unter der weißen Kapuze, kurze Zeit ein helles Lächeln „Ich weiß, deswegen bin ich der Lehrer und du der Schüler, dennoch hast du mir heute schon einiges voraus“ Der Mann sah aus eisigen blauen Augen herab „Und das wäre meine Lady ?“
„Disziplin, Humorlosigkeit und Sarkasmus“
Mit diesen Worten ließ sie ihn stehen und schlenderte weiter durch die Straßen der Stadt, auf der Suche nach Zeichen, die zu dem führen würden, was sie suchten…
25.11.2007 18:33:58
Re:Die Geißel (#3483)
Tod
[b]Akt 5

Die zerissenen Jungfrauen[/b]

Einmal mehr ward es Nacht, einmal mehr war der Sumpf auf wieder wertige Weise verändert worden und einmal mehr, sammelten sich dunkle Schatten um den Alter des Todes. Lucy kannte dies schon, sie wusste was ihr die Träume sagen wollten in denen ie freundliche Stimme lockte, die Visionen am tage die ihr geisterhaft den kalten Alter zeigten. Auch kannte sie das veränderte Gesicht des Sumpfes... der Boden wie aus Fleisch, die Lianen und Wurzeln wie pumpende Adern, die Luft erfüllt vom Geruch nach Schwefel... Sie würde sie wieder brauchen. Als ihr Blick umher schweifte sah sie drei andere Gestalten um sich versammelt... Tikira die kleine Hin, einen stattlichen Krieger den man Garren nannte und ein recht unbekanntes Gesicht, Mara.
Während die anderen der Gruppe noch unruhig tuschelten lächelte sie innerlich als es von einem auf den anderen Herzschlag toten still wurde. Das licht des Mondes war wie weg gebrannt, die Nebel dafür umso dichter, die Hitze stieg immer weiter an... alles Zeichen ihres Erscheinens.
Dann... die wohl bekannte Stimme „Ich freue mich das ihr meiner Einladung folgen konntet“ sprach die laszive Stimme zu der sich nun alle Blicke wanden, doch dieses mal, war etwas anders. Auf dem Todesaltar wand sich ein lüsternen Frauenkörper, doch dieses mal mit Schwingen, mit einem Schweif der sich wollüstig um ihre eigenen Schenkel wand und mit einer schier riesigen Sense die geradezu liebevoll zwischen ihren Schenkeln lehnte. Lucy war so intelligent den Kopf zu senken während einige der Gruppe es wagte das unbekannte Wesen auf die Probe zu stellen. Tikira, die sich als überaus lästig und vorlaut erwies, wurde erst zum schweigen gebracht als die Dämonin aus dem Boden unter ihr Flammen schlagen ließ die ihr Fleisch hart schlugen. Noch härter und als endgültige Machtdemonstration, wurde Mara von einem Zauber gepackt und von schwarzen Tentakeln in Stücke gerissen. Lilitu ging amüsiert näher zu dem in zwei teile gerissenen Leib und auf ein unheiliges Wort von ihr, wanden sich die Innereien wie Schlagen zueinander, formte sich das Fleisch wie teig zu einem ganzen und mit einem Ruck, so schmerzlich wie nur möglich, wurde Leben zurück in Maras Körper gejagt. „Hat noch jemand etwas zu sagen, zu fordern oder meine Macht in Frage zu stellen?“ säuselte die Stimme des Sucuubus. Lucy erhob leise die Stimme „Ich fürchte ich muss etwas mitteilen das Ihr nicht ignorieren könnt“ Lilitu traute ihren Ohren nicht das gerade sie es wagte das Wort zu ergreifen „So sprich“ fauchte sie. „Minerva sagte mir, das auf Amdir ein Teufel sein Unwesen treibt, er nennt sich Zaebos, sie sagte diese Informationen wären überaus vertrauenswürdig und dieser Teufel wäre auch schon mehrfach in Aktion getreten“ In Lilitus Augen blitze es, ein Baatezu, hier ?!
„Das weiß ich längst Kind“ lächelte sie sanft und kochte innerlich über die neue Erkenntniss.
Dann zerriss ein Schrei wie aus den tiefen des Abyss selbst den Himmel, alle Anwesenden wurden fahl und kämpften mit Ureigenen Visionen. Als Lilitu sah was mit den sterblichen geschehen war grinste sie „Das ist der Grund eures kommens“ Und wieder erschien der weiße Schemen... alle hatte ihn schon mal gesehen, als Mara zerrissen am Boden lag. Es schien als wäre dieser... Geist, heran gesaust gekommen und hätte Maras Körper untersucht ob er zu gebrauchen sei und hätte dann angewidert von ihm ab gelassen... dieses mal schwebte er sichtbar für alle dicht neben Lilitu. „Ihr werden mir, aus freien Stücken, drei unschuldige Mädchen bringen, schafft sie mir hierher. Habt ihr das alles verstanden?“ Die Gruppe nickte Teils unsicher Teils fanatisch „Was steht ihr dann noch hier herum ?“ Mit den letzten Worten brach Feuer aus dem Sumpf überall um den Altar herum, zweifellos, Lilitu hatte es dieses mal äußerst eilig und war auch zu keinen Späßen aufgelegt. Nachdem sich die Gruppe die schwersten Verbrennungen versorgt hatte beriet man sich, wo man am ehesten unschuldige Mädchen finden konnte... recht schnell wurde Hohenbrunn zum Ziel erwählt.
Niemand ahnte auch nur das sich vier Augenpaare willig umsahen um drei Mädchen zu rauben, die wohl niemals Gelegenheit haben sollten ihre Unschuld zu verlieren oder auch nur den nächsten Tag zu erleben. Im wilden Eber fanden sie ihr erstes Ziel, ein Hinkind das nur so vor Naivität triefte, überzeugend gaukelten sie ihm vor das im Dorf der sanften Menschen ein Fest anstünde und sie es mitnehmen würden. Mit Beschwörungen und betteln bearbeitete das Kind seinen Vater das er einwilligte und dieser gab schlußendlich auch seine Zustimmung. Tikira war die erste die schwankte... angetrieben von der Liebe zu ihrer eigenen Rasse schluchzte und winselte sie als es beschlossen war das das Kind das erste Opfer sein solle. Lucy und alle anderen drängten auf Tikira ein, sollte sie auch nur ein falsches Wort sagen würden sie sie augenblicklich töten. Das zweite Opfer stolperte regelrecht über Mara. Eine junge Gnomin die mehr schüchtern als alles andere war und die mit billigen Versprechungen nach einem kleinen Abenteuer wie Wachs in Maras Händen war. Zu den beiden Mädchen, die aufgeregt darüber berieten wie stolz ihre Verwandten sein mussten wenn sie ihnen davon berichteten, mischte sich bald die dritte junge Frau... Die Reise begannt, die letzte Reise ihres Lebends
Mehr als einmal hätte jeder der vier alle drei Mädchen sofort ersäuft, wäre da nicht Lilitu gewesen. Schon nach wenigen Minuten hieß es „Ich muss pipi“ „Mich hüngerts“ „Ist es noch weit“ alle waren schwerst angespannt, nur in Tikira wuchs und wuchs das schlechte Gewissen.
Als sie den Altar sahen wurden die Mädchen Augenblicklich unruhig, sie wurden alle von ihren Familien vor diesem Ort gewarnt und als wie aus dem Nichts die schöne Frau mit den riesigen Flügeln erschien, wurden sie von hinten alle samt gepackt und festgehalten „Willkommen, zu den letzten Momenten eures Lebends“ höhnte der Dämon als mit einer lässigen Handbewegung Runen und Bannkreise auf dem Boden erschienen. Lilitu breitete Arme und Schwingen aus und setzte zu einem unheiligen Gesang an, die Runen und Kreise glommen in grellen Farben auf. Schreiend schoss der Schemen heran und sauste im inneren des Kreises umher, immer wieder seine Qual in die Welt kreischent. Lilitu bedeutete mit einer Handbewegung das erste Kind, das kleine Mädchen das nur zu einem Treffen der Schausteller wollte um seiner Oma und seinem kleinen Brüderchen davon zu berichten, auf den alter zu binden. Das Gnomenmädchen weitete mit grauen die Augen als Lilitus Sense in ihren kleinen Leib fuhr und das Leben in ihr erlosch. Mit einem mal setzte ein Kanon unheiliger stimmen ein, wie Fetzen hingen rotäugige geisterhafte Fratzen in der Luft die den Gesang der Dämonin begleiteten. Zum Entsetzen aller schoss das Blut aus den Adern des toten Mädchens und wirbelte wie eine belebte Masse im inneren des Bannkreises umher. „Die nächste“ schnurrte Lilitu und das kleine Hinmädchen, das noch immer seine Puppe an sich presste als könne sie ihr Helfen wurde heran geführt. Sie lag auf dem Altar und schlotterte erbärmlich vor angst als ein leiser Schmerzensschrei Lilitu aufhorchen und sich umdrehen ließ. Lucy`s Sichel steckte in Tikiras ausgestreckter Hand „Du hast es gewagt mich angreifen zu wollen ? Mein Ritual zu stören ?“ Dröhnte es von dem Dämon. Da flog Tikira ihr auch schon entgegen als wäre sie von unsichtbaren Händen an der Kehle gepackt „Dies sei mein dank für deine Treue“ Höhnte Lilitu und riss ihr das linke Auge heraus, das er nur noch an dem Sehnerv baumelte und augenblicklich zu einem toten Klumpen verdorrte, dann ließ sie Tikira in unsagbaren Schmerzen auf dem Boden liegen. Mit einem Ruck trennte sie dem Kind den Kopf von den Schultern, der mit einem dumpfen Pochen zu Boden ging. Ein Geräusch erklang, das noch nie jemand der Gruppe gehört hatte als die Knochen des Mädchens aus ihrem Fleisch brachen und sich in einem Wilden Sturm in den Bannkreis erhoben. Zu dem Singsang der Seelen, kam das leise spielen einer Uhr hinzu, ebenso das lachen und weinen von kleinen Kindern, immer heller brannten die Bannkreise. Das letzte Mädchen schrie in heller Panik als Lilitu ihre Sense auf sie richtete. Mitten im Schrei, erstarb selbiger, als sich ihre Lippen schlossen und auf ein Stummes Wort hin zusammen wuchsen. Sie wurde auf den Altar geworfen, das Blut ihrer Vorgänger geronn um sie und hielt sie fest wie Ton... dann... sauste die Sense ein letztes mal hinab... und es ward Stille

Das Fleisch des letzten Mädchens löste sich von ihren Knochen und flog in den Kreis, das leuchten der Runen hatte seinen Höhepunkt erreicht, ein leises summen war zu hören als Blut, Knochen und Fleisch umher wirbelte und mit dem Schemen verschmolzen, ein letztes mal erklang der grässliche Schrei dann stand eine wunder schöne, geflügelte Frau inmitten der Kreise und japste nach Luft. „Willkommen zurück Aditu , meine Schwester“ Säuselte Lilitu und ging auf sie zu.
Die zweite Dämonin hob den Kopf und faltete artig ihre Schwingen zusammen „Was ist geschehen ? Ich war so lange fort... was ist aus meinem Palast geworden ? Wo sind die sterblichen, wo Sandro ?“ Das Wesen schien schwer verwirrt. „Alles zu seiner Zeit Schwester“ sagte Lilitu mit einem siegessicheren grinsen „Hat dich die hohe Herrin geschickt mich zurück zu holen Schwester ? Und... lässt du mich aus den Kreisen?“ wisperte Aditu leise. „Alles zu seiner Zeit meine Schwester... du willst hinaus ? Willst du dafür meinen Preis zahlen, den du kennst ?“
Die Augen Aditus glommen heiß auf, mit einem Ruck den man der vermeidlich schwachen und verwirrten Frau nicht zugetraut hätte riss sie die Schwingen auseinander und der Bannkreis zersprang mit lautem klirren, alle Umstehenden beschlich das Gefühl das sie niemals Probleme hatte diesen zu vernichten und das sich diese beiden niemals auch nur etwas schenken würden.
Erhaben und majestätisch schritt sie aus dem gesprengten Bannkreis „Wir haben wohl vieles zu bereden meine Schwester“ mit einem Nicken, verschwanden die beiden Schwestern in einem Meer aus Feuer... allen zurückgebliebenen stockte noch lange das Blut in den Adern.... etwas schreckliches würde geschehen.