12.11.2008 19:41:13 | Der Knecht der Bruderschaft (#18846) |
lori4ever | Träumerisch stand Palantir an der südlichen Küste, nicht unweit der Fähre zum Leuchtturm, und betrachtete versunken die Reste eines alten Mauerwerks rund um einen Brunnen herum. Für ihn war dies die schönste Stelle Amdirs mit den herrlichsten Sonnenauf- und -untergängen. In seinem Tagtraum besaß er hier eine kleine Hütte, just an der Stelle an der alten Mauer, wo er jetzt oft sein Lager hatte, um die Stille des Ortes zu genießen. Plötzlich wurde er einer Gestalt gewahr, die wie aus dem Nichts aufgetaucht zu sein schien. Eine vermummte Gestalt. Eine furchteinflößende Gestalt. Zugegeben, er galt nicht als der Mutigste, aber diese leise, schnarrende Stimme und das hohe, freudlose Lachen, mit dem er gegrüßt wurde, ließen ihm eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Unwillkürlich trat er zurück, fast dass er die Klippen hinuntergefallen wäre. Wenig interessierten ihn die Belange, Intrigen und Kriege der Mächtigen, und nichts wollte er damit zu tun haben. Als also jene vermummte Gestalt ihn bedrängte im Auftrag einer geheimnisvollen Bruderschaft Nachforschungen über Drachenblütige und Berührte anzustellen, versuchte er wortreich abzulehnen, ohne sein Gegenüber zu verärgern. Als dieser ihn aber immer heftiger bedrängte, wußte er keinen Ausweg mehr, als seine kurzen Beine in die Hand zu nehmen. Nach wenigen Schritten jedoch fühlte er den Erdboden nachgeben und, nachdem er knöcheltief eingesunken war, wieder erstarren. Gleichzeitig ließ ihm der Hauch dieser verderblichen Magie die Nackenhaare zu Berge stehen. Die vermummte Gestalt, die ihn bis dahin sowohl mit Schmeicheleien wie mit Drohungen zum Einlenken zu bewegen versucht hatte, stand hochaufgeragt vor ihm, und ihre Eiseskälte durchbohrte ihn. Mit einem knochigen Finger sprach sie einen fürchterlichen Bannspruch, der ihm die Sinne raubte. Mit hoher, grausamer Stimme sprach die Gestalt: "Wenn du mir nicht deine Augen und deine Ohren für die Zwecke der Bruderschaft leihen möchtest, so nimm meine Augen und meine Ohren, auf dass du mir dienst auch wider Willen!" Mit einem sengenden Blitz drangen ein magisches Auge in seine Stirn und ein magisches Ohr in seinen Hals und hinterließen beim Eindringen winzige Narben. Die Gestalt fuhr fort: "Nun, häßlich genug bist du ja, dass niemand dich genau ansehen wird, um meinen Einfluss zu entdecken. Und auch du wirst dich nicht erinnern bei wachem Geiste, jedoch wirst du getrieben sein von dem Drang, Nachforschungen über Drachenblütige für unsere Armee zu sammeln und über Berührte, unsere ärgsten Feinde." Mit einem letzten, höhnischen Lachen löste die böse Gestalt den Bann und verschwand wie in Luft aufgelöst. Palantir stand etwas mitgenommen da, er wußte selbst nicht warum. War da eben nicht noch eine Person gewesen, der er gerade die vollkommene Schönheit dieses Ortes erklären wollte? |
12.11.2008 19:50:38 | Aw: Der Knecht der Bruderschaft (#18848) |
lori4ever | Freudig grüßte Palantir Jula. Jula Nuphar war zwar etwas eigentümlich, aber es gab genug Leute, die das auch von ihm behaupteten. Als er ein munteres Gespräch mit ihr begann, fühlte er auf einmal seine Stirn brennen und seinen Hals jucken. Für eine Sekunde war es ihm, als schwänden ihm seine Sinne, dann verspürte er den Drang, mehr über dieses Wasserwesen zu erfahren, ja sogar, eine Strähne ihres Haares und einen Tropfen ihres Blutes an sich zu bringen. Obwohl er seine Wortgewandheit kunstvoll einsetzte, wunderte er sich gleichzeitig über sich selbst. Warum log er? Warum erzählte er etwas von einem geheimen Liebhaber, den Jula habe, und von einer Strähne ihres Haares, welche dieser erbitte? Immer mehr verstrickte er sich in Lügen und Ausflüchte, ohne dass er genau wußte, warum er überhaupt davon angefangen hatte. Und warum starrte Jula ihn so seltsam an? Schnell rieb er sich mit dem Ärmel über seine brennende, schweißbedeckte Stirn. |
12.11.2008 22:07:42 | Aw: Der Knecht der Bruderschaft (#18867) |
maisbaer | Langsam legt Jula den Kopf schräg. Ihre Mine zeigt keinerlei Regung und ihre ausdruckslosen, schwarzen Augen sind auf Palantir gerichtet. Der kleine Mann verwirrte sie schon immer, doch diesmal noch mehr als sonst. Er wurde immer nervöser als sie davon sprachen welche Farbe ihr Blut hat. Er wollte es sogar ohne Kampf sehen. Lächerlich! Dann stand ihm der Schweiß auf der Stirn und seine Hand hat sogar gezittert, als er ihr den goldenen Kamm als Spende reichte. Und erst sein entsetztes Gesicht, als sie ihre Haare aus dem Kamm zupfte und einsteckte. Langsam legt sie ihren Kopf zur anderen Seite schräg. Irgendetwas stimmt mit dem kleinen Herren und man muß kein Landbewohner sein um das zu bemerken. [i]"Auch wenn seine Spende großzügig ist, er wird einen Segen erhalten und eine sichere Überfahrt, wohin auch immer er will, doch die Haare nicht."[/i] Kaum merklich schüttelt Jula den Kopf. [i]"Erst die Orks und ihr rot gekleideter Anführer, dann dieser seltsame schwarze Vogel und nun dieser geheimnisvolle Liebhaber. Warum wollen sie mein Haar?"[/i] Wieder legt sie den Kopf schräg, ihre Mine zeigt noch immer keinerlei Regung und die schwarzen Augen sind wie zuvor auf Palantir gerichtet. |
14.11.2008 21:35:43 | Aw: Der Knecht der Bruderschaft (#18960) |
lori4ever | Bedrohlich türmt sich die schlanke Gestalt vor ihm, überragt ihn, kommt näher und umfängt ihn fast. Er starrt unter die Kapuze, angestrengt, doch dort ist nur Dunkelheit schwärzer als die sternloseste Nacht. Durch Mark und Bein dringt ihm die Stimme, die sagt: "Hast du getan, wie ich dich geheißen? Gesichte habe ich dir gezeigt von Bahira und von Drakan, dass du sie findest. Hast du mit ihnen gesprochen, hast du ihr Haar, ihr Blut gesammelt, das wir benötigen?" Wimmernd presst er hervor: "Vergebt mir, ich habe sie nicht gefunden." Dann fügt er hastig hinzu: "Aber ich habe mit einer gewissen Jula gesprochen, sie ist wohl so etwas wie ein Wassergeist." Schmerz durchzuckt ihn von der Stirn bis in jedes Glied. "Du einfältiger Tropf! Besorge Informationen über die Berührten, aber vor allem, bring uns ihr Blut und ihr Haar. Hast du nicht Dinge gefunden in deinem Beutel, dir dabei zu helfen? Enttäusche uns nicht. Du bist so leicht ersetzbar." Gepeinigt stößt er hervor: "Und ich kenne eine gewisse Lillia mit ihrem Verlobten Angeal. Ich hörte sagen, dass diese beiden Drachenblut hätten." Höhnisch und eiskalt kommt die Antwort: "Suche sie auf. Und sei klüger dieses Mal. Die Geduld der Bruderschaft währt bei weitem nicht so lange, wie du wohl glaubst, alter Gnom." Mit einem schrillen, freudlosen Lachen fährt die Stimme fort: "Und dann wirst du dich nach Valvec begeben und forschen." Bleich stößt er hervor, während er sich die Hände vors Gesicht hält: "Valvec? Nein, alles nur das nicht! Ich kann nicht wieder zu diesem Ort gehen. Es ist ein Ort des Schmerzes, ein Ort ohne Menschlichkeit." Verächtlich kommt die Antwort: "Du glaubst, du habest dort Schmerzen erlitten? Dann warte ab, wozu wir fähig sind, wenn du nicht gehorchst!" Er sieht mit seinen eigenen Augen, wie sich seine Stirn öffnet und Gehirn auszufließen beginnt, während ihm gleichzeitig der Atem abgeschnürt wird. Mit einem Ruck windet er sich...und stößt hart an den Balken in seinem kleinen Dachzimmer im Wilden Eber. Noch mit kaltem Schweiß auf der Stirn und einem brummenden Kopf sagt er zu sich: "Palantir, Palantir. Du solltest nicht mehr so spät abends eine halbe Ente in dich hineinstopfen. Das gibt nur böse Träume." |
14.11.2008 21:48:16 | Aw: Der Knecht der Bruderschaft (#18965) |
lori4ever | Man sollte wirklich eine Steuer einführen: Ein Goldstück beim Passieren der Brücke für jede zehn Zentimeter, die jemand die 1.30m überragt. Dann würden die Langbeiner nicht immer dort im Wege stehen. Palantirs gerunzelte Stirn entspannt sich dann aber, als er sieht, dass es sich um Lydya, Shana, Lillia und Angeal handelt. Schnurstracks hält er auf die Gruppe zu und erzählt dreist von der neuen Steuer, und dass er befugt sei, das Geld einzutreiben. Als in seiner offen hingehaltenen Hand statt des Goldes einige Beeren zu liegen kommen, ist er allerdings schon mehr als zufrieden. Noch während er diese in den Mund steckt, fällt sein Blick auf Angeals Hals, an dem der Ansatz eines Schuppenpanzers zu sehen ist. Plötzlich, er weiß nicht wieso, fühlt er einen unwiderstehlichen Zwang, sich nach dem Blut eines Drachenblütigen zu erkundigen. Ist es grün? Ist es heiß? Ist es giftig? Darf er es sehen? Von den Umstehenden wird er verwundert angesehen, doch er fühlt nur ein Brennen auf der Stirn, dass ihm eine Träne ins Auge treibt. Ohne zu wissen warum greift er in seinen Beutel und zieht zu seiner eigenen Überraschung eine komplizierte Haarspange hervor. Ihm scheint, als sehe er sich selbst dabei zu, wie er sich an Lillia wendet und ihr die Spange hinhält. "Wahrlich, kaum zu zähmen sind die Drachen. Doch vielleicht hilft diese Spange, zumindest ihr Haar zu bändigen." Erwartungsvoll blickt er Lillia an und läßt auch den Blick zu Angeal schweifen, ob diesem das unerwartete Geschenk an seine Verlobte missfalle. Auch Shanas und Lydyas seltsamer Blick entgeht ihm nicht. |
28.11.2008 14:42:41 | Aw: Der Knecht der Bruderschaft (#19732) |
Lillia | Lilli war etwas überrascht über Palantirs Fragen, doch warum auch nicht..Wenn es ihn interessierte, so beantwortet sie ihm die Fragen gern... Eher war sein Verhalten seltsam, so kannte sie den lieben Gnom nicht...Als er ihr dann die Spange schenkte, war sie etwas überrascht... Eine wirklich wunscherschöne Spange, hatte sie sich gedacht und war ganz verlegen bei dem kostbaren Geschenk... Am nächsten Tag fummelte sie die Spange ins Haar und hatte etwas Mühe....Aber sie sah schön aus im Haar, doch beim Entfernen hatte sie nochmehr Mühe und verzog sacht das Gesicht und rupfte die fast schon aus dem Haar... Mit etwas Übung würde sie das schon hinbekommen und legte sie auf den Nachttisch... |
02.12.2008 15:04:24 | Aw: Der Knecht der Bruderschaft (#19944) |
lori4ever | Vor Schreck wäre er beinahe in den halbzugewachsenen Brunnen gefallen, als ihn die schrille, kalte Stimme ansprach: "Was lungerst du hier an der südlichen Küste herum, während du den Auftrag unserer Bruderschaft ausführen solltest?" Bleich geworden antwortete Palantir unter dem Bann der gnadenlosen Augen: "Vergebt mir, ich...ich habe aber schon einiges erfahren. Ich habe nur überlegt, wie ich weitere Informationen für Euch gewinnen kann." Mit tiefer Verachtung blickte ihn die Vermummte Gestalt an: "Deine Informationen? Alle nutzlos. Ich kenne sie genau, denn auch wenn du es nicht weißt, so sind meine Augen und Ohren stets mit dir." Mit einer Handbewegung öffnete die Gestalt Palantirs Stirn und Hals, aus denen das magische Auge und das magische Ohr austraten. Während Palantir vor Schmerz in die Knie ging, lösten sich die magischen Spione auf und die Gestalt fuhr fort: "Ich sehe schon, es bedarf größerer Motivation für dich, denn offenbar ist dein Geist ebenso schwach wie dein Körper. Sieh nun einen unserer mächtigen Verbündeten!" Ein Samenkorn warf der Bruderschaftler auf die Erde, aus dem ein Drachenkrieger entstand, turmhoch mit einem gehörnten Helm und einer grausamen Klinge. "Walrus hier wird dir helfen, dich auf deine Aufgabe zu besinnen! Bring mir das Blut und die Haare der Drachenblütigen und der Berührten. Verzehnfache deine Anstrengung." Mit schwacher Stimme entgegnete Palantir: "Ich werde wohl auffallen mit einem solchen Begleiter. Man wird Verdacht schöpfen." Wieder erklang das hohe, eiskalte und freudlose Lachen: "Sei unbesorgt. Walrus wird in dir sein und mit dir sein allezeit. Und solltest du nicht gehorchen, so wird er dich im Traum zu sich rufen an einen Ort, den du nicht sehen willst, und dich Gehorsam lehren auf eine Art, die du nicht kennen willst." Wo eben noch der Krieger gewesen war, lag nunmehr nur ein Samenkorn, dass die Gestalt Palantir in den Rachen schob und zu schlucken zwang. Bevor ihm das Feuer, das sich in seinem Körper auszubreiten schien, die Sinne nahm, hörte er noch: "Und solltest du dich als zu schwach erweisen, so wird Walrus deinen Körper übernehmen und ihn mit seiner Stärke nach seinem Gutdünken lenken. Bete jedoch, dass es dazu nicht kommen wird!" |
02.12.2008 15:47:57 | Aw: Der Knecht der Bruderschaft (#19952) |
lori4ever | Was für ein Ort war dies? Eine Ebene? Eine Höhle? War das ein Himmel oder ein Dach, diese bleichen Fetzen wie Leichentücher aus Dunst? Alles grau in grau, dass es die Sinne verwirrte und unten von oben nicht recht zu unterscheiden war, eingehüllt in Nebel der Traurigkeit und Trostlosigkeit. Palantir spürte, wie alle Freude, alles Gute und Schöne aus ihm hinaus in dieses Grau strömte, bis nur noch Verzweiflung und Todessehnsucht in ihm blieben. Und vor ihm der Krieger, ihn mannshoch überragend, kalt wie eine Echse und tückisch. Je mehr er zu fliehen versuchte umso mehr näherte er sich dieser unheilverkündenden Präsenz. Kein Wort sprach jener, und doch hörte er ihn in seinem Kopf: "Versagt hast du erneut. Ein einfältiger Plan zu versuchen, die Genasi Jula in einen Kampf zu verwickeln, um an ihr Blut zu gelangen. Und noch schlimmer, dass du die Elfin Delia befragt hast, die bereits unglücklicherweise etwas von unserer Gegenwart weiß. [i]((siehe Thread "Erwecken des Nachtdrachen" im Forum Sain Amdir))[/i] Zu einfältig bist du für solche Aufgaben. Du wirst gegenüber den Elfen in Zukunft dein gewöhnliches, lächerliches Selbst sein, auf dass kein weiterer Verdacht erregt wird. Zu gegebener Zeit werde ich mich selbst um unsere Gegner kümmern. Um alle." Mit einem Mund wie voll von Asche versuchte Palantir, sich zu rechtfertigen, dem grausamen Krieger zu erklären, dass er zumindest die Spange zurückerlangt hatte, die er Lillia gegeben hatte, und zwar mit einem ihrer Haare noch im Verschluss verfangen. Obwohl er kein Wort herausbrachte, schien ihn Walrus zu verstehen: "Doch ihr Blut ist uns wichtiger. Und das von Angeal, diesem verfluchten Anhänger Helms. Und doch muss ich dir zugutehalten: ein Dieb bist du schon geworden und ein Lügner." Noch während Palantir versuchte, dies zu bestreiten, spürte er, wie er die Graue Ebene verließ und hörte dabei noch leise wie einen höhnischen Abschied: "Wer weiß, mit meiner Hilfe, magst du eventuell noch Größeres vollbringen...einen Mord vielleicht?" |
06.12.2008 09:46:14 | Aw: Der Knecht der Bruderschaft (#20120) |
Grauherz | Vorsichtig setzte sie ihre Füße über die steinernen Wege und Felsen der südlichen Küste, hinter ihr das fast lautlose Tappsen von Huens Pfoten zu vernehmen. Sie spürte das er leise murrte ob der Härte der Steine, doch er war ihr freiwillig gefolgt, weil auch er den kleinen Gnom sehen wollte. Er konnte es ihr natürlich nicht erzählen, doch sie spürte es. Und sie wußte das diese südliche Küste der Lieblingsort des kleinen Gnomen ward. Er liebte es den Weg der Sonne und des Mondes zu beobachten wenn sie im weiten Meer versanken. Ein kleiner Stein kollerte von ihr losgetreten über einige Felsen hinab, als sie einen kleinen Sprung wagte und schließlich erfassten ihre Augen einen Zipfel der Decke, die unter einem Vorsprung lag und Palantir als Ruhestätte diente. Ob er anwesend war? "Wenn nicht warten wir auf ihn, Huen." Den kräftigen Nacken ihres schwarzen Gefährten streichelnd trat sie weiter vor... |
06.12.2008 16:30:58 | Aw: Der Knecht der Bruderschaft (#20136) |
lori4ever | Fast gelähmt vor Angst hörte Palantir sich nähernde Schritte. Gerade erst war er aus einem seiner Träume erwacht, in denen er Walrus, dem Drachenkrieger, auf der Grauen Ebene entgegentreten musste. Und wie immer schien es ihm, als nähme er einen Teil dieser absoluten Trostlosigkeit, dieses erstickenden Grauens von dort her mit. Tief drückte er sich in die schmutzige Decke seines kleinen Lagers. Wenn es die Vermummte Gestalt war, so würde er über die Klippen springen, soviel stand für ihn fest. Während er den Atem anhielt, trat Silivren mit ihrem vierbeinigen Begleiter Huen in sein Blickfeld. Auf seinem Gesicht spiegelten sich zugleich grenzenlose Erleichterung, Freude über den Besuch der Elfe, aber auch Trauer, denn er wußte, dass er zum wiederholten Male würde lügen müssen. Und da ihn das Lügen fast innerlich zerriss vor Scham, so bereitete ihm sogar der Besuch seiner Freunde noch Leid. Erst gestern hatte ihm Delia von der Zuflucht bei den Elfen erzählt, von der Macht des Mythal, alles Böse fernzuhalten. Wie sehr sehnte er sich danach, dort Frieden zu finden, doch er wußte: Die Tore Elborias waren ihm verschlossen. Wenn der Mythal Walrus aus seinem Körper zwingen würde, das spürte er, würde er seine Seele mitnehmen oder vernichten. Den Baum, den er im Heiligen Hain Elborias hatte pflanzen dürfen, würde er so schnell nicht wiedersehen. [i](( siehe: "Die Bitte des Gnoms" im Forum Sain Amdir))[/i] Also hatte er direkt im Beisein der verehrten Elfe diesem Feuerwesen, Bahira, einen Ring angeboten. Er verstand nicht wie, aber Dinge gleich diesem erschienen wie von Geisterhand in seinem kleinen Beutel, und er schien stets zu wissen, was es damit auf sich hatte. Mit ihrer Gier und ihrer Neugier hatte er Bahira zu fangen versucht, denn auf irgendeine Weise wußte er: Hätte sie den Ring genommen und ihn, wie er es vorgeschlagen hatte, mit dem Feuer ihres Haares oder Blutes gespeist, so hätte die Bruderschaft ihn auf dunklen Wegen zurückerlangt und mit ihm das gewünschte Wissen über die Berührte. Doch Delia hatte sie gewarnt, die sicher spürte oder gar wusste, dass etwas mit ihm nicht stimmte. Diese Bruderschaft, derentwegen er so litt, nannte Delia einen Drachenkult. Er verstand wieso. Von Zeit zu Zeit fühlte er sein Blut kalt werden wie das einer Echse, und jedesmal fürchtete er, dass Walrus sich rege und selbst am hellichten Tag statt nur im Traum die Kontrolle über ihn erhalte. Dann spürte er auch, wie seine Augen auf einmal die Personen, die er liebte, mit Hass ansahen, und fürchtete, dies möge ihn verraten. So schlug er die Augen nieder als Silivren ihm entgegentrat und wartete, was sie wohl sagen möge. Gleichzeitig hoffte er innig, dass nicht Huen mit seiner feinen Nase etwas an ihm seltsam finde. |
07.12.2008 00:53:57 | Aw: Der Knecht der Bruderschaft (#20156) |
Grauherz | Sorge und Kummer, aber auch Zorn lagen in Silivrens Herzen als sie sich abwandte vom Abhang der südlichen Küste, jenen Abhang von dem Palantir herab gestürzt ward ins Meer. Ob es ihm gut ging? Ob er jenen Sturz unverletzt überstehen würde? Delia schien so sicher und ganz ohne Sorge zu sein, das dem Gnomen nichts passieren würde. Aber wie sie sich verhalten hatte. Streng und unnahbar war sie ihr erschienen als sie mit Palantir gesprochen hatte, welcher sich so völlig verändert hatte sobald Delia gekommen war. Vorher war er so höflih wie immer zu ihr selber gewesen, wenn er auch blasser war. Grau im Gesicht und voller Furcht. Was war ihm geschehen? Sie sah über ihre Schulter zurück zur Klippe und vor ihrem inneren Auge sah sie erneut wie er fiel, und dann wie er sich in Huens Fell vergraben hatte, so klein und angstvoll ob dessen was immer er auch in sich verbarg. Delia sagte es waren jene, die die Schamanin selber angegriffen hatten. Die Personen in den Kutten, welche Krieger aus Samen erschufen. Leise seufzend sackte sie neben Huen und wisperte ihm ins Ohr. [i]"Wenn er wahrlich den Sturz überlebt hat...suche ihn...bleib in seiner Nähe wenn du kannst, doch gehe keine unnötigen Gefahren ein. Zieh dich zurück wenn jenes....andere...wieder Besitz von ihm ergreift. Doch vor allem...sei bei ihm wenn er allein und voller Furcht ist."[/i] Einen sanften Kuss drückte sie auf das samtene Fell der großen Katzen, bevor sie ihn mit einer Handbewegung vorraus schickte, um dann langsamer und nachdenklicher zu folgen. Sie sollte erst nach Hohenbrunn gehen, vielleicht würde sie dort auf jemanden treffen... |
07.12.2008 11:36:59 | Aw: Der Knecht der Bruderschaft (#20162) |
Kessi | [b][i] Ungefähr zur selben Zeit als Palantir die Klippen hinab sprang in einer dunklen Höhle irgendwo auf Amdir.... [/i][/b] Ein leises Schnauben war zu vernehmen als Isedria sich mit vorsichtigen kleinen Schritten dem schattenhaften Etwas, welches allem Anschein nach vor dem Altar verharrte, näherte. [i][color=#0000FF]Ihr habt es nun wirklich nicht nötig euer Antlitz zu verstecken, schon gar nicht vor mir. [/color][/i] [i][color=#008000]Oh Meister ihr seid wach? [/color][/i] Sie streifte ihre Kapuze und die Finsternis verschwand augenblicklich von ihrem Antlitz und das bezauberndes Gesicht einer jungen Frau mit langen roten Haaren kam zum Vorschein. [i][color=#008000]Die Macht der Gewohnheit Meister Murchadh [/color][/i] Ein Lächeln huschte über ihre Lippen und sie neigte leicht den Kopf wobei ihre eiskalt wirkenden blauen Augen jedoch keinerlei Regung zeigten. [i][color=#0000FF]Seid ihr hier um mir von euren Fehlschläge zu erzählen Kind..? [/color][/i] Das schattenhafte Etwas floss zu Boden und verschwand in einer vor dem Altar liegenden Robe, welche immer mehr ausgefüllt wurde bis eine kleinwüchsige vermummte Gestalt vor dem Altar stand. [i][color=#008000]Nun was ihr Fehlschläge nennt nenne ich Erfolg in kleinen Schritten. Ein wenig mehr Optimismus könnte euch nicht Schaden mit Verlaub Meister.[/color][/i] Kurz blitzen die Augen unter der Kapuze jener kleinen Gestalt vor dem Altar auf. [i][color=#0000FF]Optimismus ist nur etwas für Träumer Isedria das solltest du am besten wissen. Aber wenn du meinst du hast Fortschritte erzielt. Dann berichte mir davon. [/color][/i] Wieder nickte Isedria kurz. [i][color=#008000]Wie ihr sicher wisst übersandte ich durch den Herrmeister von Valvec ein Geschenk an diesen Möchtegernherscher, diesem Tiefling. Und wie nicht anders zu erwarten konnte ich erwirken das wir auf der Insel ungehindert agieren können. Wenn wir seine Interessen nicht stören. [/color][/i] [i][color=#0000FF]Gut gut.. [/color][/i] Die kleine Gestalt wandte sich dem Altar zu und pustete die schwarzen Kerzen aus, danach schob er seine Kapuze nach hinten. Im Licht der Fackel konnte Isedria den kahlen Kopf und das vollständig vernarbte Gesicht der Gestalt erkennen. [i][color=#0000FF]Er hängt am Leben wie alle diese Narren hier. Niemand erkennt die Vorteile die der Tot mit sich bringt. [/color][/i] Murmelte er ehe er sich wieder der Frau zuwandte. [i][color=#008000]Bleibt zu hoffen, dass das Bündnis mit Mortis [b]seinen[/b] Interessen nicht eines Tages im Wege steht. [/color][/i] [i][color=#0000FF]Es ist nicht mehr als Mittel zu Zweck meine Kleine, was glaubst du wer eines Tages herrschen wird, jene deren faulende Knochen sich mühsam über die Erde bewegen, oder Jene welche die Möglichkeit haben sich frei am Himmel zu bewegen. Im Übrigen hätte [b]ER[/b] meine bleichen Knochen längst zertrümmert und über ganz Minethys verstreut wenn in ihm auch nur ein Hauch von Missfallen aufgekommen wäre. [/color][/i] Er hob kurz die Hand und eine rotierende Kugel aus Dunkelheit materialisierte sich auf seiner Handfläche [i][color=#0000FF]Und du Kleine Hexe solltest dich lieber um Heriot und Walrus kümmern, das letzte was wir im Moment gebrauchen können ist die Aufmerksamkeit diese spitzohrigen Fanatiker. [/color][/i] Mit einer hastigen Handbewegung zog die Frau ihre Kapuze über den Kopf. [i][color=#008000]Ich werde Beide opfern falls es notwendig sein sollte. [/color][/i] [i][color=#0000FF]Nicht anderes habe ich erwartet. [/color][/i] Mit diesen Worten warf er jene dunkle Kugel in Isedrias Richtung, wo sie unter der Kapuze verschwand und ihr Gesicht erneut in wabernde Finsternis hüllte. [i][color=#0000FF]Und nun geh! [/color][/i] |
07.12.2008 12:50:26 | Aw: Der Knecht der Bruderschaft (#20165) |
lori4ever | Geblendet von dem Blitz aus Delias Hand, den sie auf den krächzenden schwarzen Raben ausgesandt hatte, taumelte Palantir rückwärts. Er wusste, diese Kreatur war gewisslich ein Spion der Bruderschaft. Sein Herz tat ihm weh, wenn er an Silivren dachte, die sich so um ihn sorgte. Doch auch Delia, das fühlte er, wollte ihm nur beistehen. Doch sie sah zuviel. Wie hatte ihm Walrus bei ihrer letzten Begegnung bedeutet: "Halte die Elfen fern. Ihre Augen durchdringen euch Sterbliche zu leicht und mögen mich entdecken!" Plötzlich spürte er, wie er den Boden unter den Füßen verlor. "Das ist mein Ende", dachte Palantir, "unter mir ist nur die See. Und ich kann nicht schwimmen." Noch während sein Auge im Fallen Delias Augen traf, spürte er, wie sein Blut eiskalt, sein Blick wie Gift wurde. Als er im Wasser aufschlug, ging er unter wie ein Stein und wußte nichts mehr. An der Mündung des Blauen Arms, wo er sein Wasser ins Meer ergoß, kam Palantir am Strand zu sich. Verwundert blickte er sich um. Noch während er sich fragte, wie er wohl hierhin gelangt sei, verpürte er, wie Wärme in sein Blut zurückkehrte. Gleichzeitig fiel sein Blick nach Hohenbrunn, das friedlich mit seinen rauchenden Schornsteinen dort lag. Ein Marsch würde ihm gut tun und seine Kleider trocknen. So Band er seine abgetragenen Schuhe und machte sich auf den Weg. |
13.12.2008 10:51:19 | Aw: Der Knecht der Bruderschaft (#20488) |
Kessi | [b]Kurz nach der erneuten Begegnung von Isedria mit den Elfen trug sich Jenes zu in der unbekannten Höhle ... [/b] [color=#0000FF][i]Ihr zieht bei weitem zuviel Aufmerksamkeit auf euch, [/i][/color] zischte es aus einer dunklen Ecke der Höhle. [color=#0000FF][i]Warum werft Eure Soldaten nicht gleich in das Mythal und gebt sie dem Verderben Preis. Was für eine Verschwendung an Ressourcen und das alles nur um euch zu profilieren.[/i][/color] Die kleine Gestalt Murchadhs trat aus dem Schatten den Blick auf die Frau gerichtet, welche unweit des Altars stand. [color=#0000FF][i]Ich dachte wir waren uns das wir die Elfen nicht auf uns aufmerksam machen wollten. Aber was tut ihr? Spaziert vor die Tore ihrer Siedlung und greift sie und als ob das noch nicht genügend an Arroganz und Überheblichkeit wäre gebt ihr euer Aussehen preis.[/i][/color] Sein Ton wurde schneidend scharf und hallte Isedria entgegen. [color=#0000FF][i]Ich werde deine Eskapaden nicht länger dulden.[/i][/color] Er griff in eine Seitentasche seiner Robe und zog eine zusammengerollte Peische hervor. Als Isedria Jener gewahr wurde zuckte sie erschrocken zusammen. Das Medusenhaar, schoss es ihr blitzartig durch den Kopf.. [color=#008000][i]Vergebung Meister mein Handeln wurde stets von dem Wohlergehen an den Einen und des Kultes geleitet.[/i][/color] Leise flehend sank sie auf ihre Knie. Die kleine Gestalt lachte kurz auf und entgegnete barsch. [color=#0000FF][i]Du dachtest wohl eher an dein Wohlergehen und daran wie du dich an besten profilieren kannst. Schweig und nimmt deine Strafe entgegen wie deine Krieger es tun würden.[/i][/color] Er entrollte die Peitsche und trat hinter Isedria. Mit reiner ruckartigen Bewegung riss er ihre Robe nach hinten, so das ihr Nacken und ein Teil ihres Rückens entblößt wurde. Dann trat er zwei Schritte zurück und murmelte leise auf drakonisch. [color=#0000FF][i]Erwache![/i] [/color] Kaum ausgesprochen kam Bewegung in die Peitsche. Ihre Spitze begann zu schlängeln. Und erst jetzt konnte man erkennen, das es sich hierbei ein einige fingerdicke Schlangen handelt welche an ihrem Ende in einen verziertem Knochen gefasst waren. Murchadhs hob die Peitsche und schleuderte deren Enden dem unbedeckten Rücken von Isedria entgegen. Die Köpfe der kleinen Schlangen verbissen sich für Sekundenbruchteile in das ungeschützte Fleisch, ehe sie von der Hand welche die Peitsche führte zurückgerissen wurden. Und dort wo sie die kaum sichtbaren kleinen Bisswunden auf Isedrias Rücken hinterlassen hatten begann die Haut zu ergrauen und abzustumpfen. Bis jene Stellen eine Handteller große Ausdehnung erreicht hatte. Die Frau krümmte sich vor Schmerzen auf dem Boden. Doch verließ kein Klagelaut ihre Lippen. Nur ihrem verzerrten Gesicht konnte man das Maß der Schmerzen, welche sie erleiden musste entnehmen. Gerade als er erneut ausholen wollte, verhaarte er mitten im Schlag und ließ die Peitsche sinken. [color=#0000FF][i]Ich denke das sollte als Strafe genügen mein Kind. Aber halte dir immer vor Augen, zwei weitere Schläge und du beendest dein Leben als Statue.[/i][/color] Leise murmelte er wieder auf drakonisch [color=#0000FF][i]Schlafe![/i][/color] Und augenblicklich wich jegliches Leben aus der Peitsche und sie hing bewegungslos herab. Mit einem leisen Seufzen erhob sich Isedria und zog sich die Robe wieder über den Rücken. Ihre ganze Erscheinung war nun von Reue und Unterwürfigkeit gezeichnet. Sie verbeugte sich vor Murchadh [color=#008000][i] Ich danke euch für eure Nachsicht.[/i] [/color] [color=#0000FF][i]Kommen wie zu euren Neuen Aufgaben. Wir haben Nachricht vom Festland das wir mit den Experimenten beginnen können. Dabei spielt es keine Rolle wie viel Material wir von den hier ansässigen Nachkommen haben. Vorerst greifen wir eure Soldaten und das untote Material zurück was wir hier ja zur Genüge haben.[/i][/color] Er winkte kurz ab bei Isedrias Verbeugung und ließ die Peitsche wieder in der Robe verschwinden. Dann nahm er vom Altar ein kleines schwarzes Buch und reichte es ihr. [color=#0000FF][i]Darin stehen eure Anweisungen und ich möchte dass ihr euch daran haltet, Wort für Wort. Die Elfen sind für euch Tabu wenn sie zu einem Problem werden, werde ich mich selbst darum kümmern. Habt ihr verstanden Isedria?[/i][/color] [color=#008000][i]Jawohl Meister ich werde euch kein zweites Mal enttäuschen[/i][/color] Mit einer tiefen Verbeugung wendete sie sich ab und strebte dem Höhlenausgang zu. |
13.12.2008 15:59:14 | Aw: Der Knecht der Bruderschaft (#20498) |
lori4ever | Drei Fliegen mit einer Klappe hatten Palantir der Erfüllung des Auftrags der Bruderschaft nähergebracht. Erst hatte Palantir der armen Lillia einen Igel scheinbar zufällig in den Schoß fallen lassen und, als sie überrascht versucht hatte, diesen mit den Hnden zu fangen, einige Blutstropfen in einem jener seltsamen, seidigen und glänzenden Taschentücher eingeschlossen, die er in seinem Beutel fand. Dem jungen Cyanazur war es dann kaum besser gegangen. Dass Cyanazur ein Drachenblütiger sei, war ihm wohl selbst noch unbekannt gewesen, doch dem spähenden Geist in seinem Inneren, dem grausamen Walrus, war dies nicht entgangen. Nachdem er Cyanazur eingeredet hatte, er brauche einen Haarschnitt, hatte er ihn mit einer Schere leicht ins Ohrläppchen geschnitten und ebenfalls einige Blutstropfen aufgefangen. Schließlich, als Angeal verletzt von einer Reise zurückgekehrt war, hatte er in der Waschküche des Eber ausgeharrt, bis Lillia mit blutigen Verbänden gekommen war und hatte einen davon heimlich beiseite geschafft. Was, wenn die Bruderschaft diesen guten Leuten schaden würde, gar ihr Leben nehmen würde? Wäre es nicht besser, er beendete sein eigenes, noch bevor er die Blutsproben übergab? Bei diesen trüben Betrachtungen saß er auf seinem kleinen Bett im Eber und sah auf die blutbefleckten Tücher, ganz in sein Elend vertieft. War er eingeschlafen oder bildete er es sich nur ein? Es schien ihm, als sei der Raum von dem trostlosen Grau jener Ebene erfüllt, die er stets im Traum sah. Schemenhaft meinte er, den Drachenkrieger zu erkennen, und neben ihm eine kleinere, verhüllte Gestalt. Noch während er den Kopf schüttelte, um einen klaren Verstand zu erlangen, wurde er gewahr, dass die Tücher mit dem Blut seiner Freunde verschwunden waren. |
15.12.2008 08:28:39 | Aw: Der Knecht der Bruderschaft (#20544) |
Lillia | Lilli wusste nicht mehr, wo das Tuch hin war und es war ihr egal..Immer öfter jedoch kreisten ihre Gedanken um Palantir..Irgendwie war er seltsam geworden... Sein Verhalten wirkte in manchen Momenten mehr als sonderbar oder bildete sie es sich nur ein? |
27.12.2008 09:05:35 | Aw: Der Knecht der Bruderschaft (#20774) |
Kessi | [i][color=#0000FF] Ich sollte dich zerquetschen wie ein unnützes Insekt Hexe[/color] [/i] Isedria zuckte unwillkürlich zusammen, [i][color=#008000] Gibt es einen Grund für euer Missfallen Meister? [/color] [/i] [i][color=#0000FF] Du wagst es noch zu fragen? [/color] [/i] Seine Stimme wurde knöchern und kalt als er einige Worte murmelte und ein Blitz aus seiner Hand fuhr und die junge Frau direkt in die Beine traf Ein kurzer schmerzerfüllter Schrei entfuhr ihr ehe sie auf die Knie sachte [i][color=#0000FF] Du hast es in kürzester Zeit geschafft alle auf uns aufmerksam zu machen. [/color] [/i] [i][color=#008000] Aber ich hab doch seit unserem letzten Treffen doch nur die Experimente im Sumpf begonnen wie ihr mir aufgetragen habt. Ich hatte zu niemanden Kontakt auf der Insel, abgesehen von den Untoten im Sumpf. [/color] [/i] [i][color=#0000FF] Achja und wer ist die Kleine. [/color] [/i] Mit knappen Worten beschreibt er Anja Isedrias Augen wurden einen Moment zu schmalen Schlitzen [i][color=#008000] Jene traf ich aber vor unserem letzten Zusammenkunft, sie schien die Elfen zu verabscheuen deshalb war sie mir sofort sympathisch. [/color] [/i] [i][color=#0000FF] Mmmh sympathisch was sie dir also? Und deshalb hast du ihr gleich von uns erzählt? [/color] [/i] [i][color=#008000] Ich? Wie kommt ihr nur darauf? Ihr solltet mich zumindest soweit kennen, dass ich nie etwas derartigres tun würde Meister. [/color] [/i] Ein leises Knurren entwich Murchadh [i][color=#0000FF] Und dennoch war sie hier das Miststück und hat uns belauscht. [/color] [/i] Erstaunt entgegnete Isedria [i][color=#008000] Aber wann Meister? Ich hab sie bei keinem Treffen bemerkt. [/color] [/i] Seine stimme wurde nun ruhiger [i][color=#0000FF] Die kleine Ratte pfuschte im Fluss der Zeit herum, es war wohl eher ein Zufall dass sie ausgerechnet hier landete. Dennoch wurde sie zu einem zu großen Risiko für uns [/color] [/i] [i][color=#008000] Wurde Meister? Heißt das ihr habt sie beseitigt? [/color] [/i] Er schnaubte verächtlich. [i][color=#0000FF] Geh nicht immer von deinem stümperhaften tun aus Hexe. Natürlich nicht. Ich habe sie nur unschädlich gemacht, vielleicht erweißt sie sich ja als brauchbar. Sie trägt nun das Mal des Kultes und gehört sozusagen zum Inventar. [/color] [/i] Er lachte einen Moment auf dann wandte er sich abrupt von Isedria ab und ging zum Altar [i][color=#0000FF] Ich habe nun absolute Kontrolle über ihr Tun. Ihr kümmert euch weiter um die Experimente und ihr bringt die kleine und diesen geschwätzigen Gnom zusammen. Es scheint mir ein recht nützliches Gespann zu sein. [/color] [/i] Isedria erhob sich mit einem leisem Stöhnen, zupfte ihr verkohlte Robe zurrecht und verneigte sich dann. [i][color=#008000] Wie ihr wünscht Meister. [/color] [/i] Mit jenen Worten verließ sie leisen Schrittes die Höhle |
06.01.2009 13:07:37 | Aw: Der Knecht der Bruderschaft (#21213) |
lori4ever | Eigentlich war die Mine von Hohenbrunn kein schlechter Ort, besonders wenn man Ruhe brauchte von dem Trubel auf dem Markt. Im Sommer wie im Winter gleich warm, und dann gab es diese hübsche, glitzernde Wand am Ende eines weiten Stollens. Gleich darauf jedoch wünschte Palantir sich, er wäre nicht hierher gekommen, als vor ihm wie aus dem Nichts jene Vermummte Gestalt erschien, die ihm zum Sinnbild des Bösen geworden war mit ihrem kalten Augenglanz und dem freudlosen, höhnischen, beinahe fanatischen Lachen. Ohne Umschweife befahl jene dunkle Frauengestalt ihm, eine gewisse Ania ausfindig zu machen, die eine Magierin sei und in Schwierigkeiten stecke, aus denen er ihr helfen solle. Schon lag Palantir eine spitze Bemerkung auf der Zunge wie "seit wann kümmert sich denn der Orden um Leute in Schwierigkeiten?", doch er bremste sich rechtzeitig, denn mit diesen grausamen Menschen (waren sie überhaupt Menschen?) trieb man sicher besser keinen Spaß. Stattdessen erkundigte er sich, ob er denn nicht mehr weiter nach Drachenblütigen suchen solle, und drückte seine Hoffung aus, dass seinen Freunden Lillia, Angeal und dem kleinen Cyanazur nichts geschehen möge. Als Antwort durchzuckte ihn rasende Pein und die scharfen Worte drangen an sein Ohr: "Um deine Freunde kümmern wir uns zu gegebener Zeit. Dein Auftrag ist klar. Führe ihn aus und bete, dass es dir gelingt. Denn Walrus ist deinen kleinen, armseligen Körper leid und würde dich mit Freude von innen zerfetzen. Falls ich mir diese kleine Erheiterung nicht vorher selbst gestatte." So plötzlich, wie sie gekommen war, verschwand die Gestalt, und Palantir blieb allein, verschrocken und zitternd, und übergab sich bleich an die glitzernde Wand des Stollens. |
06.01.2009 13:27:20 | Aw: Der Knecht der Bruderschaft (#21214) |
lori4ever | Als Palantir Tage später scherzend mit der Händlerin Jillian an deren Stand auf dem Marktplatz in Hohenbrunn plauderte, deutet Jillian mit dem Finger auf eine kleine Gestalt, offenbar eine Habllingsdame: "Weißt du eigentlich, dass die Kleine dort schon überall nach dem "dicken Gnomenbarden von Hohenbrunn" gefragt hat?" "Wie bitte?", entgegnete Palantir entrüstet. Beschwichtigend nahm Jillian seinen Arm: "Na gut. "Dick" hat sie nicht gesagt, das habe ich dazuerfunden, denn was wahr ist, muss schließlich wahr bleiben!" Mit einem schelmischen Zwinkern schob sie ihn, noch immer protestierend und schnaubend, in Richtung der kleinen Hin. Kaum hatte er sich einigermaßen beruhigt durch das darauffolgende Geplauder mit der Halblingsfrau, die sich ihm als Eraune vorgestellt hatte, als jene anfing, ihn nach einer Frau namens Isedria auszufragen. Der Name sagte ihm zwar nichts, doch als Eraune erwähnte, dass Isedrias Haustier ein großer Rabe sei, da schoss ihm wie ein Blitz das Bild jenes Raben in den Kopf, den Delia an der Südküste mit einem vernichtenden Zauber angegriffen hatte ohne jedoch eine Wirkung zu erzielen. Da stieg eine Ahnung in ihm auf, dass Isedria wohl niemand anders sei, als die abscheuliche Vermummte Gestalt, die ihm das Leben zur Hölle machte. Gleichzeitig schlug sein Herz im Hals, und das Bild vor seinen Augen verschwamm. Wie in einem Traum ließ er sich von Eraune beiseite ziehen, die weiter in ihn zu dringen versuchte und auch nach einem gewissen Walrus fragte. Bei der Erwähnung dieses Namens spürte er, wie sich etwas in ihm regte. Nur mühsam widerstand er dem plötzlichen Drang, der kleinen Hin wehzutun. Er kam erst wieder mit zitternden Knien zu sich, als die Halblingsfrau verschwunden war - er wußte nicht wie. Er erinnerte sich nur noch, dass in dem albtraumhaften Gespräch auch der Name Ania gefallen war. Und ein Ort: das Kloster Mirhaven. [i]((siehe auch: "Die Verschwörung rund um Ania! - Palantir" ))[/i] |