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23.09.2008 00:28:24
Die alte und die neue Heimat (Andyneth) (#16505)
Andyneth
[b]Reise ins Ungewisse[/b]

Noch lange lehnte er an der wettergegerbten Holzrehling des kleinen Schiffes auf dem er stand. Noch immer blickte er in die Richtung von der er losgesegelt ist, Amdir wurde für ihn wie eine zweite Heimat und doch brauchte er endlich Abstand von der Insel der Hoffnung. Der Abschied von Lydya fiel ihm mehr als schwer auch wenn er es ihr gegenüber nicht so offen zeigte. Abwesend wirkend wanderte er mit der linken Hand unter sein Kettenhemd, und dreht ihren Zopfring den er an einem einfachen Lederband um den Hals trug zwischen den Fingern. Es war das richtige zu gehen, er musste endlich seine Zweifel überwinden und endlich den Weg finden den er bereit ist zu gehen.

Und vor allem musste er zu sich selbst finden, natürlich war es einfach gesagt als getan doch da musste er durch und sein nächsten Ziel hieß Secomber die alten Heimat. Schwerfällig hebte und senkte sich der Kahn als auch schon die ersten Regentropfen seine Rüstung trafen und er beschloss sein Quartier unter Deck aufzusuchen. Kurze Zeit später lag er auf seinem Bett und begann nachdenklich wirkend zu überlegen wie man auf ihn reagieren würde. Erkennt man ihn noch? Hieße man ihn willkommen? Oder würde man ihn mit der Klinge entgegentreten. Er schüttelte leicht den Kopf um seine Gedanken erneut zu ordnen, irgendwie wurde das ganze schon gut gehen. Und vielleicht hilft der Besuch am Grabe seines Vaters auch mit der Vergangenheit abzuschließen.

Doch eines wusste er genau er würde zurück kommen wann und wie steht noch in den Sternen aber der Tag wird kommen
24.09.2008 17:45:29
Aw: Die alte und die neue Heimat (Andyneth) (#16558)
Andyneth
[b]Nahe der Heimat[/b]

Es war noch nicht lange her als er die Grenzen der Herzlande hinter sich lies, geradezu gemächlich trabte das Pferd das er sich in der kleinen Hafenstadt für einige Münzen beschaffte den ausgetrappelten Pfad entlang. Zu beiden Seiten des Weges erstreckten sich so weit das Auge reichte nur die riesigen Bäume des Hochwaldes und das Bild der Landschaft war geprägt von zerstörten Statuen oder alten Ruinen. Zeichen der viele Reiche die das Gebiet unter ihrem Banner vereinigen wollten. Selten wurde die friedliche Stille unterbrochen durch ein Tier oder einen entgegenkommenden Reisenden. Die meisten von ihnen zogen in kleinen Gruppen ganz im Gegenteil zu Andyneth selbst. In einiger Entfernung konnte er den Geräusche des Delimbiyrs lauschen der unweit des Weges seine Bahnen durch den großen Wald zog und irgendwann müsste er auf den Hark stoßen sollte er den Nebenarm nicht schon hinter sich haben. Nur eines war klar er musste den Fluss entlang wandern um an sein Ziel zu kommen. Secomber, ob die Stadt noch immer so war wie vor seiner Abreise? Vermutlich kaum die Welt verändert sich schließlich dachte er dabei und strich sich erschöpft durch das dunkle kurze Haar.

Er hatte sich verplant er rechnete noch damit vor der Dämmerung zumindest in die Nähe des Dorfes Zellbross zu kommen, und nicht noch eine Nacht in diesem unberechenbaren Wald. Nachdenklich schweifte dabei sein Blick zwischen den Baumreihen umher, nicht selten kam es vor das er beobachtet wurde das wilde Umland lud Bestien ebenso wie Gesindel ein auf Streifzug zu gehen und nicht selten endete derjenige ermordet und seines Hab und Guts beraubt auf der Erde. Er schweifte wohl mit seinen Gedanken wieder etwas ab und als er die nächste Wegbiegung passierte fand er sich vor einer kleinen berittenen Gruppe wieder. Ein halbes dutzend gerüsteter in dunklen Platten gehüllt, und auf den Schilden eine weiße gepanzerte Faust. [color=#800080]„Halt! Wer seid ihr?“[/color] hallte es dumpf unter einem der Helme wieder, einen Moment lang überlegte Andyneth wie er auf die Frage antworten sollte als er sich wieder an das erinnerte was man ihm beibrachte. [color=#000080]„Wichtig ist nicht wer ich bin, sondern wem ich diene.“[/color] Der Trupp stutzte etwas schienen wohl diese Art von Antwort nicht von einem fremd wirkend Gerüsteten erwartet zu haben. [color=#800080]„Gehorsam ist die höchste Tugend!“[/color] setzte der scheinbar führende Soldat fort und Andyneth ergänzte [color=#000080]„Und der Herr belohnt seine Getreuen..“[/color]

[color=#800080]„Wir hatten nicht erwartet hier noch weitere Brüder anzutreffen Orkbanden treiben seit einigen Wochen hier ihr Unwesen. Wir und die Tiefwasserlegionen sind oft meilenweit das einzige das den Wald lebend passiert.“[/color] Setzte der Zentarim fort und nahm seinen Helm ab, ein älterer Mann das Gesicht narbenzerfurcht. Er schien Andyneth vertraut zu wirken doch vermochte er nicht genau zu sagen woher. Und noch ehe er etwas erwidern könnte preschte ein weiterer Reiter heran [color=#008000]„Meister Danared! Neuer Befehl aus Dunkelburg wir sollen uns nach Zellbross zurückziehen die Tiefwasserlegionen rücken weiter durch den Wald vor um die Orks aufzuspüren. “[/color] [i]Danared![/i] Schoss es im durch den Kopf [i]er war ein alter Freund seines Vaters, doch das er ihn nicht erkannte? Sicher vergingen Jahre seit seiner stürmischen Abreise doch hatte er sich derart verändert?[/i]

[color=#800080]„Reitet voraus und teilt den anderen Männern mit sie sollen das Lager abbrechen und sich abmarschbereit machen. Der Fremde wird uns begleiten bis wir sicheres Gebiet erreicht haben.“[/color] Während sich der Tross langsam in Bewegung setzte eilte der Kundschafter voraus um die Nachricht zu überbringen, und Danared winkte Andyneth näher an sich heran. Andyneth kam der Aufforderung kurze Zeit später nach und warf Danared einen kurzen fragenden Blick zu während er sein Pferd hinter den Ohren kraulte.
Dieser beugte sich etwas weiter herüber und sprach gedämpft [color=#800080]„Das Ebenbild deines Vaters,.. wilkommen zu Hause Junge.“
[/color]
24.09.2008 21:02:31
Aw: Die alte und die neue Heimat (Andyneth) (#16564)
Andyneth
[b]Marsch nach Zellbross[/b]

Eine Weile ritten sie schweigsam nebeneinander her umringt von den schwarzen Soldaten Tyrannos. Mittlerweile ging die Sonne unter und verteilte die letzten warmen Strahlen durch das dichte Blätterdach des Hochwaldes. Kundschafter näherten sich von Zeit zu Zeit Danared um ihn über die Truppenbewegungen der Tiefwasserlegionen aufzuklären und wiesen auf Gefahren hin die es wenig später zu umgehen galt. Der Hauptpfad wurde von Zeit zu Zeit unsicherer und so entschloss man sich alten Schleichwegen durch das dünner werdende Unterholz zu folgen. Die Nacht brach herein und immer wieder sah man Teile des Trosses ölgetränkte Fackel entzünden die, die Dunkelheit vertrieben und sperrlich den Weg beleuchteten.

[color=#800080]„Wir sind bald da Junge..“[/color] hörte er Danared neben sich in seiner Stimme war weder Verachtung noch ein Vorwurf zu hören eher etwas Väterliches. Andyneth nickte nur schweigend und musterte den alten Mann. Viele Narben kannte er ebenso ihre Geschichten, dennoch fanden sich ebenso zahlreiche Neue dort und drückten die Entbehrung aus die das Leben hier von ihm gefordert hatte. Er sah mehr Jahre an Krieg und Scharmützel als Andyneth selbst an Jahren zählte. [color=#000080]„Ich bin kein Junge mehr Danared..“[/color] unterbrach er sein schweigen und pustete sich dabei eine Haarsträhne aus dem Blickfeld. [color=#800080]„ Du bist noch jung genieße es solange du es kannst.“[/color] Andyneth nickte abermals kurz und erwiderte daraufhin nichts er blickte sich wieder um folgte den marschierenden Fußsoldaten. Sie bewegten sich wie selbstverständlich in Reih und Glied setzen einen Fuß vor den anderen ohne das einer aus dem Muster fiel. Ihre Bewegungen wirkten vorausschauend und zügig und hielten vor allem die Berittenen die im gemächlichen Trab hinter ihnen herzogen nicht auf. Geboren zum kämpfen wie alle die diesen Weg bereit waren zu gehen, er entschied sich anders.

Der Zug hielt an ebenso wie sein eigenes Pferd, gedämpfte Befehle wanderten durch die Reihen. [color=#FF6600]„Fackeln aus, dämpft die Feuer! Und verhaltet euch ruhig.“[/color] Andyneth schreckte dabei ein wenig aus seinen Gedanken hoch und versuchte die Ursache des Problems in der Dunkelheit zu erspähen. Vergebens, niemand wagte es sich zu bewegen und wartete Geduldig auf weitere Anweisungen der Offiziere. Ein flackern drang vom Hauptpfad zu ihnen durch und immer weitere Punkte erschienen in der Dunkelheit. [color=#008000]„Ein dutzend Fackeln mein Herr! Eine Gruppe ungefähr 20 Legionären aus Tiefwasser.“[/color] Drang eine kehlige Stimme leise zu ihm durch. Einer der Kundschafter Sprach mit Danared. [color=#800080]„Wir lassen sie vorbei ziehen und marschieren danach weiter wir sind bald in Zellbross.“[/color] Der Kundschafter schlich durch die Reihen und gab die Befehle weiter als Waffenlärm die Stille durchbrach. Vermutlich stießen die Legionäre auf Teile der Orkplünderer. Die Zeit bis der Waffenlärm verebbte schien eine kleine Ewigkeit zu sein und von den dutzend Lichtpunkte auf dem Hauptpfad zogen nur in etwa die Hälfte weiter.

Es musste gegen Mitternacht gewesen sein als sie endlich den Wald hinter sich ließen und schon die ersten Rauchschwaden von den Gehöften in Zellbross am Himmel erkennen konnten.
25.09.2008 21:57:33
Aw: Die alte und die neue Heimat (Andyneth) (#16610)
Andyneth
[b]Zellbross,[/b]

Knarrend öffneten sich die hölzernen Torflügel der Befestigung und gaben die Sicht auf die dahinter liegenden Höfe frei. Dem Tross wurde Platz gemacht und einige schaulustige Bauern und andere Dorfbewohner redeten im Flüsterton miteinander ehe die erste gepanzerte Garnisonstruppe näher kam und die neuen Befehle entgegennahmen die von der Führung in Dunkelburg überbracht wurde.[color=#800080] „Komm mit Junge ich glaube wir haben noch etwas zu bereden, ich möchte wissen wie es dir ergangen ist.“[/color] meinte Danared und schwang sich von seinem Pferd ehe Andyneth es ihm gleich tat. Schnell eilten einige Wachposten heran um die Pferde zu den Stallungen zu führen. Und mit einem letzten Blick auf seinen Hengst begann er schließlich Danared zu folgen der in einer kleinen Unterkunft nahe des Hauptplatzes verschwand. Es ging durch den Vorraum über eine Treppe in ein kleines Arbeitszimmer, Andyneth blickte sich im Raum um. Es war schlicht und wurde wohl fremden Kommandanten zu Verfügung gestellt die über kürzere und größere Zeiträume hier stationiert waren aber nicht der Garnison angehörten.

Mit einem klicken rastete das alte Schloss ein und Andyneth wusste, dass die Tür abgeschlossen wurde. Danared wanderte um den Arbeitstisch herum und lies sich auf einen der Stühle nieder und bedeutete ihm ebenfalls Platz zu nehmen. [color=#800080]„Wie ist es dir ergangen in den letzten Jahren?“[/color] Andyneth kam seiner Aufforderung nach und stützte sich mit den Ellbogen auf der Tischplatte ab, er schien eine Weile nachdenklich zu wirken ehe er erwiderte. [color=#000080]„Ich kann mich nicht beklagen... ich bin reifer geworden und habe etwas aus mir gemacht.. glaube ich zumindest..“[/color] Im Gesicht des alten Mannes bildete sich ein leichtes schmunzeln. [color=#800080]„Du glaubst es zumindest?“[/color] Andyneth nickte leicht [color=#000080]„Ich fand einen Ort wo ich mich wohl fühle, ich eifere meinem Vater nach wie ich es immer wollte und ich habe eine wunderbare Frau kennen gelernt.“[/color] Andyneth suchte dabei den Blick des Alten und musterte ihn abschätzend ehe dieser anerkennend nickte.[color=#800080] „Zumindest klingt es gut, dein Vater wäre sicher stolz auf dich wenn er noch leben würde. Aber wenn du ein derart schönes Leben führst was treibt die hierher zurück in die alte Heimat?“[/color]

[color=#000080]„Wer weiß vielleicht will ich mit der Vergangenheit abschließen Danared, sehen was sich verändert hat. Das Grab meines Vaters besuchen und mich erkundigen wie es meiner Mutter geht. Ich ging zwar fort aber im Herzen gehöre ich immer noch hierher und fühle mich mit meinen Landsleuten verbunden.“[/color] Stille kehrte ein und eine Weile sahen beiden einander nur an, ehe Danared endlich die drückende Stille unterbrach. [color=#800080]„Weise Worte für einen Jüngling, du vergisst deine Wurzeln zumindest nicht und deine Erziehung. Das Grab deines Vaters wirst du finden in Secomber aber deine Mutter ist fort. Sie lebt jetzt in Llorkh und hat sich dort wieder vermählt.“ [/color]Andyneth biss sich sacht in die Unterlippe und schien die Neuigkeiten erst einmal zu verdauen. [color=#000080]„Sie hat? Wirklich?“[/color] gab er schließlich von sich. [color=#800080]„Sie hat es verdient noch einmal glücklich zu sein oder etwa nicht. Sie hatte es nicht leicht nachdem Isendir getötet wurde und du verschwunden bist.“ [/color]Stumm pflichtete er ihm mit einem leichten nicken bei.

Das Gespräch führten die beiden noch den ganzen Abend lang fort, viele Fragen wurden gestellt und auf manche Antworten gab es schließlich oft nur noch mehr Fragen. Gen Mitternacht trennten sich schließlich die beiden von einander und zogen sich in ihre zugewiesenen Räumlichkeiten zurück. Früh Morgens wurde er durch das gescheppere von schweren Rüstungen und das Geräusch der aufschlagenden Hufe am Boden geweckt. Verschlafen rieb er sich die Augen und zuerst fiel ihm ein Brief am Nachttisch neben dem Bett auf. Er nahm ihn an sich und entfaltete das Pergament dabei fiel ein kleiner Gegenstand klirrend zu Boden dem er Anfangs wenig Beachtung schenkte.

[quote]Andyneth,

Es war schön dich wieder zu sehen und ich weiß es sehr zu schätzen das du mir gegenüber ziemlich offen warst bei unserem Gespräch letzte Nacht. Jeder hat seine Makel vergiss das nicht Junge und auch wenn ich viele deiner Beweggründe nicht gänzlich verstehen konnte kann ich mit Sicherheit sagen das du den Namen deiner Familie dennoch keine Schande bereitet hast. Ich würde sogar behaupten, dass deine Familie stolz auf die wäre wenn sie dich sehen könnte. Ich hoffe du vergisst deine Heimat auch weiterhin nicht und mein kleines Geschenk bringt dir auf deinem weiteren Lebensweg Glück. Es gehörte deinem Vater und ich habe es für dich verwahrt. Sollte ich deine Mutter wieder sehen werde ich ihr von ihrem Sohn berichten und das er immer noch an sie denkt.

Möge Bane dir immer wohl gesonnen sein
Danared.[/quote]

Andyneth suchte den Boden an der Stelle ab an dem er das klirren vernahm und fand eine kleine silberne Halskette an dem ein unscheinbarer Anhänger befestigt war. Nachdenklich wirkend sah er zwischen den Brief und der Kette hin und her. Die Kette stellte ein ihm unbekanntes Wappenschild mit zwei gekreuzten Schwertern dar. Noch eine Weile musterte er den Anhänger auf seinem Bett sitzend ehe er sich dazu entschloss seine Sachen zu packen und mit seinem Pferd weiter nach Secomber zu reisen.
26.09.2008 14:51:46
Aw: Die alte und die neue Heimat (Andyneth) (#16630)
Andyneth
[b]Die nördlichste Stadt der westlichen Herzlande,[/b]

Secomber, endlich erkannte er die dicken Steinmauern die schützend eine der größten Handelsstädte dieser Region umgaben. Langsam verlies er den alten Reisepfad auf seinem Hengst und näherte sich dem Stadttor auf der angelegten Pflasterstraße. Vor den Toren lagerten Truppen der Tiefwasser Legion und redeten mit Vertretern der Garnison. Langsam saß er ab und bahnte sich mit seinem Pferd einen Weg durch die Menschenmenge die mit allerhand Waren auf den Markt wollten. Es roch nach frischen Brot und Käse als er einen Karren der von einem Bauern und seinen Knechten gezogen wurde vorließ ehe er sich der Gruppe anschloss.

[color=#FF0000]„Die Bedrohung durch die Orksplünderer wurde beseitigt die Legionen Tiefwassers trieben sie weiter hoch in den Norden und es ist nur noch eine Frage der Zeit bis sie alle ihren Schwertern erliegen!“[/color] verkündete ein Mitglied der Stadtwache kurz hinter dem Tor um ihn bildete sich eine kleine Menschentraube die seinen Worten lauschte. Andyneth schob sich weiter durch die Leute ehe er in eine der Seitengassen abbog. Das Gerede der Leute auf der Hauptstraße wurde immer gedämpfter und schließlich von einem lauter werdenden hämmern abgelöst. Ein altes verrottetes Schild hing über einem Haus und darauf war ein Hufeisen abgebildet. Er schmunzelte leicht und ging mit seinem Pferd durch den kleinen Torbogen in den Innenhof des Gebäudes. Es roch nach heißem Eisen und Schweiß, ein alter Greis bearbeitete ein Stück heißes Metall am Amboss. [color=#000080]„Der alte Gunthar immer noch im Geschäft?“[/color]
Gab Andyneth schließlich von sich.

[color=#825900]„Sie liefen schon einmal besser Fremder aber woher kennt ihr meinen Namen?“[/color] fragte der alte Mann ohne sein tun zu unterbrechen. [color=#000080]„Ich war früher manchmal hier wenn mein Vater sein Pferd beschlagen musste. Heute bin ich hier um es zu beschlagen.“[/color] Gunthar hämmerte noch ein paar Mal das Hufeisen zu Recht und lies es danach ohne Umschweife in einem Eimer mit kalten Wasser abkühlen ehe er mit einem lächeln aufsah. [color=#825900]„Ah alte Kundschaft tut mir Leid ich erinnere mich nicht mehr an jeden Kunden auch wenn es früher hier besser war. Ich kann euch euer Pferd bis heute Abend fertig beschlagen wenn ihr wollt das wurde mit Verpflegung und Unterbringung des Pferdes 30 Silberlinge machen.“[/color] Andyneth schmunzelte leicht in sich hinein als er einem jungen Knaben die Zügel des Pferdes übergab der aus der Stallung kam. Gunthar war wirklich schon ins Alter gekommen, kein Wunder das er sich an den kleinen Andyneth nicht mehr erinnerte der ihm früher des Öfteren zur Hand ging.

[color=#000080]„Heute Abend, gut und hier für deine Mühen.“[/color] Dabei gab Andyneth ihm die doppelte Anzahl an Münzen. Das Geschäft schien bei ihm momentan nicht gut zu laufen und so konnte er sich auch in gewisser Weise für früher bedanken. Er verlies den Innenhof wieder und schlenderte eine Weile durch die Gassen. Wer wusste auf was er achten musste erkannte schnell das hier nur oberflächlich die Stadtwache für Ordnung sorgte. Überall sah man die Zeichen und Hinweise des schwarzen Netzwerkes. Ein Großteil des Handels wurde hier von ihnen kontrolliert die Preise festgelegt und sie unterhielten hier ebenfalls Teile ihrer Privatarmee. Er kam bei einem Treppenabsatz und einem kleinen Gittertor an. Der Friedhof lag auf einem kleinen Hügel und war umringt von den traumhaften Gärten der Stadt die in diesem Gefilde in aller Munde waren. Andyneth musste nicht lange zwischen den Gräbern umherwandern. Ein Stein aus Marmor ragt am Kopfende des Steingrabes aus dem Boden.
[b]
Hier ruht Isendir Dunkelherz,

Treuer Diener unseres Herrn,
Vorbild seiner Getreuen, und
Fürsorglicher Vater und Ehemann.

Mögen seine Taten uns allen ein Vorbild sein,
und seine Seele an der Tafel unseres Herrn
einen guten Platz finden.[/b]

Las Andyneth nachdenklich wirkend die Inschrift des Grabsteins, und hockte dabei regungslos davor. Nach einer kleinen Ewigkeit brachte er gedämpft hervor. [color=#000080]„Ich bin hier
Vater,.. es tut mir Leid das ich dein Grab niemals besuchte. Doch ich brachte es nie über mein Herz.“[/color] Dabei strich er vorsichtig die Worte mit dem Finger nach und musterte den Stein eine Weile genauer. In der Ecke des Grabsteines befand sich das selbe Symbol wie auf dem Anhänger den er von Danared bekam. Er zog die Kette unter seinem Kettenhemd hervor und drehte und wendete sie in seinen Händen dabei entdeckte er eine Gravur auf der Rückseite.

[b]Eure Freunde sind die meinen,
sie mögen stets erwartet in meinem Heim,
Ich will euch allezeit treu und gegenwärtig sein,
Bis auf den letzten Tropfen Blut meiner Sippschaft,
mit Schwert und Herz Eure Belange Verteidigen.[/b]

[i]Unsere Familie diente seit jeher einem Herrn, wir alle schlugen dieselben Bahnen ein und dienten in Tyrannos Reihen als getreue Waffenmeister. Vielleicht war es gut das ich mein Schicksal nicht hier suchte sondern woanders[/i] dachte Andyneth sich. Er steckte die Kette zurück unter das Metall. Dabei fiel sein Blick auf Lydyas Zopfring den er seit Beginn seiner Reise nahe bei sich trug. [color=#000080]„Es war schön wieder hierher zu kommen aber ich muss dorthin wo ich hingehöre und das ist nicht hier.. sondern auf Amdir..“[/color] sprach er leise an das Grab gewandt. Er zog aus seiner Gürteltasche ein schwarzes Stirnband und legte es auf den Grabstein ehe er sich abwendete und in der Abenddämmerung verschwand. Er suchte nach seinem Pferd ehe er sich auf die Rückreise machte.
17.05.2010 19:23:30
Aw: Die alte und die neue Heimat (Andyneth) (#38278)
Andyneth
[b]Im Krähenforst[/b]

Mit nachdenklicher Miene lies er das Südtor hinter sich, mit einem sachten nicken verabschiedete er sich von den letzten Gardisten ehe er das Gefälle zum bedrohlichen Forst hinabstieg. Die Sonne stand noch ziemlich hoch wenn auch gleich nicht sonderlich gut erkennbar ob der dichten Aschendecke die sich um die Bäume gelegt hat. Er atmete einmal tief durch, so bedrohlich der Forst auch sein konnte es gab kaum einen Ort auf der Insel wo die Luft noch so rein war. Mit einer Handbewegung und den leisen Geräusch von übereinander reibenden Metall glitt die Umhangspange auf die sich nach einem kurzen enger legen des Stoffes ebenso schnell wieder schloss. Es war noch sehr kühl für die wärmer werdende Jahreszeit manche Abergläubischen würden es wohl als ein schlechtes Omen bezeichnen. Der Fußmarsch zog sich in die Länge den auch wenn der Krähenforst kahl und trist wirken mag ist er kein Ort der totes Holz beherbergt. Er wächst und gedeiht jeden Tag und die Flora und Fauna hat sich an die nähe zu Kar´Sabbásh gewohnt und die Eigenheiten des Vulkanes wohl akzeptiert. Immer wieder stieß der Heermeister auf Relikte aus dem valvecanischen Krieg der auf diesem Boden zum ersten Mal die Schlacht auf eigenes Gebiet trug. Gesplitterte Äxte, schartige Schwerter geborstene Schilde und vor sich hin rostendes Rüstzeug kreuzen immer mal wieder seinem Pfad. Aber auch andere Begegnungen fanden sich gegen Ende seiner kleinen Reise, wildes Getier zu meist größeres Ungeziefer, Githyanki die einstigen Herren dieser Insel jetzt nur noch ein Schatten ihrer selbst. Während sie in ihren Ruinen tief unter dem Vulkan vor sich hin vegetieren, ihr einstiges Königreich nur noch bekannt unter dem Namen das verlorene Königreich. Und nur noch in geringer Zahl strömten weitere Truppen aus den fremden Ebene in der ihre Heimat Tu'narath lag. Aber immerhin noch genügend um die Kräfte zerrenden Scharmützel aufrecht zu erhalten die Valvec niemals das Wort Frieden erkennen lassen wird. Schließlich lichtete sich der Wald und die südliche Küste lag vor ihm der Duft des Salzwasser lag in der Luft und in der Ferne konnte man Segel des ein oder anderen Schiffes erkennen das auf die Insel zusteuerte. Es dauerte noch etwas ehe er das Ziel seiner Wanderung erreichte, die Erde unter seinen Stiefeln wurde weicher und die ersten Grabsteine konnte er bereits erkennen. Viele Tote Ruhen hier, das Leben in dieser bedrohlichen Umgebung fordert Opfer. Opfer die in der Bevölkerung lagen, Opfer die unter seinen Truppen lagen aber auch das Grab von Verrätern so unehrenhaft sie im Leben waren verdienten sie dennoch eine anständiges Grab.

Langsam wanderte er zwischen den Grabsteinen umher wohl einen bestimmten suchend. Schließlich hielt er vor einem Grabstein inne der etwas abseits stand und ging davor in die Hocke. Schweigsam begann er über die feine Grabinschrift zu streichen, die Lettern darauf langsam wiederholend aber ohne das ein Ton seinen Lippen entweicht. Vorsichtig holt er einen Ring aus seiner Umhängetasche und gräbt mit der freien Hand eine kleine Mulde in das Grab. In jene Mulde legt er das feine Geschmeide aus Silber auf dem filigrane dunkelelfische Lettern zu erkennen sind. Einen Moment hält er noch inne ehe er mit den Worte [color=#0000BF]„ V'dre wun Gre'as'anto Abbil.“[/color] das Schmuckstück wieder mit Erde bedeckt und sich dabei erhebt. [color=#0000BF]„Unsere Gespräche fehlen mir oft.. Waffenbruder.. ich habe viel von dir gelernt ebenso wie du von mir.“[/color] waren seine Worte ehe er das Grab wieder verlässt und ein weiteres ansteuerte. Er verweilte über längeren Zeitraum still an jenen Grabstein den er selbst mit finanzierte ehe er sich mit jenen Worter wieder auf den Rückweg machte. [color=#0000BF]„Selbst im Tod Kassandra ziehen eure Überreste noch viele Aasgeier an.“[/color]
13.12.2010 19:01:54
Aw: Die alte und die neue Heimat (Andyneth) (#45048)
Andyneth
[i]Eine ruhig Nacht sollte es sein doch wie so oft im Leben kam vieles anders als erwartet. Zuerst nur ein Störenfried der die Ausgangssperre missachtete und von einem Gardisten abgeführt schlug die Stille in wenigen Stunden zu einem lauten Gewirr aus Stimmen um der schließlich in einen Tumult endete. Verräter waren sie alle samt, erhoben Sie doch ihre Waffen gegen jene Gewalt die für Ruhe und Ordnung sorgen sollte innerhalb der Mauern Valvecs. Eine neue Ära müsste anbrechen und ihre Taten dienen dem wohl des Volkes und seiner Lordschaft nannten sie ihre fadenscheinigen Beweggründe für ein aufbegehren. Oder doch eher mit dem Wort Aufstand und Rebellion gleich zu setzen nichts anderes war es was sie Taten.[/i]

Sachte strich er sich dabei über die Stirn und weiter durch das dunkle Haar das heller werdende Licht zeigte von dem noch frühen Tag welcher durch die dichte Asche schwer als solcher zu erkennen war. Rauch stieg noch immer aus dem Trümmern der Unterstadt auf und kräuselten sich in allerlei Facetten gen Himmel.. bildeten gar Muster bei näherer Betrachtung. Ein tieferes einatmen der Morgenluft lies ihn kurz inne halten, der Brustkorb schmerzte dabei noch zu sehr als würden sich tausend kleine Nadeln in jener Seite befinden.
[i]
Dabei schweiften seine Gedanken wieder zu der letzten Nacht. Als von allen Seiten die so genannter Retter kamen. Aus den kleinsten Löchern aus den verstecktesten Winkeln und Gassen kamen sie heran gekrochen in Aussicht auf große Beute. Nichts anderes konnte man in den Augen mancher lesen die sich so sehr um das Volk scherten und die anderen.. verblendet oder einfach nur dumm .. es lief auf das selbe hinaus. Profitiert hatten in jener Nacht nur wenige vielleicht die Redelsführer .. Krown.. und dieser Mortensen.. den Einwohnern brachten sie jedoch verderben und erlaubten dem wahren Feind sich offen zu zeigen und uns seinen Kampf aufzuzwingen.[/i]

Ein leises krachen der bröckelnden Gebäudemauer unterbrachen dabei sein gedankliches Resümee kurzfristig als jener zu Boden ging. Ein Opfer der heißen Flammen die in jener Nacht brannten. Das ungenannte Konzil.. Die Schule der verbotenen Künste und die Gebäude der Handwerker litten stark unter den unheiligen Zaubern dieses Miststücks. Er hörte das klirren der Schwerter der übenden Wachen in der Oberstadt den Ort wo er den Großteil der schwarzen Garde einstweilen versammelte. Immerhin war die Möglichkeit eines erneuten Angriffes von Saroka oder gar der „Rebellen“ nicht ausgeschlossen.

[i]Wieder entstand in seinem Gedankenspiel das Szenario der letzten Nacht der Auftritt des Tieflings.. Saroka.. wie ihm später mitgeteilt wurde. Hochmütig.. von ihrem Sieg eingenommen .. sollte man sich ihr anschließen der neuen Herrscherin Valvec.. dabei entglitt ihm nur ein höhnisches lachen.
Er hatte seinen Platz.. er hatte seine Beweggründe um für seine Seite weiter zu streiten und mit Honkar an seiner Seite und seiner Garde im Rücken war es sogar eine gewisse Herausforderung.. gewesen. Dabei sah er seine magische Klinge Quelsaruk Velve durch Leiber gleiten ihre magischen Blitze durch die dunkle Woge aufblitzen. Aber auch ebenso Klingen die sich durch die Arandurplatten seiner Rüstung schoben. Äxte und Streitkolben wie sie das Metall verbogen und schließlich jene Klinge die in einem ungünstigen Moment von der Seite auf seinen Schwertarm hinabsauste. Das innerliche krachen als die Knochen nachgaben.. [/i]

Dabei zuckte er etwas zusammen und sah sich erneut in der Nähe seines Platz am Geländer zur Unterstadt um. Keiner schenkte ihm seine Aufmerksamkeit oder sprach ihn an im Laufe des Tages.. es war gut so.. dabei schweifte sein Blick zu seinem Schwertarm der in schwarze Stoffbandagen eingewickelt und darunter auch nicht sichtbar geschient war. Er war Stolz und gab sich vor der Garde keine Blöße das sollte auch weiterhin so bleiben. Er hörte das Getuschel das im Schatten um sich ging man hörte ihn gestern in seinem Zimmer wüten. Als er seine Rüstung ablegte und laut grollte. Doch wagte es niemand mehr zu riskieren als nötig und so blieb sein hitziges Gespräch mit Isanja wohl eher ungehört.

Nachdenklich rieb er sich mit der Linken über den Nacken und schweifte noch einmal zu dem Gespräch mit Infernael und seiner … Aufgabe..

[color=#BF0000]„Wo soll ich nach dir suchen Saroka..“[/color] murmelte er mehr im Gedanken zu sich selbst .
15.12.2010 19:25:27
Aw: Die alte und die neue Heimat (Andyneth) (#45128)
Andyneth
[b]Wohin des Weges dunkler Krieger?[/b]

Die Wunden heilten langsam für seinen Geschmack zu langsam vor allem sein Schwertarm machte ihm Probleme. Rasche Bewegungen bereiteten ihm stechende Schmerzen im Unterarm und seine Motorik war noch deutlich eingeschränkt. Auch wenn es zum Teil seine eigene Schuld war immerhin ist er immer wieder darauf versessen so bald wie möglich seine Übungen wieder aufzunehmen. Derzeit nur mit der Zweithand bestimmt dürfte es für die meisten Aufgaben ausreichend sein doch sah er sein derzeitiges Handicap Zähne knirschend ein. Vorsichtig breitete er die große Karte der Insel aus die er für gewöhnlich nur nutzt wenn er größere Unternehmungen plant. Wobei sein kommendes Vorhaben den vergangenen um nichts nach zu stehen scheint. Sogar deutlich schwierig erschien als sonst, dabei schweifte seine Blick kurz zu seinem verbundenen Arm der ruhig auf seinem Oberschenkel ruhte ehe er weiter schweifte.

[color=#800000]„Wo bist du nur...“[/color] murmelte er dabei wieder einmal vor sich hin und begann mit dem Zeigefinger der gesunden Hand langsam über den Stoff zu streifen eher planlos und willkürlich wobei sich seine Stirn sachte in Falten zu legen schien. Er überquert auf der Karte die große See Richtung Hauptinsel weiter Richtung Mirhaven. [color=#800000]„Undenkbar.. aber möglich ich könnte herausfinden ob in der Nacht ein beschädigtes Schiff einlief..“[/color] Wenig später wanderte sein Finger weiter Richtung Zackenbucht wo er vor langer Zeit einmal das geheime Piratenversteck einzeichnete und tippt kurz mehrfach auf jene Stelle. [color=#800000]„ Ebenso eine Möglichkeit wohin sie geflüchtet ist..“[/color] doch biss er sich sachte auf die Unterlippe und begann für einen Moment darauf herum zu kauen wohl wissend das sich in jener Gegend schwerlich etwas herausfinden lies. Beide Stellen markierte er mit einem Kohlestift und notierte sich darauf eine eins ehe er einige andere Stellen mit einer zwei markierte. Die Südküste, der Leuchtturm Ansgard, die Adlerküste.

Langsam fuhr er sich mit der Hand durch sein Haar und strich jenes somit etwas zurück, ein kurzes durchzuatmen das brauchte er seine Aufgabe schien zu weitgreifend zu sein. Vermutlich wäre sie schon über alle Berge ehe er nützliches herausfinden könnte. Doch sein Wort galt er kehre erst zurück wenn er diese Saroka mit sich führen wurde. Dabei faltete er die Stoffkarte wieder und begann jene in seine Tasche zu stecken. Sein Blick fiel dabei auf den dunkel schimmerten Griff seines Schwertes das unweit an einer Kommode lehnte. [i]Verlockend,..[/i] dachte er für einen Moment und bewegte sich darauf zu sein bandagierter Schwertarm schloss sich um den Knauf jener magischen Klinge und wie von selbst schien sie aus dem Halfter gezogen zu werden.

Kurz zuckte er zusammen als das zwar für gewöhnliche leichte Gewicht vollends auf dem Arm lag. Ein spannen, ein leichtes ziehen... vorsichtig bewegte er sein Armgelenk und wollte zumindest so die Klinge kurz um selbiges kreisen lassen. Welches das Vorhaben mit einem zittern quittierte das sich über den ganzen Unterarm hinwegzog und noch ehe er die Waffe zurück in den Halfter stecken konnte unterbrach sein Vorhaben ein stechen das ihm sogar kurzfristig den ein oder anderen Schmerzlaut entlockte. Mit Hilfe der Linken gelang es ihm schließlich Quelsaruk Velve zurück in seine Schwertschneide zu bugsieren ehe er sich selbige etwas ungelenk umlegte und das Zimmer verlies.
10.07.2011 02:35:49
Aw: Die alte und die neue Heimat (Andyneth) (#49452)
Andyneth
[b]Dunkle Schleier, finstere Nacht[/b]

Zeit vergeht wie im Flug wenn man sie nicht missen will und kriecht vor sich hin wenn sie einen quält. Der dunkle Schleier legte sich schon vor einer Weile über das Grenzgebiet der Wüste und weit und breit war niemand zu sehen. Wer sollte sich auch schon zu solch einer Zeit an einem derartigen Ort aufhalten unter Tags ist Sonne und Sand dein Feind des Nachts Kälte und Wind. Zwischen den Ruinen der zerfallenen Grenzbefestigungen brannten kleine Feuer die Wind und Kälte entgegenwirken sollten und so manches Getier fern hielten. Und wer ganz genau hinhört vernahm surrende Geräusche mit seinen Ohren. Ein Krieger mochte es deuten können als würde feinster Stahl die Luft zerschneiden und der Klang selbige leicht zum vibrieren bringen. Während sich zwischen dem Schein der Feuer ein Schatten bewegte wobei jede Bewegungen ein scheppern der schweren Panzerung nach sich zog die sich unter einer Stoffschicht verbarg und sich mit dem schneiden der filigranen Klinge mischte die gekonnt um das Handgelenk wirbelte.


[b]Die Gedanken[/b]

[color=#BF0000][i]„Wie kann ein Leben nur dazu führen ein Alptraum zu werden“[/i][/color] dabei hielt die Gestalt in seiner Bewegung inne und ging in der Nähe eines der Feuer auf ein Knie. Dabei pfiff der Stahl des Schwertes auf als die Spitze mit einer routinierten Handbewegung gen Boden geführt wurde und sich der Griff um den Knauf enger schloss. In der ferne hörte man die Laute der Wyvern, und das lauter werden des Windes der über die Dünen wanderte. [color=#BF0000][i]„Ein Leben das viel kostete um es zu erreichen und sie zu erreichen.“ [/i][/color] Wobei die Schwertspitze eine feine Linie durch den Sand zog. Und worauf eine raschere Bewegung folgte die das Schwert hochriss und zu einen Bogenförmigen Schlag von links nach rechts ausholte. Rasch war sie wieder auf den Beinen Hieb mehrfach nach vorne ein, immer weiter einem Feind nachsetzend der Augenscheinlich nicht vorhanden war. [color=#BF0000][i]„Und nun wird alles aufgelöst, ein Bund den man einging.“[/i][/color] Wobei die Klinge nach vorne rutschte in der Hand bis die Spitze in Richtung Boden wies und mit einem kraftvollen Stoss die Waffe unter der Achsel nach hinten zu stach. Ein schnelles herumwirbeln folgte daraufhin ebenso wie zwei rasche Hiebe mit der freien Hand die zu einer Faust geballt war. Das Geräusch der Wyvern kam näher wurde lauter, manch Feuer erlosch und glimmte nur noch vor sich hin. Ein erneutes pfeifen, wieder war es der Stahl der herumsauste, die Luft vor sich teilte. [color=#BF0000][i]„Und jetzt verschwinden ohne ein weiteres Wort“[/i][/color] Der Sand unter den Stiefeln wirbelte bei der raschen Drehung am stand auf.

[b]Die Wyvern[/b]

Und als die Gestalt die Drehung vollendet hatte standen zwei dieser Biester vor ihr, lange ledrige Flügel, spitze dolchähnliche Zähne ragten aus deren Mäuler und beide verströmten einen fauligen Atem der nach Verwesung roch. Ein langsames Abtasten begann, ein lauern auf den geeigneten Moment um zu zustoßen die Beute zu erlegen. Das erste Geräusch das diese Stille Belauerung unterbrach war das schleifen einer zweiten Klinge die gezogen wurde und das magische knistern das von ihr ausströmte. Ein erster Aufschrei einer Wyver lies den Tanz beginnen. Einige rasche Schritte ein Satz die Gestalt landete auf einem der Mauerreste und begann den erste Angreifer mit wirbelnden Klingen zu empfangen. Magische Blitze knisterten Lautstark, der Geruch von verbranntem Fleisch durchzog die kalte Nachtluft bei jedem Treffer den das Biest einstecken musste. Das peitschen der Schweife an deren Ende sich ihr Giftstachel befand behielt sie mit der zweiten Klinge auf Distanz und wurde geschickt durch eine Drehung oder ein darunter Ducken ausmanövriert. [color=#BF0000][i]„Bin ich zu stolz sie zu suchen?“[/i][/color] ein Ruck ging durch den Schwertträger als die Mauer unter ihm nachgab und er nach unten schlitterte. Das Gewicht wurde nach vorne verlagert eine Rolle folgte und mit dem Schwung des Abrutschens befand er sich kurz darauf unter einem der Wyver wieder und stieß die Klingen von unten in dessen Magen. Ein unheimvolles Aufschreien war die Folge ehe mit einem Ruck zwei klaffende Wunden aus dem Leib gerissen wurden und sich die Gestalt mit einer weiteren Drehung und einer Parade gegen das Maul des zweiten erwehrte. Das leblose zusammensacken des anderen deutete das erlöschen dessen Lebensgeister an. [color=#BF0000] [i]„Fürchte ich ihre erneute Ablehnung?“[/i][/color] Langsam schritt der Schwertträger auf den zweiten Wyver zu der nach einiger Überlegung den Rückzug als bessere Lösung vorzog.

[b]Telodur war nicht mehr weit.. die Zweifel.. die Fragen.. blieben.[/b]
09.12.2011 13:00:59
Aw: Die alte und die neue Heimat (Andyneth) (#53844)
Andyneth
[u][b]Ersten Schritte, Neuer Weg[/b][/u]

Folgende Zeilen werden sich in den jüngsten Aufziechnungen von Andyneth wiederfinden.

[quote][b]Prolog:[/b]

Ein steiniger Weg,
der von mir gewählte Weg ist ungleich schwieriger als meine alten Pfade, es gab klare Linien darin die Fortschritte überschaubar.. die Ziele der einzelnen Etappen ersichtlich. Jener wirkt gerade zu dunkel und schemenhaft einzig das große eine Ziel leuchtet in weiter ferne gerade soviel das es einem Hoffnungsschimmer gleicht, aber eventuell täusche ich mich und der Schimmer stellt sich am Ende nur als Irrlicht heraus. Die letzten Monde und Zehntage beschäftigte ich mich damit zumindest etwas Klarheit darin zu finden, mehr zu verstehen über jene Wesen die mich in den kommenden Umläufen beschäftigen werden. Ich Maße mir nicht an hier etwas niederzuschreiben, das für das öffentliche Ohr bestimmt ist. Vermutlich würden mich viele Experten über dieses Gebiet sollte es darin all zu viele geben, belächeln.

[b]Beweggründe[/b]

Meine Gründe, ich denke es hat einen Sinn hier festzuhalten was ausschlaggebend war für meine Entscheidung meinen alten Posten zu verlassen. Valvec und die Garde waren für mich über Jahre ein zu Hause eine Aufgabe an der ich gewachsen bin. Es war nicht der Ruf, der Sold der mich bewog viel mehr die Möglichkeit nicht nur Entscheidungen für den einzelnen zu Treffen sondern wirklich Verantwortung zu tragen. Das ich für einen Herrn meinen Dienst leistete dessen Vorfahren die Neun Höllen bewohnten störten mich nicht, vielleicht weil ich zu meinen Anfängen doch etwas naiv war. Doch ich bereute die Entscheidung nicht bis zuletzt. Der Ruf der Infernael vorraus eilte, war mehr Schall und Rauch. Eine Bestie, eine Schlächter ohne Herz und Verstand.. keines von beiden traf in Wahrheit zu. Durch Ihn lernte ich das es wichtig ist das eine Ordnung besteht, klare Strukturen vorhanden sein müssen und das es auch eine Bereitschaft für Opfer geben muss damit seine Stadt.. unsere Stadt den Widrigkeiten trotzen konnte. Ich sah lodernde Blicke, hörte wütende Worte die jedoch alle dem einen Grund dienten etwas aufzubauen, vorhandene Übel zu vernichten und sich den Abgründen der Abyss zu erwehren. Der Weg den ich jetzt wählte erlaubt mir meinen Glauben an die Ordnung zu behalten, gegen jenes Übel zu kämpfen das über jenen Zwist dieser Welt zu stehen scheint, den ob Licht oder Schatten vom Chaos wird alles verschlungen das sich ihr nicht erwehrt. Und selbiges kann ich durch meine bisherigen Erfahrungen mit diesen Wesen durchaus berichten.

[b]Der Ursprung[/b]

Kenne deinen Feind, lerne wie er lebt und organisiert ist.. ein alter Spruch unter Soldaten und Kriegern. Durchaus berechtigt auch wenn es in meinem Fall wohl törricht wäre davon auszugehen diesen Feind jemals zu verstehen oder gar zu ergründen.
Doch versuche ich hier jenes Wissen zusammen zu fassen das aus meiner Sicht wohl einen Funken Wahrheit enthält. Dämonen sind keinesfalls natürlichen Ursprungs, sie haben weder den Drang zu Essen, noch zu Atmen. Sie bedürfen keinen Schlaf keiner Ruhe, und ihre Aufgabe ist einfach, ihre Natur .. ihr tiefster Antrieb gebietet Ihnen Chaos zu verbreiten. In unserem Fall die Existenzebene wie wir sie kennen aus dem Gleichgewicht zu werfen, die Welt bis ins Mark zu erschüttern und dabei ist Ihnen jedes Mittel recht.Sie drängen darauf die Abyss aus der sie geformt werden zu verlassen und jede schwache Stelle zwischen ihrer Welt und der unsrigen ist Ihnen dabei ein wilkommenes Geschenk um das Chaos zu verbreiten. Ich möchte mir gar nicht vorstellen wie viele dieser Wesen auf den unendlichen Schichten der Abyss ihr unwesen treiben, vermutlich würde es sich dabei um eine nie enden wollende Flut an Bestien handeln die wir uns in unseren schlimmsten Alpträumen nicht vorstellen würden.

[b]Das Auftauchen auf der materiellen Ebene[/b]

Meinen bisherigen Wissenstand betrachtet gibt es eine durchaus beachtliche Zahl an Möglichkeiten wie jene Wesen unsere Existenzebene betreten können. Der wohl logischte und durchaus beunruhigenste Grund ist jener des Rufs, der durch arkane Begabte ausgesprochen wird. In der Hoffnung sie können über jenes Chaos gebieten, für viele Magier endet jenes unterfangen jedoch nach kurzer Zeit mit ihrem Ableben während der Dämon das tut wofür er geschaffen wurde. Zu Morden.. zu schänden zu terrorisieren.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin stellen zu finden an der die Grenzen zur materiellen Ebene und der Abyss möglichst dünn ist. Sie jenen Ebenenwechsel dadurch vollziehen doch scheint auch der Abgrund selbst die Möglichkeit zu haben sollte es ihm gelüsten die Welt ins Chaos zu stürzen oder er Gerufen werden ein Ebenenportal zu öffnen durch den eine größere Zahl an Dämonen gelangt. Des weiteren wird davon berichtet das jene Dämonen die es geschafft haben die Abyss hinter sich zu lassen darauf bedacht sind weitere Artgenossen den Übergang zu ermöglichen. Weshalb ein rasches Ableben des Wesens durchaus Wünschenswert wäre.[/quote]
23.12.2011 22:14:44
Aw: Die alte und die neue Heimat (Andyneth) (#54422)
Andyneth
[quote][b]Das Vorhaben - Sind gute Vorsätze ausreichend?[/b]

Diese Entscheidung fiel mir nicht leicht, ob mein Vorhaben ein Fehler sein wird kann ich aus der momentanen Sicht nicht sagen. Ein Wagnis.. ein gefährliches Wagnis ist es auf jeden Fall doch sehe ich nur diese Option um wahrhaftig in meine neue Rolle schlüpfen zu können.Ich muss aus erster Hand lernen auch wenn das in diesem Fall einem Spiel mit dem Feuer gleicht. Vermutlich halten mich jene für verrückt die ich bisher in dieses Vorhaben eingeweiht habe,.. wie auch jene denen ich noch davon berichten werde. Ich bin jedoch keines Falls ein Naar und weiß das ich der Abyss nur nach sorgfältiger Planung einen Weg in unsere Ebene weißen darf.

[b]Der richtige Ort
[/b]
Die Wahl des richtigen Ortes ist ein essenzieller Teil für den Erfolg des Vorhabens, er sollte abgelegen sein zum einen damit das Ritual und die darauffolgende Zeit in der, der Tanari auf unserer Ebene verweilt ohne Zwischenfälle abläuft zum anderen die Gefahr für die Städte geringer zu halten sollte es zu Problemen kommen. Ausserdem denke ich würde bei einem Entdecken dieses Rituals wahrhaftig die Hölle los sein was ich gerne vermeiden würde.

Auf meiner Suche bin ich auf eine geeignete Höhle gestossen früher vermutlich eine kleine Schmugglerhöhle nahe der Küste heute ein verlassener Ort. Es gibt mehrere Punkte die sich für diesen Ort aussprechen. Eine abgelegene Lage, vorhande Türen die es nur für dieses Vorhaben passend auszustatten gilt, eine eigene Wasserversorgung und die Übersichtlichkeit.

*Darunter befindet sich eine Skizze der Höhle auf der einige Stellen markiert sind*

[url=http://www.imagebanana.com/view/2p4wglpo/Unbenannt.jpg]Skizze[/url]

Meine bisherige Idee dieses Ortes betreffend sehe wie folgt aus zuerst werden die vorhandenen Türen mit Stahl verstärkte und schwere Eisen mit Schlössern angebracht und sie zusätzlich zu verbessern. Der eigentliche Aufenhaltsbereich bietet ausreichend Platz für alle beteiligten und erlaubt genügend Abstand zu dem gerufenen Tanari. Es gibt darin einen Bereich an dem der Boden mit Granitplatten ausgelegt ist welche man ob der Zeit nur etwas auszubessern braucht. Ich denke diese Stelle wäre der passende Untergrund für das Ritual, ich verstehe mich nicht auf derartige Rituale dafür gibt es andere Leute doch weiß ich noch aus meiner Zeit auf Valvec das derartig mächtige Wesen mithilfe von Bannkreisen durchaus in Zaum gehalten werden können. Das selbe Prinzip würde ich auch in diesem Fall versuchen durchzusetzen.[/quote]
02.01.2012 14:59:47
Aw: Die alte und die neue Heimat (Andyneth) (#54671)
Andyneth
[quote][b]Das Schattengrab,[/b]

Die Gräber waren für mich immer ein Ort den es zu meiden galt,zu sehr waren mir die verlorenen Seelen die hier ihr da sein fristen unheimlich. Moderndes Fleisch und Knochen die ihrer Wege zogen. Man muss sein Glück nicht heraus fordern heißt es und unter Ihnen zu wandeln wollte ich bei besten Willen nicht. Dennoch überredete mich Isanja zu diesem Ausflug, in einem hatte sie Recht bis auf Grabräuber und die wandelnden Toten wäre das Abhalten des Rituals dort durchaus unauffälliger als meine andere Idee.
Meine einzige Sorge galt dabei jedoch sich vor den Blicken des Schattenprinz zu verbergen weshalb ich sein Reich nur ungern immer tiefer betrat. Wir brauchten eine kleine Ewigkeit ehe wir in einer großen Halle waren links und recht führte daran ein Gang entlang schwere Gitter versperrten den direkten Weg. Eine Rast wäre durchaus angebracht gewesen. Beinahe wirkte es so als ob wir das Tote Fleisch anziehen wurden. Als wären wir wie das Licht für die Motten. Und auch wenn sie alleine nicht die gefährlichste Bedrohung darstellten waren sie im Rudel umso gefährlicher. Jeder Hieb und jeder Schritt musste genau abgewogen werden um nicht zwischen ihren Zähnen zu landen. Immer wieder surrten Pfeile der Skelettschützen an einem vorbei und man konnte nur mit Mühe hinter der nächste Säule verschwinden und den Beschuss erwiedern. Und dann während wir uns den Gang nach dem letzten Gefecht genauer betrachteten oder besser gesagt Isanja und ihre Adleraugen fiel ihr etwas sonderbares auf ein Skelett das zwischen dem Mauerwerk und einer Statue eingeklemmt war. Etwas Kraftaufwand später fanden wir uns in einem Gang wieder ab der Hauptwege zwar wurden wir wieder von Untoten begrüßt doch das muss ich Isanja lassen haben wir wie ein eingespielten Paar Knochen zertrümmert. Dabei wusste ich wieder warum ich diese freche Schönheit liebe.

Der Raum dahinter war beinahe perfekte schwere Steintüren genügend Freiraum und noch ein schmaler Gang dahinter. Wir verbrachten die Nacht sollte es so gewesen sein dort um unsere Kräfte zu schonen für einen Weiterweg. Oder gar den Rückweg das sollte sich noch weißen, zur Vorsicht versperrten wir die Türen und legten noch die ein oder andere Falle aus.[/quote]