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02.08.2008 19:31:22
Eine Magierin aus Thay (#14388)
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[color=#FF0000]"Du musst nun gehn"[/color], sagte Serna Ashby schließlich zu ihrer langjährigen Schülerin und zeigte dabei ein ganz dünnes Lächeln. Vanta Arsen verbeugte sich kurz; Serna nickte nur knapp. [color=#FF0000]"Du weist ja, was du zu tun hast."[/color] Die ältere Dame in dem roten Gewand drehte sich um und verließ den Steg. Vanta blickte ihr noch eine Weile nach, dann bestieg sie das Schiff. Zwei Sklaven hatten schon ihre Sachen verstaut. Sie richtete sich in ihrer Kabine ein und gab bescheid, dass sie nicht gestört werden wollte. Dann nahm sie einen großen und dunklen Folianten und begann zu lesen.

Das Schiff fuhr mehrere Wochen auf hoher See, bis es schließlich den Hafen von Mirhaven erreichte und dort vor Anker ging. Vanta Arsen veranlasste das ihre Sachen in das beste Gasthaus der Stadt gebracht werden und verließ dann in schlichter schwarzer Robe das Schiff (das ihr zustehende Rot hatte sie zur Sicherheit in einem Bäutel versteckt - man konnte nie wissen). Sie beachtete den Kapitän und seine Manschaft nicht und verließ hoch erhobenen Hauptes das Schiff.

Nach ein paar Schritten blieb sie dann stehen und schaute sich um. Das war sie also, die Insel von der Serna gesprochen hatte. Hier hielt sich das kleine Miststück also auf.
(Vanta wusste nur wenig von Than Ashby, dem Sohn ihrer Lehrerin. Doch sie wusste, dass er wahnsinnig geworden war, dass er die Familie verlassen hatte und hierher gekommen war um einen seiner teuflischen und wahnsinnigen Pläne zu verwirklichen. Ohne die geringste Gefühlsregung hatte Serna ihr aufgetragen ihn zu töten.) Dies war ein Grund, warum sie nach Amdir geschickt wurde.
Der zweite Grund war: Sie sollte Beziehungen knüpfen, welche der Schule und vor allem Serna Ashby in Zukunft nützlich sein könnten. Dafür hatte sie Vanta so viele Freiheiten wie möglich gelassen. Sie konnte praktisch machen, was sie wollte, solange sie ihr Ziel erreichte.

Mit abwertendem Blick sah sie sich am Hafen um. Überall betrunkene Seemänner, käufliche Damen und Ratten. Und es stank erbärmlich nach altem Fisch, Verwesung, Dreck und Schweiß. Angewiedert setzte Vanta ihren Weg fort, schlug hier mit ihrem Stock nach einem betrunkenen Matrosen, welcher sich ihr in den Weg stellte, trat hier nach einer Ratte, welche vor ihr den Weg überqueren wollte.
[color=#0000FF]"In ein schönes Drecksloch hast du mich da geschickt!"[/color], knurrte sie vor sich hin.