14.07.2008 14:19:19 | Ein Schritt nach dem .. (#13403) |
Vandil | [size=4][u][b]Die Reise ..[/b][/u][/size] [color=#000080][i]500 Münzen, kein weniger[/i][/color] murrte der Zwerg ihn an. Vandil schüttelte nur amüsiert den Kopf. Seit nun mehr einer Stunde versucht der störrische Zwerg ihm Gold ab zuknöpfen das er nicht einmal besitzt. Und obgleich der Elf es ihm schon etliche male erklärt hatte, ließ sich der Zwerg davon nicht beirren. Der Zwerg gehörte zur Besatzung der [i]Fliegenden Stute[/i] die von Tiefwasser aus gen Amdir ihre Ladung überführt. [color=#000080][i]Guter Zwerg, ich kann es euch zum 34 male erklären, ich habe 347 Goldmünzen in meinem Besitz, die ihr gerne für die Überfahrt bekommen könnt[/i][/color] sprach Vandil ruhig [color=#000080][i] Und ich kann euch versichern, das ich kein Hexer oder Magier bin der aus 347 Münzen, 500 machen kann[/i][/color] fügte er schmunzelnd hinzu. [color=#000080][i]Daher mein Angebot an euch, nehmt das Geld, lasst mich an Deck schlafen wenn ihr mögt, doch verweigert mir nicht die Möglichkeit auf dieses Schiff zu gelangen[/i].[/color] Der Zwerg deutet mit seinen dicken Armen und wurstigen Fingern auf das Schiff und blickte dann, beinahe schon verärgert, gen Vandil [color=#000080][i]Und ich sage euch nun zum letzten mal das die Überfahrt 500 Münzen kostet, egal wo ihr schlaft Spitzohr .. oder besser Schlitzohr, wie?[/i][/color] Er deutet dabei auf die Halskette die Vandil trug. Ein silberne Kette mit einem Gold / roten Anhänger der das Symbol der Göttin Celanil zeigt, ein feuriges Herz. [color=#000080][i]Ich denke das sollten die restlichen Münzen wert sein[/i][/color] murmelte er mit einem breiten grinsen. Und fürwahr, Zwerge grinsen von einem Ohr zum anderen wenn es im Einklang mit ihrer Gier steht. Der Elf schaute an sich herab, öffnete den Verschluss mit einem resignierenden Seufzer , und übergab dem Zwergen die Kette. Dieser deutete dann, mit seinen beinahe Baumstamm dicken Armen, auf das Schiff und konnte sich ein lachen nicht verkneifen. Vandil hingegen schritt unbeirrt seinem weiterem Weg entgegen und betrat die Fliegende Stute mit einem ungespielten , wissenden, lächeln. -- Tief atmete er die Meeresluft ein und schloss dabei, kurz ,die Augen. Mit beiden Füßen verlagerte er unmerklich sein Gewicht, so das er den Boden deutlich unter sich spüren konnte. Es war ein Genuss, stellte er für sich fest, endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, endlich wieder an Land zu sein. Kurz ließ er den Blick über das Schiff streifen mit dem er angekommen war. Die Besatzung war bereits damit beschäftigt die Ladung zu löschen, während die anderen Passagiere ihre Bündel packten um sich in die nächste Taverne zu begeben. Kopfschüttelnd betrachtete er das Schauspiel und er musste für sich feststellen, das er die Vorgehensweisen der kurzlebigen Rassen, niemals ganz verstehen würde. Wie konnte er auch, schließlich war ihm als Elf ein anderes, hoffentlich längeres Leben, bestimmt. Schmunzelnd griff er nach seinem Bündel und erfragte, bei einigen Händlern, welche Reisewege sicher zu begehen waren und welche man meiden sollte. Und bevor der Abend dämmerte war er bereits erneut unterwegs, doch dieses mal auf festen Boden, einen schritt nach dem anderen, unbeirrt seinem Ziel entgegen. Als er hinter sich einen Tumult aus Richtung Hafen zu vernehmen schien, lachte er kurz auf, verstaute das Symbol der Göttin Celanil, das feurige Herz, unter seinem Hemd. Er trug abermals das selbe, wissende, lächeln zur schau wie einige Wochen zuvor, als seine Reise mit einem ungemütlichen und gierigen Zwerg begann. [color=#000080][i]Da hat wohl jemand was verloren[/i][/color] flüsterte er leise zu sich selbst und blickte nicht zurück. |
15.07.2008 12:14:34 | .. die erste Nacht .. (#13440) |
Vandil | [size=4][u][b]Hoffnung auf dem Flaschenboden ..[/b][/u][/size] Er konnte das Feuer spüren das um ihn herum loderte. Ein Feuer das dem der Neun Höllen würdig wäre, brannte um ihn herum, eine Flut aus geschmolzenen Gestein und ätzenden Flüssigkeiten. Hilflosigkeit stieg in ihm auf, Panik übermannte ihn beinahe. Doch was sollte er machen, inmitten dieser Hölle? [i][color=#000080]Wieso bin ich hier? Wo bin ich hier? Bei allem was heilig ist, was soll das?[/color][/i] schrie er wieder und wieder, doch niemand antwortete. Dann, aus der ferne, ein grollen. Ein Tiefes, markerschütterndes Beben das den Elfen beinahe von seinen Füßen warf, dann wieder Stille. Ein Flüstern, ein Schreien, ein Tosen .. beinahe Wahnsinn überkam Vandil in diesem Moment und es ertönte nur eine Stimme in vielen Stimmen, viele Stimmen in einer .. ein Wort .. ein Satz .. ein Vorwurf .. [size=4][color=#FF0000] Verrat [/color][/size] . Dann fiel er ins Feuer .. schrie vor Qual .. .. und erwachte. Er saß aufrecht im Bett, sein Herz schlug wild und seine Augen suchten einen halt in der Dunkelheit. Er spürte den Nachtwind auf seiner Haut, der Schweiß der von seiner Stirn tropfte. Kopfschüttelnd setzte er sich an die Bettkante und beugte sich leicht vor. Das helle Haar fiel ihm dabei ins Gesicht und verbarg die schiere Verwirrung, über die Träume, die ihn nun des öfteren heimsuchten. Seufzend fuhr er sich durch sein Haar und richtete sich auf. Sein Blick ruhte auf einer Waschschüssel die auf einer Kommode neben seinem Bett stand. Stumm und in Gedanken schüttete er beinahe mechanisch das Wasser aus der Karaffe in die Schüssel und beugte sich über selbige. Sein Spiegelbild betrachtend murmelte er vor sich hin [i][color=#000080] Verrat .. [/color][/i] schüttelte dann den Kopf und schöpfte, mit beiden Händen, das kalte Wasser aus der Schüssel und benetzte sein Gesicht damit. Langsam stricht er dabei von seiner Stirn, über seine Wangen, zu seinem Kinn und verharrte eine weile. Seine Gedanken überschlugen sich und es schien beinahe so als ob er in einem inneren Dialog gefangen war. Mit leerem blick starrte er vor sich her und nur das knarren der Dielen, draußen auf dem Flur, entriss ihn aus seinen Gedanken. Kopfschüttelnd und mit einem aufgesetzten schmunzeln wendete er sich ,von der Kommode, ab und griff nach einer Flasche Wein, die ebenfalls auf der Kommode stand. Langsam setzte er sie an seine Lippen und trank. Er trank solange bis das helle Geräusch der Flasche, beim absetzen, verriet das diese leer war. Dann wand er sich ab, griff nach seinen Kleidern und zog sich an. Zuletzt zurrte er den Gürtel zurecht , legte eine Münze auf die Kommode und öffnete die Tür seines Zimmers. Er hielt kurz inne, blickte zu dem zerwühlten Bett hinüber und schüttelte abermals den Kopf [i][color=#000080]Wenn ich im Schlaf keine ruhe finden kann [/color][/i] murmelte er [i][color=#000080]dann vielleicht bei etwas anderem.[/color][/i] Er schloss die Tür hinter sich und ging den Flur entlang, die Treppe hinab und schon als er die Geräusche der Tavernengäste und das leben dort vernahm wich der harte Gesichtsausdruck und man erkannte die pure Zufriedenheit in ihm. Zufriedenheit die von Glas zu Glas größer wurde. |
17.07.2008 13:04:34 | Späte Einsicht .. (#13601) |
Vandil | [b][u][i]Selbstgeständnisse[/i][/u][/b] Erschöpft ließ er sich nieder sinken an diesem Abend. Die Ereignisse der letzten Tage und vor allem Nächte, zollten ihren Tribut. In Gedanken versunken blickte er starr an die Decke, dabei ließ er die Geschehnisse der letzten Tage an seinem geistigen Auge vorüberziehen. Seine Ankunft, die vereinzelten Gespräche mit den Bewohnern Amdirs, bis hin zu der Begegnung mit Horatio und dem vermeintlichen Abenteuer. Er konnte nicht fassen, wie sich die Dinge entwickelten und wie sehr er, sein eigentliches Ziel, aus den Augen verloren hatte. Er konnte nicht fassen wie sehr ihn dies, an das Leben erinnerte, aus dem er eigentlich entkommen wollte. War es sein Schicksal auf diesen Pfaden zu wandeln? [i][color=#000080]"Oh Celanil, was hast du mit mir vor?"[/color][/i] murmelte er leise, kaum hörbar und mit schierem wehklagen. Er richtete sich auf und setzte sich Rückens an die Wand. Er ließ seine Augen durch den Raum wandern. Eine Absteige, mehr nicht, einer Kammer gleich. Sollte so sein Leben verlaufen? Im Schatten auf seine Gelegenheit wartend? Er schüttelte den Kopf als wolle er diesen Gedanken verwerfen, doch es gelang ihm einfach nicht. Was war bloß aus seinem Stolz geworden, aus seinem inneren Feuer sein Leben in die Hand zu nehmen? War es gänzlich erloschen? Abermals schüttelte er den Kopf , fuhr hoch und blickte aus dem kleinen Fenster, das einzige in seinem Zimmer. Er beobachtete das hektische Treiben am Hafen an diesem Abend. Einige Matrosen zurrten die letzten Taue am Kai fest, andere taumelten bereits Richtung Taverne. Am Straßenrand standen üppig gebaute Dirnen die ihnen die Nacht versüßen und ihre Geldbeutel füllen wollten. In den Gassen jene die sich das Geld erbettelten oder einfach nahmen. Vandil betrachtete das ganze mit einem gewissen Ekel. Was suchte ER hier? War er so tief gesunken das er sich dem hingab? Beinahe wütend schlug er seine geballte Faust auf den Fenstersims und schüttelte immer wieder den Kopf. [color=#000080][i]"Nein"[/i][/color] murmelte er. Das war kein Leben das er führen wollte. Es ist eines das ihm auf erzwungen wird. Schicksal, Wille, Pech .. man mag es nennen wie man will, doch er schien erwacht aus seiner Lethargie. Er war ein Elf, kein Lump. Was hatte ihn zu einem solchen werden lasse? Er blickte zu den leeren Weinflaschen am Bettrand und schnalzte mit der Zunge, gefolgt von einem lachen. Es wäre so einfach es den Trauben zu zuschreiben, doch er wusste es besser, es war seine eigene Nachlässigkeit die vielen Jahre die ihn so haben werden lassen. Er schloss die Augen und atmete einige male durch. Dann zurrte er sein Bündel zusammen und war im Begriff zu gehen, als es an der Tür pochte. Stirnrunzelnd öffnete er diese. Vor ihm stand eine Junge Frau mit einem gewissen blick und einer Flasche in der Hand. Sie strich dem Elfen über die Wange und ließ ihn so einige Schritte rückwärts gehen. Sie ging an ihm vorüber und setzte sich auf sein Bett. Kopfschüttelnd, aber grinsend murmelte er [color=#000080][i]"Nun ja .. morgen dann" [/i][/color]und schloss die Tür hinter sich. |
21.07.2008 20:51:21 | Aw: Späte Einsicht .. (#13837) |
Vandil | [u][b]Nachricht aus der Heimat[/b][/u] Die Stille der Nacht war bereits eingekehrt als Vandil das Zimmer betrat. Mit langsamen, bedachten, Schritten schlenderte er zu dem Tisch hinüber und zog sich den Stuhl zurecht. Lächelnd, ließ er sich in diesen fallen, und lehnte sich rückens an. In seinem Gesicht konnte man deutlich ein ehrlich lächeln erkennen, eines das spärlich gesät war in den letzten Monaten. Seine, hellblauen, Augen erstrahlten in einem zufriedenen Glanz und seine Haltung wies nicht die typische Anspannung auf die man bei ihm fand. Er schien, glücklich, zufrieden. Leichtfüßig erhob er sich aus dem Stuhl und strich mit den Fingern über den Tisch, bis sie einen offenen Briefumschlag fassten, den er in die Hand nahm. Lässig fand er wieder Platz auf dem Stuhl, schlug beide Füße auf den Tisch und begann den Brief aus dem Umschlag zu nehmen. Mit dem beständigen lächeln auf den Lippen folgten seine Augen, erneut, den elfischen Lettern auf dem braunen Papier: [color=#008000]"Geliebter Bruder. Es wird Dich gewiss erstaunen, das wir Dir diesen Brief haben zukommen lassen. Ich denke nicht das Dein erstaunen auf Freude beruht, eher wird dein erstaunen anderer Natur sein. Ja, wir wissen wo Du dich derzeit befindest und nein, Vater weiß nichts von dem. Chirin hat vor deiner Abreise Vorkehrungen getroffen die Dich in unserem Blickfeld behalten, jene denen Du gewiss nicht entkommen kannst. Also versuche diese erst nicht zu ergründen. Wir schreiben Dir diese Zeilen nicht nur um Dich über Unser wissen zu unterrichten, sondern, was wesentlich interessanter für Dich sein wird, das Wissen "anderer" über Dich und deinen Verbleib. Deine ehemaligen "Freunde" sind dir ebenfalls auf die Spur gekommen und wir wissen das Du ihnen nicht immer verborgen bleiben wirst. Daher unsere Warnung und Offenbarung zugleich. Bruder, auch wenn du diese Zeilen überfliegen wirst, sollst du auch von Vater wissen. Dein Fortgang hat Ihn schwerer mitgenommen als er zugeben wird, aber man sieht es ihm deutlich an. So überlege weise wie Du dich in deinem neuen Domizil einlebst. Lebe so, das Vater keine Gerüchte über Dich erfahren muss, oder deinen Namen mit Dingen in Verbindung bringen muss, die erneut, einen Schatten über unsere Familie werfen. Besinne Dich auf die Pfade die unser stolzes Volk Dir offenbaren wird und Du wirst meine Zeilen deutlicher Verstehen als Du es jetzt tun wirst. Die Konklave auf Deiner neuen Heimat genießt einen guten Ruf, schände ihn nicht, sondern lerne bei Ihnen, das gebe ich Dir auf den weg, Bruder. Lebe und Bedenke das Leben .. Shia"[/color] Vandil zog eine braue empor als er den Brief wieder auf den Tisch legte. Er schien die Worte sichtlich auf sich wirken zu lassen und streicht sich nachdenklich das weisse Haar aus dem Gesicht. Er ließ die Ereignisse der letzten Tage revue passieren. Vor allem das abendliche Gespräch mit den Elfen Delia aus dem Hause Xilo, Silivren die dem Haus Mithren'huin angehört und dem Sprecher, Kaethavel aus dem Hause Ruel'avin. Er wusste bereits zuvor welche Positionen diese Elfen in der Gemeinschaft inne hatten und er erinnerte sich lächelnd an das Gespräch mit Kaethavel. Eines das ihm vor Augen hielt das er mehr misstrauen ernten würde als er derzeit brauchte. Aber ebenso eines das ihm die Vorzüge der Gemeinschaft deutlich vor Augen hielt. Er schüttelte kurz den Kopf und blickte zu der Kerze, die auf dem Tisch loderte, hinüber. Wie gebannt blickte er anschließend auf das brennende Papier, das er am Docht entflammte, und ließ den Brief niederbrennen.[i] [color=#000080]"Danke für die Warnung Schwester"[/color][/i] sprach er leise zu sich selbst und verharrte des Blickes am Papier [i][color=#000080]"Lebe und Bedenke das Leben. " "Ja"[/color][/i] nickte er sachte [i][color=#000080]"Das werde ich tun".[/color][/i] |