11.07.2008 11:50:32 | Brief eines Neuankömmlings an einen Freund II (#13301) |
Ananthor | Brief eines Neuankömmlings an einen Freund II Mirhaven, 16. Tag des Tarsak, 1374 Geschätzter Grantulin, heute will ich Dir von meinem Handwerk berichten. Relativ früh habe ich mich entschieden, ein Handwerk aufzunehmen. Ach weh! Ich entschied mich für das Schneiderhandwerk und ward dazu verdammt, Hirsche zu massakrieren, Hirsche, Hirsche und noch mehr Hirsche und dann noch mehr Hirsche! Andere Handwerke brauchen nur in Mutter Natur oder in einer Höhle Steine aufzusammeln. Nun denn, ich sammele also Hirschfelle und mache daraus Hirschleder. Dann brauche ich noch Flachs, welche in Massen gleich bei den Hirschen in der Bauernfurt vor Hohenbrunn zu finden ist. Schließlich brauche ich noch die Rinde des Zalantarbaumes. Hier suchte ich zuerst im Sumpf der verlorenen Seelen und verlor mein Leben im Kampf gegen Skelette, die diese Bäume bewachen, als ob ihr Leben davon abhänge…ähem. Von einem hilfreichen Gesellen namens Nelifar erfuhr ich dann, dass ich auch an der südlichen Küste Zalantarbäume finden würde, nach denen man aber schon sehr genau suchen muss. Ich meine, da hängt keine Flagge dran, auf der steht: Ich bin ein Zalantarbaum, nimm eine Rinde ((Wird durch Drücken der Y-Taste nicht als interagierbar angezeigt, man muss mit der Maus drüberfahren)). Aus der Rinde mache ich leichte Schnittmuster. Dann lege ich ein leichtes Schnittmuster, zwei Hirschleder und ein Knäul Flachsfasern auf die Schneiderhandwerkbank und beginne. Sogleich fällt mir ein, dass ich mein kleines mistiges Schneidermesser dafür benötige und beginne noch mal. Zuweilen verwechsele ich es mit meinem Schnitzmesser und muss noch mal in meinem Rucksack wühlen, bis ich es gefunden habe. Alsdann versuche ich, eine Magierrobe zu fertigen. In jedem zweiten Versuch gelingt es mir. Stellt Euch meine Missstimmung vor, als ich mit stolz geschwellter Brust meine erste selbst gefertigte Robe verkaufen wollte und der Händler in Hohenbrunn nur einen Blick drauf warf und mir verächtlich mitteilte, dass ihm die wunderbare Robe kein einziges Goldstück wert wäre! Die Bestandteile dagegen hätte er mit Kusshand für einige Goldstücke genommen. Ihr könnt Euch vorstellen, dass meine Motivation zum Hirsche massakrieren auf dem Nullpunkt angekommen war. Mittlerweile habe ich mich gefangen und lasse von meinen Gefährten Hirschfelle sammeln, die ich gegen die zahllosen Bolzen und Pfeile, welche ich in getöteten Viechern finde, tausche. Für mein Handwerk gilt: Der Weg ist das Ziel. Ob das die Hirsche auch so sehen, vermag ich jedoch nicht zu sagen. Die nutzlosen Magierroben lasse ich auf meiner Werkbank liegen, auf dass erfahrenere Meister als ich daraus bessere Roben schneidern und dafür die armen Hirsche in Ruhe lassen. Ich finde es erfreulich, dass auch andere Schneider so verfahren und nicht benötigte Ressourcen zum Beispiel in der Papiermühle oder der Schneiderwanne zurücklassen, anstatt sie in die Mülltonne zu werfen. Wir Schneider halten nämlich zusammen! Übrigens lege ich oft Beutestücke, die ich nicht verkaufen kann oder will wie z.B. Fackeln und Pfeile sowie Bolzen, in die Kiste neben einem der Händler in Hohenbrunn. Öfters finde ich da auch schon einige andere Gegenstände, die für Neulinge durchaus interessant sein dürften. Solltest Du Dich für ein Handwerk entschieden haben, empfehle ich Dir, schnellstmöglich eine Tabelle zu besorgen, die Deinen Handwerksprodukten die benötigten Ressourcen zuordnet, weil Deine Handwerksbücher dafür zu unübersichtlich sind. Möge Sharess mit Dir sein. Es verbleibt Dexter Fox |