24.05.2020 08:40:25 | [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127922) |
Lyraee | Nach der Offenbarung in den geweihten Hallen des Richters der Toten, stürzte sich die Gruppe in die Nachforschungen. Da war [b]Bethsaba[/b], die in den Aufzeichnungen ihrer Hexengrimoires und den geheimnisvollen Rezepten ihrer Großmutter nach dem wundersamen Schutz der Belladonna forschte. Da waren [b]Dreufang[/b], [b]Ferdinand[/b], [b]Roan[/b] und [b]Seamus[/b] die im schier unendlichen Fundus des Arkanen Ordens, nach Wissen rund um Werwölfe und so auch Werspinnen suchten. Die dem glücklichen Chaos gewidmete Suche des rothaarigen Glücksbolds führte sie auf die Spur spinnenartiger Geschöpfe namens [b]Aranea[/b] - und so stießen sie nach und nach, Bücherstapel für Bücherstapel, auf die mühsam zusammengesammelten neuen Erkenntnisse. [b]Bethsaba[/b]: Gelangte zu dem Schluss, dass eine Heilung von Lykanthropie mittels der Tollkirsche (Belladonna oder auch Wolfsbann genannt) nur in einem ausgesprochen engen Zeitfenster überhaupt möglich war. Binnen eines Stundenglases nach dem Angriff des Lykanthropen, verhalf das Verspeisen eines Zweiges Belladonna [i]in manchen Fällen[/i], gegen den Ausbruch des Fluch des Mondes. Es schien abhängig von der körperlichen Verfassung des Infizierten, ob die gewünschte Wirkung der Pflanze wirklich griff und dem Körper zur erfolgreichen Gegenwehr verhalf. Bethsaba fand heraus, dass die Pflanze nach längerer Lagerung ihre mystischen Kräfte verlor und für diesen Zwecke dann unbrauchbar war. Die Tollkirsche ist giftig, da gab es auch nichts dran zu rütteln. Die Verabreichung dieser Pflanze, konnte dem Konsumenten ernsthafte Schäden und Beschwerden verursachen. Es galt also immer das eine Risiko mit dem anderen aufzuwiegen. Bethsaba fand in den Aufzeichnungen ihrer geschätzten Frau Großmutter jedoch ein interessantes Rezept, dessen spezielle Zubereitung für die frische Belladonna, ihre Bekömmlichkeit angeblich erhöhen sollte. Außerdem fand Bethsaba eine interessante Rezeptur zur Herstellung eines speziellen Duftöles aus Eisenhut und Pfefferknöterich, zubereitet im Licht eines abnehmenden Mondes. Canide sollten den Duft als unangenehm empfinden und dieser dazu beitragen, dass sie es schwerer hatten Fährten zu wittern. Der Anwender der sich die Wirkung zu Nutze machen wollte musste sich das Öl ins Gesicht, Haare und Hände reiben. [b][u]Die Recherchearbeit im Arkanen Orden[/u][/b]: [u]Werwölfe:[/u] Der Werwolf verfügt über die Fähigkeit drei verschiedene Gestalten anzunehmen. Menschenform, Wolfsform und die zweifellos stärkste Wandlungsform: Werwolf. Eine besondere Empfindlichkeit gegen Silber soll angeblich nur die Wolfsformen betreffen, in Menschenform eher keinen Effekt aufweisen. Ohne eine entsprechende Silberklinge soll es annähernd unmöglich sein, einen Werwolf zu töten, da die Fähigkeiten der Regeneration die mit gewöhnlichen Waffen geschlagenen Wunden eines Werwolfs unnatürlich schnell spurlos verschwinden lassen. Die Verbindungen von Werwölfen zu gewöhnlichen Wölfen, Worgen oder Schreckenswölfen, die dann zu einem Rudel werden, ist oft beschrieben wobei die Werwölfe ihren Stand als Alphatiere in aller Regel mühelos behaupten. Es gibt Werwölfe, die als solche geboren und in verborgenen Gemeinschaften in vollem Bewusstsein ihres Erbes aufwachsen. Diese Werwesen beherrschen meist einen ausgesprochen souveränen Umgang mit ihren Fähigkeiten zur Verwandlung und den Einfluss von Selûnes Antlitz (Mutter Luna) auf ihr Gemüt, sind ausgeglichener, ruhiger und oft weniger dem mörderischen Tier in sich verfallen. Diese Werkreaturen leben ganz anders, als die durch Ansteckung verwandelten, bedauernswerte Individuen – diese wissen meist nicht, wie ihnen geschieht, bis es zu spät ist einen Kundigen aufzusuchen, der helfend eingreifen könnte. Während der Verwandlung sind die Betroffenen auch kaum im Stande, Hilfe zu suchen – zu sehr pocht schon der Ruf des Mondes in ihrem Leib, der ihr gesamtes Denken und Handeln auf bis dahin völlig fremdartige, instinkthafte Weise antreibt und Blick und Verstand verschleiert. Die erste Verwandlung scheint dabei die grausamste zu sein. Nicht nur die körperlichen Schmerzen und die psychischen Leiden des Betroffenen (ruhelose Nächte, Schlafwandeln, Träume von Jagd und blutigen Zerfetzen von Opfern, Phasen der Amnesie, Triebhaftigkeit und Jähzorn) machen die anbahnenden Veränderung so schlimm. Durch diese erste Verwandlung ändert sich das Leben desjenigen meist von Grund auf. Selten geht diese Wandlung unblutig ab und oftmals sterben dabei ausgerechnet die Menschen, die dem Verfluchten eigentlich am teuersten sind... der Weg in die Verzweiflung und sich der blinden Todeswut hinzugeben um schließlich zu einer tollwütigen Bestie zu werden, scheint da oft nicht mehr verwunderlich. Das machen zumindest die tragischen Geschichten solcher Verwandlungen glauben, die sich in zahllosen Varianten auch in der Bibliothek des Ordens finden lassen - die Gefährten haben sich vielleicht heimlich beim Recherchieren von der ein oder anderen Erzählung dieser Art auch fesseln lassen (auch wenn es sich dabei nicht selten eher um kitschige Schundromane handelt). Auch die Truppe findet Hinweise zu den Möglichkeiten den Fluch (oder ist es eher eine Krankheit?) der Lykanthrophie abzuwenden oder zu heilen: Hochrangige Männer und Frauen die in der Gunst eines Gottes Magie zu wirken vermögen, können durch 'Krankheit heilen' oder 'Heilung' die Krankheit austreiben – sofern sie innerhalb von drei Tagen gewirkt werden. Ist die Verwandlung bereits seit Längerem vollzogen, lässt sich der Fluch (diese Quelle berichtet wieder eher von einem Fluch der Lykanthropie) nur während der Tage des Vollmondes brechen. [u]Aranea:[/u] Diese Spinnenkreaturen waren mit Nichten stets boshafte, nach Menschenblut trachtende Wer-Kreaturen. Im Gegenteil. Man las von Kriegen gegen Drow, in denen das Volk der in aller Regel friedlichen Araneas keinen unerheblichen Anteil hatten - zu Gunsten der Menschen Calimshans. Man las in einem ausschweifenden Reisebericht eines Händlers, dass dieser im Süden des Festlandes regelmäßig mit einer in den Tiefen eines Waldes verborgenen Siedlung von Araneas Tauschhandel betrieb und von ihnen hochwertigste, feinste Spinnenseide und Kräuter erhielt. Man fand aber auch eine Abhandlung über Araneas, die sich der Gerüchte über ihre mutmaßlichen Verbindung zur Spinnenkönigin Llolth annahm. Angeblich hätte die große Spinnendämonin sich zwar gelangweilt vom Schicksal dieser Kreaturen abgewandt, an ihrer unseligen Schöpfung muss sie aber beteiligt gewesen sein. Die Aranea vermag es, weiterer Quellen nach, sich in dreierlei Gestalt zu bewegen; den Gestaltformen eines Werwolfs auf den ersten Blick gar nicht unähnlich: [*]Menschenform hierbei vermag es die Aranea sich unerkannt unter Menschen zu bewegen. Sie bewegen sich unter Menschen subtil und geschickt und oftmals ein Leben lang ohne Verdacht zu erregen, es könnte sich bei ihnen um mehr als einen gewöhnlichen Menschen handeln. [*]Hybrid-Form halb Mensch und halb Spinne, hat diese Mischform die Möglichkeit auf diverse archanide Fähigkeiten zurückzugreifen (Giftbiss, Netze weben, meisterliches Klettern) und hat zudem die Möglichkeit ihre Fähigkeiten zur Zaubei voll auszuschöpfen. [*]Spinnenform in Spinnenform ist die Aranea so groß wie eine Kuh. Der Körper ist ein seltsames und eher hässlich anzusehendes Ding, verfügt dabei aber über keine besonderen Fähigkeiten. Abgesehen von ihren mörderischen Beißwerkzeugen, der zwei Meter langen Beine, dem tödlichen Gift und der unheimlichen Schnelligkeit in der sie sich bewegen können, natürlich. Die Aranea überträgt keine mystische Krankheit, die nach ihrem Biss in Spinnenwesen verwandelte. Auch der Mond hat angeblich keinerlei Einfluss auf die Hexen-Wesen der Aranea. Dem Querverweis aus Seamus Glücksbuch über Kriechtiere folgend, gelangten sie auf ein Traktat, das auch von einzelgängerischen, bösartigen und verderbten Araneas berichtet. Diese fraßen sich demnach liebend gern an Menschenfleisch satt und verwandten ihre hexenmeisterischen Fähigkeiten dazu, als raffinierte Verführerin Opfer in ihre Netze zu locken. |
01.06.2020 18:17:55 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127936) |
citlali | Ferdinand versuchte den Berichten zu entnehmen, was die Aranea im Tauschhandel oft verlangen mochten. Gab es Dinge, die sie besonders interessierten? Und er hatte noch andere Fragen, sofern sich eine Antwort in den Bücher fand: Konnte man anhand gewisser Spuren herausbekommen, ob es an einem Ort Siedlungen der Aranea gab? Wie schnell wirkte das Gift der Aranea, hatte man noch Zeit bevor man starb? Zudem, die Bücher über Werwölfe gaben also an, dass man sie kurieren konnte, egal wie lange sie in dem Zustand waren, wenn man es bei Vollmond tat udn dafür reichte auch ein "Krankheit kurieren"/"Heilung"-Zauber? Die anderen mochten, wenn sie ganz aufmerksam waren, bemerken, dass sich der Priester auch von den Schundromanen ein paar auslieh... |
03.06.2020 08:07:44 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127939) |
Lyraee | In dem einzigartigen Händlerbericht wurden die verschiedensten Handelsgegenstände im Tausch genannt. Ob diese jedoch auf ein besonderes Begehren seitens den Spinnen-Wesen schlussfolgern ließen? Es war die Rede von Gewürzen, gepökeltem Fleisch, Stoffen, Werkzeugen, Papier, Tinte, ... Auch die ein oder andere Schriftrolle, die Kenntnisse über Zauber preisgab, Amulette und andere magische Fetische wurden erwähnt. Über das Aufspüren einer solchen seltenen und zurückgezogenen Gesellschaft fanden sich keine Erkenntnisse. Zur Heilung der Lykanthropie: 'Krankheit heilen' oder 'Heilung' konnten, wie es schien, den Prozess der Umwandlung in einen Werwolf stoppen, sofern sie innerhalb von wenigen Tagen nach der Infektion gewirkt werden. So zumindest die Quellen. Ist die Verwandlung bereits vollzogen, lässt sich der vollumfänglich ausgebrochene "Fluch" nur während der Tage des Vollmondes "brechen". Wie dies genau auszusehen habe, ist durch die Fülle an einzelnen Riten hierzu etwas unübersichtlich - insbesondere, da sie sich allesamt in alle Richtungen (je nach bevorzugter Neigungen des Ritualführers - ob Priester, Magus oder Hexenmeister jeglicher Sorte) in Nuancen unterschieden. Es wird jedoch rasch klar, dass von aufwändigen Ritualvorbereitungen und heiligen Zeremonien ausuzugehen ist. [size=2]Die Schundromane hatten meist so verheißungsvolle Titel wie zum Beispiel: Der Wolf-Mann - tödliches Begehren Bis(s) zum Vollmond Alpha - Prinz der Wölfe DAS TIER - und die Gier in mir Wolfskuss ... u. ä. [/size] |
03.06.2020 12:20:13 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127943) |
Lyraee | [size=2]Nachtrag! (diese Frage glatt übersehen, ups ^^ ... )[/size] Das Gift der Aranea: Hierzu finden sich wenige Einzelheiten, allerdings ist nach der Lektüre mehrerer Traktate die Erkenntnis gegeben, dass sich das durchaus potente Gift nach dem Biss der Aranea recht schnell im Körper ausbreitet. Es führt zu einer unmittelbaren Schwächung und Ermattung der Betroffenen - nicht aber zum unmittelbaren Exitus, schrittweise gesellen sich (über wenige Stunden) zu den Schwächungssymptomen Kopfschmerzen, Zitterkrämpfe, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen hinzu; die nächste Vergiftungsstufe bringt Lähmungserscheinungen der Extremitäten mit sich, in besonders ungünstigen Fällen kann es hierbei bereits durch Lähmung der Atmung zum Exitus führen. Wie so oft ist die individuelle, konstitutionelle Verfassung der Opfer zu berücksichtigen. |
07.06.2020 15:26:40 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127946) |
Ashes | Roan bestellt sich ein Silberschwert, nichts Besonderes in der Form. Wohl eher ein normales Schwert aus Legierungsmaterial, da ein reines Silberschwert zu weich wäre. Warum so letale Gedanken? Er rechnete einfach nicht mehr damit, dass aus dem Werwolfrotkäppchen jemals oder jemals wieder eine friedliebende Person wird, welche davon absieht Menschen aufzuessen. Was die Spinne angeht, so zweifelt er zumindest an ihrer Gutartigkeit, aber die Zeit wird es zeigen. So oder so kümmert ihn aber die Sicherheit der Gruppe, die Heiler wie auch Kämpfer, wobei Letztere auch Ersteres sind. Als Heiler taugte er selber nichts, vom Druckverband abgesehen. Krankheiten und Gifte? Auch nicht sein Gebiet. Nun kam es also einzig und allein darauf an, ob Lykantrophie ein Fluch ist oder nicht, denn im Bereich Flüche ist die arkane Magie bewandert, jedoch dürfte der heiligen Magie eine Heilung besser gelingen, da sie ganzheitlicher an die Sache gehen kann. Was macht er also für die Sicherheit der Gruppe? Hauptsächlich Prävention. Wenn er noch Zeit hatte, befasste er sich noch mit der Fragestellung, ob Lykantrophie ein Fluch sei und falls ja, was die arkane Magie zum Aufheben eines solchen Fluches hergab. [u]Dunkelsicht[/u] ist erstmal nötig, um sich in der Dunkelheit zurecht zu finden, wollten sie nicht auf eine Lichtquelle zurückgreifen. Immerhin sind sie damit auch auffällig. [u]Sphäre der Unsichtbarkeit/Unsichtbarkeit[/u] würde dafür sorgen, dass sie nicht entdeckt würden, so sie leise blieben und andere Kreaturen nicht über einen durchschauenden Zauber verfügten. Gut geeignet zum Spähen und aushorchen aus nächster Nähe. [u]Hast[/u] ist sehr hilfreich, wenn es in eine direkte Konfrontation geht. Die Gefährten sind schwerer zu treffen, da sie sich schneller bewegen. (Und haben dazu eine zweite volle Aktion). [u]Große Magierrüstung[/u] und [u]Steinhaut[/u] sollten helfen, so die Leute nicht agil genug sein sollten. (MR für RK und SH für Schadenresorption) [u]Spinnenhaut[/u] verstärkte die Haut auf eine andere Art und Weise, hilft dem Träger, Giften zu widerstehen. Außerdem ist der Zauber auch beim Verstecken hilfreich. (Sollte die Resorption nicht ausreichen) Zwei Zauber zum unauffälligen Umsehen und vier zum direkten Schutz der Personen, nciht alle langanhaltend genug. Bei der Menge würde er auf jeden Fall die geeigneteren Zauber auf eine Rolle bannen müssen. Lueith ist aber auch noch da, also würde er sich mit ihr dafür in Verbindung setzen. Dame Genevas Fachgebiet sind vielleicht nicht bevorzugt Unterstützungszauber, wusste aber bisher immer, den Gegner mental auf verschiedene Arten zu stören, was der Gruppe dabei hilft, sich in Krisensituationen sich neu zu formieren. Zwar hatte Roan noch ein paar Rollen Schutz vor Bösem, welche er mitbringen konnte, aber Hochwürden von Erlenberge ist darin ebenso bewandert und kann dies für eine ganze Gruppe mit einem Zauber. Auch die Äthergestalt beherrscht er, wovon sie aber am besten alle weitesgehenst eine vorbereitet haben sollten....es wäre zumindest sicherer, so denkt sich der "vorsichtige" Magier. Im Kampf gegen die Drow, war sein Verstand davon besessen, die Gefahr schnell zu bannen und wenngleich es in Zusammenarbeit funktionierte, hätte es zu einfach daneben gehen können. Als seine Gefährten unter Beschuss waren, einen der Schützen schnell aus dem Verkehr zu ziehen und auch die Wirker mit einem Sonnenfeuer außer Gefecht zu setzen war ja in Ordnung, aber der Rest....danke, Hochwürden. Falls sie wieder so schnell überrascht würden, wäre es vermutlich nicht einfach, alle vier Schutzzauber auf alle Leute auszusprechen. In dem Fall wäre es gut, etwas Zeit zu erkaufen. Massen-Monster festhalten oder eine Steinwand zwischen der Gruppe und den Feinden erschaffen. Vielleicht Mordenkains Schwert zur Ablenkung reinschicken. Das dürfte zumindest für je einen Zauber pro Wirker oder andere kleine Vorbereitungen reichen. ((Absprache mit Lueith im Spiel oder Forum, je nach belieben. Es geht nur darum, welche Zauber sie vorbereiten möchte. Magier sind da ja sehr unflexibel, wenn die Zeit erstmal gekommen ist :cheer: ...eigentlich würde es Sinn machen, jeden Wirker einzubeziehen, mir fiel auch gerade ein, dass Priester ja auch vorbereiten müssen. Wer also möchte, kann seine Wünsche äußern oder das RP suchen)). |
16.06.2020 14:47:11 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127966) |
Ashes | ((Ich musste ja recht fix zu Bett, daher)) Das Silberband wird vor der Trennung einmal untersucht. Liegt Kontrollmagie darauf? Was legt arcane sight sonst noch offen? |
16.06.2020 21:02:54 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127969) |
Lyraee | Der namenlose Mann der aus dem Netz der Spinne 'gerettet' wurde, war der Gruppe nachgefolgt. Stumm und reglos. Bis nach Mirhaven. Dort folgte er dann auch Roan mit, sollte der ihn irgendwo hin bringen wollen, um sich den ominösen Silberstrang etwas genauer anzusehen. Der silberne Faden, der aus dem Nacken des Mannes, irgendwo verborgen unter seinem Haaransatz entsprang, verbarg seine magischen Kräfte nicht. Beeinflussungsmagie der Kategorie Zwang. Das Beugen und Beherrschen eines menschlichen Geistes. Die Königin der Beherrschung. Wenn man das denn so nennen wollte. Aber davon abgesehen, je nachdem, wie weit Roan mit seiner Erfoschung ging, waren da noch andere Auren der Magie zu entdecken im Kopf des mutmaßlichen Strauchdiebs. Ein dunkles, bläuliches Schimmern von magischer Materie. Ein einzelner kleiner Fleck, der auf die Aura der Beschwörung (Erschaffung) hinwies... verborgen im Inneren des Schädels des "Boten". |
18.06.2020 04:49:19 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127972) |
Ashes | Es war nicht so, als würde er sich darum reißen, den Zwang selbst zu entfernen, aber er würde es tun, wenn Bethsaba es nicht tat, welche von ihnen beiden der Spezialist auf dem Gebiet ist. Er beherrschte das "Magie bannen" von der schwächeren Form bis zur stärksten, welche in der Akademie zu lernen gab. Schnell kommt die Vermutung auf, dass die Beschwörungsaura sich auf die "Beschwörung" des Fadens bezog....wäre es nicht im Schädel des Mannes, sondern der Faden selbst. Es konnte dennoch so sein, aber wie leichtfertig durfte er davon ausgehen? Roan stellte sich zwangsläufig eine kleine Spinne im Kopf vor. War es paranoid, zu glauben, dass noch eine andere Gefahr mit dem Faden oder dem Ding im Kopf verbunden war? Etwa, dass die Aranea sie über diesen ausspionieren konnte? Oder, dass die Entfernung eine Schädigung des "Erretteten" nach sich zog ((Wie etwa der Symbiont aus dem ersten "Alone in the dark"-Film))? So ihm also die Dame nicht zuvor kam, würde er sich vergewissern wollen, dass er mit dem Entfernen der Magie aus dem Kopf des Mannes keinen Matsch machen würde. Mit Analysezaubern ginge er in dem Fall dem auf den Grund, was im Kopf des Mannes steckte. Der Hinweis über die magischen Auren und vor allem der Standort, ging an die Gruppe. |
19.06.2020 12:03:00 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127974) |
Lyraee | [u]Der "Bote":[/u] Roan hatte sich nun länger mit dem Boten aus Clarimondes Spinnenhöhle befasst und seiner Untersuchung gewidmet. Der Kerl selbst hatte nicht gefragt und sich nicht gewehrt sondern das Prozedere das Magus lediglich stumpf über sich ergehen lassen. Letztlich kam Roan zu dem Schluss, dass es keinerlei Hinweise darauf gab, etwas Schädigendes könnte aktiviert werden, wenn man sich auf herkömmliche Weise an die Aufdröselung der wirkenden magisch gewobenen Fäden machte. Es waren keine geheimnisvollen Mechanismen mehr aktiv, keine aufgeladenen magischen Schwingungen, die auf einen Auslöser oder ähnliches warteten. Reglos war auch das magisch erschaffene 'Etwas' der Beschwörungsmagie im Inneren des Schädels. [u]Ylvi:[/u] Ylvi folgte in Begleitung von Bethsaba und Seamus nach Mirhaven. Sie gab nach, zum Nachgeben gezwungen. Bethsaba hatte die Natur der Bestie unterworfen, sich zu ihrer Herrscherin aufgeschwungen. Im Moment überlagerte der schwere, niederdrückende Zauber alle Gedanken im Kopf der jugendlichen Werwölfin – verschaffte Ruhe, wo sonst rasende Gedanken wären und gnädige Leere, die ein ohne jeden Zweifel blutiges Wehren unterband. Das eingesperrte, wahnhafte Raubtier in Ylvi kratzte und nagte jedoch beständig mit zerstörerischer Kraft an dieser Stille, wie ein enervierender, zwar hintergründiger, sehr leiser aber in seiner Hartnäckigkeit zermürbender, marternder Pfeifton im Ohr, dann wieder lauerte es still, zurückgezogen und zusammengekauert auf eine Gelegenheit. Bethsaba, sollte sie sich auf den Geisteszustand Ylvis konzentrieren, bekam von alledem im Innenleben Ylvis einen Eindruck. Sie ahnte außerdem, dass die Bestie bei jeder sich bietender Gelegenheit Widerstand leisten und versuchen würde ihrem Griff zu entschlüpfen – wie das zurückliegende Duell, als Ylvi ihr Rudel zurück und dem Tode überlassen musste, nachdrücklich bewiesen und jeglichen Zweifel an einer solch starken Aufsässigkeit ausgeräumt hatte. Allerdings waren nun vermutlich vorerst keine weiteren derart kritischen Situationen zu erwarten, die Bethsaba eine Lenkung ihres Zaubers erschwerten. Da Ylvi unter dem Bann der Hexe stand, sollte ihnen im Grunde eine ausreichend lange Zeit gegeben sein, in der sie nach Möglichkeiten suchen konnten, wie der Fluch der Lykanthropie von Ylvi zu lösen sein könnte. Oder was auch immer sie mit dem Mädchen nun gedachten zu tun... |
19.06.2020 18:17:40 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127975) |
Durgarnkuld | Man hatte sich zunächst geeinigt, dass man Ylvi im Ossarium unterbringen werde. Sicherlich kannte Ferdinand hier geeignete Räumlichkeiten, um einen so schwierigen Gast zu beheimaten auf Zeit. Entsprechend überließ der Tethyri derlei Verpflegung auch dem Priester. Wie sie auch genau unterkommen mochte, sichern würde man auch mit magischem Zwang müssen. Die heftige Reaktion auf das Töten ihres Rudels hatte bereits deutlich gemacht, dass Wildheit und blinde Raserei selbst mächtige Ketten lockern konnten. Seamus erstes Anliegen war, dem Mädchen erst einmal vernünftige Kleidung zu besorgen. Als wilde Bestie mochte es nicht stören, wenn man als Nackedei durch die Wälder sprang, aber auch ohne die nötigen Riten war es schlicht ein Schritt von Sozialisierung, Festigung, wieder mehr wie ein Mensch auszusehen. Und dazu gehörte eben auch Kleidung. So mochte der Schwarze Barde die Möchtegern-Matriarchin, deren Mitarbeiter er war, anhalten, dass sie gemeinsam eine erste Auslage Kleidung für ein Mädchen ihres Alters bereitstellen mochten. Da in Sachen Bernd derzeit auch ermittelt wurde, hatte Seamus nicht immer Zeit, bei ihr zu sein – aber er würde sie sich doch sehr oft nehmen, wo es ging. Ylvi besuchen, mit ihr reden. Nun nicht mehr unbedingt, um viel herauszufinden. Einfach zum Plaudern. Für sie mochte das womöglich das rote Tuch sein, diesen Rotschopf noch nicht zerfetzt zu haben, aber wie meist bekümmerte die Reaktion einen Knox nicht im Geringsten. So erzählte er Geschichten. Von glorreichen Abenteuern! Manche erlebt, manche erfunden, die meisten ein bisschen was dazwischen. Die ersten Strophen für das Zwergenfest sang er vor, ging seine Skripte des Fluch-Atlasses durch. Er fand ja immer etwas, um den Leuten auf den Wecker zu gehen. |
21.06.2020 09:54:55 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127978) |
Ashes | Nichts, das sich schädlich aktiviert und nichts, das ihn am Leben erhält und bei Entfernung wieder den Tod nach sich zöge? Nach Ausschluss der Gefahr, würde er ihn damit letztendlich von der Magie befreien. Zwar war er sich nicht sicher, ob der Mann ihn verstand oder ihm die Untersuchung übel nahm, aber er erklärte ihm vor der Befreiung, dass die Untersuchung der Sicherstellung seiner Gesundheit nach der Entfernung der Magie sicherstellen sollte. Und dann war es soweit. Er holte sich Hilfe, nur für den Fall, dass der Mann aggressiv würde, unvorhergesehen doch gesundheitliche Probleme bekam und dann wurde die Magie entfernt, welche ihn lenkte. Da es Beschwörungsmagie war, versuchte er es erstmal mit "Wegschicken". |
21.06.2020 21:57:25 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127979) |
Nutmeg | Bethsaba würde in einer großzügigen Laune mit Seamus zusammen nach einem Tag in ihrem Labor Kleidung für Ylvi kaufen. Es wurde einfache, aber gute Leinenkleidung ausgesucht - ein Unterkleid, ein Hemd und ein Rock sowie, da es im Ossarium ja auch kalt war, ein neuer Umhang. Der Umhang war rot, wie Ylvis altes Mäntelchen. Die Beherrschende nahm sich auch für Ylvi selbst Zeit, soweit ihre Arbeit und ihre sozialen Termine es ihr erlaubten. So stieß sie ab und an zu dem Wolfskind und ihrem Diener und würde dabei Märchenbücher mitbringen, mit schönen Illuminationen zum erklären, sollte Ylvi selbst nicht lesen können. Auch die Urhexe hatte wohl zum Ziel, die Bestie an den Rand zu drängen und das Mädchen hervorzubringen, soweit es ging. Jedoch würde sie sich nicht der Jugendlichen aufzwingen - das wäre in ihren Augen eher kontraproduktiv. Würde sich Ylvi gar der Herrschenden verweigern, würde Bethsaba das Soziale in dem Punkt Seamus' tethyrischem Charisma überlassen (auch wenn es bei den Wölfen nicht so geklappt hatte...) und sich nach weiteren Wegen zur Heilung umsehen. Ihr erster Anlaufpunkt war ausnahmsweise kein Grimoire, sondern ihre Stütze, die brennende Nadel in ihrem (nicht vorhandenen!) Hexenherzen: Sharindlar. Sie war die Herrin der Gnade, die Dame des Lebens - und die Mondgöttin der Zwerge. Wer wenn nicht sie wäre ein guter Ansprechpartner wegen Ylvis versuchter Rettung? Und so meditierte Bethsaba auf der Suche nach Eingebungen und Zeichen von Sharindlar auf ihre sharindlargefällige Art und Weise. Im Schein des Mondlichts, der sich in ihr Arbeitszimmer ergoß, ließ die Hexe Tonkabohne und Weihrauch verbrennen. Süßlich und warm zog der Rauch nach oben, an die Decke, durch das Fenster. Wie stets gänzlich entkleidet, zum Ursprung zurück, würde sich die Bezaubernde im Schneidersitz vor eine goldene, mit Wasser gefüllte kleine Schale platzieren. Mit einem winzigen Schnitt in ihren blassen Arm, der unter dem Mondlicht auf den Dielen noch blasser erschien, würde sie ihr rotes Blut in die Schale tropfen lassen, für eine winzige Weile den Wirbeln, die das Blut darin tanzte, fasziniert zusehen. Und dann schloß sie die Augen, atmete tief und dann gleichmäßig durch und konzentrierte sich auf ihr Innerstes. In stiller Meditation würde sie verharren, und vielleicht - nur vielleicht - würde es ja ein Zeichen geben. |
22.06.2020 04:14:41 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127980) |
Isilyen | Indes erreichte eine Nachricht den Kelemvor Tempel, kurz und bündig. Wer auch immer sielesen mochte, sah die Schrift wirkte bekannt, leicht nach rechts geneigt als wäre der Schreiber linshändig. [color=olivedrab]Zum Gruße, ich wurde von Roan gefragt,ob ich mich mit der Heilung von Lycanthropie auskenne. Nun, zufällig habe ich Erfahrung von früher und erinnere mich auch wieder an ein Ritual dazu, das helfen könnte. Wer Interesse hat, gebe mir bitte Bescheid, dann komme ich gern in den Tempel und erzähle davon. Lurues Licht möge euren Pfad erhellen Nora[/color] ((Am Besten die Tage mit Absprache in game, wenn möglich. :) )) |
22.06.2020 11:34:06 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127981) |
Lyraee | [b][u]Der Bote:[/u][/b] Der Kerl mit der verschlissenen Rüstung sah Roan aus recht ausdruckslosen Augen an, bei dessen Ausführungen. Hin und wieder nickte er, eher mechanisch und als Spiegelung Roans eigener Gestik denn aus echtem Verstehen heraus. Widerstand regte sich in dem Manne jedenfalls nicht. Als sich Roan dann Verstärkung verschafft hatte und seinen ersten Bannversuch unternahm, geschah... nichts. Als er die Formel zur Vollendung des Zaubers „Fortschicken“ gesprochen, er die gewobene Magie ausgesandt hatte und sie sich ausbreitete stieß sie auf keinerlei Widerstand. Er spürte nichts, das verriet, dass die Wirkmechanismen seines Zauberspruchs etwas habhaft wurden, das sie ergreifen konnten. [b][u]Ylvi[/u][/b] Die meiste Aufmerksamkeit und Fürsorge bei dem Projekt das verwilderte Mädchen wieder zivilisiert aussehen zu lassen, verlangte das verfilzte, lange, blonde Haar Ylvis. Sicher mochte da am Effektivsten Bethsaba mit ihrem Arsenal an Kämmen, Bürsten, Haarölen und Seifen den widerspenstigen Büscheln und Knoten zu Leibe rücken um das Haar mit Geduld und vorsichtiger Hand zu entwirren. Von kundigen und geschmackvollen Modeverstand eingekleidet, der nicht aus Mangel an Geld genötigt war einfach "irgendwas" zu nehmen, stand am Ende dieses Prozedere dann ein ansehnliches Mädchen vor ihnen, typisch für ihr Alter mit diesem eingegrabenen Ausdruck an altkluger und trotziger Überheblichkeit um den Mund. Und doch, als sie das rote Mäntelchen in ihre Hände und um ihre Schultern nahm, war da hinter den Gittern eines beschränkten, bezwungenen Geistes ein kurzes Aufleuchten, ein Flackern im gedämpften Kerzenlicht in ihren Augen zu sehen. Die Ablenkungsversuche des Tethyri und der Sembierin mit Geschichten, Märchenbücher und Erzählungen mochten tageweise fruchten und sogar Ylvis tatsächliches Interesse anzuregen. Tageweise kratzte auch wieder die Bestie sehr dicht unter dem Rande von Ylvis Verstand und ließ keinen Zweifel daran, dass sie jedem, der ihr vor die Augen kam an die Kehle gehen würde, wenn sie denn nur könnte. In diesen Momenten wurden auch Frust und Verzweiflung, übermächtige Todeswut spürbar die da unter der Oberfläche schlummerte und tobte. [u][b]Bethsabas Kontemplation:[/b][/u] Die Luft war schwanger vom Duft der Tonkabohne, der bläuliche Rauch umspielte das Gesicht der nackten Schönheit, umspielte ihre Silhouette in einem Gefühl von Wärme die sie gleichermaßen umhüllte wie erfüllte. Angenehmen Hitzewogen die sich ihrer bemächtigten und die Wangen erröten ließen, vertrieben jeglichen Anflug von Kälte, ließen nichts an sie heran. Spielend tastete der benebelnde Rauch den sie inhalierte nach ihrem Geist umwarb sie, verlockte sie - wo der Körper in tiefer Wärme ausharrte, konnte sich Bethtsaba mit gutem, wohligen Empfinden forttragen lassen auf Schwingen zwischen Rausch und Wohlgefühl sich in ihr Innerstes zu versenken. Um Antworten zu finden. Sie ließ die Gedanken fließen, ließ die Gefühle zu, die sich ihr dabei aufdrängten – vielleicht ihre ureigenen, vielleicht auch von der Großzügigen selbst eingegeben... Da war Bedauern über diese unbändige Wut und die Aura böser, zerstörerischer Kräfte, die sich im Schein des schönen Mondes seit Urzeiten ihrem Blutrausch hingaben und unter den Sterblichen wüteten, die Nächte zu einem Ausdruck von Angst und Grauen werden ließen. Da war Gnade und Nachsichtigkeit für die Schicksale, die sich im Malstrom von Blut und Chaos befanden, die oftmals unvorbereitet und ohne eigene Schuld oder gar dem Wunsch, wie ein fleischgewordener fauliger Atemhauch Malars durch Wälder und Wildnis blutig jagen zu müssen. Immer auch beobachtet, im silbrigen Lichte wachsamer und guter Götter. Ylvi. Eine Welle von Gefühlen der Zuneigung überkamen die Sembierin in ihrer Trance. Ein armes Mädchen, ein schlimmes Schicksal – und eine Herausforderung, der sich jemand, nein, der [i]sie[/i] sich stellen musste. Aus diesem Gefühl der Zuneigung erwuchs erstarkend Zuversicht und Entschlossenheit, die ihren Geist wie eine weitere Welle erreichten und fluteten. Sie wusste mit einem Male, dass ihr die Möglichkeiten dafür doch bereits gegeben waren... sie im Grunde nur die Hand ausstrecken musste nach der sich in Gestalt von zarten, violetten Rauchfäden tanzender ihren Augen, ihrem Herzen präsentierender [b]Magie[/b]. Eine weitere Welle umspülte sie. Und die rechte Zeit war im Schein eines vollen, stolzen [b]Mondes[/b], der der Schwärze am Firmament sein kriegerisches Antlitz zeigte, sein kämpferisches Licht ins Dunkel aussandte. Rein wie kostbarstes, lichtgewordenes [b]Silber[/b]. Noch eine Woge trug Bethsaba auf ihrer schäumenden Krone weiter. Warf sie in ein Gefühl von tiefer Liebe und engster Verbindung. Ein vertrautes Gefühl, das sie nicht zu ertränken drohte. Ein Echo von Ferdinands Präsenz. Und um dieses herum der Nachhall weitere Gefühle, die schattenhafter und schwächer aber nicht fremd waren. Eher eine Ahnungen von diesen Personen am Rande ihres Bewusstseins - aber ohne jeden Zweifel strahlten auch sie [i]etwas[/i] Entscheidendes für sie aus. Jeder für sich genommen in Nuancen anders... Priester unterschiedlicher Götter? Die Hexenmeisterin erwachte langsam, mit dieser Fülle an Eindrücken, die während ihrer spirituellen Reise hervorgetreten waren. |
24.06.2020 16:48:44 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127982) |
citlali | Im Kelemvortempel bekam Ylvi kurzzeitig einen Platz in den Pilgerschlafräumen, aber Ferdinand fürchtete, dass diese nicht sicher genug wären und er wollte sich auch nicht das Mobiliar zerlegen lassen, darum wurde später ein freier Raum im Ossarium selbst gewählt, eine Abstellkammer, die frei geräumt wurde und es wurde ihr eine Pritsche aufgebaut mit frisch gefüllter Stoffmatratze, ein Tischen und ein paar Stühle dazu. Ein Kandelaber wurde aufgestellt. Es war kühl und etwas feucht, wenn auch nicht richtig kalt, warme Decken, eine Art größeres Stövchen und abends eine Wärmepfanne mit glühenden Kohlen sollen Abhilfe schaffen. Ferdinand überließ Bethsaba und ihrem Diener die Heilungs- und Bespaßungsbesuche und meist Ludwig die Versorgung. Immerhin war Ludwig nicht so viel älter. Er sorgte dafür, dass die Türe immer sicher verschlossen war und legte zur Sicherheit eine Paralyseglyphe davor, die er bei Besuch deaktivierte. Was Ylvis Fluch anging, so wartete er auf Informationen von den anderen, bat aber Kelemvor darum ihnen ein Omen zu senden, ob ihre Mühen nicht umsonst wären. Noch wirkte er keinen Zauber um nähere Eingebungen zu bekommen, sondern betete einfach so zu seinem Patron. Interessiert prüfte er Roans neuestes "Projekt", das heißt, ob es Clarimondes Diener körperlich gut ging. Auch seinen geistigen Zustand und Roans Ideen sah er sich so er die Gelegenheit dazu bekam noch an, mischte sich aber nicht ein. In der Meditation am Abend nach Ylvis "Befreiung", oder der Befreiung von Ylvi, konzentrierte er sich neben den eher üblichen Gebeten darauf Kelemvor darum zu bitten ihm mit der Regeneration von Clarimondes Bein zu helfen. Bisher hatte sich die Abmachung als förderlich herausgestellt und er hoffte, dass sich dies auch auf die Zeit nach der Heilung erstrecken würde. Zur Sicherheit "lud" er Bethsaba und Seamus zu seinem Ausflug zu Clarimonde ein. Dann versuchte er sie per magischer Nachricht zu erreichen, welche seine eher tiefe, etwas raue Stimme direkt in ihrem Kopf erklingen ließe. Da der Zauber sie wissen ließ, wer er war, sagte er nur, die Wortanzahl ausreizend: "Bereit für die Wiederherstellung Eures Beins. Könnt Ihr morgen nachmittag zur dritten Stunde an der Theaterruine sein? Alternativ vor Eurem Höhleneingang, ohne Eure Wachspinnen." Wohl gab er die Alternative, da er wusste, dass sie sich nicht zu öffentlich zeigen wollen würde...oder vielleicht nicht sollte. |
26.06.2020 18:29:14 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127983) |
Lyraee | [b]Der Bote:[/b] Das winzige Wesen (?) im Kopf des Mannes mit "Fortschicken" loszuwerden, war also nicht geglückt. Das annähernd unerschöpfliche Repertoire des Roan Tok bot jedoch noch einige andere Asse im Ärmel. Zu seiner nächsten Erprobung, war vielleicht sogar gerade zufällig Hochwürden Ferdinand zum Vorbeischauen zugegen. Am Naheliegendsten war vermutlich der Versuch eines gewöhnlichen "Magie bannen" - da Roan aber meist auf Nummer sicher ging, wählte er die mächtigere Variante davon. Diesmal schlug der Bann an und Roan spürte die Auswirkungen wie eine leichte elektrostatische Entladung an seinen Fingerspitzen britzeln. Der verschleierte Blick des Mannes wurde klar, er blinzelte einige Male, rieb sich das Gesicht, begann sich von plötzlichem Interesse beseelt (das ihm bislang völlig gefehlt hatte) umzusehen. "Hä?" verschaffte er seiner sich als Grimasse im Gesicht bereits abzeichnenden Verwirrung rau Luft und spuckte aus. "Wo beim aasigen Rattenschiss bin ich'n hier gelandet?" [b]Ferdinand:[/b] [i]Du schlägst die Augen auf... Dein innerstes Ich steht in einer gewaltigen grauen, schmucklosen Halle... Ihre Dimensionen sind derart gewaltig, dass man ihr fernes, kristallenes Deckengewölbe nur erahnen, nicht mehr aber mit dem Auge erkennen kann... Grau in Grau findet man weder Licht noch Schatten. Alle Farbe scheint verblichen, alles Leben fern von diesem Ort... Du gehst eine ganze Zeit voran, deine hallenden Schritte das einzige Geräusch in dieser Welt des Zwielichts... Du gehst, bis Du es erreichst, das gewaltige, uralte Richterpult.. Du sinkst auf ein Knie, noch bevor Du Dich bewusst dazu entschieden hast... Du weißt, wer hier Gericht hält. Doch der karge, demütige Stuhl des Urteils ist leer. Da ist niemand, über den es zu richten gäbe. Nur zwei Gewissheiten werden Dir klar: Ylvis Schicksal – wie das eines jeden Sterblichen - wird hier einst am Scheideweg sein. Doch es ist noch nicht an der Zeit ...[/i] Die Kerzen flackern noch sachte, umweht von dem Hauch einer vertrauten Präsenz, schlicht aber beruhigend, als Ferdinand erwacht. Die Antwort auf seine Nachricht an Clarimonde erfolgte prompt und weniger kryptisch: "Ich werde da sein, am alten Amphitheater, zu eurer vorgeschlagenen Zeit." |
27.06.2020 18:16:43 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127986) |
Durgarnkuld | Während die Bücherwürmer, die Geistlichen und die Ekstatiker noch Recherche betrieben, wie man solch einen mächtigen Fluch, der sich wie eine Krankheit einnistete, brechen konnte, durchforstete der [i]Schwarze Barde[/i] dagegen die Lagerhallen des Geneva-Handelshauses. Bekanntlich vertrieb es Luxusprodukte für die mit harter Münze. All die schönen Bartöle (da zitterten die Barthaare direkt in erregter Erwartung!) und -balsam, die Parfümkollektionen und Hautcremes. Wenn nicht Geneva draufstand, war es sicherlich nicht sein Geld wert! Aber in kleinerem Rahmen war auch Geschmeide im Sortiment. Und als Mitarbeiter der Urhexe (Betonung selbstredend auf [i]Mit[/i], nicht Arbeit!) kümmerte er sich in den Büchern auch um die verschiedenen Zweige und Ableger und deren Auslagen, sofern sie einmal herbestellt werden sollten für Interessenten. Also machte sich Seamus auf, das Lagerhaus zu durchstöbern, die Bücher durchzugehen, Kontakt mit den Schleifern aufzubauen bis er endlich ein Kleinod organisiert hatte, welches womöglich für das Ritual geeignet war als Fokus, Unterstützung – oder auch einfach als anschließender Talisman für Ylvi, sollten die Magiebegabten Erfolg haben. Es war ein Mondanhänger aus Echtsilber, mit einer Kette von Mithralgliedern. Silbern wie die blassen Fäden von Mondlicht, die Fingerzeige Selûnes und ihrer Mondgöttinnen-Schwestern. Die Umhängekette aus blauweißen Mithralgliedern, dem Sternstahl der Erde. Und in die Sichel des Mondes eingefasst war ein [url=https://forgottenrealms.fandom.com/wiki/Moonstone]Mondstein[/url]. Beliebt bei vielen Mondgöttinnen wie natürlich Selûne und Sharindlar, mochte er deren Gunst erregen. Ein aufwendiger Facettenschliff sorgte dafür, dass der Anhänger Licht wundervoll sammelte und auffingt – nur um in Zeiten der Dunkelheit selbiges gespeichertes Licht wieder erstrahlen zu lassen. Nachgesagt wurden ihm auch die Qualitäten gewisser Magiespeicherung, sogar mit Selûnes Gunst die Abwehr boshafter Lykanthropen. Noch war der Anhänger nicht geweiht, aber vielleicht würde sich dies im Laufe des Austreibe-Ritus ergeben. [img size=240]https://i.pinimg.com/236x/20/32/33/20323371dcc63023177e11d83778351b.jpg[/img] |
30.06.2020 17:01:07 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127991) |
Ashes | "Beim arkanen Orden", antwortete der Magier. "Auf euch lag ein Zauber und nein, er stammte nicht von uns, wir hoben ihn lediglich auf. Wie fühlt ihr euch. Schwerzen oder habt ihr anderweitig das Gefühl, dass euer Körper sich sonderbar anfühlt? Nicht, dass ich damit rechne, dass irgendwelche Magie zurückblieb, aber ich möchte sicher gehen, dass alles bei euch beim Alten ist.....naja von eurer verständlichen Verwirrung mal abgesehen". Der Magier würde dem Mann Speis und Trank anbieten, immerhin hatte er keine Ahnung, inwiefern er sich wie und wann ernährte, wenngleich er davon ausging, dass die spinnenartige Retterin dafür gut genug gesorgt haben sollte. Hatte er sich vom Wohlbefinden des Mannes überzeugt, bat er den Mann, ihm doch zu erzählen, wie es soweit kam.....soweit er sich denn erinnern könne. Wie er es zuvor schonmal versuchte, nur eben mit begrenzter Zeit, würde er sich abermals über Werwölfe schlau machen. Vielleicht fand er ja doch noch was im arkanen Orden, das Seamus, Hochwürden und Dame Geneva helfen möge. Womöglich könne er später auch nach Elboria reisen, dort gab es auch eine große Bibliothek. |
30.06.2020 21:43:07 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127993) |
Lyraee | [b]Roan und 'Krummfinger':[/b] Die selige Leere war mit der Aufhebung des Zaubers einem Blick gewichen, der die Augen des Mannes mit einem Male noch widerwärtiger wirken ließ. Dunkle, feuchte Augen mit einem unangenehmen Ausdruck. "Beim Arkanen Orden? Häh? Mirhaven oder was? Zauberei? Wie's mir geht? Was'n bin ich krank? Beschissnes Rattenaas!" schimpfte der Kerl saftig, klopfte die schäbige Rüstung ab und machte dabei durchaus einen drohenden, aggressiven Eindruck. Vielleicht, weil er feststellte, keine Waffe mehr an sich zu haben; vielleicht auch einfach so beruhigte er sich dann recht rasch wieder, eh er erklärte: "Bisschen schwummrig is' mir. Pocht in den Ohren. Was habt ihr gemacht, ihr beschiss'nen Fuchtler eh?!" Es brauchte noch ein paar Anläufe, bis Roans Beteuerungen, dass er den Mann gerade von einem Zauber befreit und nicht ihn damit behext hatte, fruchteten. Irgendwann schlug dann auch nicht mehr das Angebot aus, zu Essen und zu Sauf- ...zu Trinken zu bekommen. "Gib was zu futtern. Hast du Schnaps...?!" Roan musste rasch feststellen, dass der Kerl, der sich mit dem Namen "Krummfinger" vorstellte, selbst mehr Fragen als Antworten hatte. Mehr und mehr musste er Krummfinger auf die Sprünge helfen, auch mehr und mehr selbst preisgeben, ehe doch irgendetwas im Kopf des Mannes klingelte beim Stichwort "Dornwald". "Jah. Genau. War nah am Dornwald. Hab da übernachtet, am Handelsweg. Da hab ich in der Nacht nen Weib flüstern gehört, weiß der Teufel wo die herkam. Hab sie nicht gesehen, nur gehört. Sie tat neckisch. Wollt sich verstecken. Kommt nicht so oft vor, dass sich ein Weib nich vor mir erschreckt oder wie ne bezahlte Dirne gelangweilt und blöd wie ein Kalb an die Decke starrt, während man sie bumst. Das versprach interessant zu sein. Also hab ich mitgemacht. Neh, das Weib war von nem anderen Format, glaub mir das mal." Er pfiff leise durch die Zähne, rieb sich das pockennarbige Gesicht, zog die Augen zu Schlitzen. Vielleicht stellte sich schleichend auch Argwohn ein, schließlich verzog er das Gesicht unwohlig. Aber es gelang ihm nicht zu einem treffenden Abschluss seiner Gedanken zu kommen – oder wollte sie nicht äußern. Jedenfalls verlor er daran auch langsam die Geduld. Schließlich zuckte er die Schultern. "Weiß nicht, was aus dem Weib wurd'. Beim verschissenen Rattenaas... Also noch Fragen, Herr Tok? Sonst geh ich dann mal." Er räusperte sich. "Un' Danke, Herr Magus." |
01.07.2020 20:29:44 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127995) |
Ashes | Natürlich gab es Schnaps, wenn es seine Zunge lockerte und ihn nicht zu sehr über Zusammenhänge nachdenken ließ. Und so sprachen sie bei Speis und für den Gast Schnaps. Als der Mann von der Frau erzählte, blinzelte er nachdenklich. "Mist", dachte sich der Magus. Sein Plan sah eigentlich vor, ihm zu vermitteln, dass sie ihn rettete, ....was ja auch stimmte, aber...nun wurde es wohl klar, dass sie ihn mit Verführung wahrscheinlich überhaupt in diese Lage brachte und der Mann vor ihm wäre ein Idiot, wenn ihm dieser Gedanke nicht käme.....oder bestünde die Möglichkeit, dass ihm diese Möglichkeit nicht bewusst wurde? Was also tun? Eigentlich wollte er darauf verzichten, seine Erinnerungen zu manipulieren. Bei der Drow mag es eine Notwendigkeit gewesen sein, doch wenn es hier keine sein sollte....das musste er aber erstmal in Erfahrung bringen. "Euch war schwummrig, sagtet ihr. Es wäre also ratsam für den nächsten Tag zu ruhen und das zu beobachten. Da ihr unvorbereitet hier gelandet seid, möchte ich euch zu diesem Zweck ein Zimmer im Drachen zur Verfügung stellen. Morgen würde nochmal nach euch gesehen und sollte euch in der Nacht noch etwas auffallen könnt ihr mich aufsuchen. Naja, noch sicherer wäre, zur Beobachtung das Krankenhaus aufzusuchen, aber ich möchte euch zu nichts drängen. Was haltet ihr davon, Herr Krummfinger? Wollen wir sichergehen, dass nichts zurückblieb?" Er würde ihm auch etwas Schnaps mitgeben. Das nicht ohne Hintergedanken. Während er die Flasche holte, hatte er immerhin Zeit ein, zwei Zauber zu sprechen. Es käme zwar auf die Antwort von Krummfinger an, aber je nachdem wie diese ausfiel, wäre auch die magische Botschaft anders, welche Hochwürden von Erlenberge erhielt. Warum er? Es war nicht wichtig, wer von ihnen, es musste eben nur einer von ihnen sein. Die Nachricht könnte lauten, dass der Mann für die Nacht im Drachen ist oder im Hospital, vielleicht aber auch, dass er gehen will und sie ihn im Auge behalten müssten, da er womöglich nicht gut gegenüber ihrer neuen potentiellen Handelspartnerin eingestellt ist. Ein weiterer Zauber war Gedanken wahrnehmen. Während er aktiv ist, würde Roan ihm den Schnaps überreichen und ihn grinsend fragen, als ob das ein Gespräch unter Männern wäre:"Wie sah die Frau denn aus? Würdet ihr nochmal zu ihr wollen?" Nicht, dass er eine ausgesprochene Antwort brauchte. Plan war einfach nur, dass Krummfinger an sie dachte. Wie dachte der Mann, welchem Roan misstraute, über Clarimonde und sollte es sich wider erwarten nicht um Clarimonde handeln, wer sollte es dann sein? Oh, vielleicht Yvis?......unrealistisch, er wäre dann schon tot. Wie stellte Roan sicher, dass er in der Zeit des Rumholens nicht einfach abhaute? Dem Mann wurde gesagt, dass er noch etwas Rum bekam, um sich auf seine Weise besser von der verwirrenden Erfahrung zu erholen, außerdem ließ Roan Malane, seine Katze bei ihm, welche im Auge Krummfingers wahrscheinlich auch nicht viel mehr sein mochte als das. Wieviele Leute wussten wirklich, was ein Vertrauter ist? Krummfinger hat den Weg von draußen hierher nie gesehen, könnte also vielleicht einen Moment dauern, bis er wusste, wo es lang ging und außerdem konnte Roan in der Zeit einen kürzeren Weg nehmen, denn durch Malane wusste er stets, wo er war. Hinterließ der Mann zufälligerweise ein zwei Haare von sich? Gäbe es immerhin noch Wege, sich Ausspähungsmaterial zu beschaffen. |
02.07.2020 10:00:44 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127996) |
Lyraee | "Ech'" tat Krummfinger die Bedenken von Roan ab. "Halb so wild, he. Hab schon schlimmere Kater gehabt als das bisschen Kopfweh. Dafür leg ich mich in kein Krankenbett wie 'n gebrechlicher Alter. Aber meinetwegen. Wenn du drauf bestehst, Magier, dann nehm' ich 'n Zimmer im Drachen. Hehe. Mal in 'nem feinen Bettchen schlafen." Den Schnaps würde er dankend mitnehmen, klar, und darum wunderte der Kerl sich auch nicht, dass Roan dafür aus seinem Sichtfeld entschwand. Mit dem versprochenen Flüssiggut und dem Gedankenlesezauber zurückgekehrt und Krummfinger mit den Erinnerung an seine Verführerin konfrontiert, wurden Roan nebulöse, verschwommene Eindrücke übermittelt. Nur ein kurzes Schlaglicht in Bildern. Da war ein schönes Frauengesicht, über deren Augen sich über die Stirn hinweg auf unangenehme und verzerrte Art mit dem nächsten Wimpernschlag drei weitere Augenpaare aufreihten. Sie machte Krummbein nichtsdestotrotz fraglos schöne, wenn auch acht Augen. Mit dem oberflächlichen Gedanken: Muss ein rattenaasmäßig beschissner Traum gewesen sein! "Keine Ahnung. Gibt auch and're schöne Weiber", schob er Roans Nachfrage betont gelassen, aber harsch und entschieden von sich. "Mal sehen ob's solche auch im noblen Drachen gibt, was?" grunzte Krummfinger mit einem gehässigen Grinsen und wandte sich mit unmissverständlicher Forderung der Türe des Zimmers zu. Aufdass Roan ihn hinausgeleiten würde. Roan wurde ich Nachgang leider keiner Haare fündig, die er Krummfinger zuordnen konnte. Sollte man zu späterer Zeit überprüfen wollen, ob Krummfinger im Drachen tatsächlich eingekehrt war... so müsste man wohl feststellen, dass der Mann namens Krummbein - oder einer auf den die Beschreibung dessen passte - dort nie angekommen war. |
02.07.2020 17:11:13 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#127997) |
Ashes | Das würde Roan wohl spätestens dann herausfinden, wenn er dem Drachen bescheid gab, immerhin mussten sie ja bescheid wissen, wenn jemand auf seine Kosten dort übernachten wollte. Deswegen geschah das auch zeitnah. Wie seltsam, dass er diese Bilder sah, schon wieder eine Anomalie. Allerdings stand zumindest fest, dass er glaubte zu träumen und somit sandte er eine weitere Botschaft zur Entwarnung. .........verdammte Amdiranomalien, sie machten die Magie so unberechenbar. |
04.07.2020 18:02:32 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128002) |
Ashes | Und so drang ein Besucher in die Hallen des Kelemvortempels ein, in der rechten Hand ein Bündel. Es war der Magus, welcher die Figuren vorbeibrachte. Der hölzerne Schäfer und seine Schafe kamen in den Genuss eines Zaubers, welcher sich "Ausbessern" nannte und dem entsprechend sahen sie wieder recht gut aus. Der Schimmel war verschwunden und von morschem Holz gab es nicht die geringste Spur mehr. So wartete der Mann bis Ferdinand von Erlenberge, seine reizende Gefährtin Bethsaba Geneva oder Seamus Knox Zeit fanden, um diese entgegen zu nehmen. |
26.07.2020 20:04:23 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128043) |
Lyraee | Mit jeder Nacht füllte sich das Antlitz Selûnes am nächtlichen Himmel mehr. Mit jeder Nacht wurde die Bestie in Ylvi stärker. Niemand spürte das heftige Zerren und Rucken an den Fesseln, das sich Winden und Ankämpfen der immer stärker werdenden Bestie in Ylvi unmittelbarer als Bethsaba. Doch auch die anderen Besucher mochten es bemerken. Hier und da drang ein Knurren aus ihrer Brust, tief und ursprünglich - und widersinnig, dass es dem schmächtigen Mädchen stammen sollte. Auch in den blauen Augen blitzte es dann und wann gefährlich mörderisch auf, das Raubtier, das in ihr aufbegehrte und nur darauf wartete, freigelassen zu werden. Den Besuchern drängte sich nach und nach jedoch auch der Eindruck auf, dass Ylvi das aber auch selbst gar nicht [i]wollte[/i], das Biest freizulassen. Man gewann in Gesprächen auch bröckchenhaft die Erkenntnis, dass die Verwandlungen, die rasende Todeswut für sie mit Schmerz, Niederlage und Scham behaftet waren, sie irgendwann einfach aufgegeben hatte, gegen das Tier anzukämpfen und sie es als Teil ihrer selbst akzeptiert hatte. Unter der dogmatischen malaritisch geprägten Lehre von 'Eisenseele', der Werwolf, der sie zu dem gemacht hatte, was sie nun war; und der ihr mehr und mehr eingeredet hatte, dass sie in Wahrheit ein Wolf wäre und immer war, niemals in ihrem Leben wirklich ein [i]Mensch[/i] gewesen sei. Und in dieser Nacht, der Nacht vor dem Ritual, vor dem Vollmond, da war zur mitternächtlichen Stunde der Kelemvortempel erfüllt von einem wilden Geheule; unmenschlich und eisig. Da wurde Bethsaba von dem unangenehmen Gefühl hochgerissen, ihr entglitten die Fäden... im letzten Moment packte nackte Willenskraft noch einmal zu und vor Anstrengung standen ihr die Schweißperlen im Angesicht. Der Bann musste ein letztes Mal standhalten. Und er hielt stand. |
31.07.2020 14:02:47 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128054) |
Durgarnkuld | Es ward vollbracht. Mit vereinten Anstrengungen und Vorbereitungen verschiedenster Götter und Zauberwirker, seelsorgerischem Beistand und auch ein paar flinken Schnitten durch die Reihe von malaritischen Flughunden hatte Ylvi die Stärke gefunden, um der inneren Bestie zu trotzen. Seamus zählte gewiss nicht zu den frommsten Charakteren der Gruppe, aber wo Dank angemessen war, sollte er nicht ausbleiben. Schließlich lag es nicht in der Verfügungsgewalt von Sterblichen, dieser Geißel der Zivilisation die Stirn zu bieten, sondern bedurfte höherer Gewalten. Nicht zuletzt der rundfülligen Mondgöttinnen. Wo immer Ylvi untergekommen war – angeboten hatten sich ja viele Behausungen – machte sich der Schwarze Barde auf, um sie für ein kleines Dankopfer einzuladen. Aufs Land verschlug es den Tethyri äußerst selten. Landeier und ihre verschrobenen Ansichten! Aber diesmal machte er eine Ausnahme, als er sich für das Dankopfer vor die Stadttore begab. In Anbetracht der Möglichkeit, dass die nun zweifelhafter gewordene Aranea ein (oder mehrere Dutzend) Augen haben könnte auf das Geschehen, sollte man sich mehr in Handelsweg und Richtung Dornwald schlagen, wählte er daher den Weg nach Norden zum Splittertal. Hier war der Silberwald nahe, das Einhorn mächtiger denn je. Wie lange man auch die Scharade um ihren vermeintlichen Tod aufrecht erhielt, zunächst spielte Seamus wie abgesprochen mit. So suchte er sich ein Fleckchen nördlich des Dorfes in der nächsten Mondnacht. Noch sollte es ja einen vollmundigen Mond droben geben, der sein Licht herab sandte. Irgendwo dort sollte es einen kleinen Altar geben, wenn er sich recht entsann. Sicherlich war der ausreichend für das Unterfangen. In wirklich bezeugten Akten der Frömmigkeit war er reichlich unmusikalisch, aber hielt sich an das, was er eben wusste oder ihm gesagt worden war. Für Sehanine wusste er nicht recht, was als Opfer wirklich herhalten mochte. Träume? Meditation? Falls Ylvi mitkam – oder vielleicht auch ein anderer Gefährte der Gruppe, den er zwischendrin dafür aufgegabelt hatte (war ja nicht ungewöhnlich für akute Spinnereien) – lud er sie ein, sich einfach einmal treiben zu lassen. In sich zu gehen. Träume der Vergangenheit aus dem Unbewussten ins Bewusstsein zu rücken, wie aufquellende Luftblasen aus dem Wasser. Er selbst rückte öfters mal hin und mal her im Sitzen vor dem Altar, öffnete ein Auge, als er sich umsah, ob das wirklich funktionierte. Und bemühte sich selbst um diese Art Opfer. Anschließend galt es Selûne selbst Dank zu spenden. Einen Schlauch mit Kuhmilch reicht Seamus etwaigen Mitdankenden, den anderen mit gutem Wein behielt er natürlich selber. Beider Inhalt sollte in einem sich einenden Fluss auf den Altar vergossen werden, als ein kleines Gebet an die Mondgöttin gesprochen wurde. [i]Möge Selûne unsere Schritte in der Nacht leiten und sie zur nächsten Morgendämmerung führen. So wenden wir uns an das Gestirn des Mondes in der Hoffnung dich als wahre Führerin unter uns zu wissen.[/i] Als krönenden Abschluss kam das Opfer an Sharindlar, die ohne jeden Zweifel in dieser Nacht ihre Anwesenheit gezeigt hatte. Auf den begossenen Altar stellte der Tethyri eine kleine Wasserschale und verstreute vorsichtig etwas Goldpulver darin. Einen Kessel mit Gold hier zum Schmelzen zu bringen, dafür hatte er nun nicht alles dabei. So musste es eben ausreichen. Ein Schnitt in die Hand, als er sein Blut hergab und in das Schälchen tropfen ließ, wo es tanzend die Goldflocken aufwirbelte. [i]Unter dem Licht deines Mondes feiern wir den endlosen, frohen Reigen des Lebens, den deine lindernde Barmherzigkeit eröffnet.[/i] Damit möge den beistehenden Beschützerinnen der Mondkinder genüge getan sein für diese Nacht. |
02.08.2020 09:45:42 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128062) |
Lyraee | Es war eine stimmige, schöne Zeremonie, die sich der rothaarige Tausendsassa ausgedacht hatte. Und wie es seine Art war, setzte er ausgedachte Ideen natürlich auch in die Tat um. Ylvi begleitete ihn. Und fragte ihn unentwegt über Dinge aus. Über die Umgebung, über Mirhaven, über ihn selbst, ob er einer der nächtlichen Göttinnen diene, warum es ihm dann so wichtig war, diesen Dank zu erbringen, woher kam eigentlich dieses merkwürdige Gefährt in ihrer Unterkunft, das so seltsam aussah und über ihrem Kopf dahintuckerte, ob er den Göttinnen zu Ehren gleich singen würde, mit seiner Laute ... Still wurde sie erst, als sie den Altar erreicht hatten. Sehr, sehr still. Mit ihren blauen Augen schaute sie hinauf zum Mond, der in seiner Fülle nicht mehr in gänzlich perfektem Rund gleißte doch nachwievor die Nacht mit Kraft erhellte. Immernoch verspürte Ylvi die reflexhafte Angst. Unbegründet, wie sie zum wiederholten Male feststellte. Sie schloss sich Seamus Tun an, schaute sich ab, was er tat und tat es nach. Als die beiden (+ etwaige Begleiter) niederknieten um sich Sehanines Stimme in der Meditation zu widmen, raschelte es leise im Gras. Leichte Schritte. Und jemand, der sich neben Seamus Seite ins Gras niederließ. Lueith hatte sich wortlos dazugesellt. Das Triumvirat der Mondgöttinnen ließ kein Feuerwerk der Gunst über die drei (oder mehr?) herabregnen. Und doch schickte sie ihre Zeichen. Man musste sie nur für sich zu lesen verstehen. Doch die in Ruhe, die sie in dieser Meditation fanden, überkam selbst für den wetzigen Seamus. Und sie alle sahen (vor geschlossenem Auge, oder mit Blick auf den Himmel?) als sich für einen kurzen Moment eine Wolke vor den Mond stahl, und diese seinen Glanz nicht verdeckte, vielmehr nahm der silbrige Schein des Mondes die Wolke für sich ein, hüllte sie in wundervolles Licht und ließ sie bezaubernd leuchten. Vergossene Milch und Wein sprudelten in Einheit über den Altar, formten und fanden sich zusammen, in winzigen kleinen, glatten Teichen auf der Oberfläche zusammen. Wie Münzen. Und schließlich das Opfer an Sharindlar, ein Funken Lebenssaft gegeben um eben das zu preisen, dass es ihnen allen durch die Adern strömte. Das Beobachten des Wirbels von Blut und Gold im Schälchen, gab ihnen allen das Gefühl, einer gnädigen, liebvollen Umarmung. "Ich werde keine Angst mehr haben, im Angesicht des Mondes. Nie mehr", fasst Ylvi den Entschluss, in diesem Moment. Der Dank war erbracht und Ylvis Mondsteinamulett strahlte, getränkt vom silbernen Licht, mit dem Mond um die Wette. |
09.08.2020 15:46:18 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128096) |
Ashes | ((Ich hatte es zwar schon angekündigt, kam aber nicht mehr zum Schreiben. Hiermit sei es nachgeholt)) Die anderen Leute der Gruppe hatten völlig recht, er sollte das Mädchen nicht mit Aufpassern und dergleichen einengen. Auch nahm er Ylvis Worte war, dass Dame Geneva ihr bereits einen Zauber gegen Ausspähung gab. Somit fiel ihm im Moment nur eine Sache ein, die ihr helfen könnte und sie nicht einengen würde....und ja, vielleicht übertrieb er es ja nur wieder. "Aber andererseits....was wenn nicht", trieb ihn die auf Amdir antrainierte Paranoia wieder weiter. Doch ob sie mit dem Zauber wirklich etwas anfangen konnte, wird er erst wissen, wenn er weiß, wogegen sie ohnehin schon alles geschützt wurde. Er würde Ylvi einfach direkt fragen, zur Not einfach nachschauen und wenn alles abgedeckt ist, wogegen Nondetection (Grad 3) hilfreich wäre, so würde er es auf sich beruhen lassen und nicht nachschauen, ob er ein Schmuckstück mit dem Zauber auftreiben konnte. Am praktischsten wäre natürlich ein Ring, den könnte sie am einfachsten an- und abziehen. Wäre ja ungünstig, wenn sie doch von der falschen Person gefunden würde und uns nicht mehr magisch nach ihr suchen lassen könnte. Auch gefesselt war das Abziehen eines Ringes realistisch. |
26.08.2020 13:16:35 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128148) |
Erzengel | Almeras nahm sich Zeit für Yivi. Und er kam nicht alleine. Er brachte jemanden mit. Einen Hünen von einen Mann. Breitschultrig und kahlgeschorenen Hauptes. Almeras erklärte Yivi, dass er einer der neuen Templer sei und in Lestrann als Jäger und Förster nun zuständig sei. Natürlich stellte er Sie ihm vor: Lodwig Erikson. Zudem erklärte Almeras, er hätte Lodwig auch als "Bogeneinkaufsberater" mitgenommen, weil er sich darin besser auskennt als Almeras. So würden sie zu dritt, sofern Yivi nichts dagegen hätte, los gehen und beim Bogner einen guten Bogen für Yivi besorgen oder eine Armbrust. Almeras versuchte die Vorzüge der Armbrust darzulegen, während Lodwig klar den Bogen favorisierte. Wobei Lodwigs simple Lieblingsargumente waren: "Ist schneller. Ist einfacher. Ist leichter." Vermutlich würde es wohl der Bogen werden... Gemeinsam würden sie nach Lestrann gehen und Yivi würde tatsächlich auch Lodwigs riesen Wolf kennenlernen. Der tatsächlich Wolf hieß. Sie konnte deutlich sehen das Lodwig zu dem Tier ein inniges Verhältnis führt und er scheinbar auch ganz zutraulich zu Kindern war, wenn sie zufällig an Kindern vorbei laufen sollten. In Lestrann würden sie gemeinsam erstmal auf ein paar Übungsziele schießen. Almeras war mit der Armbrust, die wirklich für unfähige Anfänger ausgelegt war ein mittelmäßiger Schütze. Lodwig dagegen war....ein ziemlich guter Schütze. Almeras fragte nach dem Übungsschießen ob man vielleicht gemeinsam auf Jagd gehen wolle. Lodwig willigte gerne ein und gemeinsam würde man natürlich Yivi mitnehmen, sofern sie einwilligte. Lodwig war trotz seines stämmigen und breiten Körperbaus geschickt und sehr agil. Schleichen konnte er sogar auch sehr gut! Als Almeras ein vermeidliches einfaches Jagdopfer gefunden hatte, musste er die Armbrust ewig nachladen. Worauf Lodwig auf Yivis Schulter tippte und und unverhohlen auf die Armbrust zeigte. "Ist langsam". Worauf er auch grinste. Am Abend saß man zusammen am Lagerfeuer und würde die erlegte Beute am Feuer garen und essen. Dabei sprach Lodwig viel über die Jagd, das erlegen über eine starke und würdige Beute, den Lebenskreislauf im allgemeinen. In seiner Rede konnte man durchaus erkennen das er einen großen Respekt vor Tieren, dem Gleichgewicht der Natur hat und vorallem das (Tier-)Leben respektiert. |
27.08.2020 10:19:55 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128150) |
Lyraee | Sie streifte anfangs meist zwischen Mietshaus und Kelemvortempel umher und ging noch mit wachsendem Vergnügen abwechselnd Seamus und Ludwig, dem Novizen des Kelemvortempels, auf den Geist. An letzteren mochte sie sich gerne Anschleichen und ihn dann mit Anknurren erschrecken, was sicherlich ihre Form der Neckerei war. Er war nicht viel älter als Ylvi und im Grunde war er der erste annähernd Gleichaltrige, an dem sie sich in ihrem Menschsein erproben konnte. Sie erweiterte schon bald ihre Streifzüge durch den Hafen und zum Markt, die Warnungen vor der Spinne und alle Bedenken in den Wind schlagend. Sie fand sich erstaunlich gut zurecht dafür, dass ihr die Zivilisation ganz und gar fremd war. Sie war ja vorsichtig und hütete sich vor allem Fremden - damit man sich vor etwas hüten konnte, musste man ihm aber zu allererst einmal begegnen. Sie staunte über die vielen manchmal fantastischen, begeisternden und manchmal auch erdrückenden oder verstörenden Eindrücke, die sie auf ihren Touren gewann. Ihre Lust auf's Kennenlernen flaute mit der Zeit jedoch nach und nach ab, denn Streifzüge alleine machten ohne Komplizen auf Dauer keine Freude, obwohl sie die Straßen als Revier nicht unspannend fand. Ylvi begann das Leben in der Stadt dennoch zunehmend auf's Gemüt zu schlagen und krankte an einem: Fehlender Gesellschaft, ein fehlendes Rudel. Gewiss, da waren Menschen, die sich um sie kümmerten. Aber sie als Rudel zu bezeichnen, war ebenso unangemessen, wie unpassend. Selbst ihre Großmutter, die als Einsiedlerin in einem gefährlichen Wald gelebt hatte, war einem - wenn auch weit verstreuten - Rudel zugehörig gewesen. [i]Meine liebe Tamina... Es tut mir so Leid.[/i] Ob ihr Rudel vom tragischen Tod ihrer im Dornwald siedelnden Freundin wusste? Ob sie Ylvi hassten? Ob sie weniger die Spinne, vielmehr die Druiden nun fürchten musste? Der ständige Regen ohne schützendes Blätterdach oder Dickicht unter das man sich verkriechen konnte, nur diese von allem abriegelnden Steinhäuser, der Gestank, die oftmals so griesgrämig erscheinenden Menschen... und schwach fühlte sie sich. Da war kein wütendes, alles zerreißendes Tier mehr in ihr, das sie quälte, oh ja, unbändig quälte - aber auch ungeheuer furchtlos machte. Der Werwolf, -sie- war ein Monster gewesen - aber ihr Rudel, ihre Wölfe... waren auch die allesamt Monster gewesen, die erschlagen gehörten... ? [i]Ylvi die Jägerin... Ylvi die einsame Jägerin...[/i], dachte das Mädchen bitter, als sie einmal mehr, einen Stein vor sich hertretend, durch die Gassen zog. Eben dabei gabelte sie unverhofft der Tempuspriester mit seinem Begleiter auf. Ihre Neugier ließ sich rasch wecken und der 'Überfall' brachte wie der Mond am Himmel die Gezeiten des Meeres, die Flut ihrer Schuldgefühlen zum verebben. Sie begleitete sie gerne auf den Markt. Ihren Entschluss einen Bogen zu führen, den hatte sie ja schon längst, schon vor Ritten gefasst. Da brauchte Lodwig gar nicht viel Gebrumm darauf verschwenden, während Almeras Plädoyer für die Armbrust ungehört an ihr abperlte. Ein Bogen wurde es also. Endlich hatte sie wieder eine Waffe in der Hand. Keine Klauen aber dafür ein flinker, wendiger Kurzbogen, der es für den Anfang sicherlich tat. Sie fühlte sich ein Stück weniger schwach, denn an Selbstvertrauen und Gewissheit, dass sie das Jagdwerkzeug rasch beherrschen würde, mangelte es ihr nicht. Und eben dieses Selbstvertrauen, gab ihren Pfeilschüssen während der Übung die notwendige Entschlossenheit. Sie schoss gut, was Lodwig sicher den ein oder anderen anerkennenden Knurrton abringen durfte. 'Wolf' gegenüber begegnete sie verhalten und mit Vorsicht. Die Fänge, das Fell, die Pfoten die über den Erdboden federten... es weckte schreckliche Bilder von blutgetränkten Nächten in ihr. Und Sehnsüchte. Doch das Tier begegnete dem Mädchen zutraulich und zugewandt. Mit neidvollen Argusaugen verfolgte sie den Umgang zwischen Waldläufer und Tiergefährten. Sie genoss die Jagd mit den beiden Streitern und saß schließlich stolz mit ihnen gemeinsam am Feuerchen, während die Rehkeule briet. Den erfolgreichen Schuss, hatte natürlich Lodwig gegeben. Und doch war Ylvi zufrieden, weil sie sich gewiss war, ihren Anteil dennoch geleistet zu haben. Zufrieden gruben sich ihre Zähne in das Fleisch, von dem der Bratensaft troff. Der Abschluss eines guten Tages, der sich richtig und ehrlich anfühlte. Ylvi beschloss, dass sie Almeras nicht zurück nach Mirhaven begleiten, sondern die kommenden Tage bei Lodwig bleiben wollte. Es würde sich herausstellen, dass aus den kommenden Tagen, auch gleich die nächsten Zehntage wurden, in denen Ylvi sich mit Lodwig und Wolf dem Wildhüterleben im Lestrann anschloss. |
27.08.2020 10:49:47 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128151) |
Durgarnkuld | Es war fraglich, wer wem mehr auf den Geist ging. Schließlich musste sich ein heranwachsendes Mädchen erst einmal an Seamus’ Nerventod messen! So lange sie in seiner improvisierten Werkstatt wohnte, klärte er sie über all das Gerümpel auf. Über die kleine dampfbetriebene Eisenbahn, die er zweifellos schamlos vom Dojo abgeguckt hatte. Die zahllosen kleinen Trophäen oder einfach auch nur glitzernden Plunder, der jede Elster glücklich machen dürfte. Und natürlich über ihren Mitbewohner Rorschach den Büstenhalter-Knacker-Waschbären. Die Geschichten waren so phantastisch wie meistens auch wahr. Und wenngleich klar war, dass er so ein Waldkind nie gänzlich begeistern mochte für die Stadt, wollte er ihr zeigen, welche Wunder ein Stadtdschungel bereithielt. Bisher war sie verhalten gewesen für einen Dachausflug, aber vielleicht ließ sie sich einmal doch dazu hinreißen über die Schindeln zu tänzeln, Zinnen zu erklimmen und ernsten Bürokraten und Beamten Streiche zu spielen. Auf ihre Streifzüge ließ er sie auch ohne Großer-Bruder-Konstrukte der Überwachung frei wildernd los. Lediglich tiefer im Hafen, wo es einem Landei durch das andere Klima und veränderte Rangverhältnisse auch mal schlecht ergehen mochte, lediglich bei den Ausflügen wäre er sicher einmal dabei. Natürlich immer ein Stück versetzt, immer jenseits ihrer Sicht. Die elendige Spürnase war für solche achtsamen Blicke ja ausgeschaltet, welch ein Glück! Bekanntlich hatte der Schwarze Barde einen Sinn dafür zur falschen (oder genau richtigen) Zeit am falschen (oder genau richtigen) Ort zu sein. Ihren Abzug dorthin, wo ihr Herz eben schlug, quittierte er nur mit einem Blick von der Stadtmauer nach. Die Beine baumelnd, das Stirnband im Wind flatternd. Jeder hatte seinen Platz in der Welt. Nun galt es nur noch ihren auch zu sichern. Zeit für eine Einladung von Alphaweibchen zu Alphaweibchen. |
02.09.2020 21:28:05 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128169) |
Lyraee | Das Tänzchen auf Giebeln, Dachfirsten und Schindeln hätte Ylvi sich sicherlich nicht entgehen lassen und sich darin mit Freude mit dem 'ehrlichen Lügner' gemessen. In jugendlichem Überschwang wäre einem Silberwächter da wohl auch ein "Regentropfen" aus völlig wolkenfreien Himmel auf den Helm getropft. Verwundert schaute der aus dem Halbschlaf gerissene, patrouillierende Wächter hinauf und brummelte etwas vor sich hin, als er weiterzog. Ylvi hatte teuflischen Spaß gehabt. Das war ja fast so lustig, wie Ludwigs Geduld zu strapazieren! Bei ihren Streifzügen auf eigene Faust, fühlte sie sich dem von mal zu mal allein besser gewachsen, unwissend darüber, dass ihr Seamus' behütender Blick dabei folgte. Zweifellos stärkten diese eigenständig gebahnten Pfade durch die 'städtische Wildnis' ihr Selbstbewusstsein. Obschon ihr so viele Kräfte und Sinne mit der Befreiung abhanden gekommen waren, war sie doch noch immer ein gewieftes, geschicktes Mädchen. Ein wenig unzivilisiert, nach wie vor und sicherlich ein Landei. Aber eben bei Weitem kein unbeholfenes Dummchen. Trotzdem: dem ein oder anderen tückischen Blick der Raubtiere deren Revier vor allem dunkle Hafengassen und zwielichtige Stadtviertel waren und dort nach leichter Beute pirschten, musste Seamus wohl in ihrer Vorfreude einen Dämpfer verpassen. Das gelang ihm, indem er sich einfach zu erkennen gab und somit jegliche Versuche und Manöver, seien sie nur im Geiste gefasst worden, abgebrochen wurden. Das reichte oft schon. Oder er wandte dabei selbst das ein oder andere findige 'Manöver' an. Daran mangelte es einem Seamus Knox ja bekanntlich nie. So oder so... Ylvi bekam von ihrem "Schutzengel" im Hafen nichts mit. Und vermutlich war dies auch gut so. Die Eindrücke aus der Stadt und auch die Mühen derer, die sich dort um sie kümmerten, würde Ylvi gewiss mit sich nehmen. Auch wenn im Überschwang der Begeisterung das Dorfleben zu beschnuppern zunächst ein ausdrückliches Danke und eine wohl angemessene Verabschiedung aus ihrer bisherigen Unterkunft ausgeblieben und untergegangen war. Nach einem Weilchen, als sich abzeichnete, dass sie vorerst im Dorf bleiben wollte und dank Almeras auch Unterschlupft und Anschluss gefunden hatte, kehrte sie um dieses Versäumnis nachzuholen noch einmal in die Stadt zurück - dafür begleitete sie einen der Templer auf dem Rückweg nach Mirhaven. Bei diesem Besuch machte sie ihren [url=https://youtu.be/_1rQrvRvVi0]Helfern[/url], zumindest denen, die sie erwischen konnte, ihre Aufwartung um sich zu bedanken und darüber in Kenntnis zu setzen, wo sie nun zu finden wäre. [b]Seamus[/b], in dessen Werkstatt sie sich ihren wenigen Kram zusammensuchte, traf sie vielleicht als Ersten wieder und bat ihn auch direkt, sie bei ihrer Runde durch die Stadt zu begleiten und zu helfen alle wiederzufinden, die sie suchte. Dabei reichte und schüttelte sie ausgerechnet dem dreisten Waschbären (an dem sie sicherlich ihren Gefallen gefunden hatte) zum ersten Mal an diesem Tag ihre Hand zur Verabschiedung. Sie packte die Gewänder und das rote Mäntelchen ein, die ihr [b]Bethsaba[/b] beschafft hatte und auch das Märchenbuch, mit dem sie sich in ihrer Zeit der Not so gut identifizieren konnte. Letzteres wollte sie Bethsaba, die sie hoffentlich ebenso antreffen konnte, auch gerne zurückreichen, man merkte aber wohl, dass sie sich nur schwer von dem Buch trennen mochte und vielleicht überließ es ihr die [strike]gütige[/strike] gewissenlose Ur-Hexe ja sogar, ohne ihre Seele oder Jungfernblut im Tausch einzufordern. Auch in den Tempel Kelemvors kehrte sie für eine ruhige Minute ein. Eine Kerze und ein Strauß Wildblumen für ihre Großmutter fand am Ort der Andacht ein Plätzchen. Wenn sie [b]Ferdinand[/b] antreffen konnte, wusste sie die tröstenden Worte eines Kelemvorpriesters zum Tode ihrer letzten Verwandten sicher zu schätzen. Sie vergewisserte sich noch einmal nach der letzten Ruhestätte Taminas (mit dem Versprechen, es nicht einfach so aufzusuchen) und dass Ferdinand dafür Sorge getragen hatte, dass alles seine Richtigkeit fand. Gerade dafür, dass er für die Totenruhe ihrer Großmutter gesorgt hatte, war sie Ferdinand sehr dankbar und er erkannte in ihr, wie wohl in so vielen Angehörigen, wie entlastend sie diese Gewissheit empfand. Sie ließ sich auch zu [b]Tork[/b] führen, sofern er in der Stadt anzutreffen war. Auch er hatte ihr große Unterstützung zukommen lassen und dazu beigetragen, sich selbst als [b]Ylvi, die Jägerin[/b] wiederzufinden. Zu guter Letzt wollte sie auch den Zauberer sehen. Ein wenig unbeholfen im Umgang mit [b]Roan Tok[/b] streckte sie ihm einfach die Hand entgegen. "Bist ja gar kein Hosenschisser, obwohl du ein Magier bist!" Was sie ganz offenkundig für ein Kompliment mit Auszeichnung hielt und auch genau so meinte. Bedenken, sie wäre wegen Clarimonde noch in Gefahr wischte Ylvi nach wie vor bei Seite, doch sie tat es bei Worten der Warnung immer ein Stück weniger rigoros, als zu Beginn. Sie versprach, dass sie sich vor der Spinnenhexe hüten und sich nicht in Gefahr bringen wolle. Ylvi war bereit, ihren Platz in dieser Welt einzufordern - [url=https://youtu.be/4DslV5io3Nw]und auszufüllen[/url]. Wohin auch immer sie dies noch führen mochte. |
12.09.2020 12:47:03 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128191) |
Nutmeg | Bethsaba würde in einem Anfall von ungekannter Großzügigkeit Ylvi das Märchenbuch überlassen. Anscheinend wurde es extra für das junge Mädchen besorgt und die herzlose Ur-Hexe hatte keine Verwendung dafür. Bevor Ylvi die Stadt verließ, gab ihr die Sembierin noch ein kleines Säckchen mit Münzen mit, mit den weisen Worten: "Irgendwann sehnt man sich nach der Zivilisation zurück, und dort ist es nie verkehrt, Gold zu haben." Ansonsten fiel der Abschied eher nüchtern aus. Bethsaba war selbst als junge Frau, kaum älter als Ylvi, in die Welt geschickt worden, um diese zu erobern - Emotionalität war da fehl am Platz. So bekam Ylvi ein aufmunterndes, zufriedenes Nicken, und ein "Die Göttin mit dir" mit auf den Weg. ~*~ Ein wenig später würde sich Bethsaba vor ihren Kamin setzen, auf ihrem Schaukelstuhl arrogant thronend und die Beine übereinander geschlagen. Sie konzentrierte sich und wirkte einen einfachen Kommunikationszauber. Das Ziel des Zaubers war die vermeintlich menschenfressende Aranea in ihrer Höhle. Bethsaba schloß die Augen und stellte sich Clarimonde vor, wie sie in ihrer Höhle bei ihren Spinnen saß. Bedauerlich. Wirklich bedauerlich. [i]Wir sollten uns treffen. In 3 Tagen zur Nachtstunde am Wasserfall am Handelsweg.[/i] Die Spinnenfrau würde sicherlich ihre Stimme wiedererkennen, und konnte in 25 kurzen, knackigen Worten auch antworten, wäre ihr danach. |
13.09.2020 08:25:22 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128194) |
Lyraee | Es war vielleicht nicht überraschend, dass eine Antwort der abtrünnigen Aranea ausblieb - mochte den Verdacht und die Enttäuschung über Clarimondes falsches Spiel aber dennoch schüren. Bethsaba hörte einzig und allein den sachten Nachhall ihrer eigenen magisch gesprochenen Worte im Geiste und dann war Stille. Was sie in drei Tagen am Wasserfall wohl erwarten würde...? |
20.10.2020 11:02:48 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128335) |
Lyraee | [b][u]Verstrickungen – Eine Spinne muss Netze weben[/u][/b] Ein sicherlich herbeigesehnter Abschluss dieser weiteren "unglücklichen Bettgeschichte" blieb der Gruppe leider verwehrt. Die Spinne hatte sich verkrochen – und zwar, mutmaßlich?, weiter und tiefer in die Eingeweide der Stadt Mîrhaven als es einem damit wohl sein konnte. Es blieb dieses unangenehme Gefühl im Nacken, sich vor den achtbeinigen Biestern am meisten genau dann zu grausen, wenn man es gerade nicht wusste, wohin sie gekrabbelt sein konnten. Nur war dieses achtbeinige Biest durchaus im Stande menschengroße Opfer nicht nur zu beißen oder zu erschrecken sondern auch zu fressen und Jagd auf die bevorzugte Beute zu machen. Und dann waren da noch die weitreichenden Überlegungen, wie ambitioniert die Aranea wohl sein mochte? Infiltration selbst im Fürstenhaus? Gewiss möglich, dachte man an die fingernagelkleinen metallisch schillernden Spinnen die bei ihrem ersten Besuch in der Spinnenhöhle so gern auf Tuchfühlung gegangen wären... wie schnell wäre es passiert! [url=https://ibb.co/cy4xtDg][img]https://i.ibb.co/j8nHGg6/Clarimonde1.jpg[/img][/url] Die gefundenen Unterlagen schienen jedenfalls tatsächlich eine Art Bürgerregister darzustellen. Auf den einzelnen Seiten waren die Namen alphabetisch aufgezeichnet – die Seiten jedoch unvollständig und veraltet, wie sich nach Gegenkontrolle im Rathaus recht simpel feststellen ließ. Jüngere Sterbedaten fehlten. Am Aktuellsten waren da die verzeichneten Tode von vor über 5 Jahren. Die Namen gewiss im Rahmen der persönlichen Bekanntenkreise geläufig. Nach systematischer Durchsicht der wenigen Seiten (nicht einmal ein Dutzend konnten aufgesammelt werden, ein weiteres Dutzend angefressen, von Spinnenspeichel zersetzt oder zerschlissen und damit in ihrer Leserlichkeit kaum von Nutzen) fanden sich dann eine Handvoll hauchdünner Notizen an mancher Stelle. Durchgestrichene Namen oder mit einem kleinen, hingebungsvoll gezeichneten Spinnennetz versehen. Zweifellos waren hier stets die Namen von betuchteren Familien in ihr Interesse gerückt oder wieder verworfen worden, deren lebender Mitgliederzahl unter dem Stammbaum nie über fünf Personen hinausging. Sogar das Haus derer von Grünburgs, hatte eine solche Spinnennetz-Markierung erhalten. Das Haus der Adelsfamilie, die finsterem kultischen Treiben nachgegangen war, bis man sie im Rahmen des raschen Vorgehens gegen den Kult der schwarzen Orchidee kaltgestellt hatte. Sicherlich hatten die Grünburgs den Zenit ihrer Macht auch vor über fünf Jahren schon längst überschritten gehabt... Alles in Allem, stießen diejenigen die die Papiere wälzten, auf eine Anzahl von drei Familiennamen. Die Grünburgs, die Heyrlings, die Horhusens. Eine weitere Sorge war da gewiss die junge Jägerin Ylvi, die Almeras jedoch umstandslos an den Höfen aufsuchte um sie vor der vermutlich näher herangerückten Clarimonde zu warnen. Ylvi verzog das Gesicht, ganz in Rotznasenmanier, und spuckte aus, tätschelte den Bogen, der ihr über die Schulter ragte. "Ach was – und wenn... dann soll sie nur kommen. Mit Tempus Gnaden wird sie unter meinen Pfeilen fallen! Wollt ihr mal sehen, den Hirsch, den ich erlegt habe? Mit einem Schuss! Er fiel auf Sicht!" Wie üblich schien sie die Warnung gar nicht wirklich gehört zu haben. Begeisterte sich dafür umso mehr für ihren neu eingeschlagenen Weg und ihre Fortschritte. Erst mit etwas Nachdruck durch Almeras, hörte sie nochmals genauer hin, auch wenn sich die blonde Jägerin kaum ein Augenrollen verkneifen konnte, sie zuckte die Achseln. "Meint ihr wirklich, dass sie hinter mir her ist, Priester Almeras? Jajaja. Ich bin und bleibe wachsam!" |
29.10.2020 23:04:55 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128378) |
citlali | Also waren die Daten auf den gefundenen Seiten Geburtsdaten und Sterbedaten oder hatten sie noch andere Bedeutung? Zuerst erkundigte sich Ferdinand bei der Silberwache, ob bei der überlebenden Grünburg noch magische Auren oder besondere Male oder Verletzungen gefunden worden waren. Genauso, ob in ihrem Haus noch irgendetwas Spezielles außer den "schleimigen" Dingen entdeckt worden war. Danach sah er sich durch, was es noch im Bürgerbüro über die Heyrling- und die Horhusenfamilien geben mochte. Wo wohnten sie, waren sie auch eher gegen den Fürsten gewesen oder hatten sie einen gewissen Einfluss, hatten sie vielleicht besondere Ämter inne, waren besonders reich oder besonders "bedürftig"? Er besuchte auch, gerne mit Bethsaba, eine der ihm besser bekannten Familien, die womöglich auch für das Handwerksfest gespendet hatte, unter eben jenem Vorwand sich dafür nochmal zu bedanken und auszutauschen, vielleicht auch ein Kundenbesuch von Bethsaba dazu...jedenfalls hakte er dort nach, was die Gerüchteküche so über die beiden Familien im Fokus der Spinne gerade zubereitete. |
10.11.2020 11:11:16 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128416) |
Lyraee | Die Aufzeichnungen zeigten Familiennamen, darunter aufgelistet die Mitglieder sowie deren Geburts- und Sterbedaten, manchmal auch kurze Vermerke über Abreise oder Heiraten in andere Familien. Die drei fraglichen Familien zählten grundsätzlich überschaubar wenige Mitglieder. Entweder weil Töchter und Söhne, Stammväter und -mütter verstorben oder von Amdir fortgezogen waren. Bei Grünburgs wusste die Silberwache nichts über verräterische Verletzungen oder magische Auren die auf Beeinflussung hindeuteten, zu berichten. Auch bei der Hausdurchsuchung war man wohl auf nichts gestoßen, was auf ersten Blicke mit Berechtigung auf Clarimonde hindeuten mochte (außer natürlich man wollte sich in der Tat in abenteuerliche Spekulationen und Hypothesen vergehen). Was Ferdinand und Bethsaba über die beiden anderen Familien erfahren konnten, handelte es sich bei diesen beiden ebenfalls um eher kleine und weniger bedeutsame Häuser. Entweder, ähnlich wie Grünburgs, hatten sie ihre Zeit von Macht und Autorität längst überdauert (Horhusen) oder aber sie gar nie wirklich besessen und kein Interesse am politischen Geschehen gezeigt (Heyrling). Sie waren nicht verarmt, lebten also durchaus im Wohlstand des mirhavener Südens und waren im Augenmaß einfacher Bürger reich – im Augenmaß wichtiger Mirhavener aber ganz und gar nicht (mehr) einflussreich. Die Gerüchteküche zeigte sich bei der Erwähnung der Namen von Heyrling und Horhusen eher bemerkenswert uninspiriert und banal. An mancher Stelle wurde tatsächlich nur mit einem verlegenen Lächeln die Schultern gezuckt und schnell auf andere Themen übergeleitet. Die dürftigen Randnotizen, die man vielleicht da und dort erwähnte waren: [i]Die Heyrlings...? Wer waren nochmal die Heyrlings... ach ja. Hatten angeblich entfernte Verwandte in Suzail! Hatte doch der 'Jüngste' Horhusen, Wilhelm, tatsächlich noch einen Bastard mit der Tochter eines Bäckers gezeugt, mit fünfundfünfzig Jahren! Nein sowas. Die alte Witwe Irmela Heyrling lebte, seit der selige Gatte in die ewige Sonne gegangen war, nun seit ein paar Jahren schon ganz allein, mit nur wenigem getreuen Personal in ihrem Anwesen. Absolut zurückgezogen! Die Horhusens hatten angeblich alle zusammengewachsene Mittelzehen! Irmela hatte noch ihren Rosengarten und ein paar alte Kois im Teich, um die sie sich kümmern konnte. Horhusen musste sich nie der Feigheit bezichtigen lassen und war immer fürstentreu, ein ehrbares, wenn auch leider bedeutungslos gewordenes Haus. Sie hatten im Krieg gegen die Grauorks drei ihrer fünf Söhne verloren.[/i] Und noch das ein oder andere weitere 'Gerücht' von dieser Sorte... [spoiler]Entschuldigt, dass die Antwort so lange warten ließ...! :( [/spoiler] |
21.12.2020 21:40:19 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128565) |
Lyraee | [spoiler] […] Meine geliebte Jesabella, manchmal glaube ich, dass du in meinen Träumen noch immer mit mir sprichst, mich nie zur Gänze verlassen hast. Ach wenn mich nur das Erwachen nicht mit dieser endgültigen Einsamkeit erwarten würde. Ich vermisse dich, vermisse deine Stimme, vermisse deinen Gesang. […] Ich weiß noch, wie wir in einer warmen Sommernacht über die Gedichte des Ilthirion debattierten. Oh du konntest so sturköpfig sein. Wie deine blauen Augen vor Leidenschaft brannten. Und doch hätte ich damals nie verstanden, was für ein zweischneidiges Schwert die Erinnerung doch sein kann. Könnt' ich wieder essen, könnt' ich wieder schlafen, wäre ich doch nur im Stande die gemeinsame Zeit zu vergessen? […] Wenn die große Liebe verloren geht, meine geliebte Jesabella, wäre es dann nicht besser gewesen, nie geliebt zu haben? Heute hat mich ein so unziemlicher Zorn gepackt. Ich brauchte neue Federkiele und die Krämerstochter in der Seilerstraße – sie hat die gleichen, schlanken Hände wie du, die grazilen Finger wie gemacht für das Harfenspiel. Natürlich trifft sie keine Schuld, aber allein der Anblick schnitt mich wie eine Klinge aus kalt geschmiedetem Verlust. Voll schwarzer Gedanken und Wut floh ich aus dem Laden ihres Vaters. Ich hätte schwören mögen, dass es deine Hände waren... und nicht ihre, die mir die Federkiele reichten. Ich irrte für Stunden durch die Straßen. Es war Nacht, als ich endlich Zuhause angekommen bin. Es waren deine Hände... und damit gehören sie doch auch mir, Jesabella? Du warst mir versprochen. […] Noch immer kein wahrhaftiger Schlaf, so viele Monde jetzt schon. Manchmal nimmt mich die Erinnerung sanft bei der Hand. Für kurze Zeit dämmere ich in wieder in der Vorstellung mit meinen Fingern an deiner Hüfte, meine Hand in deinem blonden Haar. Doch dann kommt wieder die Klinge, erinnert mich, dass du fort bist und alles... nur noch Schall und Rauch. […] Ilthirions späte Werke – Liebe ist ewig, sie findet immer einen Weg – bitterer Spott, um mich gewoben? Immer wieder höre ich die klänge deiner Harfe im Erdgeschoss – immer wieder, sobald ich mich darnieder lege – Ist es grausam, zu hoffen, dass dein Geist noch umgeht in dieser Welt? […] Oh nein, kein Geist! Und auch kein Leben mehr in diesem Haus! - Hoffnung ist ein grausames Gift – vier Tage nun schon wage ich mich nicht mehr hinaus – Überall Erinnerungen! Meine letzten Besorgungen sind gut zwei Ritte her – In der Seilergasse bedient noch immer die Tochter mit deinen Händen und es schmerzt, meine Jesabella, schmerzt so sehr. […] Ich gestehe - es fühlt sich viel besser an, als es sollte. Nie war ich ein Mann der Grausamkeit, bin es auch heute nicht. Aber ist es nicht auch grausam, solch wundervolle Hände an einer Feilscherin verschwendet zu sehen? Es ist ganz leicht, meine Jesabella, viel leichter, als man es sich ausmalt. Deine Hände - die herrlich zarten Fingerkuppen, sie sind etwas zwischen dir und mir und ich werde sie wie ein heiliges Relikt wohl bewahren und ebensosehr ehren. […] Welch Glück! Welch Verzücken! - Eine Reisende aus Tethyr mit deinen saphirblauen Augen! Ich folgte ihr auf der Handelsstraße hinaus aus der Stadt - Natürlich birgt es eine gewisse Tragik, einem reisenden Vöglein die Flügel zu brechen, doch Lieben bedeutet stets auch, Opfer zu bringen. Ilthirion hatte Recht! Ewig könnte ich sie ansehen... deine saphirblauen Augen. […] Es ist das falsche Blond! Schande über mich! - Eifer und Wahn haben mich blind gemacht, meine liebste Jesabella. - Und ich Narr habe es erst gemerkt, nachdem mein Messer es von der Kopfhaut getrennt hat! - Welch Schuld sich auf mein Herz legt, die junge Frau hätte ihr Leben nicht geben müssen!- Ach meine Geliebte, das nächste Mal werde ich umsichtiger sein – Mit gründlicherem Auge wählen! […] Ich habe den richtigen Farbton gefunden, meine geliebte Jesabella! Doch keine Sorge, mein Herz. Diesmal habe ich mit wachem Auge und kühlen Verstand gewählt und bin mir sicher: Golden wie die Sonne. Blond wie das reife üppige Weizenfeld. Keine Locken oder wirres Gekräusel – nein... glatt wie Seide. Wie ein dahinfließendes Band aus güldenem Atlas. Deine wunderschönen Haare, geliebte Jesabella. Die Frau, an der es gewachsen ist, ist hingegen bedauernswert plump und einfach. Ein Fischerweib, das ich beim Netze säubern am Hafen sah. Wer hätte an einer solchen soviel Glanz erwarten können! Aber ich konnte gar nicht anders, als dich – einen Teil von dir - wieder zu erkennen, meine geliebte Jesabella. Mein Herz wird leicht beim Gedanken, dein weiches Haar bald wieder fühlen zu können. Ich könnte weinen vor Glück...[/spoiler] |
22.12.2020 13:34:26 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128566) |
Lyraee | Der Besuch bei den gefundenen Adressen führte schließlich zu Clarimondes Festnahme. Für die Aranea überraschend und unversehens war sie rasch überwältigt worden. Die Spinne war den Weg der offenen – wenn auch nicht handgreiflichen - Konfrontation gegangen, im Glauben, das Ass das sie im Ärmel hatte würde ausreichen um sich einen Ausweg aus der problematischen Situation zu erschleichen. Und hatte sich dabei verschätzt. Die alte Witwe Irmela Heyrling und ihr weniges Personal waren ein einfaches Ziel für Clarimondes Bezauberungen gewesen. Schließlich öffnete der Wunsch der alten Frau, nicht einsam und von ihrer Familie in Vergessenheit geraten auf diesem Eiland völlig unbetrauert aus dieser Welt zu gehen, den schlüpfrigen Geisteszaubern Tür und Tor in den Verstand der alten Dame. Ähnlich leichtes Spiel boten die Hausdame Emma und der Hauswächter Marcus (der eigentlich schon lange viel zu alt und gebrechlich sein musste für diesen Dienst) – die sich insgeheim freuten, dass sich eine junge und offenbar so höflich reizende Verwandte der Dame Irmela annahm. Jegliche Zweifel oder Bedenken an ihrem Auftauchen, ihrer Identität oder ihren Motiven wurden von der Bezauberung fortgewischt und ins Vergessen gedrängt. Von diesen Zaubern erst einmal befreit, waren die hohe Dame Heyrling wie auch ihre Dienerschaft, zutiefst erschüttert. Und es brauchte – auch vom magischen Bann befreit – einiges Zureden und etwas Zeit, bis sie der Wahrheit ins Auge blicken mochten. Bei Durchsuchung des Hauses wurde nichts weiter auffälliges zu Tage gefördert. Recht offensichtlich war Clarimonde oder „Violetta“ noch dabei sich häuslich einzurichten und ein Nest zu bauen. Keine geheimen Aufzeichnungen, keine zombieartigen Diener, keine getreuen Spinntiere, keine von Spinnweben überzogene Kammer und keine eingesponnenen Opfer. Wie Clarimonde es darlegte, nachdem man sie in eine magisch gesicherte Zelle in der Stadtwache verbrachte hatte, war sie noch dabei gewesen sich vorsichtig zu orientieren... auszukundschaften... und dabei auf den vor Trauer wahnsinnig gewordenen Ehemann Alexander Ammerbach gestoßen. Ihr „Ass“ im Ärmel: Denn das entwendete Tagebuch bewies doch eindeutig, dass Gefahr im Verzug war – und sie, Clarimonde, könnte den Helden im Tausch gegen ihre Freiheit sagen, wo der wahnhafte Ehemann zu finden wäre... oder sich ihm gleich selbst annehmen. Doch für dieses Manöver war es zu spät. Auch diesmal war es der Kelemvorpriester Ferdinand der ihr unverfroren dazwischen pfuschte: Er kannte die Verstorbene – und er kannte den Ehemann. Es war ein Leichtes für ihn, herauszufinden wo der Hinterbliebene wohnhaft war und auf den Handel mit der Spinne nicht angewiesen. Das Anwesen spiegelte wieder, wie es um den Seelenzustand des Trauernden bestellt sein musste: Es war eisig. Leer. Dunkel. Verlassen. Keine Dienerschaft - die er in den vergangenen Monden nach und nach allesamt zum Teufel gejagt hatte – keine Wärme und kein Licht hießen die Einsatztrupp willkommen. Im Keller wurden sie schließlich eines verborgenen Schachtes fündig. Der Eisendeckel war schwer aber nicht versperrt und somit leicht zu entfernen. Ein widerlicher Gestank von Fäulnis, Rauch, verbranntem Fleisch und Haar, Talgkerzen, Blut und... auch Damenparfum quoll aus dem schwarzen Schacht herauf und verhieß bereits dort unten nichts Gutes vorzufinden... Einmal hinabgestiegen war die Szenerie dann nervenaufreibend und angespannt aber rasch vom schnellen Eingreifen Almeras, Ferdinands, Kamilahs und Seamus unter Kontrolle gebracht. Ein Fischerweib konnte gerettet werden und aus dem klammernden Griff des verzweifelten Alexanders unversehrt befreit werden. Letztlich hatte ihn das Eindringen der Gruppe überrumpelt und von seiner meditativen versunkenen Arbeit (ihre Haarsträhnen zu verlesen) aufgerissen und zu der verzweifelten aber letztlich inkonsequenten Geiselnahme bewegt worden. Esther wusste später im Beistand und Trost ihrer Retter zu berichten, dass der junge Mann ihr am frühen Morgen vor wenigen Tagen aufgelauert hatte. Sie war auf dem Weg, die Korbreusen auf Fang zu prüfen und zu leeren... da hatte er sie von hinten angefallen und niedergeschlagen. Als sie wieder erwacht war, befand sie sich in diesem grässlichen, fensterlosen Raum in einer Art von Käfig. Nach Untersuchung der Kammer, die alles in allem eher improvisiert wirkte, fand man Überreste dreier weiblicher Opfer. Die abgetrennten Hände der Krämerstochter (die den Ehering von Jesabella trugen). Ein Paar saphirblauer Augen einer namenlosen tethyrischen Reisenden. Der leblose und geschorene Leib eines Bauernmädchens. Nach einiger Zeit der Nachforschungen und auch mit Hilfe der Aussagen Alexanders, der bereitwillig und von Krämpfen geschüttelt alles gestand, schwer bereute und geradezu erleichtert über seine eigene Festnahme schien, fand man schließlich mehr heraus... dass die Krämerstochter, Margareta Rimaleri, als vermisst galt. Nachdem es ihn in einem ersten 'Anfall', wie er es nannte, überkommen hatte, hatte er Margareta nachts auf der Straße überrascht. Er erwürgte sie in einer Gasse und nahm sich ihre, nahm sich Jesabellas Hände. Den Körper, so erklärte Alexander, hätte er am Ufer einer felsigen Landzunge außerhalb von Mirhaven ins Wasser geworfen. Bislang war sie nicht aufgefunden worden. Ähnlich war es mit dem Leib der Tethyri. Sie hatte er auf der Handelsstraße angegriffen und überwältigt. Nachdem er sie ihrer Augen beraubt und sich an einer uneinsichtigen Stelle der Flussbiegung gewaschen hatte, schleppte er ihren toten Körper in den nahen Silberwald ... und überließ ihn den Wölfen und Worgen. Den Namen der reisenden Tethyri spürte man mit etwas mehr Aufwand anhand von Passagierlisten und Büchern der Hafenmeisterei und Marlas Gästebuch auf: Magnys Gellantara. Das dritte und letzte seiner Opfer war Alma Kerschner – ein Mädchen von den Höfen, die bisher ebenfalls lediglich als vermisst galt. Sie hatte er als einzige offen angesprochen und in sein Anwesen gelockt... sie starb dort durch einen Kehlenschnitt. Die Abenteuerer hatten also zwei Jäger gefasst, die Leib und Leben der Mirhavener Bevölkerung eine Gefahr gewesen waren... und doch nicht unterschiedlicher hätten sein können. Die berechnende und eiskalte Clarimonde. Der in Wahnsinn und in Verzweiflung gestürzte Alexander. |
31.12.2020 00:17:06 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128602) |
citlali | Ferdinand ließ von Silberwache alle Gegenstände, die Clarimonde gehören mochten, beschlagnahmen, so dass auch sie auf Magie geprüft werden konnten. Immerhin soll sie schon einige Monde dort gewesen sein. Er fragte sich, wo Clarimonde wohl sonst noch ihre Sachen versteckt hatte, ihre Höhle war ja eingerichtet gewesen, aber vielleicht war vieles Illusion gewesen? Zum Glück würde Annabell Irmela über den Schreck hinweg helfen. Ferdinand gab ihr zudem seine metaphorische Karte indem er ihr ein offenes Ohr und Rat anbot, sollte sie sich vor dem Ende ihrer Anwesenheit auf dieser Ebene selbst fürchten. Er war zudem ohnehin verwundert, dass der Mirhavener Adel recht wenig Kontakt zueinander zu pflegen scheinte, es fehlte an Veranstaltungen und Treffen. Womöglich ließe sich auch in der Provinz mal mehr organisieren. Die Untersuchung des Kellers von Ammerbach dauerte sicher mehr als einen Tag, bis Ferdinand sich sicher war, dass sie keine Überreste oder Hinweise auf die Toten mehr finden würden. Die Namen Margareta Rimaleri, Magnys Gellantara und Alma Kerschner wurden nicht nur in die Akten der Silberwache und die Liste des Kelemvortempels aufgenommen, sie wurden auch in der Gedenkecke aufgehängt, darunter Kerzen angezündet. Mit Ludwig zusammen besuchten sie die Verwandten oder Bekannten, welche auf der Insel gefunden werden konnten, um zu den Vermissten endlich Gewissheit zu bringen, wenn auch leidvolle. Es wurde jenen überlassen zu bestimmen, wie die Opfer beigesetzt werden würden. Zu Magnys konnte er nur versuchen die Botschaft, dass Verwandte sich melden sollten, an das Schiff, mit dem sie hergekommen war, zu übergeben, so dieses erreichbar war. Vielleicht konnte man dort ebenso helfen ihre Route zurück zu verfolgen und offizielle Stellen in Städten mochten auch auf Briefe antworten. Aus Ammerbach wurde alles zu den Morden herausgepresst, letztlich hatte er demnach allen Frauen aufgelauert, ja teilweise den Mord seit Längerem geplant. Ferdinand sprach auch mit den anderen Kelemvoriten darüber, ob man hätte ahnen können, dass Alexander so durchdrehen würde. Hatten sie Zeichen übersehen? Offenbar hatte er die Lehren Kelemvors und deren Wahrheit nicht verstehen wollen...aber Verlust war eben nie einfach und ein schwacher Geist durch Trauma anfällig und nicht willens zum Verständnis oder sich gegen Wahn zu wehren. Alexander hatte Bescheid gegeben, dass er Ferdinand sprechen wollte. Dem kam er nach, auch Mörder hatten ein Recht angehört zu werden. ((oder soll es lieber IG stattfinden?)) Es hatte bei Clarimonde nichts im Positiven gebracht, außer, dass ihre Schuld feststand. Sollte das Gericht das härteste Urteil fällen, wie wohl zu erwarten war, würde er auch noch einmal direkt auf sie treffen als letzter Beistand. |
11.01.2021 13:34:11 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128646) |
Lyraee | Irmela Heyrling erwies sich als liebevolle Oma für Annabell und im Gegenzug erwies sich Annabell als unfehlbarer Gemütsaufheller für die alte, nicht mehr so einsame Dame. Das Hause Heyrling war für ein kleines Kind sicherlich ein staubiger Abenteuerspielplatz – vielleicht etwas duster, vielleicht etwas erdrückend... doch die Freundlichkeit der alten Dame (und die stets parat stehenden Plätzchen) mochte sicherlich ein so offenes Herz wie Annabells gleichermaßen schnell erschließen. Die Ereignisse um Clarimonde oder Violetta, die sich den gesamten Hausstand so spielend leicht um den Finger gesponnen hatte, würden so bestimmt bald überwunden sein. Wenngleich wann immer man auf sie zu sprechen kommen sollte (doch man vermied das seitens Heyrling tunlichst), die alte Dame doch eine lastende Nachdenklichkeit befiel. Seamus wurde als Begleiter der Hauptattraktion ebenfalls willkommen geheißen, seine Art, wenn sie der distinguierten Dame dann und wann vielleicht aufstieß, höflich weggelächelt – man betonte aber auch immer und immer wieder gerne, welch gute Schule das Mädchen durch seine Pateneltern genoss. Clarimondes Besitztümer brachten einige 'Schätze' zu Tage, die über ungewöhnliche Eigenschaften verfügten. Darunter ein von Spinnenseide eng und raffiniert umflochtener kleiner Schild... die Fäden schimmerten im rechten Licht in kleinen wandernden Silberpunkten auf, wie Morgentau auf Spinnennetzen überzogenen Gräsern. Es wies offenbar eine Resistenz gegen Gifte auf. Kleinere, mit Flüssigkeiten gefüllte Phiolen – gut versteckt im Anwesen der Herylings - und in einem mit Samt und Seide ausgekleideten Kästchen, darauf bedacht, dass das Glas gut geschützt lag – nach Untersuchung stellten sie sich als mannigfaltige recht potente Gifte heraus. Dort fand man ebenso ein winziges Schächtelchen, das eine fingernagelgroße, schillernde lebende Spinne enthielt … die auch sogleich herauswuselte um den nächstbesten Menschen zu erklettern. Ferdinand wurde berichtet, dass man die winzige Kreatur gerade noch vom Halse eines Silberwächters schüttelte, auf dem Weg in dessen Ohr zu krabbeln... und das Wesen anschließend auch fangen konnte. Desweiteren fand man in Violettas Kammer einen eher simplen Lichtring sowie ein Amulett, das eine nicht unerheblich bestärkende Wirkung auf den Träger aufwies. Und auch die schwarz-violetten Roben von Clarimonde, waren offenbar nicht nur schön und hochwertig anzusehen, sondern auch latent von Magie durchzogen. Die Gegenstände würden, sofern Ferdinand wollte oder Anspruch erhob, an diesen nach sorgfältiger Prüfung, diverser Papierprozeduren und Quittierung auch ausgehändigt. Desweiteren wurde Ferdinand, wie er sich auch darauf einstellte, als letzter Beistand zu Clarimondes Hinrichtung berufen. Wohl misstraute man dem Weibsstück nach den Berichten derart, dass das Urteil direkt in der magisch gesicherten Zelle vollstreckt wurde. Der Scharfrichter kam und ein Richtblock wurde hinein verschafft und Clarimonde durch das Beil enthauptet, dessen Zeuge Ferdinand werden sollte. Ob sie in jenem Moment noch einmal überdachte und bereute, den Helden nicht offener eine 'Heilung' ihrer mörderischen Durchtriebenheit in Aussicht zu stellen? Sei sie geheuchelt oder wahr gewesen? Ein letzter Täuschungsversuch, von dem sie aber abgesehen hatte oder eine letzte Chance zur wahrhaftigen Umkehr? Selbst Ferdinand, der ihr in ihren letzten Momenten in ihr Gesicht schauen konnte, war sich keiner Antwort auf diese Fragen gewiss. So oder so... für Clarimonde war es zu spät und ihr Tod war besiegelt. Bis zuletzt, war sie überzeugt, dass es kein so großes Übel sein konnte, wenn man die Opfer ihres Hungers nur klug genug wählte – nicht groß genug, um von ihrem Tun abzulassen. Ihre letzten Worte als sie sich dem Richtblock zuwandte und Ferdinand dünnlippig aber dunkelschön anlächelte: „Es war der Hunger, der mich verdorben hat – eine Laune der Natur oder Schicksal. Und doch war ich ein zurückhaltendes Monster, nicht?“ Als sie das Haupt auf den Richtblock zu senken gezwungen wurde, flüsterte die Aranea: „Ich habe mich geirrt.“ Alexander Ammerbach, der noch einmal um Ferdinands Gegenwart gebeten hatt, bot ein gänzlich anderes Bild als Clarimonde: Er klammerte sich an den priesterlichen Beistand für sein wirres Innenleben. Jetzt. Wo der Schaden schon geschehen war - anstatt, dass er zuvor die Angebote der Kelemvoriten wahrgenommen hätte... Es mochte nicht leicht fallen, in diesen Momenten noch Verständnis und Zuwendung aufzubringen. Andererseits... wer, wenn nicht ein Priester, könnte sich einer derart verlorenen und gepeinigten Seele annehmen. Ihr vielleicht, oder vielleicht auch nicht, Linderung gewähren. Er wurde nicht müde, sein Bedauern auszusprechen. Zu beteuern, dass er kein Mann von Gewalt und Grausamkeit war. Dass ihm die Frauen Leid taten, die er in seinen Wahn ins Verderben gerissen hatte und dass er jetzt sah und erkannte, welch schrecklichen Irrweg er gegangen war. „Ich wartete auf das Gute, doch es kam das Böse. Ich hoffte auf Licht und brachte selbst die Finsternis. In mir kochte es und es hörte nicht auf... Die Tage des Elends haben mich überfallen. Ich bin ein Geselle der Mörder geworden – aber wollte es nie!“ Und er schien auch noch immer nicht über die Trauer über seine Jesabella hinwegzukommen... die durch die Untaten, die er begangen hatte, ihm in noch weitere, wenn nicht unerreichbare Ferne gerückt schien, als jemals zuvor. Er erhoffte sich durch Ferdinand Antworten... Antworten, was geschehen würde, nach seinem Tod. Ob es Hoffnung auf ein Wiedersehen im Jenseits mit Jesabella gab... ob er nun in die Höllen oder zu den Dämonen verstoßen würde. Ob sich die Götter noch seiner annehmen oder ob sich ihm wirklich niemand mehr erbarmen würde im Angesicht des Richters der Toten, wenn es soweit war? Seine Liebe war doch so aufrichtig. Bis zum Ende. Eines war Ferdinand klar. Der junge Mann bettelte in seinem Verhalten keineswegs um sein Leben. An diesem lag ihm nichts mehr. Er fürchtete in nackter, blanker Angst (und Wahnsinn) um sein Seelenheil... und darum [i]sie[/i] nie wieder zu sehen. Dass auch ihn ein Todesurteil erwarten würde, war wahrscheinlich... |
11.01.2021 15:50:21 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128647) |
Lyraee | Und dann kümmerte sich der Kelemvorpriester in der Gewissenhaftigkeit, für die er Anerkennung und Respekt genoss, auch um die Opfer dieser Verbrechen und die trauernden Hinterbliebenen. Die Angehörigen von Margareta Rimaleri und Alma Kerschner waren leicht ausfindig gemacht. Die Gespräche mit dem Vater Margaretas und der Familie von Alma ließen sicherlich trotz aller Erfahrung nicht unberührt. Diese Art von Routine, dass sie zu Abgestumpftheit wurde, war sicherlich nichts, das man erreichen wollte und vielleicht war es sogar eine Art von Beruhigung, die Trauer der Hinterbliebenen noch spüren und auf die eigene Art nachfühlen zu können. Auch für Ludwig bedeuteten diese schweren Gänge stets die Konfrontation mit Trauer, Fassungslosigkeit manchmal auch Wut oder stillschweigende, erschütternde Schwermut die die Nachricht über den Tod auslöste - insbesondere dann war es schwer, wenn die Verstorbenen einen so grausamen Weg durchstehen mussten, um schließlich vor dem Richter der Toten zu stehen. Der Krämer erklärte sich einverstanden damit, dass seiner lieben Tochter Margareta fortan im Kelemvortempel gedacht werden sollte. Und das tat der Vater auch oft – wie sich in der kommenden Zeit erweisen sollte. Was mit dem einzig verbliebenen Stück ihrer sterblichen Überreste geschehen sollte, ihren Händen... damit war der Vater sich uneins. Ein Grab? Aber es war unvollständig... und was, wenn der Rest des Mädchens doch noch gefunden werden sollte? Wie grauenvoll war ihm der Gedanke. Er überließ es Ferdinand, einen pietätvollen Wege zu finden, mit den zarten Händen der Krämerstochter umzugehen. Ihm genügte eine bescheidene Gedenkstätte. Vielleicht wäre er bereit für ein eigenes Grab, wenn der Körper gefunden würde... er wusste es noch nicht zu sagen. Alma sollte in den Zeremonien Chaunteas zur letzten Ruhe gebettet werden. Die kinderreiche und offenbar ebenso zahlreich verschwägerte Familie vom Lande erschien in großer Zahl und die Beerdigung des Mädchens war gut besucht, würdevoll und berührend und auf seine ganz eigene Weise 'schön'. Nach der Zeremonie versammelte man sich gemeinsam zu einem Leichenschmaus, das auf dem Dorfe begangen werden sollte. Dieses Zusammentreffen sollte sich in aller Deutlichkeit dem Leben widmen – und dem kurzen Leben Almas, von dem man viele Anekdoten und liebevolle Erinnerungen teilte. Natürlich waren Ferdinand und auch Ludwig gern gesehene, geladene Gäste. Die Botschaft über Magnys Gellantaras Tod wurde von Ferdinand übergeben und mit der Hoffnung, den Weg zu einem Empfänger zu finden, losgeschickt. Der Kapitän selbst versprach, sich diesem Auftrag in aller Ernsthaftigkeit anzunehmen und dafür zu sorgen, dass der Brief auch an Land weitergetragen würde. |
16.01.2021 15:27:45 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128672) |
Durgarnkuld | Seamus ließ es sich nicht nehmen, Ferdinand zu begleiten, als er zur Exekution einberufen wurde. Er verlor tatsächlich nicht groß ein Wort – die Aranea hatte ihrerseits wohl eben alles gesagt. Die letzten Augenblicke des anfänglich so vielversprechenden Wesens wollt er dennoch bezeugen und nahm den gesamten Ablauf genauestens in sich auf, ohne Stolz oder Triumph oder Befriedigung. Aber jede Geschichte mochte ihr Abschlusskapitel haben, das blieb keinem erspart. Und wenn dies das der Clarimonde war, so war der Schwarze Barde an der Seite der Spinnenfrau und des Kelemvoriten. |
24.01.2021 14:42:10 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128712) |
citlali | Dass Annabell so gut auf die alte Dame wirkte, brachte auch Ferdinand Zufriedenheit, er musste eingestehen, dass es sehr effektiv war. Bei all dem, was gerade noch so los war, war es noch unmöglich sich um Veranstaltungen auch für den Adel zu bemühen. Clarimondes Besitz wurde auch von Ferdinand noch einmal betrachtet. Die Spinne, meinte er, sollte man noch einmal genauer analysieren um mehr über sie heraus zu finden. Natürlich ohne die Schachtel zu öffnen. Ließ sich schon mit "Magie Entdecken" mehr herausfinden oder müsste man wohl einen Druiden sie genauer bestimmen lassen? Die anderen Dinge - abgesehen von den Giften, die vermutlich auf der Wache verbleiben sollten, sofern man einmal ein Gegengift für solcherlei brauchte oder Gifte darunter waren, die nicht töteten, aber hilfreich waren - waren offenbar nicht schädlich und konnten "freigegeben" werden. Das hieß für Ferdinand, dass er zunächst sich über eine mögliche Verteilung erkundigte. Natürlich noch bevor Clarimonde ihr Urteil erhielt sprach er sie darauf an und fragte, ob sie ihre Sachen irgendjemandem vermachen wollte. Selbstverständlich würde er sie nicht in Hände von Verbrechern geben, jedenfalls nicht die magisch stärkenden Dinge, aber Clarimonde hatte ja vielleicht jemanden im Sinn, den Ferdinand ohne Probleme treffen konnte? Sie könnte auch sagen, dass sie verkauft oder versteigert werden sollten und ihr Gegenwert an Personen ihrer Wahl verteilt. Er selbst würde sie sonst für die Tempelwache empfehlen. Er wollte zuletzt auch noch von ihr wissen, welchem Gott sie zugetan war, sofern sie damit herausrücken wollte. Ihrer Exekution sah er ohne Gefühlsregung und ähnlich wie Seamus zu, mit dem Unterschied, dass er wie für alle, die ihr Leben dort lassen mussten, ein Gebet an Kelemvor sprach, dass ihre Seele den vorgesehenen Weg gehen und er über sie richten möge. Er sprach ebenso sonst nicht, aber hörte ihre Worte wohl. Sie hätte ihn und seine Mitstreiter ohne mit der Wimper zu zucken ermorden lassen, nur weil sie ihr auf die Spur gekommen waren, und die vielen Knochen bezeugten den Rest ihrer Verdorbenheit. Für wen einfache Leben gar nichts wert waren, dessen Leben war auch nichts wert. Um ihren weiteren Weg würden sich die Götter kümmern; darum, dass ihre Seel auch weiterzog kümmerte sich Ferdinand mit seinen Gebeten und Magie mit Gründlichkeit. Bei Alexander sah man also zumindest etwas Verständnis und Reue, er dachte also auch an seine Opfer. Doch klang seine Erklärung wie auch bei Clarimonde nach "Schicksal", nach etwas, gegen das er sich nicht hatte wehren können. Ferdinand bestätigte ihm, dass er wahrlich das Gegenteil von dem, was er sich erhofft hatte, erreicht hatte. Und er hatte nicht nur sich selbst in diesen Schlund gezogen, sondern auch seine unschuldigen Opfer. Ferdinand bläute Alexander ein, dass er bei seiner Sorge ums Seelenheil genauso seine Opfer um Vergebung bitten musste. Dass er für vor allem für sie beten sollte. Dabei wäre Jesabella nicht fern gewesen, ein Teil von ihr immer bei ihm und im Leben nach dem Tod hätte er sie wiedergesehen. Was musste Jesabella selbst nun von ihm denken? Auch sie musste er um Vergebung bitten. Mit nachdrücklichen Worten und Ton erinnerte er Alexander daran, dass all jene und auch die Götter es erkennen würden, wenn er nur aus Angst um sich nun Buße tun wollte. Alexander musste sich selbst klar machen, was er alles getan hatte und dann mit aufrichtigem Herzen beten. Kelemvor war gerecht und wenn Alexander seinen Gott erzürnt hatte, dann würde Kelemvor Alexander eine Aufgabe geben um Buße zu tun. Sie konnte schwierig sein, aber er sollte sie nicht fürchten, sondern sich ihr aufrecht stellen. Kelemvor würde seine Bemühungen anerkennen. Wen nannte Alexander als seinen Patron? |
12.02.2021 23:35:47 | Aw: [RP] Von Werwölfen und Spinnen (#128836) |
citlali | ((Bin so lahm, sorry ^^''...noch ergänzend, wenn auch nicht unbedingt nötig hier den "perfekten" Abschluss zu haben: )) Was die Hinterbliebenen und die Ermittlung dieser anging, gaben sich die Kelemvoriten dabei Mühe als auch bei der Überbringung der Nachricht. Ludwig war vermutlich empathischer mit mehr Emotion, während Ferdinand beruhigende Worte finden konnte. Die Sorge des Krämers darum ein Grab wieder öffnen zu müssen, falls der Rest des Körpers gefunden wurde, konnte er gut verstehen. Es gab Alternativen...Fächer in Katakomben, mehrschichtiges Grab, Urnen...aber letztlich brachte diese Sorge Ferdinand dazu noch zu versuchen ihren Körper mittels Zauber zu finden. Derweil konnte sich ihr Vater aber Gedanken darum machen wie ein Grabstein oder eine Platte zur Anbringung im Ossarium aussehen könnte. Eilen musste er sich dabei so oder so nicht, die Kelemvoriten konnten ihre Hände auch noch einige Zeit "frisch" halten, so dass sie jederzeit noch beigesetzt werden konnten. Das Gebet oder die Gebete, die Ferdinand versuchte, hatte/n sich öfter mal auch bei Lueith bewiesen, somit versuchte er es mit dem [url=https://www.d20srd.org/srd/spells/discernLocation.htm]Auffinden eines Ortes[/url] und mit [url=https://www.d20srd.org/srd/spells/locateObject.htm]Objekt Lokalisieren[/url]. Als Fokus konnte eine der Hände genutzt werden. Sofern er Zeit fand, besuchte er das Dorffest für Alma, die Art es auszurichten war definitiv kelemvorgefällig. |