15.01.2019 11:28:51 | [Durgarnkuld] Hundstage in der Halblingssiedlung (#126770) |
Lyraee | Auf ihren Weg zurück nach Mirhaven ließ sich Lueith durch die Siedlung der Halblinge Zeit, sich dort umzusehen. Da der Morgen ja nicht mehr lange auf sich warten ließ, wäre sie auch geneigt sich zu den (meist) leutseligen Halblingen und Gnomen zu einem Frühstück zu gesellen, so sich eine solche Gelegenheit denn böte, ohne sich über die Maßen aufdrängen zu müssen. Ihr besonderes Augenmerk galt den tierischen Freunden der Halblinge. Ihren Reit- und Wachhunden. Die Tiere hatten damals schon auf dem Weg zur Schreinweihe im ehemaligen Hohenbrunn Eindruck auf die Elfe gemacht – und dann gesellten sich da beunruhigende Befürchtungen ihres Freundes hinzu - so sah sie sich veranlasst die Hunde, so sie denn welche zu Gesicht bekam während ihres Aufenthaltes, mit besonders aufmerksamen Blick anzusehen. Nach einem bestimmten Exemplar hielt sie auch Ausschau. Dieses hatte sich damals nämlich besonders fein hervorgetan bei der Hatz der Wegelagerer und sich mit großen braunen Augen, klug und aufmerksam aufgerichteten schwarzen Wuschelohren und heraushängender rosa Zunge sofort in das kleine Elfenherz geschlichen und (heimliche) Verzückung ausgelöst. Waren die besonderen Reit- und Wachhunde der Halblinge in der Siedlung denn anzutreffen? Oder gab es etwa Zwinger, in denen die Tiere gehalten wurden? Welchen Eindruck machten die Hunde auf den ersten Blick - schienen sie gesund, friedlich und ausgeglichen? Und wie reagierten die Halblinge um die Hunde herum auf das Verhalten der Tiere? Und als sich die Elfe schließlich irgendwann wieder auf den Weg machte, war es ein langbeiniger gestreifter Kater, der dem Halblingsdorf seine Aufwartung machte und mit kätzischer Raffinesse und Lebenskunst ein wenig Zeit im Dorf vertrödelte und mal hier mal dort herumsandelte. Die Kläffer der Halblige und deren Treiben und albernes Hundeverhalten nur mit äußerstem Widerwillen und Argwohn (auch des Nächtens) beobachtend. |
15.01.2019 18:17:38 | Aw: [Durgarnkuld] Hundstage in der Halblingssiedlung (#126773) |
Durgarnkuld | Lueith hatte Glück - sie kam gerade recht zu den Vorbereitungen des ersten Vorfrühstücks. Bevor die schläfrige Sonne sich über den Horizont quälte, war schon der, gerade im Verhältnis zu Elborias Küche, äußerst deftige Duft von Mahlzeit nach Halblingsart in der Luft und wehte verführerisch bis zu den Stadttoren. Köchinnen und Köche wuselten geschäftig umher, bereiteten die langen Bänke, Butterbier wurde gezapft, es schäumte frisch und fröhlich, während in den Pfannen Pilze und Kartoffeln, Würstchen, Speck samt Ei schmurgelten. In anderen wurden Pfannkuchen in akrobatischer Manier sich zugeworfen, von Pfanne zu Pfanne bis auf den großen Sammelteller der hungrigen und erwachenden Meute. Für die Gnome wurde natürlich noch reichlich salzige Speise beigefügt, wenn schon einer aus seiner improvisierten Wohnhöhle kullerte. Die junge Klingsängerin wurde auch, nachdem ein paar argwöhnende Büttel sie als eine der tatkräftigen Helferinnen bei ihrem Umzug und der Schreinweihe identifizierten, herzlich empfangen und geladen, sich zum Schlemmen einzufinden. Als aufdringlich wurde das wohl nicht empfunden. Die kräftigen Reithunde, die teils wohl auch die Doppelfunktion als Hirten- oder Wachhunde ausfüllten, wurden auch keineswegs versteckt, sondern ein absolut natürlicher Bestandteil des Hin-Lagers. Was der Silberelfe als kampferprobte Streiterin unweigerlich auffiel, war die Disziplin der Tiere sowie die Harmonie, mit der sich Reiter oder Führer mit ihnen bewegten. Für nicht magische Tiere zählten sie bestimmt zu den klügsten, best ausgebildetsten ihrer Gattung. Stets wussten sie, was gebraucht wurde, trugen es helfender Hand (oder eher Maules) den Hin nebenher, lauschten auf jedes Kommando und lediglich beim Spiel der Jüngeren mit den stattlichen Tieren, war auch deren Spieltrieb und Ausgelassenheit noch zu spüren. Zwinger fand Lueith keine vor, offenbar waren die Reittiere gut genug ausgebildet, um nicht so gehalten werden zu müssen. Das würde auch Ferux bei seiner verdeckten Ermittlung bemerken. Der Kater wurde kaum beachtet, auch wenn er sicherlich den feinen Nasen aufgefallen war. Keines der Tiere ging durch, um dem Treiben von Hund und Katz sich hinzugeben. Während Lueiths Aufenthalt - sollte sie das Vorfrühstück denn gemeistert haben, hörte sie auch etwas Tratsch und Plauderei, waren die Kurzen, wenn sie jemandem eben trauten, wie gewohnt offenherzig. Weiterhin plagten sie einige freche Räuber, die zuweilen Kleinvieh und Ferkel oder Obst stahlen. Eine junge Tyritin sollte sich dessen annehmen. Hoffentlich war ihr nichts passiert? Und einer dieser verlotterten Halunken hatte doch letztens tatsächlich direkt Zugang mit kryptischen Wortfetzen ersucht. Sicher wollte der nur das Lager ausspähen, pah! Während des Mahls entdeckte die Kriegselfe auch zu ihrer (heimlichen) Entzückung den gesuchten Wuschelohr, der sogar ohne Führer sich frei bewegte. Sollte sie ihm doch genug Blicke zugeworfen haben, dass es auffiel, oder einfach fragen, würde sie erfahren, dass dies der altgediente Balto sei. Ein heldenhafter Reithund, der auch ein ebenso großes Herz besaß. All diese Eindrücke gesammelt war keines der Tiere auffällig oder schien krank. |
23.01.2019 21:56:11 | Aw: [Durgarnkuld] Hundstage in der Halblingssiedlung (#126795) |
Daanik | Ein Schlupfloch finden, ungesehen beobachten, jene die ihn verurteilten. Und doch sollte es zu ihren eigenen Schutz sein. Wohl kaum würde er nach Elboria gehen, was ihm Lueith riet. Der eiserne Bär war ihm derzeit keine große Hilfe, realistisch gesehen gar keine Hilfe. Ein Zauber hat sich auf seinen Geist gelegt und irgendwer musste ja seine Geschicke in die Hand nehmen. Wer wenn nicht Lueith? Was Lukasz wiederum ihre Reaktion verständlich machte. Sicher war sie überfordert, sah deshalb den Ernst der Lage nicht, was sie wohl zu den Worten und Zweifel bewog. Nur so konnte es sein! Blinky würde sich sicher machen, in der Stadt der Ehrwürdigen, wo Lukasz ihn "abgesetzt" hatte. Irgendwie, davon war der Bursche überzeugt. Das hier aber, war von höchster Dringlichkeit und er musste handeln. Nur wie sollte er unbemerkt in die Nähe von Neu-Hohenbrunn kommen? Sich ranschleichen wie ein Dieb, ein elender Langhans, der er ja eigentlich nicht war?! Es gab nur einen Weg, den Fluss überqueren. Doch zu dieser Jahreszeit in Gestalt eines Zweibeiners? Felllose sind sonderbare Kreaturen. Können schlecht riechen, sind laut, von der Natur gar ärmlich ausgestattet, besonders was ihr Fell betrifft. Die Kälte des schwarzen Wassers vor ihm, dessen war er sich bewusst, würde ihm sicher die Lebensenergie entziehen. Und doch gab es einen Vorteil den die Zweibeiner besitzen, ihre Hände, Finger, die Lukasz gegebenenfalls benötigte um seinen Bogen benutzen zu können. Falls er ihn benötigte. Und er war mit dieser Waffe nicht ungeschickt. Glücklicherweise hatte er ja Hände und Finger, aber kein Fell. Was für ein Dilemma. Deshalb wandte er sich an der Nacht weißen Dame, in der Hoffnung sie möge seinem Anliegen Gehör schenken. Lange flüsterte er in der Dunkelheit der Nacht zu ihr, erzählte seine Geschichte, offenbarte seine Gedanken und Befürchtungen. Schwarze Wolken zogen am Himmel entlang, tauchten die Umgebung in eine Schwärze, die einem kaum ermöglichte seine eigene Hand vor den Augen zu sehen. Sicher war sie beschäftigt. So verging schleppend die Zeit, ohne dass der Bursche das Gefühl hatte erhört zu werden. Doch für einen Moment dünnte die Wolkendecke aus. Silbernes Licht durchbrach den schwarzen Schleier. Im Schein des Mondes fing Lukasz Haut an zu kribbeln. Wohlige Wärme durchfloss seine Adern. Erst unbewusst, dann glitt er mit der Hand durch die Luft um sich zu überzeugen, ohne die Kälte der Nacht zu spüren. "Danke meine Freundin." Überrascht über die Wendung, griff er zum Bogen, tauchte in das eisige Nass, um den Fluss zu überqueren. Seit einiger Zeit hockt der Bursche zwischen Geäst, beobachtet aus, wie er hofft, sicherer Entfernung das Treiben im Lager der Halben. Seinen Körper bedeckt mit welken Laub, die verräterische Blässe der Haut getarnt mit Farbe aus Erde. Seine Schwester hatte es gesagt, wir wissen nicht wo die Hunde sich aufhalten. Doch ... [i]was macht Lueith mitten im Dorf der Hin? Hatte sie nicht seinen Plan an dem er festhielt verworfen?[/i] |
29.01.2019 21:49:07 | Aw: [Durgarnkuld] Hundstage in der Halblingssiedlung (#126815) |
Daanik | Nicht im Wald Hundekalt, hundemüde und überhaupt ... [b]wo stecken die Hunde?[/b] Bei der überstürzten Flucht von Neu-Hohenbrunn mit Blinky vor seinen Verfolgern, konnte Lukasz nicht richtig wahrnehmen, [b]wieviel es von dieser Sorte gab?[/b] Drei waren es! Oder, doch vier dieser nach einem schnappenden Reittiere? So musste er wohl alle in Augenschein nehmen, beobachten und auskundschaften. Daraus folgend seine nächsten Schritte planen. Der Bursche studierte die Abläufe im Lager um den entsprechenden Zeitraum für das Geschehen festzulegen. In der Nacht natürlich, wenn ihm die Gunst seiner "Freundin" durch ihren Segen zuteil wurde. Tagsüber lag er versteckt zwischen Laub und Gebüsch, mehr ein regungsloses vor sich hindämmern. Gerade genug um mit müden Geist Antworten auf seine Fragen zu bekommen. Als die Dunkelheit hereinbrach, wagte er sich näher an das Gewusel der Kurzen heran. Eigentlich in der Annahme, das Gewusel verebbt mit der Stille der tiefen Nacht, gibt ihm die Möglichkeit Details zu erkunden. Das Wissen um Details die über Erfolg oder Misserfolg seines Vorhaben entscheiden können. Nicht alles ohne vorab, die Gunst um eine geschärfte Sicht zu dieser Zeit zu erbitten, ebenso um leise Schritte, wie der Flügelschlag eines Schmetterlings. Menschen sind wirklich mit vielen Dingen bestraft. Dennoch, so ihm Dunkelheit und Trickserei Vorteile bringen, wird er nicht waaghalsig oder gar übermütig, hält sich auf Distanz zu den Behausungen. Das hier ist nicht der Wald, sondern unliebsames Terrain welches er betritt. Definitiv nicht sein Revier. |
31.01.2019 18:35:36 | Aw: [Durgarnkuld] Hundstage in der Halblingssiedlung (#126827) |
Durgarnkuld | So hatte sich Lukasz an die Observierung gemacht - von seinem erhöhten Spähposten aus konnte er das kleine beschauliche Halblingslager gut überblicken. Auch der Waldbursche konnte erkennen, dass die Reit- und Wachhunde fröhlich und in Harmonie im Lager umherwanderten ohne in Zwingern gehalten zu werden oder angepflockt zu werden. Sie waren ein Bestandteil der Gemeinschaft, festverankert. Als er sich einige Zeit mit der Zählung beschäftigte, kam er insgesamt auf etwa ein Dutzend der Tiere - unter ihnen auch der Reithund-in-Ausbildung Oscar von Blinky. Apropos Blinky. Nachdem Lukasz nunmehr Tage damit zubrachte und den jungen Halbling ohne weitere Instruktionen in Elboria zurückgelassen hatte, spazierte der einen der folgenden Tage wieder fröhlich pfeifend, als könnte ihn kein Wässerchen trüben, ins Lager. Ein paar blinkende Souvenirs aus der Elfenstadt merklich reicher. So einen quirligen Hin konnte man eben nicht zu lange ohne Aufsicht lassen, wenn er nicht wieder durchgehen sollte! Mit gewisser Zuverlässigkeit, wenn auch hier und da einigen Abweichungen, konnte Lukasz nach einiger Zeit auch etwa die Wachpläne der Büttel sich merken. Wie viele wo in etwa, insbesondere zu späten Stunden weilten. Er war sich selbst zumindest sicher, dass er die Stunde der Monddame nutzen könnte, um sich ins Lager zu stehlen. Zum Glück des jungen Druiden, waren Halblinge, im Gegensatz zu anderen Völkern, nicht besonders scharfäugig des Nachts. Einige der Gnome in der Siedlung konnten sicher auffällige Bewegungen ausmachen, aber wie der Bursche richtig vermutet hatte, war es zu später Stunde (sofern nicht gerade ein Mitternachts-Imbiss oder die äußerst frühen Frühstücksvorbereitungen oder feierliche Festnachtsfressereien anstanden) recht ruhig und friedlich in dem Lager. Die Hunde waren verstreut zu der Zeit. Einige begleiteten die Büttel und ihre scharfen Nasen würden Lukasz ohne besonderen Schutz sicher verraten. Andere schliefen in Zelten bei den Familien oder in den Wagen mit. Wieder andere lagen ruhend oder wachend nahe des Kleinviehs, nachdem ja grobschlächtige Hanse sich bekanntlich zu gerne daran vergriffen. |
31.01.2019 20:47:42 | Aw: [Durgarnkuld] Hundstage in der Halblingssiedlung (#126828) |
Daanik | Unter seinen Händen nahm das Stück Holz Form und Gestalt an. Die scharfe Klinge des Schnitzmessers hobelte entlang der Maserung. Hin und her wendete er das Werkstück, mit starren Blick begutachtete er das was er schuf, um dann die Schneide wieder neu anzusetzen. Sanft floss das schwarze, kalte Wasser an ihm vorbei, hier am Ufer auf der anderen Seite der Erhöhung zur Siedlung der Kurzen. Leichte Nebelschwaden stiegen vom Wasser hoch, die Luft mit Feuchtigkeit sättigend. Die helle Späne welche zu Boden fiel, sammelte Lukasz in regelmäßigen Zeitabständen zu kleinen Häufchen auf. Ein Dutzend kamen in Frage, Mehr als wahrgenommen, in dem Wissen, mehr als er in der Lage wäre um seinen eigentlichen Plan auszuführen. Dann noch verstreut. Das Einzige was in dem Lager kontinuierlich, ein immer wiederkehrendes Muster der Zuverlässigkeit zu haben schien, war der Essensdunst aus den Töpfen und der für Lukasz unverständliche stetige Appetit der Beobachteten. Den noch mehr blinkenden Blinky nahm der Bursche wahr. Wäre er eine Elster, würde der Junge sicher in die Analen der Geschichte seiner Geschwister eingehen. Doch er war keine Elster und mit den Kurzen kannte sich Lukasz nicht aus, abgesehen von dem frisch erworbenen Wissen über ihren unbändigen Appetit. Zeit genug, jedenfalls solange die Silberne den Zenit ihrer strahlenden Macht erreicht, hatte er ja. Zeit genug um zu beobachten, Ansätze für einen Plan zu finden. Zeit genug um brütend am Wasser zu sitzen, schnitzend. Den Köcher und Bogen griffbereit, die letzte Option. |
12.02.2019 22:48:40 | Aw: [Durgarnkuld] Hundstage in der Halblingssiedlung (#126893) |
Durgarnkuld | Während Lukasz so beobachtete und an einem Plan tüftelte, sah er Blinky mit einem jungen neuen Tag freudig in die Menschenstadt wetzen. Unbekümmert wie stets, sein Komplize. Oder war Lukasz der Komplize gewesen? Wie auch immer. Auch wenn der Waldbursche nicht wegen Blinky hier war, der war ja eher unerwartet wieder aufgetaucht, fiel ihm doch auf, dass er nicht wiederkehrte. Weder diesen Abend. Noch den darauf. Oder den folgenden. Und der Reithund Oscar, der herrenlos zur Stunde Selûnes auch in die Stadt lief, kam ebenso nicht zurück. |
01.03.2019 23:43:08 | Aw: [Durgarnkuld] Hundstage in der Halblingssiedlung (#126965) |
Daanik | [b]Der Meisterschütze[/b] Längst hat sich die Vergangenheit über das Geschehen in dieser Nacht gelegt, als in der Tiefe der Nacht am Rande des Lagers der Hins, sich zwei begegneten. Eine im Mondlicht silbrig, kalt schimmernde Pfeilspitze gerichtet auf jenen altgedienten Balto, der "Auge in Auge" dem Schützen gegenüber stand. Es gibt Zeiten, da kann Freiheit zum Fluch werden. Den Moment abgepaßt, Lukaszs Sinne verhießen ihm einen freien Weg für sein Vorhaben. Gefühlt 1000 mal in Gedanken den Plan durchgegangenen. Gerne hätte er es anders gesehen, doch er wußte es nicht anders. Der graue Fluß an welchem er die letzte Zeit viel zu lange saß und grübelte, murmelte nur sein eintöniges Lied. Der Wind trug des Sonderlings sich erklären, in weiter Ferne. Dorthin wo Stimmen im Nichts vergehen. Und wer soll schon einen Ruf hören, wo keine Laute mehr vernommen werden? "Es tut mir Leid, dass es so kommen muß." Entschuldigte sich Lukasz flüsternd, in der Sprache des Stammvaters seines Gegenübers. "Von einem deines Rudels geht eine Gefahr aus, die zur Gefahr für das ganze Revier hier werden kann." [i]Töte ihn! [/i]Murmelte es kaum vernehmbar. [i]Töte ihn, die Zeit läuft ab![/i] Jeden Herzschlag spürte der Bursche, die Muskeln angespannt, die Lippen aufeinander gepresst, den Atem angehalten ... [i]nur noch loslassen, es ist so einfach [/i]. Tief atmet Lukasz aus. ...[i]nur noch loslassen, es ist so einfach [/i] nicht für die sanfte Natur. "Höre mir bitte zu!" Sind Lukasz Worte nach seinem Versagen, während er die Pfeilspitze Richtung Boden senkte. Soweit der Altgediente den Eindruck vermittelte er würde keinen Alarm schlagen ... erzählte Lukasz seine Geschichte von sich, seiner Gabe und seiner Freundin Selûne, die Baumhirten die er suchte, was ihn nach Neu-Hohenbrunn führte ... denn eigentlich wollte er nur helfen. Seine Schuld begleichen bei den Zweibeinern, dessen Nähe er hätte erst gar nicht suchen dürfen. Und falls Lukasz Sinne sich doch täuschten? |
02.03.2019 13:09:26 | Aw: [Durgarnkuld] Hundstage in der Halblingssiedlung (#126968) |
Durgarnkuld | So drehte Balto des Nachts seine Runden und traf unverhofft auf den Burschen. Natürlich ging der Veteran der Hundestaffel sogleich in Haltung, um den Eindringling anzuspringen, hatte der ja bereits den Bogen erhoben und machte seine feindseligen Absichten mehr als deutlich. Die Zähne wurden gefletscht, die Ohren standen aufmerksam, ein tiefes, aggressives Knurren grollte in dem Brustkorb des Hundes. Er hatte schon zahlreiche Fremdlinge und Diebe vertrieben und Lukasz war im Moment da keine Ausnahme. Als Lukasz die Pfeilspitze senkte, blieb Balto weiterhin wachsam, kampfbereit. Und sicherlich würde er auch anschlagen für die übrigen Bewohner des Lagers, außer der Wildling, der sich mit den Haltungen, den Gebärden, den unterschwelligen Lauten der Tiere bestens auskannte, [url=http://www.d20srd.org/srd/classes/druid.htm#wildEmpathy]nahm eine beruhigende Haltung ein[/url], fand die rechte Tonlage, die rechten Gesten (oder Mangel daran), um den wachenden Rüden zu beschwichtigen. Oder aber er machte Gebrauch von [url=http://www.d20srd.org/srd/spells/calmAnimals.htm]den Gaben der Mondmaid[/url]. Möglichkeiten hatte der Knabe in Hülle und Fülle, sodass er sicherlich einen gangbaren Pfad wählen würde. Diese Hürde gemeistert, versuchte sich Lukasz dem Tier also mitzuteilen. Mit einem [url=http://www.d20srd.org/srd/spells/speakWithAnimals.htm]Gebet an Selûne[/url] war dies sogar möglich - ansonsten wäre es wie die meisten Gespräche von Hund und Mensch doch etwas einseitig und das Meiste an Verständnis, was sich der Zweibeiner dann einbildete, doch nur in den Ausdruck des Vierbeiners hineininterpretiert. Aber selbst mittels einer klaren Verständigung blieb Balto - kluger Bursche, der er natürlich war. Für einen Hund - eben doch ‚nur’ ein Hund. Ob er von den komplexen Zusammenhängen, der Mission, Lukasz Zerrissenheit und Bredouille wahrlich viel verstand, war doch recht fraglich. So viel kam aber bei dem Altgedienten an, dass Lukasz nicht hier war, um Schaden anzurichten. So taperte er auch langsam vor, badete sich im Licht des Mondes und würde sich selbst sicher untersuchen lassen. Sollte sich der Waldbursche kurz und simpel halten, würde Balto vielleicht gar die anderen Hunde noch dazu bewegen können, vorbeizuschauen. |
09.03.2019 11:19:45 | Aw: [Durgarnkuld] Hundstage in der Halblingssiedlung (#127001) |
Daanik | [b]Zweibeiner oder was?[/b] Es war ganz simpel. Nicht das Begehren nach anderer Hab und Gut, die Anrufung dunkler Mächte zur finsteren Stunde, korrumpierte Schatten, war der Grund für den Zeitpunkt seiner Aktivitäten den er erwählte. Nachts war die Zeit wo er über die Gaben seiner Freundin, wie er Selûne nannte, verfügte. Mögen auch andere gegenteilige Behauptungen in die Welt setzen, es war einfach falsch. Doch woher sollten sie es besser wissen? So war sein Auftreten sicherlich zweifelhaft. Ein Fremder, noch dazu zu einer Zeit die Zweifel in einem aufkommen lassen könnte und dann die gefährlich schimmernde Pfeilspitze. Letzteres wirkte weniger bedrohlich als er den Bogen entspannte, gleichfalls senkte. Den Eindruck der Gefahr der von ihm ausging, versuchte er auch zu minimieren indem er in die Hocke ging, sich kleiner machte. All das mit dem Wissen, sich selbst damit eine Blöße zu geben. Was den Ton betraf den der Wildling anschlug, klang Lukasz nie bedrohlich, herrisch oder gar laut. Warum sollte es hier anders sein? Hier stand nicht der Feind ihm gegenüber. Manchmal machten sich die Winde über ihn lustig, glitten rauschend durch Astwerk und Blätter der Bäume im Wald, übertönten ihn auf spielerischer Art. [spoiler]Wild Empathy 1w20+Ch+LvlDruid=31[/spoiler] Was Lukasz Anliegen betraf und ob ihn Balto verstehen würde? Balto war eben ein Hund, nur ein Hund. Doch schlummerte vielleicht noch das Blut seiner Urahnen in ihm? Nicht nur allein das Hindernis der Auffassungsgabe, die Worte des Wildlings richtig für sich zu interpretieren, nein, da war noch dieser rohe Dialekt der in den Lauten mitklang. Doch konnte man seine Herkunft verleugnen? Oder haben die Hunde ihr natürliches Wesen verloren und waren mehr Zweibeiner als Lukasz glaubte? In Gänze war Baltos Gegenüber für den Moment wehrlos, sprach zu ihm im ruhigen, sachten Ton, den der Altgediente verstehen könnte. Eine Bitte.[b] Versammel dein Rudel hier.[/b] [spoiler]Speak with Animals=12 Min[/spoiler] |
09.03.2019 11:39:15 | Aw: [Durgarnkuld] Hundstage in der Halblingssiedlung (#127002) |
Durgarnkuld | Balto studierte sein Gegenüber, als er das tödliche Scharfschützeninstrument senkte. Wie er sich kleiner machte, Blöße gab. Es bedurfte nicht vieler Worte - anders als bei Humanoiden, die man meist mit einigen süßen Worten einlullen musste - um einander zu verstehen. Zumindest dann nicht, wenn man wusste, worauf man zu achten hatte. So vergingen einige zähe Minuten, da der altgediente Hundeheld Lukasz beobachtete, bevor er langsam nähertrat und sich versichernd mit Schnüffeln und Schnuppern von der Lauterkeit seines Gegenübers überzeugte. Die Haltung entspannte sich, die Rute wippte nun eher eine Spur freudig erregt, denn angespannt. Zeitweilig hatte der Waldbursche einen neuen Freund gewonnen. Sei es ob der komplexen Geschichte, Lukasz Dialekt - oder der Einbildung, er könne sich frei nach Schnauze mit einem Tierchen unterhalten. Als er die Mondmaid anrief und einfache Worte benutzte, verstand Balto durchaus. Der große Reithund brummte einmal, aber würde sich dann davonmachen, wieder hinein ins Lager. Nun war es nur noch eine Frage der Geduld. Minuten verstrichen. Dann eine Stunde. Sollte Lukasz die Zeit nicht schrecken, käme dann aus dem nächsten Dickicht tatsächlich Balto zurück. Und mit ihm mehr Reittiere der Hundestaffel. Alles in allem vielleicht ein Dutzend, die Lukasz beäugten, aufmerksam, was der seltsame Zweibeiner wollte. |
22.03.2019 20:47:28 | Aw: [Durgarnkuld] Hundstage in der Halblingssiedlung (#127054) |
Daanik | [b]Die Aufmerksamkeit gewonnen[/b] Ohne den Ton eines Vorwurfes deutet der Außenseiter auf die Überreste der schon verblassenden Blessuren, als Lukasz das zerissene Hosenbein an seiner Wade hochzieht. Rosig hell schimmert die Haut, vergleichbar mit der eines Neugeborenen. Viel war nicht mehr zu sehen, doch vielleicht frischten Erinnerungen auf, begleitet durch den Geruch den der Sonderling mit sich trug. Der Duft des Waldes, ein Gemisch aus Pilz, feuchten Laub und er selbst. "Meine Suche gilt denen des Rudels, welche mich und den Jungen mit der Glitzerschnalle in einer Nacht jagten."Sprach er im gesetzten Ton. Ganz im Gegenteil zu seinem Verhalten im Umgang mit den Zweibeinern, mied er nicht den Augenkontakt mit den Mitgliedern des Rudels. "Ich bin euer Freund, möchte euch helfen." Und um seine Absicht zu bekunden, kniete er sich nieder um den Neugierigen, Vorsichtigen oder auch denen die weniger offen ihm gegenüber standen, die Möglichkeit zu geben Kontakt mit ihm aufzunehmen. Der überaus hervorragende Geruchssinn war Lukasz bekannt, spielte dieser doch in seinem Rudel welchem er sich anschloß, eine wesentliche Rolle. Selbst Gefühle ließen sich "erschnüffeln". Also gab er ihnen Zeit. |
23.03.2019 12:41:54 | Aw: [Durgarnkuld] Hundstage in der Halblingssiedlung (#127057) |
Durgarnkuld | Ein paar der Reithunde legten sich nieder und beobachteten Lukasz zunächst, andere umkreisten ihn unruhig, wieder andere standen schlicht zunächst mit angeschrägten Köpfen da und warteten. Balto war der erste, der auf das Angebot hin vortrat und begann ausgiebig an den Beinen des Sonderlings zu schnuppern. Auf und nieder, hin und her, zick und zack wischte die kalte Schnauze, als wolle er sein Opfer inhalieren. Damit ward auch das Eis gebrochen und mehr und mehr Reithunde trotteten heran, bis Lukasz in einem überschaubaren Strom aus Fell, Ruten und aneinanderstoßenden Dickköpfen fast drohte unterzugehen. Für Platzangst war hier kein Platz, soviel war klar. Womöglich fühlte sich der Jüngling aber auch nicht beklommen und erdrückt, suchte er ja auch den Augenkontakt zu den Vierbeinern. Sollte Lukasz all dies über sich ergehen haben lassen, lösten sich die Hundestaffel Reittiere wieder allmählich, einer nach dem anderen, jeder mit seiner Ausbeute an offen gelegten Motiven wohl zufrieden. Balto scharrte mit seinen Pfoten und gab ein Brummen von sich - offenbar das Signal, denn damit trennte sich Spreu vom Weizen, Mann von Memme, Welpe von Reithund. Die meisten Staffler scharten sich um Balto selbst, doch drei (oder waren es vier gewesen?) stellten sich bei Lukasz auf. Sie unterschieden sich nicht sonderlich von den anderen ihres Rudels, wollte man es so nennen. Nicht mehr als jeder sich von dem anderen unterschied und eine eigene Persönlichkeit aufwies. In der Ferne hörten dafür alle scharfen Ohren Irritation. Offenkundig war das Fernbleiben der Hunde nicht lange unbemerkt geblieben und einige Rufe erschollen. Die besorgten Hinbüttler begannen nach ihnen zu suchen. Noch war es weiter weg, nicht zu angeheizt oder von Sorge trächtig - etwas Zeit blieb noch, das, wofür Lukasz überhaupt erst hergekommen war, solange ausgeharrt. Aber er sollte sich besser sputen, wollte er die Ereignisse von damals nicht handfest wiederholen. |
31.03.2019 12:12:28 | Aw: [Durgarnkuld] Hundstage in der Halblingssiedlung (#127089) |
Daanik | [b]Wohlige Wärme[/b] Man würde sagen, Lukasz spitzt seine Ohren (Lauschen w20/13+22=33), als die Irritationen für Hellhörige wahrnehmbar sind. Die Zeit droht zu verrinnen. Den drei oder vier Hunden welche sich zu Lukasz gesellten, selbst hatte er auch kein klares Bild in Erinnerung, widmete er sich. Die Anzahl beruhigte ihn, war sie doch eine Zahl für sein Vorhaben, wo er selbst daran glaubte sie bewältigen zu können. Er konzentrierte sich auf auf seine "Patienten", der Grund weshalb er selbst wieder zurückkehrte in das Lager der Kurzen. Dem ersten Hund unmittelbar neben sich, näherte er sich mit seinen Fingern. Tauchte mit den Fingerspitzen in das Fell ein, versuchte ihm den Nacken zu kraulen. Währenddessen murmelte er sanft ruhige Worte. Nichts klang bedrohlich in seiner Stimme. Er bat seine Freundin um [url=http://www.d20srd.org/srd/spells/removeDisease.htm]Hilfe[/url]. Jede Bewegung sacht, ohne Eile. In die Hilfe die er erbat, legte Lukasz die Hoffnung seine Befürchtungen grundlos zu machen. Von einem Heiler war er weit entfernt. Mögen auch dversteckte Fähigkeiten in ihm ruhen, war sein Wissen diesbezüglich beschränkt, wie er selbst wusste. Soweit ihm die Prozedur gelang, nicht zwingend gleichbedeutend, dass dem ist so, wiederholt er selbiges mit den anderen Hunden die bei ihm standen. Argwohn und Vorsicht sollten eigentlich gewichen sein, nachdem Lukasz seinen ersten "Patienten" entlassen hatte. Ganz im Gegenteil, die Magie die sich durch durch den Kontakt aus Lukasz Hand ausbreitet, erzeugte eine wohlig friedliche Wärme im Körper, die sich ausbreitete. |
06.04.2019 15:04:23 | Aw: [Durgarnkuld] Hundstage in der Halblingssiedlung (#127104) |
Durgarnkuld | Große braune Augen beobachteten die Waldburschen sehr genau, als er sich näherte. Leicht schrägte der Reithund den Kopf an, als stelle er eine stumme Frage, doch ließ er sich dann auch mit einem leisen Brummen kraulen. Die sanften Worte Lukasz’, mit jeder Silbe die Gaben seiner zu- und abnehmenden Freundin kanalisierend, taten ihr Übriges, um den Pelzträger milde zu stimmen für die Untersuchung. Das letzte Wort der Macht gesprochen, fielen von dem Reithund augenblicklich mehrere Zecken und ein kleiner Flohzirkus ab. Wie nach einer kräftigen, allerdings unfreiwilligen Dusche, schüttelte sich der Patient mit vier Pfoten. Hatte es gefruchtet? Auch den Keim abgetötet, den der Waldbursche wahrlich fürchtete? Sofern er überhaupt Wohnung in dem Vierbeiner genommen hatte? Das würde die Zeit vielleicht erst verraten. Soweit der Bursche es beurteilen konnte, war das Exemplar vor ihm bester Gesundheit und blühte nach dem Gebet noch eine Idee mehr auf. Glänzendes Fell, feuchte Schnauze, aufgeweckter Blick. Und nach dem warmen Körpergefühl begann er wie von der Tarantel gestochen herumzutollen. Auch die übrigen Patienten fügten sich der Prozedur. Einige hatten Würmer gehabt oder andere kleine Parasiten, die sich einfach anschlichen, wenn man viel im Freien unterwegs war. Aber keiner sonderlich auffällig. Kaum hatte der Druide seinen letzten Hund entlassen, bemerkte er das Nähern von Fackeln. Die Büttel waren wohl langsam auf die Schliche gekommen, dass eine Versammlung hier stattfand. |
01.05.2019 09:46:42 | Aw: [Durgarnkuld] Hundstage in der Halblingssiedlung (#127150) |
Daanik | [b]Abschied[/b] Das flackernde Licht der Fackeln, die sich bedrohlich nähernden Geräusche der Zweibeiner, Zeit das Weite zu suchen. Ein kurzer, doch dankbarer Blick zum nächtlichen Firmament, zum Licht seiner für sich selbsternannten Freundin. Dann nahm der eigenwillige Waldkauz die Beine in die Hand um das Lager der Hin zu verlassen. Mit einem "Passt auf euch auf." verabschiedete er sich vom Rudel der treuen Gefährten jener, deren Begegnung er gerade mied. Mit der Gewissheit alles gegeben zu haben wozu er befähigt war, Unheil zu vermeiden, suchte Lukasz den Weg zum Fluß. Das dunkle Wasser bewegte sich genauso träge, wie zu dem Zeitpunkt als er seine Mission begann. Ein unsichtberer Schleier aus Kälte schwebte über das Nass, kündigte an was ihn erwartete, wollte Lukasz es durchqueren. Die Bedrohung hinter seinem Rücken, sich bewusst, soetwas dürfte nicht noch einmal passieren, da gab es keine Wahl. Die eisige Kälte kroch seinen Körper hoch, als er mit den Füßen im Wasser stand. Dann tauchte er ab. Frische Spuren am Ufer waren zu sehen, eindeutig menschliche Fußabdrücke. Ein Spurenleser würde anhand der Größe und Tiefe der Abdrücke feststellen können, hier handelte es sich um einen ausgewachsenen Menschen. Nicht schwer von Gewicht schien er zu sein. Barfuß zu dieser Jahreszeit? Eindeutig. Am Lager bei den Hunden lag ein Bogen. Man mußte kein Fachmann sein um dessen hochwertige Verarbeitung zu erkennen. Ein Meister hingegen konnte mehr sehen. Die typische Arbeit eines Tel-Quessirs, zumindest der Einfluß. Bei genauerer Betrachtung erkannte man kleine Symbole, welche in ovaler Anordnung um das Griffteil in das Holz geschnitzt sind. Kreise, Pfeile und Augenpaare die von sieben Sterne? umgeben waren. Am Ufer nahe bei den Büschen, wenn sich überhaupt jemand die Mühe machte die Gegend zu untersuchen, denn schließlich fehlte nichts im Lager, lag noch Holzspäne und eine grob geschnitzte Figur im Gras. Eine Figur mit Ecken und Kanten, im wahrsten Sinne des Wortes. [center][url=https://postimages.org/][img]https://i.postimg.cc/7Zh2JRwt/B-r.jpg[/img][/url][/center] |