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24.06.2008 12:24:07
Eine gefährliche Mission (#12554)
Griffinus
Es ist ein sehr regnerischer Morgen. Ein kleines Küstenfischerboot legt mit der Morgenflut in Mirhaven ab.
An Bord zwei Gestalten. Ein alter wettergegerbter Fischer und eine kleine stämmige Person in einem braunen Kaputzenumhang, offensichtlich ein Fahrgast.
Das Boot nimmt den Küstenkurs Richtung Hohenbrunn und verschwindet schon nach kurzer Zeit in dem Regen außer Sicht.

"Nehmen sie jetzt Kurs auf die Insel der Verdammten. Landen sie möglichst beim Krähenforst an einer nicht einsehbaren Stelle.", ertönt es nach einer Weile unter dem Kaputzenumhang.
Ein zustimmendes Brummen und Nicken ertönt vom Fischer und kurz darauf ändert das kleine Boot den Kurs.
Nachdenklich und fast regungslos bleibt die kleine Gestalt am Bug des Schiffes.
"Beim Barte Moradins. Ist mir schlecht. Eine wilde Herde Nachtmare hätte mich nicht auf diesen Seelenverkäufer gebracht, aber Auftrag ist Auftrag und dann noch persönlich vom morndinhorm. Hoffendlich wird die See nicht noch rauer.
Wenigstens schützt der Regen von neugierigen Blicken. Und da ich derzeit wohl kaum offiziell nach Valvec gelangen kann, ist mir das ganz recht so. Es hilft im verborgenen zu bleiben.
Was mich dort wohl für neue Teufeleien erwarten?
Ich habe auf jeden Fall genug Proviant dabei, um mich eine Zeit irgendwo versteckt halten zu können. Ich denke ich fange erst einmal damit an die Landungsmöglichkeiten zu überprüfen. Das sollte ungefährlicher sein und ist dennoch sehr wichtig für die Mission."

Nach langer Zeit wird er durch zurufen des Fischers aus seinen Gedanken gerissen.
"Da vorne ist Land, Herr, die Insel der Verdammten, wie ihr wolltet."
Nach einer Weile sehen auch dessen Augen, die andere Lichtverhältnisse gewöhnt sind, die näherkommende Küste.
"Sehr gut. Ihr habt euch eure 300 Gold wirklich verdient. Holt mich in genau 3 Tagen wieder an der selben Stelle ab, an der ihr mich absetzt, und euch winken noch einmal 500 Gold. Das sollte mehr als genug sein, um eure Familie noch lange zu ernähren. In eurem Interesse verliehrt kein Wort über das hier. Wenn einer fragt, wohin ihr mich gebracht habt, dann antwortet ihm, daß ihr mich zum Leuchtturm vor Hohenbrunn gebracht habt. Dabei ist es völlig egal, wer fragt. Wenn ihr Wort brecht, bin nicht ich derjenige, den ihr am meißten fürchten müsst."

Der Fischer war zu alt, um seine Familie noch lange vom Fischfang ernähren zu können, also freute er sich über dieses verhältnissmäßig leichte Zubrot und nickte zustimmend und dankend.

Etwa eine Stunde später betrat die kleine, stämmige Gestalt das Ufer der Insel der Verdammten, zahlte den Fischer die 300 Gold, nahm seinen Rucksack und verschwand recht schnell und Geschickt im nächsten Unterholz.
25.06.2008 12:33:21
Aw: Eine gefährliche Mission (#12612)
Griffinus
Verfluchtes Wetter.
So gut es vor neugierigen Blicken geschützt hat, um möglichst ungesehen auf die Insel der Verdammten zu gelangen, so hinderlich war es jetzt.
Stark eingeschränkte Sicht, kaum mehr als das Prasseln des Regens zu hören und völlig durchnässte Kleidung machten Roderik zu schaffen.
Wie gerne würde er jetzt in der warmen Klanhöhle sitzen und einen leckeren Braten mit einer guten Menge Auraun herunterspühlen.
Doch die Realität sah anders aus.
Ein Lagerfeuer kam nicht in Frage. Selbst mit seinem Geschick im Feuer machen, war es wohl kaum wahrscheinlich bei diesem Wetter ein Feuer entzünden zu können...und selbst wenn doch, würde es qualmen. Das Risiko war einfach zu hoch. Ein Zelt hatte er schon gar nicht erst mitgenommen. Zu hoch war das Risiko dadurch entdeckt zu werden. Einzig eine wasserfeste Plane hatte er noch bei sich.
Dazu kam, daß er dieses verfluchte Eiland zum ersten mal in seinem Leben betreten hatte und dadurch der Vorteil bei diesem Wetter eindeutig nicht auf seiner Seite war.
Trotz allem, Aufgabe war keine Option. Er mochte vieleicht wegen seiner Etikette laufend als Weichzwerg bezeichnet werden, doch im Herzen war er ein echter Dwar. Rückzug gab es nicht in seinem Wortschatz.

Da die Überfahrt mit dem Boot etwas länger gedauert hatte, war es eh schon später Nachmittag. Bei dem Wetter machte es keinen Sinn heute Abend schon auf Spähkurs zu gehen.
Also nutzte er die Zeit eine möglichst sichere und trockene Rückzugsmöglichkeit zu schaffen. Eine Höhle war hier eh nicht zu finden, also suchte er sich mittem im Wald eine möglichst geschütze Mulde.
Über diese spannte er seine Plane, grub an der tiefsten Stelle der Mulde ein Loch zur Drainage und deckte danach die Plane mit allem ab, was er im Wald finden konnte.
Nachdem er sein Versteck als nahezu perfekt einstufte, kroch er völlig durchnässt und frierend hinein und hoffte, daß der Morgen ihm ein besseres Wetter bescheren würde.
26.06.2008 13:21:15
Aw: Eine gefährliche Mission (#12653)
Griffinus
Ohne zu wissen, wie lange es gedauert hatte, bis er endlich vor Kälte und Nässe zitternd in einen traumlosen Schlaf gefallen war, wurde er plötzlich wach.
Irgendetwas war anders. Wie ein düsterer Schatten legte sich die Realität um sein Gemüt.
Sofort griff er nach seiner Armbrust und lauschte.
Man konnte wieder etwas hören. Etwas anderes, als das Prasseln des Regens. Es hatte aufgehört...endlich.
Nun war es still. Viel zu still.
Keine Eule, die in weiter Ferne rief, kein Rascheln im Unterholz.
Sogar der Wind war verstummt und ließ das Blattwerk schweigen.
Fröstelnd zog Roderik seinen klammen Umhang enger und wagte es aus seinem Versteck hervorzuluken.
Der trostlose Krähenforst war in ein gespenstisches Glühen getaucht. Es roch säuerlich und nach Schwefel. Der Regen hatte sich mit den Bergen von Asche vermischt und den Boden mit einem grauen Brei überzogen.
Das gespenstische Glühen ging von einem Berg im Norden aus. Ein verfluchter Vulkan. Kar'Sabásh, erinnerte sich Roderik, so nannte man ihn.
Niemals hätte er sich vorgestellt einen Berg mit derart gemsichten Gefühlen anzugucken.
Fast ununterbrochen aktiv hatte dieser Vulkan dem Gebiet seinen Stempel aufgedrückt.
"Was für eine Moradin verlassene Gegend", schoß es Roderik durch den Kopf.
Zwischen seiner Position und dem Vukan erblickte er ein paar Feuer flackern.
"Das müßte irgendwo am Waldrand sein. Ich kann jetzt eh nicht mehr schlafen. Ich sollte mir das mal näher ansehen, bevor ich den Schutz der Dunkelheit verliehre oder es vieleicht wieder anfängt zu regnen. Hoffendlich bleibt der verfluchte Wald so ruhig, wie er jetzt ist. Ich habe ein schlechtes Gefühl dabei."
Er prägte sich so gut es ging sein getarntes Lager ein, aß ein wenig von seinem Proviant, schickte ein Stoßgebet zu Moradin und machte sich auf.
27.06.2008 13:38:15
Aw: Eine gefährliche Mission (#12736)
Tod
Eine weitere düstere Nacht ergoss ihre Schwermut über die Insel. Die toten Bäume der warfen gespenstische Schatten, erschreckende Vögel kreischten ihre klagenden Schreie hinaus in die Nacht und des öfteren verendete ein gefangenes Beutetier unter schrillen Todesqualen direkt neben ihm.
Als er die Augen das nächste mal öffnete und von seiner Anhöhe hinab sah, erblickte er in der Ebene, unweit von ihm, ein schreckliches Vieh. Einer der großen Hunde Valvecs, ein Wolfsähnliches Wesen, ohne Haut, mit flammenden Augen und mächtigen, übergroßen Kiefern und Fängen. Es stampfte durch die Ebene, witterte und suchte, suchte unablässig, es sah sich um, geifer ran wie Wasser aus den Lefzen losen Kiefern der Bestie. Er war Valvec schon sehr nahe gekommen, nur noch einige Stunden Marsch und er würde die Mauern der Stadt sehen können, reflexartig sah er in die Richtung in die er gehen wolle, als er zurück sah, war die Bestie weg.
27.06.2008 14:12:14
Aw: Eine gefährliche Mission (#12738)
Griffinus
Schreckerfüllt ob der riesigen Hundebestie, versuchte er möglichst viel Abstand zwischen ihm und der letzten Position dieses Ungeheuers zu bekommen.
Wohl wissendlich sich seinem Ziel Valvec wieder ein wenig zu entfernen.
"Nur nicht hektisch werden", schoß es ihm durch den Kopf. "Hektik produziert Fehler, und die kann ich mir hier nicht leisten".
Doch so sehr er sich auch bemühte sich leise weiterzubewegen, die Angst vor der Bestie gefunden zu werden und der Vermutung das diese Bestie nicht alleine umherstreifen würde, trieb ihn vorran.
Immer wieder schaute er sich um, ob er verfolgt würde.
Als er sich sicher war, nicht verfolgt worden zu sein, blieb er schwer atmend stehen.
"Verfluchte Biester. Vetter Helbar schuldet mir ein großes Fass Auraun, wenn ich wieder zurück bin. Eines ist schon mal klar. Die wollen hier keine ungebetenen Gäste. Da bleibt mir wohl nur eines....."
*ein bedauerndes Seuftzen*
"Vetter Thogal wir mich umbringen, wenn er erfährt, wie lieblos ich mit dem Mithralkettenhemd von ihm umgehe."
Nach kurzem Zögern bückte er sich.
Der Boden war immer noch sehr matschig von dem Regen. Hier war zwar schon weniger Asche, aber es reichte für ein gräuliches Gemsich aus Asche und Dreck.
Nach und nach nahm er eine Hand voll und verteilte sie über den ganzen Körper und der Rüstung.
"Das wird meinen Geruch zwar nicht völlig überdecken, aber zumindest abmildern so gut es geht. Ich hoffe nur, diese Biester riechen nicht so gut wie die Hunde der Olven.", schoß es ihm durch den Kopf. "Ich muß mich beeilen. Viel Zeit habe ich nicht mehr, näher an Valvec heran zu kommen. Bevor die Sonne wieder aufgeht, muß ich auch noch rechtzeitig ein Versteck finden, oder schaffen, sonst bin ich leichte Beute."
Zähneknirschend, mit Schlamm und Asche bedeckt und unzufrieden mit der Situation machte er sich wieder auf den Weg.
01.07.2008 12:39:51
Aw: Eine gefährliche Mission (#12884)
Griffinus
((entschuldigt bitte die OOC Anmerkung: Wegen der Rückstellung des Forums ist der alte Part 5 verlohren gegangen. Alle, die ihn vorher noch gelsen hatten, bitte ich den alten zu vergessen. Es gilt jetzt der neue Part 5 B). Wie viele Teile noch folgen weiß ich nicht))


Über und über mit Schlamm bedeckt, zog sich Roderik tiefer in den Krähenforst zurück.
Das Krächtsen von rabenähnlichen Vögeln und andere nie gehörte Tierstimmen kündeten den baldigen Sonnanaufgang an.
Sogar die schaurigen Bäume begannen sich wieder knarrend im Wind zu wiegen.
Doch für Roderik war es weniger das fröhliche Erwachen des Morgens. Viel mehr war es, als würde eine grauenvolle Bestie zu neuem Leben erwachen.
Seine Nackenhaare stellten sich auf. Er konnte die Gefahr förmlich riechen.
Jetzt wurde es Zeit ein Versteck zu finden.
Ein entferntes ihm nicht unbekanntes Klappern ließ ihn aufhorchen.
"Magmornder", zischte er leise und drehte sich in die Richtung des Geräusches.
Er mußte sich sehr anstrengen, um in dem Zwielicht am äußersten Rande seines Sichtfeldes eine Gruppe Skelette zu erspähen.
Schon stieg ihm der süßliche Verwesungsgeruch in die Nase und ließ seinen Magen leicht krampfen.
War das alles nur Einbildung? Sie waren viel zu weit weg, um sie riechen zu können, oder?
Vieleicht war es nur Einbildung. Zu frisch waren seine Erinnerungen von den Horden von Untoten in den Schattengräbern. Hatte dies hier vieleicht etwas damit zu tun?
Trotz allem riskierte er einen genaueren Blick.
Die Untoten bewegten sich dort fast organisiert...fast so, als wären sie auf Wachgang. Wie konnte das sein?
"So wie die dort laufen, kann ich nicht glauben, daß es die einzigen sind. Vieleicht könnte ich die dort erledigen, aber sicher nicht ohne Lärm und ohne Spuren zu hinterlassen. Es ist wohl besser sich jetzt endlich ein Versteck zu suchen"
Also ließ er die Untoten hinter sich und zog sich tiefer in den Wald zurück.
Nach einer knappen halben Stunde entschied er sich, nun tief genug zu sein, um nicht noch mehr Zeit zu verliehren und machte sich daran ein möglichst gutes Versteck für sich zu schaffen.
Schließlich kroch er in das Versteck, schickte ein Stoßgebet zu Moradin und nahm etwas von seinem Proiant heraus und aß es lustlos.
Wieder einmal wünschte er sich in der warmen Klamhöhle ein kühles Auraun trinken zu können.
Es sollte nicht das letzte mal sein.
Grob gesättigt legte er sich schlafen. Er würde seine Kraft noch brauchen.
Doch sollte er keinen Schlaf finden.
06.07.2008 18:30:08
Aw: Eine gefährliche Mission (#13091)
Griffinus
Etwas ließ ihn hochschrecken.
Hatte er schon geschlafen?
Er war doch gerade erst am wegdämmern gewesen, da riss ihn ein Grollen und leichtes Beben wieder aus den Schlaf.
"Dieser verluchte Vulkan. Gibt er denn nie Ruhe?"
Aber es bedurfte doch wahrlich mehr, als einen aktiven Vulkan, um einen Dwar nervös zu machen.
Grummelnd drehte sich Roderik um, um erneut zu versuchen Schlaf zu finden. Doch etwas ließ ihn aufhorchen.
Ein seltsam rythmisch monotones Geräusch war in der Ferne zu hören, aber so sehr er sich anstrengte, es deuten zu können, konnte er doch nichts genaueres Hören.
Also entschloß er sich sein Versteck noch einmal zu verlassen.
"Ich bin hier, um Besonderheiten und Verteidigungen von Valvec auszuspähen. Es könnte etwas interessantes sein. Ich sollte dem versuchen auf die Spur zu kommen. Dann muß mein Schlaf eben noch etwas warten."
Also machte sich Roderik, immer noch über und über mit einer Schicht aus Schlamm und Asche bedeckt, auf, dem seltsamen Geräusch auf die Spur zu kommen.
Hochend blieb er stehen.
Wenn er sich nicht irrte, mußte es aus der Richtung von Valvec kommen.
Als er eine leichte Anhöhe erreichte, hörte er das Geräusch besser. Es war eine art monotoner Singsang von mehreren Beteiligten. Aber es war unmöglich zu verstehen, was gesungen wurde.
Also schlich er näher.
Kurze Zeit später erreichte er ein kleines Wachlager. Es war kurz vor Sonnanaufgang und der Singsang kam von den Wachen. In ihrer Front stand eine Person in dunklen Roben und leitete diesen Singsang.
"Verflucht", zischte er leise. "Was geht da vor und wer ist diese Vogelscheuche von Gesangsmeister in den dunklen Roben?"
Kaum hatte er das ausgesprochen, wurde der Singsang lauter und endete in einer Art Hysterie der schlagartig endete.
Eine Aura breitete sich von dem Berobten aus und ließ Roderik frösteln.
Die Wachen, offensichtlich durch den Singsang angestachelt und zu neuer Wildheit getrieben sprangen auf und jubelten.
"Beim Grim Moradins. Wenn ich nur mehr davon wissen würde. Aber eine gute Messe war das sicher nicht."
Wie gebannt starrte er weiter auf die Szenerie, als plötzlich der Robenträger den Kopf in Roderiks Richtung drehte.
Er hatte das Gefühl von eiskalten Augen beobachtet zu werden und seine Nackenhaare stellten sich zu Berge.
Schnell zog er sich ins Dickicht zurück.
Kurz darauf erschallte hinter ihm einen Befehl in einer unbekannten Sprache.
Das klappern von Waffen und Rüstungen erschallte und trieben ihn zur Eile an.
"Hoffentlich sind die nicht hinter mir her", schoß es ihn durch den Kopf.