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17.02.2018 10:54:00
(SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#123976)
Daanik
Der Puff im Nordviertel war ein guter Ort um seine Gedanken zu sammeln. [i]Das Geschehen so - direkt vor der Haustür[/i]- das schmeckte dem Rotschopf überhaupt nicht. In einem Zug stürzte er, das scharfe, klare Zeugs aus dem Glas, die Kehle runter. Im Versuch den bitteren Geschmack wegzuspülen. [i]Was wäre zuerst zu tun?[/i] Eine der Damen des Hauses setzte sich neben ihn, von derer Anwesenheit er jedoch keine Notiz nahm. "Na Süßer." Wisperte sie ihm in lasziven Ton ins Ohr. Seinen Kopf drehte er zur Seite, genervt sprach er sie an."Was?" Den Oberkörper schob sie zurück, musterte den Besucher. "Stehst auf die harte Tour?" "Mach'n Abflug." Gnatzte er. Mit wütenden Blick funkelte sie den offenbar nicht willigen Gast an. "Komm später wieder, brauch erst n paar Schnäpse. Dann steht er sicher seinen Mann." Lenkte Leucos ein. Er war nun mal im Puff. Das da mit käuflicher Liebe gehandelt wurde und das Mädel ihm gegenüber ihrer Arbeit nachging, naja - eben ein Puff. Seine Mundwinkel hoben sich versöhnlich, mehr eine Geste die er sich aufzwang. Die Aussicht auf einen potentiellen Freier, Leucos war auch nicht unbedingt ein fremdes Gesicht in dem Etablissement, entspannte die Situation. " Ich werde dir den Verstand aus den Kopf vögeln, Süßer." Pries sie ihre Künste an, was Leucos ein wirkliches Lächeln auf die Lippen zauberte. "Später ... brauch kurz Zeit für mich."

Schnaps und der nicht unangenehme Rest beim Besuch im Freudenhaus, lenkten den Wächter von dem Erlebten ab, brachten willkommene Abwechslung. So ging Wächter Nebelbach, nach einen erholsamen Schlaf, voller Tatendrang in die Kaserne um die abgebrochene Wächterin aufzusuchen. Würde er sie dort antreffen, kam er gleich zur Sache. "Müss'n zum Schlachthof, die anliegenden Bewohner befrag'n und det mit dem Ralle oder wie der Vogel heißt, musst'de mir auch jenau erklär'n."Ein tiefer Luftzug und er lässt sie nicht zu Wort kommen." Ach im übrig'n. Das, mit dem Schloß ... ging'da so leicht von'de Hand.*Ein unverschämtes Grinsen." Damals der verschwundene Edelstein in dem Dorf wo'de herkommst... *Leicht würde er ihr gegen die Schulter tippen mit dem Handrücken, wenn er dazu kommt. Kameradschaftlich natürlich." Mal unter uns, den hast'de geklaut?" Während er spricht, kann Meree einen leichten Dunst von Alkohol wahrnehmen. Abwartend sieht er sie an. Da war noch was."Achja, Tach Wächterin."
17.02.2018 17:18:20
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#123983)
bergatroliet
Als Tharona am Morgen 'danach' das Rathaus betrat, war der Gestank des Hauses längst von ihr abgewaschen. Die Erinnerung war allerdings noch präsent und so präsentierte sich die Angestellte des Bürgerbüros auch ein wenig anders als sonst. Ihre Erscheinung war zwar wie üblich gepflegt, aber die Kleidung noch schlichter als sonst und die rotbraune Mähne, die sie sonst eigentlich immer offen trug zu einem Dutt hochgesteckt, sodass auch keine einzige Strähne in ihr Gesicht fallen konnte. Nachdenklich mochte sie wirken, nicht ganz so fröhlich und entspannt wie sonst. Abgesehen von einer halbwegs freundlichen Begrüßung vermied sie auch jedwedes Gespräch mit Kollegen.

Ohne große Umschweife suchte sie das Archiv auf - heute würden so einige Register dran glauben müssen. Mit entschlossenem Blick räumte sie sich einen Arbeitsbereich frei und nahm sich die entsprechenden Verzeichnisse vor, den Zettel von Aidan stets griffbereit.
Zunächst der Händler für Exquisites - Tetislav Rummel - seine Privat- und Geschäftsadresse suchte sie heraus. Ebenso suchte sie nach einer Auflistung seiner Angestellten, falls es derlei im Rathaus gab. Wurde sie fündig, suchte sie in den Bürgerregistern nach den Namen, um auch deren Privatadressen der Liste hinzuzufügen.
Als nächstes widmete sie sich der Adresse (dem [i]Tatort[/i] schoss es ihr durch den Kopf und ein Schauer durchfuhr sie als der Geruch sich wie ein Phantom wieder in ihre Nase schlich.. sie riss das Fenster im Archiv auf und arbeitete dann noch sturer weiter). Sie notierte sich wer als Besitzer und/oder Bewohner eingetragen war. Mit einem etwas missmutigen Brummen erinnerte sie sich dabei jedoch der Worte ihres Kollegen, dass ein "Herr Müller" im Hafen eben nicht immer [i]der[/i] Herr Müller war. Trotzdem versuchte sie mit den Mitteln, die sie im Rathaus zur Verfügung hatte erst einmal so viele Puzzleteile wie möglich zusammen zu suchen. [i]Alles[/i] was sie über das Haus zu finden vermochte, wurde notiert. Dabei griff sie auf alle Register zurück, die auch nur im entferntesten einen Hinweis zu Gebäude und Besitzer oder Bewohner liefern konnten. Bauakten, Besitzurkunden vorheriger Besitzer - alles wurde von ihr durchwühlt in dem Versuch erst einmal so viele Informationen zusammen zu tragen wie möglich und so vielleicht eine Art lückenlose "Biographie" des Hauses zu erstellen.
Falls sie bei den Unterlagen zu Tetislav Rummel keine Auflistung seiner Angestellten finden konnte - und auch wegen der Fragwürdigkeit der Einträge zum Hafenhaus - wandte sie sich an den alten Wörfli. Vielleicht hatte er ja eine Idee für welchen Namen "Ralle" eine Kurzform sein konnte? Vielleicht kannte er den Händler und diesen speziellen Ralle sogar?
Oder vielleicht kannte er sich in dem Eck mit dem Haus im Hafenviertel aus oder wusste sonst einen Rat wie man die Identitäten von Hausbesitzern prüfen konnte. Sie setzte da ein wenig auf seine Erfahrung - auch im Umgang mit den ganzen Rathausquellen. Und obwohl sie nicht direkt abweisend oder kurz angebunden war, war sie so ein wenig wortkarger als sonst, abgelenkt, versunken, aber mit der üblichen Stur- und Verbissenheit, wenn sie vor einem Problem stand, dass sich nicht so ohne weiteres lösen ließ. Vielleicht sogar noch etwas verbissener als sonst. Ihr Ehrgeiz schien jedenfalls geweckt und es mochte den Eindruck machen als ginge ihr da irgendetwas [i]gewaltig[/i] gegen den Strich. Fast als sei es eine persönliche Angelegenheit.
Ob er nun weiterhelfen konnte oder nicht, bedankte sie sich mit einem etwas matten aber ehrlichen Lächeln bei Wörfli und vergrub sich dann wieder in ihre Arbeit - wobei das bekannte Tharona-Chaos den Tisch beherrschte.

Das Chaos blieb bis sie auch noch diverse Schneider und Schreiner aus dem Südviertel und den 'besseren' Teilen des Nordviertels heraus gesucht hatte. Handwerker zu denen vornehmlich die Ober- und Mittelschicht gehen würde. Namen, Geschäfts- und Privatadressen wurden von ihr fein säuberlich notiert.
Erst nachdem diese Liste fertig war, schien sie so ein wenig aus dem Tunnel heraus zu kommen in dem sie den ganzen Tag über gesteckt hatte - und der sie durch jede Pause hatte arbeiten lassen. Kollegen, die sie bei der Arbeit beobachteten sahen ihre Stirn die ganze Zeit über in konzentrierte Falten gelegt, die Hand beim Schreiben immer ein wenig steif, als gefalle ihr nicht, was sie da notierte. Die Akten wurden stets mit einem vernehmlichen "Plonk" auf den Tisch gepackt, mit einer merkwürdigen Zielstrebigkeit durchblättert und dann Zeile um Zeile mit Argusaugen durchgelesen. Sie wirkte so ein wenig getrieben dabei vielleicht, hoch konzentriert, wie ein Bluthund, der seine Beute gewittert hatte und ihr nun gnadenlos hinterherjagte; jeder noch so kleinen Fährte nachspürend.

Und so war es wohl weit nach Feierabend als Tharona endlich das (wieder aufgeräumte) Archiv verließ und schweigend nach Hause ging. Die Züge ähnlich unfreudig und unentspannt wie am Morgen.
17.02.2018 19:24:52
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#123987)
Nachtengel
[b]Gespräch mit Leucos[/b]
Meree wirkte ernster als sonst und vielleicht auch etwas müde. Sie ließ Redeschwall über sich ergehen und grinste dann schief.

"Auch dir einen guten Morgen Leucos!"

Dann grinste sie etwas schief. „Das Vorhängeschloss war keine Herausforderung. Und die Edelsteine habe ich nicht geklaut,“ grummelt.
„Das einzige was ich je geklaut habe, waren Brot, Äpfel und etwas Käse aus der Not heraus für meinen Freund und mich.
Ralle ist ein Angestellter von Tetislav Rummel, der mit exotischen aller Art handelt.

Am Vorabend saßen der Webel und ich im Biergarten und ein junger freundlicher Mann kam mit einem Vogelkäfig vorbei, drei gleiche Finken, kleine, schwarzknopfäugige bräunliche Vögel mit einem schönen, bläulichen Federkäppi, genau wie die, die wir gefunden haben. Ein reicher Kunde hat sie bestellt und er hat eine sehr große Sammlung von ihnen. Tharona kümmert sich um seine Anschrift. Und der Meister Rommel sprach zu seinem Gehilfen von Finken und dass er dem Kunde keine mehr liefern will.

Wer hat uns zum Schlachthof geschickt, mich auch? " Meree mustert ihn genauer.
Achja und wenn du nicht voll ausgelastet bist, ich brauche noch einen zusätzlichen Mann für eine besondere Wache."
18.02.2018 00:00:45
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#123996)
-emptySoul-
[b]Leucos[/b]

Hatte seinen angenehmen Abend im Lotus.
Und je nachdem, wo er sich da so aufhielt, eben ob unten am Thresen bei den eher ärmeren Leuten und denen der unteren Mittelschicht, oder Oben, bei den besser betuchten, gab es eben auch unterschiedliche Dinge zu sehen – so Leucos denn die Muße hatte überhaupt an diesem Abend (oder anderen) Leute zu beobachten.

[b]Tharona[/b]

… stieß auf Schwierigkeiten.

Tetsislav Rummel verfügte über keine aktuelle Adresse. Weder geschäftlich, noch privat.
Sein Assistent war aus zu machen nach einiger Sucherei. Und zwar als Raledetel (Kein Wunder das er daraus „Ralle“ machte) Krumm.
Aber auch er hatte weder Privat – noch Geschäftsadresse.
Mehr Angestellte schien Rummel nicht zu haben. Beide waren im Register der Handelsgilde verzeichnet – und in dieser fand sich auch noch eine Adresse, die sich aber als veraltet raus stellte. Das Haus war von Rummel – der auch Ralle dort beherbergt hatte wohl – vor gut einem Jahr verkauft worden.
Am Ende war es Wörfli der da aushelfen konnte, da er Rummel auch kannte. Der hatte sein Domizil aufgegeben da es sich einfach nicht rentierte, da er so selten in der Stadt war als reisender Händler.
Und so kam er – wenn er in der Stadt war – immer in irgend welchen Pensionen unter, meinte Wörfli.

Der Tatort. Tja... das nächste Rätsel. Die Kate gab es im Bauverzeichnis einfach nicht.
Wo Tifelinde Messerschmidt auf der Acht wohnte in besagter Gasse, hätte der Tatort Hausnummer 10 sein müssen. Die gab es aber nicht, sondern es ging direkt mit der 12 weiter.
Ergo fiel das Ermitteln etwaiger Vorbesitzer einfach ins Wasser. Auch Wörfli wusste da keinen Rat, außer dass man der Hafenwache mal in den Arsch treten sollte, dass in die Gegend mal Zucht und Ordnung käme... könne ja nicht sein so was!

Die Ausbeute an Schreinern und Tischlern war da schon ergiebiger. Außerdem bekam Tharona höflich – unaufdringliche Hilfe beim Suchen der Listen und Namen von de Ville, der sich auch vorsichtig mit seiner etwas fisteligen Stimme nach ihrem Wohlbefinden erkundigte – aber nach Sichtung ihrer Stimmung einfach auch nicht weiter drängte.
Auch Alene tat sich helfend hervor. Auf ihre Art nämlich: Gen Bäckerei flitzend und mit saftigem Schokoküchlein bei Tharona wieder auf schlagend.
Der Rest der Kollegen war entweder still, bot Hilfe an oder lies Tharona einfach in Ruhe.

[spoiler] Ich mach eine detaillierte Liste wohl morgen und reiche sie dir nach. Ihr könnt aber schon mal damit arbeiten damit dass ihr „was habt“. Ist der Spätschicht geschuldet. Sorry. Auch wenn ich was übersehen haben sollte jetzt, bitte einfach melden [/spoiler]
18.02.2018 15:53:59
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124018)
-Depp-
Nach dem Gespraech mit Tharona, Meree und Lue traf Aidan die Waechterin am naechsten Morgen wie verabredet in der kleinen Seitengasse, die zu dem Haus fuehrte. Einen kleinen, verschliessbaren Becher mit noch heissem Schwarztee in der Hand, gruesste er die Gnomin und reichte ihr das Gefaess auch gleich weiter - wohl davon ausgehend, dass sie durch die derzeitige Ueberwachung eine kurze Nacht und wahrscheinlich keinen oder viel zu wenig Schlaf hatte.
Ein kleiner Plausch ueber den Stand der Dinge, und dann machten sich die beiden auf, zurueck an den Ort des Geschehens. Hier nahm der Webel zunaechst eine Zange zur Hand, und begann die Naegel aus den oberen Brettern vor den Fenstern zu ziehen, damit man sie spaeter von innen oeffnen und etwas durchlueften koenne. Merees Blicke wanderten derweil Strasse entlang, zu etwaigen Gaffern, so sich diese diesmal aus den Haeusern trauten. Nachdem die oberen Bretter entfernt wurden, wandten sich die beiden gen Tuer und betraten erneut die faulig-stinkenden Raeumlichkeiten.
Zwei Oellaempen wurden in dem Vorraum entzuendet, und zunaechst begann man nochmals den Fleck im Vorraum des Raumes zu begutachten. Die Frage, woher dieser stamme, war in der Diskussion des Vortags aufgekommen, und vielleicht konnte die Form dessen Aufschluss darueber geben. So leuchteten die beiden die Konturen ab, betrachteten die Form des Siffs aus verschiedenen Positionen. Stiefelabdruecke vielleicht? Oder war es ein komplett unfoermiger Blobb, der sich dort auf dem Boden zeigte. Nachdem die erste Observierung beendet, wurde zum Massband gegriffen, und der Fleck vermessen - und im Anschluss in der Form, wie er sich zeigte, abgezeichnet. Gleiche Vermessung geschah darauf folgende mit dem Vorraum. Mit einem Zollstock nahm der eine Mass, und der andere notierte, die Konturen des Raumes und im Anschluss den Inhalt dessen zu einer Skizze auf Pergament bringend. Als sie im Vorraum fertig waren, machten sich die geschickten, gnomischen Finger wieder am Schloss zu schaffen, um Zutritt zu den hinteren Raeumlichkeiten zu gewaehren.
Die Fenster in diesem wurden zunaechst zum Lueften geoeffnet, bevor die Silberwaechter auch dort begannen Mass zu nehmen, den Tatort abzuzeichnen und zu notieren, wo was gefunden worden war. Der Webel war nicht sicher, inwieweit die Waechterin bereits mit derlei Vorgehen vertraut war, und so beobachtete er sie einige Momente bei der Arbeit, bevor sich zufrieden ein Mundwinkel kurz anhob, da sie wusste, was zu tun war. Ein besonderes Augenmerk legten die beiden in dem Raum auch wieder auf die Flecken am Boden. Beim ersten Betreten hatten diese zwischen den Raeumen wie Schleifspuren gewirkt. So versuchte man nun zu ergruenden, wie die Bewegung, die die Spuren hinterlassen hatte, gewesen sein mochte. Vor allem Laenge, Lage und Form der Spuren mochten dabei Aufschluss geben koennen, und so betrachteten sie die Spuren auch hier wieder aus verschiedenen Positionen. Wie die Waechterin anmerkte, musste hier darauf geachtet werden, wo die Spuren gegebenfalls durch die Gruppe zerstoert oder veraendert worden waren, und so versuchten die Beiden auch dies bei der Analyse in Betracht zu ziehen. Besonders auffaellige Spuren wurden gesondert abgezeichnet und abgemessen, und wie jeder Fleck auf dem Boden fanden auch die Schleifspuren ihren Weg auf die Tatortskizze. Sofern Richtungbewegungen erkenntlich waren, wurden auch diese mit verzeichnet, in der Gesamtuebersicht.
Nachdem die Beiden mit allem fertig waren, wurden die Fenster wieder verschlossen, die Tuer abgesperrt und die Bretter zurueck vor die Fenster gezimmert, bevor beide den Ort gen Kaserne verliessen.
18.02.2018 21:10:54
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124025)
Nachtengel
Die beiden Wächter Leucos und Meree tauschten sich weiter über das Erlebte bei der Untersuchung aus und überlegten welche Maßnahmen erfolgreich wären. Das ganze ließ ihn keine Ruhe.

Im Laufe des nächsten Tages nahm sich Meree die Vermisstenmeldungen der letzten Monate bis zu einem Jahr vor, bevorzugt Frauen und Mädchen und sie verglich die Haarfarbe und Länge mit den gefundenen.

In den Bibliotheken suchte sie nach Vögeln, speziell solche Finken. Sie wollte mehr über sie wissen, woher sie kommen, welches ihre Heimat ist und ob sie selten und teuer sind, ob ihnen besondere Eigenschaften zu geschrieben werden und ob sie hier in Freiheit über leben könnten.
18.02.2018 21:59:57
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124026)
-emptySoul-
[b]Aidan und Meree[/b]

Die beiden Wächter vermaßen also und zeichneten auf. Nach einer Weile des fleißigen Boden – beguckens kamen sie zu folgenden Schlussfolgerungen:

Im Vorraum erwies sich der Fleck als etwas, was wie eine mittelgroße Pfütze aussah. Man konnte sogar noch erahnen, dass in der zäh – glibberigen Masse etwas herab getropft war.
Viel interessanter war aber wahrscheinlich das Ergebnis der intensiveren Bodenbegutachtung.
Im Staub schienen, ganz schwach noch, die Abdrücke von schmalen Rädern zu sein die durch die Haustüre rein kamen und vor der Türe zum zweiten Raum stoppten.
Und genau darunter, so hatte es den Anschein, war der Fleck.

Im Hauptraum selbst, sah man tatsächlich noch Schleifspuren. Und dann der doch recht robsuten Konsistenz des angetrockneten „Zeugs“ war davon durch die vortäglichen Besucher, wenig zerstört worden.
Die Spuren liefen meist parallel zueinander. Vom „Operationsraum“ hinaus in die makabere „gute Stube“. Da vom Bett mal gen Stuhl. Oder zurück. Als habe man das, was da vor sich hin saftete, bewegt. Von einem „lauschigen Ort“ zum Anderen.
Auch gab es eine (oder Mehrere – das war nicht so ganz ersichtlich) Spur bis zur Türe in den rumpelkammerigen Vorraum. Diese endete aber fast genau im Türsturz.

[b]Meree und Leucos[/b]

Meree wurde aktiv und suchte also nach Vermisstenmeldungen. Sie fand... keine.
Es war in den letzten Wochen, gar Monden, niemand in die Wache gekommen um jemanden als vermisst zu melden, der auch nur im Geringsten auf das passte, was man bis dato suchte.
Das Kind, was vermisst gemeldet worden war, hatte wieder zu seinen Eltern gefunden.
Der junge Mann, der ebenso als vermisst gemeldet wurde, hatte einen Brief hinterlassen der von den Angehörigen erst nach der Meldung in der Wache gefunden worden war – dieser hatte wohl einfach nur das Elternhaus verlassen um in die weite Welt zu ziehen.
Passte also auch nicht wirklich.
Bisher schien dieser Zweig der Ermittlung also eine Sackgasse zu sein.

Erfolgreicher war Meree bei ihrer Recherche über die Vögel. Am Ende war sie sich ziemlich sicher, dass es sich bei den armen Piepmätzen um Buchfinken handelte.

[spoiler] Auch hier, sorry für die Knappheit im Text. Spääätschicht, müde. Aber ich will ja, dass ihr weiter was zu Rpn habt und nicht warten müsst, bis ich am Freitag meinen Turnus an Schichten hinter mich gebracht habe. Wenn ich was übersehen habe, bitte anhauen! Danke :) [/spoiler]
19.02.2018 16:47:59
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124052)
bergatroliet
Die unaufdringliche Hilfe de Villes ließ Tharona zu - sonst hatte man eher den Eindruck, dass sie an jenem Tag für sich arbeiten wollte. Auf seine Nachfrage hin meinte sie mit einem entschuldigenden Lächeln [i][color=#004080]"Schlecht geschlafen..."[/color][/i], war aber sichtlich dankbar und erleichtert, dass er nicht weiter nachbohrte.
Alenas Schokoküchlein vermochte es dann doch die wie besessen arbeitende Tethyri zu einer Pause zu bewegen. Ein genießerisches Aufseufzen als sie in das saftige Backwerk biss, mochte der Kollegin verraten, das das zumindest für den Moment doch deutlich die Stimmung gehoben hatte. Sie bedankte sich mit einem entsprechenden Du-bist-meine-Rettung-Lächeln.

All das hielt aber nicht an als sich mehr und mehr herauskristallisierte, dass der Tatort in den Akten unauffindbar war. Und so schwebte auch nach Feierabend scheinbar noch ein kleines graues Wölkchen über Tharonas Kopf.

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Nach dem Gespräch auf der Wache mit Aidan, Lueith und Meree ging Tharona sofort nach Hause. Sie kam sich ein bisschen paranoid vor als sie jeden Mann, der ihr über den Weg oder auf der anderen Straßenseite lief insgeheim misstrauisch beäugte. Folgte ihr jemand? Sah sie jemand an? Sah ihr jemand verdächtig lange nach? Aber sie sah ja auch jeden an und wollte eigentlich keinem etwas Böses. Also hatte es doch eigentlich gar nichts zu bedeuten, wenn sie jemand ansah, richtig? Das war eben ein Reflex, wenn man eine Bewegung wahrnahm. Und was zum Teufel [i]war[/i] verdächtig lange!?
Bevor die Hysterie vollends Besitz von ihr ergriff, huschte sie ins Mietshaus und schloss die Tür ihres Apartments hinter sich ab. Ein leises Brummen aus der hinteren Ecke des Zimmers verriet ihr, das ihr Vertrauter zugegen war und seine Anwesenheit allein vermochte es bereits sie ein wenig zu beruhigen.
Nichts desto trotz wirkte sie an diesem Abend - und all die darauffolgenden Abende, solange bis sich der Verdacht als haltlos erweisen würde - einen stillen Alarm. Ihr Zimmer war nicht allzu groß und so dehnte sie den Radius soweit aus, dass er ein Stückchen vor der Tür auf dem Flur und ein Stückchen vor ihrem Fenster auf der Straße einschloss. Dass sie so von im Suff torkelnden Nachbarn, streunenden Tieren oder im Suff torkelnden Passanten geweckt werden konnte, nahm sie erst einmal in Kauf.
Schlaf fand sie allerdings dennoch nicht sofort. Die Perücken, die ihren eigenen Haaren so ähnlich waren, deretwegen sie von Anfang an ein ungutes Gefühl gehabt hatte, Lueiths Worte am Tatort, Seamus' Verdacht was die Blumen anging... wie konnte sie herausfinden, ob jemand hinter ihr her war? Was, wenn er noch andere Ziele hatte? Was, wenn er gerade jetzt in diesem Moment eine Ahnungslose in irgendein anderes kitschiges Zimmer zerrte und verflüssigte? Erst als Pazusu sie unsanft in die Nase kniff, ließ sie das Grübeln sein. [i][color=#004080]Hilft ja alles nichts..[/color][/i]

Am nächsten Tag begleitete ihr Vertrauter - dank der geringen Größe unter ihrer Kleidung gut vor neugierigen Blicken versteckt - sie ins Rathaus. Ein kurzes, freundliches Nicken gen der Wächter an der Tür ehe sie ihren Schreibtisch aufsuchte.
Heute war das Bauamt dran. Sie würde die Papierspur dieses verdammten Hauses finden, komme was da wolle! Ein entschlossener und von Tharona selbst unbemerkter Faustschlag auf den Tisch mochte da so manchen Kollegen aufmerken lassen. Sie machte sich also auf zu den Kollegen und bat mit dem schönsten Lächeln, das sie zu bieten hatte, um die gesamten Baupläne der Straße in der sich das fragliche Haus befand. Und man solle doch bitte ganz genau nachsehen, damit man auch keines der Gebäude vergesse, ja? Vielen Dank.

In ihrer Pause suchte sie mit zwei Tassen frisch aufgebrühten Schwarztees dann Alena auf und kam ohne große Umschweife zur Sache:
[i][color=#004080]"Hey, du erinnerst dich doch an die Blume, die ich vor 'ner Weile geschenkt bekommen hab. Also was glaubst du von wem die war, hm?[/color][/i] Dabei ließ sie den Blick so ein wenig verschwörerisch durch den Raum wandern und setzte ein verschmitztes Schmunzeln auf - darauf brennend den Input der Kollegin dazu zu hören.
[i][color=#004080]"Glaubst du, es war ein Kollege? Oder vielleicht Kundschaft?"[/color][/i]
19.02.2018 23:59:27
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124058)
-emptySoul-
Tharonas Alarmzauber blieb – bis auf die von ihr schon einkalkulierten Fehlalarme – ohne Befund.
Niemand, der ihr da offensichtlich nach stellte. Auch auf den Straßen der Stadt kristallisierte sich da niemand als solcher heraus.
Sie konnte, was das anbelangte, also erst einmal aufatmen. Theoretisch.

Im Bauamt dann versorgte man Tharona mit einer Flut von Plänen und Dokumenten, welche sie kaum noch über den eigenen Tisch gucken ließen.
Nach Stunden von Dokumente – und Plänewälzerei hatte sie aber schlussendlich, was sie wollte.
Das Haus war verzeichnet. Als Schwarzbau vor gut 15 Jahren. Es hatte allem Anschein nach niemand für nötig befunden, die Kate als „offiziell“ ein zu tragen.
Der „Erbauer“ war ein Mann gewesen mit Namen Rudi Bömmelsheimer. Verschmiert stand neben dem Namen da noch der Vermerk einer Anzeige und aufgelegtes Strafgold.
Danach fand sich zu dem Bau dann aber an dieser Stelle nichts mehr. Elende Schlamperei.

Bei Alena dann hatte Tharona direkt ein offenes Ohr. Die nickte eifrig und konnte sich – so ein bisschen neidisch wirkend – an die Blume gut erinnern.
Und wer es gewesen sein könnte...? Mal überlegen... vielleicht der fesche Herr Löffel aus dem Stadtarchiv? Alena meinte, der spinkse so oft zu Tharona hinüber wenn er mal im Büro oben sei.
Sonst hatte sie aber auch keine Idee.
20.02.2018 18:01:30
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124077)
Nachtengel
Am nächsten Tag nach der Untersuchungen der Funde, schnappte sie sich ihren Wächterkollegen Leucos Nebelbach.
"Guten Morgen Kamerad Leucos. Gut geschlafen? Gestern Abend hat Hochwürden Erlenberge noch die Fundstücke untersucht und anschließend haben der Webel und ich weitere mögliche Ermittlungen überlegt.
Da habe ich ihm auch von deiner Liste erzählt. Er ist dran interessiert und fand sie gut. Gib sie ihm, dann kann das abgehakt werden, was erledigt ist. Nur wegen der Fliegen wüsste der Kelemvorit sicher auch Bescheid.

Wir haben jetzt erst mal die Aufgabe Frau Messerschmidt auf zu suchen, mit ihr und den Nachbarn zu reden. Wir sollten versuchen Frau Messerschmid zu überzeugen sich für uns mit um zu hören. Das alles natürlich freundlich und mit Respekt.
Uns ist es überlassen, ob wir in Wachkleidung rum laufen oder uns nur ausweisen.
Weiteres sollen wir uns im Hafen nach Vermissten umhören und auch Kuchen dazu befragen. Falls wir nicht weiter kommen, können wir auch Leucos oder Dreufang bitten sich für uns wegen der Vermissten um zu hören.
Der Webel wollte mit Frau Myr die Blumenhändler der Stadt befragen und wahrscheinlich auch die Perückenhändler.
Der Webel wird Hochwürden Tyrael bitten die Friedhöfe überprüfen zu lasssen."

So wartete Meree auf Antwort und war bereit anschließend los zu tigern.
20.02.2018 22:09:57
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124084)
-Depp-
Und so erhielt jeder der Helfer eine Abschrift des derzeitigen Vorschlags [url=http://amdir.de/index.php?option=com_kunena&func=view&catid=54&id=123989&Itemid=128#124082] zur Arbeitsaufteilung[/url] unter den Ermittelnden.
Bei dem einen war der beigelegte Brief persoenlicher gehalten, bei anderen in der ueblichen Hoeflichkeit des Webels geschrieben. Der Inhalt, war aber immer der Gleiche: Besonders bei den freiwilligen Helfen wollte er sich keine Zuweisungen anmassen, daher seien Einteilungen dieser als Vorschlaege zu behandeln. Wenn jemandem noch etwas einfiele, oder man sich an etwas beteiligen oder ergaenzen wolle, sei jeder dazu willkommen.

[spoiler] Hab ich jetzt einfach mal als Uebersicht angelegt, auch damit wir uns nicht ggfalls ueberschneiden und jeder irgendwo, irgendwas zu tun und nachzugehen hat (hoffe ich). Wenn ihr was ergaenzen moechtet, immer raus damit, freu mich drueber. Werde versuchen das Ding moeglichst aktuell zu halten, auch mir Sachen die neu anfallen, oder abgeschlossen wurde. Ich habs jetzt einmal allgemein hier rein geschrieben, bevor ich all eure Postkaesten sprenge. Jeder der auf der Liste steht, kann davon ausgehen, dass er angeschrieben wurde und die Aufteilung erhalten hat. Cheers! [/spoiler]
21.02.2018 08:01:23
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124087)
Daanik
Nachtschicht. Sein Blick wanderte über die Arbeitsaufteilung die in der Fallakte festgehalten ist. Mit der Gnomin in den Puff, das würde er sich verkneifen. Gedanklich disponierte er um.

- [i]Arena gemeinsam mit Seamus
- In den blutigen Eimer ... Erwähnte das Elfenblondchen mit dieser Narbe nicht irgendeinen Harfner? War schon lange her, damals mit dieser Schnecke- Wie heißt sie nochmal?- Liuvin, ahja genau Liuvin.[/i] Ein Schulterzucken, eigentlich die Einzige die er hier mochte. Und doch hatte er sie zum Teufel geschickt. Vergangenheit.
[i]- Befragung der Anwohner mit Meree. [/i]

[i]Dreufang[/i].Er verzog das Gesicht.

Gedacht, getan. Und so gehts los die Dinge zu erledigen.
22.02.2018 16:31:09
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124106)
bergatroliet
[i][color=#004080]Der Herr Löffel also...[/color][/i]

Tharona bedankte sich für den Hinweis und ließ die Kollegin dann erstmal - mit frischem Schwarztee als Muntermacher - weiterarbeiten.
Sie selbst machte sich daran, jene Akten zu durchforsten, die sie in den Tagen vor Erhalt der Gerbera bearbeitet hatte. Vielleicht ergab sich ja irgendein Muster, eine Liste an Namen, die man später mit anderen Ermittlungsergebnissen oder Hinweisen abgleichen konnte. Dabei hielt sie nun natürlich bei Aufenthalt im Rathaus und insbesondere im Archiv auch nach besagtem Herrn Löffel Ausschau. Zwar kannte sie den Kollegen natürlich, aber ihr Archiv-Mensch war der alte Wörfli. Herr Löffel gehörte eher zu jenen Kollegen, die sie zwar freundlich grüßte, wenn sie ihn sah, mit dem sie sonst aber nicht ganz so viel zu schaffen hatte. Das blieb auch erstmal so - falls an der Sache wirklich was dran war, wollte sie den Mann nicht gleich aufscheuchen. Und ebenso nicht, wenn es bloß eine harmlose Schwärmerei oder dergleichen war.

Die Adressen diverser Blumenhändler und Perückenmacher suchte sie dann nach und nach auch noch heraus - so langsam bekam sie wirklich Übung dabei..

In den nächsten Tagen entspannte Tharona sich auch wieder sichtlich, war eher wieder zu Scherzen mit den Kollegen aufgelegt und benahm sich, wie man es eben von ihr kannte. Auch die Haare trug sie wieder offen. Aber in - vermeintlich - unbeobachteten Momenten ließ sie die Blicke aufmerksam durch die Schreibstube schweifen (vielleicht erwischte sie ja jemanden in flagranti!) und folgte weiter jeder Papierspur mit unnachgiebiger Sturheit.
23.02.2018 09:00:19
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124117)
Daanik
Tuff, tuff, tuff wir gehen in den ...

Mit der schmucken Uniform der Silberwächter betritt Leucos das ihm nicht unbekannte Haus. Nur war jetzt die Perspektive aus der er jetzt sah, sehen sollte, eine andere. Hellerlichter Tag gegen Mittag, er hatte keine Vorstellung wie gut besucht jenes Etablissement zu dieser Zeit war. Doch ging er davon aus, weniger. Die Tür hinter sich geschlossen, betrat er den Flur, um sich nach einer Dame des Hauses umzusehen oder irgendwen, von dem er einschätzte, er könne diese Person dem Haus zuordnen. Um es genauer zu definieren, den Puff, wie der Rotschopf zu sagen pflegte.

[i]Vielleicht ein bekanntes Gesicht?[/i] Viel Aufsehen wollte er sowieso nicht machen. Wenn nicht allein schon die Rüstung der Silberwächter hier für Aufsehen sorgte. An die Worte des Webels konnte er sich auch noch erinnern was das Haus betraf. Nur lag jetzt der Fall anders, es gab einen Grund mit Dringlichkeit. Außerdem hatte er eine andere Plage am Hals, die hat sich dazu nicht geäußert. Abends würde sich sicher manch bekanntes Gesicht Mirhavens hier blicken lassen. Innerlich amüsierte er sich bei der Vorstellung, er träfe hier in Dienstkleidung einen jener Saubermänner. Nach außen hin ein ordentlich, tugendhaftes Leben führend, aber dann hier. Na irgendwie musste sich so ein Puff finanzieren, hier, genauso wie anderswo. Und die Mädels waren nicht von schlechten Eltern.

So stand er am Eingangsbereich und wartete ab, ob jemand auf ihn zukommt.
23.02.2018 10:13:41
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124119)
citlali
Ferdinand hatte mit der Untersuchung der organischen Teile einiges zu tun gehabt und blieb darum erstmal bei jenen. Er ging auf Ludwig zu und bat ihn wie so oft die gefundene [b]tote Halbelfe zu zeichnen[/b], wie sie im Leben ausgesehen haben mag. Offenbar hatte ja bisher niemand etwas zu ihrer Identität sagen können. [b]Er ging damit auf Aidan zu[/b] und fragte, ob man einen Aufruf/Aushang machen konnte, um Bekannte der Frau zu finden, hatte sich Aidan vielleicht schon damit beschäftigt? Oder meinte Aidan, dass der Täter noch denken konnte, dass die Leiche bisher nicht entdeckt worden war? Es war nach dem Trara rund um den verstopften Abfluss eher unwahrscheinlich, oder?

Nachdem die Vermutung, dass die Vögel im Brustkorb der Untoten gefangen gewesen waren, laut wurde, nahm sich der Priester nochmals [b]die toten Vögel vor. Die Nassen.[/b] Zunächst untersuchte er sie erneut auf magische Auren und prüft ob sie scheinbar auch gänzlich durchzogen waren, oder ob es nur der Siff auf ihnen war.
Die Augen waren "angenagt" gewesen, konnte man weitere solche Spuren finden und womöglich urteilen, welcher Art das Nagen gewesen war, Zahnspuren oder dergleichen?

Fanden sich an den Fundstücken, Vögeln oder dem Körper der Halbelfe oder nur in der Siffkiste selbst Maden? Lebten diese noch und in welchem Stadium konnten sie sein? Ferdinand musste für Details ein Buch zurate ziehen, auch wenn ihm das üblichste Aasgetier bekannt war und in diesem Falle kamen ja nur städtische Tiere in Frage beziehungsweise waren die Körperteile selbst nicht mit der "Natur" in Kontakt gekommen. Bei der Halbelfe sah es etwas anders aus, in der Kanalisation mochte einiges hausen.

Der Priester schnitt schließlich vorsichtig einen der beiden Vögel auf. Er wollte sehen, ob innerlich alles normal schien und vielleicht konnte er auch heraus bekommen, woran sie gestorben waren. Sie waren ja nicht wie die im Käfig abgemagert gewesen? Hatten sie noch Blut im Körper?
Er prüfte das Weiß ihrer Augen, wo nicht ohnehin zerstört, die Rachenschleimhaut und zuletzt die Lunge auf [url=https://www.gutefrage.net/frage/kann-man-festellen-ob-jemand-an-erstickungstod-gestorben-ist]punktförmige Blutungen[/url]. Danach Lunge und Herz auf mögliche Aufblähung oder andere Abweichungen.
Auch versuchte er sich den Mageninhalt an zu sehen, auf dass er darin etwas erkannte.
26.02.2018 18:28:41
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124162)
Nachtengel
Meree untersuchte weitere Kanaldeckel im Hafen. Waren noch andere nicht zu gelötet oder hatten Gebrauchsspuren, die darauf hin wiesen, dass sie kürzlich geöffnet wurden? Würde sie irgendwas finden oder sah es eher so aus, als hätte der Täter die Leiche direkt im Gulli beim Haus entsorgt.

Die Rathausangestellte Fräulein Myr hatte sie um eine aktuelle Karte der Kanalisation gebeten.
Gemeinsam mit Wächter Nebelbach, Dame Geneva und Hochwürden von Erlenberge wollten sie die Kanalisation nach weiteren Indizien oder Leichfunden ab suchen.
04.03.2018 23:44:49
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124209)
-Depp-
Der Webel lauschte [b]Ferdinand [/b]bezueglich des Aushanges, schien aber zunaechst wenig begeistert davon. Sicher, hier und da mochten einzelnde etwas mitbekommen haben. Vielleicht wurde auch schon geredet, man kennt die Leute ja. Allerdings wuerde ein Aushang und die fuer den Taeter vollkommen offensichtliche Suche nach der Person einen anderen Eindruck hinterlassen, und ihn gegebenfalls mehr unter Druck setzen und zu Verhaltensaenderungen fuehren. Einfach dadurch, dass es oeffentlich waere.
Haelt man sich weiter bedeckt in der ganzen Angelegenheit, bestuende immer noch die Chance, dass der Taeter es entweder nicht mitbekommen hat, oder aufgrund der fehlenden Oeffentlichkeit zu dem Ganzen vermutet, dass die Ermittelnden komplett im Dunkeln tappen.
So oder so: Bleibt es geheim, bleiben die Ermittlungen und die Zustaende der Ermittlung fuer den Taeter ein Raetsel und schlechter einschaetzbar, als wenn man mit oeffentlichen Suchen beginnt.

Aber vielleicht dachte sich Ferdinand ja gerade bei der Oeffentlichen Vorgehensweise etwas? Zumindest wuerde der Webel sich danach erkundigen.
07.03.2018 21:28:17
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124248)
-emptySoul-
[spoiler]
Ich antworte euch Sonntag! Wo jetzt so viele die Woche inaktiv sind die ermitteln, machen wir einfach ein Päuslein! [/Spoiler]
17.03.2018 12:28:02
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124318)
-emptySoul-
[b]Tharona[/b]


...konnte bei ihrer Gerbera-Recherche auf diesem Wege keine Auffälligkeiten aus machen. Da leuchtete ihr einfach nur klassisch – willkürliches Chaos entgegen, aber kein betretbarer Pfad der Erkenntnis.
Dafür war besagter Herr Löffel tatsächlich ein ganz Knuffiger. Nicht der schönste Mann im Land, ein bisschen zu klein und untersetzt auch, dafür recht witzig und charmant.
Jemand, dessen Ausstrahlung erst auf den zweiten Blick ins Auge fiel.

Besonders „flirty“ schien Löffel gegenüber Tharona aber nicht zu sein. Trafen sich Blicke, lächelte er, hob vielleicht auch mal grüßend die Hand, nickte Tharona zu oder verdrehte gespielt leidend die Augen, steckte er gerade in einem zähen Gespräch fest oder derlei. Dabei wirkte der Mann eigentlich immer unbeschwert und aufgeschlossen gegenüber allen.

Weiter tat sich im Rathaus dieser Tage erst einmal nichts. Keine neue Gerbera auf ihrem Tisch. Alena war so geschwätzig wie immer, Wörfli sie gute Seele und de Ville schüchtern wie eh und je.

[b]Leucos[/b]

...blieb im Lotus natürlich nicht lange alleine.
Ob Wachenrüstung oder nicht, ...schließlich konnte man die ja auch ausziehen. Und gerade zu dieser Stunde war der Lotus nahezu leer. Kalter Rauch stand in der Luft, Musik dudelte nur leise und aus dem hinteren Bereich kam nur gedämpft und ein wenig vereinsamt das klassische Hintergrundkonzert eines Freudenhauses.
[i]“Da starker Wächter?“[/i] gurrte ihn eine Rothaarige an die er als Marlene meinte zu kennen. [i]“...im Dienst ne kleine Pause?“[/i] näherte sie sich und goss ihre Figur dann in eine laszive Haltung neben ihn auf den Hocker.

[b]Ferdinand[/b]

...stellte an den nassen Vögeln fest, dass es tatsächlich nur die Siffe war, die sie so nekromantisch erschienen ließen.
Seine Sezierung legte aber offen, dass sie die widerliche Flüssigkeit, neben Gewebebröckchen, auch in Lunge und Magen hatten, neben den gesuchten Blutungen in der Lunge. An sich schienen die Vögel aber gut genährt gewesen zu sein. Augen und Rachenschleimhäute gaben nicht mehr so viel her an Informationen.

Die „Nagespuren“ ließen sich eindeutig auf Madenfraß zurück führen.
Auch die „Trockenvögel“ hatten einst Madenbefall gehabt. Jetzt waren sie aber eben wirklich das:
„Trockenvögel“. Außer der verdorrten, fedrigen Hülle war nicht organisches mehr zu finden.
Auch keine Puppenhülsen oder ähnliches. Trockenvögel wie Käfig waren in der Hinsicht blitzeblank gewesen – keine Made, keine tote Fliege.... nichts. Man konnte auf die Idee kommen, dass der überlebende Vogel eben genau deswegen überlebt hatte.

Die Siffkiste wies Maden auf. In allen Stadien die sich Ferdinand so wünschen konnte. Auch jede Menge ersoffene Fliegen fand er. Detailliert zurück datieren konnte Ferdinand so nichts. Außer dass er wusste, dass es diesen Kisteninhalt „länger als eine Foliegen-Enwticklungsphase“ geben musste.
Sprich: Zehntage.

Die Leiche selbst wies kaum Madenfraß auf. Eigentlich gar keinen. Und ihre Verpackung hatte sie in der Kanalisation vor Rattenfraß bewahrt.

[b]Meree[/b]...

stellte fest, dass die Zugänge zur Kanalisation im Hafengebiet eigentlich alle nicht so aussahen, als wären sie wirklich mal für lange Zeit einfach geschlossen.
Dafür fehlte einfach das klassische Unkraut in den Fugen oder der Rost in den Scharnieren..
Aber Leichenreste oder anderes, eindeutiges – das fand sie nicht.

[spoiler]Kanalisationsgang sobald ich IC wieder wirklich Konzentration habe. Gebt mir mal noch das WE zum rumgammeln und ggf selbst Rpn. :)[/spoiler]
18.03.2018 13:11:59
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124331)
Daanik
...Puff

Der Blick des Wächters tastete wohlwollend die Reize ihres Körpers ab. "Lass uns in ein Zimmer geh‘n." Wobei er ihr seinen Arm anbot damit sie einhaken konnte, soweit sie dazu gewillt war. So führte er die ihm als Marlene bekannte Dame zu einem Zimmer. Das Refugium war ihm nicht ganz unbekannt, auch wenn er nicht von sich behaupten würde er kenne alle Ecken und Winkel. Die billigen Verschläge die nur ein Vorhang von der Außenwelt trennte mied er, mochte er noch nie. Auch ließ Leucos es sich nicht nehmen Marlene zu einem Gläschen ihrer Wahl einzuladen, selbstverständlich beglich er die Rechnung.

Die vor sich hinplempernde Musik lenkte seine Gedanken kurz ab von Marlene, dem, seinen eigentlichen Vorhaben. Suchend blickte er sich nach dem Musikanten im Raum um. Ein Lächeln huschte über seine Lippen, welches er schnell wieder ablegte.

Im Raum angekommen, die Tür hinter sich geschlossen, bat er die Dame ihre Kleidung anzulassen. Sie hatte sich nicht verhört, konnte nicht den Eindruck gewinnen, er wollte sie für das hier gängige Geschäft in Anspruch nehmen. Er selbst machte keinerlei Anstalten sich zu entkleiden, das Bett schien auch für den Wächter in der strammen Uniform uninteressant. Auch nichts wies darauf hin er wolle eine kurze Nummer schieben. Kein Rock hoch, keine Annäherung und doch stellte Leucos glänzende Münzen in Aussicht die er seinem Geldbeutel entnahm. Mehr als die übliche Summe wie sie sehen könnte.

„Ich nehm kein Blatt vor'm Mund und bitt dich, dass was ich jetzt erzähl nich gleich weiter zu tratsch‘n.“ Begann er seine Worte im ruhigen Brummton, während er die Münzen abzählte. Kurz blickte Leucos auf um mit seinen grünen Augen zu Marlene zu schauen, versuchte ihre Reaktion auf seine Worte aufzunehmen, um dann weiterzuführen. „Wir hab’n ne Leiche gefund’n, ne Frau. Scheiß Sache was da angestellt wurde. Um mal gleich auf’n Punkt zu komm’n.“ Musternd blickte er weiter Marlene an." Selbst wurde er nicht laut, fordernd oder aufdringlich mit der Stimme. Seine Worte klangen tief, behäbig vortragend und doch auf die typisch leucossche Art. War da vielleicht ein Hauch von Besorgnis was sie raushören konnte? Egal. „Vermisst’da jemand’n? Kann schon n paar Tage her sein. Oder hast’de gehört das ne Frau vermisst wird?“ Abwartend sah er sie an. Sicher war er noch nicht fertig mit seinen Ausführungen, doch schien er ihr Zeit zu geben um nachzudenken, zu antworten.
19.03.2018 15:37:20
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124342)
bergatroliet
Tharona mochte Alena ja wirklich gerne, aber allmählich begann sie am Urteilsvermögen der Kollegin und Freundin zu zweifeln - oder zumindest an ihrer Menschenkenntnis. Da die "Beobachtung" von Herrn Löffel weiter nichts ergab, gab sie diese wieder auf. Sie verhielt sich ihm gegenüber wie allen anderen Kollegen auch freundlich, erwiderte seine Grüße oder warf ihm ein sympathisierendes Lächeln zu, wenn es den gut gelaunten Mann einmal schwerer traf.

Aber Dank der Befragung des Perückenmachers, die sie mit Aidan durchgeführt hatte, gab es eine neue Spur. Mit der magischen Schriftrolle bewaffnet, die sie von Roan erhalten hatte, verkrümelte sie sich in eine einsamere Ecke des Archivs - nachdem sie de Villes genauen Aufenthaltsort im Rathaus festgestellt hatte. Dort las sie den Zauber "Magie entdecken" von der Schriftrolle ab und ging dann mit für Magie geschärftem Blick zurück in die Schreibstube, um den Kollegen einer genauen Musterung zu unterziehen. Auch seine unmittelbare Umgebung, wenn er denn an seinem Schreibpult saß, seine Tasche, Mantel und dergleichen, wurden gemustert. Dabei versuchte sie natürlich nicht allzu offensichtlich den schüchternen Mann anzustarren, sondern nahm sich ein paar Akten, die sie nebenbei sortieren konnte. So er während der magischen Musterung tatsächlich einmal zu ihr sah, würde sie ihm wie gewohnt freundlich zulächeln und dann weiter ihre Akten "sortieren" bis er wieder weg sah.

Gleich ob ihr magischer Blick bei de Ville etwas fand, würde sie im Laufe des Tages irgendwann zu ihm gehen und ihn ansprechen. Einen passenden Aufhänger für ein Gespräch hatte sie auch schon..
21.03.2018 20:09:45
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124411)
-emptySoul-
[b]Leucos[/b]....
...sah sich einer Marlene gegenüber, deren Blick bei seinen Ausführungen immer frostiger wurde.
[i]“Dir's schon klar, das dein Auftritt hier gerade nen Scheissauftritt is?“[/i]

Dann streckte sie aber erst einmal fordernd die Hand nach den Münzen aus.

[b]Tharona[/b]...

...sah bei ihrer arkanen Untersuchung vom schmächtigen de Ville keine Auffälligkeiten.

Der Mann schien so unmagisch zu sein wie ein Sack Reis in Shou Lung.
Kein Glimmen, kein Funkeln. Nicht mal ein pisseliger, magischer Ring oder so etwas.

Als sie dan auf ihn zu ging um ihn an zu sprechen, zog er so etwas den Kopf zwischen die Schultern, grüßte dann aber mit freundlichem Nicken und harrte der Dinge, die da kommen sollten.
21.03.2018 22:56:40
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124413)
Daanik
Bitte hilft manchmal? Na und Geld ist auch nicht schlecht!

Sein Blick fiel auf ihre Hand, wechselte wieder zu Marlenes Gesicht, langsam streckte Leucos seine Faust vor die er öffnete, damit die Münzen in ihre offene Hand fallen konnten. Betrachtete sie ihn, war seinem Gesicht eine Regung zu entnehmen. So richtig war ihm nicht klar bei ihrer Frage, was nicht stimmte an seinem "Auftritt". Es war nicht so, dass man ganze Bände von seinem Gesicht ablesen konnte, ganz im Gegenteil, seiner Mimik war selten etwas zu entnehmen. Doch eindeutig, ein fragender Blick des Unverständnisses war zu erkennen, gleichfalls zogen sich seine Augenbrauen leicht zusammen, bei ihrer letzten Worte. Seine Reaktion verschwand als sie nach dem Geld verlangte.

"Hm, Zeit ist Geld ... verstehe." Brummte er vor sich hin, offenbar um irgendeine Erkenntnis für sich gewinnen zu wollen. Ja und ihre Zeit war er gewillt zu honorieren, unzweifelhaft. Was sie an der Summe auf ihrer Hand erkennen konnte. Da war mehr als ein Obolus auf die sonst übliche Summe für die Zeit die er sonst bei ihr in Anspruch nahm. Wäre da noch mehr? Vielleicht ein -Bitte-? Auch das sollte nicht fehlen." Wenn dir Informationen dazu bekannt sind oder du hast ne Ahnung wie ich da weiterkomme, möcht ich dich bitt'n mir da zu helf'n ... bitte." Nichts pathetisches, kein unehrliches, abgerungenes bzw. gestelltes - Bitte -. War da der Schlüssel?
22.03.2018 11:56:32
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124418)
-emptySoul-
Leucos' Münzen verschwanden im Ausschnitt. Dann stieg Marlene kurzerhand auf das Bett und begann auf und ab zu wippen um dem Bett die typischen Geräusche zu entlocken.
Anbei winkte sie ihn näher, um die Stimme senken zu können.
[i]“Also erst mal: Ich hab nie mit dir geredet, klar? Und's nächste Mal, wenn du was wissen willst, lass die Blechbüchse besser daheim. Sieht blöde aus, verstehste?“[/i] wurde da zwischen dem Gequietsche des Bettgestelles gewispert, garniert von gespieltem, und für alle vor dem Vorhang hörbarem, Gestöhne.
Und dann lies Marlene Leucos Wissen, dass man tatsächlich jemanden „vermisste“ - wenn auch nicht mit Sorge.
Aber vor ein, zwei Monden noch habe im Lotus so ein Mädchen gearbeitet, das definitiv nicht da hin gehört habe. Keine aus dem Hafen, eher so der Typ „verzogenes Gör auf Abenteuersuche“ - wenn Leucos denn verstand?
Auf jeden Fall wäre es jetzt so, dass diese „Leila“, wie sie sich genannt hatte, jetzt eben nicht mehr aufgetaucht sei.
Müsste ja jetzt nichts dran sein, vielleicht hatte die auch einfach Muffensausen von ihrem Abenteuer bekommen oder so. Aber vielleicht auch nicht. Und wenn nen Mörder umging, musste man ja was tun, ne.
22.03.2018 15:41:06
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124426)
bergatroliet
Tharona begrüßte de Ville mit einem freundlichen Lächeln mit dem sie auch seine etwas verschüchterte Reaktion einfach überspielte.

[color=#004080][i]"Ich wusste ja gar nicht, dass wir Nachbarn sind.[/i][/color], meinte sie dann direkt mit einem sachten Schmunzeln, wobei sie den Kopf schief legte. Während sie fortfuhr lehnte sie sich mit der Hüfte an seinen Schreibtisch, eine kleine freiliegende Ecke davon beanspruchend wie sie es bei Alena oft tat.
[color=#004080][i]"Frau Kuchen hat es vor Kurzem erwähnt, weil ich auch überlege ins obere Stockwerk zu ziehen - mehr Licht, größeres Zimmer, größere Küche.. "[/i][/color], seufzte sie so ein wenig träumerisch als sie die Arme mit dem Schriftsatz, den sie dabei hatte locker vor der Brust verschränkte. Ein paar Augenblicke träumte sie scheinbar von der Vorstellung eines Zimmers im Obergeschoss so vor sich her, ehe sie den Blick wieder auf de Ville richtete, offen und neugierig, aber nicht bedrängend.
[color=#004080][i]"Wie gefällt es euch dort? Ach und in welchem Apartment wohnt ihr eigentlich?"[/i][/color]
Bei der letzten Frage lachte sie leise als fiele ihr erst jetzt ein danach zu fragen und schüttelte den Kopf ein wenig über sich selbst - wie [i]peinlich[/i]. Und dann wartete sie geduldig auf de Villes Antwort(en) wobei ihr Blick, der so offen und freundlich auf ihm lag aufmerksam jede Regung in Mimik und Körpersprache des Schreibers aufnahm.
25.03.2018 10:13:56
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124485)
Daanik
Also ne Leila

Wo ihn Marlene aufforderte näher zu kommen, trat er zum Bett ran. Ging aufgrund der Blechbüchse schwerfällig in die Knie. Die hölzerne Dielung unter seinen Stiefeln gab quietschende Geräusche von sich. Mit den Händen stütze er sich auf den Oberschenkeln ab, sah sie an, um ihr seine volle Aufmerksamkeit zu schenken.

Ihr sonderbares Verhalten bezüglich der Simulation eines Aktes, ließ ihn für einen Moment stutzen. Nie hatte er nur einen µ eines Gedanken verloren darüber, wie die Gegebenheiten hier im Freudenhaus waren. Weltfremd war er sicher nicht, dass sie hier nicht aus einem unstillbaren Drang der Lust heraus ihr Brot verdienten, diesbezüglich aus dieser Not eine Tugend machten, dessen war er überzeugt. Doch offenbar konnte es hier unliebsame Ohren geben, jedenfalls was sein Anliegen betraf und dem was sein Gegenüber zu offenbaren hatte. In Fernberg wäre das kein Problem gewesen, so gut wie niemand hätte es gewagt sich einer Rotfeder entgegen zu stellen, überhaupt die Anwesenheit einer Rotfeder infrage zu stellen. Nun war er in Mirhaven, die Vergangenheit wollte der Wächter hinter sich lassen.

Zustimmend nickte er ihr zu. Wispernd tuschelt er zu Marlene im tiefen Bass. "Wir wiss'n derzeit noch zu wenig über die wirklich'n Gefahren die von den Tätern derzeit aus gehen. Nich ohne Grund bin ich hier." Mit starren Blick fixieren seine grünen Augen ihre. Und irgendwie, wie er sie mit seinem Blick fokussierte, könnte sie ein Gefühl beschleichen: Hier geht es nicht nur darum der Täter habhaft zu werden. Es kann die Frauen hier im Haus betreffen. Sie könnte es betreffen. Die Weise wie er mit ihr sprach war ruhig. Sich dessen bewusst, er möchte keine Unruhe stiften." Achte auf Freier die anfang'n mit Parück'n ... Vorlieb'n für rotbraune Haare." Daraufhin beschrieb er das Wenige über die Äußerlichkeiten der zwei Gestalten, was er von der Befragung Willerts und Fritze wusste, ohne irgendwelche Namen zu erwähnen. "Fällt dir dazu was ein?" Nach Details zu Leila fragt er ebenfalls, einer Beschreibung des Äußerlichen, Rasse!?, gegebenfalls Vorlieben, einfach alles was sie über Leila weiß und in dem Fall weiterhelfen könnte." Gab's irgendwelche Vorkommnisse bevor sie verschwand? Denk nach."Fordert er sie auf, bereit sich auch jede Kleinigkeit anzuhören.
29.03.2018 12:20:00
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124594)
-emptySoul-
Marlene überlegte eine Weile, noch immer auf und ab wippend und dem Bett die typischen Geräusche abringend.

[i]“Puh... „[/i] Dann nach einem Moment des Denkens.
[i]“Also so Haare hat die gehabt. So braune, mit Rot drin. So ganz lang. Und sie war ne Menschenfrau. Also nix Gemischtes oder so was.“[/i]

Marlene erhöhte die Wippfrequenz etwas und fuhr dann fort als Leucos ihr die Verdächtigen beschrieb. So einen Langen hatte sie nicht bemerkt. Aber die Marlene habe öfter mal nen Kunden gehabt der kleiner war. Wie genau der jetzt ausgesehen habe, das wusste Marlene nicht mehr – sie sah am Tag ja zig Leute und den hatte sie jetzt nicht für wichtig gehalten. Aber an seine Stimme erinnerte sie sich doch. Die wär total hoch gewesen irgendwie und so fistelig. Als wär der heiser. Oder ein Mädchen.... was Marlene ein kleines Grinsen entlockte, welches aber – ob dem Ernst der Lage – direkt wieder erstarb.
Über Leila selbst wusste sie jetzt nicht so viel. Nur eben das schon besagte. Sie hatte mit ihr nicht so viel zu tun gehabt, weil sie sie nicht sonderlich mochte. Die wirkte eben so abgehoben.
Und besonderes Vorgefallen gewesen war eigentlich auch nicht.
Marlene versprach aber, nochmal nach zu denken. Und für ein, zwei Münzen mehr würde sie auch mal unter den Kolleginnen nach horchen – wenn Leucos das wolle.
Der solle in Zukunft nur besser nicht in Blechdose zu ihr kommen, oder überhaupt so offiziel, und Leute verhören. Das sah einfach doof aus, hm?
01.04.2018 16:53:34
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124726)
bergatroliet
Irgendwie hatte Tharona das Gespräch mit dem über alle Maße schüchternen (und in ihrer Gegenwart möglicherweise [i]noch[/i] schüchterneren) de Ville erfolgreich über die Bühne gebracht. Erfolgreich, da sie ein bisschen näher dran war, herauszufinden ob ihr Kollege tatsächlich etwas mit dem Fall zu tun hatte. Indizien gab es ja mittlerweile einige.

Wie sie es mit Aidan dereinst besprochen hatte, war sie daran de Ville ein paar Zeichnungen aus den Rippen zu leiern, die man dann mit dem am Tatort gefundenen Bild vergleichen konnte. Da das Bild Rosen zeigte, war es für einen Vergleich wohl am einfachsten, ihn wieder Rosen zeichnen zu lassen. Das Märchenbuch an dem sie arbeitete und für das sie den Schreiber vermeintlich ins Boot geholt hatte (sie musste bei ihrem Treffen mit Ludwig unbedingt darauf achten, dass de Ville nicht in der Nähe war und es mitbekam) gab mindestens ein Märchen her für das sie plausibel ein Bild mit Rosen verlangen konnte.

Einige Tage nach dem zähen Gespräch würde sie ihn also erneut aufsuchen, am besten, wenn er ohnehin gerade eine kleine Pause einlegte und ihm erzählen, was sie sich so vorstellte. Sie wolle ihn natürlich nicht überfallen mit 50 Bildern, also wollte sie erstmal mit ein oder zwei anfangen. Damit er auch sehen konnte, ob er überhaupt Lust auf das Projekt hatte, es zeitlich einrichten konnte und so weiter. Und sie bedankte sich auch noch einmal für seine Einwilligung, ihr zu helfen.
Für das Märchen um die beiden Schwestern Schneeröschen und Zinnoberrot, die zwei verwunschene Prinzen befreien, wünschte sie sich ein Bild mit Rosen und einem schönen Mineralblock - um eben die Namen der Heldinnen zu verdeutlichen. Und dann noch einen Falken, der auf der Schulter eines Bären saß - für die verfluchten Prinzen. Für ein Märchen aus Wa bei dem ein Bambusschneider bei der Arbeit eine Däumlingsprinzessin fand, wollte sie ein Bild eben jenes Däumlings - am besten wenn sie noch im abgeschnittenen Bambusschaft saß. Falls er nicht wusste, wie Bambus aussah, verwies sie direkt an das Dojo. Dort habe sie das eigentümliche Gras aus Kara-Tur schon wachsen sehen. Und falls er noch irgendwelche Fragen hatte oder eine Skizze fertig war und er sie ihr zeigen wolle, solle er sie ruhig ohne Scheu ansprechen. Egal ob im Büro oder im Mietshaus, wenn man sich dort einmal begegnete.

Sie war wirklich schon sehr gespannt auf seine Zeichnungen...
01.04.2018 19:51:37
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124732)
citlali
Was seine Anfage an Aidan anging, so hatte er aktuell keine weiteren Pläne dazu. Nur fand er, dass es wegen der Verstopfung und sicher auch des Leichentransports schon viel Aufruhr gab und somit eh bekannt war, dass eine Leiche gefunden worden war, wenn auch nicht welche. Er meinte, er konnte sich bisher kein Bild vom Täter machen, ob es jenen überhaupt beeinflusste, was die Wache tat oder herausgefunden hatte. Immerhin hatten sie bis auf die Leiche/n und vielleicht weitere Instrumente und dergleichen alles im Haus hinterlassen. Falls sie schnell fliehen mussten, war die Frage, wie sie die Leichen transportierten, falls nicht, wieso sie so viel dagelassen hatten. Gut, das meiste war auch wahrlich dreckig...
Letzten Endes würde er aber auch gern den Versuch die Leiche zu befragen wagen bevor eine Suchmeldung ins Auge gefasst werden könnte, wenn man wollte. Die Wache stimmte der Befragung vermutlich ohnehin zu?

Die nassen Vögel waren also vermutlich wirklich in einer der Untoten erstickt. Leider konnte sich Ferdinand immernoch nicht erklären, wieso das jemand tun sollte. Offenbar waren Buchfinken nun auch nicht die schönsten Singvögel, aber recht schön an zu sehen. Ob es nur um ihr Leben ging? Aber dann hätte die Arbeit genauso gut eine Maus oder Ratte getan, das wäre gewiss günstiger gewesen.
Aus den untersuchten Vögeln ließ sich zudem schließen, dass mehrfach "operiert" worden war. Ob die Vögel in derselben Untoten waren, ließ sich aber so nicht bestimmten. Da die anderen im Käfig offenbar bisher nicht gebraucht worden waren, hatten die Nekromanten wohl nicht allzu viel herumprobiert, ihr Ziel erreicht oder waren gestört worden.
Ferdinand wollte noch genauer unter das Bett sehen und einige Planken oder aus was der Boden dort bestand, entfernen lassen. Es wollte sehen ob sich dort noch viel mehr "Siff" zeigte. Außerdem prüfte er den Boden auf mögliche Ritzen, in die etwas hätte fallen können, bei solchen Häusern in der Gegend wusste man ja nie.
01.04.2018 20:41:14
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124734)
Daanik
Sie wusste besser was sich hier im Hause gehört oder auch nicht, zustimmend nickte er Marlene zu. Mit den Händen auf den Knie abstützend erhob er sich schwerfällig, aufgrund der hier unerwünschten Rüstung, nestelte sodann an einige Lederriemen um diese zu öffnen. Das ganze "Theater" hier sollte doch für eventuelle, außenstehende Beobachter glaubhaft wirken. Und an den gewünschten Münzen für das Nachhorchen sollte es auch nicht liegen, sie bekam diese. "Pass auf dich auf." Brummte er leise zu Marlene als er ihr das Geld überreichte.

Soweit so gut. An der Aufbruchstimmung des Wächters konnte sein Gegenüber erkennen, sie könnte mit dem Wippen auf dem Bett aufhören. Einem Moment des Schweigens folgte ein "Danke.", worauf Leucos den Raum verließ. Im Lauf wieder an den Riemen fummelnd, diesmal um diese festzuzurren.
03.04.2018 11:58:45
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124759)
-emptySoul-
[spoiler]Ferdinand!
Hausuntersuchung IC machen? Oder soll ich dir eben hier tipseln, was er finden würde unter dem Bett?[/spoiler]


De Ville ließ sich von Tharona im Detail erklären, was sie sich von ihm wünschte.
Er wirkte ein Stück weit aufgeschlossener als sonst und schien sich über den Umstand, dass man ihn dafür einspannen wollte, doch ziemlich zu freuen.
Als Tharona so dicht bei ihm stand (wie noch nie) und sie ihm ihr Vorhaben und ihre Wünsche erklärte, nahm sie das erste mal einen unterschwelligen Geruch an ihm wahr: Amoniak. Übertüncht von etwas, was ein starker Wäscheduft sein könnte....

Ein paar Tage später hatte de Ville dann auch die gewünschten Skizzen zu Rose und Zinn, bzw. Bär und Falke fertig.
So auf den ersten Blick vermochte Tharona da nicht zu sagen, ob sich die Zeichnung aus dem Schauderhaus und diese, neue nun, ähnelten. Was sie definitiv sah war: Ein großer Maler war de Ville nicht. Und das war der Künstler aus dem Leichenhaus auch nicht gewesen.
05.04.2018 13:50:06
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124821)
-Depp-
Der Regen des Vortags war abgeflaut, und dennoch spiegelte die Miene des Webels immer noch das Regenwetter wieder. Im Vergleich zu seinem ueblichen Ruestwerk trug er auch heute wieder alte, leichte Kleidung und nur ein Langschwert ueber den Ruecken, die einzelnen Werkzeuge und die Fackel am Gurt, die lockigen Haare zu einem kleinen Zopf am Hinterkopf zusammengebunden - alles in Allem ein Aufzug, der ihn tatsaechlich eher wie einen Tageloehner aus dem Hafen erscheinen liess, als wie einen Waechter, von seinen persoenlichen Haltungsmacken einmal abgesehen.
Auch seine Routine auf dem Weg von den Hoefen zur Wache veraenderte sich an dem Morgen, als er statt dem schnellen Hauptstrassenweg zu folgen in eine der Nebenstrassen im Hafen abbog. Musternd wanderten die olivfarbenen Augen kurz ueber das Haus des Bogners, bevor er in den Laden eintrat. Nicht sonderlich lang war jedoch der Aufenthalt, und kaum zwei Kerzenstriche spaeter sah man ihn das Haus wieder verlassen, ohne dass sich seine Laune gebessert hatte.
Und mit gleichem Verdruss kehrte er kurz darauf auch in der Wache ein, wo er recht zuegig einige Waechter - sei es aus Hafen oder Sueden - zusammentrommelte. Vor allem nach Webel Meree und dem neuen Anwaerter hielt er an dieser Stelle Ausschau, damit auch diese sich einfinden konnten.
Als die kleine Mannschaft sich schliesslich eingefunden hatte, kam er wie ueblich direkt zur Sache - und damit zu den schlechten Neuigkeiten, dass eine weitere Leiche in der Kanalisation gefunden worden war. Weitaus aelter sei der Leichnam gewesen, doch die derzeitigen Indizien wirkten wohl, als sei es der oder die gleichen Taeter, nach denen man derzeit suchte. Wer weiss, wie viele Frauen den Beiden noch zum Opfer gefallen waren - mindestens eine weitere Vermisste gab es. Und weitere moegliche Opfer galt es nun zu finden.
Die Aufgabe an sich war fuer die Waechter wohl eine erstmal Leichte, auch wenn sie ihnen sicher stinken wuerde: Die Kanalisation musste einmal komplett abgesucht werden. Die Ausgaenge, die Hauptstroeme, die Nebenkanaele, alles. Eine Komplettsichtung des Ganzen von mehreren Gruppen, die sich ueber die Kanalisation aufteilen und dort gezielt die einzelnen Gebiete abklappern. Webel Meree wuerde die Koordination und Aufteilung fuer den Nordbereich der Stadt uebernehmen, er selbst fuer den Sueden. Gemeinsam mit Meree gedachte er, die Kanaele in einzelne Sektoren zu unterteilen, die dann immer Kleingruppen aus Waechtern zur Sichtung zugeteilt wurden. So bat er die Waechter, sich geeignet zu kleiden und auszuruesten, am naechsten Morgen ginge es los. Die Zeit bis dahin nutzte er gemeinsam mit der Gnomin zur Planung. Sie studierten die Kanalplaene die sie hatten, teilten in die einzelnen Sektoren ein, fertigen grobe Uebersichtskarten fuer die einzelnen Gruppen an und wiesen Maenner den Bereichen zu. Die entsprechenden Ansagen und Aufteilungen folgten an die Waechter am naechsten Morgen, waehrend Fackeln, Stockhaken, Kreidestuecken zur Markierung und die groben Uebersichten mit den entsprechenden Zugaengen ausgehaendigt wurden.
Und eine kurze Weile spaeter verschwanden die Toilettentieftaucherkommandos der Silberwache an verschiedenen Eingaengen innerhalb der Stadt in der Kanalisation.
05.04.2018 14:34:19
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124822)
Nachtengel
Meree kam mit grimmigen Gesichtsausdruck und fest entschlossen gleich nach der Obduktion, nach dem sie sich notdürftig gewaschen hatte, wieder in die Wache. Sofort brütete sie mit Webel Winterfurth über die Pläne und beteiligte sich an der Planung und Einteilung. Auch für sie war es sicher, dass es leider nicht die letzte Leiche gewesen war. Sie hatten keine andere Wahl als die Kanalisation um zu krempeln. Das junge Mädchen Josephine wurde noch vermisst, zudem war da noch der Fund mit den beiden Augen. Und wer weiß, wie viele Frauen der Täter noch auf dem Gewissen hatte.

So ging auch Merees Truppe am nächsten Morgen los und schwärmten dort wie ab gesprochen von verschiedenen Eingängen aus, um die zugewiesenen Abschnitte gründlich zu untersuchen.
05.04.2018 15:23:04
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124823)
-emptySoul-
Kaum schloss sich die Türe hinter Aidan als er den Bogner verlassen hatte, sah man die massige Gestalt Hannemanns gen Arena stampfen....

Als die Dämmerung sich über den Hafen legte und dessen Gassen und Ecken in heimelig - schaudervolle Dunkelheit hüllte, kam huschende Bewegung in die engen Stäßchen.
Die Unterwelt tauchte ihr Gesicht in Mondlicht, als sich in den abgelegensten Stellen Kanaldeckel anhoben und Gestalten hervor huschten. Auf leisen Sohlen, verstohlen, heimlich und schnell. Beladen mit Kisten und Säckchen verschwanden sie in Hinterhöfen, dem Bognerladen und der Arena..
Unbehelligt von scheinbar nachtblinden Wächtern.

Die Delegation des Toilettentieftauchkommandos fand am nächsten Morgen eine wahrlich saubere Kanalisation vor. Gespült vom Gewitterregen war der meiste Unrat hinfort geschwämmt worden und dümpelte in der See vor der Stadt oder ließ den Stadtwart verzweifeln, der Unrat, Papier- und Stoffreste, Haarballen und Zopfenden aus der kleinen Klärstation in Lestrann fischen musste...
Etwa mittig unter der Stadt fanden sie das vor, von dem jeder munkelte und mancher es wusste:
Einen Treffpunkt – optimistische Leute würde es Taverne im Untergrund nennen – aber verlassen.
Bis auf ein paar Ratten die an Essensresten nagten die verrieten, dass der Ort keine vierundzwanzig Kerzenstunden zuvor noch besucht gewesen war...
Jetzt herrschte Stille hier.
Totenstille.
Aber im Kanalsystem unter der Stadt fand sich keine Leiche mehr.
06.04.2018 13:22:20
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124829)
bergatroliet
Am dem Tag an dem de Ville ihr die Skizzen gab, gedachte Tharona noch etwas anderes herauszufinden - oder es zumindest zu versuchen. Da ihr der Kollege schon einmal so nah war, dass sie seinen [i]eigentümlichen[/i] Geruch wahrnehmen konnte, streckte sie auch direkt ihre magischen Fühler aus. Der von Roan gestiftete Zauber hatte ja nur offenbart, dass de Ville weder magische Gegenstände trug, noch in Zauber gehüllt gewesen war. Vielleicht konnte sie mit ihrer angeborenen Affinität für die Wirkweisen des Gewebes ja mehr herausfinden. Sie versuchte es jedenfalls als der bei dem Thema "Kunst" etwas aufgetaute Kollege ihr seine Machwerke überreichte.
Bevor sie das Gespräch beendete, um wieder ihrem Tagwerk nachzugehen, erinnerte sie ihn natürlich noch an die restlichen Zeichnungen, um die sie ihn gebeten hatte - aber es eile nicht.

-------------------------------

Nachdem Madame von Sandelberg ihre Expertise zu den Bildern abgegeben hatte, tat Tharona genau das worum Aidan sie gebeten hatte als sie am nächsten Morgen das Rathaus aufsuchte. Sobald sie den allseits beliebten Interimsrat Leif Gebhardt einmal erwischte, bat sie ihn in eine etwas ruhigere Ecke - wo man zwar noch gesehen aber nicht unbedingt von anderen gehört werden konnte (es sollte ja nicht direkt konspirativ wirken). Und dann erklärte sie ihm ohne großes Federlesen, dass er und sie zu einem Gespräch bei der Wache geladen wären bei der es um interne Angelegenheiten ginge. Ihr Gesichtsausdruck dabei verriet, dass es sich um eine ernste Sache handelte, die man besser nicht allzu lange aufschieben sollte.
07.04.2018 22:20:18
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124852)
Lyraee
Nach dem kürzlichen Fund in den Kanälen und dem heftigen Starkregen der so manches aus den Kanälen quellen ließ, begann Lueith immer wieder einmal das Hafenbecken bis zum letzten Winkel und die weniger gut zugänglichen Felsufer nordwestlich des Hafens abzuwandern. Ob zwischen Unrat und Gischt etwas dümpelte oder an den kargen Felsen etwas gestrandet und hängen geblieben war - darauf lag ihr Augenmerk, das war der Zweck dieser gelegentlichen Kontrollgänge.
Neben humanoiden Leichen - in Teilen oder vollständig - achtete sie wohl vor allem auf angeschwemmte größere Haarbüschel (oder Haarteile), Schmuckstücke, Kleidung... sogar bunten oder kleinen Federn die weniger zu Möwen oder anderen Seevögeln, wohl aber zu kleinen Sing- und Ziervögeln passen könnten würde sie, auf der Wasserfläche treibend, Beachtung schenken. Sie passt eben auf alles auf, was in ihren Augen zu den rätselhaften Todesfällen passen konnte. Kleidungsstücke und Lumpen, die sich sicherlich finden ließen, zog sie mit einem Stock auf flachen Steinen auseinander und musterte deren Zustand. Völlig zerfetzte Stoffteile, bei denen es klar war, warum sie weggeworfen worden waren schienen ihr dabei eher gleichgültig. Solche (insbesondere Frauen-)Kleidungsstücke aber, die in halbwegs guten Zustand waren oder "auffällig" zerstört worden waren (mit geraden Schnitten vielleicht), die waren ihr doch einen genaueren Blick wert.

Und dann war da noch Tharonas merkwürdiger Kollege und Lueiths bislang unbemerkt gebliebener Nachbar. Der 'Hauptverdächtige' sollte in einem der grünen Salons bei Frau Kuchen wohnen.
Tharona hatte ihn als eher klein, mit mausblondem Haar und Allerweltsgesicht beschrieben. Auffällig wäre wohl seine hohe Falsettstimme - falls sie die zu hören bekäme. Er war ihr im Mietshaus nie aufgefallen (oder doch?) - was aber zu Tharonas Beschreibung von dem unscheinbaren Männlein auch gut passen würde.
Die Elfe versuchte es des Abends, ihn nach seiner Arbeitszeit in der Stadt einmal zu Gesicht zu bekommen. Zunächst nur mit dem Ziel sich seiner "bewusst zu werden".
Wie sah er tatsächlich aus, wie verhielt er sich, trug er etwas bei sich wenn er kam, verschwand er wirklich in einem der 'grünen Salons', wie er Tharona gegenüber behauptet hatte, kam ein auf die Beschreibung passender Geselle überhaupt vorbei - oder nicht?
Dabei vertrieb sie sich ihre Zeit des Abpassens hauptsächlich auf dem oberen Flur oder in der Gemeinschaftsküche, wobei sie vorgab, sich etwas Obst zuzubereiten oder am Küchentisch ein Buch zu lesen - mit offener Türe, um sobald sich auf dem Gang etwas regte, aufmerken zu können.
08.04.2018 18:43:55
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124856)
Nachtengel
Meree hatte ab dem nächsten die Aufgabe De Ville zu beschatten. Sie hatte sich bei Tharona nochmals über den verdächtigen Kollegen und auch über seine Arbeitszeiten informiert.
Vielleicht würde De Ville sie zu dem zweiten Täter führen, oder zu einem zweiten Versuchshaus und vielleicht auch zu Josephine. Meree wollte die Hoffnung auch, wenn sie nur sehr gering war, nicht auf geben, um Josephine noch lebend zu finden. Sie würde nicht eher Ruhe bis die Täter geschnappt sind und das Morden und die schändlichen Versuche ein Ende hatten. Drei junge Frauen, die das Leben noch vor sich hatten, wurden Opfer von zwei Wahnsinnigen und schändlichen Verbrechern.

Doch als beide Webel die Information von Frau Kuchen bekommen hatten, entschieden sie anders. Wenige Kerzenstriche vor ihrer Ankunft im Mietshaus hatte der Verdächtige Besuch von dem unbekannten langen hageren Mann mit dunklen Augen gehabt. Er soll ihn regelmäßig auf suchen.
So stand Meree in den Schatten verborgen und hielt das Mietshaus und die Straßen im Blick. Es würde wohl eine lange Nacht werden. Aber es war ja nicht erste und sie war fest entschlossen aus zu harren. Sie hatte ihre dunkle Kapuze übergezogen, ihre hellen blonden Haaren waren verborgen. Ihren Umhang hatte Webel Winterfurth mit zur Wache genommen.

Es fiel ihr nicht schwer lautlos zu sein und sich zu verbergen und die Schatten halfen ihr. Alle ihre Sinnen waren geschärft. Ihre Nase schnuppert immer wieder. Beide Täter sollten einen eigentümlichen Geruch an sich haben. Und so stand sie lauernd und beobachtend da und harrte aus.

Sie war sehr wachsam, um bereit zu sein, so der hagere Mann auf tauchen würde, ihm zu folgen. Sie würde sich an ihn dran hängen und und mit Hilfe der Schatten versuchen ihm zu folgen, ohne dass er es merken würde.
09.04.2018 12:47:21
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124871)
-emptySoul-
[b]Tharona[/b]'s

...ausgestreckten Fühler gegenüber Arkanem an/um/in de Ville offenbarten ihr... nichts.
Nicht nichts, weil sie nichts sah oder fühlte, sondern nichts, weil da einfach nichts war. Nada, Niente.. der Mann war so arkan betucht wie eine Kartoffel.

Bei Gebhardt stieß Tharona freilich auf offene Ohren und die Bereitschaft, zum Gespräch zu kommen.

[spoiler]Ggf. spontan heute Abend, Montag, o9.o4. [/spoiler]

[b]Lueith[/b]

...fand allerlei Unrat am Strand.
Schönes war mitunter auch darunter. Zum Beispiel eine von den Wellen glattgelutschte, zweifarbige Scherbe aus einem alten Kirchenfenster. Wie eine Kugel so rund, samtweich und glatt geschmirgelt, lag sie in blau und gelb, daumennagelgroß, vor Lueith in der Sonne und warf grüne Funken in den Sand.
Aber ansonsten schien die Stocherei im Strandgut der Suche nach der Nadel im Heuhaufen gleich.
Ja, sie fand Haarbüschel – aber es schien unmöglich zu sagen, woher sie stammten oder von wem.
Sie fand auch Stofffetzen, deren Zugehörigkeit aber unter Schlick, Schlamm und... Scheisse... einfach nicht mehr aus zu machen war.
Sie fand auch Federn... unter anderem eine wunderschöne, große Möwenfeder, gesprenkelt in silbergrau, weiß und warmem Braun. ….aber mit Indizien zum Finkenfall hatte das nichts zu tun.
Vielleicht aber ließ sich aus Möwenfeder und Glaskugel ein schicker Anhänger machen. Immerhin.

Was den ominösen Nachebar anbelangte, so erinnerte Lueith sich spätestens bei dem Gespräch mit Tharona daran, einen solchen Mann auf den Gängen schon gesehen zu haben. Unscheinbar, unauffällig. Ein Gesicht wie das von hunderten Anderer auf Faerun auch. Für Lueith hatte er nie viel mehr übrig gehabt, als ein grüßendes Nicken. Gesprochen hatte er nie.
Nun, da sie de Ville in den Fokus nahm, konnte sie durchaus Beobachtungen machen.
Er verließ wohl regelmäßig seine Wohnstätte um zur Arbeit zu gehen – zumindest lag das Nahe.
Er kehrte auch regelmäßig zur sechzehnten Kerzenstunde in seine Unterkunft zurück. Manches Mal blieb er, manches Mal verließ er sie nach einer Weile wieder.
Das erschien recht unspektakulär – bis auf den Umstand, dass er den einen Abend recht raus geputzt erschien, als er sich anschickte, das Mietshaus zu verlassen.
Und dann war da noch der Besucher bei de Ville, den Lueith am Vorabend zu Gesicht bekommen konnte. Der Teufel sollte sie holen, wenn die Beschreibung des „Langen, hageren mit den dunklen Augen“ nicht auf den Mann passte, der da gerade bei de Ville an die Türe klopfte...


[b]Meree[/B]

...harrte der Dinge die da kamen. Oder vielmehr harrte sie auf den langen, hageren Mann mit den Dunklen Augen.
Der kam in besagter Nacht nicht wieder. De Ville kam alleine und ohne großes Aufsehen am späten Abend heim und schien Meree in ihrem Versteck auch nicht zu bemerken.

Ein anderer Nachmittag läutete sich dann ein in welchem Meree dem Schatten den die Hauswand warf folgte, um unentdeckt zu bleiben, da stieg ihr, noch bevor sie etwas sah, der Geruch nach Jasmin und Tuberose in die Nase.
Und dann bog ein hoch gewachsener, schlanker Mann in grauem Anzug um die Ecke. Ein Hut auf dem Kopf verdeckte in Teilen das Gesicht als er im Mietshaus verschwand....

[spoiler] Ihr Lieben!
Wir können eine Verfolgung des hageren Unbekannten gerne auch IC machen! So Eure Chars mit Aidan in Kontakt stehen, meinethalben auch mit Zugriff – ganz wie ihr mögt. Sprecht euch ab, gebt mir Bescheid – dann finden wir uns. Oder aber, macht hier einfach weiter :)
Wenn Lue vielleicht de Ville nach gehen will, auch dies gerne IC oder eben hier.

@ Nachtengel: Mein Fehler! Im Bemühen deinen und Lues Zeitstrang zusammen zu basteln, hab ich mich vertan. Jetzt sollte es passen hoffentlich! [/spoiler]
09.04.2018 17:35:03
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124884)
Nachtengel
Meree war enttäuscht, als der Hagere nicht mit De Ville zurück gekommen war. Aber trotzdem, es war ein Versuch wert. Aber sie würde nicht locker lassen, sondern weiter machen. Nachdem sie die Beschattung für diese Nacht abgebrochen hatte, hinterließ sie Aidan darüber Nachricht.

Ihre Hartnäckigkeit schien sich an zahlte sich an einem anderen Tag aus. Meree glaubte den Hageren am Geruch zu erkennen. Sie musterte ihn so gut sie konnte und wartete ab, bis er im Mietshaus verschwunden war. Dann suchte sie eine Möglichkeit den Webel Winterfurth, der sich in Bereitschaft fand oder andere Helfer wie Lueith unauffällig zu kontaktieren,

Sie schaute die Gassen hinab, um die Ecken zum Fischstand, ob sie jemand sah, der ihr helfen konnte, ein Bekannter, einen Wächter, einen Botenjungen? Auf keinen Fall würde sie die Tür aus dem Auge lassen.


[spoiler]((ja, jetzt passt es, gerne ig und zu zweit oder zu dritt weiter. Beim Einkaufen dämmerte es mir schon was du wolltest ^^))[/spoiler]
09.04.2018 19:17:00
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124889)
Nutmeg
Nachdem Bethsaba von Aidan die Beschreibung des zweiten Tatverdächtigen erhalten hatte, würde sie sich recht zügig an die Arbeit machen. Zeit war Geld...und konnte in diesem Fall auch Leben retten.

Sie packte ihre neuen Frühlingsdüfte ein, sowie einige Salben für die weibliche Schönheit, und schlug als erstes bei Frau von Greifenfurth auf.
Da die Familie von Greifenfurth sich weiterhin, bis das Haus endlich fertig war, so gut um Finchen die Falkin kümmerte, verstand man sich gut und war recht vertraut miteinander. Zumindest war es bisher so gewesen.

Bethsaba würde Frau von Greifenfurth natürlich ihre neue Kollektion vorstellen. Blumig und weich war es, was man da riechen konnte (und es war teuer, natürlich). Es roch nach Frühling; ein Parfüm erinnerte an einen Rosengarten, ein anderes an süßen Jasmin und Vanille, wieder ein anderes duftete nach Gardenie.
Da Bethsaba mit ihrer Bekannten/Kundin neben Beratung und Erklärungen zu den Düften auch immer plauderte, erzählte sie der guten Frau von Greifenfurth natürlich auch von dem Haus, was Ferdinand und sie erstanden hatten.
Sie hoffte ja wirklich, dass es bald fertig umgebaut sei. Es ginge ja nichts über die eigenen vier Wände...und so nett Frau Kuchen auch war, der Raum war natürlich viel zu klein. So groß wie ihre Wohnung nun war, so groß war ihr Ankleidezimmer in Selgaunt...Ein heimwehendes leises Seufzen untermalte da Bethsabas Satz.
Nur die Dekoration, da tat sie sich doch noch recht schwer mit. Sie hätte gerne ein paar feine Kunstgegenstände...aber das war auf Amdir doch manches Mal recht schwierig zu finden.

Allerdings wurde ihr letztens jemand empfohlen, der wohl selbst Kunst sammelte und sich auskannte...vielleicht kannte Frau von Greifenfurth den Herren ja? Ein großer, hagerer Mann. Sie hatte sich zuhause den Namen notiert, aber nun fiel er ihr gerade nicht ein...etwas fremdländisches, er sollte zumindest einen leichten Akzent haben. Ernst sei er wohl und gut gekleidet. Wie hieß er nur nochmal...? Sie schaute abwartend zur Frau von Greifenfurth, ob diese den Herren vielleicht ja (er)kennen würde.
09.04.2018 19:32:10
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124892)
-emptySoul-
Der Nachmittag war lauschig, bei Tee mit Sahne und Zimt.
Auch der Falke war wohlauf und gut genährt... vielleicht etwas zu gut.
So plätscherten die Kerzenstriche vor sich hin, Bethaba machte einen guten Reibach mit ihren neusten Frühlingsdüften mit denen sich die Herrin des Hauses reichlich eindeckte.
Das mit dem Hausbau konnte man auch nur so unterschreiben... und wie stand es denn um die Pläne, einen eigenen, kleinen Laden auf zu machen? Sollte der in das Wohnhaus integriert sein oder doch lieber extern...oder überhaupt?

Und ach... die Kunst! Nur Gemälde? Dann sollte es Beth doch mal bei Frau Sandelberg..oder war es mann? ...versuchen. Die malte recht schön.
Das die Familie Greifenfurth die Kunst der Exzentrikerin schätzte, sah man an den üppig gerahmten, überladenen Blumenbildern im Salon... ein Graus in Rosa und Gold.

Auf die eigentliche Frage überlegte Frau von Greifenfurth einen Moment. Ein Kunstsammler dieser Art war ihr nicht bekannt.
Aber ein Mann in der weiteren Nachbarschaft, kam der Beschreibung recht nahe.
Aber der Name mochte ihr da nicht einfallen. Irgend etwas mit G.... böse Zungen sagten, er sei aus Tay. Dabei hatte er noch alle Haare!
10.04.2018 13:54:31
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#124911)
bergatroliet
An einem anderen Nachmittag liegt neben Meree noch ein anderer auf der Lauer, ähnlich unauffällig für die Augen von Passanten auf der Straße. Auf dem Dach des Mietshauses, über den Köpfen jener, die es betraten oder verließen, saß ein Käfer - ein stattlicher Hirschkäfer, dessen Panzer bis hin zu den geweihartigen Mundwerkzeugen untypisch steingrau und von rauer Beschaffenheit war.

Abwartend saß er dort im Schatten den der Kamin auf das Dach warf, die langen Beine unter den gedrungenen Körper gefaltet, eingegraben, um nicht von der nächsten Böe aus Richtung Hafen davongeweht zu werden. Er wartete auch noch als der hagere Mann um die Ecke bog, der stärker roch als eine Wiese im Frühling.
Er wartete, die Facettenaugen aufmerksam auf die Straße unter ihm gerichtet bis die kleine Frau - [i]Gnomin[/i] flüsterte ihm eine leise Stimme zu - die nach Erde roch sich ihm für den kurzen Moment zeigen würde, der ihm das Zeichen war, sie zu begleiten.

[spoiler]Die Langstreckenkommunikation mittels magischem Käfer für die Verfolgung ist mit Aidan und Meree abgesprochen - Tharona hat den Käfer übrigens in Steinhaut gehüllt, für den Fall, dass ein vorwitziger Vogel ihn entdeckt und die Härte seines Panzers prüfen will :p [/spoiler]
14.04.2018 19:49:02
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#125003)
Nutmeg
Bethsaba würde sich nach der Ansicht von der etwas dicker gewordenen Finchen die geistige Notiz machen, dass Ferdinand seine Falkin etwas mehr zur Jagd einsetzen musste in nächster Zeit...doch nun hatte natürlich erst einmal anderes Vorrang.

Sie würde Frau von Greifenfurth sicherlich bereitigwillig von ihrem Laden erzählen. Dass sie endlich einen Ort dafür hatte - die ehemalige Apotheke der Frau Crowns, von Selgaunterin zu Selgaunterin übergegangen quasi, und dass sie bald die Eröffnung plane. Die Frau von Greifenfurth war natürlich stets eingeladen, sich auch in der "Katztruhe" (sie suchte noch nach einem Namen, das war nur der Arbeitstitel) umzusehen. Tee und Schokolade sollte es auch dort geben.
Wirklich teure Düfte würde Bethsaba allerdings dem erwählten Kundenkreis weiterhin persönlich vorstellen. Man sollte ja auch etwas für sein teures Geld bekommen, nicht wahr?
Und das teure Geld, was sie beim Frühlingskauf von Frau von Greifenfurth abgriff, strich Bethsaba nebenher mit der sembischen Gelassenheit nach einem erwartet guten Handel ein.

Das Graus in Rosa und Gold, gemalt von der adeligen Exzentrikerin im Hafen, wurde von Bethsaba mit einem höflichen, interessierten Lächeln und dem Mustern der Bilder quittiert (gepaart von einem heimlichen inneren Aufschrei ob der "Rüschigkeit" der Ausstattung).

Bei Frau von Greifenfurths Überlegungen hoben sich kurz Bethsabas gezupfte Brauen, als ihr siedendheiß ein Gedanke kam. Sie konnte dies, als Meisterin der verborgenen Emotionen, jedoch wunderbar kaschieren, als sie sich nachdenklich an die tiefrote Unterlippe tippte und Kulleraugen machte. Jetzt fiel es ihr auch wieder ein...war der Name nicht Gurion...oder war es Gura gewesen? Nach ihren beiden Namensvorschlägen schaute sie die Adelige wieder an, auch wenn sie die Antwort auf diese Frage schon erahnte.
18.04.2018 11:56:25
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#125073)
bergatroliet
Ein Brief von Aidan und Tharona fand sich wieder im Archiv, um nach einem gewissen "Briktius Gura" beziehungsweise dessen Wohnort zu fahnden. Sie suchte in den Bürgerlisten und im Register der Handwerker- und Händlergilde - als vorgeblicher Kunstsammler respektive Händler für seltene Kunstgegenstände war er (und vor allem seine Adresse) dort vielleicht verzeichnet.
Falls sie in den Akten nicht fündig wurde, würde sie auf dem Heimweg einen kleinen Umweg gen Drachen einschlagen und bei Marla der Wirtin freundlich und unverbindlich nachfragen, ob der Herr vielleicht in ihrem Gasthaus eingekehrt war.

Bei der Recherche im Rathaus achtete Tharona wie ein Schießhund darauf, dass de Ville nicht in der Nähe war, lehnte etwaige angebotene Hilfe freundlich aber bestimmt ab und sorgte (unauffällig) dafür, dass er ihr nicht in die Akten spicken konnte - wenn er denn da war.
19.04.2018 08:17:59
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#125081)
citlali
Neuer Schauplatz: Apotheke im Gebäude des Hospitals. Der Kelemvorpriester brachte 3 Gewebeproben in jeweils einer Phiole vorbei. Dass Ermittler mit irgendwelchen Proben ankamen, war vermutlich Alltag. Allerdings war es womöglich von Vorteil, dass derjenige, den Ferdinand antraf und der sich bereit erklärte (falls mehrere Kundige dort inzwischen arbeiteten) sich dem Fall an zu nehmen und natürlich Vertraulicheit zu wahren, 3 ganz verschiedene Proben bekam. Von 3 verschiedenen Personen, aber vor allem in 3 verschiedenen Verwesungsstadien, letztendlich aber auch - was der Priester der Person mitteilte - beeinflusst durch den vorigen Untod. Und Untote konnte man mit normalen Giften nichts anhaben. Vielleicht war dadurch ja mehr von der Originalzusammensetzung erhalten als wenn der Körper gleich verwest wäre.
Ferdinand bat um Untersuchung des Typs des Giftes (er hatte durch Magie schon erfahren, dass es Lähmend wirkte), Namen, woraus es gewonnen wurde und ob man anhand dessen den Hersteller oder den Käufer finden könnte. Oder vielleicht den Verkäufer der entsprechenden Ingredienzien.
20.04.2018 12:31:05
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#125086)
-emptySoul-
[b]Tharona[/b]
...hatte Erfolg zu verbuchen. Gura wohnte ganz präsent auf der Thensener Allee in einem schmucken Häuslein. Sie konnte die Anschrift aus machen.

Aber Gura war in keiner Gilde verzeichnet. Weder Händler noch Handwerker.

Was de Ville anging, so war dieser seit einem halben Zehntag krank gemeldet. Er störte sie also ohnehin nicht, bei ihrer Suchaktion in den Akten.

[b]Ferdinand[/b]

..wurde in der Apotheke willkommen geheißen und seinem Problem wurde sich angenommen.
Man ließ ihn wissen, dass man wohl ein paar Tage brauchen würde, um die Proben verlässlich zu analysieren.
Und so musste der Totenpriester erst einmal wieder unverrichteter Dinge abziehen und auf Post warten. Oder einen Boten.

Und dieser ließ exakt einen Zehntag auf sich warten (Was der SL hier abkürzt!).
Dann hielt Ferdinand einen Bericht in Händen. Einen seitenlangen Bericht, der mit Fachbegriffen, Analysetabellen und Diagramme, fein säuberlich gezeichnet und mit Anmerkungen versehen war, im feinsten Alchemisten – Quaksalber – Sprech.

Die Quintessenz dessen war, das Ferdi am Ende wusste, dass es ein Mittel war, welches in der Heilkunde gerne her genommen wurde, um Patienten bei Operationen in tiefen Schlummer zu versetzen. Überdosiert aber, oder wie in seinen, zu behandelnden Fällen aktuell, in den Hirnstamm gespritzt, einfach unglaublich zuverlässig tödlich.
Der Apotheker wusste noch den Hinweis an zu fügen, dass in der Drogenszene das Mittel auch seine Verwendung hatte, denn unterdosiert machte es einfach... ziemlich glücklich.
Ds ließ also auch auf einen Schwarzmarkt schließen, der dafür existierte und Ferdis Frage nach der Herkunft vielleicht beantwortete.
Die Apotheke verkaufte es nämlich nicht an den einfachen Mann.
Ferdinand bekam auch einen Namen des Mittels mit an die Hand: „Alraunenwein“.
Allerdings ließ die Zutatenliste darauf schließen, dass Alraune da nur als Träger – und somit Namensgebermittel her halten musste.
Das Mittel wurde jedoch im allgemeinen eher oral zu sich genommen und nicht intravenös, subkutan oder intramuskulär. Davon riet der Bericht des Apothekers ganz klar ab.

Und noch etwas konnte Ferdi dem Bericht entnehmen. Alle drei Trägerinnen der Proben hatten zu Lebzeiten wohl auch das eine oder andere Problemchen mit Rauschmitteln gehabt.
Ab von ihrer letzten, tödlichen Erfahrung mit dem Alraunenwein.
23.04.2018 11:17:12
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#125137)
Lyraee
Lueith wurde durchaus argwöhnisch, als sich der unscheinbare DeVille so herausgeputzt hatte. Es war offensichtlich, dass er an diesem Abend etwas jenseits seiner üblichen Routine vorhatte - er würde sich wohl unter feiner Gesellschaft bewegen.
Hinter dem Schutz des Buchdeckels, glitten ihre Finger in komplexen Fingergesten über einen bereitgestellten kleinen Samtbeutel voller Kirstallglasmurmeln, sie beugte sich über sie, flüsterte den halbstofflich werdenden, leise summenden 'Augen' zu:
"Folgt ihm verteilt, soweit es eure Reichweite zulässt und beobachtet ihn. Kehrt zu mir zurück, wenn DeVille ausser eurer Reichweite ist oder das Mietshaus wieder aufsucht. Lasst euch von niemanden entdecken."
[spoiler]Mächtige Ausspähende Augen, Reichweite ist 1,5 km[/spoiler]

Zu einem späteren Zeitpunkt:
Der hagere Besucher fiel Lueith wohl rasch ins Auge.
Der schräge Vogel bekam also Besuch von einem noch schrägeren Vogel.
Mit einem leichten Stirnrunzeln bedachte sie die Gestalt, die offenkundig zu DeVille wollte, nur mit kurzen, sondierenden Blicken durch die offene Tür der Gemeinschaftsküche. Sobald der Mann hinter DeVilles Zimmertüre verschwunden war, nahm Lueith mit dem Verständigungszauber Kontakt zu Meree auf - sie wusste ja nicht, dass die Gnomin just in diesem Moment vor der Tür des Mietshauses ausharrte und das Betreten bereits mit eigenen Augen gesehen hatte.
So hörte Meree bald darauf aus dem Nichts heraus Lueiths Stimme in ihrem Kopf so präsent, als stünde die weißhaarige Elfe direkt neben ihr und flüstere ihr zu:
[i]"DeVille hat jetzt gerade Besuch von einem großgewachsenen Dünnen. Du kannst in 30 Worten antworten. Wie soll ich weiter vorgehen?"[/i]
23.04.2018 21:15:35
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#125154)
Nachtengel
Meree zeigte sich Tharonas Vertrauten und gab das abgemachte Zeichen. Hole Tharona *flüstert sie*
Als sie Lueiths Stimme in ihrem Kopf hörte, stutzte sie kurz und dann lauschte sie aufmerksam. Sie überlegte anschließend ihre Worte und kürzte sie auf das Wichtigste. sendete sie in Gedanken zurück.
[i]"Habe gesehen, vor der Tür, Tharonas Vertrauter auch, hoffe er holt Tharona und sie Aidan. Ich folge. Folge mir später mit Abstand und halte weiter Kontakt zu mir" [/i]
24.04.2018 14:47:04
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#125166)
bergatroliet
Als die kleine Frau - [i]Gnomin[/i] verbesserte die Stimme in seinem Innern wieder sanft - die nach Erde roch sich zeigte, klappte der Käfer, der auf dem Dach des Mietshauses ausgeharrt hatte die Deckflügel hoch und erhob sich unter tiefem Brummen behäbig in die Lüfte. Er surrte am Schornstein vorbei und im Schatten der gegenüberliegenden Häuser zu Meree hinab, um dann direkt in ihre Kapuze zu krabbeln. Anders als bei ihrer letzten Begegnung mit dem Vertrauten schien er nun gänzlich aus Stein zu sein - oder zumindest damit überzogen, selbst die Mandibeln und die fächerartig geformten Fühler.

Und irgendwo anders merkte eine gewisse tethyrische Hexe auf, ließ liegen, was sie gerade tat und begab sich ohne Hast (je nach Tageszeit) zur Wache oder zum Mietshaus, um Aidan zu holen.
24.04.2018 15:20:45
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#125167)
Nachtengel
Meree schmunzelte als der Käfer in ihre Kapuze kroch und flüsterte seinen Namen sanft. Dann harrte sie weiter beobachtend im Schatten aus. Sie wartete zudem auf eine weitere Stimme Lueiths in ihrem Geist.
05.05.2018 09:54:02
Aw: (SL Ban) Piepmätze - Die Sache stinkt (#125312)
bergatroliet
Und dann war es vorbei...

Briktius Gura, der Nekromant und sein Handlanger (Diener, [i]Sklave[/i]), Latislaus de Ville waren dingfest und in der Obhut der Wache. Eines der Opfer, Josephine, konnte lebend und weitgehend unversehrt gerettet werden, für eine andere Frau blieb nur noch die Erlösung aus ihrem untoten Zustand.
De Ville hatte alles gestanden. Von seiner Verbindung zu Gura über die Anreise aus Thay, dem Vorhaben seines Meisters und den Hergang ihrer Machenschaften. Jedes kleine, widerliche Detail, das ganze Ausmaß menschlicher Abgründe. Gura schwieg eisern, aber die Beweise waren eindeutig. Man würde ihnen den Prozess machen und sie einer entsprechenden Strafe zuführen.

Aber vorbei war es dennoch nicht. Nicht wirklich.

Da war Josephine, lebendig zwar und bei guter Gesundheit, aber spurlos war die Gefangenschaft gewiss nicht an ihr vorbei gegangen. Würde sie sich in der Obhut ihres Vaters wieder erholen? Würde sie nach Hause zurückkehren können, ihr Leben wieder aufnehmen als sei nichts gewesen?

Da waren die vier Frauen, die den beiden Männern zum Opfer gefallen waren - auf die eine oder andere Weise. [i]Ursula[/i], [i]Lucile[/i], [i]Jasmin[/i] und [i]Darleen[/i]. Namen, die vermutlich bald in Vergessenheit geraten würden, selbst bei jenen, die sie einst kannten. Würden ihre Seelen nun Frieden finden? [i]Konnten[/i] sie Frieden finden nach allem, was man ihnen angetan hatte?

Da war de Ville, ein Sklave von Geburt an, verstümmelt und gebrochen von einem Mann, der nach mehr Macht und ewigem Leben trachtete und dabei über Leichen ging, kalt, berechnend. Eine Mündigkeitsprüfung wurde angesetzt. War er überhaupt fähig das Ausmaß seiner Taten zu verstehen? War er selbst mehr Opfer als Täter?

Da waren die Wächter und Hilfsermittler, die in den Fall involviert waren und mit der Abgründigkeit menschlichen Handels, dem [i]Bösen[/i] mochte mancher sagen, konfrontiert waren und dennoch einen klaren Kopf bewahren mussten, es nicht zu sehr an sich heranlassen durften, um dem nicht selbst zu erliegen.

Und dann war da Tharona. Irgendwie direkter betroffen, involvierter als andere und doch nur ein kleiner Teil des Ganzen. Nach den Verhören ging sie wie gewohnt ihrer Arbeit für das Bürgerbüro nach, ihre Zeit zwischen der Straße und dem Rathaus aufteilend. Sie verlor den Kollegen gegenüber nie ein Wort über de Ville oder den Fall. Nach Feierabend suchte sie die Wache auf, las sich wieder in die schwer zu entziffernden drakonischen Schriften nekromantischer Experimente ein, um das ganze Ausmaß der abscheulichen Machenschaften Guras zu entschlüsseln. Sie fertigte in Stunden mühevoller Arbeit Abschriften in der Handelssprache an und organisierte sich für die auf Thay verfassten Aufzeichnungen in der Akademie eine Sprachen-verstehen-Schriftrolle. Nach der Lektüre der ersten Notizen wollte Tharona es nämlich keinem anderen Mitschüler oder Lehrer aus dem Orden zumuten diese Machwerke lesen zu müssen in denen Gura detailliert seine Versuche an den Frauen dokumentiert hatte.
Sie suchte den Kelemvortempel auf, um Blumen niederzulegen für die Frauen, denen die beiden Männer alles genommen hatten. Ihr Leben, ihre Zukunft, ihre Würde. Und sie wohnte schließlich auch den Beisetzungen bei, in der stillen Hoffnung, dass ihre Namen, ihr [i]Leben[/i] doch nicht so schnell in Vergessenheit gerieten. Sie selbst schwor sich, sie nicht zu vergessen. Ursula aus der Reusengasse, die in der nassen, kalten Kanalisation geendet hatte. Lucy mit den blonden Haaren, der de Ville eine Perücke in die Kopfhaut genäht hatte. Jasmin, die Halbelfe, der de Ville die Ohren rund geschnitten hatte - alles, damit sie einer anderen, [i]ihr[/i] ähnlicher sahen. Und Darleen, die wie ein Hund an die Wand des Labors gekettet worden war, dem Leben entrissen, doch dem ewigen Schlummer verwehrt.

So viele Antworten, ob nun logisch nachvollziehbar oder abgründig und vermeintlich unmenschlich. So viele entschlüsselte Rätsel, wieder ein gelöster Fall. Und eine Frage, die blieb. Eine Frage mit der Tharona sich zur Arbeit trug, zur Wache, zur Akademie. Eine Frage, die meerblaue Augen ihr stellten, wann immer sie in einen Spiegel blickte.

[i]Warum?[/i]