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06.11.2017 20:20:05
[SL Meria] Talos und Dachse (#122422)
citlali
[spoiler]Wenn es schon einen Thread zu der Quest gibt, bitte verschieben.[/spoiler]

Ferdinand hatte schon mit den anderen das zuerst gefundene Lederstück untersucht und magisch verfolgt gehabt, damals hieß es, dass die dazugehörige Kleidung einem Kind oder einem Hin gehören könnte. Nun hatte Almeras ihm ein kleines Skelett und das Bild eines Jungen in einem Medaillon gebracht.
Genauer gesagt, Ferdinand hatte nun Einzelteile vor sich liegen, denn ein Skelett hielt ohne Muskeln, Sehnen und so weiter nicht mehr zusammen. Der Priester hakte bei Almeras nach, wie das Skelett gefunden worden war, wie lag es da herum? War keinerlei Kleidung gefunden worden? Wo wurde das Medaillon genau gefunden?
Nach den Fragen folgte der Blick das kleine Gemälde. Hatte der seltsame Mann Ähnlichkeit mit dem Kind auf dem Bild? Wie sah es drein, konnte man erkennen, was es an hatte, vielleicht irgendwelchen Schmuck?
Und, aus was bestand das Medaillon? Gab es Gravierungen? War noch etwas Spezielles an der Kette, so es eine hatte? Wenn Ferdinand das Bild versucht weg zu klappen, war vielleicht etwas dahinter?

Danach sammelte er die Knöchlein zusammen und puzzelte sich den oder die Tote/n wieder behutsam zusammen. Fiel ihm an den Knochen selbst etwas auf, irgendwelche Spuren? Konnte er schätzen, vor allem zusammen mit dem Wissen wie und wo die Knochen gefunden worden waren, wie lange sie da schon gelegen hatten, oder hatte gar jemand das Fleisch entfernt? Würde er anhand der Knochenenden, des Schädels, Wuchsstellen oder Auflösestellen erkennen können, ob es sich wirklich um ein Kind handelte? Und wirklich um einen Jungen?
07.11.2017 08:55:30
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#122424)
Meria
Ob Almeras sich die Zeit genommen hatte sich vor dem einsammeln der Knochen die genaue Lage einzuprägen war zweifelhaft, so konnte der Tempusit wohl nur sagen das er versucht hatte alle Knochen aufzusammeln und diese in seinem Umhang eingewickelt nach Mirhaven gebracht hatte. Einzig das sie nahe einer Felswand lagen und von einem Halbkreis aus Kerzen umringt waren, könnte er wohl noch mitteilen.
Das Medaillon hatte man wohl dem aufgegriffenen Mann aus der Tasche gezogen. Es war ein kostbares Stück aus massivem Gold, mit wunderschönen und feinen Blumenverzierungen am Rand. Natürlich hatte es mit den Jahren etwas gelitten und war an vielen Stellen zerkratzt, auch das Gold wirkte stumpf. Da Ferdinand sich in Kreisen bewegte in denen man mehr Ahnung von solchen Schmuckstücken hatte, fiel ihm sofort auf, das es deutlich zu verspielt für einen Mann war. Auch die Größe ließ eher auf ein Schmuckstück für eine Frau schließen.
Wenn Ferdinand den komatösen Mann im Hospital besucht hatte, nun dann konnte er tatsächlich eine Ähnlichkeit entdecken. Gerade jetzt wo sein Blick nicht wild war, er kein wirres Zeug sprach konnte man Gemeinsamkeiten entdecken. Das Haar des Jungen war deutlich heller, aber die Augenpartie passte zu dem schlafenden Mann, ebenso die Nase. Der Mund allerdings sah anders aus. Es war also wahrscheinlich das der Junge auf dem Bild, sofern der Maler korrekt gearbeitet hatte und der Mann miteinander verwandt waren.
Das Bildnis an sich war sehr fein gearbeitet, eine Arbeit die kein Straßenstümper zustande gebracht hatte. Der Junge blickte, mit einem angedeuteten Lächeln den Betrachter an, den Kopf leicht zur Seite geneigt. Ein hübscher kleiner Kerl, das Alter war schwer zu schätzen, vielleicht etwa 5 bis 6 Sommer alt. Auf dem Bildnis trug er ein blaues Hemdchen, vom Schnitt ähnlich denen die man heute noch an den Kindern in Mirhaven sah, deren Eltern besser gestellt waren. Gravuren fanden sich, neben denen der Blumen keine an dem Schmuckstück, eine Kette gab es ebenfalls nicht mehr dazu. Was dem Kelemvor-Detektiv-Priester allerdings auffiel war das man zwei Bilder in das Medaillon fassen konnte. Die zweite Seite war allerdings leer....fast leer, ein winziger Streifen Papier fiel Ferdinand entgegen. Unter dem Bild des Jungen fand er ebenfalls etwas. Eine einzelne dünne Haarsträhne blonden Haares.
Was die Knochen an sich betraf hatte Almeras ganze Arbeit geleistet nur ein einzelner Handwurzelknochen war unauffindbar. Die Knochen passten zu einer Person die fast 9 Handbreit groß war, beides würde zu einem Halbling oder einem kleinen Jungen passen, doch fand Ferdinand schnell mehrere Merkmale die den Hin ausschlossen. Das auffälligste war die Schädelform, welche einfach nicht zu einem Hin passte. Bis auf ein verheilter, wenn auch komplizierten Bruch des rechten Unterarms, der jedoch wieder darauf schließen ließ das das Kind fachmännisch versorgt worden war, fand Ferdinand erst einmal nichts besonderes. Als er sich abwenden wollte, fiel ihm aber doch noch etwas ins Auge....eine Verfärbung an einem der Fingerknochen. War sie durch die Lagerung in der Höhle entstanden? Bei genauerer Betrachtung konnte Ferdinand das ausschließen, es war eine Verkohlung des Knochen selbst, wenn er den kleinen Fingerknochen unter die Nase hielt konnte er sogar noch schwach den Geruch von verbranntem Fleisch und eben Knochen riechen. Bei erneuter Untersuchung fand er am linken Fuß eine ähnliche Stelle.
14.11.2017 00:12:55
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#122527)
citlali
Somit dauerte allein das Sortieren einige Zeit.
Es war interessant, dass es sich bei der Famile nicht um eine arme, verzweifelte zu handeln schien, die darum vielleicht Talos verfallen war. Zu viel mutmaßen sollte er natürlich nicht bevor Schwester Delia mit dem Mann gesprochen hatte. Die Strähne, die er gefunden hatte, als er in dem Medaillon stocherte, legte er in eine Phiole oder anderen sicheren Behälter. Den Papierstreifen nahm er genauer unter die Lupe, wörtlich. War darauf etwas zu erkennen, war er besonders eingefärbt, oder roch er vielleicht nach etwas Speziellem?

Da die Kleidung des Jungen auf dem Gemälde nicht außer Mode war, war er wohl noch nicht so lange tot. Falls wirklich das Skelett zu ihm gehörte. Waren die Knochen eigentlich staubig gewesen oder mit sonstigem Dreck bedeckt? Fühlten sich die Knochen säuberlich gereinigt an oder rau?
Die Brandstellen fand der Kelemvorit seltsam, auch sie wurden auf ihr Alter hin eingeschätzt. Fuß und Finger, welche Bedeutung konnte das haben...wäre das Fleisch heruntergebrannt worden, hätte man wohl noch mehr Spuren sehen müssen. Er nahm sich noch einen stabileren, längeren Knochen und prüfte dessen Biegsamkeit, sägte ihn auseinander und blickt aufs Innere vielleicht half auch das der Einschätzung ob des Alters, der Liegedauer oder ob noch mehr gebrannt hatte...aber vielleicht hatte auch das feuchte Erdemilieu Einfluss drauf.
[spoiler]Konnte leider erstmal nix unneumodisches finden, wie Knochen aufs Alter untersucht werden ^^''. Falls ich Werte wie Heilen hinschreiben soll, einfach sagen ^^.[/spoiler]
27.11.2017 17:37:21
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#122688)
Meria
((Sorry völlig verpennt))

Der Papierstreifen offenbarte nicht viel, außer einem kleinen Farbtupfer, womöglich war in der anderen Hälfte des Medaillons ein zweites Bild gewesen. Das Schmuckstück war eindeutig für eine Frau gemacht worden, man könnte wohl darauf schließen, das wenn es kein zweites Kind gab, das Antlitz des Ehemannes einst dort prangte. Einen besonderen Geruch konnte Ferdinand nicht feststellen.

Die Knochen waren erstaunlich sauber gewesen, als wäre es jemandem wichtig gewesen das sie nicht verdreckten. Kein Tier hatte an ihnen genagt, das Fleisch war wohl auch nicht künstlich von den Knochen gelöst worden. Jedenfalls konnte der Kelemvorpriester weder Werkzeugspuren noch raue Stelle entdecken, die auf eine Behandlung mit einer Säure oder Lauge schließen ließen.
Sofern man das Alter der Brandstellen bestimmen konnte, so würde Ferdinand darauf schließen das sie wohl zu einem Zeitpunkt entstanden, als noch Fleisch an den Knochen haftete, denn dieses war zu einer festen Masse an den zwei Stellen verschmolzen, wogegen der Rest verwest war. Sonst konnte er keine Merkmale dafür finden, das der Körper mit Feuer in Berührung gekommen war. Zeit und Liegedauer würde er auf etwa 5 Sommer schätzen.

[spoiler]Ich weiß nicht ob Ferdi schon mal ein Opfer auf dem Tisch hatte, das von einem Blitz getroffen wurde. Wenn dem so wäre, oder er mal etwas darüber gelesen hätte,
nun dann würde ihm wohl aufgehen, das die Brandstellen genau zu solch einem Ereignis passen würden. Ein-und Austrittsstelle des Blitzes.[/spoiler]
28.11.2017 10:46:48
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#122691)
bergatroliet
Einige Tage nach dem Gespräch mit dem vermeintlichen Talos-Anhänger sucht Delia Ferdinand im Kelemvortempel auf, um ihm zu berichten.

Wie sich herausstellte, war der Mann - Bert Müller - kein irrer Anhänger des Sturmgottes, sondern ein Verzweifelter Vater und Witwer. Delia erzählte Ferdinand vom tragischen Tod des Sohnes Phillip, der bei einem Ausflug mit Mutter und Vater, bei dem das Wetter unerwartet umschlug, vom Blitz erschlagen wurde. Die Mutter, Miranda, war am Verlust des Kindes zerbrochen und im darauf folgenden Jahr ebenfalls verstorben. Da Bert seine Gebete und Opfer (er hatte wohl sein gesamtes Vermögen gespendet) an die Götter Mîrhavens, sie mögen ihm seinen Sohn wiedergeben, nicht beantwortet sah, wandte er sich in seiner Verzweiflung Talos zu. Er war der Überzeugung, dass Talos ihm seinen Sohn genommen und ihn ihm daher auch wieder geben könne, wenn er ihm opfere. Außer Tieren (und ihm selbst) sei dabei aber offenbar kein lebendes Wesen zu Schaden gekommen.

In all der Zeit habe Bert den Tod seines Sohnes verleugnet und öffne sich erst jetzt allmählich der Realität. Bis er wieder auf den Beinen war, würde es sicher eine Weile dauern; von der Bewältigung der Trauer ganz zu schweigen. Solcherlei Fälle waren Ferdinand gewiss auch nicht unbekannt.

Während seiner - körperlichen wie geistigen - Genesung, mindestens aber bis zur Beerdigung seines Kindes, würde Bert weiter im Hospital verweilen. Für die Bestattung wünsche er sich einen rein weißen Kindersarg, sowie Gänseblümchen als Zierde. Falls es bezüglich der Bestattung noch Fragen seitens des Kelemvortempels gab, bat Delia diese an sie zu richten. Sie würde Bert dann auf seinen Wunsch hin auch begleiten, wenn sein Sohn zur Ruhe gebettet wurde.
03.12.2017 21:56:54
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#122770)
citlali
Als Delia die Geschichte von dem Gefangenen erzählte, wurde ihm auf jeden Fall der Wundverursacher klar. Er erzählte von seinen Funden und bat sie sich gut ihm den Mann zu kümmern, da er immerhin trotzdem sich Talos zugewendet hatte und nicht gänzlich ungefährlich war. Die Beerdigungswünsche konnte Ferdinand erfüllen, wobei es mit Gänseblümchen zu dieser Jahreszeit schwer war. Das würde nur magisch funktionieren und es war fraglich, wieviel Gold der Mann noch hatte, war bekannt, ob er noch Besitz in der Stadt hatte? Und, welchen Beruf hatte er gehabt, würde er wieder auf die Beine kommen können?

Nicht lange nach dem Gespräch fiel es Ferdinand aber wieder ein...vor allem als Jiaodai von der Sache erzählte: Herr Müller hatte also nur Tiere geopfert und war zudem verrückt geworden. Wer aber hatte dann diese Opferstätten geweiht?
Schnellstmöglich versuchte der Priester Schwester Delia zu erreichen. Konnte sie ihm sagen, ob Herr Müller womöglich von Talos erhört worden war oder jemand ihm geholfen hatte? Er hätte erwählt werden müssen, eine Priesterausbildung dauerte lange und ohne Hilfe war sie schier unmöglich. Stecke womöglich doch noch mehr dahinter...?
04.12.2017 16:01:25
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#122780)
bergatroliet
Delia versicherte Ferdinand, dass sie sich um den Mann kümmern würde - das war für die Ilmatari keine Frage. Immerhin hatte sie Bert auch zugesagt, dass er erst einmal im Hospital bleiben konnte. Seit man zu ihm durchgedrungen war, war er einer der ruhigsten und freundlichsten Patienten. Delia betonte, dass er es selbst in seinem Wahn vermieden hatte irgendeine der Schwestern zu verletzen, obwohl er durchaus in der Lage dazu gewesen wäre. Sie konnte sich auch deswegen nur schwer vorstellen, dass er sich Talos [i]ernsthaft[/i] verschrieben hatte. Reine Verzweiflung hatte ihn dazu getrieben, dem Sturmgott diese Opfer zu bringen.
Was sein Vermögen anging, konnte sie jedoch keine sichere Aussage machen. In dem ersten Gespräch hatte es sich so angehört, als hätte er sein gesamtes Vermögen gespendet. Sein Zustand als man ihn aufgefunden hatte, sprach ja auch dafür (Delia erwähnte am Rande, den starken Lausbefall mit dem Bert ins Hospital gebracht worden war). Sie würde aber noch einmal nachfragen; auch, ob er noch Familie oder ein Zuhause in der Stadt hatte. Delia hatte nach den bisherigen Gesprächen mit Bert in dieser Hinsicht zwar wenig Hoffnung, aber falls er doch noch Angehörige hatte, konnten auch diese ihm helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Allerdings wunderte sie sich - gab es für Fälle wie diesen denn keine Spendenkasse im Kelemvortempel oder der Sankti Novem, die dann die Beerdigungskosten übernahm?
Den Beruf, den er vor der Tragödie ausgeübt hatte, konnte Delia ebenfalls nicht benennen, versprach aber auch hier, sich zu erkundigen.
Ehrwürden de Tyrael hatte Bert vorgeschlagen, sich zwecks Arbeit im Waisenhaus zu melden, da er mit jenen Kindern ein ähnliches Schicksal teile. Obwohl Bert nicht abgeneigt schien, war es aber noch zu früh, sicher zu sein, ob dies eine geeignete Option für ihn war und ob er dem Vorschlag folgen würde.

Es war für Ferdinand nicht schwer Delia zu erreichen, war sie doch meist an einem von drei Orten: dem Tempel, dem Hospital oder im Hafen bei den Bedürftigen. Früher oder später kehrte sie in jedem Falle ins Hospital oder den Tempel zurück. Auf die Nachfrage hin, runzelte die blinde Nonne überlegend die Stirn. Soweit sie sagen konnte, hatten die Opferungen wohl nichts bewirkt - zumindest schien Bert selbst bis zuletzt davon ausgegangen zu sein, dass Talos ihn nicht erhört hatte. Ehrwürden de Tyrael hatte auch nichts darüber berichtet, dass Bert über klerikale Kräfte verfügen würde. Und er selbst hatte auch niemanden weiter erwähnt, der ihm geholfen hatte. Im Gegenteil, er schien die letzten Jahre vollkommen isoliert gelebt zu haben, allein in der Wildnis. Sein Zustand bei seiner Einlieferung hatte das bestätigt. Delia bot Ferdinand aber an, in ihrem Beisein selbst mit Bert im Hospital zu sprechen. Vielleicht gab es da Dinge von denen der arme Mann selbst nichts wusste, deren Anzeichen ein erfahrener Priester wie Ferdinand aber bemerken konnte?
08.12.2017 09:51:20
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#122865)
Meria
Bert Müller verbrachte viele Wochen im Hospital, gerade die Anfänge waren noch von rasanten Auf- und Abs gekennzeichnet. Doch nie wurde er aggressiv gegenüber denen die dort arbeiteten. Doch je mehr Zeit unter liebevoller Fürsorge verging, desto mehr erholte sich der Mann und war schon bald kaum noch wieder zuerkennen. Seine Haare wuchsen nach und er nahm etwas zu, so das er bald wieder zu einem stattlichen Mann wurde, der seine Dankbarkeit mit kleinen Hilfestellungen ausdrückte. Benötigte eine der Schwester etwas aus einem unerreichbar hohen Regal war Bert zur Stelle, war irgendwo ein Brett locker hatte Bert schon Hammer und Nagel in der Hand, man hatte ihn sogar schon dabei beobachten können wie er eine alten Frau bei der Armenspeisung das Fleisch kleinschnitt.

Ferdinand erfuhr das die Familie Müller sich in der Vergangenheit mit dem Export von amdirianischer Baumwolle ein gutes Leben machen konnte. Doch über die Jahre waren die Handelsbeziehungen abgebrochen und Berts kleines Vermögen hatte er wohl vollständig gespendet. Auch das Haus das die Familie einst bewohnte hatte, gehörte mittlerweile jemand anderem. Verwandte waren keine aufzufinden und Bert selbst schien wenig Interesse daran zu haben in sein altes Leben wieder einzutauchen.

Delia konnte nichts beobachten beziehungsweise niemand der Sehenden im Hospital, das darauf schließen ließ das Bert noch zu Talos betete, vielmehr befasste er sich mit den Lehren Kelemvors und Ilmaters, wenn er sich überhaupt für Götter interessierte. Ob Bert von Talos auserwählt worden war...nun wie fand man so etwas heraus? Es hatte ihn jedenfalls noch niemand dabei beobachtet wie er klerikale Magie wirkte.

In letzter Zeit verbrachte er lieber jede freie Minute mit einem kleinen Mädchen, das nach einem Ausbruch ihres betrunkenen Vaters das Bett hüten musste. Er las dem Mädchen vor, achtete darauf das sie pünktlich ihre Medizin einnahm und hielt an ihrem Bett Wache, wenn sie schlechte Träume hatte.
Außerdem schien er sich immer mehr mit dem Gedanken anzufreunden sich das Waisenhaus einmal anzusehen, obwohl man auch merken konnte, wie schwer ihm die Konfrontation mit so vielen Kindern fiel. Noch zögerte er es heraus, wohl aus Angst das einer der Jungen wie sein Phillip aussah.
11.12.2017 14:02:21
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#122911)
Meria
Und dann eines Tages recht unverhofft stand Bert vor Delia. Vielleicht lag es daran das das kleine Mädchen genesen war und das Hospital verlassen hatte, vielleicht war Bert aber auch in seiner Genesung einen Schritt voran gegangen. Jedenfalls trug er den Wunsch an Delia heran das sein kleiner Phillip beigesetzt werden sollte und er darauf hoffte das sie ihm bei diesem letzten Weg beistehen würde. Eine Familiengruft gab es nicht, so hoffte er das der Boden noch nicht zu hart gefroren war, um die Gebeine des Kindes beizusetzen.
11.12.2017 20:05:56
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#122917)
citlali
Ferdinand nahm zwar Delias Hinweise und Berichte ernst, aber ganz überzeugen, dass es keiner Nachforschungen mehr bedürfte, konnte man ihn nicht. Er war zwar froh, dass es nur gute Berichte gab, vor allem, dass der Vater sich mit anderen Göttern beschäftigte, aber er wollte gerne einmal in ihrem Beisein mit Bert reden. Sie konnten zumindest versuchen mehr aus ihm heraus zu kriegen, wie er die Opferungen auf den Wegen durchgeführt hatte und was er bezüglich der Weihe beobachtet oder gespürt hatte.
Bezüglich ihrer Spendenfrage teilte er Delia mit, dass es diese Möglichkeit zwar gab, aber zuerst alle anderen geprüft sein sollten, und es dann keine Sonderwünsche gab. Einen Sarg weiß anstreichen wäre aus einer Sicht aber kein Problem.

Nachdem der Priester herausgefunden hatte, dass Herr Müller wirklich nichts mehr besaß, hatte sich auch dieser Zweifel. Andere Verwandte zu finden, war Ferdinand natürlich auch darum wichtig gewesen, weil sie von dem Schicksal ihrer Familie erfahren sollten.

Es blieb also nur nochmal mit dem Herrn über die Beerdigung zu sprechen...und eben über die seltsame Weihe.
Das der Stadtfriedhof sehr klein war, wurden die meisten Bürger darunter begraben, Philip würde in der Bürgerhalle ein Plätzchen bekommen.
12.12.2017 09:44:40
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#122921)
bergatroliet
Als Bert noch einmal die Bitte an sie herantrug, ihn zur Beerdigung seines Sohnes zu begleiten, bejahte Delia selbstverständlich. So wie sie es schon bei ihrer ersten Unterhaltung getan hatte.

Und so würde sie Ferdinand darüber informieren und mit ihm einen Termin vereinbahren an dem er entweder ins Hospital, oder sie mit Bert in den Kelemvortempel kommen würde, um die Einzelheiten bezüglich der Bestattung zu besprechen.
04.01.2018 15:18:53
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#123159)
bergatroliet
Nach dem Gespräch mit Ferdinand, oder vielmehr dem Abbruch dessen, kehrte Delia mit Bert ins Hospital zurück. Während des Gespräches hatte Ferdinand einen dunklen Einfluss bemerkt, der auf dem vermeintlichen Talos-Anbeter lag. Mit Kelemvors Hilfe war es ihm gelungen diesen zu bannen und obwohl der Prozess schmerzhaft war, schien Bert danach klarer zu sehen. Er erinnerte sich nun besser an die Zeit, die er in der Wildnis verbracht hatte und wusste von einer Frau zu berichten. Diese Frau war es wohl auch, die ihn dazu brachte seine Gebete an den Sturmgott zu richten. Sie musste es wohl auch gewesen sein, die jenen dunklen Zauber auf seinen Geist legte und diesen vernebelte. Berts Bericht zufolge hatte die Frau wohl Haare von ihm, sodass Grund zur Annahme bestand, sie könnte erneut Einfluss auf ihn ausüben.

Da Bert niemandem etwas zu leide tun wollte und über diese neuen Enthüllungen selbst erschrocken war, bat Delia einen der Priester aus der Sankti Novem regelmäßig ins Hospital zu kommen, um zu prüfen ob ein Schatten auf Berts Geist lag oder um seinen Geist durch Gebete zu schützen.
Ihr Verhalten ihm gegenüber änderte sich indes nicht. Sie half ihm sich auf Phillips Beerdigung vorzubereiten, die nun, auf seinen Wunsch hin, öffentlich gemacht wurde. Für den Fall, dass Freunde oder Bekannte seines Sohnes ebenfalls Abschied nehmen wollten.
Am Tage der Beerdigung würde sie dann wie versprochen an seiner Seite sein und ihm beistehen.

Und wenn all das überstanden war und Bert sich einigermaßen erholt hatte, konnten sie der Sache weiter nachgehen und versuchen, diese Frau aufzuspüren.
14.01.2018 10:29:58
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#123352)
Meria
Zwei Dinge konnte Delia an Bert, in der Zeit nach dem Bann, feststellen. Einerseits schritt seine Genesung immer schneller voran, er wirkte gelöster und bald konnte man sich ihn auch wieder als freundlichen, aber gewieften Händler vorstellen. Das Verhandeln lag ihm einfach, das Überreden, ohne jemanden über den Tisch zu ziehen. Allerdings zog ihn nichts mehr zu seinem alten Leben hin, vielmehr begann er, auf eigene Faust, seine Talente dazu einzusetzen ärmlichen Bürgern der Stadt die Armenspeisung schmackhaft zu machen, die dieser bisher vor Scham fern geblieben waren. Auch im Hospital machte er sich nützlich, ihm lag die Krankenpflege nicht so sehr, auch wenn er einsprang wenn Hilfe benötigt wurde. Doch galt es jemanden von einer nötigen Behandlung oder der Einnahme von Kräutern, dem Anwenden von Salben zu überzeugen, dann gab es niemanden der schneller den Zugang des Patienten erlangen konnte.
Andererseits verbrachte er sehr viel Zeit damit zu beten, sowohl Kelemvor als auch Ilmater waren seine Gebete gewidmet. Fast verbissen kam es Delia vor, als habe er den Wunsch den Einfluß der Talos-Priesterin abzuschütteln, seine Seele reinzuwaschen. Außerdem suchte er selbst Ludwig auf um zwei Zeichnungen anfertigen zu lassen. Einmal ein Bild seines verstorbenen Sohnes, das Zweite zeigte eine alte Frau mit struppigem Haar, der drei Zähne fehlte, doch vor allem ihre schiefe Nase schien sie aus der Masse abzuheben, sowie die buschigen Augenbrauen.
Für Ferdinand erbat er sich von Ludwig ein zweites Bild der Frau, das erste nahm er mit ins Hospital und begann über Tage jede Linie Ludwigs Zeichnung mit einer Nadel nachzuziehen. Dabei lag die Zeichnung auf einer Platte weichen Tons, so das die Konturen des Gesichtes sich in das Material darunter übertrugen. Er ließ den Ton brennen und mit Hilfe einer weiteren Tonplatte ein Negativ des ganzen erstellen. Dies händigte er Delia aus, damit diese das Gesicht seiner Peinigerin ertasten konnte.

Am Tage der Beerdigung hatte Bert jede Unterstützung nötig, mehrfach brach er fast vor Schmerz zusammen, vor allem als er den kleinen weißen Sarg erblickte. Da Delia stets in seiner Nähe war, konnte sie miterleben wie viele Freunde Berts sich eingefunden hatten, die meisten schienen auch wirklich gekommen zu sein um Bert beizustehen, seinen Schmerz zu teilen. Doch konnte sie auch die ausmachen die vermutlich eher aus Neugierde der Beisetzung beiwohnten, oder um zu ergründen ob Bert bald wieder seine Geschäfte aufnehmen würde. Ansonsten verlief die Beisetzung Ereignislos und Bert bedankte sich, unter vielen Tränen bei Delia und Ferdinand für den Beistand und die schön (sofern man bei so einem Ereignis davon reden konnte) ausgerichtete Beerdigung.
27.01.2018 13:35:39
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#123669)
bergatroliet
Mit Freude und einer gewissen Erleichterung nahm Delia das rasche Voranschreiten von Berts Genesung zur Kenntnis. Umso mehr wurde es ihr ein Anliegen den Machenschaften dieser Frau und der Macht, die sie noch immer über Bert haben mochte ein Ende zu setzen.
Doch zunächst freute sie sich an den Erfolgen ihres Patienten. Dass die Armenspeisung nun von immer mehr Bedürftigen genutzt wurde und Patienten dank Berts Überredungskünsten und empathischen Einsatzes mitunter schneller genesen konnten, verbuchte Delia allesamt als Erfolge. Nicht nur für die Armen, Kranken und Verletzten oder die Sache Ilmaters, sondern auch für Bert persönlich, der sich immer mehr von seinen Erlebnissen zu erholen schien.
Das ein oder andere Mal leistete Delia ihm am kleinen Ilmaterschrein des Hospitals auch Gesellschaft, wenn sie diesen selbst für ihr morgendliches oder abendliches Gebet aufsuchte. Sie war auch immer bereit und offen über die Lehren Ilmaters und - soweit sie das als Mitglied Sankti Novems konnte - Kelemvors zu sprechen.
Da die Krankenpflege ihm trotz guten Willens weniger lag, die Schwestern im Hospital dank der gut besuchten Armenspeisung nun aber immer mehr zu tun hatten, bat Delia den bewanderten Geschäftsmann, so er Interesse hatte, auf dem Markt die Lebensmitteleinkäufe für das Hospital zu tätigen. Mit seinen Verhandlungskünsten konnte man von den Spenden vielleicht auch einmal etwas Fleisch für den Eintopf besorgen oder mehr frisches Obst.

Als Bert ihr das Abbild seiner Peinigerin aushändigte, war sie sichtlich überrascht, aber auch berührt und demütig angesichts seiner Rücksichtnahme. Akribisch tastete sie die handgefertigte Tonplatte ab, um sich ein Bild der Frau zu machen. Zwar würde sie die Frau auf diese Weise im ersten Moment nicht identifizieren können, aber sie wusste nun genau, wie die Person aussah, die so viel Leid über diesen armen trauernden Mann gebracht hatte. Vielleicht befeuerte das noch ein wenig mehr ihren Wunsch, diese Frau zu finden und ihrer gerechten Strafe für ihre Taten zuzuführen.

Wann immer Bert während der Beerdigung physisch zusammenzubrechen drohte, war Delia da, um ihn zu stützen, drängte sich, als er umringt war von Freunden, die mit ihm trauerten aber auch nicht in den Vordergrund. Ansonsten hielt sie sich in seiner Nähe, bot ihm eine Schulter zum Festhalten, oder legte ihre eigene Hand auf seine Schulter, tröstend, erdend. Sie betete für das Seelenheil des kleinen Philipp und flehte Ilmater an, Bert Kraft zu geben und ihm beizustehen auf dem Leidensweg, den er noch vor sich hatte.
Den Dank nahm sie mit einem sanften, warmen Lächeln entgegen und der Versicherung, dass er sich jederzeit an sie und die Sankti Novem wenden könne, wenn er in Not sei.

Nach der Beerdigung wartete Delia dann geduldig Berts weitere Genesung und Trauer ab, dem Tage harrend an dem er an sie oder Ferdinand herantrat mit dem Wunsch, die Frau zu finden, die ihn mit faulem Zauber zu Talos getrieben hatte.
30.01.2018 11:40:31
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#123707)
Meria
Bert brauchte noch einige Tage nach der Beerdigung um sich wieder zu fangen, er schien mit sich zu hadern, suchte immer wieder das Gespräch mit Schwester Delia. Eigentlich verspürte er kein Verlangen die Alte wieder zusehen, versuchte sich einzureden das sie den letzter Winter vielleicht sowieso nicht überlebt haben könnte, so schwach wie sie war...jedenfalls körperlich. Doch sorgte er sich auch darum, das sie eine andere trauernde Seele gefunden haben könnte, um diese für ihre Zwecke zu manipulieren.
So zogen die Tage ins Land, doch als eines Tages ein Priester die Sankti Novem darüber informierte das erneut kleine Opfergaben an der Handelsstraße gefunden worden waren, änderte sich Berts Meinung schnell. Er würde die die ausziehen wollte die Frau zu suchen mit allem unterstützen was er hatte, allerdings waren dies eher Erinnerungen als Kampfkraft.

((Terminfindung ig?))
02.02.2018 18:28:44
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#123757)
Meria
Noch bevor diejenigen der Sankti Novem, die ausziehen wollten um nach der Frau zu suchen bereit waren, ereilte sie eine neue Nachricht. Ein Händler berichtete von einem am Handelsweg aufgespießten Worg. Er kannte sie nicht damit aus, aber er meinte erkannt zu haben, das der Worg zuvor von einem Blitz erschlagen worden war.
03.02.2018 12:40:10
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#123765)
Erzengel
Und das war Musik in Almeras Ohren. Endlich gab es wider etwas zu tun, jemanden zu sichten und zu vernichten.

Keine altersschwache Frau, die einen unwürdigen und schändlichen Kampf liefern würde. Das roch nach einem gutem Kampf. Er schärfte seine Waffen und seinen Kampfeszorn und zog zur betreffenden Stelle.
04.02.2018 21:06:12
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#123795)
citlali
Ferdinand kümmerte sich um alles rund um die Beerdigung wie zugesagt. Auch er war erleichtert, dass sie Bert "befreit" hatten, er war zuvor bei seiner Geschichte sehr skeptisch gewesen. Und vielleicht war es auch nur Tymoras Segen, dass in der Zeit, die Bert in Mirhaven ohne Bewachung verbrachte, die dunkle Präsenz in seinem Geist ruhig hielt. Nicht auszudenken, was Bert sonst noch hätte passieren können, oder seiner Umgebung.
Der Kelemvorpriester kündigte die Beerdigung demnach vorher an und war selbst ebenso zufrieden, dass Leute erschienen...nicht einmal unbedingt für den Tempel, sondern wirklich für Bert. Der weiße, einfache Sarg stand mit einer weißen Nelke auf dem Deckel in der Tempelhalle und Bert konnte sich, wenn er wollte, davon überzeugen, dass sein Sohn in eine grobe, aber durchaus für die Lebenden nutzbare, Decke gehüllt worden war, unter der sich wie Unebenheiten die kleinen, schmalen Knochen abzeichneten und nur der Schädel sie merklich anhob.
Die Mittagssonne war hier unten leider nicht zu spüren, dafür konnte man die Zeichnung von Philipp an der Gedenkwand sehen, Ludwig hatte dafür keine Bezahlung gewollt. Danach wurde der leichte Sarg von Bruder Gwydion und einem kleineren, buckligen Mann namens Georg, der noch nicht so lange im Tempel arbeitete, zur Totenhalle der Bürger gebracht, das Grab der Mutter war schon geöffnet worden - oder wenn es möglich war, war ein Platz bei ihr ausgehoben. Der Priester sprach assistiert von Ludwig in einem Segensritual einige Worte über die Reise der Seele und deren Wiedervereinen mit seiner Mutter in der Götter Reiche. Darüber, dass wen der Tod so früh ereilt, der wird dafür Lohn bei seinem Patron finden und das die Familie, wenn die richtige Zeit gekommen ist, wieder vollständig sein wird und das Leben nur einen Augenblick im großen Ganzen und der Ewigkeit der Götter darstellt.
Bert wurde nochmal fragend angesehen, falls er doch etwas sagen wollte, aber Berts Zustand ließ ja nicht darauf schließen. Das Trösten überließ er Delia, die ohnehin einen Draht zu ihm hatte, auch wenn Ferdinand bevor Bert ging ihm ebenso Mut zusprach.
Für Fragen oder dergleichen zu Kelemvor stand er danach ebenso bereit und lud Bert zu den Gottesdiensten ein.

Die Alte hätte er gerne bald aufgespürt, aber er wartete ebenso ab, zumal andere Aufgaben seine Aufmerksamkeit verlangten. Als es dann doch los gehen sollte, sollte Bert zunächst nochmal versuchen auf einer Karte die vermeintlichen Treffpunkte und Wege auf zu zeigen. Ferdinand wollte gut vorbereitet sein. Wahrscheinlich sollten sie auch wieder Jiaodai mitnehmen, die sich in der Wildnis auskannte und mit der Sache vertraut war?
09.02.2018 14:57:06
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#123871)
bergatroliet
Obgleich Berts Gedächtnis inzwischen zurückgekehrt war und die beiden Druidinnen Jiaodai und Maria die Spur der Alten aufnehmen konnten, war die Suche doch weniger erfolgreich als zunächst erhofft. Zwar konnten sie eine weitere Opferstätte - einen grotesk zur Schau gestellten, aufgespießten Worg an einer Kreuzung des Handelsweges unweit des Café Rose - finden und aus der Welt schaffen, doch die vermeintliche Talositin hatte sich wohl mit dem Schiff nach Valvec abgesetzt. Da zumindest die Mitglieder Sankti Novems ihr dorthin nicht ohne weiteres folgen konnten, wurden nun mehrere Spuren verfolgt, in der Hoffnung der alten Frau doch noch habhaft zu werden.

Hochwürden von Erlenberge wollte sich mit dem Diplomaten Mîrhavens in Verbindung setzen, um die Frau gegebenenfalls über den offiziellen Weg ausfindig zu machen oder zumindest die Möglichkeit zu bekommen nach Valvec überzusetzen ohne einen Krieg heraufzubeschwören. Darüber hinaus gedachte er Schriften und Bücher über Talos und den Talosglauben zu sammeln, um so vielleicht weitere Anhaltspunkte bezüglich des Vorgehens der Anhänger des Sturmgottes zu finden.

Ehrwürden de Tyrael ging direkter vor, indem er in seiner Eigenschaft als Stellvertreter der Tempelwache ein beträchtliches Kopfgeld auf die Frau aussetzte - Phantombilder existierten Dank Bert und Novize Sonnensteins talentierter Pinselführung ja bereits. Wer Informationen über sie und ihren Aufenthaltsort hatte, sollte ebenfalls belohnt werden.

Delia nahm sich vor den jungen Mann ausfindig zu machen, der sie offenbar von der Rose zur Anlegestelle nahe Elboria gebracht hatte. Vielleicht wusste er mehr über sie zu berichten; vielleicht war er gar ihr Komplize oder ein weiteres ihrer Opfer. Bei ihrer nächsten Kräutersammelaktion in der Umgebung Elborias besuchte die Ilmatari also die umliegenden Gehöfte sowie Arto den Fischer und fragte nach einem gewissen "Bill", der wohl regelmäßig mit seinem Karren in der Gegend seine Ware vorbeibrachte. So sie auf positive Antworten stieß, fragte sie, was man ihr sonst zu Bill erzählen könne, ob man wisse, wo er wohne oder wo er sich vielleicht gerade aufhalten könnte. Dabei stellte sie sich natürlich stets höflich vor, entschuldigte sich für die Störung und bedankte sich - ob nun mit Antworten oder nicht - für die Hilfe. Und wo ihr auf dem Weg in Richtung der südlichen Küste sonst noch Reisende oder in der Umgebung Ansässige begegneten, fragte sie ebenfalls nach Bill - so man denn bereit war mit ihr zu sprechen.

[spoiler]Ich hoffe, ich habe alle Pläne richtig wiedergegeben - falls mir da Fehler unterlaufen sind, einfach PM an mich und ich korrigiere das[/spoiler]
17.02.2018 19:53:46
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#123990)
citlali
Bevor Ferdinand den Rat kontaktieren wollte, hatte er vor genpgend weitere Beweise zu finden. Womöglich hatte die alte Frau ja doch sogar gemordet, oder körperlich verletzt, womöglich konnte man andere Opfer ihrer Magie finden. Je mehr, desto größer war die Chance doch etwas in Valvec zu erreichen.

Er machte sich also erneut auf den Weg zur Rose. Der so aufwändig aufgestellte Worg war gut sichtbar gewesen, demnach musste irgendjemand etwas beobachtet haben. Ferdinand stellte sich zunächst nur als Kelemvorpriester denen, die er noch nicht kannte, vor, auch wenn man hier draußen wohl wissen konnte, dass er auch bei der Stadt Mirhaven angestellt war. Er selbst hatte privat öfter mal die Rose besucht und dort teuer gespeist. Die Wirtin war sein Hauptziel und er hoffte sie konnte ihn an Zeugen weiter leiten. Ob nun Angestellte oder Gäste. Vielleicht hatte auch jemand die Alte gesehen? Ein Bild von ihr, das aus der Erinnerung entworden worden war, konnte er ja zeigen.

Zudem hatte Herr Aidan ebenso auf die Notwendigkeit des Studiums über den Talosglauben hingewiesen. Hatte Sankti Novem Bücher über Talos oder zumindest die Götter der Zerstörung/Raserei(?), Talos, Umberlee, Malar und Auril? Es war besonders wichtig etwas über Rituale und heilige Tage zu erfahren, wann opferte man Talos, waren Tiere adäquate Opfer und wenn ja, welche, bedeuteten verschiedene Arten etwas Bestimmes? Vielleicht würde die Alte ja zu einem der Opfertage wiederkehren.
19.02.2018 12:03:25
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#124041)
Meria
[spoiler]Ich versuche mal alle Fragen und Aktionen zu beantworten, sollte ich einen Aspekt vergessen bitte darauf aufmerksam machen, bin ein wenig raus[/spoiler]

[b]Delia[/b]

Delia wurde schnell fündig, sowohl Arto als auch verschiedene Andere kannten Bill recht gut, versorgte er die Leute doch schon seit Jahren mit seinen Waren. Er war wohl Mitte 50, ganz sicher war man sich nicht, so schwankten die Schätzungen von Ende 40 bis auf Anfang 60, vielleicht aber auch jünger, war er doch regelmäßig den Wettern Amdirs ausgesetzt. Stets freundlich, außer wenn er schlechte Laune hatte. Der Gaul der den Karren zog hieß Pedro, außer er hatte Ludmilla vor den Wagen gespannt. Wo genau er lebte, das wusste tatsächlich niemand, er war eben der Händler, was interessierte wo und ob er ein Häuschen irgendwo stehen hatte. Dafür konnte man berichten das er gerne mal ein Gläschen Obstler trank, oder aber auch ein Bier, dennoch war er kein Säufer. Sehr zuverlässig, wenn nicht etwas dazwischen kam. Wie Bill aussah konnte jeder berichten, braunes Haar hatte er, weder hell noch dunkel, eher mittelbraun, richtig warm war der Ton nicht, aber ganz strohig waren seine Haare ebenfalls nicht, oder war es eher ein dunkles blond... und so hangelte man sich durch sein gesamtes Aussehen. Am Ende war Delia sich sicher das Bill wohl der mittelmäßigste Mann ganz Amdirs sein musste, der in jeder Menschenmasse untergehen würde.
Doch manchmal spielt einem Tymora doch in die Hände und als sie schon fast Mirhaven wieder erreicht hatte, hörte sie eine Magd einen fahrenden Händler namens Bill grüßen. Doch war es der gesuchte Bill?

[b]Almeras[/b]

Das versprochene Kopfgeld erregte natürlich großes Aufsehen, ständig fanden sich Leute im Tempel ein die verschiedene Fragen dazu hatten: Wie hoch war das Kopfgeld? Wie schnell bekäme man es ausgezahlt? Wer genau zahlte es aus? Würde die eigene Seele von Sünden reingewaschen werden, wenn man etwas preisgeben konnte? Was hatte die Frau angestellt? Mußte man nun mehr auf seine Kinder Acht geben? Was genau mußte man an Informationen haben, damit man Münzen sehen würde? ....und unzählige weitere Fragen prasselten auf denjenigen ein, der das Pech hatte die Leute zu empfangen.

Die Informationen die flossen waren ebenso bunt, wie die Leute die sie zum Tempel trugen. Bei zwei Männern war man sich nicht ganz sicher ob sie nicht auf diesem Wege versuchten die ungeliebte Schwiegermutter loszuwerden. Als sie das Bild jedoch vorgelegt bekamen, fiel jede Verdächtigung in sich zusammen, denn keine der Schwiegermonster hatte auch nur annähernd Ähnlichkeit mit der Gesuchten.
Es fand sich ein Kopfgeldjäger der die Sache sehr ernst nahm und alle paar Tage ein altes Mütterchen zum Tempel schleppte, meist waren diese gefesselt und nur eine einzige hatte eine vage Ähnlichkeit mit der Talos-Priesterin. Zum Glück wurde keine ernsthaft verletzt, doch mußte ihm sehr deutlich dargelegt werden, dass sein Verhalten die alten Damen dazu befähigte ihn wegen Nötigung und Freiheitsberaubung anzeigen zu können, sofern sie dies wünschten. Danach riss der Strom gewaltsam herangeschleppten Alten ab.
Zwei Jungs, etwa im Alter von 8 Sommern, wollten eine alte Frau vor Mirhaven gesehen haben. Sie habe sich wohl im Gebüsch zu schaffen gemacht.
Eine der Bauernmägde von einem der vereinzelten Bauernhöfe im Mirhavener Süden erinnerte sich an eine Frau die des Nachts nackt auf einem Hügel getanzt hätte, vielleicht lag es an der vergorenen Milch die sie getrunken hatte, aber sie meinte sich zu erinnern das die Alte dann mit einem Besen davon geflogen sei....oder hatte sie einen Sturm herbei gezaubert...sie wusste es nicht mehr genau, aber irgendetwas hatte sie sicher getan.
Ein älterer Herr sprach davon das vor Jahren sein Hof ausgebrannt wäre und er damals eine Frau gesehen habe die er dafür verantwortlich mache. Gefasst hatte man sie wohl nie, außerdem ging man damals wohl davon aus das der Hof Opfer des Angriffs wurde, als die dämonischen Schwestern Unheil über das Land brachten.

[b]Ferdinand[/b]

Eine dunkelhäutige Schönheit namens Jalia empfing Ferdinand, er hatte sie bereits bei seinen früheren Besuchen in der Rose gesehen. Sie war Shanas rechte Hand und unterstützte wo sie nur konnte. Und so war sie es auch die mit Ferdinand sprach.
Ja, den Worg hatte man natürlich bemerkt, geschäftsschädigend war so etwas. Aus diesem Grund war Jalia es gewesen die einen der Händler dafür bezahlt hatte im Tempel von dem Vorfall kund zu tun. Wäre die Gruppe aus Mirhaven nicht gekommen, dann hätte sie jemanden dafür bezahlt diese Abscheulichkeit zu entfernen. Wobei sie ebenfalls nicht glücklich darüber war, das das riesige Untier nun im Gebüsch verrottete, aber immerhin stand der Wind meist günstig und das Vieh war nicht mehr zu sehen, um Kundschaft abzuschrecken. Sie selbst hatte niemanden gesehen der den Worg dort drapiert hätte, auch war niemand an sie herangetreten und hatte von solch einer Beobachtung berichtet. Die Alte war ihr jedoch ein Begriff und sie rümpfte angewidert die Nase. Ja das Weib hatte sich immer mal wieder in der Gegend aufgehalten, hatte es zum Glück nie gewagt die Rose zu betreten. Das diese allerdings, selbst mit Zaubern gestärkt, diesen riesigen Worg bewegt haben sollte, daran glaubte Jalia nicht. Zu oft hatte sie die Frau oben von der Terasse beobachtet, in der Nacht bevor der Worg auftauchte hatte es stark geregnet und der Wind war schneidend gewesen. Jalia wusste zu berichten das die Alte unter diesem Wetter wohl stark litt und sich kaum bewegen konnte, einen Worg hatte sie sicher nicht getragen.

Im Tempel fand sich natürlich auch Literatur über Götter, so konnte Ferdinand nach gründlicher Recherche herausfinden das es einige Feste im Jahr gab die Talos heilig waren unter anderem an Grüngras und Mitsommer. Der Worg-Fund fiel jedoch auf keinen der erwähnten Tage. Ferdinand fand außerdem heraus das man als Priester Talos recht flexibel sein musste, ständig variierte der Gott die Zeiten an denen seine Anhänger um Zauber zu beten hatten, mal morgens, mal abends, mal mitten in der Nacht. Ob der Worg zeitlich also etwas damit zu tun haben mochte, war ohne einen Talos-Priester nicht in Erfahrung zu bringen. Das Dachse eine besondere Opfergabe Talos waren, dazu fand der Kelemvorit nichts, allgemein fand er wenig zu Opfergaben, mit Ausnahme eines Vermerks das ein intelligentes Wesen bei den höchsten Ritualen getötet werden soll. Allgemein hatten jedoch alle Opfergaben das Ziel der maximalen Zerstörung der Sache. Tempel waren innerhalb der Kirche selten.

[b]Keara[/b]

Männer namens Bill gab es auf Valvec sicher viele. Ohne eine Beschreibung oder andere Anhaltspunkte würde Keara wohl nicht weit kommen, oder eben eine wahre Flut an Informationen zu unterschiedlichen Bill`s erhalten, natürlich immer mit geöffneter hingehaltener Hand. Das einzige was sie sicher herausfinden konnte war, das derzeit kein Bill im Kerker einsaß...oder eben keiner der diesen Namen derzeit nutzte.
19.02.2018 16:05:16
Aw: [SL Meria] Talos und Dachse (#124048)
bergatroliet
In Gedanken korrigierte Delia ihre Einschätzung Bills als "junger Mann" nach all den Beschreibungen, die sie erhielt. Sie bedankte sich freundlich für die bereitwillige Hilfe und Auskunft und machte sich mit diesen Informationen also auf den Rückweg.
Als sie den Gruß der Magd vernahm, überlegte die blinde Nonne nicht lange, trat auf die Stimmen zu, begrüßte beide freundlich im Namen Ilmaters und fragte direkt, ob er Bill der fahrende Händler sei, der die Höfe rund um Elboria mit seinen Waren versorge.
Falls dem so war, würde sie sich ganz zwanglos vorstellen und ihn fragen, ob er sich an ein altes Weib erinnere, dass er vor einiger Zeit mit seinem Wagen an der Anlegestelle nahe der Elfenstadt abgesetzt hatte.

Je nachdem wie er so auf sie reagierte, würde sich dann der Rest des Gespräches ergeben.

[spoiler]Hoffe du bist inzwischen wieder auf dem Damm, Meria. Ist dir Forum oder ig lieber was das Gespräch mit Bill angeht?[/spoiler]