20.08.2017 09:12:55 | [RP] ... ich bin der den man Lukasz nennt (#120787) |
Daanik | Nun bin ich hier, in der Stadt Elboria wie man entschied. Die letzten Tage war ich müde und schlief viel. Vielleicht lag es an den anstrengenden Marsch vor einigen Tagen durch einen Wald. Nur schemenhaft kann ich mich erinnern wie wir, wir waren ich, zwei Elfen und zwei Menschenfrauen, entlang den verschlungenen Pfade des Waldes liefen. Zugegeben, ich weiß nicht einmal ob es Pfade waren an denen wir uns orientierten. In Erinnerung blieben mir der Geruch von Moos und feuchtem Laub, und ein paar Worte die wir wechselten. Den Wald nennt man wohl Silberwald wie mir erklärt wurde. Meine Füße waren beim Marsch durch den Wald schwer wie Blei, in meinem Kopf ein Schleier der meine Sinne trübte. Ich kann mich nicht einmal erinnern wann wir hier ankamen in Elboria. Irgendwann bin ich aufgewacht mit einem flauen Gefühl im Magen, er knurrte. So stand ich mit wankenden Beinen auf, kleidete mich mit den Sachen an welche neben meinem Bett lagen und verließ das Zimmer in welchem ich nächtigte. Die hellen Sonnenstrahlen blendeten mich als ich die Tür des Hauses hinter mir zu zog. Ich schloß meine Lider, rieb mir den Schlaf aus den Augen und als ich blinzelnd die Augen wieder öffnete, bot sich mir das Bild eines Marktes mit seinem bunten Treiben. Wo ein Markt ist, wird es auch etwas zum Essen geben. An einem Stand bot der Händler die herrlichsten Früchte an, ihr Duft war so verlockend und ich wählte mir einige Äpfel aus die ich erwerben wollte. Mein Gegenüber, eine freundliche Frau die mit ihren zartgliedrigen Fingern die Äpfel entgegen nahm und derer Preis nannte. Ah Geld, mit den Fingern tastete ich meine Kleidung ab auf der Suche nach dem was sie verlangte. Außer dem was ich am Leib trug und einen grauen runden Stein den ich in meiner Hosentasche fand, schien ich nichts weiter zu besitzen. Ich betrachtete den eiförmigen Stein, drehte ihn zwischen meinen Fingern. Zeichen waren auf den kunstvoll geschliffenen Sein eingraviert, eine Sonne, ein Mond und ein Baum. Da ich nichts außer dem Stein zur Verfügung hatte, bot ich ihn der Händlerin zum Tausch mit den Äpfeln an. "Leider habe ich kein Geld." Musste ich ihr eingestehen."Vielleicht findet ihr dafür Verwendung?" Worauf ich ihr den Stein reichte. Diese legte ihn auf ihre Handfläche, rollte den Stein mit dem Daumen um ihn eingiebig zu betrachten. Dann gab sie mir den Stein zurück. "Und der Stein ist euer?"Fragte sie mich im nachdenklichen Ton. "Ja." Gab ich ihr als Antwort. Ihr Blick wanderte zu den Äpfeln."Nehmt einen. Den schenke ich euch. Und was den Stein betrifft, behaltet ihn."Worauf sie mir den Apfel reichte und mich freundlich anlächelte. |
13.01.2018 00:48:09 | Aw: [RP] ... ich bin der den man Lukasz nennt (#123340) |
Daanik | Einige Mondläufe sind vergangen. Es hatte sich was verändert was den Burschen betraf der vor einiger Zeit noch schlief. In den Städten wurde er nicht gesehen, genauso wenig im Splittertal. Nicht ganz, es gab jene die ihn sahen. Jene denen er verbunden ist. Gelegentlich saß er am Waldesrand versteckt im Dickicht und beobachtete die Menschen aus der Ferne, soweit ihm die Knochen toter Bäume, die Palisaden welche die Höfe umgeben, einen freien Blick gewährten. So auch an jenem Tag. Auf seiner Kleidung schimmerten leicht grüne Flecke in den Sonnenstrahlen, die für einen Moment durch einer kleinen Öffnung der dicken, grauen Wolkendecke drangen. Durch die stetige Feuchtigkeit im Wald, wo er sich zumeist aufhielt, setzte sich Moos auf dem Leder seiner Kleidung ab. Die kurz geschnittenen Haare waren verflochten mit Blattwerk und kleinen Stücken von Ästen. Stundenlang verharrte er auf der Stelle, bewegte sich nicht. Vorsichtig schlich sich etwas von hinten an Lukasz ran. Doch der regte sich nicht. Der Geruch, die Art und Weise wie es sich bewegte, war Lukasz vertraut. Ein Begrüßungsritual. "[i]Du bist da mein Freund. Beobachtest du mich schon lange? Ich weiß, für dich mag es befremdlich sein mich hier zu finden. Irgendwas in mir treibt mich an diesen Ort. Du bist dir wahrscheinlich mehr im Klaren darüber als ich, warum es so ist. Sie sind nicht so schlecht, glaube ich zumindest.[/i]"Ein verlegenes Lächeln zieht sich über seine Lippen. Wohl im Bewußtsein, er kann es selbst nicht beurteilen." [i]Siehst du das kleine Wesen dort?[/i]"Mit dem Zeigerfinger deutete Lukasz Richtung Süden. Wo man in der Ferne ein Kind - waren es geflochtene Zöpfe die lustig hin und herwedelten?- beim Spielen beobachten konnte." [i]Das Junge kommt mir bekannt vor. Selbst das Wenige was mich mit den Zweibeinern verbindet, Gesichter, sie verblassen in meinen Erinnerungen.[/i]" Nachdenklich sah er zu dem schweigsamen Grauen. Der drückte seine Schnauze gegen das Bein von Lukasz. Eine Aufforderung zu gehen. Beide wissen es, die Zweibeiner sind gefährlich, für einen Wolf, für das Rudel, für Lukasz. Der Graue wusste mehr als sein Schützling selbst, doch er offenbarte sich ihm nicht, ahnte er. Es wird seinen Grund haben, dessen war sich Lukasz gewiß. Ohne eine weitere Aufforderung verschwand der Wolf Richtung Silberwald. Kurz presste Lukasz die Lippen zusammen, sah zu den Höfen, bevor er seinem Freund folgte. Er konnte das Rudel nicht im Stich lassen, sie hielten zu ihm und er zu ihnen. |
15.01.2018 00:48:37 | Aw: [RP] ... ich bin der den man Lukasz nennt (#123370) |
-emptySoul- | [b]Spielerbeitrag[/b] Lukasz konnte beobachten, dass sich an den „Knochen toter Bäume“ etwas tat. Irgend jemand, eine kleine, dunkle Frau nämlich, machte sich da zu schaffen. Erde wurde aufgegraben, Setzlinge von Büschen, Bäumen und Blumen fanden ihren Weg in den aufgebrochenen Boden. In Erwartung des nahenden Frühjahres. Es schien, die tote Wand sollte auch in den Augen anderer Wesen, nicht länger tot bleiben. [b] SL – Posting [/b] In der Ferne konnte Lukasz das Geräusch von einigen, wenigen Pferden aus machen. Hufe gaben ihre dumpfen Trommelschläge an den kalten Boden ab, als eine Patroullie von Reitern die Umgebung sicherte. Es schien ruhig zu sein, an den Höfen die der junge Mann beobachtete. Und auch die Reiter schienen so, als hätten sie in den letzten Zehntagen nichts erlebt, was sie zur Rastlosigkeit treiben würde. Ganz leise konnte er Fetzen einer Unterhaltung der Reiter mit bekommen, in der es allem Anschein nach um rastlose Elementare ging, welche die Bewohner der Höfe beunruhigen würden – aber man wäre noch keinem dieser Wesen habhaft geworden. Zudem hoffte man dort wohl auf mehr Kompetenz aus Seiten der Naturkundigen, als es einfache Streiter des Feuerlords aufbringen konnten... |
15.01.2018 23:01:54 | Aw: [RP] ... ich bin der den man Lukasz nennt (#123401) |
Daanik | Sie brachte Leben, die kleine, dunkle Frau. Und auch sie erschien Lukasz nicht wie eine Fremde. Später irgendwann, wird er nochmal nach den Pflanzen sehen. Ein Grund hier wieder aufzutauchen. Eigentlich brauchte es keinen Grund, er würde sowieso wieder hier erscheinen, jetzt hat er aber einen Grund, das macht das Nichtwissen - Warum? besser. Das geräuschvolle Schnauben der Pferde, der Geruch, die dumpfen Hufschläge auf den harten Boden, riefen Lukasz zur Achtsamkeit. Kurz hielt er den Atem an. [i]Wo war sein Freund?[/i] Im Dickicht versteckt konnte er ihn erspähen. Die Zweibeiner auf ihren Pferden waren ihm selbstverständlich nicht entgangen. Der Wind stand günstig, so konnten sie seinen Geruch nicht wahrnehmen, ebenfalls die Pferde nicht. Lukasz zweifelte an, dass sie dazu überhaupt in der Lage wären. Die Wotfetzen der Reiter die sein Gehör erreichten machten ihn stutzig. [i]Rastlose Elementare, Beunruhigung? Das Rudel Reiter war wohl auf ... Jagd? [/i] Leise zog er sich zurück, murmelte dabei "Naturkundige". Da waren noch die Schatten in seinem Gedächnis, jene die ihn weckten, in die Stadt der Elfen brachten. [i]Vielleicht sind es die Naturkundigen von denen die Zweibeiner sprachen? [/i] Der Graue im Schlepptau mit Lukasz, schlich sich weiter davon. Weg von den Höfen, Richtung Wald. Sie liefen durch die von Krater durchzogene Hügellandschaft. Plötzlich blieb Lukasz stehen, deutete seinem Freund an, er möge weitergehen und selbst würde nachkommen.. Mißtrauisch beäugte er seinen Schützling, trabte dann weiter Richtung Silberwald. Lukasz legte den Kopf in den Nacken, sah gen der Wilpfel der umstehenden Bäume, bis er das gefunden hatte was er wohl suchte. [i]Seine Sinne sind schlecht. Besser als die der meisten Felllosen, aber ...[/i]. Wie so oft beobachtete der Graue den Felllosen ohne das es Lukasz bemerkte. Er war einer der Seinen und der Wolf hielt es für seine Pflicht auf ihn zu achten. [i]Was macht er jetzt? [/i]Mißbilligend schnaufte der Graue. [i]Wieder das Spiel. Wie soll je eines Tages ein richtiger Wolf aus ihm werden? [/i]Nur zu gut erinnerte sich der Graue daran wie sein Schützling allein auf Jagd ging. Er riss einen Hasen, jedenfalls hätte er es gerne so gesehen. Die kleine Fellnahrung lief nicht einmal vor ihm weg. Er hätte nur die zappelnde Nahrung packen und mit seinen kümmerlichen Zähnen die Kehle durchbeißen müssen. Doch stattdessen wechselte er Laute mit ihr - der Nahrung. Und sie schien darauf einzugehen. Die Laute waren wie das Wispern des Windes durch die Krone einen Silberbaumes, wie das Plätschern eines Baches. Und selbst er, der Graue, konnte den Inhalt der Laute verstehen. [i]Aber seit wann fragt man sein Essen nach den Welpen und seinem Leben?[/i] Es war eine Schande für die Grauen was sich dort abspielte. Nachdem das Geschwätz zu Ende war, die Wege seines Schützlings und der Fellnahrung sich trennten, schlich der Graue dem Hasen hinterher und setzte dessen Leben ein Ende. Bei dem Gedanken an das warme, wohlschmeckende Blut, lief dem Grauen der Speichel im Maul zusammen. Jetzt spielt sich wieder so eine schändliche Begebenheit ab? Diesmal ein Federwesen. Eines von der Sorte die sich in die Luft erheben können. Unmöglich es zu fangen wenn es in der Luft schwirrt. Fleisch ist auch kaum dran. Nahrung für kleine Jäger, doch nichts für einen Wolf! Der Vogel mit dem Lukasz sprach, über die Wortfetzen die er von den Reitern hörte, erhob sich in die Luft und flog Richtung Süden. [quote]...ganz leise konnte er Fetzen einer Unterhaltung der Reiter mit bekommen, in der es allem Anschein nach um rastlose Elementare ging, welche die Bewohner der Höfe beunruhigen würden – aber man wäre noch keinem dieser Wesen habhaft geworden. Zudem hoffte man dort wohl auf mehr Kompetenz aus Seiten der Naturkundigen, als es einfache Streiter des Feuerlords aufbringen konnten... [/quote] Es war aus einem Gefühl heraus, was Lukasz dazu bewegte einen Boten zur Calaneth zu schicken. Ob der gefiederte Freund dort ankommt, einen Zweibeiner findet der die Botschaft versteht oder in einer Vogelpfanne landet? Das steht in den Sternen. ((Wenn sich ein Spieler mit seinem Char angesprochen fühlt und etwas dazu schreiben möchte, gerne.)) |
18.03.2018 20:15:06 | Aw: [RP] ... ich bin der den man Lukasz nennt (#124335) |
Daanik | Zu Besuch Die Tage wurden wieder länger. Krokusse, Schneeglöckchen, Narzissen, die Boten des nahenden Frühlings kündigten die wärmere Jahreszeit an. Die Natur erwachte aus ihrer Lethargie. Trotz der noch kühlen Tage konnte man schon wärmende Sonnenstrahlen im Gesicht spüren. Lukasz kneisterte die Augen zu beim Blick zur strahlenden Morgensonne, als er den Schutz des Waldes verließ. Nicht vergessen war das Vorhaben das Splittertal wieder aufzusuchen. Als Zeitpunkt wählte er die Morgendämmerung. Irgendwo in einem Wipfel zwitscherte ein Vogel munter eine beschwingte Melodie. Eine kalte Windböe biss die Haut auf Lukasz Wangen. Tief atmete er die Luft ein, senkte den Kopf um auf das Dorf zu sehen. Vorsicht war geboten. Nicht nur der Wald erwachte mit den aufkommenden Sonnenstrahlen, ebenfalls die Bewohner der Hütten welche hinter den aneinandergereihten Knochen der Bäume lebten. Es ist das Leben welches ihn hierherführte. Jenes, dass die kleine Frau pflanzte. Auch die Neugierde, etwas im inneren, dessen er sich nicht bewusst war warum es so ist. Der Wolf mochte diese Ausflüge nicht, immer noch nicht. Er wird seinen Grund haben, erfahren indem was er tat, voller Verantwortung für das Rudel und seinem Schützling, dem Sonderling. Das Federwesen welches Lukasz zur Calaneth schickte, der Vogel, vergessen? Würde es nicht irgendwelche Veränderungen auf dem Landstrich geben, Gegebenheiten die seine Aufmerksamkeit auf sich lenkten, gibt es auch nicht einen Anlass darüber nachzudenken, sich etwas in Erinnerung zu rufen oder gar zu reagieren. Und was mit dem Vogel geschah? Mit leisen Sohlen schlich sich Lukasz nahe des Dorfes. Nahe genug um einen Blick zu werfen auf die Pflanzen an den Palisaden. Nahe genug um die Laute gackernder Hühner, das Krähen der Hähne hinter dem Wall hören zu können. Vielleicht auch menschliche Stimmen, dessen Klang längere Zeit nicht mehr sein Ohr erreichte. Nahe genug um auf Distanz einen oberflächlichen Eindruck gewinnen zu können, was auf der anderen Seite vor sich ging. Immer wieder blickte er sich um, bedacht darauf unbeobachtet zu bleiben. |