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12.06.2008 14:51:49
Das Mahnmal (#12048)
Byra
Tief in den von Untoten beherrschten Sümpfen der Verlorenen, unweit eines unheiligen Altars, findet sich dieser Tage eine neue Spur des Lebens, welches hier weiter der Unnatürlichkeit des Unlebens trotzt.
Das Zeichen des Lebens zeigt sich in einer stämmigen Sumpfeibe, die allen Widrigkeiten dieser Umgebung zu trotzen vermochte. Doch mehrere Dinge lassen die Beobachter der Sümpfe zweifeln, ging dem Baum doch kein Setzling vorraus. Und auch die verschiedenen Teile einer Eisenrüstung die an ihren mit Nadel bewährten Zweigen hängen, lassen das Gebilde mehr wie ein Grab oder ein Mahnmal erscheinen, als darauf schliessen zu können, dass dieser Baum sich ohne fremdes Zutun hier erhob.

Verschiedene Gerüchte werden nach den ersten Sichtungen dieses Baumes wohl ihre Runde machen. Es wird davon gesprochen das selbst die Bäume des Sumpfes Reisende angreifen und verschlingen, das eine Vettel die Sümpfe durchstreift und die Rüstungen ihrer unfreiwilligen Liebespartner an die Bäume des Sumpfes hängt, nachdem sie diese verschlungen hat.....und noch Andere Gerüchte und Ammenmärchen ranken sich um den mit Rüstungsteilen behangenen Baum.
12.06.2008 17:56:08
Aw: Das Mahnmal (#12056)
pollo
Aus den Reiseaufzeichnungen Lydya vom Shaar

[i]Nicht das seltsame Tage und Begegnungen selten auf dieser Insel wären, doch jene hatte schon etwas ganz besonderes an sich.

Es begann alles im "Zum Goldenen Drachen" zu Mirhaven. Einige Freunde und Bekannte saßen mit mir am Tisch und unterhielten uns über Götter und Toril, als dieser Kerl eintrat und irgendetwas von Ogerohren und 500 geprägten Gold pro Stück faselte. Nachdem sich das Großmaul und Karvan, dessen Klappe nicht minder vor Selbstbewusstsein strotzt, sich vor der Taverne ein Handgemenge lieferten, rückte der Ogerjäger endlich mit der Sprache heraus.
Die Oger, welche öfters schon in den weiten Ebenen von Andorien gesehen worden sind, sollten in letzter Zeit mehrere Reisende überfallen haben. Dies hat wohl ein paar wachsame Leute dazu gebracht, sich dem Problem anzunehmen und Ohrengeld auf die Oger auszusetzen. Obwohl ich dem Fledern von Leichen abgeneigt bin und allgemein nicht viel von dieser Art halte sein Geld zu verdienen, nahm ich die Bedrohung ernst und wollte mir selbst ein Bild davon machen. Neben dem Ogerjäger begleiteten mich die Feuermagierin Misa und die Gelehrte Noria.

Kaum in Andorien angekommen, trafen wir auf einen Wanderer am Wegesrand, welcher verletzt an einem Baum lehnte. Stumm und die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, konnte er sich nur mit Hilfe von geschriebenen Zetteln unterhalten. Nachdem ihm die nötige Hilfe von Noria zugekommen war, trottete er davon.
Als nächstes tauchten zwei Krieger auf, bei deren Auftreten man wohl eher auf niedere Dienste oder Ränge schließen konnte. Wahrscheinlich hatten sie von der Belohnung gehört und wollten sich ihren Teil davon sichern. Mögen die Götter ihren Seelen gnädig sein.
Kaum wollten wir uns in Bewegung setzen, tauchte der nächste merkwürdige Kauz auf. Kapuze, Zettel und Stift gehörten auch bei ihm zur Ausrüstung, da seine Meisterin ihm ein Schweigegelübde aufzwang. Dieser Herr suchte einen vermeintlichen Verbrecher, der sich als Bettler ausgab. Nachdem wir ihn kund taten, dass wir ihm nicht weiterhelfen konnten, verließ auch er und seine zwei Kamas uns.

Eigentlich sollte nun nichts mehr zwischen uns und dem Ogerproblem stehen, allerdings schienen die Götter mit uns etwas anderes im Sinn zu gehabt zu haben. Der Hund des Ogerjägers fand einige merkwürdige rote Stofffetzen, die wohl zu einer Robe gehörten und verfolgte aufgeregt deren Spur. In diesem Momenten wüsste ich gern was in den Tieren vorgeht, aber wahrscheinlich spüren sie viel mehr als wir abgestumpften Menschen.
Der Hund führte uns quer durch Andorien, wo wir auf Misas Bekannte Hjelgis trafen, die sich unserer kleinen Gruppe anschloss. Neben der Robe fanden wir nahe den Wegen eine Menge sauber abgeschlachtete Goblins sowie ein Kama. Wie sich später herausstellte stammte es genau von dieser merkwürdigen Gestalt die so glücklos nach dem Verbrecher suchte.
Nachdem wir uns an toten Goblins wahrlich satt gesehen hatten, bog die Spur in den Sumpf ab. Habe ich schon erwähnt, dass ich den Sumpf hasse? Nein? Na gut, dafür wird sicher später noch Zeit und Tinte vorhanden sein.

Im Sumpf an einem schändlichen Altar fanden wir schließlich die bewusste Person. Mit gezogener bedrohte sie den Hund des Ogerjägers und schien sichtlich Spaß daran zu haben. Gerade als wir ihn auffordernden die Waffe niederzulegen, tötete er den Hund und Pfeile flogen pfeifend über unsere Köpfe und trafen die Gestalt mehrfach auch durch seine Rüstung. Gespickt mit Pfeilen lag er fast leblos am Boden als plötzlich aus dem Dunkel des Sumpfes Elfen auftauchten und uns mit ihrer unübertroffenen Selbstherrl...[/i] *das letzte Wort wurde durchgestrichen*[i] Selbstsicherheit, dazu aufforderten ihnen jene Personen, die sich wirklich mehrfacher Verbrechen schuldig gemacht haben zu scheint, zu überlassen.
Mit der Sicherheit, dass der Person keine rosige Zukunft blühte, verließen wir den Sumpf und gingen wieder unserer Wege.

PS: Einen Oger habe ich diese Tage weder gesehen noch gerochen.[/i]