08.05.2017 15:51:57 | [RP-Marja/Sylvar] Dagora atta'Nikerym (#118148) |
Ruthven | [center][img size=250]https://i.imgsafe.org/166318361e.png[/img] getrennt kämpfen … gemeinsam zuschlagen gemeinsam kämpfen … getrennt zuschlagen[/center] Sylvar war sich nicht ganz sicher, wohin es führen würde, dennoch scheute er sich nicht sie anzutreten, diese Reise, deren Ende im Dunkeln lag und deren Hürden und Abgründe aus Beulen, Blessuren, Schnitten und blauen Flecken bestanden. Marja hatte ihn gebeten, sie im Kampf zu unterrichten und er hatte zugesagt. Sicher, nicht ganz auf die Art und Weise, wie sie sich das am Anfang erhofft hatte, dennoch stand am Ende dieses Weges eine todbringende Meisterin im Kampf mit zwei Klingen, wie sie unter den Menschen nur schwer ein zweites Mal zu finden sein wird. Sie hatte wohl erwartet, dass man in der Tradition der Bhen, unter lautem Gebrüll und wildem Geprügel aufeinander ein drosch. Um so größer war ihr anfängliches Erstaunen, als Sylvar ihr die Stationen ihrer Ausbildung offen legte. Sie war eine Bardin, eher Skaldin, wie die For'Bhen wohl dazu sagten und so war ihr vorgezeichneter Weg, der des Tanzes. Sylvar würde in der Ausbildung Bestehendes mit Neuem verweben und aus beiden Welten die größten Kräfte zu einer tödlichen Symphonie vereinen, auch wenn für Marja dies am Anfang noch nicht ganz verständlich sein konnte. Aber wenn sie diesen, Sylvars Weg, nicht gehen wollte, durfte sie sich eben nicht an einen Tel'Quessir wenden sondern musste die Menschen fragen. Aber Marja schien sich vertrauensvoll in die für sie so fremde Welt, auf diese fremde Reise zu wagen. Im ersten Abschnitt musste sie lernen, ihr Denken zu trennen, die Bewegungen der Arme unabhängig voneinander zu steuern. Dafür fertigte Sylvar ihr zwei steinerne Gewichte an langen Schnüren, die sie in immer komplizierter werdenden Übungen beherrschen lernen musste. Wenn sie diese Übung meistern würde, dann käme der zweite Abschnitt. Abgestimmt und verwoben mit dem Rhythmus ihrer Lieder und ihrer Bardenmagie. Erst dann sollte der dritte Abschnitt beginnen. Der Kampf mit den zwei Schwertern. Doch bis dahin würde es ein Weg voller Leiden, Lernen und Disziplin sein. Der erste Abschnitt ihres Weges ist [b]Quar pel'stacia[/b] ~ der Tanz der kreisenden Sterne https://www.youtube.com/watch?v=30u_-j-sbos&index=6&list=RDeoN1WEIeaHc Der zweite Abschnitt ihres Weges ist [b]Atta Pelekt'hinue[/b] ~ Der zweifach geschlagene Rhythmus https://www.youtube.com/watch?v=C7HL5wYqAbU Der dritte Abschnitt ihres Weges ist [b]Dagora atta'Nikerym[/b] ~ der Kampf der zwei kurzen Schwerter https://www.youtube.com/watch?v=vNyVyS7QzT0 |
10.05.2017 07:59:23 | Aw: [RP-Marja/Sylvar] Dagora atta'Nikerym (#118213) |
Drambuie | Die Blessuren liessen sich kaum verbergen: Blaue Flecke, Beulen und Tränen wurden in diesen Tagen Marjas ständige Begleiter. Auch wenn Lukasz sie abends mit Kyaras Salbe versorgte - es schmerzte dennoch. Doch unverdrossen nutzte sie jede freie Stunde, um sich an einen Platz nahe des Baches zurückzuziehen, um zu üben. Das Moos dort war nachgiebig unter ihren bloßen Füssen, so dass auch die Balance nicht zu kurz kam. Ausserdem konnte sie sich im kühlen Wasser immer wieder Linderung holen, ehe sie wieder zu den Schnüren mit den Steinen griff. Locker aus dem Handgelenk um und um und um. Die Arme in die Streckung bringen und wieder heran - ja, die Schwünge wurden immer mehr, immer sicherer. Und die blonde NOrdfrau merkte, dass es ihr besser gelang, wenn sie einem inneren Lied folgte, und die Schwünge dem Takt folgten und sie sogar ihre Füsse vor und zurück setzen konnte dabei. Erst, als das gleichmässige Kreisen gelang, ohne dass ein STein wieder vor ihr Schienbein flog, wagte sie den Versuch in den Wechselschwung, ganz wie ihr Lehrer es vorgab. Es was noch viel zu Üben, aber es ging voran. |
10.05.2017 09:11:28 | Aw: [RP-Marja/Sylvar] Dagora atta'Nikerym (#118217) |
Ruthven | Die Übungen waren schwer, schmerzhaft und verlangten ein hohes Maß an Koordination. Doch im Laufe der Übungen erwachte mehr und mehr die Bardin in Marja. Würde sie diesem inneren Lied folgen, seinem Takt lauschen, sich dem Rhythmus überlassen, dann sah sie schon den zweiten Abschnitt vor sich. Atta Pelekt'hinue, die Schwünge folgten dem zweifach geschlagenen Takt und rissen die Füße mit. Würde sie nun sogar beginnen, langsam die Füße vor und zurück zu setzen, offenbarte sich ihr langsam der zweite Abschnitt des Weges, auf den Sylvar sie da mitgenommen hatte. Vielleicht keimte in der Bardin sogar langsam eine Ahnung, wohin diese Reise sie führen würde. https://www.youtube.com/watch?v=9qAKFGzZEa8 |
15.05.2017 08:07:36 | Aw: [RP-Marja/Sylvar] Dagora atta'Nikerym (#118356) |
Drambuie | Selten war noch ein Fluchen über Ungeschicklichkeit zu hören. Statt dessen bewegte sie sich mit voller Konzentration und blendete alles andere aus. Wichtig war einzig das Verlassen auf ihr Gefühl: Das Spüren des Bodens unter den Füssen, der Schwung der Steine, die in der Luft fast zu singen schienen, der Lufthauch, den sie wie ein Streicheln schickten. Alles zusammen vereinte sich zu etwas, was nur sie sah, nur sie hörte: das innere Lied. Und wie von selbst begann sie neue Bewegungen hineinzubringen und sich einfach führen zu lassen von diesem Lied: sie tanzte! und endete dabei nicht mit den Schwüngen, die immer mutiger und schneller wurden. |
15.05.2017 19:10:15 | Aw: [RP-Marja/Sylvar] Dagora atta'Nikerym (#118378) |
Ruthven | Marja hatte den zweiten Abschnitt beschritten, es war an der Zeit, das Spielzeug gegen Klingen zu tauschen: https://www.youtube.com/watch?v=r2bac-uRb7w |
30.05.2017 07:35:56 | Aw: [RP-Marja/Sylvar] Dagora atta'Nikerym (#118689) |
Drambuie | Sie übte, wann immer sie sich unbeobachtet fühlte und sich die Gelegenheit ergab. Sie brauchte keinen Partner dazu: selbst die Strohscheibe musste als Opfer herhalten (und ihrem ramponiertem Zustand nach musste sie das oft!). Tänzeln. Ducken. Aus dem Ducken zustechen - und dabei möglichst die Mitte treffen. Zurückspringen, gleich vor in den Ausfallschritt und die andere Klinge nutzen. Ja, sie wurde sicherer. Und dann kam der große Moment: ihr Lehrmeister hielt den Moment für gekommen, dass sie gegen bewegende Ziele antreten konnte. Ziele, die sich wehrten und nicht nur Holzkeulen als Waffe hatten. Und Marja kämpfte: die geschwungenen Klingen in ihrer Hand fühlten sich an wie Flügel, wie ein Teil von ihr, und sie musste gar nicht mehr nachdenken, was zu tun war. Es ... geschah einfach. |