06.03.2017 20:33:50 | [Wu, Tiavin] Ein Bewohner zuviel ... (#116438) |
Samy | Als sich die Ruhe der Nacht über die Stadt gelegt hatte öffnete Wu mit dem Schlüssel die Tür zu Tiavins Wohnung auf und trat vorsichtig ein. Drinnen aktivierte sie einen magischen Leuchtkristall und blickte sich im kalten Licht der Magie in der Wohnung um. Wie Tiavin sie vorgewarnt hatte, war alles noch staubig; nur ein kleiner Bereich mit Tisch und Bett war schon in Gebrauch und der Staub dort zur Seite geschoben worden. Die junge Geisterruferin stellte sich in die Mitte des Raums und blickte sich genauer um. Sie sah die Spinnweben in den Ecken ... und nickt zufrieden. Vielleicht war einfach kein ungebetener Hausgeist hier. Einfach magisch zu suchen kam noch nicht in Frage: Magie konnte zu unerwarteten Antworten führen. Vollkommen unstylisch ließ Wu sich auf den Boden nieder und begann unter den Schränken und Anrichten nachzusehen. Staub ..... einige Scherben ..... Überreste einer vor langer Zeit gestorbenen kleinen Ratte: ein Skelettkopf und einige Knochenreste. Nichts ungewöhnliches. Wu wollte sich schon wieder aufrichten, dann aber folgte sie einem inneren Gefühl und schob die Spitze ihres Stabes unter den Schrank. Die Knochensplitter wurden ohne Probleme zur seite geschoben .... der kleine Schädel ..... leistete Widerstand. Wu versuchte es einige Male. Er ließ sich nicht verrücken. Die Geisterruferin richtete sich wieder auf und postierte sich in der Raummitte. Na schön ..... jetzt wurde es Zeit für Magie. Wu sprach eine Sutra. Sie klopfte mit dem Stab auf den Boden. Die Ringe an der Spitze klimperten kurz. Wu sprach eine weitere der heiligen Sutren. Sie klopfte ein zweites Mal auf den Boden und der Staub darum wurde zur Seite gewirbelt. Die Ringe an der Spitze klimperten kurz. Hartnäckig. Wu sprach eine dritte Sutra und als der Stab dazu den Boden berührte schien eine lautlose Staubexplosion durch den Raum zu ziehen. Wu musste niesen. Mist, ihrem Meister wäre das nie passiert! Wu wiederholte die letzte Sutra und kopfte wieder mit dem Stab auf den Boden. Anstatt wieder zu Niesen begannen die Ringe an der Stabspitze zu klimpern .... und nicht mehr aufzuhören. Das Klimpern drang durch den Raum und wandelte sich in einen hohen Ton. Dazu hob Wu ihre linke Hand und begann das Mantra zu sprechen, dass ihr Meister sie gelehrt hatte. Aus den Augenwinkel sah Wu, wie der Rattenschädel unter dem Schrank hervorkam und auf einen Tisch neben ihr schwebte. Dort richtete er sich auf die Schamanin und musterte Wu aus seinen toten Augenhöhlen. Und während Wus Mund weiter das Mantra rezitierte sprach sie zum Geist: "Zeige dich!" Erst dauerte es einen Moment, dann erschien unter dem Rattenschädel eine kleine Gestalt, die den Schädel qausi als Kopf trug. [img]http://www.pokewiki.de/images/thumb/4/42/Sugimori_104.png/210px-Sugimori_104.png[/img] "Die Bewohnerin dieses Heims ist wieder zurück, ich bitte dich, gib es frei." Der kleine Schädel ruckte hin und her. "Ich betehe darauf, dass du das Heim frei gibst." Wieder nur ein Schütteln und der Geist wollte verschwinden. Aber Wu war vorbereitet und warf einige kleine Papierschnippsel in Richtung des Geisterwesen. Die Schnippsel richteten sich auf und bildeten in Form klene Scherenschnittmänchen einen Kreis um das Wesen und hielten es an Ort und Stelle gefangen. Es versuchte mit einem Knochen eines der Papiermännchen zu zerstören, prallte aber von dessen Schutzmagie ab. Wu beugte sich noch immer das Mantra sprechend zu dem kleinen Geist hinab: "Schau hinter den Spiegel meiner Augen und sieh, was ich bin!" Die kleine Gestalt wollte den Schädel schon wieder schütteln, blickte aber dann in Wus Augen. Durch den Spiegel der Augen hindurch und dahinter. Die kleine Gestalt spannte sich an und trat sogar einen kleinen Schritt zurück. "Wirst du dieses Heim nun freigeben?" Zögern. "Ich werde dich zu einem neuen Zuhause bringen." Nun war ein Nicken die Antwort. Wu senkte ihren Stab zu dem Wesen hin und die Papiermännchen sanken leblos zu Boden. Der Rattengeist kletterte auf die Spitze des Stabes und wurde von Wu empor gehoben. "Gehen wir." Wu verließ Tiavins nun gereinigtes Heim und wanderte durch die nächtliche, stille Stadt. Im Südviertel hielt sie an einem derzeit unbewohnten eckhaus mit kleinen Garten davor an. "Hier kannst du leben ohne mit den Sterblichen zusammen zu stoßen." Sie senkte den Stab und das Geisterwesen hüpfte ins Gras des kleinen Gartens. Noch einmal drehte es sich zu Wu um, schüttelte sich und dann verschwand es im Gras. Wu nickte zufrieden und blickte zum Eckhaus im Garten. Niemand wohnte hier, also perfekt. Sie wnadte sich um und ging die Straße hinab. Für einen Moment kam ihr ein halber Gednake in den Sinn .... Haus mit Garten .... da war doch etwas erst kürzlich gewesen? Der Gedanke verflog aber sogleich und Wu machte sich auf, ezwas Schlaf zu bekommen um morgen in aller Frühe Tiavin aufzuchen zu können. |
07.03.2017 16:50:25 | Aw: [Wu, Tiavin] Ein Bewohner zuviel ... (#116459) |
Meria | Mit vor Schreck geweiteten Augen verfolgt Tiavin den Bericht der jungen Frau, bei der Erwähnung des Rattenschädels wirft sie der Katze auf ihrem Arm einen tadelnden Blick zu. "Und er der Geist hat sich dort eingenistet? Ein Glück das ihr das Thema angesprochen habt.", meint sie dankbar,"Ich will mir gar nicht ausmalen was so ein....Rattenschädelgeist hätte anrichten können." Kurz schaudert sie und reibt sich mit der freien Hand über den Oberarm "Ich weiß gar nicht wie ich Euch danken kann...ihr spracht davon das ihr keine Bezahlung wünscht, doch wenn es etwas gibt, das ich für Euch tun kann, dann sagt es ruhig." |