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10.01.2017 16:55:31
[Handwerker|SL-Ban] Neue Werksbaenke fuer MH (#114982)
-Depp-
Nochmals pruefend wanderten die Augen des Tormiten ueber die Skizzenzeichnung. Alle notwendigen Teile des Ambosses waren aufgezeichnet, die Benennung und die entsprechenden Masse auf einen extra Blatt verzeichnet. Die benoetigte Menge an Rohmaterial hatte er ebenso schon grob errechnet und fuer den Schlachtenpriester an die Bemassung hinzugefuegt. Fast schon erleichtert war er ueber den Umstand, dass der Priester ihm seine Hilfe zugesichert hatte. Es waere nahezu unmoeglich gewesen das Ansinnen einen Grobschmiedsamboss zu schmieden allein umzusetzen. Selbst mit zwei Schmieden wuerde es kaum reichen. Aber vielleicht liess sich ja noch jemand finden?
Und dann waere da noch das Problem mit dem Hilfsgestellen. Mit bis zu einer halben Tonne Gewicht des Ambosses wuerden sie diese auf jeden Fall benoetigen. Und wo koennte man sie aufstellen?
Mit gruebelnden Falten auf der Stirn fuegte er der Skizze und der Beschreibung noch einen kurzen Brief hinzu, verfasste zwei Weitere, und machte sich schliesslich auf den Weg nach Mirhaven.
Ein Brief fand seinen Weg zu dem Schlachtenpriester, ein Zweiter landete im Postkasten des Werftarbeiters, und der Dritte wurde einfach im Drachen abgegeben, bevor sich der Waechter selbst zum Markt der Stadt aufmachte, um dort ein Wort oder zwei mit der zwergischen Schmiedin zu sprechen.
23.04.2017 12:15:32
Aw: [Handwerker|SL-Ban] Neue Werksbaenke fuer MH (#117681)
-Depp-
Leise schnaufend wischte er sich den Schweiss und Russ von der Stirn, wie er nassgeschwitzt vor den zwei, erkalteten schweren Brocken Eisen stand. Die letzten Stunden hatte er damit verbracht die beiden alten Ambosse, die er sowohl von der Zwergin als auch von dem Schlachtenpriester erhalten hatte, zu zerschlagen, einzuschmelzen, das Metall aufzubereiten, zu reinigen, und mit frischen Erz, das er einige Tage zuvor geschlagen hatte, wieder aufzufrischen. Nun sollte die Menge und die Qualitaet ausreichen, um die beiden neuen Ambosse fuer die Stadt zu schmieden.
Die Hand sank langsam an den Ruecken hinab, den er so ein wenig durchstreckte und das Ziepen und Zerren, das die Arbeit nun einfach mitbrachte, zu ignorieren. Stattdessen ging ein Blick ueber die Schulter zu der Zwergin, der die Schmiede gehoerte. Ein Mundwinkel hob sich zu einem kleinen, aber dankbaren Ausdruck ihr gegenueber, unterstrichen durch das Neigen seines Hauptes. Viel laenger wollte er sie dann auch nicht mehr belaestigen, er hatte ihre Bereitschaft fuer den Tag der Arbeit schon lang genug ausgenutzt.
So liess er die Arme kurz sinken, schuettelte sie noch einmal aus, und macht sich im Anschluss daran mit Hilfe des kleinen Flaschenzugs das Metall auf den neben der Schmiede stehenden Wagen zu wuchten. So etwas mitleidig sah er zu Irek, der das Ganze ziehen musste, und beschloss lieber zweimal zu fahren, als dem Gaul das anzutun. Und so sah man den Tormiten zweimal mit Pferd und Karren von der Schmiede gen Lagerhaus im Hafen ziehen, wo er das Ganze voruebergehend einlagerte.
04.05.2017 09:00:27
[Handwerker / SL] Ein feiner Amboss für Mirhaven (#117992)
Ruthven
[center][img size=500]https://i.imgsafe.org/b13155b50b.png[/img][/center]

Sylvar hielt den Brief der Turae'Tamina Tiavin in den Händen und sah sich die Aufstellung der Gussformen und benötigten Materialien durch. Es bedurfte noch Lehm für die Gussformen und die Legierungen der einzelnen Elemente musste gemischt werden. Eisen für den federnden Korpus und Mithril für die harte Deckplatte. Alle Metalle hatte er vorrätig … fehlte also nur noch das gemeinsame Handwerk.

Er würde natürlich zu dem Treffen in der Rose kommen, um alle Details für Becher und Amboss zu besprechen.

[b]Auszug aus dem Almanach der Schmiedekunst:[/b]
[quote]...
Der handgeschmiedete Amboss ist ein von Hand kunstvoll gefertigtes Werkzeug. Der Schmiedeamboss wird aus mehreren Teilen zusammengesetzt. An das Kernstück, der Luppe, werden die Hörner, Füße, Stauch sowie der Voramboss in einzelnen Arbeitsgängen angeschweißt. Das Kernstück und z.B. der Fuß wurden im Kohlefeuer auf Schweißtemperatur erwärmt und dann mit Hammerschlägen von 4-6 Schmieden feuerverschweißt.
...
Der so entstandene „Rohamboss“ besteht aus weichem, nicht härtbarem Eisen. Jetzt kam der wichtigste und schwierigste Teil der Schmiedearbeit, das Feuerverschweißen der Hartplatte (Ambossbahn). Bei dieser Arbeit schlagen 4-6 Schmiede mit Hämmern auf die Platte. Hierbei wird eine viertel Stundenkerze ohne Unterbrechung mit schweren Hämmern im Takt geschlagen. Die harte Ambossbahn wird dann gehobelt und der ganze Amboss anschließend im Schmiedefeuer erwärmt und gehärtet.
...
[right][size=1](c) Ernst Refflinghaus@web[/size][/right][/quote]
10.05.2017 17:31:15
Aw: [Handwerker / SL] Ein feiner Amboss für Mirhaven (#118233)
Erzengel
Und es war soweit. Almeras nahm seinen Schmiedehammer und traf sich mit Aidan um mit ihm das gemeinsame Werk des Amboss für die "groben" Waffen zu schmieden.

Aidan ging er tatkräftig zuhhilfe. Er hämmerte mit ganzer Kraft auf den Amboss ein, um aus ihn ein Ganzes zuformen oder halt so wie die Anleitung Aidans war.

Wenn Aidan es zuließe, würde er unten am Amboss mehrere Bildgravuerne einlassen. Die die Geschichte des Ambosses erzählt. Das der Amboss zuerst in den Nebellanden stand und viele Waffen auf ihn gefertigt wurden. Die nächste Gravur würde eine Schlacht zeigen und einen Blitz der auf den Amboss liegt und er zerbricht.
Das dritte Bild würde zeigen, wie um den Amboss zwei Männer stehen und ihn neu schmieden. Überhalb des Ambosses und der Männer ist der Mirhavener Torbogen.
Verziert wird das ganze noch von weiteren Schlachten und Kriegsrunen.

Bei dem Werk, mit dem Amboss, würde Almeras den Choral der Tempus Kirche anstimmen, Der Gesang des Schwertes:

[i]Tempus führe meine Klinge !
Tempus bist in meinem Herzen,
dir nur ist mein Schwert geweiht.
Trage mit dir alle schmerzen,
bin zum Kampfe stets bereit.


Refrain: Tempus führe meine Klinge,
sei's in Licht wie Dunkelheit.
Tempus führe meine Klinge,
sei's in Licht wie Dunkelheit


Schlachtengleicher, Ehrenreicher,
donnernd Schutz und feste Wehr.
Deinen Namen will ich führen,
stets im Herz als höchste Ehr'

Refrain

Tempus ehre, Tempus Treue,
Tempus Zorn und Tempus Kraft.
Davor soll der Feind erbeben,
Zittern vor des Feindhammers Macht.

Refrain.
[/i]

Begleitet wird der Kirchenchoral durch den Gesang rhythmische, donnern seines Hammers auf den Amboss.
12.05.2017 15:55:41
Aw: [Handwerker|SL-Ban] Neue Werksbaenke fuer MH (#118278)
-Depp-
Aidan lauschte dem Vorschlag des Tempusiten, zeigte sich jedoch leicht befremdet. Nicht, dass ihn eine Verzierung stoeren wuerde. Das Befremdliche fuer den Tormiten war an der Stelle wohl eher die Piktierung der Schlacht. Sicher, es war ein Stueck Geschichte, aber es bereitete ihm wohl unbehagen, das Ganze als Kriegbeute darzustellen - Bilder, die bei ihm wohl durch die Gravuren geweckt wurden. Und solcherlei dann durch die Darstellung zu verherrlichen mochte er wohl nicht.
Der generelle Gedanke an eine Gravur schien ihm jedoch zu gefallen. Und so schlug er Almeras vor, ob man vielleicht alle Beteiligten Parteien durch ein Symbol darstellen solle, in einem Kreis um die Zeichnung von Schmiedefeuer, das die Symbole verband. Eines der Zeichen stuende fuer die Nebellande, den Ursprung des Ambosses. Das weite waere ein Zeichen fuer die Zwerge, an deren Schmiede sie den Amboss fertigen konnten. Und das dritte und vierte waeren Zeichen fuer Elfen und Menschen - eben jene, die den Amboss neu schmieden wuerden.

Sobald man sich schliesslich einig war, welche Gravuren hinein sollten, begann sich dann auch Aidan an die Arbeit zu machen. Der Gesang des Priesters liess ihn immer mal wieder leicht aufschmunzeln, waehrend die Beiden der Schweissarbeit an der Schmiede nachgingen. So wurde die Esse erhitzt, Metall nach und nach vorsichtig geschmolzen, die vorbereiteten Gussformen gefuellt und gepresst, und das Ganze schliesslich mit den Schmiedehaemmern nachgearbeitet.
Bevor das Metall ganz abgekuehlt war, folgte die Gravur im Fuss des Ambosses. Hier assistierte er Almeras mehr und ging ihm zur Hand, wenn er etwas benoetigte. Und dann, als auch das abgeschlossen war, wuerden die einzelnen Stuecke fuer die naechsten zwei Tage ruhen und erkalten.
20.05.2017 12:56:15
Aw: [Handwerker|SL-Ban] Neue Werksbaenke fuer MH (#118483)
Meria
Die langen Haare zu einem festen Zopf gebunden, in fester Ledermontur um gegen die Hitze des Schmiedefeuers etwas geschützt zu sein, nahm sie ihren Teil der Arbeit auf. Sie investierte viel Zeit die Gussformen zu überprüfen, die sie am Tag zuvor gefertigt hatte. Mit Ludmilas Hilfe platzierte sie sie in Reichweite, dann wählte sie bedächtig das Erz aus. Prüfte die Metalle, suchte nur das Beste heraus und beriet sich mit der erfahrenen Schmiedin über die optimale Zusammensetzung.
Der Schweiß rann in Strömen ihren Körper herab, doch sie bemerkte es nicht, viel zu vertieft war sie in die Arbeit. Das Zischen, das Glühen, die Hitze, der Anblick des Metalls wie es sich von einem grauen Klumpen in fließende rotglühende Lava verwandelte, um dann in den vorbereiteten Gussformen wieder zu erkalten, fesselte jeden ihrer Sinne. Mit fließenden Bewegungen, die an einen Tanz erinnerten hantierte sie um die Esse herum. Beobachter könnten sich ob ihrer plötzlichen Stärke wundern, wie schaffte diese kleine Person es bloß das Metall zu verarbeiten. Würde sie jedoch jemand aufmerksam betrachten, der der magischen Kunst mächtig war, würde dieser feststellen das sie während ihrer Arbeit Magie wob, unbewusst wohl , eingebettet in den Schaffensprozess, formte sie das Gewebe, um über sich hinauszuwachsen und das Metall zu beherrschen.
Am Ende des Tages, wie aus einer Trance erwacht schaute sie auf die vorbereiteten Teile des Ambosses. Nun Fehlte nur noch Sylvars Stück und sie könnten damit beginnen die Einzelteile zu einem zu verbinden und die Stahlplatte, mit Hilfe der anderen zu verschweißen.
22.05.2017 11:45:55
Aw: [Handwerker|SL-Ban] Neue Werksbaenke fuer MH (#118514)
Ruthven
[center]
[img size=350]https://i.imgsafe.org/2cfd3c7abf.png[/img][/center]

Sylvar saß im Schneidersitz am Boden der Schmiede und sah dem knackenden und dampfenden Tonblock beim Abkühlen zu. Heiß ... schien er zu sein, der Dampf kündete zumindest davon. Im Inneren des mit eisernen Bändern fest verschschlossenen Blockes, stand bis an das kleine Gussloch heran, das rotglühende und vermutlich sehr heiße Metall, welches er vor wenigen Augenblicken zischend in die Lehmform gegossen hatte.

Sylvar schürzte missbilligend die Lippen. Er hatte sich am Anfang noch so diebisch über den Guss und seinen herrlichen Einfall gefreut, doch jetzt. Es fehlte etwas, keine der obligatorischen Brandblasen, keine verkokelten Haare, ja nicht einmal eine Schweißperle stand auf der rußigen Stirn. Er hatte sich selbst beraubt. Hielt er es am Anfang noch für unglaublich schlau, seine neuen Fähigkeiten mit der Schmiedekunst zu verbinden, so empfand er es jetzt eher als herben Verlust. Die magische Schriftrolle, die ihn gegen den Fraß des Kossuth schützen sollte, hatte perfekt funktioniert und war ihren horrenden Preis alle Mal wert. Er konnte der Esse und dem Gewerk viel näher sein, als er es früher je war. Es eröffneten sich völlig neue Perspektiven in der Metallverarbeitung. Aber am Ende blieb eben diese schale Leere und das beständige Gefühl etwas verpasst zu haben.

Der Mittelblock des Mirhavener Amboss erstarrte also langsam in seinem gestrengen Korsett und würde sicherlich drei Tage brauchen, bis Sylvar die Tonkruste abschlagen konnte, die sich, steinhart wie ein Salzteig um das Herzstück gebacken hatte. Genug Zeit also, einen Pferdekarren zu organisieren, um den massiven Block auf die Perle zu schaffen. Tiavin musste rechtzeitig gewarnt werden, auf dass sie ebenfalls die entsprechenden Mittel bereitstellen konnte, um diese Tempelglocke des Gond an ihren Bestimmungsort zu schaffen.