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01.01.2017 10:01:05
[Selina] Sein Arm, Sein Wille (#114650)
Qso
Wer stirbt, war nicht genug. Eigentlich war es einfach. Genau so war Lynathan nicht genug gewesen. Genau deswegen war sie gestorben. Sie war immer schwächer gewesen als Selina und Selina hatte keine Zeit für Schwäche. Es war ihr nicht erlaubt Zeit für Schwäche zu haben. Warum also stand sie Stundenlang an den Klippen um Erlebtes zu zerdenken? Wieso musste es immer wieder durchdacht werden und immer wieder würde sie sich dabei ertappen dafür zu hoffen, dass jene Dunkelelfe lebte?

Es machte einfach keinen Sinn. Weniger Sinn noch, macht es, dass sie Lächeln musste bei den Gedanken an sie. Ein Nichts unter ihr. Es war für lebende schon schwer sie überhaupt zum Lächeln zu bringen, wieso also eine Tote?

Jetzt nicht... später...
Es gab anderes zu planen. Sie war aus der Versenkung getreten. Nicht wie sonst immer, wurde von ihr verlangt erst einmal unter Beweis zu Stellen, dass sie von Wert war. Ulfric hatte es einfach gesehen. Ein Blick hatte ihm genügt um ihr gehobene Stellung zu anzubieten. Nur noch der Vater Gabriel musste überzeugt werden. Ein geringeres Problem, so dachte Selina. Ihr würde nichts im Wege stehen. Valvec würde sich nicht noch einmal ins eigene Fleisch schneiden wollen. Es kam darauf an wie mächtig dieser Gabriel war. War er von Wert, so würde auch ihm nur ein Blick genügen um zu verstehen, welche Waffe er vor sich stehen hatte. Welches Geschenk Selina Valvec erneut machte, indem sie das Warten aufgab.

Auch wenn die Dinge geordnet schienen, so war es doch ein Trümmerhaufen. Es wirkte wie ein Zerren gegeneinander, wohl ob dieser Ominösen Lichtbringer. Valvec frass sich erneut von innen, nicht aber so unscheinbar wie sonst. Es war öffentliche Feindschaft, welche die Bewohner, mit welchen Selina gesprochen hatte gegeneinander austrugen. Da war kein Verlangen nach Zusammenarbeit. Niemand hatte sich um Ordnung gekümmert, niemand hatte Vernunft gepredigt. Überall war die Sünde heimisch.

Valvec brauchte sie. Die alte Stadt brauchte jemanden, der als gutes Beispiel, als Streier, Ritter, Verfechter von allem guten und Rechten da stehen konnte.

Als erstes würden diese Lichtbringer gehen. Sie würde Ulfric nahelegen, dass er zum Zusammenhalt aufrufen solle. Die Leute mussten näher bei einander stehen. Reihe und Glied, jeder an seinem Platz. Wären jene Lichtbringer auffälliger gewesen, so hätte man wenigstens einen Gemeinsamen Feind. Gemeinsame Feinde sorgen für Zusammenhalt. Man würde sogar mit den Dunkelelfen arbeiten können, vielleicht.

Sie waren alle so viel Weniger als Lynathan. Sie fühlte sich wie ein verwöhntes Kind. Wenn sie ab jetzt jeden Dunkelelfen mit Lynathan vergleichen würde, dann würde sie niemals zufrieden sein, mit dem was ihr gegeben war. Sie sah kein Streben, keine Ideen, nicht mal Ordnung. Nun es waren alle keine Priester gewesen, welche mit Selina geredet hatten. Es gab jedoch eine Yathrin. Jene müsste man einmal aufsuchen. Vielleicht war sie genau jenes, was Selina suchte. Vielleicht konnte in dieser Rasse nur Geistliche auch Geist besitzen.

Natürlich waren da Ansätze. Phyrala wirkte wie ein fleißiges Bienchen. Ein wenig Blind, aber so waren sie anfangs. Sie würde sich wohl erst überzeugen lassen, wenn sie gesehen hatte, zu was Selina fähig war. Ihre Existenz, widersprach allem, was Phyrala von sich gegeben hat. Sie hatte wohl nur mit Enttäuschenden Individuen gesprochen. Sie hatte noch nicht verstanden, dass es genau eine Rasse gab, welche man nicht nach ihrer Rasse beurteilen konnte. Den Menschen. Sie würde es lernen. Sie alle lernten es irgendwann und alle hatten davon profitiert.


Ein weiteres Individuum war Alaussysn. Sie konnte gar nicht genau in Worte fassen, was ihr so gut an dieser Dame gefallen hatte. Vielleicht war es ihre Ausdrucksweise, ihre Art die Aussagen genau so zu formulieren, dass sie nur Recht haben konnte. Dabei war es wohl im Scherze egal gewesen, ob damit tatsächlich Sinnvolles gesagt wurde. Der Laie würde es wohl als genau jenes sehen. Es war köstlich. Es war amüsant. So amüsant, dass sie hatte Lachen müssen. Normalerweise sollte ihr diese Art zu wieder sein aber diese Dame hatte irgendwas. Vielleicht war es ihre Neigung, bei echten Themen zu bleiben und nicht den örtlichen Pudding zu besprechen oder kindliche Sticheleien gegen solche die nicht anwesend waren.

Derlei musste sowieso enden. Sie hatte von drei Seiten drei unterschiedliche Dinge über die selbe Person gehört und jene hatte sie noch nicht mal getroffen. Intrigenspiel. Neid auf den anderen. Hochnäsigkeit, falscher Stolz.

Ja ihre Anwesenheit war notwendig. Alleine schon dafür, um zu zeigen, dass man genau jenes nicht brauchte um tatsächlich Erhaben zu sein.

„Mit dir wäre alles so viel einfacher gewesen...“ Ein zischendes Ausatmen. Dieses krankhafte Bedenken einer Person musste aufhören.



[spoiler]https://youtu.be/zHU5zkuLd7w ^_^[/spoiler]