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02.11.2016 20:24:02
[Nutmeg] Be-Geisterung an der großen Kreuzung (#112597)
citlali
Es war zur letzten Nacht von Marpenot als sich 2 zu Fuß gehende in Umhänge Gehüllte eine große Kreuzung in der Lestraner Gegend unweit von Mirhaven suchten. Dunkel war's, der Mond schien helle nachdem die Personen aus dem Schutz der Bäume und Stadtmauern auf die Wege Richtung Wald getreten waren und mutmaßend erkennen ließen, dass es sich um einen Mann und eine Frau handelte. Je mehr Wege von einer Kreuzung wegführen würden, desto eher hielten sie an und betrachteten sie, schließlich wählten sie jene vor dem Elementtempeleingang mit 4 Wegen. Eien zusammengefaltete Decke wurde ausgebreitet, Kerzen und Laternen zur Beleuchtung aufgestellt und natürlich, wie unter Wanderern üblich, wurde um den Sitzplatz ein Kreis mit Sigillen und geometrischen Formen gezeichnet, Salz und Erde verstreut. Alles also ganz normal. Nachdem die beiden sich gesetzt hatten und scheinbar sich in völliger Ruhe der Meditation hingaben, konnte nichteinmal das laute Hufgetrappel und Geschepper des gerüsteten Tempuspriesters de Tyrael die Frau aus ihrer Trance holen. Auch das Hinzutreten des Magiers Tok änderte nichts an der Situation. Wie sich nach ihrem Erwachen herausstellte hatte sie Stimmen gehört, Geisterbotschaften, wenn man ihr glauben wollte. Der anwesende Kelemvorpriester schien nicht gänzlich skeptisch zu sein. Er kam auch gar nicht dazu, denn es traf etwas ein, was man gut und gerne auch eine Gruppenhalluzination hätte nennen können: die 3 Männer sahen die Exekution eines Mannes, welche in der Vergangenheit hier stattgefunden haben musste. Man schnappte den Namen "Tanith", Sohn von Ursel auf und dass er angeblich seine Frau Maria getötet habe. Der Mann war der einzige, der auf die 3 reagierte und teilte panisch mit, dass er unschuldig von Richterin Eisenfaust verurteilt wurde, jedoch spielte sich die Szene vor ihren Augen weiter ab, der junge Mann wurde gehängt.
Danach erfuhren sie, dass er ein festsitzender Geist ist, der nur durch Beweise seiner Unschuld erlöst werden könnte. Er vermachte ihnen eine Perle, welche die Kraft haben sollte 5 Mal die Vergangenheit zu zeigen. Und sie war es, welche den einzigen Beweis lieferte, dass diese Vision zwar mit Gespenstern besiedelt war, aber kein Hirngespinst war.

Folgende Ansätze ergaben sich für die Anwesenden, in priorisierter Reihenfolge bzw. das eine könnte auf dem anderen aufbauen:
[ul]
[li]Forschung in den Stardarchiven nach älteren Versionen des Mirhavener Wappens und bestimmten Kleidungsstilen um das Jahr ein zu schränken[/li]
[li]Forschung in den Archiven nach einer Richterin Eisenfaust[/li]
[li]Forschung in den Archiven nach einem Tanith, zusamme mit Ursel und Maria[/li][/ul]
Konnten Roan und Ferdinand dazu erstmal etwas finden?
06.11.2016 19:34:20
Aw: [Nutmeg] Be-Geisterung an der großen Kreuzung (#112757)
Nutmeg
In Akten herumwühlen musste zumindest ein wenig ja das tägliche Brot für den Magier und den Advokaten sein, so dass die beiden bestimmt nicht vollkommen unglücklich darüber waren.

Schnell hatten sie die gesuchte ältere Version des Mirhavener Wappens gefunden, die sie suchten. Es war wohl vor einigen hundert Jahren recht lange in Gebrauch gewesen. Hilfreich war dies für die zwei allerdings nicht vollkommen, auch wenn sie nun alle Akten ab zirka 200 Jahren vor der jetzigen Jahreszahl links liegen lassen konnten, da ab da eine andere, jüngere Version des Stadtwappens gebräuchlich wurde.

Sie konnten sich also auf die Zeit von vor 200 Jahren konzentrieren.
Recht lange mussten sie schauen, ehe sie im Richterverzeichnis die Richterin Frida Eisenfaust fanden. Ihre Amtszeit hatten vor 300 Jahren begonnen und endete wohl 280 Jahre vor dem jetzigen Jahr.

In den spärlichen Akten des Jahres 295 vorm jetzigen Jahr fanden die zwei nur eine kurze Randnotiz, in altertümlicher Schrift geschrieben:

[quote]Bürger Tanith Schm*Nachname nicht ganz leserlich*, hingerichtet am Strick, 5. Uktar, wegen Mordes an seiner Frau Bürgerin Maria Rommes, im Hafen, mit einer Klinge. [/quote]
08.11.2016 17:10:12
Aw: [Nutmeg] Be-Geisterung an der großen Kreuzung (#112846)
-emptySoul-
Es wisperte in den restlichen Blättern der herbstlichen Bäume. Gurgelte ihr zu, wenn sie die Wasser der Umgebung aufsuchte um ihren Eimer zu füllen. Sie spürte es über den Boden auf dem sie barfuß lief.

Etwas war in Aufruhr. War nicht im Gefüge der Welt wie es sein sollte und lies die feinen Empfindungen der Gur für die Anderswelt aufzittern.
Zu erst hatte sie gedacht, sie habe sich getäuscht, als in der Nacht des letzten Marpenrot sie etwas aus dem Schlaf schrecken lies.
Aber dann, über die Tage, wurde ihr Gefühl immer deutlicher. Es war allgegenwärtig, gleich ob sie alleine im Lager saß, mit Aidan oder das kleine Lager voll mit Besuchern war.
Das leise Klingen in ihr, diese Aufruhr welche aus der Anderswelt hinüber echote, blieb.

Und es schien, als sei diese dünne Stelle zwischen der Anderswelt und der Hiesigen recht nah.
Sie hob den Kopf etwas gen Norden und schloss die Lider – um sich ganz auf ihr inneres Auge zu konzentrieren. Eine ganze Weile lang saß sie dort so. Nahezu unbewegt und meditativ, den Blick der geschlossenen Augen nördlich gerichtet.
Dann sah sie ihn. Für den Bruchteil eines Herzschlages stand er vor ihr im Nichts zwischen den Welten und sah sie an. Seine Kleidung nicht aus dieser Zeit sondern Jahrhunderte alt. Unbill lief ihm aus den Hosenbeinen, die nackten Füße entlang. Sein Gesicht war blass, die Augen rot unterlaufen .Und um seinen Hals... die dunklen Zeichen des Todes durch den Strang.

Die Gur schreckte im ersten Moment zurück als der Blick sie so direkt traf und öffnete die Augen, diese gen der Ruine des Ebenentempels und Lestrann nun selbst richtend.
[i]“Hmja..“[/i] murmelte sie leise vor sich hin und schickte sich an, „Dinge“ zusammen zu tragen aus ihrem Fundus aus Kräutern, Knöchelchen, Blut und anderen, kruden Ingredenzien welche sie für ihre Rituale brauchte, um Kontakt auf zu nehmen...
08.11.2016 21:28:31
Aw: [Nutmeg] Be-Geisterung an der großen Kreuzung (#112853)
Ashes
So würde sich Roan Erlenberge fragen, wo man wohl seiner Ansicht nach mehr erfahren könnte. Sollte man den Gerichtssaal suchen und dort die Perle einsetzen? Augenzeugen können sie vergessen, die sind längst gestorben...oder etwa nicht? Und wenn nicht, wieso? Aber er schließt hier auf der Insel nichts aus. Auf jeden Fall wäre der Verlauf der Beweisvorführung interessant. Wurde das gar dokumentiert?
10.11.2016 21:48:26
Aw: [Nutmeg] Be-Geisterung an der großen Kreuzung (#112906)
-Depp-
Die Sonne war noch nichtmal komplett ueber den Rand des Horizonts gekrochen, als der Tormit das Tor der Kaserne passierte und sich kurz darauf am Empfang der Wache wiederfand. Hoeflich wie er nunmal ist wurde dort der diensthabende Waechter begruesst und sich zunaechst nach dem Befinden in der hoffentlich ruhigen Schicht erkundigt, bevor er auf ein Schreiben des Kelemvorpriesters hinwies, das ihm Einsicht in alte Aktenfaelle genehmigen sollte. Und alt bezeichnete an dieser Stelle tatsaechlich genau das, lag der Mordfall doch bereits 2 Jahrhunderte zurueck. Da der genaue Zeitpunkt nicht bekannt war, bat er darum einen Puffer in der Zeit mit einzubauen, auch wenn es mehr Arbeit fuer ihn und mehr Akten zu waelzen bedeutete.
Zurueckgezogen in eine kleine Ecke in dem Wachhaus begann er dann das Aktenmaterial, das ihm zur Verfuegung gestellt werden konnte, durchzugehen. Primaer durchsuchte er die Akten zunaechst nach einem Aktenfall, der bereits den Titel des Opfers und des vermeintlichen Taeters[i] 'Rommes'[/i] im Titel trug. Sofern solcher nicht gefunden wurde, wuerde er die Akten sortieren, und dort kleinere Delikte, die nicht auf den vom Priester beschriebenen Mord passten, aussortieren. Und das, was dann uebrig blieb, untersuchte er genauer, ob der Name oder die beschriebene Tat dort in einer der verbliebenen Akten auftauchen wuerden.
Und damit war er dann erstmal fuer ein paar Tage beschaeftigt.
17.11.2016 23:28:49
Aw: [Nutmeg] Be-Geisterung an der großen Kreuzung (#113147)
Nutmeg
Aidan würde einige Tage mit dem Sortieren verbringen, der Zeitraum war leider recht weit von der Jetztzeit entfernt und die Aktenführung damals war bei weitem nicht so gut wie heutzutage. Viele der Wächter damals konnten nicht richtig schreiben, Berichte wurden unter den Tisch gekehrt oder Fälle waren nur ganz oberflächlich beschrieben worden.

Doch irgendwann, dem Tormiten fielen vielleicht schon die Augen zu, würde er fündig werden.
Da, in erstaunlich ordentlicher Schrift und ohne Rechtschreibfehler (sah man eben von der altertümlicheren Schreibweise ab) würde er in den Akten folgendes finden:

[quote]Tanith Schmurrer, angeklagt des Mordes an seiner Frau Maria Rommes. Wohnhaft Fischgasse 5. Festgenommen am 5. Marpenoth *die Jahreszahl war 295 vor dem jetzigen Jahr*. In den Befragungen beteuert er seine Unschuld.
Seine Tante Frieda Schmurrer, wohnhaft Fischgasse 6, berichtete Wächterin Fuchsschweif, dass bei Tanith und Maria öfters Streit zu hören gewesen wäre wegen Geldsorgen und der Versorgung des Nachwuchses.
Taniths Mutter Ursel, wohnhaft Würfelbecherweg 2, muss noch befragt werden und ist momentan nicht ansprechbar (Sunepriesterin sagt, es läge an Schock)

- Wächter D. Tektiv[/quote]
18.11.2016 10:30:02
Aw: [Nutmeg] Be-Geisterung an der großen Kreuzung (#113155)
-Depp-
Leise gaehnte er vor sich hin, wie er nach Stunden immer noch durch die Zettelwirtschaft - denn anders konnte man es nun ja wirklich nicht nennen - der letzten Jahrhunderte blaetterte. Arbeit, die er von seiner Zeit bei der Wache nun wirklich nicht vermisste. Wacher jedoch wurde er, als ihm der Zettel in den Akten in die Haende fiel. Wacher, und leicht irritiert. Weniger war es der Inhalt, der ihn da fuer einige Momente stutzig machte, als mehr die ordentliche Handhabe, im Vergleich zu den restlichen Funden. Leichte Skepsis war es da vielleicht auch, die ihn das Pergament an sich genauer betrachten liessen, ob es denn wirklich dem Alter entsprach, das das Schriftbild und die Einsortierung glauben liessen. Kurz blaetterte er in ein paar anderen Akten, ob sich dort ein aehnliches Schriftbild mit gleicher Waechterunterschrift auftun wuerde. Und erst nachdem das geklaert war, durchforstete er die gefundene Akte weiter, ob es noch mehr Berichte zu dem Fall gab. Vielleicht eine Verhoeraufzeichnung, vielleicht eine Beweismaterialliste, vielleicht die Zeugenbefragung der Mutter, vielleicht... und noch waehrend er die Dinge im Kopf durchging, folgte ein leises Seufzen bei dem Gedanken daran, wie damals Akten gefuehrt wurden und dass er die Antwort zu dem Gesuchten eigentlich schon kannte. Aber lieber einmal zu viel nachsehen, als einmal zu wenig - so war er eben.
Als er soweit fertig war, fertigte er sich zwei Abschriften des Ganzen an, raeumte die Akten wieder zusammen (und sofern er beim Zusammenraeumen falsche Zuordnungen oder Einsortierungen in den Akten bemerkte, korrigierte er diese im gleichen Zug) und ueberreichte schliesslich alles sauber aufgeraeumt an den diensthabenden Waechter mit einem Dank zurueck. Hoeflich verabschiedete er sich noch, wuenschte einen ruhigen und hofftentlich friedvollen Dienst, und verliess die Kaserne schliesslich wieder...

...nur um am naechsten Morgen die Stadtverwaltung zu belaestigen. Der ein oder andere mochte ihn dort vielleicht schon einmal gesehen haben, als er fuer die Suche nach den Drow diverse Plaene der Bauverwaltung mit der Erlaubnis des Hauptmanns studiert hatte. Dennoch stellte er sich nochmal hoeflich vor, erklaerte, dass er Priester von Erlenberge bei einer Untersuchung zu unterstuetzen versuchte, und reichte danach auch hier den von Ferdinand ausgestellten Wisch weiter, mit der Anfrage, ob der Verwaltung dies fuer etwaige Einsichten ausreiche, oder ob er nochmal zu dem Priester muesse, um sich auch eine Bescheinigung fuer Nachforschungen in der Verwaltung zu holen - was er dann wohl auch taete. Sobald die Formalitaeten dann geklaert waren, wollte er sich erneut an die Arbeit machen.
Bei der Buergerverwaltung interessierte er sich primaer um eine Verfolgung der Blutlinie des Verurteilten. Der Bericht hatte von Nachwuchs gesprochen, und so war er nun neugierig, ob das Urteil damals etwaige Konsequenzen fuer die Familie gehabt hatte - Entbuergerungen, Blutstrafen, etc - und wie weit sich seine Blutlinie noch fortgesetzt hatte.
Nachdem er dort fertig war, wechselte er zur Bauverwaltung. Die angegebenen Adresse waren immerhin fast drei Jahrhunderte alt, und normalerweise veraendern sich Stadtbilder ueber die Zeit. Und so versuchte er herauszufinden, wo die Fischgasse 5 von damals heute zu finden war - und was dort heute zu finden war.
05.12.2016 01:08:55
Aw: [Nutmeg] Be-Geisterung an der großen Kreuzung (#113880)
citlali
Roan bekam sicherlich erzählt, wie der aktuelle Stand war. Und zwar galt es erst noch einen alten Stadtplan auf zu treiben als auch die Aufzeichnungen zu der Familie zu finden. Ferdinand wollte auf keinen Fall zu früh die Perle einsetzen.
Dokumentieren tat Aidan bestimmt und Ferdinand so ein wenig für sich, wenn man es sich ansehen wollte.

So half auch Ferdinand weiterhin Aidan bei seiner Aktenodyssee. Nachdem Aidan das meiste schon abgedeckt hatte, schloss er sich der Suche nach der Familie an. Dazu gehörte auch die Sichtung des Katasters auf weitere Besitztümer der Familie.
Interessant wäre wohl auch gewesen, ob der Verurteile sich irgendwo Gold geliehen hatte, aber da gab es sicher keine offiziellen Stellen. Dafür hakte Ferdinand bie aidan nach, ob jener meinte, dass Herr Schmurrer sonst keine Vorstrafen hatte und damit keine angelegte Akte noch irgendwo schlummerte.