21.08.2016 19:01:28 | [Liliana] Anleitung zum Unglück. (#110959) |
Qso | [u]1. Ankunft[/u] Sie saß unter dem Baum und betrachtete den Handverband den der Dunkelelf ihr angefertigt hatte. Großartig... das war wieder Großartig gelaufen. Sie zog den Dolch vom Rücken und begann damit eben jenen Verband aufzuschneiden, vorsichtig. Es schmerzte und behandelt wurde diese Wunde nicht. Sie war sich nicht sicher warum der Dunkelelf diese Wunde überhaupt verbunden hatte. Sie hatte sich nicht getraut zu fragen oder mitzuteilen, dass sie durchaus selbst in der Lage war diese zu heilen. Sie legte die verwundete Hand in die Andere und nutzte die ihre eigene Hand um jene Wunde zu behandeln. Eine Entzündung war wohl das letzte was sie nun brauchen konnte. Danach würde sie das Bein heilen, dass ihr der Dunkelelf zerschossen hatte. Das wurde zwar geheilt, doch konnte die eigene Macht nicht Schaden und wer weiß wie gut eine Salbe von einem Drow helfen würde. „So eine Scheiße“ , kam es knurrend von ihr. Vor zwei Tagen erst wurde ihr von einer Dunkelelfen Magierin aufgelauert. Nicht sichtbar für das natürliche Auge hatte sie sich hinter sie gestellt und verlangt, den Paladin, der Lili eigentlich nur beschützt hatte, zu diffamieren. Er hätte Lili angegriffen. Er sei wahnsinnig an Dunkelelfen zu glauben. Die anderen Anwesenden fanden es natürlich nicht so gut, dass sie einem so genannten Winterwächter derartiges anhing. Zu ihrem Glück wurde auch nicht näher darauf eingegangen. Dennoch musste sie nun durch die Landen auf der Suche nach diesem Paladin sein um ihm zu erklären wie das ganze zu Stande gekommen war. Vielleicht konnte so weiter Rufschädigung verhindert werden. Anschließend hatte der Paladin sich noch mit einem schwarzen Inquisitor aus Valvec angelegt. Es konnte auf keinen Fall hilfreich sein, von jemandem gekannt zu werden, der mit Teufeln paktiert und aus dieser Stadt kommt die von außen als der Mittelpunkt der Hölle beschrieben wurde. „Gut gemacht Lili“, sprach die überaus sarkastische Stimme in ihrem Geiste. „Wobei mhhh... „ Ein sachtes Lächeln huschte über ihre Lippen. Es wäre schon interessant einmal diese Stadt zu sehen. So viel Verbotenes konnte doch nur auf seine eigene Art und Weise Interessant sein. So oder so würde sie bald dort hingehen müssen. Man sagte, dass sie dort Dunkelelfen finden konnte. Eben auch jene Dame mit welcher Lili nun ohne es selbst zu wollen zu tun hatte. Nur so konnte sie dem Kerl, welcher sie nun zu beherrschen schien, etwas zu sagen haben. Es waren nur vier Tage gewesen und die Ruhe die sie sich von dieser Insel erhofft hatte war schon wieder vorbei. Sie hatte keine Verbündeten, keine Freunde, dafür aber Probleme und davon nicht zu wenige. „Immerhin hast du mich immer noch gern, Beshaba“, murmelte sie. |
24.08.2016 19:29:01 | Aw: [Liliana] Anleitung zum Unglück. (#111013) |
Qso | [u]2. Ups[/u] Endlich war sie aus diesem grausamen Gebäude raus. Ein wenig Schweiß tropfte da von der Stirn. Dann kam nur ein leises „Ups“ von ihr. Sie hatte eigentlich nur erfahren wollen ob sie derartiges lernen könnte. Nicht aber war es ihre Absicht gewesen gleich aufgenommen zu werden. Das war ja wunderbar gelaufen. Sie hatte kurz bevor sie ihre Bitte stellen wollen bereits erhalten was sie wollte und nur der Impuls hatte sie durch dieses Portal getragen und jetzt war sie Schülerin der Magie. Warum auch immer man gerade sie für derlei nehmen sollte. Vielleicht war sie doch zu mehr bestimmt? Sie wurde nicht getestet. Vielleicht wurde sie einfach durchschaut und man würde es genießen sie scheitern zu sehen? Was sollte das alles? Ein wenig Blut tropfte von ihrer Unterlippe und erst dann hört sie auf auf diese zu beißen. „Scheiße“. Was hätte sie denn tun sollen? Ihre Aufnahme war ein Befehl gewesen. „Ihr werdet aufgenommen!“ Es war nicht so als könnte sie sich entscheiden oder diesen wahrscheinlich unglaublich mächtigen Wesen ein „Nein“ entgegen rufen. Na ja sie konnte immer noch weglaufen. Weglaufen klang irgendwie ziemlich gut. Jetzt aber noch nicht... Was man ihr gegeben hatte und was ihren Besuch in dieser Stadt vollkommen überflüssig gemacht hatte, war eine Phiole mit einer roten Flüssigkeit. Sie war ein wenig dickflüssiger. Man sagte ihr, es sei das ihre Blut. Genau jenes galt es nun herauszufinden. Genau dann hatte der Dunkelelf nichts mehr gegen sie in der Hand und sie konnte das besprochene Treffen für ihre Zwecke ausnutzen. Na ja.. Eigentlich hatte sie nicht einmal Lust ihn wieder zu sehen, doch würde der Dunkelelf nicht wissen dass, er nichts mehr gegen sie in der Hand hatte. Man konnte also diesen Kontakt ausnutzen um vielleicht dafür bezahlt zu werden falsche Informationen zu füttern. Vielleicht hatte die Magierin Interesse. Schritt 1 war aber erst einmal herauszufinden was in dieser Phiole war und dann war da noch die Schuld. Derjenige der ihr die Phiole gebracht hatte wollte bezahlt werden. Hinter ihr war das Tocken eines Stabes zu hören. Vrog.. Vrogdish konnte helfen. |
25.08.2016 13:36:08 | Aw: [Liliana] Anleitung zum Unglück. (#111025) |
Qso | [u]3. Identifikation: [/u] Er hatte wohl geprahlt dass er es einer Menschenfrau abgenommen hatte. Einer Beshabadienerin. Als ob sie dieser Schlampe folgen würde. Beshaba war jene welche sie dauernd von einer Gefahr in die Nächste warf. Das einzige was sie vieleicht sein könnte, war Beshabas Lieblingsspielzeug. Irgendwie sowas. Die einzige Genugtuung hier war, dass man diesen Dunkelelfen wohl ordentlich vermöbelt hatte. Es war ziemlich deutlich, dass der, den sie um Hilfe gebeten hatte selbst nur eine Begründung gesucht hatte um dem Drow ein paar reinzuhauen. Zusammenarbeit würde sich lohnen so hatte man ihr gesagt. Irgendwie musste sie diese Zusammenarbeit so zäh machen, dass sie eigentlich gar nichts tat. Die Hoffnung war, dass sie so tun könne, als würde sie für diese „Stadt“ arbeiten, dennoch aber eigentlich nur von ihr nehmen. Ein Ortstypischer Gruß und Verabschiedung war es jemandem Dunkelheit zu wünschen. Was sollte sie damit? Mehr Stolpern? Hmm vielleicht auch... Verstecken. Na ja so dumm war es gar nicht. Trotzdem komisch. Na ja keine Feinde machen. Nicken. Akzeptieren. Sie konnte ich also nicht sicher sein, ob das ihr Blut war. Theoretisch konnte ein Magier bewandert in der Schule der Erkenntnismagie weiter helfen. Vrogdish hatte ihr das geraten. So was simples sollte ihr doch eigentlich selbst einfallen aber es brauchte Vrogdish um sie darauf hinzuweisen. Dennoch musste sie sich jetzt wohl selbst darum kümmern diese Fähigkeiten zu erlernen. Sie hatte ja jetzt Zugriff zu Büchern. Nach einiger Zeit des Lesens kamen also folgende Möglichkeiten auf: 1. Ungenau wurde alles beschrieben. Mit einer Phiole von Blut soll es die Möglichkeit geben die Ahnen eines jeden Individuums zu erfahren. Metallische Drachen konnten dies. Eine Tatsache die nicht sonderlich Hilfreich schien. Zwar gab es wohl metallische Drachen auf dieser Insel, dennoch würde die Frage danach ob sie helfen könnten garantiert ungemütlich enden. Es müsste auch irgendwo einen Spruch geben der so etwas konnte. Wenn sie also diesen Spruch auf die Phiole anwenden würde, so würde und das Blut auf ihre Eltern zurückverfolgen konnte, so wäre es eine Bestätigung. Dumm nur, dass sie ihre Eltern nicht kannte. Gleichzeitig war auch nicht klar, ob das auf was man es zurückverfolgen wollte lebendig sein sollte. Das kam also nicht in Frage. 2. Finde: Kreatur. Ein Spruch des vierten Zirkels der Erkenntnismagie. Viel zu weit entfernt von ihren Fähigkeiten. Grundsätzlich war es möglich mit Hilfe des Blutes den Ort zu bestimmen wo sich die Kreatur welcher dieses Entnommen wurde aufhielt. Sie war sich nicht sicher ob sie als „Kreatur“ zählte. Wenn sie einen Erkenntnismagie-begabten Magier fand, so würde sie wohl diesen Spruch vorschlagen können. 3. Finde: Gegenstand. Es war möglich einen Gegenstand zu finden, welchen man zumindest einmal gesehen hatte und sich der Gegenstand in unmittelbarer Umgebung befand. Wenn sie sich also an die Phiole erinnerte welche der Dunkelelf in der Nacht benutzt hatte und versuchte diese zu finden und damit eben die Phiole fand welche sie bei sich trug, so würde das beweisen, dass es die selbe Phiole war. Problematisch daran war jedoch die Tatsache, dass die beiden Phiolen identisch sein könnten und sich nur der Inhalt unterscheiden könnte. Blut gilt nicht wirklich als Gegenstand. Wenn das der Fall war, so würde der Spruch immer auf genau diese Phiole zeigen womit nicht gegeben war, dass es das selbe Blut war. Weiterhin könnte es auch eine andere Phiole sein von selber Form und das Gedächtnis konnte nicht zwischen beiden unterscheiden. Dementsprechend würde in diesem Fall auch immer auf diese Phiole gezeigt werden. Wenn sie also diesen Weg ging gab es nur zwei Möglichkeiten. Entweder der Spruch würde nicht auf die Phiole zeigen, womit nichts gewonnen war weil sie dann ja auf keinen Fall die Phiole ihres eigenen Blutes hatte oder der Spruch würde auf die Phiole zeigen, womit auch nichts gewonnen war weil sie sich nicht sicher sein konnte ob der Inhalt der selbe war oder die Phiole die selbe war. Diese Möglichkeit würde also nur Frustration bringen. 4. Erschaffe einen winzigen Lehmgolem mit Hilfe des Blutes. Wenn es das eigene Blut war, so würde er auf das eigene Wort horchen. Sie musste nur den Inhalt der Phiole in den Lehm hineinmischen. Jedenfalls war es so geschrieben. Dafür würde sie jemanden brauchen der so etwas herstellen könnte. Vielleicht jene „Erfinderin“ von welcher gesprochen wurde? Es war die wahnsinnigste Möglichkeit aber auch jene, welche am ehesten Erfolg bringen könnte. Nur diese würde mit vollkommener Sicherheit eine Aussage treffen können. Wie gefährlich war eigentlich so ein Lehmgolem und wie um alles in der Welt hauchte man ihnen „Leben“ ein. Ihr Gefühl sagte, Xsara. Sie hatte zwei Sätze von der Dame gehört und sie wirkte wie die Quintessenz einer Magierin. Nah. Ersteinmal würde sie sich wohl mit ihren neuen Lehrern unterhalten und natürlich mit Schwarzrobe. Mit Sicherheit würde der ihre „Möglichkeiten“ zerpflücken. Gut, dass jenes überhaupt jemand tat. Sie würde ich sonst alsbald in irgend einer Idee umbringen. |
29.08.2016 11:25:49 | Aw: [Liliana] Anleitung zum Unglück. (#111105) |
Qso | Es war also alles zusammen. Vrogdish hatte die Öle besorgt, welche beim Herstellungsprozess der Statue gebraucht wurden. Lili hatte den Inhalt der Phiole zu Pulver verarbeitet, sodass dieser den Ölen zugefügt werden konnte. Genug Lehm hatten sie auch um zumindest zwei von diesen Statuen zu basteln. Ein Versuch würde mit Sicherheit scheitern. Der Plan war dabei geblieben, dass das Ding möglichst klein sein sollte. So war die Gefahr die davon ausging, so man eben keine Kontrolle haben würde, am geringsten. Der Inquisitor hatte sich dazu bereit erklärt das Gebet zu sprechen, welches das Objekt beleben sollte. Zwar nur für begrenzten Zeitraum, dennoch würde die Zeit ausreichen um endlich eine sicherstellende Information zu bekommen. Die Zeit wurde langsam knapp, da das erste Treffen mit dem Dunkelelfen anstand. Jenes musste genutzt werden. Jüngste Entwicklungen hatten dafür gesorgt, dass ihre Auftraggeber aggressiver gegen die Dunkelelfen vorgehen wollten. Noch war nicht klar wie das getan werden sollte. Das Vertrauen was man ihr gegenüber an den Tag legte war zu groß. Sie wusste zu viel. Wobei. Gleichzeitig fühlte es sich auch so an, als würde man gezielt Informationen zurückhalten. Eigentlich wusste sie zumindest über die Dunkelelfen gar nichts. Da waren drei Frauen. Grund für den Konflikt war, dass man die Gefühle einer der drei verletzt hatte. Diese schien nun mit Hilfe der beiden anderen Frauen bei den Bewohnern des Unterreiches zu quengeln und jenes schob die Ascheinsel und die Dunkelelfen wohl direkt in einen Krieg. Nicht ihr Krieg aber ein Krieg. Weglaufen schien immer attraktiver. Sie wusste also wenig und irgendwie wusste niemand etwas über allgemein Wesenszüge von Dunkelelfen oder Schwächen oder irgendwas. Grundsätzlich war jedoch eine der drei Frauen die selbe, welche Liliana am ersten Tag auf dieser Insel getroffen hatte. Es war einer dieser Tage gewesen wo sie eigentlich hätte sterben sollen. An diesem Tag hatte sie der Paladin gerettet. Wenigstens da ist mal was gut gelaufen obwohl es in keinster Weise ihr eigener Verdienst gewesen war. Liliana musste schmunzeln. Die Dunkelelfe hatte an diesem Tag etwas gezeigt, dass vielleicht zu ihren Wesenszügen gehörte oder auch gegen sie genutzt werden konnte. Ein Charakterzug, welcher dem Menschen gar nicht so fern war. An diesem Tag hatte Liliana ihre Angst nicht versteckt. Ihre Furcht war leicht an den Augen abzulesen oder vielleicht konnten diese Dinger auch so etwas riechen? So ähnlich wie dieser Tigensch? Na ja jedenfalls war da vollkommene Selbstsicherheit gewesen. Es wirkte fast so, als hätte die Dunkelelfe an diesem Tag gewusst, dass ihr nichts hätte zustoßen können und das Liliana keine Gefahr darstellen würde. Die Dunkelelfe konnte also mit ihr spielen. Einer Katze ähnlich. Jemand der sein Opfer umkreist, nicht entkommen lässt und es langsam zu Tode spielt. Makaber und Böse. Also passend für eine Dunkelelfe. Ein Wesenszug der wahrscheinlich daher entstammte, dass man seine Überlegenheit dort unten wohl dauernd zu schau stellen musste. Die ach so wunderbare Sünde der Überheblichkeit war also eingebrannt. Es war zunächst nur eine Theorie aber wenn Gedachtes der Wahrheit entsprach, so brauchte man eigentlich nur noch einen geeigneten Köder. Einen Köder, von welchem diese Dunkelelfe nicht die Finger lassen konnte und von ihrem Wunsch zu spielen übermannt wurde. Wichtig war dabei, dass sie sich vollkommen sicher fühlen musste. Jemand oder etwas schwaches musste also der Köder sein. Gleichzeitig musste der Köder aber auch interessant genug sein. So könnte man zumindest in Theorie und wenn man denn wollte eine der drei Loswerden. Über die anderen beiden Frauen wusste sie nichts. Nun offensichtlich hatte die eine ein sehr geringes Selbstwertgefühl, dass sie einen Krieg starten wollte weil man ihre Gefühle verletzt hatte. Jenes schien aber garichts leichter zu machen. Die einzige Methode die Liliana einfiel einen solchen Charakterzug zu nutzen, war Neid zu erzeugen. Dafür mussten ihre Mitstreiterinnen Erfolg haben und Erfolg war so ziemlich das Letzte was man sich für ihre Mitstreiterinnen wünschte. Es brauchte also einen Plan wie man die Drei auseinander treiben konnte. Weiterhin musste man Wege finden, wie sich die Drei den Rest der Insel zum Feind machen würden. Wieder ein schmunzeln. Der erste Einfall war gewesen einfach zu behaupten, dass eine der Drei die anderen beiden hintergeht. Das könnte man tun indem man ein Gerücht streuen würde, dass besagen würde, dass zumindest eine der drei regelmäßig in Valvec gesehen wurde und dort wohl mit Ansässigen redet. Es wird hinter verschlossener Tür verhandelt. Das Problem mit diesem Plan war jedoch, dass es zu einfach war. Ein derartiges Gerücht würde nichts als ein Gerücht bleiben weil es viel zu weit von der Realität entfernt war. Wenn man ein Gerücht streuen wollte, so musste dieses so vollkommen sein, dass die tatsächliche Realität schwerer zu glauben war als das Gerücht was man streuen würde. Es musste angenehmer sein der Unwahrheit zu folgen. So angehm, dass die Realität falsch ein musste. Erst dann hatte es irgendwelche Erfolgsaussichten. So etwas könnte man nur erschaffen wenn man mehr Informationen hatte. „Kss“. Eigentlich sollte sie sich raus reden. Es war nicht ihr Krieg. Jeder einzelne Handgriff, den sie in diesem Konflikt tat, würde sie nur näher an ihr Unglück bringen. Wie aber sollte sie sich aus etwas raus halten, was derart faszinierend war? Aber vielleicht war jenes die Absicht gewesen als man sie eingeweiht hatte. Vielleicht hatte man sie so weit durchschaut, dass man wusste, dass sie irgendetwas dummes tun würde und jenes könnte man sich dann zu nutze machen? Nein. Nein sie wurde unterschätzt. Eher hielt man sie für entbehrlich. Das war angenehmer. Dennoch konnte sie dieses Gefühl nicht ablegen. Etwas stimmte nicht. War sie längst zur Spielfigur geworden? |
01.09.2016 00:08:52 | Aw: [Liliana] Anleitung zum Unglück. (#111204) |
Qso | 4. Mit allen, für alle, gegen alle. OOC: Der folgende Text bitte nur lesen, wenn man mit OOC infos umgehen kann. [spoiler] Sie setzte sich also hin und schrieb die ersten Pergamente. Es mussten Dinge in Bewegung gesetzt werden. Dinge die sie auf jeder Seite als etwas gutes verkaufen konnte. All ihre Auftraggeber würden davon profitieren und Liliana würde zumindest keinen Schaden tragen und mit großer Wahrscheinlichkeit selbst profitieren. Problematisch war dabei die Blutlust die jeder trug. Sterben sollte dabei eigentlich keiner. Der einzige der tatsächlich Schaden nehmen würde, war der Dunkelelf welcher ihr Leid angetan hatte. Noch vor zwei Tagen wollte sie fliehen. Einfach gehen. Jetzt konnte sie wieder lächeln. Die Begegnung mit den Magiern war so überwältigend gewesen. Auch wenn sie sich im Gespräch behauptet hatte, so war der erste Gedanke nach dem Gespräch gewesen, dass sie hätte weglaufen müssen. Zu jenem Zeitpunkt hätten alle möglichen Folgen ihrer Taten zum eigenen Tode geführt. Jetzt aber sah es besser aus. Der erste Teil war erledigt und war sogar positiv verlaufen. Da war diese Dame gewesen Aylina. Sie teilte ihr Schicksal. Auch sie war von jenem Dunkelelfen bedroht worden. Liliana hatte ihr nicht die ganze Wahrheit erzählt und das war auch nicht wichtig. Sie hatte ihr geholfen und würde ihr weiterhin helfen weil es perfekt in ihre Pläne passte. Eine Galionsfigur im Kampf gegen die Dunkelelfen und was für eine Hübsche. Die Menschen waren aufmerksam auf die Dunkelelfen geworden und man würde sich zusammenschließen und Jagt machen, zumindest auf einen. Damit würde sich einer ihrer Auftraggeber sehr zufrieden geben. Jene Jagt würde gleichzeitig noch Aylina helfen. Vielleicht konnte sie so zurückbekommen was ihr genommen wurde. Na ja sie müsste es zurückbekommen, da sonst der Dunkelelf sterben würde. Da das Opfer der Jagt gegen ihre anderen Auftraggeber arbeitete, würden diese Wohl darüber hinweg sehen können, selbst wenn sie erfahren würden, dass es Liliana gewesen war, welche bestimmte Steine ins Rollen gebracht hatte oder zumindest diesen Steinen gut zugeredet hatte. Es war nur wichtig ihre zweiten Auftraggeber darauf hin zuweisen, wann und wo die Falle zuschnappen würde, sodass diese nicht Opfer der Dunkelelfenjagt wurden. Nur der Krieger sollte gejagt werden und wenn man ihn nur einsperren würde, so gab es sogar vielleicht die Möglichkeit ihn wieder in die Freiheit zu befördern. Eine Option die sie nicht mochte, aber dennoch wichtig erschien im Gesamtbild. Grundsätzlich war es ja sowieso im Interesse ihrer Auftraggeber, wenn man Liliana vertrauen würde. Sie wollten schließlich vor genau jenen gewarnt werden, bei welchen Liliana nun Vertrauen sammelte. Sie waren intelligent genug um zu verstehen warum sie tat, was sie tat. Jedenfalls hoffte Liliana jenes. Sie würde wertvoller werden für das Gespann der Drei und vielleicht würde man sie sogar Respektieren für ihr Handeln wo es doch in hohen Maßen hinterlistig war. Das mussten solche Wesen doch einfach mögen. Zwischen den Fronten zu stehen bekam seinen Reiz. Sie war jenem Reiz längst verfallen. OOC: [Spoiler]Wenn das jemandem zu viel wird bitte in grün oder PM anschreiben. Ist alles ein bisschen hinterlistig und das braucht absprachen. [/Spoiler] [/spoiler] |
05.09.2016 12:04:57 | Aw: [Liliana] Anleitung zum Unglück. (#111341) |
Qso | [u]Freund[/u] Sie riss die Augen auf und griff instinktiv nach ihrer Waffe welche in den Decken ihres Bettes versteckt war um anschließend in die Dunkelheit zu starren. Der Dolch deutete in den Raum, dennoch konnte sie nicht sehen ob da irgendetwas war oder was sie geweckt hatte. Erst war da nur ihr eigener Atem zu hören, der alles übertönte, ein wenig gepresst war und von ihrer Anspannung erzählte. Dann kam aus dem Hintergrund ein Rauschen. Zunächst leise wie ein entferntes Rasseln, dann lauter und irgendwann übertönte es deutlich ihren Atem. Nichts weiter, nur Regen. „Kss“ kam es leise von ihr und sie richtete sich zumindest in eine Sitzposition auf und die beiden Hände samt Dolch legte sie auf der Decke ab. Von der sicheren Position in der Mitte des Doppelbettes betrachtete sie also den Raum. Der Fetzen Stoff den sie anhatte wurde nur von der linken Schulter gehalten. Die Rechte war nackt und die Textur der Haut zwischen den Narben sprach entweder von Kälte oder von Unbehagen. Sie sprach das Befehlswort des „Licht“ Zaubers. Eine sehr abgeschwächte Form, welche den Raum nur minimal erhellte und ließ die winzige Kugel durch den Raum wandern. Da war nichts. Auf dem Schreibtisch wie gehabt die Bücher in unordentlicher Manier aufgestapelt. Eine leere Glasflasche auf einem liegenden Spiegel, welcher ebenso einen Häufchen von blauem Pulver sowie ein kleines Glasrörchen trug. Daneben eine ausgebrannte Kerze welche durch Wachs am Tisch festgehalten wurde. Jemand hatte wohl vergessen sie zu löschen bevor er ins Bett gegangen ist. Ihre Kleidung lag immer noch auf dem Boden und die Türe war immer noch geschlossen. Sie ließ sich also zurück ins Bett Fallen und beim weichem Empfang in den Federn erlosch auch das Licht. Sie hatte schon die Augen geschlossen, als sich da ein Geräusch vom Prasseln des Regens löste. Ein leises aber deutliches Kratzen. Sie hielt die Luft an, blickte durch den Raum, der für den Moment in seltsame Stille gehüllt war. Selbst der Regen wollte für den Moment wohl der leere Platz machen und dann kam das Licht. Was blieb war das Bild was der Blitz in die unvorbereiteten Augen eingebrannt hatten. Wie eine Art Echo des Raumes. Eine Momentaufnahme welche durch die folgende Dunkelheit als weißes Abbild geblieben war. Da war etwas gewesen. Im Fenster. Zufällig hatte sie auf die gegenüberliegende Seite des Raumes geblickt. Etwas saß dort zumindest saß es im schattenhaften Abbild, welches das Fenster hinterlassen hatte. Etwas mit riesigem Schatten einem Runden Kopf und zwei spitz zulaufenden Ohren. Nun verängstigt blickte sie rüber zum Fenster. Kurz noch Stille. Sie hörte genau hin. War da ein Geräusch, irgendetwas? Dann kam das Knallen des Donners, das Brechen von Holz und ein dumpfer Aufschlag. |
07.09.2016 12:16:11 | Aw: [Liliana] Anleitung zum Unglück. (#111383) |
Qso | Sie wurde von einem Drang zu Rennen wach gerüttelt. Irgendetwas hatte sich da bewegt und sie musste es einfach haben. Sie riss die Augen auf, richtete sich in aufrechte Sitzposition auf und blickte durch den Raum. Mit einem mal war da das Gefühl erloschen, doch machte sich da Neugierde breit. Sie hatte das Gefühl, sie beobachte jemanden. Eine Frau, Schwarze Haare und.... Warte mal! Das war sie Selbst! Der Blick traf sich. Liliana blickte runter zu dem Stuhl. Und die großen neugierigen Augen der Katze die dort saß blickten rauf zu ihr. Ein Zurückweichen. Ein Innehalten. Neugieriges Mustern. Ein Tasten, sanft im Geiste. Eine Einladung? Kurz hielt sie die Luft an und dann wagte sie es mit dem Geist nach dem zu Tasten was sich da anbot. Vorsichtig. Ein Zurückweichen. Ein Innehalten. Eine Berührung. Und dann brach es über sie herein. Nur den Hauch eines Augenblickes hatte sie gehabt, all das aufzunehmen was sich da offenbarte. Vergangenes, der Sturm, das Brechen durch das Fenster und das liegen in den Armen der Frau. In Ihren eigenen Armen. Es fühlte sich so echt an, so wirklich und es war so viel. Zu viel! Es nahm Liliana gleich wieder den Geist und für den Moment sank sie wieder auf das Bett. Nur kurze Zeit später wurde sie wieder geweckt. Von außen hätte man es vielleicht sogar süß gefunden zuzuschauen. Die Katze saß dort und schlug ein paar mal mit der Pfote ins Gesicht der Dame die dort lag. Die Dame die da lag versuchte auszuweichen ohne die Augen zu öffnen und mit nörgelnden Geräuschen versichern, dass sie doch schon wach sei und alles gut ist. Wieder schlagen. „Man, Rem ich bin doch schon wach!“, kam es laut von der Dame. Ein Kichern. Nur im Geiste natürlich. Katzen konnten derartige Geräusche nicht erzeugen. „Wir haben Hunger. Wir müssen fressen!“ |
14.09.2016 00:52:39 | Aw: [Liliana] Anleitung zum Unglück. (#111534) |
Qso | [i]„Es beschäftigt dich.“ [/i] Der Schwanz der schwarzen Katze bewegte sich etwas. Die Augen des Tieres lagen starr auf dem Mädchen in Schwarzer Rüstung. Diese saß an ihrem Tisch. Das Glas war halb geleert, die Augen leicht gerötet. Sie erwiderte den Blick der Katze. [i]„Wenn du es ihnen sagst, dann werden sie dich jagen und töten. Es ist nicht deine Schuld, dass du es weißt; dass du so viel weißt.“ [/i]Beruhigend mit einer gewissen Wärme waren die Worte gesprochen. Es wurde langsam verwirrend und ihr Kopf konnte nicht aufhören. Er musste alles mit präziser Genauigkeit bedenken und überdenken. Nur leider waren da keine Ergebnisse mehr. Nur ein großes Fragezeichen. Es sollte eine Jagt geben doch schien es so, als dass keine Seite jene wünschte. Hatte sie falsch gehandelt? Grundsätzlich fehlten ihr Anweisungen. Ihre Auftraggeber selbst waren ungenau gewesen. Es schien so, als dass man wichtige Informationen zurückgehalten habe und man die Situation nur nutzte um zu überprüfen ob sie fähig war zu deuten was man eigentlich von ihr wollte. [i]„Hör auf!“ [/i]hallte es in ihrem Kopf. Der Blick der Beiden traf sich. Für den Moment schien das alles belanglos. Rem hatte Recht. Mit Blick auf Liliana trat die Katze näher. Rem war nicht weniger unheimlich als sonst. Sie sprang auf den Tisch ging weiter zu Lilianas Arm und mit Drücken des Kopfes forderte sie Liliana auf die Armpanzerung abzulegen.[i] „Du bist nicht vorsichtig genug. Wir leben davon Nichts zu sein. Wir leben davon im Schatten zu sein. Erinnere dich. Still beobachten.“[/i] Liliana war zu klein um sich einzumischen aber sie war klein genug um sich zu verstecken. Sie legte also ihre Rüstung ab und zeigte der Katze die Haut darunter. Der neugierige Blick der Katze beobachtete die Narben von so vielen Schnittwunden. Die Katze hob die Pfote, begann sie zu lecken, der Blick lag weiter auf Liliana und Lilianas Blick lag weiter auf Rem. Noch ein wenig bewegte sich das Tier um dann die Pfote auf jenem Arm abzulegen. [i]„Du musst Ruhe finden. Nur dann kannst du lernen.“[/i], hallte die [i]Stimme[/i] des Tieres in ihrem Kopf wieder. Es klang nicht nach einem Ratschlag. Es war ein Befehl. Die Krallen des Tieres gruben sich in die Haut und kurz legte das Tier eine Miene auf die einem süffisantem Lächeln zumindest ähnelte. Die schnelle Bewegung Riss dann vier Wunden. Es war schwer den Arm ob der Schmerzen nicht zu bewegen. Vier kleine Linien in hellem Rot, welche langsam das dunkle Rot sammelten. Viel dünner als die weißen Narben der Haut darunter. Die Pfote wurde zurückgezogen und Liliana legte die neuen Wunden in den Staub. Die Wirkung war so schneller, viel schneller und alsbald würde sich die angestrebte Stille in ihrem Kopf finden. [i]„Heute lernst du den Unterschied zwischen Dunkelheit und Schatten.“[/i] |
27.10.2016 09:46:02 | Mord (#112392) |
Qso | Im Bett lag sie nach langen Tagen. In ihrem Armen war eine junge Frau, diese schlief ruhig, spendete Wärme. Es war wieder Laut in ihrem Kopf. Sie [i]musste[/i] denken. Jede Mögliche Situation, all die vielen Dinge mussten überdacht werden, sodass ihre Rolle und jenes was sie spielte glaubwürdig waren. Erst jetzt Begriff sie den Unterschied. Etwa einen Tag lang waren die Gedanken einfach geordnet gewesen und sie war von sich überzeugt gewesen. Da waren keine Zweifel, da war keine Angst. Es war genauso wie sie sein musste um zu tun, was sie eben tat. Die Dinge waren da einfach. Sie machten Spaß. Sie konnte mit einer gewissen Erhabenheit auf alles hinabblicken. Sie spürte Überlegenheit. Alles schien erreichbar. Es war wie ein Rausch... besser als jeder Rausch den sie je erlebt hatte. Sie hatte sich oft Gefragt ob es einen solchen Zustand gab. Jetzt hatte sie ihn gefunden. Eigentlich war sie aus ganz anderem Grund in den Wald gegangen. Sie suchte jemanden. Jemanden bestimmten. Was sie fand jedoch, kam ihr gelegen. Ihr Problem war es gewesen, dass sie sich regelmäßig in Gefahr begab und die Tatsache, dass sie niemandem weh tun konnte, versperrten da viele Möglichkeiten. Sie war einfach zu schwach. Sie hatte zu schnell Mitleid. Grundsätzlich konnte alles in ihr Mitleid hervorrufen. War da ein Streit oder ein Kampf, so suchte Liliana immer das weite. Es war nichts für sie. So weich war sie. Mord war für sie eine Sache die nie in Frage kam. Das war Problematisch gewesen und sie hatte gedacht, dass man genau jenes ändern müsste. Die Tatsache, dass irgendwann eine Situation kommen würde, wo sie sich verteidigen musste, zwang sie irgendwie dazu sich abzuhärten. In diesem Zusammenhang war ein Plan entstanden. Sie suchte jemanden, an dem sie [i]üben[/i] konnte. Das war logisch, nicht? Wenn sie es einfach einmal gemacht hätte, dann würde ihr es genau dann leichter fallen, wenn sie es brauchen würde. Wenn sie wüsste wie es sich anfühlte jemanden zu beenden, könnte sie es tun. Ein paar mal waren da die Gedanken gewesen, genau jenes zu tun. Als sie die Sklavin kaufte um diese vor Elboria frei zu lassen, tat sie nur eine von zwei Optionen. Die andere wäre gewesen, die Sklavin umzubringen. Sie hatte nach ihrem Tod gefleht. Da hätte es passieren können. Da hätte sie lernen können zu Morden. Doch die aufgescheuerten Handgelenke und Füße der Halbelfe hatten ihr Mitleid zu sehr angesprochen. Sie musste ihr Helfen. Wie könnte sie ihr nicht helfen? Also anstelle sie umzubringen, brachte sie die Dame an einen sicheren Ort. Gab ihr Essen, sorgte dafür, dass sie vielleicht wieder selbst zurecht fand. Der zweite Moment wo sie der Tat nahe war, war als sie mit Julia sprach. Sie hatte die Klinge schon an Julias Hals. Sie mochte Julia, dennoch wäre es für ihre eigenen Zwecke gut gewesen Julia zu entleiben. Wenn sie eine derart dunkle Tat getan hätte, würde es Liliana zerbrechen. Es hätte sie abhärten müssen. Sie würde gehärtet hervor gehen. Aus rationaler Perspektive war es aber wahnsinnig eine Freundin zu töten um selbst besser zu werden. Mehr als ein Schnitt am Hals wurde es nicht. Jenen Schnitt heilte sie auch selbst. Entschuldigte sich. Dann jedoch kam die Nacht im Wald. Der Kerl stand da und übte die Hundewelpen. Das Spiel war ein einfaches gewesen. Jene, die sich am längsten über dem Wasser halten könnten, waren die stärksten. Jene würde er verkaufen als die [i]gute[/i] Ware. Die anderen würde das Wasser von selbst nehmen. Zunächst hatte sie die Welpen mit Magie über Wasser gehalten. Ein einfacher Trick, der das Wasser selbst manipulierte. Als der Kerl dann aber seinen Knüppel zog und eines der Tiere, einfach erschlug, erhob sie die Hand gegen ihn. Eigentlich sollte der Zauber ihn nur von dem Baumstand, auf welchem er stand, werfen, sodass sie die Welpen aus ihrer Situation befreien konnte. Sie mochte Hunde gar nicht, aber das Winseln war eben zu laut, zu Herzzerreißend, als dass sie einfach zuschauen konnte. Der Kerl wurde von ihrem Zauber getroffen und hatte seinen Knüppel nach ihr geworfen und genau da richtete sie ihre Aufmerksamkeit auf ihn. Die Entscheidung war da sehr schnell gewesen. Alles ordnete sich für einen Moment und sie wusste, was sie tun wollte und dieses mal würde Wille über Mitleid herrschen. Sie zog die Klinge, schnitt in den eigenen Arm und traf den darauf folgenden mit Blutmagie verstärkten Schwächestrahl. Der Mann sackte nieder und sie trat näher. So geschwächt hatte er sich nicht einmal wehren können. Alles passierte da wie automatisch. Eine Hand drückte ihn zu Boden. Die andere Stach mit dem Dolch immer wieder in den Bauch. Jetzt spätestens, waren die Hunde egal gewesen. Diese kämpften dort im Wasser. Die Hündin, welche wohl die Mutter der Jungtiere war, kämpfte ebenfalls. Dass sie dort starben, war nicht mehr in Lilis Kopf vorhanden. Sie war konzentriert auf ihr Opfer. Als zwei Stiche in den Bauch des Mannes ihn schwach genug gemacht hatten, und das Blut ihre Rüstung schon rot färbte, schob sie sich höher. Sie suchte den Blick des Mannes.Sie suchte wie es aussah. Sie sah die Angst, sah sein Flehen. Die Stimme des Mannes, war nur entfernt dumpf wahr zu nehmen. Er versprach Dinge. Flehte um sein Leben. Sie konnte es nicht richtig hören und es war eigentlich auch egal. Noch einmal schnellte die Kinge in den Bauch, bevor sie diese am Hals ansetzte. Der Mann suchte sie zu würgen, doch war er längst zu schwach. Es war nicht mehr aufzuhalten. Da entweichte ihr ein leises „Verzeihung“. Und mit Blick in die panischen Augen des dort am Boden liegenden Mannes Schnitt sie durch die Kehle, blieb ob ihrer Ungeübtheit hängen und setzte erneut an um es zu beenden. Und dann beobachtete sie ihn beim Sterben. Danach, angestrengtes Atmen, starren auf das leblose Gesicht des Kerles. Im Hintergrund der Kampf der Tiere im Wasser. Der letzte Gedanke für eine lange zeit war gewesen. „Vrogdish kann ihn befragen... „ Sie legte also die Hand auf das Gesicht und feuerte aus nächster nähe einen Geschosshagel in den Kopf, der sich daraufhin verteilte ein bisschen wie Pudding, welchen Mann mit hoher Geschwindigkeit gegen eine Wand warf. Sie erhob sich, taumelte zum nächstbesten Baum um sich zu übergeben. Dann war es Still. Da war nichts außer ihr Herzschlag. Da war vollkommene Geistesleere. Dass er existiert, war fremd, neu – ungewohnt. Ein Zustand den sie so noch nie erlebt hatte. Später würde sie von diesem Zustand profitieren. Später würde sie ihn zu nutzen wissen und ihn zu lieben lernen. Später konnte er sie süchtig machen. |
03.11.2016 16:33:54 | Aw: Mord (#112625) |
Qso | Sie war nach dem gestrigem Tag so aufgelößt gewesen, dass sie einfach eine Umarmung brauchte. Camio war nirgends zu finden.. also musste Roan herhalten. Das Gespräch mit ihm war ein seltsames. Sie war so ehrlich sie es eben sein konnte. Erzählte ihm ein paar ihrer Geheimnisse. Sie konnte natürlich nicht alles erzählen. Selbst der gute Roan würde sie wohl mit der ganzen Wahrheit einfach umbringen, so dachte sie. Ein wenig teilte sie warum sie so niedergestimmt war und Roan hatte ihr gut zu geredet. Hatte davon gesprochen, dass Lili ihm gegenüber nie schlecht war und dass er Dinge die sie gesagt hatte mochte. Er wusste aber, dass sie ihre Geheimnisse hatte und sagte ihr, dass er deshalb niemals vollkommen offen ihr gegenüber war. Jenes war gut. So hielt sie es eigentlich mit den Leuten die sie gern hatte. Sie sollten am besten für sich behalten, was sie so tun und ihr nichts erzählen. Wissen in den Händen Lilianas war gefährlich. Sie hatte am selbigen Tag noch einen Mord versucht. Es war eigentlich nicht geplant gewesen. Es war so aus einem unglaublich sarkastischem Gespräch entstanden. Irgendwann hatte Lili einfach gesagt, dass sie jetzt ihre Informationen raus schneiden würde und der Kerl hatte einfach mitgemacht. Und dann.. konnte sie einfach nicht mehr anders. Das Verlangen die Klinge in den Kerl zu führen war zu groß gewesen, als dass sie sich noch aufhalten hätte können. Dass er in seinem Wahnsinn sogar der einen Dunkelelfenbraut nahe kam, war da nicht eingeplant. Er genoss den Schmerz. Genoss die Wunde. War es normal, dass man irgendwann so war? Würde man Schritt für Schritt alles Gute ablegen um am Ende nur eine Hülle zu sein, fern von allen Gefühlen nur fanatisch streben? Sie war dem Nahe, so wusste sie. Wenn sie mordete, wenn sie morden musste und es tatsächlich schaffte - Wenn sie jemanden der genauso wie sie Fühlen konnte beobachten konnte wie er starb und sie selbst direkt verantwortlich für den Tod war, genau dann machte es „Klick“. Genau dann würde sie einen triebgesteuerten Zustand betreten, welcher nach immer mehr Blut trachtete. Ein Selbst, was von sich überzeugt war, das Kinn hoch trug und die Dinge einfach tat. Es war einfacher in jenem Zustand, doch war sie dunkler in jenem Zustand. Es würde dann langsam über einen halben Tag lang abflachen bis sie wieder zu sich selbst fand zum schwachen, ängstlichem [i]Etwas[/i]. Ein ängstliches Etwas, dass für fast alles Mitleid empfand. Sie konnte am selben Tag kaltblütig einen Sklaven töten und gleichzeitig ein wenig später Mitleid für einen anderen empfinden und ihn freikaufen. |
04.11.2016 09:22:41 | Vernunft (#112640) |
Qso | ((OOC: Das hier passt ganz gut: https://youtu.be/0K_tZUm9YFE)) Es war ein dumpfes Gefühl. Eine Mischung aus Unverständnis und einfacher Wut. Sie wusste nicht einmal genau was los war. Was hatte sie getan? Was genau war das Problem gewesen? Auf ihre Fragen waren nur seltsame Begründungen gekommen und dann war ihre Freundin einfach gegangen. Und mit aller Kälte wurde Lilianas Bitte nach einer Antwort abgetan bis zu dem Punkt als Liliana die Hand erhob und sich nur noch mit Magie zu retten wusste. Nach der langen Nacht die sie dort einsam im Regen verbracht hatte war sie immer noch nicht weiter. Es hatte nur gezeigt wie sinnlos all jenes war, was sie tat. Wenn es dazu führte, dass sie verlor, was sie suchte zu beschützen, war es Nichts wert. Gar nichts! Sie spottete ein wenig sich selbst, da sie am selben Tag noch jemanden zurückgewiesen hatte um dann selbst zurückgewiesen zu werden. Sie wusste nun, wie sich jenes anfühlte. Sie hatte es also irgendwo verdient. Das eigentliche Problem war, dass es ihr nicht egal war. Sie hatte vollkommenes Vertrauen gesucht und gerade so wurde es bedankt. Wenn sie offen redete, schien es wie die logische Konsequenz, den Abstand von ihr zu suchen. Weiterhin, wenn sie nicht offen redete, schien es ebenso wie die logische Konsequenz Abstand von ihr zu suchen. An einem Tag war beides passiert. Es wäre nicht derart schlimm gewesen, wenn wenigstens Camio reagiert hätte. Doch auch der schien wie verschluckt. Sie war offensichtlich zu weich, wenn so eine... [i]einfache[/i] Sache sie aus dem Ruder bringen konnte. Sie war einfach davon ausgegangen, dass die Dinge gut werden würden. Aber ohne Zutun und ohne Streben wird nichts gut. Das positive Zureden von Roan hatte geholfen. Ein Satz war hängen geblieben. Es war egal was hinter ihr war. Sie selbst konnte Entscheidung darüber treffen, was sie in Zukunft tun würde, was sie tun würde um all dem was sie aus ihrer Perspektive angezettelt hatte entgegen zu wirken. Noch einmal das Licht umarmen, noch einmal zurück rudern. Den Versuch wagen in die richtige Richtung zu gehen. Sie müsste all das was sie getan hat ablegen, müsste ihre neue Sucht sein lassen und..... Die Alternative wirkte leichter. Das eigentliche Problem war ihr Mitgefühl. Wenn sie jenes einfach ablegen konnte, irgendwie loswerden konnte... Aber da war ein Weg. Sie hatte einen Weg Klarheit ins Denken zu bringen. Hatte einen Weg die Dinge einfacher werden lassen. Es war also irgendwie in Ordnung so was zu tun, nicht? Sie durfte also, oder? Alleine schon der Gedanke daran ließ ein Beben durch ihren Atem gleiten. Es tat sich eine Vorfreude auf. Sie legte nur um Gedanken daran schon die Hand an den Dolch, lächelte. Sie brauchte es. Sie brauchte es so sehr. Sie brauchte ein Opfer. |
05.11.2016 16:09:11 | Geschenk (#112720) |
Qso | ((OOC: Post enthält ausführliche Beschreibung von Gewalthandlungen.)) Und sie bekam was sie suchte einfach geliefert. Sie hatte ein wenig quengeln müssen und dann hatte man Mitleid mit ihr. Sie bekam geliefert, was sie brauchte. Dass Ding was da um sein Leben kämpfte war gut verpackt in Wurzeln und Leinen. Ein Ende blutig. Es war für sie herangeschafft worden. Ein Geschenk nur für sie. Neugierig betrachtete sie also das Bündel... zog schon den Dolch um dann das Gesicht freizuräumen. Auch wenn da Vorfreude war, tat ich da Mitleid auf. Das flehen in den Augen und das dumpfe vom Knebel gestörte „Hilf mir!“. Sie musste schlucken und ihr noch freundliche Gesicht wurde vom Mitleid heimgesucht. Wie sollte sie derlei tun? Was hatte sie sich überhaupt dabei gedacht? Was tat sie überhaupt gerade. Das Paket wurde noch einmal zugepackt und sie trat hinauf zu demjenigen, der ihr das Geschenk gebracht hatte, setzt sich zu ihm und musste sich vergewissern... es musste irgendwie einfacher gehen. Der Kerl der da lag hatte sich genau jene Stoffe die sie selbst so liebte zu Nutze gemacht um damit Kontrolle zu erhalten. Hatte Abhängigkeiten benutzt um junges Fleisch gefügig zu machen. Er war ein wahrhaft böses Wesen. Ein wenig brauchte sie noch. Dann ging sie wieder hinab zu ihrem Bündel. Die Wurzeln wurden entfernt, der Kerl konnte sich befreien. Liliana trug da wieder ihr Lächeln, halb geöffnete Augen, der Dolch hinter dem Rücken eine Hand ausgestreckt zu dem Kerl. Ihm fehlte ein Fuß... abgebissen wurde er und ein wenig tropfte da noch Blut auf den Boden. Auf einem Bein stand der Kerl und dankend nahm er Lilians Hand an. Ein Schritt nach hinten um ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen, ein kleiner Schritt nach vorn um ihm entgegen zu kommen und ein Dolch im Bauch um ihn aufzufangen. Genau jetzt machte sich Unverständnis auf den Zügen des Kerles frei und er begann sie zu beschimpfen. Ein leichtes Drehen des Dolches und Liliana war angekommen. Sie konnte all das was da in ihr aufgestaut war einmal ausleben. Die Züge trugen weiter das zahnreiche Lächeln was die halbgeöffneten Lippen eben preisgaben. Der Kerl suchte sie zu würgen, suchte sich zu verteidigen und wollte leben und auch wenn sie zu gern sein strampeln ignoriert hätte, wurde die Kehle da doch zu dünn und sie musste zurückweichen. Mit einem Stoß der Dame landete er auf dem Rücken und Liliana auf dem Hintern um sich den Hals zu reiben. Nachdem sie gehustet hatte und sich den Hals massiert hatte erhob sie sich wieder und blickte auf den dort weg kriechenden Kerl. „Ich gebe dir eine Möglichkeit hier lebendig heraus zu kommen“, sprach Liliana dann, die Züge hatten sich nicht verändert. Alsbald würde sie es bekommen. „Erlaube mir dein Blut zu verweben.“ Und in all der Angst tat er genau jenes und gab Liliana die vollständige Kontrolle. Der Dolch verschwand und sie hob die Arme, fühlte sich hinein in den Kerl, fühlte jeden Tropfen der nun ihr diente. Fühlte das Herz schneller Schlagen, fühlte seine Angst, sein Unverständnis und all das Böse was da durch die Adern gepumpt wurde. Und dann verwebte sie was sie dort bekam. Vollständige Kontrolle. Sie hätte den Körper einfach sich selbst in Stücke reißen lassen können doch sie Zwang ihn eben auf den einen verbleibenden Fuß. Mit aller Gewalt riss sie dann das Blut aus der Wunde am Bauch, dieses entfernte sich in der Luft ein wenig vom Körper, tat eine Kurve und fand den weg zurück in den Körper. Dann brauch sie durch die Rippen, durch den Oberkörper. Der Kerl wurde von seinem eigenen Blut durchbohrt um dann wieder den Weg zurück zu ihm zu finden, den Hals zu durchstoßen und in einer letzten Kurve den Weg zum Herzen zu finden. Er fand sein gewaltsames Ende und Liliana fand ihren Rausch. |
21.11.2016 00:26:20 | Zwischen Blut und Leere. (#113261) |
Qso | „Ich sehe dich“, sprach die flüsternde Stimme in die Dunkelheit hinein. Wieder nur ein Traum? „Ich sehe dich!“, kam es energischer. „So viel Blut an deinen Händen. Wie lächelst du?“. Sie war in vollkommener Leere. Saß dort, das Nicht sprach mit mir. Bilder schossen da durch den Kopf, von den Kehlen die sie aufgeschnitten hatte, von den Menschen die sie getötet hatte, nur für sich. Dann ein Lachen in der Entfernung und über ihr in der Dunkelheit tat sich die Sonne auf. Sie trug kein Licht....Vielmehr, war sie der Urheber für all den Schatten um sie herum. Schwarz war sie. Irgendwo im Hintergrund schluchzte eine Frau und das Plätschern wie von einer kleinen Quelle war zu hören. Röcheln, Sterben. Dann war es wieder Still. Wieder Leere und wieder war da oben die Schwarze Sonne. Dann mit einem Mal brach es über sie hinein, die Arme wurden auseinander gezogen, die Beine befestigt, der Atem stand kurz still und sie konnte sich nicht bewegen, so sehr sie auch wollte. Sie schrie in die Leere, doch kam da nichts bei den Ohren an. Da war kein Widerhall. Augen beugten sich über sie. Schwarze Hände griffen nach ihr, suchten ihre Kleidung zu lösen und die Haut frei zu legen. Mehr als Augen hatten die Gesichter nicht. Der Mund von jedem war verdeckt von einem Tuch. Die Augen wirkten süffisant, herablassend. Sie beugten sich über sie, begannen ihre Arbeit von neuem und immer wieder glitten die Klingen durch ihre Haut, tief in den Körper. So viel Schmerz war da und ihr Schrei wurde dennoch nicht gehört. Nichts reagierte. Wehren wirkte aussichtslos. Die Gier derer, die sich da über ihren Körper hermachten war unersättlich. Sie fühlte wie langsam alles schwand. Wie das Leben aus den vielen Schnitten wich und auf den Boden plätscherte und mit einem Schnitt durch die Kehle wurde sie beendet. Dann Stille. Mehrere Momente einfache Stille. Nichts eben. Vollkommene Leere. Nichtmal Gedanken waren da. Das laute Rasuchen wie von einem Wasserfall nahm jene Stille, doch war es kein Wasser, was da floss. Es war Blut, was da riesenhaft von ihr zu Boden viel. Den Raum füllte, dann ihre Lungen füllte und erst dann wurde sie zurück gerissen in die Realität. Eine Schweißperle tropfte da von der Stirn. Auch hier war sie Umgeben von Dunkelheit in einer Nasskalten Höhle zwischen solchen die ihr nicht mal mehr Vertrauten. Unter ihr aufgeschlagen das Buch, dass ihr die fremde Sprache beibrachte. Die zitternde Hand jedoch fand den Weg zu ihrer Tasche, hinein und musste dort das in Menschenhaut gebundene Buch berühren. Es wollte berührt werden. Die Dunkelheit wirkte wie ein Vertrauter, so man es berührte und Blut bekam etwas sehr viel anziehenderes. Ein wenig genoss sie die Nähe und dann widmete sie sich wieder der Fremden Sprache. |
24.11.2016 00:40:28 | Anleitung zum Ende (#113381) |
Qso | Sie hatte also dieses Ding erlegt.Es war tatsächlich ein echter Rattenmensch gewesen und es hatte die gewohnte Wirkung. Rausch im Mord. Dass ihr da gerade diese Dame über den Weg laufen musste war da mehr als passend gewesen. Sie sprachen mit einander und wie so oft hing Liliana an ihren Lippen. Sie redeten über viel und Liliana war so vieles egal in diesem Zustand. Sie plauderte einfach heraus, was sie so dachte, ließ die Dunkelelfe Teil haben und sie redeten eben über Dämonen, Morden, Blut... all das was ihr eben gefiel, wenn sie in diesem Zustand war. Alleine der Gedanke den Dolch in diese Dame zu führen, war anziehend. Wie wohl ihr Blut schmeckte? Das hatte sie der Dunkelelfe auch gesagt, hatte ihr gesagt, dass es ihr gefallen würde, die zu morden und diese hatte da eher lockend erwiedert. Die Dunkelelfe sprach davon wie es wohl ein Festmal sein würde aber dann sprach sie davon, dass Liliana erkennen sollte, dass sie Phyrala brauchte. Ein Einblick in all die Dämonen die diese Priesterin umspielten. Es wirkte wirklich anziehend aber ihr Blut wirkte da doch ein bisschen anziehender. Sie hatte gar nicht bemerkt wie sie den Dolch gezogen hatte und da war es schon zu spät gewesen,. Er suchte da bereits den Weg in den Bauch der Elfe. Dem ersten Stich konnte sie entkommen, nur ein wenig hatte die Klinge in ihren Weg in den Leib gefunden. Der Gegenangriff der Elfe war da schwach ausgefallen, traf nichtmal aber Liliana traf. Die Klinge suchte sich gezielt ihren Weg, traf da den pumpenden Motor in Phyralas Brust. Der Blick traf den irritierten der Dunkelelfe. Damit gerechnet hatte sie nicht. Wenig später saß Liliana schon auf dieser und suchte sie zu würgen, sie zu beenden. Die Zauber die da von zwei Seiten auf sie geworfen wurden prallten einfach ab. Alles drehte sich genau so, dass Liliana tun konnte, was sie wollte. Morden. Die Dame unter sich hatte schon aufgehört zu Zittern, sich zu wehren, als der Schmerz von hinten kam. Etwas hatte da den Weg in ihr Fleisch gefunden. Es sprach „Nur Ilythiiri töten Ilythiiri“. Dann ein Rammen von der Seite. Sie wurde da grob von Phyrala runtergestoßen. Anschließend hackte man noch ein wenig auf Liliana ein, wollte wohl sicher gehen, dass da nichts von ihr übrig blieb. Als erstes ging das Licht. Es fühlte sich noch nicht schlimm an, da der Rausch sie gepackt hatte. Hatte sie gerade Phyrala umgebracht? Dann ging die Wärme. Langsam floss sie wohl an vielen Wunden aus dem Körper. Es wäre Mord gewesen, Cyric wäre wohl da..... Ob der Prinz der Lügen sie annehmen würde? Irgendwo in der Entfernung wurde gebetet, fremde Sprache. Es war alles schon so weit entfernt. Dann kam da etwas Böses angekrochen. Etwas griff da nach ihr von außen. Stieß sie weiter und weiter den Abgrund hinab. Schwächte den Körper. Es machte ihr Angst, stieß sie weiter und weiter. Gleichzeitig in den Tod und in den Wahnsinn. So kalt.. so leer, so viel Angst. Ein wenig half es ihr, dass da ein Trank eingeflößt wurde. Irgendjemand wollte sie lebendig? Ein mächtiger Trank wohl, es stärkte sie, trieb sie zurück aufwärts ins Licht, ins Leben. Dann ein Klirren, energisches Geschrei, ein Stich und ein Herz, welches nicht mehr schlug. |
06.12.2016 18:36:14 | Verzögerungen. (#114043) |
Qso | Neetya hatte ihr gesagt, dass Liliana den Tod verdient hat. Auch wenn es wohl nichts mit Liliana selbst zu tun hatte. Grundsätzlich wirkte es momentan zutreffend. Es wirkte so überflüssig nach irgendetwas zu streben, weil sie doch nicht mehr sich selbst gehörte. Camio würde sie befreien, hatte sie gesagt. Sie wollte so sehr sie konnte daran glauben aber so gar nichts zu tun fühlte sich grausam an. Sie rechnete jederzeit damit, dass Phyrala ihr einfach nehmen würde, was sie ihr so gütig geschenkt hatte. Ihr Leben. Anfangs konnte sie die Situation noch nicht so Recht deuten. Grundsätzlich ist es ihr leichter gefallen das Ganze auszublenden, doch dann kamen die Tage wo es sie immer wieder übermannte und sie sich so hilflos fühlte. Hark hatte ihr gesagt, dass ein Plan, wo man am Ende stirbt kein guter Plan ist. Sie hatte gar keinen Plan gehabt. Sie hatte sich nur nicht zurückhalten können. Ihre eigene Naivität und das Fehlen von Vernunft hatte sie in diese Situation gebracht. Sie war ihrer Sucht gefolgt. Jene Sucht, die schon vieles kaputt gemacht hatte. Es war niemals jemand zu Schaden gekommen, der es nicht irgendwie verdient hatte aber trotzdem war sie am Ende nichts anderes als ein Mörder. Keiner ihrer Taten hatte sie jemals irgendwohin gebracht. Es war immer nur Mord, des Mordens wegen. Auch daran hatte sie Phyrala erinnern wollen, bevor Liliana die Klinge in ihrer Brust gerammt hatte. Wenn man sich selbst außerhalb des Momentes betrachten würde, so würde man erkennen, dass es andere Wege gibt. Dass andere Wege vielleicht gewinnbringender sein würden. Sich selbst von außen betrachten.... Wer war sie eigentlich? Auch wenn sie in letzter Zeit keinerlei nennenswerten Fortschritte gemacht hatte, so war sie ein Magier. Nicht irgend ein gewöhnlicher, sondern einer, der sich mit Blut auskannte – wenigstens ein bisschen. Sie konnte jenes Blut kontrollieren, welches sich ihr anbot, also eigentlich nur das eigene oder das von kürzlich Verstorbenen. Eben jenes, welches noch nicht nekrotisiert war. Gab man ihr Erlaubnis so konnte sie auch jenes Blut kontrollieren, was in anderen Körpern steckte. Eben immer nur mit Einverständnis. Sie konnte auch jenes Blut in ihre Arkane Magie weben und damit mächtigere Versionen von Zaubern weben und sie konnte auch im eigenen Blut Zauber verankern um sie unnatürlich lange wirken zu lassen. Dann hatte man ihr gelehrt den Schatten selbst zu betreten. Selbst zu einem zu werden, auch wenn es so oft sie es tat immer etwas von ihr nahm, so fühlte es sich an. Der Weg den sie wählte um eben nicht mehr hier zu sein, dafür aber in der Schattenebene war der, dass sie sich selbst aus der Welt dachte. Kein gutes Gefühl, da man es für den Moment tatsächlich glauben musste. Es zehrte an ihrem Gemüt. Stimmte sie so verdammt leer. Nichts sein, nicht existieren, nur ein Schatten eben. Vielleicht gab es andere Methoden, die nicht so sehr an ihrem selbst kratzen. Daher kamen wohl die Träume... jene, welche sie Nacht für Nacht folterten. Es fühlte sich so an, als würde sie langsam zerfallen. Früher war sie so.. glücklich gewesen und sie hatte so viel Freude gehabt, auch wenn sie damals sehr viel schwächer war und jetzt? Die Tatsache, dass ihr Leben jederzeit genommen werden konnte, dass sie dann im „Dämonennetz“ landete, war keine Verbesserung gewesen. Vorher wäre sie zu Kelemvor gekommen oder direkt in die Mauer. Jetzt kam sie zu solchen, welche sie tatsächlich quälen wollte. Jedenfalls sagte Phyrala jenes. Sie hatten den kurzen Moment der Ekstase gewollt, bekommen und dafür hatte sie mit ihrem Leben bezahlt, mit ihrem Willen, mit ihrer Freiheit... mit allem, eigentlich. Camio würde also zu Phyrala gehen und ihre Seele fordern. Phyrala hatte gar keinen Grund sie frei zu geben. Sie war ein wunderbares Druckmittel um Camio zu Dingen zu zwingen. Einfach nur, weil sie lebte aber aufhören zu leben, ging auch nicht, weil sie dann ewiglich gefoltert wurde. Und dann? Da waren andere, so dachte Liliana zumindest, die sich von dieser Tatsache erpressen lassen würden. Das Rationalste wäre eigentlich, dass sie einfach ging. So konnte sie kein Druckmittel sein. Sie war immer schon ein feiges Ding gewesen. Wieso nicht jetzt auch genau so feige weiter machen? Ein bisschen noch... ein wenig warten. Vielleicht wurde alles gut. Es wurde ja eben auch nicht mehr schlimmer. Vielleicht sollte sie die Tatsache auch einfach umarmen. Die Dinge so nehmen wie sie sind und damit arbeiten aber in welche Richtung? Sie konnte nicht wirklich gegen die Dunkelelfen arbeiten, da der Tod Phyralas auch ihr Eigener wäre. Sie konnte nicht wirklich mit den Dunkelelfen arbeiten, weil sie ein Mensch war und Dunkelelfen so verdammt überheblich und grundsätzlich alles besser wussten. Ein Mensch hatte da Nichts verloren. Also eigentlich wäre es klug Dunkelelfen vollkommen zu ignorieren... aber wie sollte das gehen, wenn jederzeit ihr Herz stehen bleiben konnte einfach nur weil Phyrala es wollte. Nichts tun, nochmal mit allen reden... bald wäre es sowieso auf die eine oder andere Art und Weise vorbei. Entweder würde sie sich aus den Fäden reißen oder gerissen werden oder sie würde ewiglich eingesponnen im Dämonennetz. |
06.12.2016 19:11:37 | Aw: Verzögerungen. (#114044) |
Tod | Ermattet sprach Camios Stimme zu Ihr durch die Flammen Kalzifers. "Morgen werde ich Sie sehen und mit etwas Glück kommst du frei, ich gebe dich nicht auf Lili. Ich weiß wie es ist Grau zu sein und diese Ketten die Phyrala dir und mir schmiedet werde ich zerreißen, irgendwie..." |
22.12.2016 18:08:14 | Testament (#114504) |
Qso | Testament Verrat soll sie nun also begangen haben. Das war mehr als amüsant. Nichtsdestotrotz war damit sicher gestellt, dass man tatsächlich versuchte gegen sie zu Arbeiten. Wer genau es war, wusste sie nicht. Eigentlich hatte niemand einen echten Grund dafür. Das war aber Belanglos. Sie hatte keine Lust mitzuspielen. Sie hatte keine Lust sich mit solchen Kinderreien aufzuhalten. Sich damit zu beschäftigen oder aber irgendwelche Energie in das „Lösen“ dieses Problemes hinein zu investieren. Sie konnte auch einmal die Nase hoch tragen und einfach für sich beschließen, dass jeder der sie Fallen ließ damit nur sich selbst ins Bein schnitt. Es war anstregend geworden die Dinge zu schlichten. Ihr ging es gut, sie brauchte all jene „Idioten“, welche nichts besseres zu tun hatten als sie als eine Art Ware hin und her zu reichen, nicht. Es wurde immer und immer wieder gründlich übersehen, was sie getan hatte. Wie einfach die Dinge durch sie selbst sein könnten, aber niemand brauchte jenes. Sie wollte lieber selbstständig gegen Wände laufen als liebevoll um sie herum geführt zu werden. Ein schweres Seufzen entgang ihr. Es war also Zeit das Testament zu schreiben. Irgendjemand würde sicher wieder auf die Idee kommen, dass Liliana der bestmögliche Feind ist den man gerade rumschubsen kann. Also brauchte es eine Absicherung. Die Absicherung. All jene Großen und mächtigen waren so sehr damit beschäftigt Dinge zu übersehen, dass es Liliana immer sehr leicht gefallen war, mehr zu wissen, als der Vorgesetze. Besonders die kleinen Geheimnisse, der verschiedenen Individuen waren interessant, nicht? Dinge die niemand wissen sollte. Lieblingsorte, Freundschaften, Schwächen, Chracterzüge, besonder die, welche ein Arbeiten gegen jedes dieser Individuen vereinfachen würde. Sogar Gier und Dinge die sie nicht ablehnen konnten. Jede Verbindung. Wer im geheimen für wen arbeitete. Jeder Spion. Jeder Verrat der passiert war, von dem sie wusste, den sie aber niemals erzählt hat. Sie verriet ja niemanden. Also schreibt man das auf. Man schreibt es in kleine Briefe, welche an die richtige Adresse gesendet werden, wenn klar wird, wer gegen Liliana gearbeitet hatte. Sie hatte ja ihre Leute, die ihr helfen würden dabei. Dabei musste so sauber argumentiert werden und Beweise beigelegt werden, dass es die Wahrheit sein musste, dass jener der den Brief empfängt nutzen konnte, was er da lesen durfte. Die Elfen hatten sicher Interesse daran, welcher der übrig gebliebenen Dunkelelfen welche Fertigkeiten hatten, welche Dinge erlebt hatte. Und die Dunkelelfen hatten sicher Interesse daran, zu wissen, wer sie Verraten hat. Mirhaven hatte sicher Interesse daran, zu wissen, wer für Valvec spionierte und Valvec hatte sicher Interesse daran zu wissen wer für die Dunkelelfen spionierte. Kam es also zu dem Fall, dass jemand Liliana etwas antat, sie beispielsweise umbrachte und dabei klar war, wer derlei getan hat, so konnte Liliana aus dem Tode noch, das Leben schwerer machen. Man könnte sogar noch Gegenstände von den verschiedenen Individuen beilegen. Sodass Erkenntnismagie sehr viel leichter zu Ergebnissen führen würde. Erstmal aber das Schreiben. Ein Schreiben für jeden Fall. Jeder von dem sie wusste, dass er vielleicht in Zukunft gefährlich werden würde bekam ein eigenes Schreiben. Dabei wurden natürlich gewisse Informationen weggelassen. Jene, die gut zu ihr waren, sollten nicht an ihrem Tode leiden. Damit das ganze Erfolg haben könnte brauchte sie noch eine Methode, dass sie nicht in die Hände der Feinde geriet. Sollte man ihr also keine Möglichkeit zur Flucht lassen, so würde man eine Methode brauchen in den Tod zu finden. Und zwar ein solcher, welcher nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte. Sie brauchte das stärkste Gift, was sie finden konnte. Eines, was so schnell wirkte, dass das Herz in Sekunden aufhörte zu schlagen. Dann musste sie jedem Gott abschwören so sie ging. So war eine Wiederbelebung unmöglich... so hatte man es ihr zumindest gesagt. Das ganze musste natürlich in die Hände einer Person gelegt werden, welche Lilianas vollstes Vertrauen hatte und gleichzeitig Intelligent genug war um zu verstehen, was das ganze bringen sollte und genau so jemanden hatte sie ja glücklicherweise. Es war nur eine Zusätzliche Absicherung. Ein Anfang gegen den groben Unfug zu Arbeiten, den man ihr gerade Nachsagte, verbreitete und glaubte. Sie hatte ja eigentlich keine Feinde. Es würde lange dauern bis die Leute die irgendwie Liliana zu ihrem Feind erklärt hatten, mal zu Vernunft kommen würden. |
27.12.2016 17:48:39 | Anleitung zum Unglück. (#114574) |
Qso | Ein wenig stand sie noch an der Stelle wo der tote Keran gelegen hatte. Sie flüsterte leise: "Du gewinnst." Dreufang hatte gesagt, dass sie Wohl alle auf sich selbst aufpassen konnte. Man musste nicht so sehr für Freunde da sein. Elona hatte einfach recht gehabt. Liliana war dieses Übel. Das kleine Böse in der Nähe. Sie ging den einfachsten Weg und das sie ihn gehen konnte. So viel musste sie gar nicht mit nehmen. Es wurden noch Briefe verbrannt, ein wenig Kleidung verscharrt. Das Buch würde sie mitnehmen, was ihr ein Schmunzeln auf die Lippen zauberte. Das war wirklich Verrat. Bepackt mit Rucksack also machte sie sich auf. Sie würde all diese Last ablegen können. Sie hatte immer nur gutes gewollt aber war grausam daran gescheitert. Jetzt würde sie einfach alle im Stich lassen. Es passte und sie erlaubte sich jenes. Grau sein, für sich selbst sein. Sie konnte lächeln, nicht weil irgendetwas gut war, vielmehr weil das Pulver wieder wunderbar Wirkung zeigte. Tief im Inneren des Schiffes zog sie die Laute hervor. Die Zeit konnte sie nutzen ein wenig zu schreiben. Ein Lied was über Fehler sprach, klagte, trauerte. Ein Lied was davon sprach, wie Vertrauen benutzt wird. Von Verrat. Eine Anleitung zum Unglück. ((OOC: Sucht jemand nach ihr, so wird man sie nicht finden. Am Hafen in Mirhaven würde man wohl erfahren können, dass sie ein Schiff betreten hat. Ein solches, was das Festland zum Ziel hat. Thema kann geschlossen werden. :) )) |