19.08.2016 16:27:30 | [RP] Die elfische Seherin Kyara (#110891) |
Skyrider | Seit sie auf der Insel war, nein, eigentlich schon auf der Seereise zur Insel hin, hatte sie verstärkt Zeichen ihrer Göttin bekommen. Manchmal waren es Gefühle, manchmal eine Flut von Bildern, durcheinander und für sie ein einziges Rätsel. Meist lösten sich die Rätsel, wenn Teile der Zeichen ihr im laufe der Zeit begegneten. Sie spürte das ihre Fähigkeiten stärker wurden, denn inzwischen hatte sie so gar schon die eine oder andere Vision gehabt. Wann und wo sie die Zeichen bekam und was sie bedeuteten waren ganz unterschiedlicher Natur. Manchmal war es etwas aus der Vergangenheit oder aber auch ein Teil der Gegenwart, doch die Zukunft lag meist im Nebel für sie und war am schwierigsten zu deuten. Meist kamen die Zeichen, wenn sie nicht damit rechnete oder während ihrer Reverie. Wenn die Zeichen sie einfach überkamen, dann blieb sie meist mitten in der Handlung stehen. Sprach zum Beispiel Sätze nicht zu Ende oder nahm am Gespräch, Essen oder was immer sie gerade tat, nicht mehr teil. Statt dessen blickte sie ins "Leere" und war nicht ansprechbar oder aus dieser Phase zu "wecken". Dieser Zustand konnte kurz andauern oder auch eine ganze Weile. Wer sie dabei beobachtete, konnte feststellen, dass sich ihre Atmung und der Gesichtsausdruck sehr wohl änderten. Auch bildeten sich manchmal Schweißperlen auf ihrer Stirn vor Anstrengung. So kam es, dass Kyara eines Tages, nach dem sie aus der Bibliothek, in der sie noch immer an der Umwandlung, Verfluchung... oder wie auch immer man das nennen sollte, was Lilifer da passiert war, arbeitete und sich erst einmal am Brunnen niederließ. Sie rieb sich über die Stirn. Sie ging zu den Marktständen und holte sich am Obststand noch eine Papiertüte voll Kirschen. Ging auf ihren Platz hoch oben, wo der Hügel in die Stadtmauer überging und setzte sich dort an die Kante, aß die Kirschen und spuckte die Kerne über die Grenze hinweg, aus der Stadt hinaus. Ihre Gedanken schweiften umher, kurz dachte sie an zu Hause. Dann an Sylvar, der noch immer auf seiner Inselwanderung war. Doch schnell gingen ihre Gedanken zu Lilifer zurück. Der Elfe, die eine Wandlung vom Licht in die Dunkelheit vollzogen hatte und alles deutete darauf hin, dass sie das nicht freiwillig getan hatte. Die Frage, die Thalia ihr gestellt hatte, ob es Lilifer war und ob sie zu retten war, beschäftigte Kyara nun schon seit Thalia die Frage gestellt hatte. Denn sie war eine Priesterin Sehanine Mondbogens, sie begleitete Elfen hinüber oder bei einem gewaltsamen Tod, half sie dem Geist Ruhe zu finden und hinüber zugehen. Doch wusste sie nicht, ob Lilifers Seele errettet werden konnte. Ein Fall wie dieser war ihr nicht bekannt. Ob aus dieser dunklen Elfe, wieder Lilifer, die Elfe werden konnte, die sie einst wahr, dass konnte Kyara auch nicht beantworten, dazu musste die Frage geklärt werden, wie viel Lilifer steckt in dieser Muriel drin? Als sie alle Kirschen aufgegessen hatte, ging sie auf dem Rückweg beim Brunnen vorbei, wusch sich Hände und Mund ab, ehe sie ihre Weg zum Tempel fortsetze. Dort angekommen, nahm sie ihre übliche Entspannungshaltung ein, damit sie leichter in die Reverie kam und schon glitt sie in den Ruhezustand. Doch konnte sie ihre Geist nicht so leicht beruhigen, wie ihre Körper, noch eine ganze Weile dachte sie an Lilifer. Während der Reverie geschah dann folgendes. [color=#630000 ]Es ist ein finsterer, wolkenverhangener Nachthimmel in ihrem Blickfeld, modrige, feuchte, sumpfige Luft steigt in ihre Nase, sie hört die Geräusche des Sumpfes und ein gehetztes Keuchen und Schnaufen einer jungen, menschlichen Frau, dann eine verwunderte und zugleich entsetzte liebliche Frauenstimme: "Li-Lilifér?", dann eine verhüllte, schwarze Gestalt, ein diabolisches Grinsen schwarzer, voller Lippen, ein erschreckter Schrei, eine finstere, dunkle, mehrfach geschwungene Klinge eines unverzierten Langschwertes schnellt nach vorne, Blut spritzt, ein Körper fällt dumpf und leblos auf den weichen, nassen Grund, ein schön verzierter elfischer Stirnreif blutverschmiert fällt wie in Zeitlupe durch das völlige Dunkel auf den matschigen Sumpfboden.... [/color] worauf Kyara schweißgebadet, bebend aus ihrer Reverie aufschreckt. |
25.11.2016 12:30:42 | Aw: [RP] Die elfische Seherin Kyara (#113446) |
Skyrider | Mit der Zeit hatte sie immer öfter Vorahnungen und konnte immer besser in anderen lesen. Doch sie ging mit jenem was sie über andere wusste sehr vorsichtig um. Es war kein Spiel, sondern eine große Verantwortung. Das hatte sie gelernt von Beginn an. Die Arbeiten am Beobachtungsposten im Silberwald gingen voran. Am Abend nach getaner Arbeit saßen sie zusammen und mit einem Mal überkam sie erneut eine Vision. In schneller Abfolge sah sie Bilder und Eindrücke einer Schlacht. Sie sah wie sich die Drow gegenseitig Angriffen, sie sah wie sie keine Gnade walten ließen. Die Priesterin würde zu gerne die Augen schließen, doch die Bilder entstanden in ihre und somit konnte sie die Augen nicht verschließen. Also es endlich vorbei war, lag sie schwer atmend im Gras und brauchte einige Momente bis sie das alles etwas sortiert hatte. Dann berichtete sie den anderen, was sie gesehen hatte. [spoiler](( ooc: Danke an den SL, der mir erlaubt hat, Einblick zu nehmen, in die Geschehnisse im Unterreich. :)))[/spoiler] |
18.02.2017 22:10:25 | Aw: [RP] Die elfische Seherin Kyara (#116076) |
Skyrider | Wie sie es mit Sanya besprochen hatte, versuchte sie durch bestimmte Meditations-und Gebetstechniken etwas über den Verbleib ihrer elfischen Freundin zu erhalten. Doch so etwas dauerte manchmal und doch gab die Priesterin nicht gleich auf, und so trug sie ihr anliegen immer wieder vor. Versuchte sich immer wieder alle Einzelheiten die im Gespräch mit Sanya über jene Elfe aufkamen zusammen zu tragen um ihrer Göttin weitere Hinweise zu liefern. |
20.02.2017 02:58:21 | Aw: [RP] Die elfische Seherin Kyara (#116119) |
Stargazer | Und tatsächlich bildete sich langsam ein weiteres Bild vor ihrem inneren Auge, wenngleich nicht das womöglich erwartete... [i][color=#000033]Der Nachthimmel war klar und keine Wolke zeigte sich. Sterne funkelten wie leuchtende Diamanten am Firmament, und ein voller Mond tauchte den Wald in silbriges Licht. Einer jener Mondstrahlen bahnte sich den Weg auf eine Lichtung, in deren Mitte eine Gestalt in seinem Schein badete. Eine kleine Gestalt, gekleidet in eine lederne Rüstung, halb verdeckt von einem Umhang - das Nachtblau des Himmels immitierend - dessen Kapuze sie tief ins Gesicht gezogen hatte. Sie war auf die Knie gesunken, die Hände auf eine eindeutig elfische Klinge gestützt. Alles in allem eine friedliche Szene. Nichts geschah. Und Kyara hatte sogar den Eindruck sie könne den Duft der Tannen des Waldes riechen, und die Geräusche der Tiere des Waldes hören. Ein Leuchten lenkte die Aufmerksamkeit wieder auf die Gestalt. Ein Leuchten, das direkt vom Licht des Mondes auf sie überzugehen schien, und sie von sich aus strahlen ließ. Es schien als sei die Gestalt im Zwiegepräch, bis sie schließlich aufstand und sich einen Weg durch den Wald zu einer kleinen Hütte bahnte. Dort eingetreten, schob sie die Kapuze vom Kopf, und das hübsche Gesicht einer Teu'Tel'Quessir kam zum Vorschein, das eingerahmt wurde von schwarzem, langen Haar, das von bläulichen Strähnen durchzogen war. Das gleiche Blau, das sich in ihren Augen zeigte, nur dort mit silbernen Sprenkeln durchbrochen, funkelnd wie die Sterne am Himmel. Ruhigen Schrittes ging sie zu einem Tisch, sich mit traurigem Blich einem Pergament widmend, Worte niederschreibend, wobei ihr eine Träne über die Wangen lief. Als einzige Geräusche das Prasseln des Kaminfeuers, und das Kratzen des Federkiels auf dem Pergament... Plötzlich wechselte die Szene, so unvollständig wie die eben gesehene schien. Schnell vorbeirauschend sah man Wälder, Auen, Städte, und schließlich das Meer... bis die Szene wieder wechselte und das Bild zu einem Stillstand kam. Finstere Nacht, ein Wolkenverhangener Himmel, der nichts von Sehanines Licht zeigte und die schwarzen Konturen riesenhafter Bäume. Jene Teu'Tel'Quessir, die gerade noch am Tisch der gemütlichen Hütte saß, kniete nun gerüstet auf dunkler Erde und rief Worte in die stürmische Nacht. Worte, die nicht zu verstehen waren, aber offenbar Wirkung auf die Umgebung hatten. Die Luft vor ihr flackerte, wurde von kleinen Blitzen durchdrungen, die einen Riss in das Gefüge dieser Welt zu zaubern schienen. Die Teu'Quessir erhob sich, und trotz dem Mondlosen Himmel, nahm ihr Körper wieder jenes Strahlen an, was sich auf der Lichtung gezeigt hatte. Mit geschmeidigen und dennoch entschlossenen Bewegungen, Nahm sie den Bogen von ihrem Rücken, und legte einen Pfeil auf, sich mit einem kurzen Griff an ihren Gürtel ihrer anderen Waffe vergewissernd. Dann straffte sie die Schultern, ihre Züge verhärteten sich - sie wappnete sich für den Kampf. Und dann stürzte sie sich in jenen Riss. Und was blieb, war eine stürmische, finstere Nacht. Keine Spur mehr von dem Riss, keine Spur der Gestalt. Ein fast zu übersehendes Aufblitzen war aus dem Augenwinkel zu sehen. Dort auf dem Boden, wo die Teu'Quessir in den Riss geprungen war, funkelte etwas. Bei näherer Betrachtung, offenbarte sich das Funkeln als ein Schmuckstück aus leuchtendem Silber. Ein Amulett, fein gearbeitet und durchsetzt mit Edelsteinen. Ein voller Mond, über dessen Oberfläche sich ein Dreieck zog, welches auf der Spitze stehend drei Kreise in sich vereinte...[/color][/i] ...und plötzlich war es vorbei. Von jetzt auf gleich fiel die Vision in sich zusammen. |
10.03.2017 08:39:26 | Aw: [RP] Die elfische Seherin Kyara (#116513) |
Skyrider | Seit einigen Tagen schon, geisterten erneut immer wieder und nicht immer zu passenden Gelegenheiten Bilder vor ihrem geistigen Auge herum. Oft sah sie Bilder die von der Farbe Weiß dominiert wurden, dann wieder alles in eher dunklen Tönen bis hin zu schwarz. Auch sah sie Bilder von Mirhaven und von Valvec. Doch sprach sie mit niemand darüber, denn noch konnte es alles bedeuten. Aber schließlich offenbarten sich die Bilder und sie ergaben einen Sinn, als sie eine Vision von Ruaavin hatte, die versuchte ihr eine Botschaft zu übermitteln. In der Botschaft hieß es das die Drow einen Pakt mit der Sirene im Fluss geschlossen hätten und eine arme Kreatur dafür als Opfer herhalten musste. Ruaavin erschien kurze Zeit nach der Botschaft im Lager und berichtete, dass der Schlachtenpriester Almeras mal wieder auf Drow gestoßen sei und sie dabei überrascht hatte, wie sie das Opfer an die Sirene übergaben. Er konnte es nicht verhindern. Kyara handelte sofort, in Absprache mit Sylvar, würde sie zu den Spähern gehen und ihnen die Anweisung geben, den Fluss zu überwachen, aber sich ihm auf keinen Fall zu nähern. Gleiches geschah mit sämtlichen Elfen. Jeder wurde davon unterrichtet, dass der Flußpfad im Silberwald derzeit zu meiden war und unter Beobachtung stand. |