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08.07.2016 11:07:13
[SL/ SC] Die Reise in die Anderswelt (#109882)
Darkangel
[color=#00bb44][b]Die Reise in die Anderswelt[/b][/color]


Es war schon einige Zeit her als Elona Camio darum bat sie noch einmal in die Anderswelt zu bringen. Getrieben von Sorge um Mondael und der Befürchtung das die Drow ihm einen Teil seiner Seele raubte um diese den Dämonenschwesrtern zu bringen damit sie einen weiteren Turm errichten konnten. Zu ihrer großen Überraschung lehnte Camio ihre Bitte nicht sofort ab sondern nahm ihre Sorgen sehr ernst und so versprach der Druide ihr sie zu Kale zu bringen.
Kale ... warum dieses Wesen?
Zu Lebzeiten hatte Kale einen zweifelhaften Ruf und jetzt war er tot .. für viele tot, doch Elona wusste es besser.
Schon zwei Mal hatte Kale in seiner jetzigen Präsenz Caladuris und ihr geholfen.
Auch wusste die junge Elfe das Kale der Nachfolger von Hüter Farn werden sollte.
Elona wusste einfach nicht wen sie hätte sonst um Hilfe bitten können wenn nicht Kale.
Hüter Farn hatte damals so seine Zweifel ob Kale wirklich der Richtig war um seine Nachfolge zu übernehmen und jetzt konnte dieser es beweisen.

Camio äußerte natürlich Bedenken er wusste nicht ob sich Kale der jungen Elfe zeigen würde und wenn er es tat ob er sie nicht gleich in Stücke reißen würde, aber Elona war das zu diesem Zeitpunkt schon schlichtweg egal.
Sie wusste nur eines die Schwestern durften den nächsten Turm nicht bauen und Mondael brauchte Hilfe.
Das Mondael den Verlust des Teiles seiner Seele nicht schadlos überstanden hatte sollte sich kurz vor Antritt ihrer Reise in die Anderswelt zeigen. Elona bekam mit das er Nasenbluten hatte, welches sich mit dem Raub eingestellt hatte. Ihr war klar das die Zeit drängte wenn sie Mondael helfen wollte und umso ungeduldiger fieberte sie den Tag der Reise heran.
Niemand ausser Camio und Narah, der sie es kürzlich anvertraut hatte, wusste über ihr Vorhaben Bescheid, erst einen Tag bevor Camio sie und Narah in die Anderswelt führen sollte vertraute sie es auch Fin an.
Fin, der noch so junge Elf, der Einzige welcher sich in dieser so schweren Zeit um Elona etwas kümemrte, welcher nicht verlangte das sie ihren Schmerz einfach runterschlucken sollte … Fin war nicht soderlich begeistert von Elonas Vorhaben machte sich aufrichtig Sorgen um sie und war auch nicht davon abzubringen die junge Elfe in Camios Lager zu begleiten.

… und nun war der Tag gekommen. Elona und Fin machten sich auf den Weg in den Dornenwald, zu dem Lager von Narah und Camio. Elona versuchte all ihre Aufregung und Bedenken, auch wenn diese nur gering waren zu verbergen, denn nur eines war wichtig Monadel … sie wollte nicht noch einen Bruder verlieren.
Etwas erstaunt war die Elfe dann doch als sie das Lager betrat. Camio hatte eine Art Schamanenhöhle daraus gemacht.
Überall hingen Traumfänger und andere merkwürdige Dinge herum. Camio selbst matschte in einem etwas eigenartigen Brei herum und schien doch etwas aufgeregt zu sein. Als Camio Fin erblickte war er nicht gerade erfreut darüber, dachte er doch dieser wolle nun auch mit in die Anderswelt und das machten auch seine Worte deutlich.

[b]“Ich nehme nicht drei Leute mit!“[/b]

Schnell stellte Elona den Grund von Fin seiner Anwesenheit richtig, sagte dem Druiden das ihr Begleiter über ihren Körper wachen wolle solange ihre Seele in der Anderswelt wandelt. Camio war dann versöhnlicher und erlaubte das Fin sich im Lager aufhalten konnte.
Kurz nach ihnen erschien dann auch Narah und Elona konnte ihr das Armband mit den Glöckchen reichen welches ihr Camio einige Tage zuvor schon übergeben hatte. Diese Armbäder sollten dazu dienen, dass Camio sie in der anderen Welt finden konnte falls etwas die kleine Gruppe trennen sollte.

.. und dann ging alles ganz schnell. Camio nannte ihnen die Regeln welche sie in der anderen Welt zu beachten hatten.
Die erste Regel besagte das sie nichts anfassen sollten und die zweite Regel war das sie unbedingt an etwas schönes denken sollten … an einen schönen Ort, an jemanden den sie liebten und er ihnen wichtig war … bei diesen Worten übermannten Elona wieder die Gefühle ihre tiefe Trauer überkam sie mit ungeahnter Wucht und sie senkte den Blick, ahnte das es für sie unglaublich schwer werden würde, noch viel zu frisch waren die geschlagenen Wunden in ihr, der Verrat den man an ihr geübt hatte.
Sehr ernst klangen plötzlich Camios Worte zu Elona durch.

[b]“Elona … schöne Gedanken .. keine Gedanken an Trauer, Wut, Rache oder Hass. Das ist ganz wichtig sonst können sie euch dort einfangen und zu sich holen und dann kommst du nicht zurück.“[/b]

Schwer schluckte sie, nickt Camio zu und plötzlich erklang leise, ein elfisches Lied. Die Elfe wendete den Kopf zu Fin der ahnte wie schlimm es gerade um Elona stand und um sie aufzumuntern hatte er in die kleine Flöte gepustet die nun diese Melodie spielte. Unsagbar dankbar lächelte sie zu Fin und kämpfe gegen die Trauer an.
Sie zeigte Camio an das sie verstanden hatte und sich an diese Regeln halten würde.
Der Mann nickte und reichte Narah und Elona seine Pranken. Beide Frauen nahmen diese, hielten sich daran fest, Camio begann für Elona undefinierbare Worte zu sprechen, die Pampe auf dem Feuer begann zu blubbern und zu brodeln. Nach einiger Zeit bildete sich in jener Pampe ein Strudel, der Elfe wurde ganz schwummerig und sie schloss die Augen, es war als würde ein Sog sie erfassen und sie begann zu fallen.

Als der Fall endete und sie die Augen wieder aufschlug waren sie in der Anderswelt. Traumhaft schön war es hier und doch so unsagbar gefährlich. Narah stand neben ihr und Camio … er hatte seine Gestalt die er in dieser Welt hatte angenommen. Sie brauchte einige Wimpernschläge um diesen Anblick auf sich wirken zu lassen und anzunehmen.
Ihr Blick wanderte über die für sie noch so fremde Umgebung, das Licht war hell, die Farben teilweise intensiver, leuchtende Quallen artige Wesen, Essenzen flogen durch die Luft, kleine schimmernde Pilze wanderten auf dem Boden entlang und auch die Geräusche waren neu und schwer zu deuten für die Elfe.
Sie ließ all das kurze Zeit auf sich wirken, als plötzlich eine Pilzkolonne auf die kleine Gruppe zukam und diese sich teilte um sie zu umlaufen. Narah war so fasziniert das sie von einem Wesen so sehr in den Bann gezogen wurde, das sie ihm schon folgen wollte. Schnell und fest griff Elona nach dem Handgelenk von Narah und sprach laut deren Namen … zum Glück kam Narah schnell wieder zu sich.
Es war Zeit sich hier umzusehen und Kale zu suchen und so machten sich die drei auf den Weg.
Sie waren schon ein gutes Stück gewandert als es Elona treffen sollte.
Ganz angetan von einem Schwarm bunt schillernder Schmetterlinge mit sechs Flügeln wurde ihr Wille schwächer und so gelang es den Wesen ihr etwas vorzugaukeln .. sie zu locken.
Vor ihren Augen manifestierte sich eine Gestalt in der sie Sylvar erkannte.
Sylvar .. der Mann den sie über alles liebte, in dessen Hände sie ohne nachzudenken ihr Leben gelegt hätte .. Sylvar .. der Mann dem sie sich geöffnet hatte wie keinem anderen, der in ihre Seele schauen konnte, der erste und einzige dem sie erlaubt hatte sie in ihrer Reverie zu besuchen und mit dem sie die schönsten und sinnlichsten Stunden ihres Lebens verbacht hatte, der Mann welcher ihr Leben ihr Gegenstück war.
Dieser Mann stand jetzt vor ihr hielt ihr seine Hände entgegen lächelt sie an.
Elona ihr Herz krampfte sich zusammen nur zu gerne wollte sie seinem Ruf folgen in seine Arme fliehen, sie machte die ersten Schritte auf ihn zu …

[b]“Sylvar, heisst das du willst mich zurück, du verzeihst mir?“[/b]

Der Sylvar vor ihr nickte, lächelt sie an, eine kristallene Träne lief über seine Wangen fiel zu Boden und zersprang. Seelig lächelnd ging die Elfe weiter auf den so geliebten Mann zu … doch dann …
Ein lautes Brüllen riss sie aus ihrer Vision … sie wurde sich schmerzlich bewusst das es nur eine böse Falle gewesen war. Vom Schmerz übermannt sank sie auf die Knie … wie dumm war sie eigentlich? Sie wusste doch nur zu genau das es kein zurück gab. Er hatte sie verraten ihr Liebe, ihr Vertrauen, all die Worte das er nie wieder eine andere lieben könnte wenn es zwischen ihnen endet ... alles Lüge .. . Er litt ja nicht einmal durch die Trennung .. nein er hatte sich schon der nächsten zugewandt, jener die Elona genauso belogen hatte. Von wegen sie wolle nichts von Sylvar .. Lüge alles Lüge … Lue wollte vom ersten Augenblick an als sie ankam Sylvar.
Beide klebten seid der Trennung von Sylvar und Elona wie Kletten aneinander.

[b]“ Reize dich zuammen, Elona. Es ist vorbei!!! Wenn du hier nicht bei klaren Verstand bist wird dich selbst Camio nicht zurückbringen können. Vergiss Sylvar … „[/b] … schrie sich die Elfe in Gedanken selbst an.

Kleinlaut entschuldigte sich Eloan bei Narah und Camio, doch Narah war viel zu einfühlsam um der Elfe Vorwürfe zu machen und dafür war sie Narah unendlich dankbar.
Weiter gingen sie … als plötzlich … Ein Geräusch ertönte der Boden wackelte und ihnen erneut ganz schwummerig wurde. Instinktiv griff Elona nach Narahs Hand, hörte noch den Ruf von Camio das sie sich nicht verlieren durften und dann … sie schloss die Augen und fiel, fiel in die unendliche Dunkelheit.
Doch der Fall sollte enden und ihnen auf den Magen schlagen. Als sie wieder die Augen aufmachte stand Camio wie eine lebende Stütze vor Narah und ihr, aber was war das sie waren noch an der selben Stelle und doch war es nicht die selbe Stelle denn sie erblickte einen goldenen Baum, der vorher noch nicht da gewesen war.

Ganz langsam und zaghaft näherte sich die Elfe dem Baum und sprach etwas lauter …

[b]“Kale bist du hier?! Zeige dich uns bitte.“[/b]

Sie machte noch einige Schritte auf den Baum zu und dann erblicke sie ihn .. einen Schreckenswolf dicht an den Baum gelehnt mit rot leuchtenden Augen.

[b]“Kale, bist du es?“[/b] … sie suchte den Blick in die Augen des Schreckenswolfes, sie wusste woran sie ihn erkennen konnte es waren die zwei unterschiedlich gefärbten Augen.
Das rote Leuchten in den Augen von Kale hörte auf und Elona konnte die beiden unterschiedlich gefärbten Augen erkennen. Gemächlich richtete der Schreckenswolf sich auf und fragte was sie hier wollten.
Gut es sei erwähnt das die beiden männlichen Alphatiere sich verbal etwas fetzten was nicht gerade förderlich für die Situation war, aber Elona konnte dann doch ihr Anliegen vortragen. Allerdings sollte das Geplänkel zwischen Camio und Kale fröhlich weitergehen was dann dazu führte das Kale eine überdimensionale körperliche Größe annahm. Am liebsten hätte jeder der Beiden wohl den anderen zerfleischt und gefressen, aber es gelang Narah und Elona die beiden davon abzuhalten.
Kale, besann sich dann auch als Elona Hüter Farn ansprach und konzentrierte sich auf das Anliegen von der Elfe. So erfuhr sie, dass die Drow nur aus Spaß Mondael einen Teil seiner Seele raubte, aber sie erfuhr auch das sie Monadael zu Kale bringen musste um seinen Verfall zu stoppen. Doch die größte Überraschung offenbarte Narah der Elfe. Hier und jetzt in dieser unwirklichen Umgebung erfuhr Elona endlich den Grund warum sie von Beginn an so eine Vertrautheit empfunden hatte wenn sie in der Nähe von Mondael war. Ungläubig hörte sie sich die Worte von Narah an und sie wusste das sie dieses Geheimnis noch eine Zeit bewahren musste.
Elona war fest entschlossen Mondael zu Kale zu bringen koste es was es wolle und sie musste es auch nicht allein tun, sie wusste Narah würde sie erneut begleiten.
Nachdem Kale und Camio dann auch noch ausmachten nach dem Kampf gegen die Schwestern sich zu einem Kampf zu treffen wollte man sich auf den Rückweg machen, aber da kam dann doch noch eine Frage von Kale.
Er wollte wissen wie es Tiavin ging, aber aus der Sache hielt sich Eloan raus, sollte Narah ihm darüber berichten. Narah teilte Kale mit das es Tiavin gut ginge und dieser war dann auch froh dies zu hören.
So ging die Reise dann auch zu ende … Kale wirbelte goldenen Staub von der Erde auf als er um die drei im Kreis herum rannte und als sie die Augen öffneten waren sie wieder im Dornenwald wo Fin neben Elona saß und wachte.
Erschöpft schlief Camio an Ort und Stelle ein. Elona hatte ihre Antworten erhalten und wollte sobald es ging mit Mondael sprechen.