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08.05.2008 14:29:10
Blut von meinem Blut (#10467)
sommerwind
Es rann durch ihre Hände, sie konnte es nicht stoppen. Verzweifelt drückte sie ihre Finger auf den dünnen Schnitt an seinem Hals. Er bekam noch Luft , das Kukri wurde seitlich an der Hauptschlagader geführt. Sie konnte die Wunde nicht schliessen und durch ihre Tränen sah sie wie das Licht sich in seinen Augen brach. Seine Finger tasteten nach ihren Händen und dann zogen sie sie von der Wunde, ein Schwall brach hervor, blubbernd lief das Blut aus ihm, dann war es zu Ende.

In ihren Träumen sah sie immer wieder die Augen seines Mörders vor sich. Nacht für Nacht hörte sie die vertraute Stimme:"Bring nie wieder Schande über den Namen deiner Familie. Nächstes mal wird es dein Blut sein das fliesst. Ich gab dir dein Leben und ich, ich nehme es auch wenn ich das will" Dann wurde sie an den Haaren empor gerissen und in ihr Zimmer gezerrt, sie wehrte sich nicht. " Hat er dich berührt?" Die Stimme donnerte unheilvoll, sie schüttelte eingeschüchtert den Kopf. "Noch morgen lasse ich dich von hier fort bringen. Ich lasse mir meine Pläne von dir nicht zerstören. Du bist Blut von meinem Blut und wirst mir gehorchen"

Dann war Ruhe und sie schreckte empor. Nur langsam fand sie die Wirklichkeit um sich wieder, ihre Augen sahen das Zimmer um sich, eines wie viele vor ihm auch schon. Funkelnde Augen blickten sie an, leises schnurren war zu hören. " Callir",sie berührte das seidige Fell des Katers und beruhigte sich.

Hätte ich damals doch ja gesagt als er mich fragte dachte sie wie schon so oft in den Nächten davor, aber ich war ja zu feige. Callir maunzte leise und sie sah ihn an. Der Kater sprang von der Bettdecke und lief zum offenen Fenster, sich vergewissernd das sie ihn auch sah sprang er dann aus der Taverne in die kühle Nacht hinaus. "CALLIR" doch auch wenn er sie noch gehört hätte, er wäre trotzdem gesprungen. Leicht verärgert zog sie sich schnell an und folgte dem Kater in die Nacht hinaus.
14.05.2008 09:12:32
Aw: Blut von meinem Blut (#10697)
sommerwind
Ein Schlag traf ihren Oberschenkel. Er wurde ohne jede Rücksicht hart und schnell geführt und das Übungsschwert traf sein Ziel so unvorbereitet das ihr Bein einknickte als der Schmerz über sie kam. Wütend verlor sie ihren Stand und taumelte zurück, doch bevor sie noch einen Befehl geben konnte lag die Spitze des Schwertes auf ihrer Schulter und eine spöttische Stimme klang an ihr Ohr. " Bevor ihr mich auspeitschen lasst junge Herrin bedenkt das ihr in einem echten Kampf grade gestorben wärt." Mit einer demütigen Verbeugung trat er einen Schritt zurück doch als sie in seine Augen sah war da keine Demut, eher das Vergnügen endlich einen Weg gefunden zu haben seinen Stolz zu zeigen und nicht dauernd das Haupt zu senken. Schnaufend aber beherrscht nickte sie knapp. "Für heute reicht es" ihre Stimme hatte die gewohnte Ruhe und das war gut so, einem Sklaven gegenüber wollte sie sich nicht gehen lassen. " Wie die junge Herrin befiehlt". Da war es wieder, dieser Spott in seiner Stimme, in dem Moment knallte auch schon die Peitsche hinter ihm und traf seinen Rücken. Erschrocken sah sie das ihe Vater hinter ihm stand. "Meine Tochter ist nur eine Frau Sklave aber denk daran das ich dein Herr bin". In dem Augenblick sahen sie sich an, Herrin und Sklave und sie erkannten etwas das sie gemeinsam hatten- den Hass auf diesen Mann.

Still sass sie in ihrem Zimmer und sah aus dem geöffneten Fenster. Sie dachte immer noch gerne an ihn auch wenn sie jede Nacht seinen Tod aufs neue sah. Einen Sommer hatten sie sich geliebt und sie war wie er damals frei gewesen in ihren Träumen und bei jedem versteckten Kuss. Doch dann war Flammleite und sie erreichte das Alter in dem sie verheiratet werden konnte. Sie schloss die Augen, sie wollte nicht weiter denken. Die Nächte quälten sie bereits genug.

Es maunzte und sie öffnete die Augen, vor ihr auf dem Tisch hockte nun Callir und sah sie an. Sie lächelte leicht als sie sah wovor er sich hingekauert hatte. Ihre Finger strichen vorsichtig darüber, sie spürte das kühle Metall des goldenen Ringes und die Schutzmagie in ihm. "keine Angst" hatte er gesagt "ich möchte dich nicht heiraten, er soll dich aber schützen schliesslich kann ich nicht immer da sein um dich zu retten" Ohne es zu wissen hatte er das Richtige gesagt sonst hätte sie den Ring nie angenommen. Sie stand auf und nahm den Ring, lies ihn in eine Tasche ihrer Kleidung gleiten. Sie hatte ihn stets bei sich aber tragen? Tragen konnte sie ihn nicht.
30.05.2008 09:03:37
Aw: Blut von meinem Blut (#11383)
sommerwind
Sie hatte ihre Sachen gepackt und war von Mirhaven nach Hohenbrunn in die Taverne gezogen. Nun sass sie mit Callir am Fluss und wie die Strömung des Wassers zogen ihre Gedanken sie mit sich fort.

Er hatte Angst um sie, leise hatte er ihr berichtet was ihn beunruhigte und sie gebeten in den wilden Eber zu ziehen, zu ihm zu ziehen und bei ihm zu sein. Dort konnte er sie besser schützen und wusste sie in Sicherheit wenn seine Aufträge ihn weit von ihr weg führten. Doch noch mehr wollte er. Sie sollte für immer bei ihm sein als seine Gemahlin.


I[color=#000080]n der Nacht als alles sich beruhigt hatte im Anwesen schlich sie in die Sklavenunterkünfte, dort an seinen Schlafplatz lagen seine Sachen.Eilig legte sie die Kleidung an, tief den Geruch einatmend den sie noch entströmten. Als wäre er noch bei ihr und nicht in ihren Armen verblutet hüllte der Duft sie ein wie seine Arme sie früher schützend umgaben. Wie in einer Illusion floh sie, nicht registrierend wo sie überhaupt hin lief. Heute erinnerte sie sich nur noch an das blutige Kukri in ihrer Hand und den Wüstenwind in ihrem verweinten Gesicht.[/color]

[color=#FF0000]Rache ist Mächtig. Sie nährt deinen Hunger und lässt dich selbst im Sturm nicht frieren. [/color]Acht Sommer waren seit dem vergangen. Nur die Gedanken an den Tod ihres Vaters hatten sie voran getrieben und nun löste Angst die Rache ab. Die Träume hatten sich geändert nicht mehr die Augen ihres toten Geliebten sahen sie Nacht für Nacht an, sie verschwammen und durch das dunkle braun schimmerte das helle blau bis sie es deutlich sehen konnte.

Sie blickte über den Fluss. "Sei nicht närrisch" , sagte sie leise zu sich selbst,"du weist am besten wie schwer es ist ihn zu töten, hat er dich nicht an Orte gebracht die du alleine nie betreten hättest, hast du nicht gesehen wie schnell die Feinde und Bestien um ihn fielen?" Doch die Angst blieb wie ein bitterer Geschmack in ihren Mund. Sie dachte an Tiberin, er hatte von seinem alten Gefährten gesprochen und wie sie gesuchte Verbrecher in Stein verwandelt hatten. Kurz dachte sie das dies eine Möglichkeit wäre, aber sie schüttelte den Gedanken schnell ab, ihr Vater war zu sehr Magier um diesen Zauber nicht brechen zu können. Dann dachte sie an den Kleriker Shars der ihr Rache versprach wenn sie seiner Göttin folgt. Ihr Gott Azuth bedeutete ihr nichts mehr, hatte er doch dies alles geschehen lassen. Doch als sie den Kleriker suchte fand sie ihn nicht mehr. "Wie weit würdest du wirklich gehen?" Fast angstvoll flüsterte sie die Frage sich selber stellend. "Du siehst Gespenster, Calimshan ist weit weg, Vater ist weit weg" sie schimpfte leise mit sich selber. Dann lächelte sie, als sie an Calimshan dachte fiel ihr Bahira ein. Die Händlerin war für sie wie ein Stück Heimat das sie hier gefunden hatte. Sicher, sie kannte sie kaum dennoch zog es sie immer wieder zu ihr hin. Mit einem lächeln stand sie auf. Bahira würde sich freuen, die Hochzeit würde ein gutes Geschäfft für sie werden und vielleicht freute sie sich ja auch wenn Nelifar sie bitten würde daran Teil zu haben.
04.06.2008 09:21:49
Aw: Blut von meinem Blut (#11656)
sommerwind
Tage und Nächte waren vergangen, so lange hatte er sie noch nie alleine gelassen. Selbst wenn Aufträge ihn von ihr fern hielten schaffte er es doch immer wieder unverhofft für eine kurze Zeit bei ihr zu sein. Sie sah sich in Hohenbrunn um, alles war ruhig und friedlich. Nichts deutet darauf hin das wie in Mirhaven Githyenkis gesichtet wurden. Ihre Gedanken überschlugen sich. Was war wenn ihm etwas passiert war? Sie dachte an ihre Träume in denen seine gebrochenen toten Augen sie ansahen. Sie hatte es ihm nicht gesagt und nun ärgerte sie sich. Vielleicht war es eine Wahrnung ihres Unterbewusstseins gewesen die sie als blosse Angst vor ihrem Vater abgetan hatte. Was wenn es kein Hirngespinnst war?

Besorgt brach sie auf und nach Mirhaven. Als ersten ging sie zur Schmiede doch da war er nicht, in Konvokai hatte man ihn gesehen als er schimpfend auf die Bücherwürmer davon ging. Er hatte ihr gesagt das er etwas suchte in den Büchern aber er schien es dort nicht gefunden zu haben. Als ihre Suche dort erfolglos blieb begann sie die Orte zu besuchen an denen sie mit ihm gewesen war. Ängstlich schlich sie dort unsichtbar herum, die Waffe in ihrer Hand umklammert das das weisse der Knochen hervor trat doch auch dort war keine Spur von ihm.

[color=#0000FF]Wo bist du nur?[/color]

Sie versuchte sich an Namen zu erinnern, da war Lillia, er sprach oft von ihr und der Zwerg Borandur den sie schon kannte. Bahira sollte auch zurück sein von ihrer Reise doch auch Mard hatte sie noch nicht getroffen. Er hatte auch oft von Nedylene und ihrem Mann und ihrem Kind gesprochen. Dann blickte sie über die See zu den kleinen Inseln. Ob sie auch in Valvec suchen sollte? Seit er so besorgt um sie war als er hörte das sie dort manchmal zum Bognern hin ging war sie nicht mehr da gewesen.

[color=#0000FF]Ich werde noch warten, ein wenig,[/color] sprach sie leise zu sich selbst und ging zurück nach Hohenbrunn.
04.07.2008 10:20:50
Aw: Blut von meinem Blut (#13004)
sommerwind
Schweigend saß sie im Schnee, dann schlug sie ihre Faust wütend in ihn. Sie war verflucht, nun war sie sich ganz sicher. Der Schmerz legte sich langsam wie Eis um ihr Herz und schloss dort die Erinnerungen an Mard ein. Auch ihn hatte sie verloren, auch er war Tod und sie wieder alleine.
Langsam stand sie auf, die Liebe hatte sie weich werden lassen. Hatte sie doch tatsächlich geglaubt ihre Vergangenheit hier abstreifen zu können mit ihm an ihrer Seite wusste sie es jetzt besser. Ihr Blut rauschte durch ihre Adern und sie spürte wieder die Wut in sich, das einzige Gefühl das sie die letzten Jahre so treu begleitet hatte. Sie würde dafür sorgen das man sie nicht mehr verletzen konnte. Sie würde sich eher das Herz raus reißen lassen bevor sie noch mal so dumm war jemanden zu lieben.

Callir streifte um ihre Beine und sie sah zu ihm hinab. "Komm, wir haben viel nach zu holen." Ihr Körper straffte sich und mit dem Kater an ihrer Seite ging sie zum Schiffsanleger.
09.07.2008 08:07:47
Aw: Blut von meinem Blut (#13231)
sommerwind
Ein zufriedenes Lächeln lag auf ihren Lippen als sie sich die Klinge ihres neuen Schwertes ansah. Einzelne Tropfen einer durchsichtigen, grünen Flüssigkeit tropften vereinzelt dabei zu Boden und brannten sich mit leichten Dampfkringeln in das Holz dort. Welch seltsamer Zufall heute dort in Hohenbrunn seine ehemalige Schülerin zu sehen. Zu gerne hätte sie mehr erfahren über dieses Wesen, denn was aus ihr gewurden war und was sie darstellte schien Nellifars Vorstellungen bei weiten zu übertreffen. Das sie ein Mensch einst war lag nur noch wie ein dünner Schatten unter dieser Rüstung, selbst die Stimme der Frau war nicht unverändert davon geblieben. Dakon war sichtlich enttäuscht darüber als diese Wesen von Valvec sprach, aber Neli fand das Gespräch hoch interessant. Hatte es sich doch klar erkennen lassen das ihrem Meister Rahl vor allen eines wichtig war- sein eigener Vorteil. Dennoch schien er um sie bemüht und zum Teil auch besorgt, lag es daran das sie sein Juwel werden sollte, sein meisterlicher Feinschliff? Leicht verärgert kräuselte sich ihre Stirn. Was sie von ihm lernen wollte wusste sie, aber was er genau mit ihr vor hatte nicht. Was wenn er der Grund für die Veränderung seiner Schülerin war. Erschrocken fuhr sie mit den Fingern über die Haut ihres Gesichtes. Unsinn, er wollte Macht, nicht Verstümmelung.

Dann dachte sie an Bahiras Gesichtsausdruck als sie Dakon erklärte was geschehen wurde wenn er sie schlecht behandeln sollte und sie lachte leise auf. Sie mochte diese Frau wirklich, ihr Temperament und ihren Geschäftssinn. Bald würde sie Aufbrechen und damit beginnen Mards Spuren zu folgen, hoffentlich waren da auch welche, sonst würde die Suche oft ins Leere laufen. Ihre Ausrüstung war fast fertig, sie wartete nur noch auf ein paar Einzelstücke und dann würde sie vielleicht bald wissen was Mard zugestossen war. Sie würde nicht um eine Brustplatte trauern. Nicht solange er noch leben könnte. Aus Valvec war er zurück gekommen, das hatte sie schon in Erfahrung gebracht. Wenn es also nicht neue Feinde waren die ihn erwischt hatten konnten es nur alte Feinde sein. Sie musste mehr über die Drachenkulte erfahren. Innerlich schimpfte sie mit sich weil sie ihrer Mutter früher nie zu gehört hatte wenn es darum ging. Dann war da noch seine Tochter die ihn hasste wie Mard ihr erzählt hatte. Alleine aus diesen beiden Gründen hätte er die Insel nicht freiwillig verlassen.

Sie stand auf und betrachtete weiter die Klinge. Es war Zeit zu sehen ob sie hielt was sie zu versprechen schien und Nelifar fragte sich wieder mal während ihr Blut ungeduldig zu rauschen began: [color=#0000FF]Wie weit wirst du wirklich gehen?[/color]
12.07.2008 09:19:23
Aw: Blut von meinem Blut (#13331)
sommerwind
Sie waren auf Valvec gewesen , sie und ihr Meister. Oft hatte sie mit ihm darüber gesprochen und nicht verstanden woher seine Abneigung gegen diese kleine Insel kam. Als sie dort standen und sie ihn mal wieder mit Fragen bestürmte erkannte sie dann recht deutlich was er meinte. Wie konnte wahre Macht sich hinter solchen Gebäuden oder Wesen verbergen, der Ort trug seinen Namen mit Recht. Wer hier freiwillig blieb hatte sich selbst Verdammt. Vor ihren Augen sah sie die Paläste Calimshans vor sich, den Prunk der die Jahrtausende überdauert hatte. Sie dachte an die Feste ihres Vaters, egal wie sehr sie ihn hasste, er hatte immer einen Fuss in der Tür eines mächtigeren Mannes als er selbst einer war. Dennoch war die Hofmagierin des Lords dieser Insel bei weitem Mächtiger als alle anderen magischen Begabten die sie bisher traf. Was treib so eine Frau hier hin? Die Dornenfrau hatte sich vielleicht hier hin geflüchtet, ein bizarres Exil passend für sich gewählt, aber die Magierin wirkte nicht so als müsste sie hier sein. Neugierde trieb sie wieder einmal an und sie wurde von Ungeduld erfasst die Magierin bald auf zu suchen.

Als Dakon ihr von seinem Gott erzählte und ihr einiges erklärte wurde ihr schlagartig klar warum ihr Vater Azuth verehrte. Er war ein Mensch gewesen der so viel Macht durch Magie erlangte das er einen Gott besiegen und selbst zum Gott werden konnte. Auch Dakon neigte nicht das Haupt vor einer weltlichen Macht. Konnte man so viel Macht wirklich erlangen wenn man jemand anderen diente? War das der Fehler den sie immer begannen hatte? Innerlich festigte sich der Entschluss niemanden mehr zu gehorchen- nur so sah sie den Weg vor sich Stärker als ihr Vater zu werden. Mit dem Gefühl ihrem Ziel ein wenig näher gerückt zu sein verlies sie mit Dakon die Insel. Sie würde alleine zurück kommen um die Dornenfrau und die Hofmagierin zu sprechen. Was würde Mard dazu sagen wenn sie ihn finden sollte? Kurz schoss der Gedanke durch ihren Kopf. Bis er durch das Bild eines dunklen Mondes über sich verdrängt wurde. Er wusste was Rache bedeuten kann. Er würde es verstehen.
12.08.2008 19:55:27
Aw: Blut von meinem Blut (#14733)
sommerwind
Nachdem sie die Ausrüstung zusammen hatte verließ sie Amdir um Mard zu suchen. Die Informationen die sie auf der Insel fand waren kläglich gewesen und sie stieg auf das Schiff ohne jemanden Lebwohl zu sagen, auch nicht Dakon und Corin oder sonst wem. Viele lose Enden schienen sich um Mard zu befinden doch jedes führte sie nur weiter von der Insel weg und lies sie ins leere laufen. Desillusioniert kehrte sie eines Nachts mit Calir zurück, aber nur um die Magierin auf Valvec auf zu suchen ,doch dort erfuhr sie von der Hexenverbrennung und verlies die Insel schleunigst ohne sich um zu drehen. Dakon hatte recht gehabt mit dem was er ihr gesagt hatte. Wer war Infernal schon-nur ein Stadthalter der seine Leute opferte wie Schachfiguren um ein verbranntes Stück land zu regieren.

Daheim hielt sie sich von allem fern und vergrub sich in ihren Gedanken. Irgendwann gingen ihre Vorräte zur Neige und sie schlich sich unerkannt nach Hohenbrunn. Sie lauschte beim betrachten der Waren den Gesprächen und wurde hell hörig dabei. Sprach doch ein Hin von einem Mensch mit Gedächnisschwund der eine Frau zu suchen schien, es solle sogar einer der Ritter sein.

Wie ein Wirbel rannte sie zum Anleger und schiffte nach Mirhaven ein. Vergessen waren die Vorräte, unwichtig ihr Lager im Schnee. Sie musste diesen Mann sehen und sie ahnte wo sie ihn finden würde.
26.08.2008 18:59:21
Aw: Blut von meinem Blut (#15371)
sommerwind
Es war wirklich Mard gewesen der sein Gedächnis verloren hatte , aber sie hatte ihn wieder. Manchmal war es schwer wenn ihn die Vergangenheit plagte an die er sich nicht mehr erinnerte und doch war er oft viel beschwingter als je zu vor. Sie sahen sich Häuser in Mirhaven an, entschieden sich dann aber doch dafür kurz vor der Stadt am Handelsweg selber zu bauen. Durch Zufall hatte Nelifar davon erfahren das der Bogner Mortog einen Lehrling suchte und sie hatte sich beworben und war nun stolzer Lehrling des besten Bogners Amdirs. Ihr Leben schien auf einmal ruhig und eben zu sein, die Hindernisse schienen sich auf zu lösen und besuche auf Valvec schienen nur noch wie eine verblasste Erinnerung. Jedoch, irgendetwas stimmte nicht. Nelifar stand oft am Meer und sah über es hinaus in die Ferne. Ihr schien als ob von dort etwas nahte doch wusste sie nicht was es war. Irgendwie schien sich dabei ein Ring aus Eisen um ihr Herz zu schliessen und oft sah sie dann zu den goldenen Ring an ihren Finger. Waren Calshiten einfach zu abergläubisch? Unruhig ging sie nach Hause und schlief ein, Etwas dunkles war in ihrem Traum und die Wellen schlugen über ihr zusammen und nahmen sie mit in eine Welt in der sie alleine war.
21.09.2008 16:00:15
Aw: Blut von meinem Blut (#16447)
sommerwind
[color=#800080]Begnadete, junge Schneiderin[/color]*sie schnaufte vor Wut als sie von der Festung kam und gehört hatte das Shana dort nach Mard suchte. Jedes Wort das er mit Andyneth in der Schmiede über sie gesprochen hatte hallte in ihrem Kopf. [color=#800080]Erstaunlich wie gut er sich erinnerte, vor allen für jemand mit Gedächnisschwund[/color]*die Tür des Zimmers flog krachend zu. Kein Wort hatte er zu ihr gesagt damal das Shana seine Ex war. Mit funkelnden Blick sah sie Callir an aus den goldenen Falkenaugen. [color=#800080]"Wir reisen noch heute nach Calimshan Callir.[/color] [color=#800080]Wenn ich mich über einen Magier aufregen werde dann über einen der es auch verdient. Und wage es ja nicht mir unterwegs irgendwelche Männer auf zu halsen oder sonst irgendwelchen Unsinn zu treiben"[/color]fauchte sie den magischen Kater an. Vom silbernen Drachen ging sie noch kurz zu Mortog und berichtete ihn kurz von der Reise, dann verlies sie Amdir.
23.09.2008 12:17:20
Aw: Blut von meinem Blut (#16519)
sommerwind
"Tritt ein und habe keine Furcht, dein Vater starb vor vielen Umläufen", noch während sie sich auf das Zusammentreffen vorbereitet sagte ihre Mutter ihr dies als die Tore des Forts für sie geöffnet wurden. Nelifar starrte ihre Mutter an. "Tod? Einfach so?", ihre Mutter nickte sacht wie es ihre Art war. "Ja, er starb ganz einfach im schlaf. Doch komm, es gibt viel zu erzählen und zu klären". Lange Tage und Nächte folgten in denen sie beisammen sassen, ihre Mutter, die sechs Schwestern und Nelifar. Immer blasser wurde der Ärger über Mard, immer weiter schob sich das Bild der grinsenden Wache von Nelifar, welcher ihr von der spärlich bekleideten schönen Frau erzählt hatte. Hier war sie wieder ganz Calshitin, Stolz und Ehre gewann sie jeden Tag wieder. Sie wurde sich ihres Blutes bewusst das sie in sich trug, und selbst der Hass auf einen Verstorbenen lies nach. Ab und zu sah sie zu der hellen Stelle an ihrem Finger, doch so wie die Sonne sich dessen annahm lies auch dieses nach, was blieb war ein bitterer Geschmack, aber auch der würde vergehen. Ihre Mutter bat sie zu bleiben und sie willigte ein. Es würde ihr gut tun fern der Insel zu sein doch irgendwann würde sie zurück gehen. Sie legte einen Schlüssel in eine zierlich beschnitzte Truhe und schloss sie lächelnd.
29.09.2008 13:18:37
Aw: Blut von meinem Blut (#16703)
sommerwind
.... und vergiss nicht das du frei bist zu entscheiden was immer du möchtest*ihre Mutter küsste sanft ihre Stirn die Nelifar für sie leicht gesenkt hielt* vor allen bist du mein Blut und nicht das deines Vaters, nur Mütter wissen wirklich wer ihre Kinder sind*Nelifar sah ihre Mutter kurz fragend an, aber diese erhob nur kurz abwährend die Hand um sie zum schweigen zu bringen* nein du musst wirklich nicht alles wissen*sie lächelt dieses undurchsichtige Lächeln und Nelifar wusste es hatte jetzt keinen Sinn nach zu haken. Sie ging also in ihr Zimmer und trat vor die kleine Truhe und öffnete sie. Nach einem Blick zu ihren gepackten Taschen holte sie den Schlüssel heraus den sie dort verwahrte. Sie ging mit dem Wissen jederzeit wieder kommen zu können und diesmal war es ein schönes Gefühl, noch schöner weil keine Bitternis mehr in ihr lag. Sie hatte abgeschlossen mit allem das sie belastet hatte. Das erste Mal in ihrem Leben reiste sie ohne Angst, ohne Sorgen und ohne Trauer.
10.10.2008 16:41:27
Aw: Blut von meinem Blut (#17124)
sommerwind
Zurück auf Amdir traf sie schnell Mortog wieder und ging ihrer Arbeit in seiner Bognerei nach. Sie genoss die Ablenkung durch die Kunden und die Ausflüge mit Mortog waren immer Abenteuerlich und Aufregend für sie. Voller Bewunderung war sie für seine Schiesskünste mit dem Bogen. Mortog konnte noch besser mit dem Bogen umgehen als er sie schon fertigte und das sollte wirklich was bedeuten, war er doch ein Meister seines Faches. Wobei er sich ein Lächeln bewahrt hatte wenn etwas schief ging, das Nelifar zu gern aber auch nur selten sah.

Auch Argoin Grimmaxt half ihr sehr, nicht nur das er sich anbot aus der Binge ab und an Edelsteine die sie für die Bognerei brauchte mit zu bringen, als er ihre Angst vor den Elementen sah nahm er sie auch mit um ihr etwas mehr Kampfesgeist und Schlacht gefühl zu vermitteln. Zusammen mit einem seiner Vettern zeigten sie Nelifar wie Zwerge zu stürmen pflegen und tatsächlich lernte sie an diesem Tag viel in der dunklen Krypta die sie als Kampfplatz gewählt hatten.

Als sie an einem Abend nach dem sie ihren ersten Sumpfzypressenstecken geschnitzt und veredelt hatte, zufrieden mit sich durch Mirhaven spazierte, sah sie vor sich in einem Seitenweg einen riesigen Winterwolf. Neugierde würde irgendwann Nelifars untergang sein, doch an diesem Abend brachte sie ihr die schönste Abwechslung seit langen. Es stellte sich heraus das dieses Tier verzaubert war, langsam schienen sie und der Wolf sich zu vertrauen und ohne weiter darüber zu reden oder nach zu denken half sie ihn wie sie es konnte. Sie machten sich auf die Suche nach einen Trankmischer und wurden beim Freimarkt auch fündig. Vino Rift erklärte sich bereit zu helfen, und mehr noch- sein Interesse an der Sache schien so weit zu gehen das er nicht nur einen Gegentrunk fertigen wollte, nein er begleitete sie auch den weiten Weg nach Hohenbrunn, half dort Reste des Weines zu beschaffen die den Mensch einst in den Winterwolf verwandelten. Voller Wortgewandheit lenkten sie dort in Hohenbrunn Vino den Schneider ab und nur ungern verlies sie in der Nacht Vino Rift und den Wolf um nach Mirhaven zurück zu fahren.
13.01.2009 18:10:01
Aw: Blut von meinem Blut (#21504)
sommerwind
Ihre Schritte hatte sie weit aus Mirhaven hinaus geführt. In Gedanken achtete sie nicht weiter darauf und hielt Zwiesprache mit Calir. Fauchend und maunzend beschwerte sich das magische Tier darüber das Nelifar ihn nicht mit in die Bognerei nahm, ja ihm es sogar untersagt hatte. Abend für Abend sass der Kater nun stur die Tür anstarrend gegenüber auf der Hafenmauer mit den anderen Katzen und wartete auf sie und an diesem Abend versuchte sie ihn durch den Spaziergang zu beruhigen. Langsam änderte sich die Landschaft um die beiden. Vertraut wie immer hatten die beiden ihre Dispute. Nelifar sah erst auf als sie den Schal von ihren Schultern nahm, ihr war ungewohnt warm geworden. Neugierig betrachtete sie das Umfeld und lächelnd stupste sie nur den Kater an bevor sie die Richtung änderte. Immer weiter öffnete sie ihre Kleidung um die Hitze auf ihrer Haut zu spüren, knotete den langen Rock an der Hüfte hoch und Schritt aufmerksam durch den Sand. Etwas Fassungslos betrachtete sie die sich vor ihr ausdehnende Wüste. So oft hatte sie auf dieser Insel gefroren, sich nach Hause gewünscht nach Calimshan immer wenn die Kälte sie mit Schauern erfasste und hier lag die Lösung all ihrer Sehnsüchte.

Weiter und weiter trieb es sie in die Wüste hinein, vorsichtig folgte sie ihrer Neugier und der Sucht nach mehr Wärme. Sie wusste nur zu gut um die Gefahren der Wüste war sie doch in einer aufgewachsen und recht hatte sie damit. Schon von weiten sah sie die Flügel und den Stachel des Schwanzes vor sich durch den Sand peitschen. Wyvern... noch nicht zur vollen grösse gewachsen aber nicht minder gefährlich als ein erwachsenes Exemplar. Still kauerte sie sich mit Calir in den brennend heissen Sand und beobachtet sie eine Zeitlang, dann schlich sie leise mit dem Kater weiter darauf bedacht sie nicht auf sich aufmerksam zu machen. An einer Oase rasteten sie und Nelifar war sich sicher hier alleine zu sein. Sie entkleidete sich und lies das Wasser über ihre Haut rinnen, wie Diamanten strahlte diese davon im Licht der Sonne auf, wie Tränen an ihren Armen und Beinen und grossflächig auf ihrem Rücken als der Strahl des Wassers darüber lief. Ruhig die Wärme geniessend betrachtete sie was ihr früher immer Angst bereitet hatte. Sie dachte an ihre Mutter und daran wie sehr sie sich gegen ihr Erbe gewehrt hatte und auch jetzt haderte sie mit sich und war froh das diese Insel kalt genug war*Fluch und Segen zugleich*leise lachte sie als sie dabei Calir ansah der fasziniert die kleinen Rinnsale ansah die im Sand versickerten.

Lange verweilte sie dort an der Oase bis vor ihr das Bild eines der grossen Wohnzelte der Wüstenstämme gestallt annahm, die bunten wehenden Tücher daran, die üppigen Teppiche darin mit den kostbar bestickten Kissen. Sie lächelte, denn sie fragte sich ob das reichen würde um jemanden für eine Zeit lang nur die Wälder und vor allen die Bäume darin vergessen zu lassen.
14.01.2009 18:52:37
Aw: Blut von meinem Blut (#21528)
sommerwind
Lang streckte sie sich auf ihren Bett im silbernen Drachen aus und versuchte sich zu entspannen, was sich als recht schwierig rausstellte so grün und blau wie sie war. Die Riesen hatten sie heftig vermöbelt und der Kräuterwickel der das restliche Wyverngift aus der Stichwunde ziehen sollte brannte nur noch mehr als es der Stich so schon tat. Dennoch grinste sie ab und an auch wenn sie dabei sofort mit Schmerzen gestraft wurde. Vorsichtig legte sie ihre Hand auf ihren Bauch und lag dann still nur, noch ihre Gedanken drehten sich im Kreis. Wie schon den ganzen Tag. Wieder schmunzelte sie, gefolgt von einem leichten zucken als der Schmerz sich sofort meldete. Hätte sie besser aufgepasst anstatt vor sich hin zu träumen hätte weder der Wyvern noch die Riesen sie erwischt. In beiden Fällen würde man wohl zu recht sagen. Der Stich hatte sich entzündet, weil sie nachdem der Wyvern sie noch erwischt hatte als wäre nichts gewesen über den Handelsweg zwischen Mirhaven und Elboria spazierte. Da ging sie schmunzelnd und dachte noch so bei sich* wer hätte gedacht das er so aufblüht wenn man ihn von seiner arbeit fern hält, und frech ist er, ein Kissen auf die Nase hätte er sich redlich verdient, ach was eines... mindestens 20*und schon wurde ihr schwarz vor Augen, erst ein brennen an ihrem Arm weckte sie im Lazaret auf. Der Heiler hielt ihr ihren Beutel unter die Nase.*junge Frau Nelifer, die Gegengifte in ihrer Tasche sind nicht nur da damit es schön klimpert. Die sollen genommen werden, vor allen mit Wyverngift ist nicht zu spassen* getadelt wie zu ihrer Kinderzeit nickte sie brav und schnappte ihren Beutel, erst draussen auf dem Weg fragte sie sich was der Heiler in ihrem Beutel zu suchen hatte.

Von dort aus machte sie sich auf zur Werkstatt, doch auf halben Weg hielt sie inne. Sternensaphire brauchte sie erst, das bischen das sie noch hatte würde nicht mal das Holz lohnen zu schlagen. Wieder musste sie lachen*Das hab ich nun davon, erst alles mögliche anstellen damit kein Holz geschlagen wird und nun muss ich es auch noch alleine* Gut gelaunt kaufte sie dann Äxte und Meissel und machte sich auf den Weg in die Winterrache. Sie huschte unsichtbar in die Höhle, einen Moment überlegte sie noch ob sie sich nicht lieber vorher der Riesen entledigen sollte*nagut dann zanken wir eben *kichernd ging sie dann aber weiter die Riesen schon völlig vergessend und belustigt an sirrende Pfeile denkend welche die Wyvern ziemlich auf trab gehalten hatten. Bei den Sternensaphiren angekommen begann sie ohne Probleme wie immer die Steine zu lösen. Doch statt der Steine vor sich sah sie immer wieder das strahlende aufblitzen von Augen vor sich und dann blitze es tatsächlich in ihrem Kopf als der erste Schlag des Frostriesen auf sie runter donnerte. Perplex fragte sie sich noch *wieso sieht der mich?*als ihr einfiel das sie vor lauter träumen den Unsichtbarkeitszauber nicht erneuert hatte. Mit wehenden Haaren machte sie das sie so schnell sie konnte aus der Höhle kam. Draussen im Schnee dampfte ihr Atem in grossen Wolken um sie, doch sie grinste* gut, das ist auch eine Metode nicht zu frieren* Dann belegte sie sich erneut mit dem Unsichtbarkeitszauber und betrat die Höhle zum zweiten mal, der Edelsteinbeutel lag noch dort und ohne ihn würde sie nicht gehen- nicht wenn es sie so an seine Augen erinnerte. Doch kaum hatte sie die Edelsteine dürfte sie auch schon wieder rennen.

Den Rest des Tages verbrachte sie dann an den Adlernestern in der Nähe des Klosters, lediglich der Angriff von Ameisen war hier zu fürchten und von dort began sie sich dann in die Werkstatt. Niemand war da und ungestört betrachtete sie misstrauisch die Werkbank* und ich werde sie nicht streicheln*dachte sie stur und begann. Als ein grosser Haufen zerbrochenes Holz neben ihr lag verpasste sie der Bank einen kräftigen Tritt und siehe da.. schon konnte sie die ersten Pfeile fertigen.

Warm lag ihre Hand auf ihren Bauch als sie einschlief, die Schmerzen merkte sie kaum noch und als Calir sich leise schnurrend zu ihr legte war Nelifars Herz schon auf Reise und ihre Hand lag nicht auf ihrem Bauch sondern wurde warm und sicher gehalten.
19.01.2009 14:57:42
Aw: Blut von meinem Blut (#21648)
sommerwind
Sie schmiedete Pläne, oben auf der Liste stand der Besuch bei den Schneidern Hohenbrunns und bei Bahira. Lange war es her das die Feuergenasy Nelifar eingeladen hatte und viel war in der Zwischenzeit geschehen aber nun war es wichtig es nicht weiter auf zu schieben. Doch erst musste sie nach Hohenbrunn. Danach würde sie die Wälder und Gegenden erkunden um das geeigneteste Holz zu finden, stark musste es sein und doch biegsam und beweglich. Es dürfte nicht zum austrocknen neigen wenn sie es geölt hatte. Die Zeit welche die Stoffe und das Tuch aus Calimshan brauchen würden nach Amdir würde reichen um das Holz sorgfältig zu verarbeiten. Die vielen Stecken die sie bisher gemacht hatte würden sich nun endlich mal als nützlich erweisen, denn sie hatte vor einige der filigranen Schnitzereien an den Hauptpfosten ein zu schnitzen, sowohl künstlerische Muster als auch Schutzzauber würden so ihren Weg in das Holz finden. Immer dieser Aberglaube den Calshiten so liebten. Sie grinste, manchmal war es wirklich übertrieben dennoch traute sie sich nicht wirklich damit zu brechen, nacher passierte noch schlimmeres als das Callir sie schrumpfte. Nun musste sie doch lachen und der Kater sah sie blinzelnd an. Sie dachte an gestern und wie er genau so winzig wurde wie sie, einen Kopf grösser als die Katze um genau zu sein. Der Abend würde ihr immer in Erinnerung bleiben, so klein wie sie waren verschwanden sie sitzend im hohen Gras und die halbe Nacht sprachen sie miteinander, doch bevor Callir sie beide mit Mäusen mit versorgen konnte gingen sie zurück nach Mirhaven. Sie wollte dieses Lachen immer in seinen Augen sehen und wenn sie über vieles geredet hatten so war doch eines am wichtigsten,- das Versprechen nicht mehr solange fort zu gehen.
22.01.2009 12:06:57
Aw: Blut von meinem Blut (#21759)
sommerwind
Schlag auf Schlag, immer den gleichen Rythmus folgend schlug sie die Bäume die sie ausgesucht hatte ab. Insgeheim ärgerte sie sich dieses dubiose angebot des Fremden nicht angenommen zu haben, das hätte ihr viel Lauferei erspart, aber als Calshitin war auch sie stur was Geschäfte anging. Wenn er sie angelogen hätte und einfach irgendeinen Namen genannt hätte wär es ihr egal gewesen aber mit ganz Namenlosen machte sie keine Geschäfte, egal wie verlockend. Nun ja, sie würde sehen was dieser Schüler Ogrim ihr bringen würde, vielleicht würde sie dann doch über ihren Schatten springen und der Profit diesen unterkühlten Fiesling dazu bringen sich doch noch zu benennen.

Sie legte die jungen, biegsamen Stämme zusammen und bündelte sie damit sie besser getragen werden konnten, dabei rutschte ihre Kette aus dem Lederwams und der Schlüssel hing lang herab an ihr und sties leicht an sie. Gedanken verloren wollte sie ihn wieder unter das Wams stecken doch dabei überschlugen sich ihre Erinnerungen wieder. Der gestrige Abend war ruhig und entspannend gewesen. Meister Argoin Grimmaxt war bei ihnen gewesen und hatte mit eigenen Augen gesehen was Mortog mit der Werkbank machte. Der Zwerg nannte ihn nun Meister des Holzes, Herr der Dryaden. Sie lachte, hatte Meister Grimmaxt Mortog doch damit Mut für seine Angdormerprüfung zusprechen wollen in dem er ihn sagte das schon viel dünnere Olven als Mortog sie geschafft hätten. Sie hatte Tränen gelacht bei dem was die beiden so von sich gaben.

Ihr Blick ging in den Himmel, es wurde Zeit zurück zu kehren, der Morgen nahte und sie wollte ihn wecken. Sie hatte die Nacht nicht geschlafen. Als sie aus der Werkstatt zum Drachen kam musste sie erst baden so voll Schlamm war sie noch aus dem Sumpf. Als sie sein Hemd ablegte roch sie leicht nach ihm und Callir schnurrte sie an als würde er ihr die Verspätung verzeihen und frass ohne beschwerde seinen Hasen den sie ihm mitgebracht hatte. Sie fühlte sich frei und glücklich und doch blieb ihr der Schlaf verwehrt in dieser Nacht. Ausser den Brief an Bahira hatte sie noch nicht viel erledigt was sie sich vorgenommen hatte, und diese hatte sich noch nicht gemeldet. Doch ihre Gedanken hielten sie auch nicht wach. Es war mehr der Klang seines Herzens den sie hörte, ruhig und gleichmässig hielt er sie wach-jede Nacht in der sie wieder alleine im Drachen war.
25.01.2009 20:50:38
Aw: Blut von meinem Blut (#21925)
sommerwind
Wieviel man doch schaffen konnte wenn man nicht abgelenkt wurde. Sie hatte grade die Kopien der gewünschten Zeichnungen für die Elfe Silivren bekommen und nachdem sie diese genau begutachtet hatte zufrieden an sie weiter geschickt per Boten. Vor ihr lag das Schwert das Usha für sie gemacht hatte und sie dachte an Thorem Hazzard und Grandolf Mens-Ashby die ihr geholfen hatten das Metall dafür zu bekommen und wie sie dabei zweimal vor schreck umgefallen war als die Dämonen vor ihr auftauchten. Doch wenn sie ehrlich war wollte sie abgelenkt werden, sie kuschelte sich in ihren Umhang und sah in die Nacht hinaus durch das Fenster. Es war sein Geschenk an sie gewesen und sie liebte diesen Umhang, seine Farbe, den leichten Stoff und wie er sie einhüllte.

In seiner Abwesenheit hatte sie für Grandolf ein Essen gegeben,als Dank für seine Hilfe. Einige Leute gesellten sich zu ihnen aber dennoch verlies sie früh die Gesellschaft. Er fehlte ihr und ihre Gedanken waren weit weg, der Liebeskummer des jungen Mädchen am Tisch wegen eines Elfen war da mehr als sie vertragen konnte, doch lies sie sich dies nicht anmerken.

Vielleicht war sie deswegen auch so gereizt gewesen und hätte den Färber am liebsten den Hals umgedreht als dieser ihr Kleid lila verfärbte. Nicht desto trotz lud sie Usha und Meister Meredoc schon mal in das Zelt ein das in der Oase stehen würde. Einen Krieger den sie in der Wüste traf bot sie dort Rast an und überschwenglich freute sie sich darauf dort Gäste zu haben mit Mortog. Doch morgen würden sie die neuen Klingen gegeneinander kreuzen, sie dachte nicht das sie ihn noch viel zeigen konnte jedoch war sie gespannt ob er sie überhaupt treffen würde, oder besser konnte und dabei trat ein spitzbübischer Ausdruck auf ihr Gesicht.
28.01.2009 17:36:16
Aw: Blut von meinem Blut (#21981)
sommerwind
Sie hatte einen Brief erhalten. Adressiert war dieser an Nelifar, Lehrling des Mortogs, Meister des Holzes, Herr der Dryaden. Als sie ihn erhielt musste sie grinsen von einem bis zum anderen Ohr genau wie Mortog selber als er ihn sah. Er stammt von Argoin Grimmaxt und sie freute sich bereits den Zwerg bald wieder in Mirhaven zu treffen.

Noch mehr freute es sie aber das Mortog und sie so viel Zeit wie schon lange nicht mehr miteinander verbringen konnten. Es gab wenig Aufträge und so erforschten sie Höhlen nach Ressourcen, übten gemeinsam den Schwertkampf um ein Gefühl für die neuen Klingen zu bekommen und sie begleitet ihn zu den Drows.

Unheimlich war das Unterreich das er ihr zeigte und sie blieb stets hinter ihm. Ähnlich wie bei den Dämonen erschrak sie fast zu Tode vor den Zaubern der Magier und hätte Mortog sie nicht schnell und still in eine dunkle Nische gezogen wäre sie einer weiblichen Drow fast in die Fänge gegangen. Mit einem Schauer dachte sie an die Geschichten die man über die Dunkelelfen und ihre Gefangenen machte und war nur erleichtert als sie wieder das Tageslicht sah und wohlbehalten Mirhaven erreichten, doch am Abend erschrak sie erneut als sie merkte das er eine Wunde an der Schulter davon getragen hatte die ihn schmerzte. Sofort war die Angst vor dem tükischen Drowgiften in ihr erwacht und besorgt behandelte sie die Wunde mit der Salbe die sie noch aus dem Lazareth von ihrer Wyvernvergiftung hatte.

Doch ein gutes hatte diese Angst um ihn, sie wusste nun sehr genau wieviel er ihr bedeutete.
29.01.2009 19:17:30
Aw: Blut von meinem Blut (#22001)
sommerwind
Es war Zeit mit Ängsten auf zu räumen, es war Zeit den Aberglauben weit von sich zu schieben. So sehr sie die Geschichten ihrer Kindheit auch liebte ging es nicht an das sie jedesmal vor Ehrfurcht fast erstarrte nur weil ihr ein Genasy über den Weg lief, hier, weit fort von ihrer Heimat musste sie es verblassen lassen. Höfflich würde sie immer bleiben dennoch war es für die Bewohner Amdirs unverständlich warum sie so tiefe Ehrfurcht vor den Söhnen und Töchtern der Efreets und Dshinnys hatte. Die Kinder lebendiger Götter. Nelifar war damit gross geworden doch hier sah man vieles anders. Die Paläste Calimshans waren weit und unerreichbar von Amdir aus wie auch die Einstellung der Menschen Amdirs anders war als die der Calshiten. Und überhaupt, es lagen Jahrtausende dazwischen von den Göttkönigen und den Sklavenvolk von einst bis zu den Erben der Efreets deren Blut immer dünner wurde.

Dünnes Blut, sie strich über ihre Haut und hoffte das ihres auch dünn genug war. Unverständlich war es für sie wie manche des alten Blutes darauf warteten das es ausbrach, ja sogar Winter für Winter darauf hin arbeiteten während sie immer wieder dagegen ankämpfte das sich nichts ändern würde. Bedacht darauf das niemand auch nur ahnen könnte was in ihr fliest. Ihr Vater war damals schon sehr erbost darüber, hatte er doch ihre Mutter nur aus diesem Grund geheiratet. Ein Prestigeobjekt bis zu seinem Tod war sie gewesen, ihre Mutter mit ihren sieben Töchtern. Nur der Tatsache das ihrem Vater ein Sohn verwehrt blieb hatte sie es damals zu verdanken, das sie Schwertunterricht bekam und reiten lehrnte zusätzlich zu dem was die Hauslehrer den Kindern beibrachten.

Seit sie aus der Wüste kam damals hatte sie viele Traditionen gebrochen und doch war kein Blitz auf sie niedergeschossen um sie dafür zu strafen. Statt dessen wuchs aus dem Unglück von damals ihr Glück und wäre ihr Leben auch nur einen deut anders gewesen, wer weis ob sie je so gestrahlt hätte wie heute, ob sie jeden Tag auf ein neues geniessen würde wie ihren letzten und ob sie für einen seiner Küsse die Welt am liebsten stillstehen lassen würde? Die Antwort darauf wusste sie nur zu genau und für nichts hätte sie die Zeit zurück gedreht.
02.02.2009 17:09:23
Aw: Blut von meinem Blut (#22102)
sommerwind
Jeden Tag ging Mortog hinüber zum Schreiner und gab etwas anderes in Auftrag, mal sollte ein Fenster noch in eine Wand nachträglich gesetzt werden, dann sollten die Fässer heraus und nun platzten dank Nelifar die Kleiderschränke. Erst ihre gesamte Kleidung die sie aus dem Drachen kommen lies und nun auch noch die neue Gaderobe gaben den Schränken den Rest. Sie musste die Türen schon mit der Schulter zu drücken um sie überhaupt schliessen zu können. Sie sah zu Mortogs Sachen die er für sie schon aus dem Schrank genommen hatte und schmunzelte. So oft wie er beim Schreiner war würde bald gar nichts mehr wie vorher aussehen.

Wenn Bahira sich nur endlich melden würde, dann würde sich in der Oase in der Akshar auch endlich etwas regen. Sie freute sich auf das Zelt dort. Nelifar war ein ungeduldiges Wesen und da Bahira sich nicht regte hatte sie sich überlegt bei den wilden Stämmen grosse Lederhäute gerben zu lassen. Einige von den Wilden konnten so gut gerben das das Leder fein und dünn wie Tuch wurde. Die frage war nur konnte Silivren diese auch so kunstvoll besticken wie es mit den Stoffen gedacht war. So oder so, Nelifar musste sich bald zu einem Weg entschliessen, zur Not wurden es dann eben keine calshitischen Zeltstoffe. Das Leder würde man bestimmt in ein sattes rot färben können auf dem die Stickereien bestimmt gut zur Geltung kommen würden. Mortog und sie würden bald in die Wüste aufbrechen um das nötige Holz zu schlagen, er würde die Stämme schleifen und sie würde wenn es geölt war die Schutzmuster einschnitzen. Anschliessend würde sie in diese Sardonyxsteinpulver fein säuberlich verteilen, es mit klarem Harz versiegeln und das ganze danch noch einmal dünn abschleifen. Was sie an Schutz für die Nacht aufbringen konnte würde sie dort einfliessen lassen. Die Wüste konnte Nachts wunderliches erschaffen und die Zauber würden dafür Sorgen das es draussen aus dem Zelt blieb und sie sicher drinnen.

Sicherheit-sie sah zu den Schriftrollen auf dem Tisch und ihr Gesichtsausdruck wurde ernst. Zwei der stärksten Zauber der arcanen Welt, gebannt auf Pergament und nur ein paar draconische Worte, nur ein flüstern auf ihren Lippen und die Tore des Abyss würden sich öffnen, wenn... ja wenn. Still erhob sie sich und nahm die Spruchrollen vom Tisch. In jedes ihrer Kleider hatte sie eine Falte einnähen lassen und dort verwahrte sie diese nun in der Hoffnung sie nie benutzen zu müssen.
06.02.2009 11:10:56
Aw: Blut von meinem Blut (#22213)
sommerwind
Seit er wusste das es ein Übungsgefecht mit den Zwergen geben würde war Mortog sehr beschäfftigt. Er nahm seine Vorbereitungen dazu sehr ernst und Nelifar durchstreifte mit ihm die Gegend; hatte er sich doch in den Kopf gesetzt den Zwergen zu zeigen wieviel Schaden ein guter Pfeil machen konnte und so kamen sie ziemlich bepackt in der Werkstatt an. Still sah sie ihm zu wie er konzentriert arbeitete bis sie nach vorne in den Laden musste um einen jungen Mann einen Bogen zu verkaufen. Mortogs Fluchen war allerdings bis vorne zu hören als ihm das Holz zerbrach und Nelifar war sich sicher das ausser dem Kunden auch halb Mirhaven das gehört haben musste. Ausserdem war sie sich auch sicher das er beim Fluchen auch schon für die Zwerge übte so wie er sich anhörte.

Nach einer versteckten Drohung an die Dryade in der Werkbank von Nelifar und einer kurzen Pause in der sie Mortog ablenkte von der arbeit gelang es ihm schlussendlich und zufrieden verwahrte er für den Tag des Gefechtes die Pfeile. In der Nacht schlich Nelifar sich dann aus seinen Armen und betrachtete den Anleger der Binge aus verschiedenen Positionen. Selbst wenn es eine Übung war wollte sie nicht das er Verletzt wurde und durch gute Vorbereitung konnte man viel verhindern. Wenn sie auch nie viel von ihrem Vater gehalten hatte, nutze sie nun sein Wissen und akrybisch schritt sie das Gelände ab bis sie zufrieden war und nach Mirhaven zurück kehrte.

Leise erzählte sie ihm was sie dachte und ging dann mit ihm zu Bett, doch konnte sie noch nicht schlafen und streichelte Callir der schnurrend bei ihr lag. Bahira war zum Glück da gewesen, doch nur kurz, die Wilden würden Nelifar zur Not mit den Ledern helfen können doch würde sie lieber noch abwarten bis Bahira sich dazu äusserte. Die schöne Elfe Silivren würde bestimmt einen Weg finden beides zu besticken, so kunstvoll waren Silivrens Stickereien an ihrer Kleidung gewesen das sich Nelifar da ganz sicher war. Das Steinpulver für die Schnitzereien war gut verwahrt in Nelifars Taschen und eigentlich ging es gut voran mit den Vorbereitungen für den Zeltbau, doch lies sie die letzten Tage an sich vorbei ziehen ware es immer Mortog gewesen der ihre Tage und Nächte lebendig und einzigartig werden lies. Von Callirs schnurren begleitet schloss sie die Augen und dachte im schlaf noch an ein Versprechen.
10.02.2009 13:36:31
Aw: Blut von meinem Blut (#22320)
sommerwind
Aus dem nichts schoss Ronna hervor und stürzte sich auf eine Gruppe Zwerge die ihren Gefährten angriffen. Die wütende Wölfin machte keinen Unterschied ob Übung oder Ernstfall. Als sie sah wie Mortog bedrängt wurde war sie bei ihm. Doch die Zwerge nahmen keine Rücksicht. Nelifar sah mit Schrecken wie erst Ronna zu Boden ging, Andariel folgte unter den Schlägen der Schlachtenwüter zu Boden gerungen bald und Nelifar sah mit entsetzen wie Sarah ausser gefecht gesetzt wurde die sich heftig wehrte und immer wieder Grandolf heilte der die geballte Wucht der zwergischen Verteidigung abbekam, aber auch er wurde bezwungen. Sich umsehend schwärmten nun die Zwerge aus, der Schlüssel den es zu erobern galt war bei Mortog und geschickt verbarg er sich und schoss immer wieder gezielte einzelnde Pfeile auf die Zwerge. Selbst Nelifar gelang es nur ab und an einen Blick auf ihn zu werfen, dann verschwand er ganz aus ihrer Sicht.

Als sie Argoin bei Mortog sah ging ihre Sorge fast mit ihr durch, er lag dort still und regte sich nicht mehr, Meister Grimmaxt über sich in Begleitung eines anderen Zwerges. Sie kniete an seiner Seite nieder und küsste ihn mit den Willen der Verzweiflung und grummelte leise ob er so seine Versprechen zu halten pflege. Andariel und Neobee halfen mit ihren heilenden Kräften und während die Zwerge ihren Sieg mit dem Bier feierten das sie so hartnäckig verteidigt hatten brachte sie ihn nach Hause. Zum Glück verheilten seine Wunden schnell und es schien zuerst schlimmer als es dann war. Als sie seine Wunden versorgte sah man deutlich die blauen Flecken von den Axtstielen. Ronna hingegen hatte Prellungen an den Rippen und würde nun ersteinmal bei ihnen in der Werkstatt bleiben. Komischerweise verhielt Callir sich ruhig. Mortog fand das gar nicht sonderlich, aber er dachte ja auch das Callir ein braver Kater sei.

Ein paar Tage später konnte Mortog sich wieder normal bewegen, zwar humpelte er noch etwas wenn Nelifar in der Nähe war aber das hielt sie nicht ab mit ihm Bahira auf zu suchen. Sie wusste recht gut das das Humpeln auf hörte wenn sie aus dem Zimmer ging. Als sie bei ihr eintrafen sang Bahira leise ein altes calshitisches Lied, Nelifar meinte es zu erkennen und hätte noch zu gerne weiter gelauscht aber Bahira brach schnell ab als sie die beiden bemerkte. Wie erwartet fand Nelifar hier die Stoffe die sie für den Zeltbau benötigte. Bahira würde schon bald die Ware liefern können und sie dann an Nelifar nach Mirhaven weiter versenden. So wechselten dann mehrer tausende Goldstücke an diesen Abend den Besitzer. Mortog bekam recht grosse Augen bei der Summe doch Nelifar schien nur glücklich endlich das passende gefunden zu haben. Sie fand eher Bahiras Sklaven etwas befremdlich. Er schien stark verletzt, wie in Feuer gebadet jedoch versorgte ihn Bahira mit einer Fürsorge die Nelifar ihr so gar nicht zu getraut hätte. Doch passte er ausgezeichnet in Bahiras recht exotisch anmutendes Haus und erst als sie wieder draussen waren fiel Nelifar auf wie wohl sie sich dort gefühlt hatte. Um so mehr freute sie sich darauf das Zelt nun bald errichten zu können. Ein Stück Calimshan für Mortog und sie, mitten auf Amdir.
15.02.2009 21:29:25
Aw: Blut von meinem Blut (#22523)
sommerwind
Hochgehoben sank ihr Kopf an seine Schulter und auf den langen Weg von Valvec nach Mirhaven schlief sie sicher in seinen Armen. Er trug sie, zerschunden und kaum noch in der Lage zu stehen wie sie war, von den Eingang des Unterreiches bis nach Hause.

Blut rann aus ihren Wunden. Leise hörte sie das Flüstern der Drow an ihrem Ohr.

[color=#000080]Siehst du ihn kleines Menschenweib? Er wird kommen um Dich zu holen. Er wird Dich nicht bei uns lassen wollen. Du wirst sein Untergang sein und ich werde mich rächen in Loths Namen für so viele Kinder der Spinnengöttin die er gejagt hat und dann werden wir beide viel Spass haben wenn ich dir Deine weiche Haut von Deinem Fleisch ziehe[/color].

Nelifar spürte die Hände der Dunkelelfe an sich, dann schaute sie mit gequälten Blick hinauf zu den Balor den die Tochter der Spinnengöttin gerufen hatte und der sie bewachte. Zu mächtig war die Klerikerin gewesen, jeden ihrer Zauber hatte sich getroffen von den Flüchen der Dunkelelfe um sie aufgelöst und nun konnte sie nichts mehr als tatenlos zusehen wie die Drow versuchte Mortog fest zu setzen mit ihr als Köder. Langsam spürte sie wie ihr Leben aus ihr floss. Heiss war das Blut an ihr, benetzte das Leder, versickerte in den kalten Boden auf den sie lag. Es war die Hölle in der sie sich sah, gezwungen zu sehen wie er sterben sollte. Sie wollte sterben, sie wollte es nicht mit ansehen, sie wollte nicht ohne ihn sein.

Flammende Pfeile erhellten das dunkle Grauen um sie, die Drow fiel, gellende Schreie durchdrangen die Gänge, dann war es still und er bei ihr. Sie flohen, Nelifar wusste nicht wie sie es schaffte mit zu kommen, er zog sie mit sich und ihre Beine bewegten sich ohne Nelifars eigenen Willen bis sie draussen atemlos auf ihre Knie stürzte und kurz darauf in auf seinen Armen war.
16.02.2009 12:15:42
Aw: Blut von meinem Blut (#22541)
sommerwind
Sie wusste nicht wie lange sie im Bett gelegen hatte, meist wenn sie die Augen kurz öffnete war Mortog bei ihr und Callir. Ihre Träume waren das Entsetzen schlechthin das sie immerwieder neu durchlebte. Sie hörte sich sprechen, hörte sich wie sie die Dunkelelfe anschrie um dann wach zu werden und kurz in Mortogs besorgte, sanft blickenden Augen zu sehen. Als sie wieder einmal aufwachte sprach er von Sarah zu ihr und das sie sich sorgen machte und sie gern sehen würde. Nelifar willigte schwach lächelnd ein, sie mochte Sarah und es würde Mortog die Sorgen nehmen.

Auswirkungen eines Zerstörungsfluches hafteten an Nelifar, verhinderten ihre Heilung. Umso günstiger war es das Sarah zu ihr kam und dies erkannte. Mühevoll behandelte sie Nelifar, noch mühevoller war der Prozess für Nelifar den die Genesung war wiederum mit Schmerzen verbunden. Entkräftet sank sie in die Kissen und Mortog nahm besorgt Sarahs Ratschläge an wie Nelifar zu pflegen sei und wie lange sie im Bett bleiben musste. Sie versuchte ihm mit kleinen Scherzen die Angst um sich zu nehmen und Sarah blieb noch bei ihr am Bett während Mortog sie umsorgte. Nur kurz erzählte Nelifar Mortog davon was die Drow ihr gesagt hatte, leise ergänzte sie gegenüber Sarah den Rest den sie ihm vorenthalten hatte. Nelifar wusste nicht wieviel er wusste, wusste nicht was sie im Traum gerufen hatte oder wie viel er zu ahnen schien.

Nach einer Weile kam Grandolf zu ihnen. Besorgt stand er in dem kleinen Schlafzimmer und erkundigte sich nach ihrem Befinden und dem Gerede welches es schon in der Stadt deshalb gab. Doch Nelifar war geschwächt und hörte still Mortogs Erklärung zu als sie immer tiefer in die Kissen sank, schlussendlich unter der Decke verschwand und ruhig atmend in einen traumfreien Schlaf entglitt.
19.02.2009 08:16:22
Aw: Blut von meinem Blut (#22624)
sommerwind
Einige Tage und Nächte wurde sie noch durch Fürsorge an das Bett gefesselt, Grandolf hatte es recht passend bei den letzten Besuch der Geschwister bei Mortog und ihr ausgedrückt aber nun durfte sie endlich aufstehen.

Aus Angst das sie sich überanstrengen könnte spazierten sie nicht weit, nur in den nahgelegenden Silberwald und noch nicht in ihre geliebte Wüste, aber der Strand an der Adlerküste war auch sehr schön, erstrecht für abgeschieden Gespräche die nicht von herein eilenden Kunden unterbrochen wurden, selbst wenn der Anlass für das Gespräch nicht so erfreulich war.

Nelifar fühlte sich soweit wie immer, nur wenn es dunkel wurde erfasste sie ein unruhiges Gefühl und ihre Hand lag unbewusst immer auf den Griff ihres Kukris am Gürtel, doch innerhalb der Stadt fühlte sie sich sicher bei Mortog. Auch wenn sie des Nachts weiterhin ihr Kukri unter das Kissen legte lebte sie fast ihr normales Leben wieder und war auch schon mit Mortog in der Eishöhle gewesen Edelsteine für den Laden zu besorgen. Er hatte mehrere Lieferanten eingestellt um mehr Zeit für sie zu haben und sie genoss dies und machte bereits wieder Pläne. Bald würden sie seinen Geburtstag feiern und sie war schon recht aufgeregt.

Doch dann kam alles anders.
03.03.2009 10:49:53
Aw: Blut von meinem Blut (#23231)
sommerwind
Das Schild, welches Mortog bei ihrer Flucht vor den Drows an die Tür der Bognerei gehangen hatte war noch dort. Sie legten erstmal keinen Wert darauf sofort wieder zu öffnen.

Nelifar verursachte zunächst ein heiloses Durcheinander als sie zurück waren, überall flogen ihre Sachen herum und sie machte sich dann ohne sich weiter darum zu kümmern auf die Suche nach Callir. Sie brauchte nicht lange suchen, ihr erster Anlaufpunkt war der Lotus wo er auch schnurrend die Tieflingsfrau umschwänzelte. Als sie mit ihm wieder aus dem Lotus kam flitze er sofort zu Mortog und gemeinsam gingen sie zurück in die Bognerei.

Durch Zufall kamen sie bei dem Gespräch über die Tieflingsdame des Lotus auf Mischwesen zu sprechen und nach kurzem herumdrucksen Seitens Nelifars gegenüber Mortog warum sie so viel darüber wusste, erzählte sie ihm von ihrer Mutter und zeigte ihm ein gemaltes Portrait von ihr, welches Nelifar von ihr hatte. Mortog war zunächst recht sprachlos, nicht zuletzt weil sein Mund recht lang aufstand, aber es lenkte ihn auch sehr von den Geschehnissen der letzten Tage ab und so vermieden sie es so gut es ging über Drows und erst recht über untote Drows zu reden.

Am nächsten Morgen stand Neli früh auf und wühlte das Lager durch. Die Liste war recht lang die sie erstellte, so viel Material mussten sie beschaffen. Am dringensten war der bestand an Pfeilen auf zu füllen, der Kampf mit den Dunkelefen hatte ihn enorm geschrumpft und sie ging nach dem sie Mortog der noch schlief geküsst hatte hinaus zum Kloster.
04.03.2009 10:27:18
Aw: Blut von meinem Blut (#23296)
sommerwind
Von Hohenbrunn zurück kehrend fragte sie sich in der Bognerei sich umsehend was sie nun machen sollte. Der rechte Wille Material zu holen fehlte ihr, als ihr Blick zu den sorgfältig beschnitzten Stämmen aus Drachenholz fiel. Mit einem spitzbübischen grinsen bündelte sie es und begab sich in die Wüste zur Oase. Nach dem sie mit den Wyvern geklärt hatte das sie sich nicht vertreiben lassen würde konnte sie das Gerüst des Zeltes aufbauen. Sie wusste das es einfach und schlicht werden würde, aber sie wollte in ihre geliebte Wüste, es war der einzige Ort an dem sie tatsächlich zur Ruhe kam.

Sie überlegte wann wohl das Schiff von Bahira mit der Wahre antreffen würde, dabei wurde ihre Miene ziemlich ernst. Wenn die Stoffe eintreffen würden müssten sie zu Silivren nach Elboria. Nelifar wusste nicht wo sie die Kraft dafür hernehmen würde, als sie gestern den fremden Elfen gegenüber stand war da nur noch der Hass auf die Drows in ihr. Die verherenden Kriegsschreie waren wieder in ihren Ohren, die Todesdrohungen, die Befehle sie alle zu vernichten, das Flüstern der Klerikerin die sie häuten wollte. Sie schloss die Augen und holte tief Luft, sie wusste das die Elfen Elborias nicht so waren wie ihre dunklen Verwandten, sie war lang genug dort in der Lehre bei Ororus gewesen. Sie versuchte sich an Andariel zu erinnern, an Isiliyen und auch an Silivren, aber immer wieder schoben sich die roten Augen der Drows davor die sie verhasst ansahen und genauso kochte dabei die Wut in Nelifar wieder auf. Sie hasste sie aus tiefsten Herzen.

Als das Gerüst stand fuhr sie nach Mirhaven zurück und holte die gegerbten Lederstücke aus der Werkstatt um sie zur Oase zu bringen. Konzentriert bespannte sie die Stämme damit und gab sich Mühe nicht weiter an die letzten Tage und Nächte zu denken, sie sollte ihren Blick nach vorne richten. Die Zwerge schienen ihr wie ein Hoffnungsschimmer das Übel das im Dunkeln lauert zu vernichten. Vielleicht, wenn sie wissen würde das es ausgestanden war, vielleicht könnte sie dann Silivren wieder gegenüber treten oder überhaupt einen Elf.
06.03.2009 12:55:03
Aw: Blut von meinem Blut (#23431)
sommerwind
Bevor die Sonne aufging war sie schon wieder von ihren Übungen zurück. Kaum hatte sie die beiden Säbel verstaut und Mortog gefragt ob sie denn Laden nun wieder eröffnen würden war auch schon der erste Kunde wieder da. Nelifar war sich sicher das es besser sei ein neues Geschlossenschild an der Tür auf zu hängen als der endlich fort war. Erst kein Gold haben, dann frech werden wenn man ihm sagt gegen was er die Köcher tauschen könnte und am ende noch Mortog als arroganten Elf bezeichnen. Das Mortog ihm nicht sofort den Hals umdrehte war alles.

Sie beschlossen danach zum essen in den Drachen zu gehen. Mortog hatte wieder riesen Hunger, das ganze Trockenfleisch welches sie auf ihrer Flucht bei sich hatten war daran nicht ganz unschuldig. Das Essen bei Marla war seit ihrer Flucht die erste, anständige Mahlzeit, doch auch hier platzte Mortog fast der Kragen. Am Aushang sah er eine Bekanntmachung des Fürsten , die er ihr sofort schimpfend und grummelnd zeigte. Als Nelifar sie gelesen hatte schüttelte sie nur den Kopf.

Beim essen erzählte sie ihm das sie nicht nur den Kampf mit zwei Klingen geübt hatte sondern auch einen Zauber an den Riesen. Neugierig wollte er ihn gerne sehen und so brachen sie in den Silberwald auf. Als sie auf die ersten Worge stiessen murmelte Nelifar kurz zwei draconische Wörter und beide Worge blieben an der Stelle fest gehalten stehen. Langsam ging Mortog zu ihnen und berührte beide, gehalten durch den Zauber konnte man die magischen Bestien wie junge Hunde streicheln. Danach nahmen sie sich an der Hand, ignorierten die morschen Bäume die sonst fällten damit sie niemanden erschlagen beim nächsten Sturm, liessen die Worge weiter am Waldesrand auf harmlose Abenteurer warten und spazierten weiter den Fluss entlang bis in den späten Abend. Sie hatten, dank der Lizensen ,einen wunderschönen Tag am Fluss.
06.04.2009 15:06:35
Aw: Blut von meinem Blut (#24788)
sommerwind
Lange gingen sie am Ufer des Flusses durch den Silberwald, seit sie vor der Brücke abgebogen waren um den Worg zu folgen dessen Spur Nelifar mit Mortog verfolgte waren sie weit ab des Weges gekommen. Doch dies war egal, Nelifar hörte Mortog zu und kniete neben ihn am Boden während er ihr die Fährte so gut er konnte erklärte. Die grösse der Pfote mit den Abständen der Krallen verglich, ihr anhand des Regenwassers in dem Abdruck erklärte das der Worg, ein Jungtier , noch nicht lange hier vorbei kam. Selbst das es mehrer waren und nicht nur einer. Nelifar hörte still zu und merkte sich alles. Langsam wollte sie sich dann an die beiden Jungtiere heran schleichen um zu sehen ob sie richtig gelegen hatten , als diese auch schon vor ihr standen und sie angriffen. Bei all dem zuhören und erklären hatten beide nicht darauf geachtet das die Worge sich an sie gechlichen hatten. Dabei bemerkte Mortog das Nelifar schon besser geworden war im Kampf mit den beiden Säbeln und sie beschlossen in die Wüste zu gehen nach dem er gehört hatte das sie dort an der Oase für sich geübt hatte.

Auf dem Weg dorthin überlegte aie ob es nur Mortogs Neugier war als er sie nach der Zauberei gefragt hatte oder ob er ernstlich daran dachte sie zu erlernen. Sie wusste wie ungern er las und es würde schwer für ihn werden, aber wenn er es wollte würde sie ihm helfen so gut es eben ging.Sie würde abwarten ob er sich wirklich die wenigen Bücher von ihr dazu nehmen würde.

In der Oase war dann weithin das aufeinander schlagende klirren von Metall zu hören, sie schenkten sich nichts und es gab eineige blaue Flecken wenn die Breitseiten im letzten Moment den Körper des anderen traf anstatt der tödlichen Klinge. Erst am Abend hörte es auf und wurde von Nelifars hellen Lachen abgelöst.
15.04.2009 09:18:04
Aw: Blut von meinem Blut (#25144)
sommerwind
Es war ihm ernst und nachdem sie ein passendes Buch über Zauber für ihn in dem Stapel gefunden hatten lernte er tatsächlich einen Zauber nach dem anderen. Es waren Naturzauber die ihm erstaunlich leicht von der Hand gingen, doch Nelifar wunderte sich kein bischen darüber. Zu gut wusste sie wie stark sein Wille war wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hatte. Das beste Beispiel war mal wieder grade eben erst passiert. Sie waren an die Adlerküste gegangen, erst machte er ein grosses Geheimniss aus irgendwelchen Pergamentrollen die auch noch leer waren, -was Nelifar allerdings erst bemerkt hatte nachdem sie ihn diese abgeluchst hatte- und dann veriet er ihr nicht was er mit der Zeichnung von ihr, die er gemacht hatte, vorhatte.

Lediglich das er vergessen hatte wie man den Rindenhautzauber wieder aufheben konnte lenkte sie von ihrer brennenden Neugier ab. Abschaben wollte er sich nicht lassen, also steckte Nelifar das Kukri wieder fort, das abnesteln der Rinde mit den Fingern stellte sich auch als recht langwierig dar. Die Rinde bedeckte ihn lückenlos und war wirklich überall. Als er anfing sich zu überlegen wer sich nur so einen Zauber einfallen lassen konnte, waren sie sich fast sicher das das nur ein druidischer Elf gewesen sein kann und lachend wollten sie nach Hause. Irgendwie musste die Rinde sich ja wieder lösen lassen.
20.04.2009 11:44:32
Aw: Blut von meinem Blut (#25380)
sommerwind
Da war er also-Jeremias,-die andere Rumleiche. Nelifar war sich noch nicht sicher ob sie ihn mochte. Jedesmal wenn sie grade dachte er sei nett kamen wieder Sprüche die sie vom Gegenteil überzeugen wollten. Die draconische doppeldeutige Aufforderung ihm ihren Hort zu zeigen oder der schlechte Versuch ihr weis zu machen Mortog wolle sich die Hörner abstossen. Dennoch hatte er geholfen das Zelt weiter zu bauen, hatte sich durch die Wyvern dafür gewagt und zuletz als sie am Feuer sassen gab es doch die ein oder andere Unterhaltung ohne das es sich um Schlafzimmergeschichten drehte. Nun ja,-Mortog mochte ihn und das reichte Nelifar erstmal. Sie musste ihm ja nicht ihr Leben oder sonst etwas anvertrauen, doch fragte sie sich ob jeder der Sharess diente so darauf fixiert war etwas ins Bett zu bekommen. Das meiste nahm Neli allerdings mit Humor auch wenn sie sowas alleine schon von ihrer Erziehung nicht gewohnt war.

Mortog hatte viel gelacht und das war die Hauptsache. Grinsend erinnerte sie sich bevor sie einschlief an die beiden Männer die versuchten die Stämme in den Boden zu rammen und dann auch noch Schaufeln wollten um sie ein zu Graben-im Sand!!! Nachdem Nelifar ihnen gezeigt hatte wie man sowas ohne Werkzeug bestelligt schafften es aber beide doch und Nelifar fertigte die Querverstrebungen. Mortog hob sie dann an und gemeinsam mit Jeremias legten sie diese in die dafür vorgesehenen Kerben die tief in die Stämme geschnitz waren. Nelifar lies darauf die Zeltwände wieder herab rollen und legte die Leder und Felle über den Sandboden im Zelt inneren.

Einige Zeit blieben sie noch dort, tranken Met und aßen Früchte während sie erzählten. Dann begleiten sie Jeremis zurück auf den Weg und kehrten nach Mirhaven zurück.
24.04.2009 11:01:02
Aw: Blut von meinem Blut (#25485)
sommerwind
Nein wie frech, die beiden lachten sich kringelig darüber das sie sich vertan hatte, als ob sie als Calshitin immer alles verstehen müsste was sie auf ihrer Sprache fragten. Funkelnd sah sie Jeremias und Mortog an, als Jeremias dann noch Sprüche machte trotz der Wahrnung ihn zu schrumpfen tat sie es einfach und verdutzt sah er sie aus dem hohen Gras an, und um Mortog nicht zu benachteiligen schrumpfte sie ihn direkt mit. Als sie dort so sassen kamen sie auf den Gedanken nach Hohenbrunn zu fahren , zum einen weil Mortog sich so endlich mal nicht den Kopf stossen würde, zum anderen weil Jeremias so auch die Hinfrauen beglücken wollte. Also schrumpfte Nelifar sich selbst auch noch und gemeinsam gingen sie nach Hohenbrunn über Mirhaven, Mortog ziemlich beschämt über seine geringe Grösse und darauf bedacht das ihn so keiner erkennt und wärend sich Jeremias und Neli einen Spass daraus machten ihn damit zu necken -kam es wie kommen musste, Mortogs Freund Palantir stand dort mitten auf der Strasse und unterhielt sich mit einer sehr schönen Frau die sich als Nela später vorstellte und einem Mann der bald darauf ging. Mortog schlug die Hände vor das Gesicht und drückte sich an der Wand entlang, doch es nützte nichts, er hatte ja Neli und Jeremias dabei die dafür schon sorgten das er erkannt wurde. Palantir staunte nicht schlecht. Nelifar sah wie sich Jeremias um die Frau bemühte und schlug ihm vor sie auf das" Rechte Mass" für seine jetzige Grösse zu bringen.

Gesagt getan und schon war die Schöne genau richtig für Jeremias. Kaum sah Mortog das deute er Nelifar zu Palantir, der sich sichtlich freute endlich mal viel grösser als Mortog zu sein-ja überhaupt mal der Grösste zu sein...bis er so klein war das er als Mäusereiter durch gehen konnte nachdem Nelifar auch auf ihn den Zauber wirkte.

Unter kleineren Komplikationen wie viel zu hohe Stufen vor dem Anleger zum Schiff, oder Callir der auftauchte und sich schnurrend auf jeden stürzte dem er in die Augen sehen konnte, gelangten sie dann nach Hohenbrunn und gingen zum Lagerfeuer. Nachdem sie Palantier aus dem Stroh befreit hatten und eine mehr als aufdringliche Kuh loswurden endete der Abend für Mortog und Nelifar damit die Hinhäuser zu erkunden und dann schnell nach Hause zu flitzen um auf dem Bett trampolin zu springen. Es war ein schöner Abend gewesen und sie würde noch lange lachen wenn sie an Palantir denken würde, den Mortog meist Feuerkäfer genannt hatte.
01.05.2009 09:41:34
Aw: Blut von meinem Blut (#25702)
sommerwind
Langsam wurde sie besser und folgte immer ausdauernder und erfolgreicher den Fährten die Mortog ihr legte, auch wenn er ihr viel Hilfe dabei gab und sich hinter zu schmalen Baumstämmen versteckte, war es schon recht schwer ihn überhaupt zu finden wenn er Vorsprung hatte. Als sie nach Hause gingen erzählte sie ihm von Borandurs Antwortschreiben und las es ihm später auch vor. Er schien erleichtert, gab er sich doch immernoch die Schuld für das Unheil unter der Erde. Nelifar sah das jedoch anders, die Drow hatten sie gejagd und wurden selbst zum gejadten. Sie würde ihn begleiten dort hinab-auch wenn sie sich fürchtete. Die Zwerge an ihrer Seite machte sie sicherer und nie würde sie ihn dort alleine lassen auch wenn er Angst um sie hatte weil die untoten Dunkelelfen nach Frauenblut verlangten.

Wie tief das Unbehagen war erkannte man recht deutlich als eine Kundin nach Arandurwaren verlangte. Sie nahmen es lieber mit den Dämonen unter der Binge auf als einen Fuss in die Dunkelheit der Drow zu setzen. Ein wenig musste sie schon lächeln als sie daran dachte wie Thorem und Grandolf sie damals zu den wertvollen Erz gebracht hatten. In Ohnmacht war sie vor Schreck gefallen als der erste Dämon auf sie zu gestürmt war-aber gestern hatte sie Seite an Seite mit Mortog gekämpft und sie waren fast ohne Blessuren zurück gekehrt. Sie hatte viel gelernt seit dem, im Schwertkampf wie auch im wirken der Magie-aber würde das reichen?

Nelifar drehte sich auf die Seite und betrachtete Mortogs Gesicht im dunkeln. Ruhig und entspannt schien es wie er so da lag und schlief. [color=#0000FF]Als würde es kein Unheil geben [/color]dachte sie.
12.05.2009 14:28:03
Aw: Blut von meinem Blut (#26073)
sommerwind
Jede kleine Stelle ihres Körpers schmerzte, zu dem dröhnte ihr Kopf. Sie nahm an das das Dröhnen ein Nachhallen des Einflusses war den der untote Priester der Drow auf sie gehabt hatte. Hard hatten sie sich an der Seite der Zwerge bis unten geschlagen, zurück zu dem Lavasee an dem das Unglück seinen lauf nahm und nun war es vorbei... endgültig. Die mächtige Axt Borandurs hatte den Altar des Vheraun-Anhängers gespalten und den Fluch ein für alle mal beendet. Doch zu vor wäre es fast schief gegangen, nicht weil die Kämpfe ihnen alles abverlangten oder weil das Portal sie zunächst nach Valvec geführt hatte, sondern weil sie sich fast hätte freiwillig opfern lassen. Im letzten Moment kam sie noch zu sich und wehrte sich so gut sie konnte. Mortog war bei ihr um sie zu beschützen obwohl sie ihm zuvor entwichen war und Borandur wich nicht von ihrer Seite während die Priester der Untoten und ihre Magier sie angriffen und die halbe Hölle dafür zu beschwören schienen um doch noch ihr Blut zu vergiessen. Runar, Tyrion und Kilburt griffen die dämonische Brut an und einer nach den anderen viel den zwergischen Äxten und Mortogs Pfeilen zum opfer.

Als es still wurde von dem Kampfschreien und dem der Erschlagenen sammelten sie die Leichen auf und in der Lava des Sees wurden sie zu Aschen. Die Last die von ihren Schultern wich als es beendet war, war so gross wie die Schuld die Mortog zuvor auf sich geladen hatte als er das Blut des Priesters auf dem Altar vergossen hatte. Selbst so tief unter der Erde schien es Nelifar als könne sie nun freier atmen sogar in der heissen, stickigen Luft dort. Wie sehr musste es Mortog belastet haben dies alles ausgelöst zu haben, auch wenn es unabsichtlich geschah. Die Zwerge hatten alles gegeben und Nelifar würde ihnen immer dankbar dafür sein. Genau wie ihr dort unten klar wurde das sie Mortogs Seite nie mehr verlassen würde.

Krusten von Blut, Staub und Schweis lösten sich in dem warmen Wasser um sie, doch das meiste Blut stammt zum Glück nicht von ihr. Vorsichtig wusch Mortog ihren Rücken mit einem Schwamm, er hatte sie noch nicht einmal in das Wasser geworfen sondern hienein getragen da sie voller blauer und grüner Flecken war. Nelifar wollte gar nicht mehr raus aus dem Wasser welches ihren Körper für sie zu tragen schien, doch ein warmes Feuer im Kamin war auch verlockend um dort in ruhe zu liegen und die Gedanken von dem furchtbaren Geschehen im Unterreich ausklingen zu lassen und an die Zukunft zu denken.
13.05.2009 23:32:04
Aw: Blut von meinem Blut (#26139)
Ironman
Nach einigen Bieren zurück in der Runenwerkstatt, sitzt Runar am Werktisch. Sein Buch "Geschichten Amdirs" vor sich liegend, die Schreibfeder in der Hand.

So so, wieder mal die Völker Amdirs gerettet, fragt sich nur vor wem? Diese Hum sind wie Kinder, selbst wenn sie ihr hohes Alter ereicht haben, denken sie selten über ihr tun nach.
Wie kann man nur auf die Idee kommen, Blut auf dem Altar des Vheraun zu vergießen. Mortog ein guter Freund der Dwar, die Ohren sollte man ihm lang ziehen, bis er unter den Olven nicht mehr auffällt. Fast hätte er sein Weib Nelifar verloren.
Der Untote Priester wollte das Blut der Hum. Macht hatte er, seine Rufe nach den Hum waren weit zu hören. Selbst am Leuchtturm immer wieder die Stimmen. Vermutlich hat er versucht Macht über ihren Verstand zu erlangen. An der Seite der Dwar Mordinkin Borandur, Tyrion und Kilburt haben sich die beiden nicht schlecht geschlagen. Nur dem starken Willen aller war es zu verdanken, dass wir es bis zum Ort des Bösen geschafft haben.
Der Opferaltar des Priesters konnte der Axt Borandurs nicht standhalten. Zu stark sind die Götter der Dwar und der Willen der Kämpfer und Horm.
Doch stellt sich wieder die Frage, wer oder was ist das Übel. Die Bösen oder die Hum die immer wieder mit ihrer Neugier neue Gefahren für alle Völker herauf beschwören.
Ohne unsere Hilfe würden sie sich selbst auslöschen oder vielleicht mit mehr Schmerzen aus ihren Fehlern lernen. Sie sind wie törichte, neugierige Kinder, doch sie werden immer mehr. Vielleicht sind sie einmal unser aller Tod.

In Gedanken vertieft stellt Runar das Buch zurück ins Regal.
Leise vor sich hin redend. Bis bald, bei soviel Dummheit wirst du schnell gefüllt sein.
19.05.2009 08:19:55
Aw: Blut von meinem Blut (#26290)
sommerwind
Langsam verloren die dunklen Höhlen ihre Schrecken für Nelifar. Sie ging zwar immer noch ungern unter die Erde, doch bei weiten angstfreier wie in den Letzten Monden.

Viel hatte sich getan was Mortog und sie ablenkte und den Alltag wieder einzug halten lies den sie im gegensatz zu sonst schon zu begrüssen schien. Der Tischler hatte das Haus umgebaut und als sie nach oben trat war sie eine ganze Weile recht sprachlos, was selten bei ihr passierte. Sah es zuvor immer so aus als würde jemand vorübergehend in der Werkstatt hausen hatte der Tischler aus Mortogs vielen Ideen ein wunderschönes und gemütliches Heim geschaffen. Natürlich hatte Mortog es sich nicht nehmen lassen sie mit Jeremias vorher noch mehr auf die Folter zu spannen. War sie am anfang doch skeptisch ihm gegenüber gewesen, mochte sie ihn mittlerweile. Doch als sie ihn einlud mit nach oben zu kommen musste er noch dringend etwas erledigen und so rauschte Nelifar vor Neugier kurz vorm platzen in das Haus hinter Mortog her. Alles hatte sich verändert, selbst die Werkstatt hatte nun einen Schiesstand und Mortog hatte sogar das Lager aufgeräumt und umsortiert. Nur einen Wehrmutstropfen hatte das ganze-der Tischler hatte die Werkbank beschädigt und bevor keine neue Gebaut war konnten sie nicht mehr arbeiten.

Als Nelifar den Flur über die Treppe nach oben betrat musste sie lachen. Neben den Ohren des Drowpriesters hing Mortogs neue Zielscheibe- eine schielendes Drowbild das schon mit Pfeilen gespieckt war. Dunkel war es hier und die Trophäen zeigten deutlich das hier ein Jäger wohnte. Sie überlegte wieviele Einbrecher von hier aus weiter gehen würden und lachte für sich weil sie sicher war-wenn nur äusserst vorsichtig und sehr wenige.

Als sie oben ankamen wurde es heller, gemütlicher und alles schien mit viel Liebe arrangiert zu sein. Hier sah sie auch den Grund für die Heimlichkeiten zwischen Mortog und Jeremias. Eine Statur von ihr stand dort. Fassungslos sah sie in ihr eigenes Gesicht. Mortog hatte sie nach einer Zeichnung von ihr anfertigen lassen und Nelifar konnte es kaum fassen wie ähnlich sie ihr geworden war.

Sie betrachtete alles nach und nach. Freute sich das sie nun eine Küche hatten, machte jubelsprünge als sie die begehbaren Schränke für sich sah und machte sofort gedanklich eine lange Liste von Kleidern die sie sich fertigen lassen würde und lachte als sie den kleinen Schrank entdeckte in dem Mortog seine wenigen Sachen weit ab von ihren Schränken in Sicherheit gebracht hatte. Schon träumte sie davon vor dem Kamin Wein zu trinken als sie das Badezimmer sah und alles was sie wollte nur war dort hinein zu kommen. Aber das musste noch etwas warten. Denn nun wollten sie auch schon in die Wüste denn das Zelt war auch fertig errichtet und da Mortog fast so neugierig war wie sie selber wollte er es nun auch endlich sehen.

Den Weg wählten sie über den Anleger der Zwerge und so kamen sie an einer Höhle vorbei aus der Nelifar ein tiefes brummen hörte. Doch beeilten sie sich weiter zum Zelt zu kommen und als sie Mortog das kleine Calimshan gezeigt hatte das sie dort geschaffen hatte für ihn und sich verbrachten sie die Nacht dort und kehrten erst am nächsten Morgen zurück nach Mirhaven.

Es zeigte sich das es noch länger dauern würde bis sie wieder eine Werkbank hätten und so entschlossen sie sich in den Silberwald zu gehen. Nicht wie sonst gingen sie zur Küste sondern wählten den Weg Waldeinwerts, bis sie den grössten Baum sahen vor dem sie je standen. Nelifar entdeckte so etwas wie eine Tür und schon brannte ihre Neugier wieder mit ihr durch und sie verschwand im inneren und natürlich folgte Mortog ihr anstatt sie davon ab zu halten. Ein wenig peinlich war es ihr schon als in sie einer Wohnung standen anstatt wie erwartet einfach nur in einem hohlen Baum, aber das verging schnell als sie sahen das dort Yillvina und Beldar wohnten. Sie blieben dort bis Beldar einschlief und verliessen die beiden mit der Gewissheit sie bald wieder zu sehen um mit ihnen einen Abend in der Wüste zu verbringen. Noch auf dem Heimweg war Nelifar völlig fasziniert davon wie die beiden dort im Wald wohnten. Sie hatte nur davon gehört wie Elfen einen Baum wachsen lassen konnten um in ihm zu wohnen, aber soetwas wie im Silberwald hatte selbst Elboria nicht zu bieten. Es war dort eine natürliche Schönheit entstanden die ohne Prunk ihres Gleichen suchte und auch dort spürte man die Liebe welche Beldar und Yillvina dort mit hinein gebracht hatten.
19.05.2009 09:34:09
Aw: Blut von meinem Blut (#26298)
sommerwind
Rubinwein, schwer und wertvoll war die Flasche die neben dem sonnenverwöhnten und nicht weniger gehütetet Traubenwein aus Calimshan eingetroffen war. Achtsam hatte Nelifar den Wein eingeschenkt und vorsichtig davon gekostet. Bevor sie jedoch Mortog sagen konnte was er dort in der Hand hielt hatte er schon wie gewohnt davon getrunken, begeistert über den edlen Geschmack war er und bevor er in einen tiefen Traum zu fallen schien legte sie sich zu ihn vor den Kamin in die Kissen und beobachtete sein Gesicht während der Vision.

Wieder zu sich kommend erzählte er ihr von dem kleinen Gnom den er sah in einer Höhle, unsichtbar war er ihm gefolgt dort und hatte gesehen wie der Gnom Smaragde aus dem Erdreich brach bis er vor einen tiefen Brummen zu flüchten schien. Mortog schien etwas verwundert da Nelifar ihm darauf von den Fähigkeiten des Rubinweines erzählte und wie er das Bewusstsein erweitern konnte, erstrecht da Nelifar selber keine zu haben schien und den Wein weit besser zu vertragen schien. Sie überlegten noch gemeinsam ob sie von so einer Höhle wussten und Mortog dachte an die Höhle am Zwergenanleger zurück an der sie vorbei gekommen waren. Doch schien er es für unmöglich zu halten das dort wirklich etwas zu finden sei. Schmunzelnd dachte Nelifar für sich. [color=#0000FF]Wie kleingläubig er doch manchmal sein kann, es ist wie mit den Dämonen unter der Binge-an die wollte er auch nicht glauben bis ich sie ihm zeigte.[/color]

Ein paar Tage später sah sie ihn wie er mit einem Fährmann etwas aus zu hecken schien. Als sie zu ihm ging taten beide so auffällig unschuldig und harmlos das Nelifar sofort Lunte roch-aber ausser breiten grinsen bekam sie nichts aus den beiden heraus. Sie gingen dort dann zum Anleger um sich die Höhle einmal genauer an zu sehen. Seit der Vision schien es Mortog nicht mehr los zu lassen und Nelifar war ebenfalls gespannt was sie dort finden würden. Sie wählten den Weg über den Strand, denn auch wenn er nur kurz war liebte Nelifar es dennoch an ihm entlang zu gehen und schon bald standen sie vor dem Eingang der Höhle und mit der nötigen Vorsicht betraten sie die Dunkelheit. Im innerern konnte man kaum etwas erkennen so spährlich war das Tageslicht dort, kaum ein Strahl der Sonne vermochte dort hinein zu dringen. Nelifar zauberte ein kleinens, schwaches Licht über Mortog so das sie besser sehen konnten und drangen leise weiter ein, hinter einen Felsvorsprung ging es in eine grössere Höhle mit einem kleinen See, Smaragden und den Bewohnern der Höhle-einer Bärenfamilie. Ungleich grösser waren die mächtigen Schwarzbären als die jüngeren Verwandeten an der Adlerküste und sogar uralte Schreckendsbären hielten hier ihre Ruhe. Mit grossen Augen sah Mortog ihr nach als sie mitten unter die Bären ging die ihr nicht schaden wollten während sie ihn angriffen kaum das sie ihn wahrnahmen. Ohne die Ruhe der Bären stören zu wollen traten sie vorerst den Rückzug an und Nelifar bat Mortog wesentlich leiser und ruhiger auf zu treten, so gelangten sie als sich das Brummen wieder friedlicher anhörte zurück zu dem kleinen See unter der Erde. Mortogs Gesichtsausdruck über die Smaragde die er dort tatsächlich wie in der Vision fand wird Nelifar nie wieder vergessen-er schien aus dem staunen kaum heraus zu kommen wie genau der Traum doch gewesen war und sie nahmen sich nur ein paar Smaragde als Andenken mit und vor allen nicht zu viele um den Gnom nicht zu verärgern falls er wieder kommen würde. Als sie auf den Weg aus der Höhle waren fanden sie ein verletzes Jungtier. Sein Bein und sein Bauch waren aufgerissen und Mortog versorgte es in der Höhle noch. Da Nelifar bedenken hatte es so zurück zu lassen und es sich aber in der Stadt bestimmt nicht wohl fühlen würde, entschlossen sie es in das näher gelegende Zelt zu bringen.

Nelifar trug die kleine Bärin den Weg bis dort und es schien ihr auch zu gefallen im Zelt, erstrecht nachdem sie Mortogs Stiefel hatte. Er wollte sich aber keine neuen machen lassen und so lösten sie die Stiefel mit Fleisch bei dem Bärenwelpen aus. Die kleine würde Ula heissen was in Nelifars Heimatsprache Stärke heisst und sie überlegten sich wie sie Ula vor den Wyvern schützen konnten und es gleichzeitig verhindern konnten das sie das Zelt auseinander nahm. Sie war noch so klein und es würde lange dauern bis die schwere Verletzung verheilt war damit Ula zurück in ihre Höhle konnte um dort frei leben zu können mit den anderen Bären. So blieben sie in der Wüste und der kleine Bär erfüllte das Zelt mit seinem brummenden Schnarchen während er tief träumte.
09.06.2009 08:23:31
Aw: Blut von meinem Blut (#26947)
sommerwind
Ula, die kleine Bärin wuchs nicht nur, -nein,- sie hatte auch einen enormen Verbrauch an Fleisch, Zuneigung und Stiefeln. Sich das zerkaute Leder ansehend freute sie sich schon wenn Shana mit Gabriel zum Zelt kommen würde und die versprochenen Stiefel für die Bärin mitbringen würde. Ein seltsamens Gefühl war das schon aber es war viel Zeit vergangen und Leute die Nachtragend sind verpassen zu viel von ihrem Leben. Das wäre das Letzte das sie wollte, zu schön war die Welt um sie geworden mit Mortog zusammen. Seit sie die beiden im Cafe getroffen hatten war Mortog nun ein wenig wie bessesen von dem Gedanken sich einen Zweihänder zu holen um auch in ihren calshitischen Augen als Mann da zu stehen-ohne Brotmesser am Gürtel. Dabei übte er mit seinem Säbel sehr oft in der Wüste, schaute sich sogar von ihrem Tanz mit den Säbeln ein paar Stellungen ab um sie in seine Übungen ein zu bauen. Sie musste zugeben es war für sie bei weitem schwerer ihn zu besiegen in dem Schwertkampf als bisher. Doch zeigte sie Mortog das nicht nur ein Schwert den Kampf entscheiden konnte, sondern auch sein Griff, ein Bein das schnell seine unter ihm fortzog oder auch eine tänzerische Drehung die einfach seinen Säbel in die Luft schlagen lies so wie er auch seinen Umgebung zu nutzen verstehen musste und nicht in jede überraschende Wendung im Kampf laufen durfte. Viel gab es nicht mehr das sie ihm zeigen konnte, doch ein paar Geheimnisse bewahrte sie für sich bis er aus der letzten Lektion seine lehren gezogen hatte. Nicht desto trotz landete sie im Wasser am Ende des Kampfes dank ihres Übermutes.

Es war nur wenig Zeit vergangen als ein Brief aus Calimshan sie erreichte. Schmunzelnd reichte sie ihn Mortog, der natürlich kein Wort der geschwungenen, vor Selbstbewusstsein strotzenden, Schrift lesen konnte. Zu seiner Überraschung lud ihre Mutter nicht nur Nelifar, sondern auch ihn nach Calimshan ein. Nelifars jüngere Schwester würde heiraten. Die Verträge waren schon unterschrieben und man wartete damit die Erfüllung des Vertrages unter einem günstigen Stern stehen sollte auf Nelifar damit die Familie gemeinsam das Glück der Brautleute feiern konnten. Selbstverständlich war der Brief voll von Andeutungen darüber das Nelifar endlich heiraten sollte. Mortog lies sich dadurch jedoch nicht abschrecken, unglaublich nervös und sich sicher dauernd in ein Fettnäpfchen nach dem anderen zu treten konnte er es kaum erwarten mit ihr auf Reise zu gehen. Sie wollten noch zum Schneider und..sie lachte.. er wollte zum Schmied einen Zweihänder erstehen. Als sie nach oben gingen um Wein zu trinken, die Reise zu planen und etwas zu essen hielt Nelifar es für gut wenn er sich gleich an die Gewürze der calshitischen Küche gewöhnte. Anders als sonst landeten die Gewürze direkt im Essen und nicht seperat zum Nachwürzen. Als es klopfte ging Mortog nach unten und kam mit Cashira und Palantir zurück. Mit einem schmunzeln deckte Nelifar für die beiden den Tisch mit.......
13.06.2009 18:37:17
Aw: Blut von meinem Blut (#27087)
sommerwind
Alles war bereit, Ula war bei Shana und Nelifar hoffte sie würde wirklich genügend Stiefel über haben für die kleine Bärin. Auch wenn Ula einen grossen Hunger hatte konnte sie doch noch nicht so toben wie es sonst junge Bären taten. Jedoch war die lange Narbe am Bauch gut verheilt und Nelifar musste sich deswegen keine Sorgen machen, schon eher ein bischen das die tapsige, kleine Bärin das Cafe etwas durcheinander brachte. Doch war sich Nelifar sicher das Shana und Ula sich gut verstehen würden. Würde Ula doch für Milch mit Honig jede Schandtat beenden.

Zuhause hatte sie wirklich alles in ihre Truhe gepackt und als Mortog mit vielen Beuteln ankam und sie ihm anbot das doch mit in die Truhe zu legen hätte nicht einmal mehr eine seiner Socken darin platz gehabt. Kurzentschlossen begann Nelifar die Sachen zu schrumpfen und auch wenn Mortog seinen Bogen schnell vor ihrem Schrumpfwahn in Sicherheit brachte, schloss sich die Truhe endlich und die beiden konnten endlich zum Anleger und zu dem Schiff das sie Calimshan näher bringen würde.

Als Mortog die Truhe anhob und ächzend beteuerte wie froh er war das der Hafen so nah war, sprang Callir oben auf den Deckel, kitzelte Mortogs Nase mit seiner Schwanzspitze und schnurrte so getragen tief und wohlig während Nelifar schnell Mortogs Nase kratzte damit er nicht niesen musste.

Einen letzen Blick warfen sie auf die Stadt. Mirhaven lag ruhig und friedlich in der Nacht da und Mortog würde es vermissen und wenn Nelifar ehrlich war bei aller Freude ihre Familie wieder zu sehen, sie auch. Ein Matrose brachte für ein paar Münzen die Truhe nach unten in die Kajüte. Als das grosse Schiff aus dem Hafenbecken gezogen wurde, von vielen kleineren Ruderbooten, und die Segel dann gehiesst wurden gingen sie unter Deck. Sie wollten dort warten auf ihren ersten gemeinsamen Sonnenaufgang auf See und hofften auf gutes Wetter für die Reise und wenige Stürme. Calimshan kam mit jeden Wind der in die Segel blies näher und Mortog war aufgeregt wie es sonst nur Kinder sind die beschenkt werden.
18.06.2009 09:02:11
Auf hoher See (#27164)
Turloff
Während Nelifar und Mortog in der gemütlichen Kajüte unter Deck waren, verschluckte der Horizont langsam die letzten spitzen Dächer von Mirhaven. Dank der steifen Brise kam das stattliche Segelschiff schnell vorwärts. Mortog schlief jedoch unruhig und erinnerte sich mit Wehmut an die Überfahrt von Athkatla nach Amdir, welche schon einige Jahre zurück lag, plötzlich als wäre diese erst gestern gewesen. Hatte er sich doch eigentlich damals geschworen, nie mehr so eine weite Schiffsreise anzutreten und hoffte inständig, dass sie diesmal von Stürmen und Schlechtwetterfronten verschont blieben.

Der nächste Morgen lies ihm seine Befürchtungen jedoch gänzlich vergessen. Die See war ruhig und nur ein leichtes Lüftchen trug den angenehmen Duft von Meer, Salz und Fisch ans Deck des Dreimasters. Den Arm um Nelifar geschlungen standen beide an der Reling und warten auf ihren Sonnenaufgang. Und da war er endlich… Langsam erhellte sich der Horizont, die Sterne am wolkenlosen Himmel verschwanden und die ersten Sonnenstrahlen kitzelten die Wasseroberfläche. Die kleinen Wellen tanzen auf der sich vor ihnen wohl unendlich weit ausbreitenden See und glitzerten dabei sanft. Langsam erschien der gold-rot leuchtende Feuerball weit entfernt vor ihnen und begann, sich zaghaft vom Horizont zu lösen. Obwohl es gewiss nicht der erste gemeinsame Sonnenaufgang war, den sie zusammen betrachteten, war es doch unbestreitbar der schönste. Gefesselt von dem Anblick standen sie Arm in Arm am Bug des Schiffes und als die Sonne ihren Kampf mit der Nacht gewonnen hatte, küssten sich beide verliebt und innig…

Vom lauten Geschrei an Deck erwachte Mortog einige Tage später mitten in der Nacht in der gemeinsamen Kajüte… „Holt die Segel ein“ … „zurrt die Leinen“ … „alle Reisenden unter Deck“… verstand er bruchstückhaft die aufgebrachten Anweisungen des Kapitäns und bemerkte im gleichen Atemzug, das wilde Auf und Ab und das Rauschen der Wogen am Schiffsrumpf. Besorgt richtete er sich auf und weckte Nelifar, die bis jetzt immer noch ganz seelenruhig neben ihm schlief. Mit beiden Händen krallte er sich in die Bettkante und bemerkte die in seinem Bauch aufsteigende Übelkeit, als er auf die beruhigenden Worte seiner Geliebten nur mit dem Murmeln antwortete: „War ja klar, dass wir nicht ohne Sturm davon kommen“. Zusammengekauert saß er mit zugekniffenen Augen an der Bettkante und konzentrierte sich auf seinen Magen. Als die Übelkeit ihn dazu zwang nach oben zu hechten, war der Zenit des Sturms bereits überschritten. An Deck beugte sich eilig über die Reling und fütterte erst mal ausgiebig die Fische.
Auch als der Sturm gänzlich abgeklungen war, stellte sich keine Besserung ein. Mortog war käseweiß im Gesicht und gerade in dem Moment als er zu Nelifar sagte, dass er nach unten gehen und sich hinlegen wolle, rief der Matrose ganz oben im Ausguck die erlösenden Worte: „Land in Sicht“…..