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08.01.2016 08:43:24
Piratenweisheiten (#103475)
Cypria MX
[b][center]"Manche Leben...[/center][/b]

... und Manche sind tot und Manche fahren zur See" So heißt es in einem Seemannslied. Es war durchaus denkbar, dass dies einfach nur eine unbedeutende Formulierung war, doch in der Welt in welcher Magie viele wundersame Dinge erlebte, war dies vielleicht ein Hinweis auf eine Art der Magie, wie sie von Seemännern, Piraten praktiziert wurde.
Gerade der Refrain des Liedes: "... doch wir sterben nie!" betonte noch einmal den Verdacht von Maga Jolanda Thea, dass in diesen Worten ein Geheimnis verbarg. Greifbar für alle, doch zu Erkennen und zu verstehen nur für wenige. Vermutlich hätte Sie selbst nie weiter über diese Zeilen nachgedacht, wären ihr nicht die Liedzeilen durch den Kopf gegangen, während Sie darüber nachdachte, ob sie nun eigentlich als tot oder untot zu deklarieren sei. Thea konnte sich nicht in eine der Definitionen zuordenen. So war sie weder tot noch untot und dieses Lied, welches so oft in den Häfen gesungen wurde deutete auf eine Verständnismöglichkeit hin.

In Mirhaven war es nicht schwer jemanden zu finden, der sich auf die See hinaus begab. Ihr bekannt war bereits eine gewisse Luca Cor Marak. Also beauftragte Thea diese mit einer Nachforschung diesbezüglich unter den Seemännern und Piraten. Für die Kosten und den Aufwand welchen Luca haben würde, stand Thea mit einem Gefallen ein, wenngleich es ihr schien als habe Luca nicht die Tragweite dieses Angebots begriffen. Doch das konnte der Maga eigentlich nur recht sein.
08.01.2016 15:25:31
Aw: Piratenweisheiten (#103489)
Samy
Als die Sonne sich anschickte hinter dem Horizont im Meer zu versinken lehnte Luca an der Reeling der Danlianthol und blickte dorthin auf die weite See hinaus.

Leise summte sie ein bestimmtes, uraltes Seefahrerlied. Viele wussten es nicht, aber das Lied wurde in jeden Hafen Faeruns gesungen ... leicht in manchen Worten verändert aber doch immer dasselbe Lied. In all den Sprachen, die man heute spricht oder die vergessen einst gesprochen waren, gesungen, geraunt .... und die, welche die Bedeutung wirklich kannten, auch nur geflüstert.

Es gab Regeln: Singe das Lied nie wenn du auf See bist und die finstere Nacht die Sterne verschlungen zu haben schein. Nie wenn allein das dunkle Meer dich, und nur dich, umgibt.
Und wenn du es doch tust - wenn du meinst die Wellen und der Wind tragen die Melodie zu dir und dir die Worte des Lieds auf die Zunge schleichen - dann bete oder noch besser, schneid' dir die Zunge ab .... bevor das Leuchten aus der Tiefe dich erreicht und das Meer in ein giftiges Grün verwandelt.

Alles nur Aberglaube der Seeleute ... das war die Meinung der Landratten.

Scheiße, warum muss ausgerechnet hier und jetzt jemand wieder danach suchen. Und warum musste die dumme Zauberin ausgerechnet sie, Luca, aufsuchen. Ablehnen war nicht möglich. es war gegen die Regel. das Spiel hatte begonnen und am Ende konnte mehr stehen als Tot oder Leben.
Manche sagen, das Lied wäre an sich ein Dämon. Immer auf der Suche nach einem geist, dem er einflüstern kann, mit der Suche von Neuen zu beginnen.

Luca schien es, als habe die Zauberin gar nicht die Tragweite der Sache begriffen.

Es gibt Dinge, die älter sind als alle Sterblichen. Dinge, die man Ruhen lassen sollte.

Aber das Spiel hatte begonnen ....
08.01.2016 16:38:46
Aw: Piratenweisheiten (#103497)
Samy
[b]Caput I - "Bring Stummes zum Sprechen"[/b]

Luca betrat den Eimer und wandte sich auf ein Nicken des Wirts zu einem der schmalen Tische an der Wandseite ganz hinten im Eck.

Die Rekrutierung für den ersten Teil der Unternehmung hatte begonnen. Luca dachte an einige ihrer derzeitigen Mannschaft von Seehalunken, an eine gewisse Kriegerin und dann war da doch die junge Zauberin, die Jolanda ihr genannte hatte. Die arme wusste noch ncihts von ihren "Glück". Aber Luca hätte gerne noch einige mit ins Boot geholt im Lauf dieses Abenteuers. Hoffentlich kehrte Nora wieder zurück .... und sie wünschte sich, Federchen würde zurückkommen ... das Bevorstehende war gefährlich und ein verdammt großes Abenteuer. Bei sowas sollte neben einer Cor Marak auch eine Wolkenmeer mit dabei sein.

Sie nahm am schmalen Brett, das hier als Tisch diente, Platz und nachdem man ihr umgefragt einen Krug mir Rum hingestellt und sie beide dann alleine gelassen hatte, blickte sie zu ihrem Informanten.

"Hallo Marc. Schön das es dir gut geht. Wie war das Wetter von der Bucht hierher?"
"Hallo Rotschopf. Wie immer ... stürmisch."
"Dein tee geht wie immer auf mich .... auch den Zucker." Luca blickte schmunzelnd zu dem Zucker neben Marcs Tee .... er hatte die seltsame Angewohnheit, diesen immer zu einem Zuckerberg zu türmen während der Geschäfstgespräche.

"Um deine Neugierde zu befriedigen ist das aber zu wenig, das weiß du, Luca." "Sicher, in diesem Beutel ist das Gold für dein Wissen"

Ein Beutel voller Münzen wechselte von der Steuerfrau in die Manteltasche des Informationshändlers. "Fein. Also .... ja, du hattest recht: der Pirat aus der Bucht, den man "den Stummen" nennt, ist einer der sieben Korsaren, welche im Auftrag des Sammlers die Welt nach wertvollen Artefakten und Geheimnissen absuchen und sie ihm bringen. Und er hat tatsächlich das von die beschrieben Pergament in seinem Besitz, hier, in der Sturmwasserbucht."

"Also doch. Mh, damit kenne ich nun zwei Korsaren des legendären Sammlers." "Zwei? Jetzt bin ich interessiert." "Wissen kostet etwas, sagte mir mal ein Freund." "Natürlich, alles hat nunmal seinen Preis." "Gut, zhl was dir folgendes Wert ist: der Pirat Froschauge von der Schwertküste ist auch einer der sieben Korsaren des Sammlers."

"Froschauge? Wirklich? Interessant. Dachte alles was er kann war, den Schnellen Falken, das Schiff deine Onkels el Torro zu stehlen. Aber nun, da ich das weiß .... stimmt wohl auch das andere? Die Sache mit dem Voodomeister auf den Orlumbar-Inseln? Und das er nun auf der Suche nach der verlorenen fliegenden Stadt der Nesserils ist? Gejagt von el Torro und einer schrecklichen Piratenfurie ... wie man sich erzählt."

Luca nichte weder nich schüttelte sie den Kopf. Sie hob nur den Rumkrug ein wenig höher als normal ... als stummen Toast an jemanden, der nicht hier war: 'Schreckliche Piratenfurie .... das passt zu dir und würde dir gefallen, nicht wahr ... Mutter.'

"Luca, was ist an dem Pergment so interessant? Er hat es gut versteckt, dort wo er nur seine wertvollsten Sachen aufbewahrt." "Meine Sache, und wenn du wieder was davon hörts, es hat nichts mit mir und unserem Geschäft hier zu tun." "Natürlich .... aber du solltest dir einen Meisterdieb suchen, um ran zu kommen. Schatzkarte?" "Guter Versuch, nein. Nur ein Lied." Marc blickte Luca einige Moment an, dann traf er wohl eine Entscheidung und fragte nicht weiter nach.

Luca nickte und dann drehten sich ihre Gespräche noch um dies und das ..... aber das sind andere Geschichten.

Nach einigen Stunden brach Luca wieder auf und als sie in die kühle Nachtluft des Hafens trat, sprangen ihre eigenen Gedanken noch immer hin und her. Marc war ein verflucht guter Informant, aber wie viele stellte er am Ende nicht alle Fragen. Und hier war die frage, warum der Stumme das Pergemant versteckte, aber nie benutzt hatte, wenn sein Inhalt zu wertvoll war.

Luca hasste die Antwort: weil der alte Seeräuber zu klug war, selber die Suche zu beginnen und sich auf das Spiel einzulassen. Klüger als sie. 'Verflucht, verflucht, verflucht .... alles nur um an Ende ..... NEIN! Nicht mir mir! Ich bin nicht meine Mutter!'

Luca trat wütend ein leeres Fass ins Wasser und verschwand wütend auf sich und alles in der Nacht.